00:00Beim EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag in Brüssel wird es vor allem um die Nutzung des in Europa eingefrorenen russischen Vermögens für die Ukraine gehen.
00:10Dabei gibt es einige Fallstricke zu beachten.
00:14Es geht um insgesamt rund 200 Milliarden Euro.
00:18Von diesen sollen zunächst 90 Milliarden Euro in zwei Tranchen als Darlehen an Kiew ausgezahlt werden.
00:24Nach fast vier Jahren der finanziellen Unterstützung für die Ukraine und leeren Kassen befürworten zahlreiche Länder diese Option, allen voran Deutschland.
00:35Belgien wiederum, wo die Gelder liegen, befürchtet rechtliche Konsequenzen und russische Vergeltungsmaßnahmen.
00:42Auch Italien ist skeptisch.
00:45Unklar ist, wie die EU-Länder die Unterstützung für die Ukraine aufrechterhalten wollen, falls sie ohne das russische Geld auskommen müssen.
00:52Dass die Europäer bereit sind, sich weiter für die Ukraine zu verschulden, ist schwer vorstellbar.
00:59Hinzu kommt, dass US-Präsident Donald Trump die in Europa eingefrorenen Vermögenswerte als Verhandlungspfand in den Gesprächen mit Russland sieht.
01:08Viele Europäer fürchten deshalb, die Kontrolle über das Geld zu verlieren, wenn Brüssel nicht schnell handelt.
01:15Auch beim Thema Mercosur-Abkommen zeichnet sich Streit ab.
01:19Während viele EU-Länder den Handelsvertrag mit südamerikanischen Ländern unbedingt noch in diesem Jahr abschließen wollen, schießt vor allem Frankreich quer.
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