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  • vor 5 Monaten
Hilfsorganisationen sehen das soziale Netz in Österreich in Gefahr. Vertreterinnen und Vertreter von Caritas, Diakonie und Volkshilfe beklagten am Montag in einer Pressekonferenz, dass die Sozialhilfe nicht mehr gewisse Mindeststandards für die Betroffenen absichere. Politische Debatten etwa zur Ankurbelung der Wirtschaft und des Arbeitsmarkts deuteten auf eine zusätzliche Verschlechterung der Leistungen hin. Es brauche daher eine bundesweit einheitliche Sozialhilfe.

Credits: APA/kha

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Transkript
00:00Eine Reform der Sozialhilfe dürfe nicht zu neuer Armut führen, sind sich Hilfsorganisationen sicher.
00:07Das letzte soziale Netz in Österreich sei in Gefahr, warnten Vertreterinnen und Vertreter von Caritas, Diakonie und Volkshilfe am Montag.
00:16Wir setzen uns ein für eine österreichweite einheitliche Sozialhilfe, die eben klar Mindestsätze definiert, keine Maximalbeträge.
00:25Natürlich braucht es hier besonderen Blick auf Kinder und Jugendliche, am besten über die Kindergrundsicherung, die parallel gedacht wird.
00:33Und es soll den Bundesländern möglich sein, über diesen Mindestbetrag drüber zu gehen, bedarfsorientiert an der jeweiligen Situation der Betroffenen.
00:42Die Sozialhilfe sichere nicht mehr gewisse Mindeststandards für die Betroffenen ab, so der Tenor, und sollte an der Armutsgefährdung orientiert werden.
00:51Politische Debatten, etwa zur Ankurbelung der Wirtschaft und des Arbeitsmarkts, deuteten auf eine zusätzliche Verschlechterung der Leistungen hin.
01:01Eine Kürzung der Familienbeihilfe sei nichts anderes als ein direkter Angriff auf das Existenzminimum von Kindern und Jugendlichen.
01:10Die Sozialhilfe kommt dem ärmsten 2% der Bevölkerung zugute.
01:16Den ärmsten 2% der Bevölkerung.
01:20Und ihr Anteil am Staatsbudget ist entsprechend niedrig.
01:25Nur 0,44%.
01:28Das heißt, der Anteil der Sozialhilfe wird in der öffentlichen Debatte völlig überschätzt.
01:35Es ist ganz klar, dass mit Sozialhilfereformen unser Budget nicht saniert werden kann.
01:43Diese Debatte führt völlig in die Irre, ist unsachlich und unseriös.
01:50Die drei Hilfsorganisationen warnten sich mit ihren Forderungen vor allem an die Bundesregierung.
01:56Wer die Sozialhilfe angreift, greift in dem Fall auch tatsächlich armutsbetroffene Kinder an.
02:01Wer die Sozialhilfe angreift und die Menschen, die Sozialhilfe brauchen, das letzte Netz, sozusagen der Humanität bekämpft oder greift auch den Humanismus und die Menschlichkeit an.
02:13Und wir warnen auch ökonomisch betrachtet vor den Folgekosten, wenn man bei den Kindern Kürzungen vornimmt.
02:21Und wir erinnern die Regierung an ihr Versprechen, die Kinderarmut zu halbieren.
02:25Deshalb appellieren wir an die Regierung, Kinder für die Armut ihrer Eltern nicht schuldig zu sprechen und sie auch zu unterstützen, so wie es wohlhabende Eltern auch tun können.
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