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Nach den Semesterferien beginnt die "Aufklärungsphase" für Schülerinnen unter 14 Jahren, die mit einem Kopftuch zum Unterricht erscheinen. Für die Gleichbehandlungsanwaltschaft und Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft Anlass, um bei einer Pressekonferenz am Freitag in Wien erneut verfassungsrechtliche Bedenken zum ab September geltenden Kopftuchverbot kundzutun, vor zunehmendem anti-muslimischem Rassismus zu warnen und zu einer Demonstration aufzurufen.

Quelle: APA/bes; Thumbnail: APA/Helmut Fohringer

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Transkript
00:00Nach den Semesterferien in Wien und Niederösterreich, also ab Montag, beginnt für Schülerinnen unter 14 Jahren,
00:07die mit einer Kopfbedeckung, die das Haupt nach islamischen Traditionen verhüllen, zum Unterricht erscheinen,
00:12die sogenannte Aufklärungsphase.
00:15Dabei sollen Schulen, Eltern und Kinder vorbereitet und informiert werden.
00:19Geplant sind Gespräche und die Klärung individueller Hintergründe.
00:24Sanktionsbestimmungen treten erst ab dem Schuljahr 2026-27 in Kraft.
00:30Für die Gleichbehandlungsanwaltschaft und Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft Anlass,
00:35um bei einer Pressekonferenz am Freitag in Wien erneut verfassungsrechtliche Bedenken zum Kopftuchverbot kundzutun.
00:42Der Tenor lautet, das Verbot löse keine Probleme im Bildungssystem,
00:46sondern sorge für Ausgrenzung und Stigmatisierung muslimischer Mädchen und Frauen.
00:51Also die eine Ebene ist die des verfassungsrechtlichen Maßstabs.
00:55Da geht es, und das haben wir jetzt mehrmals gehört, dass es nur um eine Religion geht.
00:58Es geht nur um ein spezifisches Symbol und es geht nur um eine stereotypisierende negative Bedeutung,
01:05die dem beigemessen wird.
01:06Und das hat der Verfassungsgerichtshof schon das letzte Mal angeprangert.
01:09Aus gleichbehandlungsrechtlicher Sicht kann ich sagen,
01:11so ein Verbot unterstützt leider Gottes auch das Verhalten dahingehend,
01:16dass antimuslimischer Rassismus weitergeht.
01:18Und wie gesagt, es wurde auch hier berichtet, wie Frauen auf der Straße auch angegriffen werden,
01:23aber grundsätzlich auch, dass es darum geht, dass Mädchen und Frauen hier betroffen sind von diesen Übergriffen.
01:29Das aus 20 Organisationen bestehende Bündnis Nein zum Kopftuchverbot
01:33ruft am 13. Februar zu einer Demonstration in Wien auf.
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