- 4 months ago
- #belle
- #janeeyre
- #theborgias
#belle #janeeyre #theborgias
Shortly after her accession to the throne, she faces political and personal crises. She loses Silesia to Prussia and finds herself surrounded by enemies. While her husband turns to other women and her mother-in-law conspires with France, she feels increasingly isolated. In desperation, she turns to the notorious Baron von der Trenck, despite his bad reputation. In doing so, she begins to question her own principles. Starring: Marie-Luise Stockinger (Season 1) Stefanie Reinsperger (Season 2), Ursula Strauss (Season 3).
Shortly after her accession to the throne, she faces political and personal crises. She loses Silesia to Prussia and finds herself surrounded by enemies. While her husband turns to other women and her mother-in-law conspires with France, she feels increasingly isolated. In desperation, she turns to the notorious Baron von der Trenck, despite his bad reputation. In doing so, she begins to question her own principles. Starring: Marie-Luise Stockinger (Season 1) Stefanie Reinsperger (Season 2), Ursula Strauss (Season 3).
Category
🎥
Short filmTranscript
00:00Musik
00:30Verstecken euch schnell!
00:50Was? Wir wollen uns verstecken!
00:52Jus!
01:00Eure königliche Majestät!
01:06Ich bin außerstande, eure Großartigkeit einzufangen, wenn ihr euch zu verstecken beliebt!
01:12Ja, schön!
01:16Kuckuck!
01:20Padel! Wir werden jetzt folgsam sein!
01:23Marschall!
01:40Ich bitte die Unterbrechung zu verzeihen, Majestät.
01:43Aber der preußische Gesandte verlangt dringend empfangen zu werden.
01:46Wir werden keinen Krieg führen. Er gefällt uns nicht.
01:49Ja, aber der preußische Gesandte insistiert...
01:51Hier in Versailles insistieren nur wir!
02:07Darf man sich an dem Spaß beteiligen?
02:09Der ist uns vergangen.
02:13Brennt es etwa am Hof in Berlin?
02:15Maria Theresia hat Schlesien fallen lassen, ein Heer im unbedeutendes Land an der Grenze.
02:21Aber es zwingt uns zu einem Waffenstillstand.
02:24Ein Grund zu feiern?
02:25Noch nicht. Noch haben wir sie nicht in die Knie gezwungen.
02:29Jetzt muss Frankreich in den Krieg eintreten, um das Werk zu vollenden.
02:31Wir wollen keinen Krieg.
02:34Er ist uns zuwider.
02:36Wir möchten, dass unser Adelstand uns liebt.
02:39So erlaubt Ihnen auf dem Schlachtfeld zu glänzen, Majestät.
02:43Unser Heer ist schlagkräftig und gut ausgerüstet.
02:45Noch ein paar Wochen, dann ist Maria Theresia am Ende.
02:49Ich stimme dem Marschall vollkommen zu.
02:51Tantchen, wollt ihr etwa auch in die Schlacht ziehen?
02:54Mademoiselle de Chartres könnte uns mit gewissen Informationen versorgen,
02:57die man nur aus dem innersten Zirkel des Wiener Hofes erhält.
03:00Des Hofes und der Armee.
03:01So wüssten wir um die Pläne und Schwachstellen des Habsburger Heeres.
03:04Mögt ihr etwa eure Schwiegertochter nicht?
03:12Diese Person hat aus meinem Sohn einen Hofschneider gemacht.
03:17Sie hat unsere Familie dem Spott Europas preisgegeben.
03:20Sie muss endlich begreifen, wer in der Familie das Oberhaupt ist.
03:24Oh la la, Majestät.
03:26Euer Tantchen und der Marschall sind wohl Verschwörer.
03:28Der Krieg wird maximal zwei Monate dauern und es darf keine Verluste geben.
03:37Wir können doch Maria Theresia nicht den böhmischen Thron überlassen.
03:41Diese feiste, stinkende Kröte muss mitleidlos zertreten werden.
03:45Wir werden genüsslich zusehen, wie der Schleim aus ihrem warzigen Körper spritzt.
03:50Dann werden wir ihre schlaffe Haut ans Nürnberger Tor nageln,
03:53damit alle anderen Kröten sehen, was passiert,
03:55wenn sie sich gegen die männliche Autorität stellen.
03:58Das ist ein Schwiegertochter, das ist ein Schwiegertochter.
04:28Schaut mal, er sitzt, er kann sitzen.
04:40Wir rufen den Bartenstein, er soll es in den Zeitungen melden.
04:43Vergiss nicht den Bibliothekar, er soll es in die Geschichtsbücher eintragen.
04:48Unterschätzt das nicht, Mama.
04:50Wenn Josef einmal den Thron besteigen soll, ist die Fähigkeit zu sitzen absolut unerlässlich.
04:58Ich bin bald zurück.
05:04Nein, bist du nicht.
05:07Und das Geld?
05:10Verlass dich auf mich.
05:12Keine Angst.
05:19Ihr seid euch doch bewusst, was passieren kann?
05:22Ein Erzherzog als Hochverräter.
05:25Die Armee braucht das Geld so bald wie möglich.
05:27Gut, aber auf diese Weise.
05:28Wie sonst?
05:29Wie anders wollt ihr zwei Millionen Gulden verdienen?
05:32In dem wir Tuch verkaufen, doch wohl eher nicht, Leopold.
05:34Zwei Millionen?
05:36Das, das ist ungeheuer viel.
05:58Zwei Millionen?
05:59Ja.
06:00Da.
06:00Da.
06:01Da.
06:01Da.
06:01Da!
06:02Da.
06:02Da.
06:04Da.
06:04Da.
06:05Da.
06:05Sophie, ihr seid das!
06:30Oh nein, ist etwas passiert?
06:33Hat die Kutsche seiner Hoheit etwa nicht angehalten?
06:37Hat er euch nicht mitgenommen in sein Palais in der Wallnerstraße?
06:41Es schien doch, als hättet ihr euch die letzten Abende seiner Gunst erfreuen dürfen.
06:45Die Abende oder waren es die Nächte? Das ist meine Sache.
06:49Wie auch immer, ihr solltet wissen, dass die Gunst von Franz Stephan sehr flüchtig ist.
06:54Leider, flüchtig wie ein Blatt im Wind.
06:57Wir wünschen noch einen schönen Tag.
06:59Einen sehr schönen, ganz meinerseits.
07:03Habe die Ehre, mein Herr. Seine Hoheit erwartet euch oben. Folgt mir bitte.
07:23Folgt mir bitte.
07:33Ah, meine Herren.
07:55Es freut mich, euch wiederzusehen, obgleich ihr nun einigermaßen überraschend Gäste aus dem Ausland seid.
08:04Unser Schlesien gehört nunmehr Friedrich. Also sind wir streng genommen, jetzt eure Feinde.
08:10Nun denn, auf unsere beiderseitig vorteilhafte Feindschaft.
08:14Wir sind im Krieg. Ich habe mir das so nicht ausgesucht und ihr ebenfalls nicht, aber wir passen uns den Umständen an.
08:33Ich habe vor, mit eurer Hilfe Friedrich mit Kriegsmaterial zu beliefern.
08:41Wir bieten ihm Zelte, Tuch und Uniformen, Ausstattung für Feldlager und Maketenderin.
08:48Nein, das wäre zu gefährlich. Dem stimme ich zu, viel zu gefährlich.
08:54Umso größer wird euer Gewinn sein.
08:58In Berlin, wie auch in Wien, wimmelt es nur so von Spitzeln. Wenn uns jemand verrät, wartet der Strick auf uns.
09:05Und wenn nicht, verdient ihr in drei Monaten 100.000 Gulden.
09:11Ach, die werden uns nicht viel nützen, wenn wir im Grab liegen, Horheit.
09:15Falls euch etwas zustoßen sollte, wird für eure Familien gesorgt sein.
09:19Und was ist mit eurem Risiko?
09:22Das wird ausgeglichen durch das wunderbare Gefühl, die Armee meiner Gemahlin mit preußischem Geld auszurüsten.
09:28Auf dieser Liste steht alles, was wir der preußischen Armee anbieten können.
09:31Bei jedem Posten findet ihr den Preis und euren Profit.
09:41Wir brauchen Zeit, um die Sache zu überdenken.
09:45Selbstverständlich. Aber ihr werdet so lange die Walnerstraße nicht verlassen.
09:51Das kann aber mehrere Tage dauern.
09:55Wenn die Herren hier zu übernachten wünschen, lasse ich ihnen ein Zimmer herrichten.
10:03Und wann soll das Ganze vor sich gehen?
10:06Sofort.
10:08Ihr werdet Wien mit voller Fracht verlassen.
10:10Bemerkenswert, wie nah doch die Liebe zum Vaterland und der Landesverrat beieinander liegen können.
10:25Wir liefern ganz gewöhnliche Waren nach Preußen, Leopold.
10:27Wir schicken denen ja kein Schießpulver.
10:29Und weiß Ihre königliche Majestät, woher Ihre Einkünfte kommen?
10:33Sie darf es nie erfahren.
10:36Sie würde es niemals verstehen.
10:44Wenn ihr hier unterschreiben wollt.
10:51Was führt euch in die Walnerstraße, Cortes?
10:54Einkauf, Verkauf? Oder wollt ihr euch beraten lassen, wie ihr am besten euer Vermögen anlegt?
10:58Oh, was ist denn da passiert?
11:00Ihr habt euch das schöne Kleid ruiniert.
11:03Das müssen wir wieder in Ordnung bringen.
11:04Ich besorge euch ein neues.
11:07Na gut, also zwei.
11:10Und noch Schuhe zu jedem.
11:11Aber wo soll ich sie tragen?
11:13Maria Theresia hat...
11:14Seid ihr etwa aus ihren Diensten entlassen worden?
11:17Sie tut, als wäre ich unsichtbar.
11:19Und die anderen auch.
11:20Niemand lädt mich irgendwo hin ein.
11:22Meine Gemächer werden kaum beheizt.
11:23Man will mich hinaus ekeln.
11:25Und ihr wollt gerne in Wien bleiben?
11:28Ihr habt mir das Herz gebrochen.
11:30Ihr seid alles, was ich habe, Hoheit.
11:34Ich liebe euch.
11:37Ich habe euch doch gesagt, dass es ganz töricht wäre, mich zu lieben.
11:41Aber es sollte auch nicht von Nachteil für euch sein.
11:45Leopold?
11:46Hoheit?
11:46Leopold beauftragt bitte einen der Herren, er möge der Kontess Sophie eine standesgemäße Wohnung in Wien finden.
11:55Des Weiteren wird sie ein Dienstmädchen brauchen.
11:57Eine Kutsche und schnell ein anständiges Kleid.
12:02Darf ich hoffen, dass ihr mich in meiner neuen Wohnung besucht?
12:04Meine Herren?
12:14Was tut man nicht alles für ein?
12:17Derart liebreizendes Mädel.
12:20Ich hoffe, Hoheit, dass euch nicht noch mehr solcher Kontessen besuchen.
12:25Ich zahle lediglich meine Sünden ab.
12:28Lieber gebe ich das Geld den jungen Damen, als dass ich mir von der Kirche einen Ablass kaufe.
12:32Jemand beginnt, uns in Wien Konkurrenz zu machen.
12:35Er verleiht Geld zu besserem Zins als wir.
12:38Wir haben ein Abkommen mit sämtlichen Geldverleiern.
12:40Keiner von denen würde es wagen.
12:41Es geht dabei um Glücksspiel.
12:43Die nehmen als Einsatz das gesamte Vermögen der Leute.
12:46Und das wird ihnen dann weggenommen.
12:48Sie sitzen überall in den Spielhallen.
12:49In meinem Wien.
12:52Was für eine Frechheit.
13:02Als hätte man mir einen Arm abgehackt.
13:11Wenn ich mir das gestatten dürfte, würde ich Eure Majestät für den Friedensschluss loben.
13:15Ihr dürft mich ruhig loben.
13:18Nur haben wir mit Preußen leider keinen Frieden geschlossen, sondern nur einen Waffenstillstand.
13:24Wer weiß, wie lange der hält.
13:25Ich traue Friedrich nicht.
13:26Um meinem bayerischen Cousin ist der Appetit auf die böhmische Krone auch noch nicht vergangen.
13:32Zum Glück übersteigt der Appetit Eures Herrn Cousins bei weitem seine Fähigkeiten.
13:37Kann sein, aber wenn ihm jemand zur Hilfe kommt?
13:40An wen denkt ihr?
13:41An die Franzosen.
13:43Die haben doch keinen Grund.
13:45Euer Wort in Gottes Ohr, Kinski.
13:56Marschall, wir haben die Ehre.
14:03Dann lasst sehen.
14:04Vier schwere Belagerungsgeschütze, 34 Regimentsgeschütze.
14:07Dazu 300 erstklassige Artilleristen.
14:10Dann kann der Spaß ja losgehen.
14:13Der Spaß?
14:14Wir sind über den Feind wohl gut informiert.
14:18Das werden wir sehr bald sein.
14:26Vorsichtig damit!
14:36Habt ihr vor, in die Hofburg umzuziehen, Maman?
14:39Das sind alles nur Geschenke.
14:40Ich dachte, das wird ein ganz normaler Familienbesuch.
14:43In Österreich ist Frieden eingekehrt.
14:45Das ist Grund genug zum Feiern.
14:47Waffenstillstand.
14:47Von mir aus Waffenstillstand.
14:49Kenne ich mich in der Politik aus?
14:51Du bist hier der Feldherr.
14:52Du warst doch im Krieg.
14:54Ich bin nur die liebende Mutter, die ihren Sohn und die Enkelkinder besucht.
14:58Nicht da oben!
14:58Das fällt doch runter!
14:59Ich bin tief gerührt.
15:16Ihre herzogliche Hoheit, Mademoiselle de Chartres,
15:19und seine herzogliche Hoheit, Karl von Lothringen,
15:21euer Schwager, Herr Königlich Majestät,
15:23sind soeben durch die Tore Wiens gefahren.
15:25Das hab ich völlig vergessen.
15:26Ich...
15:27hab ich nur noch Zeit, mich umzuziehen.
15:29Wenn es unbedingt nötig ist, Majestät, allerdings...
15:31Und ob es nötig ist!
15:32Der Besuch der Schwiegermutter verlangt eine dem Anlass entsprechende Kleidung.
15:36Am besten wäre wohl ein Kettenhemd oder eine Rüstung.
15:39Im Falle von Mademoiselle de Chartres würde ich unbedingt auch einen Helm mit Klappvisier in Betracht ziehen.
15:43Mit Federbusch natürlich.
15:45Würde dir wohl.
15:46Draußen warten.
15:46Ich würde ja zu gern wissen, was die Hexe im Schilde führt.
15:53Sie will ihre Enkelkinder sehen.
15:55Die hat doch nicht mal mitbekommen, dass zwei davon schon tot sind.
15:59Was hast du gesagt?
16:00Hm, das steht dir gut.
16:02Hm.
16:07Welche Gemächer sind für unsere Gäste vorbereitet?
16:10Die Südseitigen, hoffe ich.
16:11Die Südöstlichen, Majestät. Die mit dem Bessheim-Badezimmer.
16:14Die Tapeten sind völlig ausgeblichen.
16:16Südseite.
16:17Die müssen mindestens 100 Jahre alt sein.
16:20Die Bettwäsche ist neu. Die Federbetten frisch aufgefüllt.
16:22Selbstverständlich.
16:23Gut.
16:24Und der Wein? Welchen Wein haben wir anzubieten?
16:26Wie immer aus der Toscana.
16:28Brunello di Montalcino.
16:30Und Tokaya. Ich habe mich persönlich darum gekümmert.
16:32Oh, hier schimmelt es überall.
16:34Herrliche Lüster.
16:36Das ist böhmisches Kristall, Hoheit.
16:38Ihre königliche Majestät findet großen Gefallen daran.
16:40Hm, da hat sie ein schönes Andenken an Böhmen, wenn sie es verloren hat.
16:43Bitte?
16:44Ach, bloß ein Scherzen.
16:46Noch eine, die nicht pünktlich sein kann?
16:52Seine Hoheit Prinz Karl Alexander von Lothringen und Barr
16:55und ihre Hoheit Elisabeth Charlotte,
16:59Herzogin von Lothringen,
17:01Prinzessin von Orléans und Fürstin von Commercy.
17:03Es ist uns eine Freude, einen so lieben Besuch bei Hofe begrüßen zu dürfen.
17:18Eure königliche Majestät,
17:20die Zeit, in der wir einander nicht gesehen haben,
17:22war für uns eine unaussprechliche Qual.
17:25Ich kann es kaum erwarten,
17:27endlich ihre Ruhe halten, den Erzherzog Josef
17:29und die Erzherzogin Maria Anna zu sehen.
17:31Es ist mir eine Ehre, euch kennenzulernen, eure königliche Majestät.
17:37Ebenso wie eure kaiserliche Majestät Elisabeth
17:40und eure Hoheit Erzherzogin Maria Anna.
17:45Ebenso wie unsere Kaiserszogin Maria Anna.
17:48Ebenso wie unsere Kaiserszogin Maria Anna.
17:50Musik
18:13Na schau an
18:15Wie galant sie ist. Eine kleine Schönheit.
18:21Findet ihr nicht, dass sie nach mir kommt?
18:23Als würde ich in einen Spiegel schauen.
18:25Daran habe ich auch eben gedacht.
18:29Das hier ist für dich.
18:31Dankeschön.
18:35Und für Josef?
18:39Ah.
18:42Was ist denn das?
18:44Was ist denn das?
18:46Das ist ein Spaß, oder?
18:50Ja, danke.
18:53Und für euch, liebe Erzherzogin, ein Schmuckkästchen.
18:58Ich weiß nicht, womit ihr es füllen werdet.
19:01Aber es scheint mir, ihr seid selbst das schönste Juwel.
19:04Karl, habe ich nicht recht?
19:05Ausnahmsweise ja, Maman.
19:07Ausnahmsweise also.
19:09Teuerste Elisabeth, ich weiß ja nicht, wie das bei euch ist.
19:12Aber ich habe bei der Erziehung meiner Söhne vollkommen versagt.
19:15Sie haben nicht die geringste Achtung vor ihrer Mutter.
19:23Königliche Majestät, meine geliebte Tochter.
19:27Euch überreiche ich das persönliche Geschenk seiner Majestät, König Ludwig XV.
19:31Ich dachte, seine königliche Majestät ist doch eher Friedrich von Preußen zugeneigt.
19:35Ludwig liebt nur das Amüsement.
19:37Uniformen sind immer ein Graus.
19:39Wie ich sehe, gehört ihr zu seinem engsten Kreis.
19:53Allerdings, ich habe die Ehre.
19:56Aber tut doch nicht so, als wärt ihr überrascht, teure Elisabeth.
19:59Euch entgeht doch nichts von den Ereignissen am französischen Hof.
20:03Übrigens habe ich mir erlaubt, euch einen Rasin mitzubringen.
20:07Ihr habt doch sicher nichts dagegen, wenn ich ihn euch erst nach dem Abendessen überreiche.
20:11Vermutlich steht er längst in meiner Bibliothek.
20:13Wer ist diese Dame?
20:14Das ist Madame Pompadour, die Mätresse des Königs.
20:19Die Mätresse? Seine Geliebte auf einem Gemälde mit dem König?
20:24In Frankreich ist es üblich, dass der König eine offizielle Geliebte hat.
20:28Madame Pompadour nimmt eine außerordentliche Stellung bei Rufe ein.
20:31Wo hast du dich wieder herumgetrieben, anstatt deine Mutter willkommen zu heißen?
20:36Pferde? Jagd? Irgendwelche Kumpane? Oder waren es andere Torheiten?
20:40Ich fürchte, ihr habt mich durchschaut, Maman.
20:42Bruder.
20:51Väter! Von Schauspielern einstudiert.
20:54Wie ich versprochen habe.
20:56Ich habe euch Rasin in aller Pracht mitgebracht, Kaiserliche Majestät.
21:05Fröhlich, meine Lieben, fröhlich!
21:07Ja.
21:07Die Lippen wollen sich nicht zum Sprechen öffnen. Groß ist die Kraft, die zwingt.
21:15Doch größer noch die, die sie verschließt.
21:18Ich rufe euch, ihr Himmlischen, als Zeugen an!
21:22Dass ich nicht will, was ich hier will!
21:25So vertraue deinem Kummermann.
21:28Und nun möchten wir eine besondere Dame zu Hilfe bitten, die nicht nur eine hervorragende
21:36Kennerin der Literatur ist, sondern auch eine begnadete Schauspielerin.
21:41Es wäre uns eine große Ehre, die nun folgenden Verse aus eurem Munde hören zu dürfen,
21:46Kaiserliche Majestät.
21:48Mit Vergnügen.
21:49So vertraue deinen Kummer mir.
22:14Nicht zögern will ich, durch ein Flammenmeer zu gehen.
22:18In wilder Schlacht, im Schwerte, bieten meine Brust.
22:21Nimm du die Königskrone.
22:23Mich lass Dienerin sein.
22:24Du sollst befehlen, lenken und ich folge dir.
22:27Dem Weibe ziemt die Herrschaft über Männer nicht.
22:32Bravo!
22:33Bravo!
22:39Dem Weibe ziemt die Herrschaft über Männer nicht?
22:42Denkt ihr wirklich so?
22:43Das ist von Racine.
22:46Natürlich.
22:54Mademoiselle Estelle Dupont ist eine der besten Pariser Schauspielerinnen.
22:58Wir danken euch für diese durchaus interessante Darbietung.
23:02Und wir danken euch für die Gastlichkeit, eure Majestät.
23:05Schauspieler haben es gut.
23:06Ihr dürft alles frei heraus sagen und wenn jemand daran Anstoß nimmt,
23:09dann sind es nicht eure Worte, sondern die des Dichters.
23:12Darum beneide ich euch.
23:14Majestät, ihr seid es, die zu beneiden ist.
23:17Unser Publikum ist bestenfalls ein voller Saal.
23:19Euer Publikum ist die ganze Welt.
23:21Ihr meint, die ganze Welt ist Bühne.
23:23Und alle Frauen und Männer bloße Spieler.
23:26Aber ihr, Majestät, haltet die Fäden in eurer Hand.
23:29Und euer Spiel ist voller Ernst.
23:32Das habt ihr schön gesagt.
23:34Ich danke euch.
23:37Höchste Zeit, sich in den Salon zu begeben.
23:39Begleitet ihr uns, Mademoiselle Dupont?
23:41Vielleicht gemeinsam mit eurem Metteur Roussen?
23:43Gern, mit Vergnügen.
23:46In diesem Fall möchte ich mich entschuldigen, meine Herren.
23:48Kommt ihr denn nicht mit uns?
23:50Maria mag das Kartenspiel nicht.
23:52Im Gegenteil.
23:54Ich mag es sogar sehr.
23:55Aber zurzeit halte ich es für unpassend.
23:58Ich brauche jetzt keine künstliche Aufregung.
24:00Es gibt schon genug, was mir Sorgen bereitet.
24:01Es hilft doch, für eine Weile zu vergessen.
24:04Was?
24:05Den Krieg zum Beispiel.
24:06Nur weil wir nicht an ihn denken, verschwindet er nicht.
24:10Für einen Moment.
24:14Unser ewiger Streit.
24:16Gute Nacht, meine Herren.
24:19Kommt ihr mit uns, Hoheit?
24:20Es wird mir eine Ehre sein, euch zu begleiten.
24:23Und wer leistet mir Gesellschaft?
24:26Es ist unmöglich, euch etwas abzuschlagen, Gräfin.
24:29Darauf hatte ich gehofft.
24:40Habt eure Gouvernante dabei, Graf Lorentz.
24:56Baron von der Trenk ist hier.
25:13Sollte ich den Namen kennen?
25:14Ein verwegener Krieger, ein unglaublicher Kerl.
25:16Es gehen Legenden über ihn um.
25:18In Russland, er ging ein Haftbefehl gegen ihn.
25:20Man warf ihn in den Kerker, doch er konnte sich befreien.
25:23Keiner weiß wie.
25:23Hat er die Ketten gesprengt, das muss ja ein echter Teufelskerl sein.
25:26Warum hat man den Haftbefehl denn erlassen?
25:28Er hat die Frau eines russischen Generals verführt.
25:31Es scheint mir nicht so, als ob der Baron jemanden verführen müsste.
25:35Spielen wir?
25:37Ich nehme gern an. Und ihr, Hoheit?
25:40Na gut.
25:41In diesem Fall fehlt uns noch ein Spieler.
25:45Es wird mir eine Ehre sein, den durchlauchten Herrschaften Gesellschaft zu leisten.
25:50Es wird uns ein Vergnügen sein, Baron.
25:52Baron von der Trenk, hast du gesagt?
25:58In Slavonien hat man sein ganzes Vermögen konfisziert. Er braucht Geld.
26:07Füchstein.
26:10Bitte.
26:12Ich denke, das wird mir sehr gut stehen.
26:15Schön, oder?
26:15Bei Pedro Varadine hat mich ein Muselmann mit seiner Lanze durchbohrt. Hier.
26:21Oh.
26:22Das hat sich ja wehgetan.
26:24Ich bin ihm hinterher und habe ihn um einen Kopf kürzer gemacht. Im gestreckten Galopp.
26:29Bravo.
26:30Aber die Lanze?
26:31Die habe ich mir selbst rausgezogen.
26:33Und ihr seid weitergeritten.
26:34Als die Hebamme über meine Geburt gesehen hat, dass ich nicht atme, hat sie mich in Wein gebadet. In Rotwein.
26:40Seitdem macht der Tod einen großen Bogen mich.
26:43Bei solchen Lügengeschichten bekommt man nicht über Lust, sie überprüfen zu lassen.
26:48Es wäre mein großes Vergnügen, meine Fertigkeiten in einem Duell mit euch zu beweisen.
26:52Aber leider seid ihr Erzherzog und somit ist ein Duell nicht zulässig.
26:55Wirklich schade.
26:57Ja, ein Duell mit mir hat noch keiner überlebt. Es wäre wirklich schade, Meuch.
27:01Ich denke auch an die Damen. Es würde sich niemand mehr so liebevoll um ihre Garderobe kümmern.
27:07Täuscht euch besser nicht, Baron. Ich war auch in der Armee.
27:13Bis euch dann leider die Migräne niedergestreckt hat.
27:18Ihr verlasst augenblicklich diesen Raum.
27:20Somit bringen wir Graf Lorenz leider um die Chance einer Revanche.
27:28Ich respektiere den Wunsch seiner Hoheit.
27:37Kannst dich schon in der Aufstellung einer Schuld machen, du Spichling.
27:41Schon seltsam? Zwei Brüder, die so ganz verschieden sind.
27:57Der eine ist so gar nicht für den Krieg zu haben und der andere ein berühmter tapferer Krieger.
28:01Wenn ihr mit dem Krieger mich meint, dann muss ich eure Begeisterung etwas dämpfen, Prinzessin.
28:06Tapfer bin ich bloß, weil mir mein Leben gleichgültig ist.
28:08Und woher habt ihr, dass ich berühmt bin?
28:12Aus der Bibliothek. Ihr habt gegen die Türken gekämpft.
28:16Ihr interessiert euch für Militärchroniken?
28:18Ja, eigentlich habe ich die Bibliothekar gefragt.
28:23Und was würde mir der Bibliothekar über euch erzählen?
28:26Wahrscheinlich nicht besonders viel. Er sieht mich nicht allzu oft.
28:30Wo könnte ich denn sonst noch fragen?
28:33Bei unserem Lieferanten für Stoffe und Garn.
28:36Und was würde er über euch erzählen?
28:38Dass ich Tapisserien anfertige.
28:41Große Stickereien auf dem Webstuhl.
28:43Ach ja?
28:51Darf ich?
28:51Was für feine Hände.
29:14Werdet ihr wieder in den Krieg ziehen?
29:17Anders kann ich nicht leben.
29:18Vielleicht habt ihr nur noch nicht gefunden, wofür es sich zu leben lohnt.
29:26Ja, schon möglich.
29:27Und dann?
29:29Ja, schon möglich.
29:30Ja, schon möglich.
29:30Ihr habt Friedrich noch nie gesehen, nicht wahr?
29:59Oh, da habt ihr was verpasst. Er ist etwa so groß. Das wäre ja nicht so schlimm.
30:06Doch leider versucht er es mit so hohen Absätzen wieder wettzumachen.
30:09Und dazu seine Vorliebe für staatliche junge Männer.
30:14Er? Mit Männern?
30:17Das sagt man.
30:18In seiner Leibwache sind alle so. Also im Vergleich zu denen ist er wirklich nur ein winziger Zwerg.
30:25Ihr lacht darüber.
30:29Ist doch komisch.
30:34Die Männer in seiner Garde sind allesamt Riesen.
30:38Er wirbt sie für viel Geld an. Die Eltern selbst bringen mir ihre Söhne. Er hat freie Auswahl.
30:42Während sie mir davonrennen. Ein Drittel der Soldaten desertiert, das zweite Drittel rennt ihnen hinterher und der Rest kämpft schlecht.
30:49Wie viele Männer hat denn eure Infanterie?
30:51Infanterie.
30:52Infanterie.
30:55Eure königliche Majestät.
30:57Eure herzogliche Hohart. Könntet ihr vielleicht einen Moment...
31:00Gräfin! Ihr stört gerade!
31:01Verzeiht mir aber.
31:04Graf Lorenz.
31:09Wir sind ja schon da.
31:10Ihre königliche Majestät.
31:12Und euch helfen.
31:12Es tut mir sehr leid, Gräfin.
31:22Der Graf hat sich in der Nacht erschossen.
31:27Und dann kamen fremde Männer.
31:29Die haben sich aufgeführt, als ob ihnen alles gehört.
31:35Sie haben mit mir diesen Wechsel gegeben und behauptet, dass der gesamte Besitz an sie gefallen sei.
31:41Das Palais.
31:43Der Landsitz. Der gesamte Grundbesitz.
31:50Was sollte nun aus mir werden?
31:55Und aus den Kindern?
31:56Ruhig.
31:57Ihr Mann hat sich Geld geborgt.
32:03Er hat all unseren Besitz verpfettet.
32:07Ihr könnt die Schulden als getilgt erachten, Gräfin.
32:11Was sind das für Wechsel?
32:13Ich sage doch, ich kümmere mich darum.
32:15Ach, also diesmal erlässt du der Gräfin die Schulden? Wie großzügig!
32:18Wir danken euren Hoheitenergebnis.
32:20Für eure Großzügigkeit.
32:21Für eure Großzügigkeit.
32:27Meinst du, ich wüsste nicht, was du die ganze Zeit machst?
32:35Du bereicherst dich am Glücksspiel.
32:37Alle kommen zu dir in die Wallnerstraße, um sich Geld zu borgen.
32:40Du schlägst Gewinn aus der menschlichen Dummheit.
32:43Du hast aus meiner Hofburg eine Spielhölle gemacht.
32:45Gib her.
32:47Deine Unterschrift steht darauf, ja?
32:49Ich darf doch bitten.
32:51Das ist widerlich und unmoralisch.
32:53Wir verlieren den Krieg und du amüsierst dich beim Glücksspiel?
32:56Dass du dich nicht schämst!
32:57Hast du dir schon einmal überlegt,
32:59dass mein unmoralisches Glücksspiel dir dabei hilft,
33:02Geld für deinen moralischen Krieg zu beschaffen?
33:05Ja, Graf Lorenz hat sich erschossen.
33:06Das tut mir leid.
33:07Aber das war nur einer.
33:08Wie viele Gefallene gehen auf dein Konto?
33:16Hast du schon einmal nachgezählt?
33:18Wie viele?
33:21Mir wird übel, wenn ich dir zuhöre.
33:25Übel, ja?
33:34Aron von der Trink.
33:37Wer ist das?
33:38Und warum willst du die Schulden von der Lorenz zahlen?
33:41Weil ich böse und unmoralisch bin.
33:46Du kommst sofort zurück und erklärst dich mir!
33:51Den Wartenstein!
33:52Ab sofort ist jedes Glücksspiel an der Hofburg verboten!
33:56Und den Kommandanten der Stadtwache.
33:58Er soll diesen Baron Trink vorführen lassen.
34:00Ich will wissen, was hier vorgeht.
34:05Es ist von der Trink.
34:06Er schickt ihm eine bewaffnete Wache nach.
34:07Wenn er von der Vorladung erfährt, versucht er sicher zu fliehen.
34:10Besetzt alle Gasthäuser in der Umgebung.
34:12Festnehmen oder...
34:13Liquidieren.
34:14Wenn nötig.
34:15Aber schnell, bevor ihn die Wachen meiner Gemahlin kriegen.
34:18Batsch!
34:19Batsch!
34:19Nur ein Drittel ihrer Soldaten an der Westgrenze sind kampffähig.
34:27Nehmen wir mal an, dass sie untertreibt und doch deutlich mehr Soldaten zur Verfügung hat.
34:32Aber wie viel sind ein Drittel von wie vielen?
34:35Hörst du mir zu?
34:37Wie viele Soldaten kann sie im Westen tatsächlich haben?
34:39Seid ihr hier, um die Spionin zu spielen, Maman?
34:44Denkst du, ich könnte das nicht?
34:46Du unterschätzt mich, mein Junge.
34:48Das fiele mir nie ein.
34:49Was das Verbreiten von Bosheiten angeht, seid ihr unübertroffen.
34:53Siehst du nicht, wie Maria Theresia größenwahnsinnig geworden ist?
34:57Sie braucht eine Lektion.
34:58So, von euch.
34:59Sie stand nur da und redete ununterbrochen.
35:13Sie mag ja sehr schön sein, aber mehr hat sie nicht vorzuweisen.
35:16Habe ich nicht recht?
35:20Königliche Majestät.
35:22Was bitte?
35:25Ja, sicher.
35:27Ihr habt ja gar nicht zugehört, was ich gesagt habe.
35:32Bedrückt euch etwas.
35:34Der Krieg.
35:37Aber das ist kein gutes Konversationsthema beim Abendessen.
35:40Das stimmt.
35:41Übrigens durfte ich gestern eure Orangerie bewundern.
35:44Ein herrlicher Raum.
35:46So viel ich weiß, herrscht doch Waffenstillstand.
35:49Meine Liebe, über den Waffenstillstand können wir doch reden.
35:52In Bayern rüstet unser Cousin Karl Albrecht gegen uns auf.
35:54Ein miserabler Mensch und ein miserabler Heerführer.
35:57Er ist nicht gefährlich.
35:58Er ist gefährlich.
36:00Vor allem, wenn er fähige Verbündete hat.
36:01Die Ortschaften Passau, Althaus bei Passau und Everding
36:04werden nur von ein paar Männern bewacht.
36:06Bevor ich Verstärkung aus dem Norden dorthin schicken kann,
36:09wird es noch eine Weile dauern.
36:12Was wächst da eigentlich in der Orangerie?
36:15Was denkst du denn, Wetterbruder?
36:16Es heißt Orangerie.
36:20Also wohl Orangen.
36:22Was für herrliche Sträucher.
36:25Das sind Bäume, Karl.
36:27Das sind Bäume.
36:29Everding, Althaus bei Passau.
36:34Passau.
36:35Heute bleibt die Küche kalt, meine Herren.
36:57Wechsel unsere Pferde.
36:59Darf ich nicht.
37:00Pferde gibt's nur noch für die Armee.
37:02Ich bin Offizier der Armee.
37:03Siehst aber nicht so aus.
37:06Ich bin doch der Baron von der Tränk.
37:08Baron Tränk?
37:09Der Baron von der Tränk, ja?
37:11Bitte.
37:13Der Baron von der Tränk ist da.
37:16Rektor.
37:20Kommens nur.
37:22Kommens.
37:25Baron Tränk.
37:27Trinkt auf das Wohl von Baron Tränk.
37:29Der Tränk kommt.
37:30Na los.
37:32Der Tränk.
38:02Der Tränk.
38:04Der Tränk.
38:14hollow.
38:16Renn,lauf los.
38:17Ich halte die Stellung.
38:22Der Tränk.
38:24Der Tränk.
38:25Das war's für heute.
38:55Wer seid ihr verdammt? Was wollt ihr?
39:05Wir sind hier im Auftrag von Seiner Majestät Franz Stephan.
39:08Gebt den Weg frei.
39:09Wen sucht ihr?
39:10Einen Geflohenen.
39:11Baron von der Trink.
39:16Wir haben den gleichen Auftrag von Maria Theresia.
39:23Wolltest du was sagen?
39:25Nein.
39:27Du?
39:30Nein.
39:33Also dann.
39:35Gute Nacht.
39:41Gute Nacht.
39:42Die Franzosen haben Passau, Althaus, Leonding und Everding eingenommen und marschieren zusammen mit den Bayern gen Linz.
40:07Und das können wir, verzeiht Majestät, nicht verteidigen.
40:11Das gibt es doch nicht.
40:13In diesen Ortschaften gab es keine Truppen und die nächsten kampffähigen Einheiten waren zu weit entfernt.
40:18Passau, Althaus bei Passau, Everding.
40:20Die Franzosen kennen genau unsere Schwachstellen.
40:22Ich bin davon ausgegangen, dass keinerlei Informationen diesen Raum verlassen.
40:28Wir haben einen Verräter unter uns.
40:30Majestät, ich schwöre bei Gott, dem Allmächtigen und allem, was mir heilig ist, dass...
40:43Voila.
40:53Überraschung.
40:56Interessant.
40:57Damit kann ich mich nicht bewegen.
41:05Ach, jetzt schaut einmal her.
41:09So müsst ihr das machen, mein Kind.
41:12Seht ihr?
41:14Gravitätisch.
41:18Immer langsam.
41:19Ihr habt es doch nicht eilig.
41:21Doch.
41:22Ich kann es mir nicht leisten, zu spät zu kommen.
41:27Immer zu euren ewigen Verhandlungen.
41:33Schaut euch doch mal an.
41:36Grau wie eine Auster.
41:38Wie lange werdet ihr eure Schönheit noch bewahren können?
41:43Solange wie ihr sicher nicht.
41:48Ich konnte mich ja auch mein ganzes Leben lang ausruhen.
41:53Ich war charmant.
41:54Und hab einfach die Männer für mich arbeiten lassen.
41:59Sie haben mir die Wünsche von den Lippen abgelesen.
42:02Auch König Ludwig.
42:03Tja.
42:05Im Grunde geht es mir heute viel besser als damals, als Herrscherin von Lothringen.
42:08Und warum?
42:09Ich hab zugelassen, dass jemand für mich sorgt.
42:12Wollt ihr damit sagen, dass ich mich ergeben soll?
42:15Dass ich Ludwig Prag überlassen soll, ohne zu kämpfen?
42:17Was spricht dagegen, Ludwig einen scheinbaren Sieg zu gönnen?
42:21Ihr bekämmt damit einen mächtigen Beschützer?
42:23Das ist doch auch eine Art von Sieg.
42:27Probiert doch diese an.
42:29Damit seid ihr der strahlende Mittelpunkt jedes Balles.
42:33Sogar in Paris.
42:34Ihr könnt mir glauben, mein Herr.
42:52Ich verstehe es immer noch nicht.
42:54Wie schön.
42:56Endlich hört man euch mal ein bisschen.
42:58Maria Theresia.
43:00Ich habe beschlossen, mich bei Mademoiselle de Chartres für ihren Racine zu revanchieren.
43:04Ich habe das Moliere-Stück, die Gräfin von Escavanias, ausgewählt.
43:07Ich nehme an, ihr habt das rein zufällig ausgewählt.
43:10Es handelt von einer älteren Dame, die in der naiven Vorstellung lebt.
43:14Die Welt würde sich nur um sie drehen.
43:15Und ihr denkt dabei natürlich nicht an eine bestimmte Person.
43:18Nein, keineswegs.
43:20Wie wir alle wissen, erfreut sich unser teurer Besuch.
43:24In Versailles ja der Gunst zahlreicher außergewöhnlicher Männer.
43:27Nicht wahr, Monsieur de la Chaussee?
43:30So ist es, euer Majestät.
43:32Und ist darunter nicht auch Marschall de Belle-Ille?
43:35Oberbefehlshaber des französischen Heeres?
43:37Bei allen meinen Premieren sitzen beide zusammen in der ersten Reihe.
43:41Ich freue mich auf die Vorstellung.
43:46Und weitermachen.
43:54Ich höre.
44:02Es fällt mir nicht leicht, dir das jetzt zu sagen.
44:05Ja, du hast schon etwas übertrieben, doch ich verzeihe dir.
44:09Ich muss dir leider mitteilen, dass deine Mutter und dein Bruder französische Spitzel sind.
44:24Wie bitte?
44:26Sie stehen mit Marschall de Belle-Ille in Verbindung.
44:28Sie liefern ihm Informationen über unsere Schwachstellen.
44:31Bist du verrückt, Maria?
44:37Ist jetzt jedermann dein Feind?
44:39Was ist mit den Kindern?
44:41Vielleicht plant der kleine Josef auch eine Verschwörung.
44:43Die leitet er vom Nachttopf aus, wenn er irgendwann drauf sitzen kann.
44:45Mach dich nicht lustig darüber.
44:48Wie du willst.
44:50Hast du irgendwelche Beweise?
44:52Was auch immer ich sage, wissen meine Feinde innerhalb weniger Tage.
44:57Wir sind im Krieg, Maria.
44:59Alle Höfe, alle europäischen Höfe sind gespickt mit Spitzeln.
45:02Sei also so nett und hör auf, meine Familie zu beleidigen.
45:05Wir sind deine Familie, nicht sie.
45:07Es gibt hier kein wir und kein sie.
45:10Es gibt nur das Geschlecht Habsburg-Lothringen.
45:14Ich bin an deine Ungerechtigkeit gewöhnt.
45:15Ich habe dich geheiratet und muss damit leben.
45:18Aber ich verbiete dir, meine Mutter und meinen Bruder zu beleidigen.
45:20Hast du verstanden?
45:22Ich habe dich geheiratet.
45:52Ich habe dich geheiratet.
46:22Untertitelung des ZDF, 2020
Comments