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#belle #janeeyre #theborgias
After the death of her father, Maria Theresa becomes ruler and faces great challenges. With newfound strength and allies, she confronts her opponents. Starring: Marie-Luise Stockinger (Season 1) Stefanie Reinsperger (Season 2), Ursula Strauss (Season 3).
Transcript
00:00Untertitelung des ZDF, 2020
00:30Du bist unnütz, genauso wie ich
00:32Wenn Franz Stephan Lothringen verschenkt, ist ein Herzog ohne Herzogtum
00:39Ausser bekommt die Tuskaner
00:41Und dazu noch eure Hand
00:42Verehrtester, glaubt mir, falls es zu dieser Hochzeit wieder erwarten kommen sollte, dann nur über meine Leiche
00:47Wir werden Lothringen verschmerzen müssen
00:55Das meint ihr nicht ernst?
00:56Ich soll mein Land den Franzosen opfern
00:58Er will mich einfach nicht
01:00Maria Theresia ist eine Hoffnung für dieses Reich
01:03Und eine Hoffnung für mich
01:04Ich lebe Franz Stephan
01:05Den ich ab heute meine Sohn nehmen darf
01:07Diese Hochzeit findet nur über meine Leiche statt
01:11Silenzial?
01:17Ihr habt noch eine gesunde Tochter, Hoheit
01:20Seine kaiserliche Majestät wird darüber sehr betrübt sein
01:23Ich bringe leider eine schlechte Nachricht
01:25Wie schlimm ist es denn?
01:27In's Tod, Hoheit
01:27Hochlebe, die Erzherzogin von Österreich
01:30Hoheit
01:40Das ist ein Herzog aus der Welt
01:41Die điader
01:54Musik
02:24Was ist da passiert?
02:48So schaut das Land aus, das dein Vater regiert hat.
02:51Was willst du damit sagen?
02:53Dass er ein schlechter Verwalter war.
02:55Musik
02:57Musik
02:59Musik
03:01WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
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05:15Vielen Dank.
05:45Mama, es tut mir so leid.
05:46Ich wollte nicht leid genug, um zur Beerdigung zu kommen.
05:50Der Arzt hat mir strenge Bettruhe vor Ort und bis zur Niederkunden.
05:55Die ist länger her.
05:59Schaut, wie schön sie ist.
06:02Kommt ganz nach euch.
06:05Ein Mädchen.
06:15Eure königliche Hoheit, die Ministre erwarten euch im Ratssaal.
06:24Wir kleiden uns nur um und kommen dann.
06:27Verzeiht, durchlaucht, aber am Geheimen Rat nimmt nur die Erzherzogin von Österreich teil.
06:31Ich bin ihr Gemahl.
06:33Ihr seid der Gemahl.
06:35Die Erzherzogin ist Maria Theresia.
06:38Will er damit sagen, dass er...
06:39Geh bei mir einen Moment, Wartenstein.
06:42Ich komme gleich nach.
06:43Hat er mich am Sterbebett vermisst?
07:03Ich habe dich vermisst, Theresia.
07:08Ganz schrecklich.
07:11Der Papa.
07:14Der hat deine zweite Kerze vermisst.
07:18Bei seinen Füßen war nur eine, aber...
07:20Als römisch-deutscher Kaiser hat er Anspruch auf zwei gehabt.
07:25Seinen letzten Seufzer hat er erst getan, als die zweite gebrannt hat.
07:30Und wie ist die Stimmung am Wiener Hof?
07:33Unsicher.
07:41Die Leute haben Angst vor dem, was jetzt kommt.
07:44Dass eine Frau am Thron sitzt.
07:49Du wirst das schaffen, Theresia.
07:51Du wirst ihnen zeigen, was für eine großartige Herrscherin du bist.
07:53Das ist die Hofburg.
08:10Man gewöhnt sich daran.
08:11Keine Angst.
08:12Das muss also die kleine Caroline sein.
08:20Ja.
08:22So ein Glück.
08:24Lauter wunderschönen Töchtern gesegnet.
08:27Meine Teure.
08:28Da seid ihr ja.
08:30Das Fräulein Coloredo hat euch doch hoffentlich nicht belästigt.
08:33Nein, unser Gespräch tritt er sich um die düstere Zukunft des Reiches.
08:37Wilhelmine, meine Liebe, lasst uns doch einen Moment allein.
08:40Ihr solltet lieber vorsichtig sein, Hoheit.
08:51Glaubt mir, diese jungen Dinger würden sonst was geben für ein Zeichen eurer Gunst.
08:55Und dann würdet ihr sie nicht mehr loswerden.
08:57Habt ihr sonst noch Ratschläge?
09:01Ihr solltet gelegentlich ausreiten, Hoheit.
09:05In den herbstlichen Garten gibt es herrliche Ecken.
09:08Versteckten, verschwiegen.
09:20Sie werden uns überfallen und massakrieren.
09:23Wer denn? Habt ihr dazu konkrete Informationen?
09:25Österreichs Feind ist gierig wie ein Vampir, der sich die Lippen leckt.
09:30Sie wollen die Habsburger bluten sehen und als Sieger nach Hause gehen.
09:36Österreich ist ohne Thronfolger. Darüber müssen wir sprechen.
09:40Aber leider, Hoheit, haben wir dafür nicht mehr genug Geld.
09:43Wofür haben wir kein Geld?
09:44Für die Fertigstellung von Schönbrunn.
09:47Unsere Nachbarländer merken doch, dass wir ein Land ohne Herrscher sind.
09:51Das Land hat einen Herrscher.
09:53Mich?
09:55Die pragmatische Sanktion wird von allen anerkannt.
09:58Preußens Friedrich kann mir nicht über den Weg trauen, Hoheit.
10:01Nein, meine Herren.
10:03Die Bedrohung ist vor allem jenes Land,
10:06das Kaiser Karl seine Geliebte genannt.
10:09England.
10:10So ein Unfug.
10:11Gefährlich sind nur die Osmanen.
10:13Unsere Armee hätte schon längst nach Süden verlegt werden sollen.
10:16Nach Süden?
10:17Und der Norden bleibt ungeschützt?
10:19Wir müssen unbedingt neue Soldaten rekrutieren.
10:21Wen will er denn rekrutieren, Graf?
10:23Wann war denn das letzte Mal vor den Toren Wiens?
10:26Im Land herrschen Hunger, Not und Krankheit.
10:27Es gibt alte Sich und Kinder, aber keine Männer, die man zu Soldaten machen kann.
10:32Sag einem Herr, von wo wird das Reich am meisten bedroht?
10:36Süden, Norden, Westen, Osten.
10:46Vom Süden, Norden und Westen.
10:49Wenn wir die Gefahren direkt am Hof beiseite lassen.
10:54Am Hof?
10:55Was soll das heißen?
10:56Marsha Grumkow hält sich merkwürdigerweise noch immer hier auf.
11:02Der Grumkow ist am Wiener Hof.
11:04Nicht bei einer Rückkehr ist der Grund für die Feier.
11:09Ich will, dass wir meines Vaters gedenken.
11:15Was wollt ihr hier?
11:16Ich kann mich nicht erinnern, dass ihr geladen seid, Marsha.
11:19Ich stand Kaiser Karl sehr nahe, wie ihr vielleicht nicht wisst.
11:22Daran habe ich keinen Zweifel.
11:23Wir danken euch für euren Besuch, wenn ihr jetzt bitte gehen wollt.
11:26Und seiner Tochter Maria Theresia möchte ich auch meine Freundschaft an denen.
11:29Was hiermit geschehen ist, Marsha.
11:31Will er mir Gesellschaft leisten, Marsha?
11:34Es wäre mir eine Ehrehoheit.
11:36Der Kreuz ist euch erreicht.
12:06Es scheint meine Intronisierung würde hier einige nervös machen und gemahlen mit eingeschlossen.
12:17Ganz zu Unrecht, Huerta. Ihr werdet eine glänzende Herrscherin sein.
12:24Vorausgesetzt, alle halten sich an die pragmatische Sanktion und lassen mich auch herrschen.
12:32Hat jemand seine Unterschrift zurückgezogen?
12:34Noch nicht.
12:35Na, seht ihr.
12:37Meine Minister schützen die Lager aber anders einer.
12:40Vor wem haben sie euch denn Angst gemacht, Hoheit?
12:42Den bösen Preußen? Den bösen Bayern?
12:45Oder England? Den Franzosen?
12:47Vor den Osmanen doch sicher auch.
12:50Ich rate mal.
12:52Vor allen zusammen.
12:54Ich hör sie förmlich.
12:55Hoheit, die Kasse ist leer.
12:57Krätsel, Pocken, Pes.
13:00Er scheint gut informiert zu sein.
13:11Ich will euch etwas verraten, Hoheit.
13:13Es ist geradezu lebenswichtig für Berater, Angst zu säen bei ihrem Herrscher.
13:17Sonst würde er sich schnell für überflüssig halten.
13:19Sein Wort in Gottes Ohr, Marschall.
13:23Europa ist müde nach dem spanischen Erbfolgekrieg.
13:27Ein bisschen Ruhe und Erholung würde uns allen gut tun.
13:30Die Welt hat sich verändert, Hoheit.
13:32Wir wollen einander nicht mehr an die Kehle.
13:33Diese barbarischen Zeiten sind vorbei.
13:35Ich rate euch, verlegt eure Truppen in den Süden.
13:40Bei den Osmanen weiß man nie, was sie sich als nächstes einfallen lassen.
13:43Hier bei uns ist niemand mehr auf Krieg aus.
13:45Und schließen seine Worte sein eigenes Land mit ein, Marschall?
13:49Ihr könnt Preußen beruhigt als euren Verbündeten sehen.
13:53Verwaltet eure Erblande, auf das sie blühen und gedeihen.
13:57Und lasst die alten Zwiste ruhen.
14:05Ich erhebe mein Glas auf eine wunderbare und kluge Herrscherin, Maria Theresia.
14:11Zum Wohl.
14:14Auf Maria Theresia.
14:22Du hast mich vor dem gesamten Wiener Hof bloßgestellt.
14:26Wenn ich den Krummkopf halt einmal brauche.
14:28Er war mit deinem Vater auf der Jagd.
14:31Natürlich.
14:32Der Vater ist nicht an einem schwachen Herz gestorben.
14:35Der Krummkopf hat den Hinterheld hier mordet.
14:39Findest du das komisch?
14:40Veranzeigen dummer Gerüchte werde ich keine diplomatischen Krise auskennen.
14:44Ja, und wenn es doch ein Mord war?
14:45Ich brauch das Bündnis mit den Preußen, also war es kein Mord.
14:50Seit wann bist du so durchtrieben, Theresia?
14:52Und seit wann bist du so naiv?
14:53Vielleicht seit ich nur der Gemahl bin?
14:55Übertreib mich, ja.
14:57Wieso?
14:58Wo sonst wäre mein Platz nach deiner Meinung?
15:00Bei der Armee.
15:02Einer von uns muss sie ja befehligen und uns schützen.
15:06Ich hasse den Krieg.
15:09Gewalt und Blutvergießen sind mir zuwider, das weißt du.
15:14Wir reden noch einmal darüber.
15:15Zur Stelle, Hoheit.
15:27Der neue Savoyen, also.
15:30Hoheit?
15:32Prinz Eugen von Savoyen hat ihn aus der Nachfolger empfohlen?
15:38Weiß er das gar nicht?
15:39Das ist mir eine Ehre.
15:42Was redet ihr mir also?
15:44Versichert euch der Ungarn.
15:46Ohne sie verlieren wir einen Krieg.
15:50Ich halte mir nicht vor, Krieg zu führen.
15:52Die Preußen schon.
15:54Wenn die Madiaren uns nicht zur Seite stehen, dann haben wir gegen Friedrich keine Chance.
15:58Die Protestanten werden immer stärker in Ungarn.
16:01Wendet euch an den katholischen Teil des Adels, an den Grafen Esterhazy.
16:04Esterhazy?
16:05Bestimmt nicht.
16:06Darf ich fragen, warum nicht?
16:09Gar, wie ist das jetzt?
16:12Vor langer Zeit mein Vertrauen verloren.
16:17Noch etwas?
16:19Nein, eure Hoheit.
16:23Also.
16:26Als ich 15 Jahre alt war, habe ich...
16:29Habe ich Handelgeschichte und Politik studiert?
16:33Gegen den Willen meines Vaters, gegen den der Kirche und auch gegen den des Prinzeneugen von
16:41Sorolle.
16:44Isterhazy hat es entdeckt und mich verraten.
16:48Vergibt mir Hoheit, aber es ist seitdem viel Zeit vergangen.
16:51Ja.
16:54Isterhazy hat vielleicht einen längeren Bart.
16:57Aber einen besseren Charakter sicher nicht.
16:59Ich kann es gehen kaufen.
17:03Ich kann es gehen kaufen.
17:03Ich bin jetzt sicher.
17:19Und blick, und blick, und blick, und blick.
17:49Marshal Kronkow ist ab sofort Mitglied dieses Rates.
17:59Ich lege meine ganze Hoffnung und unser Vertrauen in ihn.
18:14Marschenstein, haltet ihr das für klug?
18:18Eine zu starke Konzentration macht die Flanken verletzlich.
18:21Das würde ein kluger Gegner nutzen.
18:23Besser, wir verstärken damit die östliche Front.
18:26Hier und hier.
18:28Nachschub, wir müssen den Nachschub bedenken.
18:30Und die Kavallerie?
18:31Die ziehen wir zurück.
18:33Was meint ihr?
18:34Das ist unser Eingreifreserve.
18:37Unser Hügel untertür den Überblick.
18:41Holt.
18:51Einer meiner ungestümen Freunde in Lothringen hat mit einer Hofdame gewettet,
18:55wer von beiden es schneller schaffe, sich zu entkleiden.
18:58Wessen Gewänder sind komplizierter, die der Herren oder die der Damen?
19:03Die haben das doch nicht in einer Öffentlichkeit gemacht.
19:06Selbstverständlich nur.
19:07In vertraulichem Kreis.
19:09Die Damen-Garderobe ist komplizierter natürlich.
19:11Das weiß doch ein jeder.
19:13Das denkt man.
19:14Aber genau das Gegenteil war der Fall.
19:16Die Dame hat gewonnen.
19:17Und wisst ihr wieso?
19:19Im Pukat des männlichen Gewands verfängt man sich allzu leicht.
19:24Die Seide dagegen ist so glatt, beinahe schlüpfrig.
19:31Wie eine Schlange.
19:34Ist nicht nur praktisch, sondern auch verführerisch.
19:39Was tragt ihr denn, Madame, wenn ich so kühn sein darf?
19:43Gehst du noch aus?
19:57Nur einen Spaziergang.
20:02Winst du Fritz auch dabei?
20:08Geh halt mit.
20:11Ich muss noch Korrespondenzen erledigen außerdem.
20:15Außerdem bin ich müde.
20:20Dann leg dich hin.
20:24Bestrafst du mich eigentlich dafür, dass ich Herrscher in Österreichs bin?
20:30Das liegt mir fern.
20:33Ich will nur ein normales Leben.
20:39Was will er schon wieder?
20:40Verzeiht.
20:41Durchlaucht.
20:42Ein preußischer Kurier ist angekommen mit einer Tepeche von Friedrich II.
20:47Friedrich schlägt uns einen Handler vor.
20:49Er will auch einen Garten bei der Kaiserwahl protegieren.
20:51Und was, wenn ich nicht Kaiser werden will?
20:53Im Gegenzug verlangt er Schlesien.
20:55Andernfalls...
20:56Friedrich droht uns also.
20:58Holt den nach.
21:00Schnell!
21:01Was ist denn passiert?
21:20Noch nichts.
21:21Die Preußen sind wieder rabiat, aber das ist keine Neuigkeit, oder?
21:30Setz es dir zu, dass du nicht da drin sein kannst?
21:33Bei ihr?
21:34Nein.
21:35Ich habe keine Begabung zum Trübsalblasen.
21:38Und außerdem, morgen kommen die Händler aus der Toskana und das finde ich weitaus unterhaltsamer.
21:45Kannst du in Unterhaltung denken, wo das Land so in Bedrängnis ist?
21:48Das Land ist ständig in Bedrängnis und das seit Jahrhunderten, Anna.
21:52Heute Abend wird sich daran nichts ändern, glaube ich.
21:55Wenn ihr den Handel ablehnt, wird Friedrich die Grenzvereinbarungen in Frage stellen.
22:00Und das Ganze als Vorwand für eine Annexion nutzen.
22:03Das glaube ich nicht.
22:06Marschall Krummkopf hat mir ein Bündnis mit dem Preußen garantiert.
22:09Was soll ich König Friedrich dann antworten, eure Hoheit?
22:11Dass ich auf seine impertinente Forderung nicht eingehen werde.
22:14Ich bitte euch Hoheit, schützt wenigstens vor, dass ihr verhandeln wollt.
22:19Wir gewinnen damit Zeit.
22:20Soll ich diplomatische Hackenschlange Prinz Eugen von Savoyen?
22:23Sicher nicht.
22:25Mit Verlaub, ihr wählt den falschen Weg.
22:27Ich sitze nicht auf dem Thron, um vor irgendjemandem zu buckeln.
22:30Auch von den Preußen nicht.
22:32Schreibt Friedrich, ich, Erzherzogin von Österreich, gehe auf sein Angebot, nicht ein.
22:38Punkt.
22:40Und ich selbst werde einen Krummkopf schreiben und er wird sicher alles aufnehmen können.
22:46Die holländische und die ostindische Schifffahrtsgesellschaft liegen miteinander im Zwist.
22:51Dadurch stockt seit einiger Zeit die Zufuhr chinesischer Seiten.
22:54Und in Frankreich sind die Lager inzwischen alle leer.
22:56Mhm.
22:57Dann kaufen wir italienische Seide auf und holen die französischen Tuchfabrikanten hierher.
23:00Wenn sie in Frankreich keine Arbeit haben, geben wir ihnen hier welche.
23:04Hoheit.
23:06Wozu wird das gebraucht?
23:08Das ist eine Schaukel für Kinder.
23:10Und ihr glaubt in Wien ist man interessiert an Seide?
23:12Was meint ihr mich?
23:13Ich würde so ein Ding wohl nicht tragen, oder?
23:15Aber Gräfin.
23:16Bitte?
23:18Darf ich?
23:19Nehmen Platz.
23:22Interessant.
23:23Ist das Leinen?
23:24Hm.
23:25Hm.
23:26Hm.
23:27Hm.
23:28Gefällt es euch?
23:29Also die Damen in Frankreich schwören nicht.
23:30Ja.
23:31Ja.
23:32Ja.
23:33Ja.
23:34Ja.
23:35Ja.
23:36Ja.
23:37Ja.
23:38Ja.
23:39Ja.
23:40Ja.
23:42Die Damen in Frankreich schwören jetzt alle nur noch auf Seite.
23:58Ach ja.
24:02Und wie vielen französischen Damen habt ihr schon unter den Rock geschaut?
24:06Tja.
24:07Die Höflichkeit gebietet darüber zu schweigen.
24:10Aber wenn ihr schon fragt, so viel kann ich verraten.
24:14In allen fraglichen Fällen waren die Röcke stets aus Seide.
24:22Meine Herren, die Verbreitung von Seide fordert unseren vollen persönlichen Einsatz.
24:28Aber am Ende werden wir Erfolg haben, da bin ich mir sicher.
24:32Wer ist denn das alles?
24:34Das? Nur die Haus- und Hofnattern. Am besten, wenn wir achtet sie gar nicht.
24:37Wieso? Haben Sie etwas gegen mich?
24:41Ich fürchte, ihr seid zu jung, zu schön und zu begabt für ihren Geschmack.
24:45Und das ist alles?
24:47Ist nicht egal, was sie von euch denken?
24:50Nein, das ist es nicht.
24:59Majestät, ich fühle mich geehrt.
25:00Wirklich? Ich habe genau das Gegenteil gehört.
25:03Man sagt, er fühlt sich für meine Herrschaft kompromittiert.
25:05Nie würde ich so etwas denken.
25:08Ist das so, meine Herren?
25:12Fühlt sich Graf Lorenz wohl?
25:15Also nicht. Wie kann ich denn für sein Wohbefinden sorgen?
25:19Mehr Depeschen, mehr Dekrete, mehr Delegationen empfangen.
25:23Eure Hoheit ist zu liebenswürdig.
25:25Er meint zu schwach.
25:27Meiner unmaßgeblichen Meinung nach sollten wir in Europa ein deutliches Zeichen setzen,
25:30dass wir keinen Konflikt fürchten.
25:31Er erwartet also, dass ich mir ein Kettenhemd anlege und in den Krieg ziehe.
25:38Durchaus nicht, Majestät.
25:41Für militärische Angelegenheiten wird doch sicher euer werter Gemahl zuständig sein.
25:45Mein Gemahl hat andere Vorzüge.
25:49Da habt ihr sicher recht.
25:51Lass mich hier nochmal fühlen.
25:52Lass mich schauen.
26:07Darf ich fragen, was da los ist.
26:10Ich untersuche, welche Materialien am beliebtesten sind.
26:13So wie es aussieht, führt immer noch Leinen,
26:14aber ich versuche, die Damen von den Vorzügen der Seide zu überzeugen.
26:34Warum hat er nochmal einen Schrammann Krummkow?
26:36Er hätte es doch längst abschicken sollen.
26:38Marschall Krummkow ist tot, Hoheit.
26:39Er wurde an der pausischen Grenze festgenommen und wegen Landesverrats hingerichtet.
26:45Was soll das heißen?
26:47Ich weiß es nicht.
26:59Der Marschall Krummkow war also ein Diener Zweierherrn.
27:03Hochinteressant.
27:04Das muss ich unbedingt in meine Anhalen aufnehmen.
27:07Was meint er mit Diener Zweierherrn?
27:10Nun, auf der einen Seite gesandterter Preußen.
27:12Für sie sollte er am Wiener Hof spionieren.
27:14Auf der anderen Seite hat er sich vom Prinzen von Savoyen bestechen lassen.
27:18Dann war er aber doch auf unserer Seite, oder?
27:21Solange Savoyen am Leben war, vielleicht.
27:23Spät er sicher nicht mehr.
27:25Savoyen war doch selbst ein Intrigant.
27:27Wenn ihr ihn so nennen wollt.
27:30Aber er hat immer zu unserem Wohle intrigiert.
27:34Denkt ihr, ich habe mich im Prinzen getäuscht?
27:39Vielleicht täuscht ihr euch auch in anderen Menschen, Hoheit.
27:47Kann es sein, dass Krummkow wirklich meinen Vater vergiftet hat?
27:50Nur sein kann viel, Hoheit.
27:52Grund dazu hätte er gehabt.
27:53Krummkow wollte euch auf dem Thron sehen, weil er euch für eine leichte Beute hielt.
27:59Und ihr?
28:01Spannagel?
28:04Denkt er auch, dass ich eine schlechte Herrscherin bin?
28:06Ich weiß es nicht.
28:14Ich verstehe die Dinge erst, wenn sie Geschichte geworden sind.
28:17Ihr vernachlässigt eure ehelichen Pflichten, Maria Theresia.
28:36Hat sich mein Genal beschwert.
28:38Er sucht woanders zur Streuung.
28:40Aber es hat ja wohl so kommen müssen.
28:44Es ist dem Mann schuld, wenn er sich Abwechslung sucht.
28:48Wenn ihr nicht einmal euren Mann halten könnt.
28:51Wie wollt ihr es dann eigentlich schaffen, das Reich zu halten?
29:04Kommt zu euch!
29:05Kommt zu euch!
29:10Kommt zu euch!
29:40Luise!
29:44Luise!
29:50Luise!
29:50Luise!
30:10Und findet mir Wiener Bürger, die in den Betrieb einer Tuchmanufaktur zu investieren bereit sind.
30:20Wir produzieren Seide in großem Stil.
30:22Wenn ihr nur wüsstet, Leopold.
30:24Was sie so tragen, die hiesigen Damen.
30:26Erzählt, das würde ich nur zu gern wissen.
30:28Zugleich werden wir in Wolle machen.
30:30Schreibt nach Ungarn.
30:30Die Güter dort sind ideal für die Schafzucht.
30:33Wir produzieren Tuch besser als das aus Flandern.
30:35Oh, kühner Plan.
30:36Wollen wir wetten, dass ich das schaffe?
30:38Lieber nicht.
30:39Ich bin nur ein armer Kammerherr.
30:40Ihr wisst, dass ihr verlieren würdet.
30:42Ja.
30:43Also dann schreibt.
30:45Sehr gut, die Herren.
30:45Stellt den Sessel dorthin.
30:46Der Vorschlag Harax für die Ratssitzung.
30:50Der Rapport über unsere Garnisonen in der Provinz.
30:52Warte.
30:54Was hat sie denn?
30:56Wahrscheinlich die Zähnchenhoheit.
30:58Sie darf sich empfehlen.
31:00Na?
31:00Hat sie Temperatur?
31:04Sie wird hier nicht gebraucht, Griffin.
31:14Warum schlechte die ganze Zeit meine Tochter herum?
31:16Verzeiht, die Fritz wollte nur helfen.
31:19Ich bringe sie zu Wasser.
31:20Lasst nur, ich mach das schon.
31:22Ihr müsst doch arbeiten.
31:24Das kann doch warten.
31:25Ich will nicht, dass gewisse Gräfinnen denken.
31:27Sie müssen sich um meine Tochter kümmern.
31:28Da habt ihr recht, Hoheit.
31:30Aber bedenkt, dass gewisse Gräfinnen euch vielleicht nicht nur als Mutter ersetzen wollen.
31:46Was hast du vor?
31:52Ich will mich hinlegen.
31:59So früh kann ich nicht schlafen.
32:00Ich hab dir auch nichts zum Schlafen gesagt.
32:11Aber du wolltest dir gerade gehen.
32:13Wie kommst du da rauf?
32:23Wenn ich der schon von Österreich wäre und...
32:27...würde ich mich bei dir entschuldigen.
32:29Ich würde es nicht ertragen, wenn sich meine Frau bei mir entschuldigt.
32:34Tue ich auch nicht.
32:37Aber wenn, dann...
32:39...würde ich sagen, dass ich in letzter Zeit ein bisschen überreizt war.
32:44Du bist die schönste Frau, die ich je gesehen habe.
33:02Du bedenkst nach ihm das?
33:07Oh ja.
33:14Oh, meine Frau, oh, meine Frau, oh, meine Frau, oh, meine Frau, oh, meine Frau, oh, meine Frau, oh, meine Frau, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh, oh,
33:44Verzeiht, Hoheit, aber die Preußen sind in Schlesien einmarschiert.
33:51Sie rücken schon ins Landesinnere vor.
33:56Bitte?
33:57Wir haben Krieg, Hoheit.
34:00Der preußische König ist mitten in der Nacht und mit mehr als 20.000 Mann in Schlesien eingefallen.
34:09Unsere Regimente haben keine Chance gehabt.
34:11Wer hat dir die Pesche gebracht?
34:12Ich will es von ihm selbst hören.
34:18Der Adjutant von General Koltenditz, Majestät.
34:21Was ist mit dem Volk von Schlesien?
34:24Sind Sie den Unsringen im Kampf beigestanden?
34:27Haben Sie sich versteckt?
34:29Fluchtergriffen?
34:31So spreche er doch, oder ich lasse ihn degradieren.
34:33Sie haben sie bejubelt.
34:36Wen?
34:37Die Preußen?
34:40Was habt ihr den Leuten angetan?
34:42Redet er, oder will er den Strick spüren?
34:46Wir Unsringen haben geplündert.
34:51Sie hatten Hunger.
34:54Sie haben das Wild in den Wäldern geschossen.
34:57Pferde geschlachtet, aber der Hunger blieb.
35:00Es war nicht genug.
35:01Nur Kälte und Not.
35:03Öffnet die Reservelager.
35:06Schickt die Hälfte unserer Vorräte zu den Regimentern.
35:09Das wird aber nicht sehr lange reichen, eure Hoheit.
35:12Dann öffnet die königlichen Gehege.
35:14Lasst sie abjagen und schickt das Wild an die Front.
35:16Tut etwas.
35:17Der Hunger muss ein Ende haben.
35:22Hoheit, gestattet einen Moment.
35:24Was denn?
35:25Hat er einen weiteren Rat vom Savoyen aus dem Jenseits für mich?
35:28Ich will nur helfen, Hoheit.
35:29Ja, will er das?
35:31Vielleicht will er sich ja auch statt meinen auf den Thron setzen.
35:34Ich kann euch nicht folgen.
35:35Was meint ihr?
35:35Er weiß ja offenbar besser, wie das geht.
35:38Der Geist des großen Savoyen flüstert ihm sicher beim Regieren ein.
35:41Sie jagen die königlichen Wildgehege ab.
35:46Selbst wertvollste Exemplare unter den Hirschen.
35:48Wir müssen eingreifen.
35:50Die Hirsche sind mir egal.
35:50Wir müssen unsere eigene Haut retten.
35:52Wir verlassen den Hof.
35:53Friedrichs Truppen sind noch weit.
35:55Wir werden sie aufhalten.
35:56Wer denn?
35:57Das Mädel mit dem Dickkopf und dem Heer aus Vagabunden?
35:59Denkt nach, Schwarz!
36:04Wir warten in der Toskana auf euch.
36:08Herr!
36:09Und wie lange werden die Vorräte für die Soldaten an der Nordgrenze reichen?
36:13Nicht sehr lange.
36:14Wir brauchen dringend mehr Regimente an der Front,
36:18wenn wir die Preußen aufhalten wollen.
36:19Und die müssen auch versorgt werden.
36:23Verzeiht, Hoheit.
36:25Ich komme wegen Prinzessin Carolina.
36:28Es könnten die Pocken sein.
36:30Sind sie es?
36:34Na dann, steh Gott uns bei.
36:39Gebe ihr eine Medizin mit.
36:41Geh jetzt.
36:50Hartford.
36:53Die Preußen sind in Böhmen eingerückt.
36:56Lächelt doch, Hoheit.
36:58Tut so, als wäre alles in allerbester Ordnung.
37:01Die Preußen haben doppelt so viele Soldaten.
37:03Und sie sind besser ausgerüstet als jede andere Armee.
37:05Ja, ich weiß, ich weiß.
37:07Was ist passiert?
37:08Alles ist in Ordnung.
37:10Wirklich?
37:11Franz, gib uns einen Moment hier.
37:13Klär dir das später, ja?
37:14Ist Sekretär Bartenstein in der Nähe?
37:16Wieso?
37:16Ich würde gerne meine Audienz bei meiner lieben Gattin ansuchen.
37:20Franz, das musst du doch nicht.
37:22Doch.
37:23Ich würde sie gerne daran erinnern, dass wir uns versprochen haben, zusammenzustehen, in guten wie in schlechten Zeiten.
37:28Sie sollte erfahren, dass ich mich wie das fünfte Rad am Wagen fühle.
37:31Und dabei hat sie behauptet, sie könne ohne mich nicht leben.
37:33Daran hat sich nichts geändert.
37:35Oh doch.
37:38Jetzt störe ich nur noch.
37:39Und halte dich ab.
37:40Letztes Jahr um diese Zeit hatte ich in meinem Journal bereits an die Ehe 70 Bälle verzeichnet.
38:03Schaut, wie es jetzt ist.
38:06Der Zuckerbäckerball, der Jägerball, der Bum-Bum-Ball.
38:09Alle abgesagt und auch alle Massenbälle.
38:13Das ist das Ende.
38:14Letzte Woche sind schon die Straußens und die Lichtensteins abgereist.
38:17Genau wie Graf Lorenz und Baron Hegenbart.
38:19Gräfin Strauß hat einen Brief aus Paris geschickt.
38:21Sie sollen bei Hofe geladen sein.
38:24In anderen Ländern weiß man den österreichischen Adel halt noch zu schätzen.
38:27Nicht so wie hier.
38:28Wenn wir alle auf einen Schlag verschwenden, würde es die Erzheizung gar nicht bemerken.
38:33Simsalabim.
38:33Simsalabim.
38:43Sollen sie doch alle verschwinden.
38:45Ihr würdet die Gräfin Fritz nicht vermissen, wenn ich das recht verstehe.
38:48Von mir aus könnte der ganze Hofadel verschwinden.
38:50Wie könnt ihr von den Soldaten Loyalität erwarten, wenn schon der Adel das Land verlässt?
38:55Beherrscht euch, Graf.
38:56Er hat doch recht.
38:57Meine Liebe, schaut ganz so aus, als bräuchte dir dringend ein paar kandierte Weichchen.
39:13Meine Herren, ich hoffe, Sie langweilen die Erzheizung nicht mit ihren scheußlichen Militärangelegenheiten.
39:17Da müsste ich nämlich achtböse sein.
39:19Die jetzige Situation verlangt leider...
39:21Ach, was Situation? Irgendeine Situation ist immer Kontor.
39:24Wirklich ärgern. Ich dabei habe ich mir extra ein Kleid à la Française schneidern lassen.
39:36Das arme Kleid, das liegt jetzt die ganze Zeit im dunklen Kasten.
39:39Und am Ende fressen es die Motten.
39:42Ihr dürft das einfach nicht zulassen, Elisa.
39:45Im Namen eures Kleides ersuche ich euch inständig. Bitte führt es aus und zeichn es.
39:49Und eure Kleider, habt ihr dafür schon irgendwelche Pläne?
39:52Die sonnige Toskana.
39:54Psst, kommt doch mit uns.
39:57Elisa, das dürft ihr nicht.
39:59Denn von Stefan, das wissen doch alle.
40:02Braucht eure weibliche Gesellschaften.
40:07Ihr würdet am liebsten sterben oder krank werden.
40:12Warum?
40:14Könnt die Tür zu machen und keiner muss mehr reinkommen.
40:18Dann mach halt so und stell die Wachen auf.
40:23Aber jeder braucht ja was von mir.
40:26Jeder will was von mir.
40:27Jeder hat mir etwas Wichtiges zu sagen.
40:29Und ich, ich mache alles falsch.
40:33Von Ralf bin ich eine schlechte Strategie.
40:35Für Franz bin ich eine schlechte Ehefrau.
40:37Für den Astern eine schlechte Mutter, die sich nicht mal um ihre Kinder kümmert hat.
40:41Die Soldaten, die wollen nicht für mich kämpfen.
40:44Der Adel, der flieht schadenweiß aus dem Wien.
40:48Und in Schlesien wird Friedrich als Ränder gefeiert.
40:52Und das Schlimmste ist...
40:54Das Schlimmste ist, was Kinski die ganze Zeit reich gehabt hat.
41:02Hat er wohl.
41:05Du schaust fürchterlich aus.
41:09Wenn du die Dinge wie ein Mann und mit Gewalt machst, wirst du deine Ziele nie erreichen.
41:14Du bist eine Frau, sei zart.
41:18Soll ich über Krenul dienen und Untererger reden, während Soldaten krepieren?
41:23Wein trinken, während Hunger herrscht?
41:27Selbstverständlich.
41:37Je schlimmer die Lage im Land, desto wichtiger der Schöne scheint.
41:41Darum kümmert sich ja die Fritz.
41:46Dann macht das gefälligst auch.
41:49Biete ihr die Stirn.
41:52Schnapp sie dir.
41:58Meine Schüchter.
42:03Die Erzherzogin Maria Theresia bittet die Gräfin Fritz zu einer Audienz.
42:07Es wird uns eine Ehre sein, der Erzherzogin Gesellschaft zu lassen.
42:12Nur ihr allein, Gräfin.
42:15Ach, ich soll allein kommen?
42:17Wann denn?
42:18Sofort.
42:22Es schaut ja ganz so aus, als ob ich festgenommen werde.
42:26Wenn ihr mir bitte folgen wollt.
42:27Lorenz, Thun, Liechtenstein, Schönborn.
42:36Das ist eine Liste der Aldera, die ohne meine Einwilligung Wien verlassen haben.
42:41Die Liste wird auch von Tagstablinien.
42:44Sie weiß davon, Gräfin.
42:46Nicht?
42:48Bedauere.
42:49Darüber bin ich nicht informiert.
42:50Sie bleibt dem Wiener Hoftreuer, habe ich es gehört.
42:55Gräfin, das freut mich.
42:59Auch wenn der Grund dafür mein Gemahl ist.
43:01Und das freut mich natürlich weniger.
43:04Das sind nur böse Gerüchte.
43:07Ich dachte, die Zuneigung meines Ehemanns schmeichelt ihr.
43:09Oder fühlen sie sich verdrängt?
43:10Springen Sie ganz ehrlich mit mir, Gräfin.
43:11Elisa, ich kann Ihnen mehr anbieten, als die Gunst irgendeines Herzogs.
43:26Meine Gunst.
43:29Ja, unsere Beziehung wird wahrscheinlich nicht so leidenschaftlich sein, aber...
43:34Sie wird viel länger halten.
43:36Ich bin treu.
43:37Hoheit, ich nehme an, die Treue hat ihren Preis.
43:45Von nun an...
43:48...wird alles, was mir nützt, auch ihr nützen, Gräfin.
44:07Aber jetzt...
44:09Jetzt wollen wir uns um ihr Ball kümmern.
44:13Wir wollen ja nicht, dass die Motten es frissten, nicht?
44:19Die Dame, bitte.
44:23Ein Erzherzogsball.
44:26Eine echte Neuheit.
44:27Es wird fantastisch, pompös und ganz exquisit.
44:30So ein Ball hat Wien seit Jahren nicht erlebt.
44:33Graf Schwarz, darf ich euch die Einladungen für eure Freunde geben?
44:37Den Grafen Lorenz und die anderen?
44:38Darf ich?
44:39Natürlich.
44:40Aber nur gesetzt den Fall, ähm, ehre nicht in Wien.
44:44Oh.
44:45Das wäre in der Tat sehr bedauerlich.
44:46Wer bei diesem Ball fehlen sollte, der kann wohl nie wieder mit einer Einladung bei Hof rechnen.
44:50Nie wieder.
44:51Das wäre für jeden der gesellschaftliche Tod, Gräfin.
44:54Glaubt ihr wirklich, die Erzherzogin will so streng sein?
44:58Nein.
44:59Ihre Hoheit ist so liebenswürdig, dass sie sich nicht einmal vorstellen könnte,
45:02dass irgendjemand ohne ihre Erlaubnis den Hof verlässt, Graf.
45:13Hoffentlich bleiben wir nicht allein mit der ganzen Pracht und Ehrlichkeit.
45:25Hoheit.
45:27Von dem Pocken ist jetzt auch das Gesicht betroffen.
45:31Hauptsache, sie überlebt.
45:33Seine Hoheit ist bei ihr.
45:35Ich komme.
45:35Verzeiht, aber ihr müsst euch noch ankleiden, Hoheit.
45:38Aber ich muss jetzt bei meinem Kind sein.
45:39Ich weiß, aber ihr könnt der kleinen Caroline jetzt nicht helfen.
45:42Aber hier werdet ihr gebraucht.
45:45Eure Aufgabe ist es heute, den anderen Mut zu machen, Hoheit.
45:48Genau das war doch euer Plan.
45:51Und morgen könnt ihr dann den ganzen Tag bei eurer Tochter sein.
45:53Sie kriegt neue Medizin.
46:02Die schlägt an, glaube ich.
46:04Im Himmel macht es das weiß.
46:07Sie schläft ruhig wie ein Engel.
46:08Gott sei Dank.
46:13Ihr könnt.
46:16Noch nicht ich.
46:18Hörst du es nicht?
46:19Da drin tut sich kein Laut.
46:20Es ist keiner gekommen.
46:23Dann haben wir wenigstens den ganzen Saal für uns.
46:26Ein Ball, auf dem ich alleine tanze.
46:29Da kann ich ja gleich abdanken.
46:32Öffnet.
46:33Das ist eine Überraschung.
46:57Ich dachte, ihr hättet Wien verlassen.
46:58Nein, Gott behüt doch nicht verlassen.
47:01Das war nichts weiter als eine kleine Landpartie.
47:04In diesen schweren Zeiten sind wir selbstverständlich hier, Hoheit.
47:07Bei unserer Erzherzogin, der wir tief ergeben sind.
47:09Das war nichts.
47:39Der letzte Tanz dieses Abends gehört nun ihrer erzherzöglichen Hoheit, Maria Theresia und seiner Durchlaucht Franz Stephan, Herzog der Toskana.
47:52Ich danke euch, dass ihr dieser Einladung gefolgt seid.
48:04Wir erleben stürmische Zeiten.
48:07Doch dank seiner Getreuen wird das Haus Habsburg-Lothringen alle Unwetter sicher überstehen.
48:13Und nun möchten der Herzog und ich zwei von Ihnen mit einem Tanz belohnen.
48:23Diesen Tanz widme ich...
48:26...widme ich ihm, Graf Kinski.
48:31Mir?
48:31Seid ihr euch sicher?
48:37Absolut.
48:39Und damit mein Gemahl nicht verlassen dasteht, bitte ich Gräfin Fritz, sich seiner anzunehmen.
48:46Elisa, ihr werdet ihm doch diesen Tanz sicher schenken.
48:51Stets ganz zu euren Diensten, Hoheit.
48:53Er darf nicht glauben, dass er diesen Tanz ganz umsonst kriegt, Graf.
49:18Was immer ihr wünscht, Hoheit, ich stehe zu Diensten.
49:23Ich erwarte ihn am Montag bei der Ratsversammlung.
49:27Es bedeutet mir eine Ehre, dort Gast zu sein.
49:30Nicht als Gast.
49:31Ich brauche einen ständigen, verlässlichen Beraterkopf.
49:36Allerdings nur, wenn er mir nicht sagt, was Prinz von Savoyen an meiner Stelle getan hätte.
49:43Savoyen?
49:46Savoyen hilft mir, Hoheit, wer war das noch?
49:48Ich habe euch in letzter Zeit vermisst, Gräfin.
50:16Eure werte Gattin hat den größten Teil meiner Zeit beansprucht.
50:19Ich bin nicht mal dazugekommen, mich für die herrliche Seite zu bedanken, Hoheit.
50:24Und, tragt ihr sie?
50:26Ratet?
50:27Da muss ich nicht raten.
50:29Vielleicht sollten wir eine Wette abschließen, wir weniger Zeit zum Auskleiden brauchen.
50:33Aber Herzsohn...
50:35Wer sollte uns daran hindern?
50:38Mein Herz.
50:39Habt ihr es einem anderen geschenkt?
50:42Ja, eurer Gemahlin.
50:44Bei ihr ist es nämlich sicherer aufgehoben als bei euch.
50:47Ruhm und Ehre unserer Erzherzogun.
51:02Auf den Sieg unserer tapferen Soldaten.
51:04Auf den ewigen Ruhm des Hauses Habsburg.
51:08Bravo!
51:08Bravo!
51:08Auf die Weisheit und die Schönheit meiner wundervollen Gattin.
51:18Der Erzherzogin Maria Theresia.
51:20Bravo!
51:21Bravo!
51:22Bravo!
51:22Bravo!
51:23Bravo!
51:24Bravo!
51:25Bravo!
51:26Bravo!
51:27Bravo!
51:28Bravo!
51:29Bravo!
51:29Bravo!
51:30Bravo!
51:30Bravo!
51:31Bravo!
51:31Bravo!
51:32Bravo!
51:33Bravo!
51:34Bravo!
51:35Bravo!
51:36Bravo!
51:37Bravo!
51:38Bravo!
51:39Bravo!
51:40Bravo!
51:41Bravo!
51:42Es tut mir leid.
51:43Wir konnten nichts mehr tun.
51:44Wir konnten nichts mehr tun.
52:07Und?
52:08Was hat Kinski gesagt?
52:14Die Preußen haben unser neues Angebot gemacht.
52:15Sie bieten uns den Frieden an.
52:16Na bitte, ihr Kind, dein Kind und wir alle den Frieden.
52:17Und jetzt festatmen.
52:18Einatmen.
52:19Was wollen Sie dafür?
52:20Sachsen und zusätzlich noch Glatz.
52:21Hoheit, wir sollten einen Kaiserschnitt in Erwägung ziehen.
52:22Auf keinen Fall!
52:23Auf keinen Fall!
52:24Was meint ihr?
52:25Auf keinen Fall was, Hoheit?
52:26Ein Preuß mit ebenem und dir keinen Zoll verweicht!
52:27Preußen garantiert sofortigen Waffenstillstand, wenn wir ihn in die annektierten Gebiete zuerkennen.
52:30Was hat Kinski gesagt?
52:31Was hat Kinski gesagt?
52:32Die Preußen haben unser neues Angebot gemacht.
52:33Sie bieten uns den Frieden an.
52:34Na bitte, ihr kriegt ein Kind und wir alle den Frieden.
52:35So, und jetzt festatmen.
52:36Einatmen.
52:37Und jetzt festatmen.
52:38Einatmen.
52:39Und was wollen Sie dafür?
52:40Sachsen und zusätzlich noch Glatz.
52:42Hoheit, wir sollten einen Kaiserschnitt in Erwägung ziehen.
52:45Auf keinen Fall!
52:46Was meint ihr?
52:47Auf keinen Fall was, Hoheit?
52:48Ein Preuß mit ebenem und dir keinen Zoll verweicht!
52:51Preußen garantiert sofortigen Waffenstillstand, wenn wir ihn in die annektierten Gebiete zuerkennen.
52:57Wir müssen das annehmen.
52:59Dann könnten wir wenigstens einmal Luft holen.
53:01In Wahrheit will Friedrich doch nur unsere Kapitulation erzwingen.
53:05Habt ihr vielleicht eine bessere Lösung, Graf?
53:08In ein paar Minuten will ich dir schlafen, Hoheit.
53:10Ich will nichts mehr spüren.
53:12Hör auf den Badenstein!
53:14Zu spät.
53:15Wir müssen das Kind so zur Welt bringen.
53:17Es ist rankreich und Hilfe.
53:18Hoheit!
53:20Hoheit!
53:21Hört ihr mich?
53:22Ihr müsst wach bleiben!
53:23Bitte!
53:24Eilus steißen!
53:25Nein!
53:26Bitte nicht!
53:27Wartet draußen!
53:28Geht!
53:37Was ist passiert?
53:39Lebt sie!
53:40Ihr habt einen Sohn, Hoheit.
53:41Und sie?
53:44Hört ihr gehört, was ich gesagt hab?
53:51Liebes.
53:52Liebes.
53:53Lebes.
54:02Meck.
54:03Guck.
54:04Mein Gott, Herr!
54:05Es ist dein Bundesreich,
54:07und deinen Trug.
54:08Woher?
54:09Oh Seinem Sonntag.
54:11Es ist dein Bundesland.
54:13Oh, oh, oh, oh.
54:43Oh, oh, oh, oh.
55:13Oh, oh, oh.
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