- vor 4 Monaten
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KurzfilmeTranskript
00:00Tantra ist der Austausch von Energien zwischen Mann und Frau.
00:11Der Körper ist der Tempel eurer Seele.
00:17Er hat die Seele eures Partners durch seinen Körper.
00:23Schaut euch in die Augen.
00:26Und jetzt verbindet eure Herzen.
00:30Morgen, wenn Gott will, ist die Flüge her.
00:43Jetzt kommen wir in die Schlangenfalle.
00:47Die Schlangenfalle erfordert zwar viel Übung, aber das ist es wert.
00:54Ihr werdet merken, der sexuelle Genuss ist aber unvergleichlich.
01:00Die Frauen beginnen nun mit der Schlangenbewegung.
01:03Bitte haltet die Stellung. Ich bin sofort zurück.
01:06Bitte haltet die Stellung. Ich bin sofort zurück.
01:26Ich bin sofort zurück.
01:33Die Schlangefalleining...
01:34...
01:35...
01:36...
01:39Musik
02:09Was Annika die Kinder nicht von der Kita abholt, ist einfach noch nie passiert.
02:17Sie sagen also, das Handy Ihrer Lebensgefährtin ist ausgeschaltet?
02:20Ja, auch das passiert sonst nie. Normalerweise stellt sie nur auf Sturm.
02:25Wir werden trotzdem versuchen, es zu ordnen.
02:27Erzählen Sie mal, warum glauben Sie, dass Annika Bischof in Gefahr ist?
02:31Einer ihrer Patienten hat sich in sie verliebt. Rico Grössner.
02:39Ich dachte, tut mir leid, ich habe nur einen schlechten Traum gehabt.
02:49Was denn für einen Traum?
02:51Lass du dich noch an Rico?
02:54Seine Behandlung ist doch beendet.
02:57Ja, aber ich glaube, der verfolgt mich.
03:00Der ist mir heute von zu Hause bis zur Kita hinterhergegangen.
03:04Du meinst, er storkt dich?
03:06Du musst ihn anzeigen.
03:08Das kann ich nicht, er ist mein Patient gewesen.
03:11Na und? Du hast mir versprochen, dass du ihn nicht mehr behandelst.
03:15Ich habe ihn ja auch abgegeben.
03:18Aber wenn ich ihn jetzt anzeige, dann hat das für ihn schlimme Folgen.
03:23Wir kümmern uns drum, Herr Petrolich.
03:25Ich glaube nicht, ich glaube, ihr seid wunderbar.
03:28Alles klar.
03:29Ich mache mit beim Dienst, okay?
03:31Cool.
03:33Na Jungs, na komm, wir gehen mal.
03:35Schau mal, es ist gemein.
03:37Sehr schön.
03:38So, komm, ab jetzt.
03:39Hier in meiner Jacke.
03:42Große.
03:43Tschüss.
03:44Tschüss.
03:45Ciao.
03:45Tschüss.
03:46Lecker.
03:47Stöcke mit.
03:48Radek.
03:48Dieser Rico Krössner ist ein Aktenkundiger Stalker.
03:5642 Jahre alt, etliche einstweilige Verfügungen, eine Verurteilung wegen Körperverletzung.
04:01Er hat einer 50-jährigen K.O.-Tropfen verabreicht.
04:03Dann fahren wir beide mal zu Rico Krössner.
04:12Okay, hör zu.
04:13Ich könnte heute Abend früher kommen und was kochen.
04:15Was hältst du davon?
04:16Ach, das wäre ja schön.
04:18Aber ich habe mich gerade mit Silvia zum Bett mit ihm verabredet.
04:20Ja, dann nicht.
04:21Dann komme ich halt später.
04:23Ja, sorry.
04:23Bis dann.
04:24Okay, bis dann.
04:25Bis dann.
04:25Bis dann.
04:33Riko Krössner?
04:37Ja?
04:38Vermissten Stelle.
04:39Mein Name ist Lohmann.
04:39Das ist mein Kollege Radek.
04:41Wir suchen Frau Annika Bischof.
04:44Oh Gott, ist hier was passiert?
04:46Das wollten wir von Ihnen wissen.
04:56Wo waren Sie heute Mittag?
04:59Beim Aerobik.
05:03Ist Annika, ist sie in Gefahr?
05:08Herr Krössner, mit Ihrem Einverständnis würden wir uns gerne ein bisschen hier in Ihrem Haus umsehen.
05:13Nein, ich kenne meine Rechte und ich will, dass Sie jetzt gehen.
05:17Wir müssen sicherstellen, dass Frau Bischof nicht hier ist.
05:20Das dürfen Sie nicht!
05:21Es ist nicht so, wie Sie denken.
05:39Ich kann das alles erklären.
05:42Ja, das werden Sie müssen.
05:44Und zwar bei uns im Präsidium.
05:45Riko Krössner hat ganz sicher niemandem was getan.
06:05Und schon gar nicht.
06:06Geht das vielleicht ein bisschen schneller mit diesen O's und A's, Herr Droste?
06:16Und schon gar nicht Annika.
06:18Das ist nur ein Vorurteil, mit dem Menschen wie Riko immer wieder konfrontiert sind.
06:23Menschen wie Riko?
06:25Missbrauchsopfer.
06:27Riko hat nie gelernt, mit Sexualität umzugehen.
06:30Schon gar nicht mit seiner eigenen.
06:31Warum hatte dann Frau Bischof Angst vor ihm?
06:37Sie hatte nicht Angst vor ihm, sondern um ihn.
06:41Sie befürchtete, dass er wieder obsessiv wird.
06:44Als Sexualtherapeuten sind wir relativ machtlos, wenn Übertragungen stattfinden.
06:48Das heißt, Herr Krössner hat sich ausgerechnet in die Frau verknallt und sie dann gestalkt,
06:52die ihn vom Stalking heilen sollte.
06:55Ja.
06:58Wer arbeitet eigentlich sonst noch hier?
07:00Niemand.
07:01Nur Annika und ich.
07:03Wir führen die Praxis gemeinsam.
07:06Laut den Kursteilnehmerinnen hat Frau Bischof eine SMS bekommen, bevor sie den Raum verlassen hat.
07:12Hallo.
07:13Hallo.
07:15Ich bring die Kleine schon mal hoch, ja?
07:16Mhm.
07:20Hallo.
07:23Hoch vor der Haus.
07:26Da wohnt doch auch Frau Bischof.
07:27Ja.
07:27Annika, Jovan, Christine und ich.
07:29Wir wohnen alle zusammen.
07:31Wie lange geht das schon mit den Fotos?
07:35Wochen?
07:37Monate?
07:38Nee, so lange nicht.
07:39Das ist übergriffig.
07:40Das ist Ihnen doch klar, oder?
07:41Das ist krank.
07:45Oder hatten Sie gehofft, dass Frau Bischof das anders sieht?
07:47Sie hat sie erwischt.
07:48Sie hat sie erwischt.
07:50Richtig.
07:51Und deswegen die Therapie abgebrochen.
07:54Aber damit konnten Sie sich nicht abfinden, weil sie zu wichtig für Sie geworden war.
07:58Also wie haben Sie es gemacht?
08:00Mit K.O.-Tropfen?
08:01Wie bei Ihrem vorigen Opfer?
08:02Wo haben Sie sie hingebracht?
08:08Für Annika war ich nicht krank.
08:18So lange hast du noch nie durchgehalten.
08:24Rico, ich muss dir leider sagen, dass das heute unsere letzte Stunde ist.
08:28Ist das wegen der Fotos?
08:39Wenn jetzt ich das Objekt deiner Begierde bin, dann kann ich dich nicht mehr heilen.
08:43Ich dachte, genau darum geht's.
08:46Du hast gesagt, du kämpfst um mich.
08:48Ich weiß.
08:49Du hast gesagt, wenn es so weit kommt, dann lässt du dir was einfallen.
08:56Ich habe aber selber keine Kraft mehr.
08:58Ich habe keinen Rückhalt mehr.
08:59Meine Familie scheint zu zerbrechen.
09:01Ich schlafe kaum noch.
09:02Ich kann dir Kraft geben.
09:04Ich bin für dich da.
09:05Ich bin gern für dich da.
09:07Siehst du, genau deshalb hätte ich dir das gar nicht sagen dürfen.
09:10Ich habe keinen Abstand mehr zu dir.
09:15Wir sind uns einfach zu nah.
09:17Stimmt's?
09:19Ja.
09:22Hat sie das mit dem Zerbrechen ihrer Familie näher erklärt?
09:25Ich liebe sie.
09:32Ich könnte niemals was tun.
09:35Warum haben Sie sie dann letzten Freitag verfolgt?
09:38Weil sie geweint hat.
09:40Deshalb bin ich ihr auch zur Kita hinterhergegangen.
09:42Ich wollte ihr helfen.
09:44Aber dann habe ich gemerkt, dass sie Angst hat.
09:47Vor mir.
09:49Also Sie haben sie nicht angesprochen?
09:51Nein.
09:51Und Sie haben mir heute Vormittag keine SMS geschickt?
09:53Nein.
09:56Ihre Aerobik-Trainerin hat ausgesagt, dass Sie heute Mittag nicht beim Kurs waren.
10:01Wo waren Sie?
10:06Bei Candice.
10:08Bei Candice?
10:11Die heißen so.
10:14Eine Prostituierte.
10:14Ich gucke nur zu und...
10:18Ja, ja, ja, bitte.
10:19Sparen Sie mir die Details.
10:21Ja.
10:22Das ist Annikas Schrank.
10:24Nichts fehlt.
10:25Hm.
10:28Was glauben Sie denn, wo Annika ist?
10:30Irgendwo halt.
10:31Annika war schon immer eine, die auch mal abtauchen musste.
10:35Und wann haben Sie sie das letzte Mal gesehen?
10:37Heute Morgen.
10:38Vor Ihrem Kurs.
10:40Hm.
10:40Was machen Sie denn?
10:44Ich habe Ihnen doch gesagt, dass Rico dahinter steckt.
10:47Herr Droste sieht es aber ganz anders.
10:50Sie hat Angst vor ihm gehabt.
10:51Bitte halt dich da raus.
10:53Davon verstehst du nichts.
10:55Sie hat es mir selbst gesagt.
10:56Johan.
10:57Sie hat was anderes gemeint.
10:59Ich warte auf den Tag, an dem du dich hörst.
11:01Es sind aber ganz schöne Spannungen hier.
11:09Gibt es bei Ihnen zu Hause nie Stress?
11:11Also bei mir zu Hause gibt es zumindest Türen.
11:13Ist das hier eine Kommune oder so?
11:16Nennen Sie es wie Sie wollen.
11:18Dann nenne ich das hier erklärungsbedürftig.
11:22Herr Petrovic hat uns gesagt, dass er Frau Bischofs Lebenspartner ist.
11:27Ist er auch.
11:29Ich bin der andere.
11:29Wir leben hier Polyamor.
11:33Wir lieben uns alle.
11:36Poly was?
11:37Alle lieben alle.
11:39Herr Droste ist Frau Bischofs zweiter Lebenspartner.
11:42Wahrscheinlich ist sie deshalb abgehauen.
11:44Wegen zu viel Sex?
11:46Oder wegen zu viel Stress wegen Sex.
11:47Stress gibt es bei denen ja nicht.
11:49Die haben Eifersucht und Besitzdenken überwunden.
11:51Wovon träumst du nachts?
11:52Auf jeden Fall haben sie das Elend der Monogamie überwunden.
11:55Gruppensex, Orgien, das ganze wilde Leben.
11:57Nein, nein, nein. So auch nicht.
11:58Die sind sich schon treu.
12:00Stell es dir vor wie eine Ehe. Nur zu viert.
12:02Und wo ist jetzt das Problem?
12:04Dass sie eben nicht schon seit Jahren zu viert leben.
12:06Diese Konstellation ist ganz neu.
12:08Bisher war Annika Bischof alleine mit Kai Droste und Jovan Petrovic.
12:13Die mussten sich zwar ihre Frau teilen, aber sie musste ihre Männer mit niemandem teilen.
12:16Was jetzt anders ist?
12:17Frau Schafleitner ist vor einer Woche eingezogen.
12:19Ach, Konkurrenz.
12:22Wie lange sind die schon zusammen?
12:24Annika Bischof und Kai Droste sind seit sieben Jahren zusammen und Jovan Petrovic ist vor zwei Jahren dazugekommen.
12:31Gut.
12:31Schluss für heute.
12:33Morgen vernehmen wir die drei hier getrennt.
12:35Dann können wir ja mal sehen, wer hier genau was überwunden hat.
12:37Du bist ja schon da?
13:06Wie war es beim Badminton?
13:10Gut.
13:20Ich habe mir einen Schläger geliehen.
13:22Wo warst du wirklich?
13:27Jetzt hör mal auf.
13:29Ich bin nicht einer von deinen Verdächtigen.
13:30Hör auf mich zu verhören.
13:31Ich habe doch nur gefragt, wo du warst.
13:35Triffst du dich mit jemandem oder was?
13:37Wie kannst du sowas überhaupt nur denken?
13:39Warum weichst du mir dann die ganze Zeit aus?
13:41Da ist jemand im Garten.
13:46Da ist jemand im Garten.
13:47Ich habe ihn die ganze Zeit schon gesehen.
13:48Jetzt hat er sich bewegt.
13:49Hallo?
14:03Hallo?
14:06Hallo?
14:07Ist da jemand?
14:07Ist es nicht merkwürdig, dass die meisten Leute nach einem Betrug eher auf den geliebten
14:36Partner verzichten, anstatt ihr Treuekonzept zu überdenken?
14:39Also mich hat das damals sofort überzeugt.
14:42Annika hat mich dann Stück für Stück an das Ganze herangeführt.
14:46Wir haben bestimmt kein Konkurrenzproblem miteinander.
14:47Wir teilen ja sogar die Kinder.
14:49Das ist Lilly.
14:52Lilly ist Annikas Tochter.
14:54Aber das ist uns ganz egal, weil wir haben euch nämlich alle gleich lieb.
14:57Stimmt's, Süße?
15:00Welches Kind ist jetzt genau von wem?
15:03Die großen Jungen sind von Kai.
15:05Und Lilly ist Jovans Tochter.
15:08Und Sie selbst haben keine Kinder?
15:10Doch, ich habe ja die drei.
15:11Und das schon eine ganze Weile.
15:13Ich wohne schon länger hier im Haus.
15:14Ähm, kann ich den mitnehmen?
15:18Ja, der gehört Jovan, aber Annika benutzt ihn oft mit.
15:21Super.
15:22Sören Sie, ich habe wirklich nichts mit Annikas Verschwinden zu tun.
15:27Selbst wenn ich wollte, könnte ich ihr nichts wegnehmen.
15:30Durch die Kinder ist sie Kai's erste Frau.
15:32Und die Bedürfnisse der ersten Frau gehen immer über die Bedürfnisse der zweiten Frau.
15:35Und wenn Sie jetzt ein Kind mit Herrn Droste bekommen würden?
15:38Dann müssten wir die Hierarchie neu verhandeln.
15:41Die Hierarchie neu verhandeln?
15:43Ja, aber das wird nicht passieren.
15:45Kai ist nach einer Bakterieninfektion zeugungsunfähig.
15:52Rico Krössner hat uns gesagt, dass Frau Bischof seine Behandlung auch wegen familiärer Probleme beendet hat.
15:58Klar.
15:59Was sagen Sie, wenn Sie jemanden den Abschied erleichtern wollen?
16:02Ach, dann war das gelogen?
16:03Wie die meisten Schlussmachgespräche.
16:05Ist nicht deine Schuld.
16:06Du bist ganz toll.
16:08Ist alles meine Schuld.
16:09Wissen Sie, ich finde das wirklich komisch, dass Sie sich überhaupt keine Sorgen um Frau Bischof machen.
16:18Noch habe ich keinen Grund.
16:20Ist es, weil Sie sich nicht mehr für Sie interessieren, seit Sie sich frisch verliebt haben?
16:25Frisch.
16:27Christine und ich sind jetzt auch schon ein halbes Jahr zusammen.
16:29Und es war Annika, die uns zusammengebracht hat.
16:35Haben Sie Lust mitzumachen?
16:37Die Frauen, die gleich kommen, lernen heute einen echten Orgasmus zu erleben.
16:43Stör ich?
16:44Sagen Sie mal, Herr Droste, kennen Sie den?
16:50Gehört der, Frau Bischof?
16:52Ja.
16:53Das ist Ihr privater Kalender.
16:54Ha.
16:55Hier gibt es nämlich so einen kryptischen Eintrag, guck mal vor zwei Monaten, Dr. R.
16:59Termin um 14 Uhr.
17:02Ist Frau Bischof krank?
17:03Nein.
17:04Das wüsste ich.
17:05Alles Wichtige sagen wir uns.
17:07Ehrlichkeit ist eins unserer Grundprinzipien.
17:11Vielleicht ist Dr. R. einfach nur ein besonders schmutziges Geheimnis.
17:14Sie verschweigen uns was.
17:18Aber sowas.
17:19Aber Kinderbetreuungsplan, Putzplan und wer denn das?
17:25Montag, Johann bei Annika, Dienstag Kai bei Annika.
17:29Oh mein Gott.
17:30Ein Beischlafplan ist ja geil.
17:32So viel zur Freiheit in der freien Liebe.
17:35Aber ist dann gar nicht dermaßen durchzuplanen, wer wann mit wem pennt?
17:37Also für mich wäre das ein Mordmotiv, oder?
17:39Gut, dann befragen wir mal die Nachbarn.
17:46Hier vorne, hier hinten.
17:47Oh.
17:51Mal Streit gehört oder so?
17:53Nein.
17:55Ich höre hier nichts.
17:56Aber solche Nachbarn machen schon neugierig, oder?
18:00Mich nicht.
18:02Achim Fuchs, sind Sie das?
18:04Ja.
18:05Ah, der Herr Wormann von unten, der meinte gerade, dass er das mit den Polis im Haus eigentlich
18:08ganz super findet.
18:10Solange die ihm nicht seine Frau ausspannen.
18:11Damit meint er Christine Schafleitner.
18:16Fanden Sie wohl nicht so lustig.
18:18Was die Leute so reden.
18:21Also nur, um das zu verstehen.
18:23Christine Schafleitner hat vorher hier bei Ihnen gewohnt.
18:25Und Sie waren ein Paar.
18:28Und?
18:31Achim Fuchs ist nicht nur ein einfacher Hausbewohner, dem gehört das Haus.
18:35Das ist hart.
18:37Er lässt die Polis bei sich einziehen und dann nehmen sie ihm die Freundin weg?
18:40Aber warum lässt er seine Ex-Freundin noch bis vor einer Woche bei sich wohnen?
18:44Du meinst, er hat gar nicht mitbekommen, dass Frau Schafleitner schon längst Beischlafpläne
18:47mit Herrn Droster hat?
18:49Aber selbst wenn.
18:50Und was hat das Ganze mit Annika Bischofs Verschwinden zu tun?
18:53Vielleicht mehr, als wir denken.
18:55Achim Fuchs bekämpft die Polis nämlich mit allem, was man sich vorstellen kann.
19:01Attacke mit Zementsack?
19:03Wird noch besser.
19:05Gut.
19:06Gute Arbeit.
19:07Willst du ihn vernehmen?
19:08Der Jovan Petrovic hat mich gerade angetextet.
19:10Der will mir jetzt anscheinend doch noch irgendwas erzählen.
19:14Okay.
19:22Achim Fuchs.
19:25Sie können einfach so reden, ohne...
19:29Ach so, ja.
19:29Herr Fuchs.
19:37So wie es aussieht, haben Sie ein paar Probleme mit Ihren Mietern in der 3B.
19:41Ja.
19:43Ja.
19:44Sind deshalb ein Zementsack aus den Händen gefallen,
19:48der den Herrn Droster unten im Hof nur um ein paar Zentimeter verfehlt hat?
19:51Das war ja nur, weil ich so blöd war, den gleichen 10-Jahres-Mietvertrag zu geben.
20:00Da fällt einem schon mal was aus den Händen, der eine oder andere Sack.
20:06Versehentlich.
20:07Und jetzt ist ihm wieder ein Sack aus den Händen gefallen.
20:11Aber diesmal hat er getroffen.
20:12Nämlich Annika Bischof.
20:16Das glauben Sie doch jetzt nicht im Ernst.
20:19Ich würde der Frau Bischof nie was tun.
20:21Die ist ja auch nur ein Opfer von...
20:25...von diesem Verführer, die...
20:28...und außerdem an Schwächeren vergreife ich mich nicht.
20:32Aber an Kindern?
20:36Vor, ähm...
20:39...sechs Wochen hatte der Vierjährige einen schweren Fahrradunfall.
20:42Er hat mit seinem Bruder unbeaufsichtigt im Hof gespielt,
20:45was normalerweise kein Problem ist,
20:47weil das Tor zur Straße für Kinder zu schwer zu öffnen ist.
20:51Aber an diesem Tag hat es jemand offengelassen.
20:54Aus Versehen, und zwar Sie.
20:55Der Kleine ist auf die Straße gerast und wurde angefahren.
21:02Gehe ich recht in der Annahme,
21:03dass Annika Bischof diese Attacke nicht
21:04als eine ihrer üblichen Schikanen abgetan hat,
21:07die man ebenso in Kauf nehmen muss?
21:10Sie war außer sich.
21:13Mein Sohn hätte sterben können.
21:15Warum haben Sie das gemacht?
21:16Nur um uns hier rauszuekeln?
21:19Reden Sie mit mir?
21:21Was wollten Sie uns denn diesmal anhängen?
21:23Verletzungen der Hausregeln oder so?
21:29Haben Sie überhaupt nicht nachgedacht,
21:30dass hier Kinder spielen?
21:33Was sind Sie für ein Mensch?
21:37Sie selbst haben keine Kinder, nehme ich an.
21:40Stimmt.
21:42Genau wegen sowas nicht.
21:43Wie soll man die denn heutzutage noch beschützen?
21:48Aber Christine wollte nur welche.
21:52Und da riskiert er ausgerechnet das Leben der Kinder.
21:57Glaube ich nicht.
21:58Er hat ja auch gelogen.
22:00Seine Hausregeln, die haben sich die Polis doch auch in den Flur gegangen.
22:03Und da stand nichts davon drin,
22:04dass das Hoftor geschlossen bleiben muss.
22:06Nix.
22:06Was hat er da mit seiner Aktion gewollt?
22:10Wenn er es denn überhaupt war.
22:13Aber ich glaube, ich weiß, wie wir das rausfinden können.
22:17Es stimmt nicht, dass Annika kein Problem mit Christine hatte.
22:20Sie hat sogar ein Veto eingelegt, damit sie nicht einzieht.
22:23Ein Veto?
22:25Erzählen Sie mal.
22:27Also wenn einer von uns in eine neue Beziehung eingeht,
22:29dann müssen immer alle damit einverstanden sein.
22:32Wenn nur einer dagegen ist,
22:33dann hat die neue Liebe keine Chance.
22:35Und Annika war gegen Christine.
22:39Warum?
22:40Sie hat gesagt, sie traut ihr nicht.
22:42Inwiefern?
22:43Das hat sie nicht gesagt.
22:46Und deshalb konnte sie sich auch nicht durchsetzen.
22:50Kai hat ihr sofort unterstellt,
22:51dass sie ihm sein neues Glück nicht gönnt.
22:54Und daraufhin hat sie ihr Veto zurückgezogen.
22:57Und glauben Sie das mit dem Glück nicht gönnen?
23:01Ich glaube, dass Annika vor irgendwas richtig Angst hatte.
23:05Warum haben Sie uns das denn nicht gleich gesagt?
23:08Wegen Dr. R.
23:11Komm mit.
23:12Ich zeig dir was.
23:16Ich brauch deine Hilfe.
23:19Sie brauchen meine Hilfe?
23:20Ja, ich suche ein Foto von vor sechs Wochen.
23:24Meinen Sie den Fahrradunfall?
23:26Hast du es?
23:32Müsste das hier sein?
23:33Ja, da lächelt sie aber.
23:35Das muss also noch vor dem Unfall gewesen sein.
23:37Und es gibt ja mal nur ein Foto pro Tag?
23:39Du hast dich da besabbert.
23:42Ja.
23:43Beim Lamas füttern.
23:45Ja, eins pro Tag.
23:46Und das ist vom Tag danach.
23:53Das Foto von Annika Bischof?
23:55Aber nicht nur.
24:00Wir haben es auch in der Vergrößerung.
24:02Hier.
24:04Das sind Sie und Frau Schafleitner.
24:07In inniger Umarmung.
24:08Am Tag nach dem Fahrradunfall.
24:14Decken Sie, Frau Schafleitner?
24:15Wenn Sie weiter schweigen wollen, holen wir einfach Sie zur Vernehmung.
24:21Das dauert nur länger.
24:23Er liebt sie.
24:24Er liebt sie noch immer.
24:27Sie haben es ja eh schon rausgekriegt.
24:29Hat sie sie überredet, das Tor offen stehen zu lassen?
24:31Nein.
24:33Gar nichts hat sie.
24:36Ich weiß auch nicht, warum ich dich schulde.
24:40Ich habe da einfach nicht drüber nachgedacht.
24:45Aber es hat sich schön angefühlt, als sie mich wieder so angesehen hat wie früher.
24:51Bin schon unterwegs.
24:53Hier passiert doch jetzt nichts, oder?
24:56Rein rechtlich gesehen war der Fahrradunfall im Versehen.
25:00Können Sie mir sagen, was Sie mit dem Öffnen des Hoftores vor sechs Wochen bezweckt haben?
25:04Also langsam reicht es mit den Beschuldigungen.
25:06Was soll das denn?
25:06Achim Fuchs hat Frau Schafleitner gesehen.
25:12Christine, was meint Sie damit?
25:13Ich habe doch gar nicht gewusst, dass die Jungs auf dem Hof waren.
25:16Kinder machen beim Spielen für gewöhnlich eine Menge Lärm.
25:19An dem Tag wurde die Waschmaschine geliefert.
25:21Ich habe das Hoftor extra offen gelassen, damit die Männer leichter ins Waschhaus kommen.
25:25Die Waschmaschine wurde schon vor vier Monaten geliefert.
25:28Ach ja?
25:28Frau Schafleitner, Sie mögen an den Pullis vor allen Dingen die Kinder. Stimmt's?
25:37Was meinen Sie damit?
25:43Geben Sie mir die Kleine.
25:44Nein.
25:46Ich kann auch das Jugendamt anrufen.
25:49Das mit dem Fahrradunfall interessiert die bestimmt brennend.
25:52Bitte nicht.
25:52Dann sagen Sie jetzt endlich die Wahrheit.
25:57Zu gut.
25:58Es war kurz vor dem Unfall.
26:01Morgens Regen wird will, wirst du wieder geweckt.
26:07Du musst keine Angst haben, die Mama ist ja da.
26:10Ja?
26:10Das sind immer noch meine Kinder.
26:14Ach, deins, meins, Liebes, das haben wir doch gar nicht nötig.
26:18Wir nicht, aber die Kinder schon.
26:21Also halt dich bitte zurück, ja?
26:24Dabei wollte ich doch einfach nur, dass sie begreift, dass sie nicht alles alleine schaffen kann
26:27und dass sie mich braucht.
26:29Sie haben bewusst in Kauf genommen, dass etwas passiert.
26:31Erzählen Sie nichts.
26:33Sie wollten die Mutterrolle so unbedingt an sich reißen,
26:35dass sie dafür das Leben der Kinder riskiert haben.
26:37Und, ist ihr Plan aufgegangen?
26:41Hat Frau Bischof kapiert, dass sie sie braucht?
26:45Ja.
26:46Sie hat sich entschuldigt und jetzt ist alles wieder gut.
26:48Wollen Sie mich verarschen?
26:49Sie hat ein Veto gegen Sie eingelegt.
26:51Und das genau eine Woche nach dem Unfall.
26:55Sie sind gar nicht überrascht, Frau Schaftleitner.
26:57Sehen Sie mich an.
26:58Sie wussten, was Frau Bischof wirklich von Ihnen hält.
27:03Ja.
27:04Haben Sie sie deshalb beseitigt, um die Kinder ganz für sich zu haben?
27:08Was haben Sie mit ihr gemacht?
27:13Gib sie mir.
27:16Gib sie mir.
27:17Gib sie mir.
27:17Wo waren Sie erst am Vormittag, als Frau Bischof verschwand?
27:35Ich war bei ihm.
27:37Wir trinken jetzt manchmal wieder Kaffee zusammen,
27:39seitdem er Sie so vor mich gestellt hat.
27:41Ich war bei Achim.
27:44Wie weit würden Sie gehen für Frau Schaftleitner?
27:47Bis ans Ende der Welt.
27:50Bis ans Ende der Welt.
27:52So weit.
27:53Aber für gemeinsame Kinder hat es nicht gereicht.
27:57Ich wollte nie welche.
27:59Christine immer.
28:02Würden Sie Frau Schaftleitner auch dann noch decken,
28:04wenn sie Annika Bischof was angetan hätte?
28:07Hat sie Annika Bischof was angetan?
28:12Nein.
28:17Komm.
28:17Sanna.
28:19Fertig.
28:19Fertig.
28:19Entschuldigen Sie mich, Moment.
28:41Jovan, warum haben Sie mich hierhergebracht?
28:48Mein Arzt hat mir klargemacht, dass ich mein Leben von Grund auf ändern muss, wenn ich wieder gesund werden will.
28:55Ich bin wegen Depressionen in Behandlung.
29:00Den Menschen, den ich liebe, zu teilen, das ist nicht das Problem für mich.
29:08Aber ich habe das Gefühl, gar nicht geliebt zu werden.
29:13Annika sieht mich nicht mehr.
29:19Dr. R. ist Ihr Psychiater.
29:27Die Wohnung hier ist. Sollte ein Anfang sein.
29:32Die anderen wussten nichts davon.
29:34Nur Annika.
29:38Aber sie hat irgendwann meine Antidepressiva gefunden.
29:41Lucy ist bei Jovan. Sagst du bitte Marc Bescheid?
29:44Sie war total geschockt. Aber sie hat dichtgehalten.
29:47Marc, fahr bitte sofort zu Lucy.
29:50Regel Nummer vier?
29:51Ja, ich schicke den Standort.
29:53Wer sich nicht hundertprozentig wohlfühlt, muss gehen.
29:56Kai hätte mich sofort rausgeschmissen.
29:59Das kann er einfach so machen?
30:01Klar. Damit beschützt er die Familie vor Fakes.
30:04Leuten, die nur so tun, als seien sie Poliamor und am Ende nur Ärger machen.
30:07Warum hat Annika dann trotzdem geschwiegen?
30:10Weil sie mal in einer ähnlichen Situation war.
30:13Ihr wurde auch unterstellt, Fake zu sein.
30:16Ganz am Anfang, da war sie noch Kais Zweitfrau.
30:18Die anderen aus der Gruppe, die haben sich beschwert, weil sie mit niemandem anderen schlafen wollte, außer mit Kai.
30:25Das war eine schlimme Zeit für sie.
30:27Hast du das gehört?
30:29Wer sich nicht wohlfühlt, muss gehen.
30:31Haben sie doch nicht mehr alle.
30:33Liebe als Wohlfühlprogramm oder was?
30:35Mich?
30:36Haha.
30:37Ja, der Browserverlauf ist gelöscht.
30:41Nicht mehr lange.
30:43Die anderen waren alle frustriert und sind nach und nach gegangen.
30:48Die anderen sind nach und nach gegangen.
30:50Wer ist denn alles gegangen?
30:52Alle.
30:53Bis ich dazu kam, waren Annika und Kai allein.
30:57Kai war zwar anfangs einverstanden, aber irgendwann wollte er wieder Poliamor leben.
31:02Ich hab das Gefühl, Annika Bischof ist irgendwann vom Pfad der Polyamoren Rechtschaffenheit abgekommen.
31:09Das kann sehr gut sein.
31:11Schau mal.
31:12Wie auch immer.
31:13Wegen der Vorgeschichte hat Annika dich gehalten.
31:15Mark, ich schick dir gleich was rüber.
31:17Aber sie war besorgt und wollte lieber mit zu Dr. R.
31:21Ja.
31:22Warum hast du mir verschwiegen, dass du meinetwegen so krank geworden bist?
31:25Wir müssen Kai was sagen.
31:27Nein.
31:28Kein Wort zu Kai.
31:29Wenn du es ihm nicht sagst, dann sag ich es ihm.
31:35Das wirst du nicht tun.
31:37Das ist auch meine Familie, das sind meine Kinder und du bist meine Frau.
31:42Wie soll ich dagegen?
31:44Hat sie sie trotzdem verraten?
31:47Nein.
31:48Das ist es ja.
31:50Das hat sie nicht.
31:51Das hat sie innerlich aufgefressen.
31:53Aber diesmal haben sie sie nicht so einfach zum Schweigen gekriegt, oder?
31:56Ist dir deshalb was passiert?
31:58Ich liebe Annika!
32:00Und das Letzte, was ich will, ist, dass dir was passiert und ich sie verliere.
32:03Wir versuchen hier nur die Fakten zu interpretieren.
32:05Ja, die Fakten.
32:06Da, wo ich herkomme, das ist die Mutter der eigenen Kinder heilig.
32:10So viel zu den Fakten.
32:14Mhm.
32:15Wenn es denn das eigene Kind ist, ne?
32:17Oder warum haben sie nach einem Labor für Vaterschaftstests gesucht?
32:21Anke, du bist ja schwer zu erreichen.
32:27Wo bist du gerade?
32:28Kontrollierst du mich jetzt?
32:30Nein.
32:31Ich wollte nur deine Stimme hören.
32:33Oliver, ich habe keine Affäre.
32:35Wir sehen uns heute Abend zu Hause, ja?
32:37Auch wenn Lilly nicht sein Kind ist.
32:39Die leben polyamor.
32:40Also worüber regt er sich auf?
32:42Ja, aber die poppen doch deswegen trotzdem nicht wild durcheinander.
32:44In der Zeit hat Annika nur mit ihm und Kai geschlagen.
32:47Wer ist das Kind von Kai?
32:48Wo ist das Problem?
32:49Was?
32:50Das Grundprinzip Ehrlichkeit.
32:51Ey, sie hätte nur etwas ehrlich sagen müssen, wenn das Kind von einem ganz anderen Typen wäre.
32:56Ja, stimmt.
32:58Du, vielleicht ist der deswegen so aus der Fassung.
33:00Kinder, streitet euch nicht.
33:03Also, das Labor hat gerade bestätigt, dass es nicht Jovan Petrovic war, der den Vaterschaftstest gemacht hat.
33:10Sondern Kai Droste.
33:12Und ist er der Vater?
33:14Das darf das Labor nur auf Gerichtsbeschluss hin sagen.
33:17Aber, ihr habt ja vollkommen recht.
33:20Warum macht so jemand überhaupt einen Vaterschaftstest?
33:23Annika droht rauszufliegen.
33:25Der Vorwurf lautet, sie ist nicht polyamor, weil sie nur mit Kai schlafen will.
33:30Aber dann wird sie schwanger und deshalb darf sie doch bleiben.
33:34Bingo.
33:35Reaktion auf unsere Fahndung.
33:40Eine Frau, auf die Annika Bischofs Beschreibung passt, wurde gestern am U-Bahnhof Friedrichsfelde gesichtet.
33:46Angeblich halbnackt.
33:47Okay, ich besorg die Überwachungsvideos.
33:50Und ihr bringt bitte Kai Droste her.
33:55Du weißt ganz genau, warum sie weg ist und du sagst nichts!
33:57Warum?!
33:58Nee, ich bin der Böse.
34:00Nichts.
34:02Sie hat uns jahrelang belohnen.
34:06Sag es!
34:07Hey!
34:08Warum?!
34:10Hey!
34:11Lassen Sie es ab!
34:12Lassen Sie dich!
34:13Ja.
34:14Also ja, verrugen Sie sich!
34:15Ganz kurz!
34:16Ganz ruhig!
34:17Sie Zeit, ich verr homme!
34:19Ja, ich bin der Bult.
34:21An ihrer Stelle hätte ich mich auch verkrochen.
34:23Oh, Scheiße.
34:24Um mich zu schämen.
34:25Wo ist sie?!
34:27Wo ist sie, du Arscher, wo?!
34:28Ich weiß es nicht.
34:30Vielleicht bei ihrer Mutter?
34:32Ah, ihrer Mutter!
34:33Ach, Mann!
34:36Oh, fuck!
34:37Sorry!
34:38Scheiße!
34:39Und Sie müssen ja denken, wir sind wirklich bescheuert, oder?
34:44Bei der Mutter haben wir natürlich sofort angerufen, da ist sie nicht.
34:48Alles okay?
34:50Ja.
34:52Es war der Fahrradunfall Ihres Sohnes. Stimmt's?
34:57Vielleicht ist Ihnen das mit den Blutgruppen schon im Krankenhaus aufgefallen.
35:02Vielleicht doch erst später.
35:04Aber als Blutspender kennt man sich aus.
35:08Wenn der Vater Abi hat, kann der Sohn nicht Null haben.
35:13Und da begann es in Ihnen zu arbeiten.
35:17Drei Wochen lang haben Sie diesen Impuls unterdrückt.
35:20Aber dann haben Sie doch noch ein Labor gesucht.
35:24Ich konnte es die ganze Zeit nicht glauben,
35:27bis ich das Ergebnis vom Vaterschaftstest gesehen habe.
35:30Und dann haben Sie Sie direkt aus dem Kurs geholt, um Sie zur Rede zu stellen.
35:37Bitte halte die Stellung. Ich bin sofort zurück.
35:41Zweimal. Das kann ja wohl kein Zufall sein.
35:46Das ist nicht so, wie du denkst.
35:48Du bist absichtlich zu einem anderen Mann gegangen.
35:50Lass dich heimlich von dem schwängern lassen und verkaufst mir das Ergebnis als mein Kind.
35:55Warum?
35:56Ich wollte die ganze Zeit mit dir darüber sprechen.
35:59Wir haben uns geschworen, immer ehrlich miteinander zu sein.
36:02Ja.
36:03Du hättest mir alles sagen können, Annika. Alles.
36:06Bitte.
36:07Sag mir.
36:08Ich will dir das erklären.
36:12Da gibt es nichts mehr zu erklären.
36:14Ich will dich nicht mehr sehen.
36:16Und dann haben Sie sich gerächt.
36:21Können Sie sich vorstellen, wie sich das anfühlt,
36:24wenn einer der Menschen, denen Sie am meisten vertrauen, Sie so verrät?
36:29Wer sagt denn, dass es Verrat war?
36:32Von Frau Schafleitner wissen wir, dass Sie zeugungsunfähig sind.
36:35Vielleicht waren Sie das schon immer.
36:37Aber als Sie damals drohten, Annika aus der Familie zu schmeißen,
36:41nur weil sie nicht mit anderen Männern schlafen wollte,
36:43da konnte sie nur bleiben, indem sie schwanger wurde.
36:46Sie, Herr Droste, sind Ihre große Liebe.
36:50Wahrscheinlich auch Ihre einzige.
36:52Und Ihre größte Angst war es, Sie zu verlieren.
36:56Wollen Sie immer noch behaupten, dass Sie Ihnen etwas angetan hat?
37:03Ha?
37:04Die Überwachungsbänder sind da.
37:06Das ist sie.
37:13Was?
37:14Hat sie verletzt?
37:19Sie hat auf jeden Fall Angst.
37:23Es war gestern sechs Stunden nach ihrem Verschwinden.
37:28Sie ist ja halluziniert.
37:30Es gibt ja Medikamente, die bei einer Überdosis nicht zum Tod führen,
37:33sondern Delir bewirken.
37:34Ähnlich wie bei einer Psychose.
37:37Da denkst du, du schläfst für immer ein und wachst in einem Albtraum auf?
37:39Ja, so ungefähr.
37:41Was für Medikamente?
37:42Antidepressiva zum Beispiel.
37:43Ich suche, Anak.
37:45Jovan, Lucy hier.
37:47Wir haben leider den Verdacht, dass Annika versucht hat, sich das Leben zu nehmen.
37:58Und zwar mit Antidepressiva.
38:00Ist weg.
38:01Ist alles weg.
38:02Ist alles weg.
38:03Alles klar.
38:04Beruhigen Sie sich, Jovan.
38:05Bleiben Sie ganz ruhig.
38:06Überlegen Sie mal, wo könnte sie hingegangen sein?
38:07Radek?
38:08Kommst du mal bitte?
38:09Bitte.
38:10Bitte überlegen Sie, wenn Ihnen irgendwas einfällt, dann rufen Sie mich an, ja?
38:24Es war gestern um 17 Uhr.
38:26Herr Droste, wo könnte Annika sich verstecken?
38:29Hey, ich weiß es nicht.
38:31Das ist fast 24 Stunden her.
38:33So ein Delir kann tödlich enden.
38:34Denken Sie nach!
38:36Was schlägst du vor?
38:39Wir beide fahren zum Bahnhof und nehmen Ihre Spur von dort aus auf.
38:42Ihr koordiniert alles, was hier reinkommt.
38:43Und Sie denken weiter nach.
38:44Ja, okay.
39:00Kommen Sie bitte mit mir.
39:02Moment mal, die wohnt ja in Kreuzberg.
39:05Und der U-Bahnhof Friedrichsfelde ist hier drüben.
39:09Und was ist das hier für eine Grünfläche?
39:11Na, der Tierpark.
39:12Tierpark?
39:13Gibt's da Lamas?
39:16Schon.
39:42Wow.
39:43Ich nehme mal an, Sie haben heute im Tierpark nicht nur Lamas gefüttert, ne?
39:53Wo ist Annika Bischof?
39:55Die ist in Sicherheit.
39:56Sie können wieder gehen.
39:57Nein, Rico, das können wir nicht.
39:59Frau Bischof ist sehr krank und Sie brauchen unsere Hilfe.
40:01Ihre Hilfe?
40:02Sie konnten sie ja nicht mal finden.
40:04Ich schon.
40:05Weil ich Dinge über sie weiß.
40:07Ich nehme mal an, dass da ist keine Lama-Kotze.
40:10Mir hat sie erzählt, wo sie hingeht, wenn sie nicht mehr weiter weiß.
40:14Wussten Sie, dass die weiblichen Lamas Rang höher sind als die männlichen?
40:17Ne, wusste ich nicht.
40:18Ne, wussten Sie nicht.
40:19Weil sie sowas nur mir erzählt hat.
40:20Sagen Sie mir, wo ist Annika Bischof?
40:33Ich habe sie gerettet.
40:35Sie war die ganze Nacht draußen im Gehege, ihr war kalt und sie hatte Angst.
40:41Wo waren Sie da?
40:42Nochmal.
40:43Wo ist Annika Bischof?
40:44Ich habe sie!
40:45Das war's dann eine Weile mit der Robbik, ne?
41:02Können Sie mich hören, Frau Bischof?
41:07Hallo.
41:08Alles in Ordnung?
41:10Alles in Ordnung?
41:38Also, im Großen und Ganzen geht's ihr ganz gut.
41:41Offenbar hat Herr Krösner sie nur gefesselt, weil sie sich im Delir selbst verletzt hat.
41:45Gut gemacht.
41:47Ob die sich wieder vertragen?
41:48Ein bisschen habe ich sie jetzt schon ins Herz geschlossen.
41:54Ich sage nur Beischlafplan.
41:56Jeder sucht sich halt die Hölle, in der er am besten schmort, was?
42:06Ja.
42:07Äh.
42:08Dann fahre ich mal bei euch mit, ne?
42:13Du bist ja schon da?
42:14Ja.
42:15Du bist ja schon da?
42:28Danke.
42:29Wenn du unglücklich bist.
42:30Wenn du unglücklich bist, lass uns reden.
42:31Wenn du Bedürfnisse hast, die ich nicht befriedigen kann, lass uns reden.
42:37Lass uns reden.
42:38Lass uns reden.
42:39Lass uns alles sagen, was wir uns schon so lange sagen wollten.
42:44Lass uns das nicht länger runterschlucken oder auf morgen verschieben.
42:46Morgen könnte alles vorbei sein.
42:47Lass uns reden.
42:48Lass uns reden.
42:49Lass uns reden.
42:50Lass uns reden.
42:51Lass uns reden.
42:52Lass uns reden.
42:53Lass uns alles sagen, was wir uns schon so lange sagen wollten.
42:56Lass uns das nicht länger runterschlucken oder auf morgen verschieben.
42:59Morgen könnte alles vorbei sein.
43:00Lass uns reden.
43:02Worüber?
43:03Zum Beispiel darüber, dass du wütend bist.
43:08Ich bin nicht wütend.
43:09Ich bin müde.
43:11Mein Badewasser läuft über.
43:18Du bist gray, dass du�리 bist.
43:20Ich jemina.
43:21confiezer über.
43:22Du sprichst, nichts miles Vanderhoof für.
43:25Lass uns Di señaschen im Auftrag von Lass.
43:29W Cornelai Nemmel reactions stenoth형 mit Fre conten ох sãoen.
43:31Ich office nichts.
43:33Bis dahin.
43:34Du bist süß.
43:35Du bist ja.
43:36胡 Film kennengl, dein Vater.
43:37unu bin憑 oder lieber german?
43:38W factss nicht.
43:39Ichücke mich noch einmal danach Uganda noch.
43:41W Hallo.
43:42Genü 예os.
43:43Und beim Leben haben wir uns jeden� noch hinterher.
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