00:00Eine Reform der Sozialhilfe dürfe nicht zu neuer Armut führen, sind sich Hilfsorganisationen sicher.
00:07Das letzte soziale Netz in Österreich sei in Gefahr, warnten Vertreterinnen und Vertreter von Caritas, Diakonie und Volkshilfe am Montag.
00:16Wir setzen uns ein für eine österreichweite einheitliche Sozialhilfe, die eben klar Mindestsätze definiert, keine Maximalbeträge.
00:25Natürlich braucht es hier besonderen Blick auf Kinder und Jugendliche, am besten über die Kindergrundsicherung, die parallel gedacht wird.
00:33Und es soll den Bundesländern möglich sein, über diesen Mindestbetrag drüber zu gehen, bedarfsorientiert an der jeweiligen Situation der Betroffenen.
00:42Die Sozialhilfe sichere nicht mehr gewisse Mindeststandards für die Betroffenen ab, so der Tenor, und sollte an der Armutsgefährdung orientiert werden.
00:51Politische Debatten, etwa zur Ankurbelung der Wirtschaft und des Arbeitsmarkts, deuteten auf eine zusätzliche Verschlechterung der Leistungen hin.
01:01Eine Kürzung der Familienbeihilfe sei nichts anderes als ein direkter Angriff auf das Existenzminimum von Kindern und Jugendlichen.
01:10Die Sozialhilfe kommt dem ärmsten 2% der Bevölkerung zugute.
01:16Den ärmsten 2% der Bevölkerung.
01:20Und ihr Anteil am Staatsbudget ist entsprechend niedrig.
01:25Nur 0,44%.
01:28Das heißt, der Anteil der Sozialhilfe wird in der öffentlichen Debatte völlig überschätzt.
01:35Es ist ganz klar, dass mit Sozialhilfereformen unser Budget nicht saniert werden kann.
01:43Diese Debatte führt völlig in die Irre, ist unsachlich und unseriös.
01:50Die drei Hilfsorganisationen warnten sich mit ihren Forderungen vor allem an die Bundesregierung.
01:56Wer die Sozialhilfe angreift, greift in dem Fall auch tatsächlich armutsbetroffene Kinder an.
02:01Wer die Sozialhilfe angreift und die Menschen, die Sozialhilfe brauchen, das letzte Netz, sozusagen der Humanität bekämpft oder greift auch den Humanismus und die Menschlichkeit an.
02:13Und wir warnen auch ökonomisch betrachtet vor den Folgekosten, wenn man bei den Kindern Kürzungen vornimmt.
02:21Und wir erinnern die Regierung an ihr Versprechen, die Kinderarmut zu halbieren.
02:25Deshalb appellieren wir an die Regierung, Kinder für die Armut ihrer Eltern nicht schuldig zu sprechen und sie auch zu unterstützen, so wie es wohlhabende Eltern auch tun können.
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