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  • vor 4 Monaten
Alf legt sich mit dem Großkonzern Sendrax an: Mit Telefonanrufen und Briefen bei Radiostationen macht er Front gegen den größten Hersteller von FCKW. Schließlich droht der Konzern mit der geballten Kraft seiner Rechtsabteilung. Willie, der notgedrungen die Schuld für Alfs Aktionen auf sich nehmen muss, erklärt sich zu einem persönlichen Gespräch im Hause Sendrax bereit. Dort wird ihm ein überraschendes Angebot gemacht: Er soll als PR-Manager in die Firma eintreten

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😹
Spaß
Transkript
00:00Die Fotos von der Erde
00:30Hallo, darf ich fröhlich reinkommen?
00:34Aber ja doch, wenn es dir nichts ausmacht, dass du deinem Sohn eine sterbende Welt hinterlässt.
00:39Was hast du wieder eingestellt?
00:41Gar nichts. Ich habe Brian gezeigt, wo früher mal die Regenwälder dieser Welt waren.
00:46Ihr Menschen leistet euch wirklich eine tolle Nummer auf diesem Planeten.
00:49An eurer Stelle würde ich nicht damit rechnen, meine Kaution zurückzukriegen.
00:53Ist das da umsonst?
00:54Ha, ha, ha. Das hättest du wohl gern.
01:01Weißt du, ich mache mir echt Sorgen um euren Saustahl.
01:04In allen Zeitungen stehen nur Katastrophenmeldungen.
01:07Eine Ölpest, saurer Regen, Giftmühldeponien, Vaterschaftsklagen.
01:13Ich weiß, manchmal sieht es ziemlich düster aus.
01:15Oh ja, gib's zu. Den Menschen die Erde zu überlassen, ist das kosmische Gegenstück zur Programmgestaltung im Fernsehen.
01:23Du bist aber früh auf.
01:28Ich hatte Probleme mit dem Einschlafen.
01:30Ich habe letzte Nacht einiges recht Erschreckendes gehört.
01:35Als wenn, wenn sich zwei Menschen lieben...
01:37Bleib ganz ruhig.
01:39Ich habe nicht an eurer Tür gehorcht.
01:41Ich spreche von dem, was sie im Radio gesagt haben.
01:44Oh.
01:44Vermutlich muss ich euch nicht erst erklären, was Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoff in der Erdatmosphäre anrichtet.
01:51Aber für Kate erkläre ich es auch gern.
01:54Das ist FCKW.
01:56Die Chemikalie aus Menschenhand für Kühlgeräte.
01:59Worin wir die Ursache für die Zerstörung der Ozonschicht der Erde sehen.
02:02Den Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoff.
02:04Gut geraten.
02:05Jetzt buchstabier mal Xylophon.
02:08Das Thema wird uns wohl noch eine Weile beschäftigen.
02:10Der Kerl im Radio sagte, eine Firma namens Sendrax wäre eine der landesweit größten Hersteller von FCKW.
02:19Und du schreibst jetzt einen Brief an den Sender, um dich zu bedanken.
02:22Lieber Gott, lass es dabei bewenden.
02:26Das ist zufällig ein Brief an den Obermacker von Sendrax.
02:29Schreib ihm ruhig, wenn es dir gut tut.
02:32Oh, vielen Dank.
02:33Hat jemand Interesse, ihn zu lesen?
02:35Er ist recht, recht, recht, recht, recht, recht, recht gut.
02:40Verehrter Sendrax, die Produktion von FCKW bedroht die Existenz unseres Planeten.
02:47Offen gesagt, ich möchte so weit gehen, zu behaupten, sie ist gefährlich.
02:51Verdammt gefährlich.
02:52Also Schluss damit.
02:54Treffend argumentiert.
02:56Und der Gebrauch von Fluor-Tinte gibt dem Ganzen noch einen visuellen Reiz.
03:00Du solltest ihn nicht noch ermutigen.
03:03Ach, Willy, es ist doch nur ein Brief. Und genau das, was wir auch tun sollen.
03:06Es fängt jedes Mal ganz harmlos an. Und eines schönen Tages stehen wir da und müssen um eine weitere Hypothek betteln.
03:14Es liegt ihm doch offenbar am Herzen.
03:16Na, und wie du weißt, macht er es doch sowieso.
03:18Und da ist noch etwas, mal abgesehen von der Zerstörung der Ozonschicht.
03:31FCKW trägt auch dazu bei, dass der Treibhauseffekt einsetzt und die Erdatmosphäre gefährlich aufgeheizt wird.
03:38Und das finde ich persönlich besonders beunruhigend, weil, naja, sowas geht ja ans eigene Feld.
03:46Das ist richtig.
03:47Vielen Dank, Orton. Liebe Hörer, denken Sie bei Ihrem Anruf daran, unser heutiges Thema heißt die häusliche Betreuung unserer Senioren.
03:53Ja, ja, klarer Fall. Dafür bin ich übrigens auch.
03:56Murray, ich dachte, Sie sieben diese Anrufe aus.
04:01Alf, du sollst doch nicht beim Radio anrufen.
04:04Naja, fürs Fernsehen ist meine Nase etwas zu ungewöhnlich.
04:07Das ist schon wieder ein Brief von Zendracks.
04:10Oh, oh, da bin ich schon wieder aufgeregt. Fange ich an zu sabbern?
04:14Nein, zu meiner Freude noch nicht.
04:17Oh, äh, lieber Mr. Schambe, danke für Ihr Schreiben.
04:23Bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla.
04:26Auch wir machen uns Sorgen um die Umwelt.
04:29Bla, bla, bla, bla, bla, bla, bla.
04:33Äh, wieder abgeschmettert.
04:35Meinst du nicht, du solltest es einfach sein lassen?
04:39Nein, ich kann nicht nur so dasitzen und zusehen, wie dieser Planet zerstört wird.
04:44Es wäre einfach zu schade um die drei.
04:47Drei?
04:48Jeder von uns hat so seine Geheimnisse.
04:50Ich bin bereit, von diesen Briefen Tausende loszuschicken.
04:54Hunderte, wenn es nötig sein sollte.
05:01Liebe Zendracks, Sie sollten mit der Herstellung von FCKB aufhören.
05:07Denn wie schon Gordon Schambe richtig sagt, es gibt keine Zone wie die O-Zone.
05:12Alles Liebe, Brigitte Bardot.
05:25Da ist ein Abschnitt in meinem Scheckheft über eine 300-Dollar-Zahlung an ein Postamt.
05:31Oh, oh, oh.
05:32Und du glaubst, ich sei dafür verantwortlich?
05:34Was?
05:34Das genau ist nämlich der Unterton in ihrer Stimme, Mister.
05:37Und wenn du etwa glaubst, du könntest hier einfach reinplatzen und mich beschuldigen.
05:41Du bist einfach zu alt. Warum? Warum? Warum? Warum? Warum? Warum? Warum?
05:50Ei, warum? Ei, darum.
05:53Ei, bloß wegen dem Ching-Der-Rasser-Bumser-Rasser-Sendracks.
05:56Ich musste tausend Briefe verschicken und mir gingen die Marken aus.
05:58Ich hoffe, damit ist deine stürmische Anfrage geklärt.
06:03Denkst du dir nicht vielleicht, dass ich, wenn ich mein Scheckbuch unter die Schublade mit den Socken klebe, nicht will, dass du es benutzt?
06:09Na ja, ich bin kein Gedankenleser.
06:13Im Gegensatz zu dem, was du zu glauben scheinst, bin ich nicht nur auf der Erde, um dich zu finanzieren.
06:19Also darauf willst du hinaus. Du willst mich im Staub liegen sehen.
06:23Du kannst dich glücklich schätzen. Kate sähe dich lieber zwei Meter tiefer.
06:28Klar, aber ich werde ihre guten Absichten überleben.
06:31Ich wusste, die Geschichte nimmt wieder ein böses Ende.
06:35Warum musst du immer wieder solche Sachen machen? Kannst du mich nicht wenigstens fragen?
06:39Warum stellst du meine Geduld immer und immer wieder auf die Probe?
06:44Warum ist der Brief mit Brigitte Bardot unterschrieben?
06:48Hast du sie alle mit Brigitte Bardot unterschrieben?
06:50Nein, das wäre gelinde gesagt beknackt. Jeder Brief trägt eine andere Unterschrift.
06:57Aber alle zitieren, was ich im Radio gesagt habe.
07:01Und so glaubt die Sendrax ein eine breite Basis von Sympathisanten für meinen Vorschlag.
07:05Eindringlich und überzeugend, habe ich recht.
07:08Wenn Udo Jürgens dran ist, ich bin leider nicht da.
07:11Ja, hallo.
07:18Ja, einen Moment.
07:21Es ist für dich.
07:23Ich versuche mich kurz zu fassen.
07:24Übrigens muss ich sagen, du bist sehr verständnisvoll.
07:28Hallo?
07:31Ja, hier ist Gordon Shumway.
07:34Es ist jemand von Sendrax.
07:36Mann, wie ich mir vorkomme. So richtig wichtig.
07:38Ich muss sich nur einen Therapieplatz besorgen.
07:45Aha.
07:46Aha.
07:48Nein.
07:49Nein, unsere Pläne mit dem Konsumentenboykott haben wir noch keineswegs fallen gelassen.
07:53Ähm, die haben ganz schön die Hosen voll.
07:57Was für ein Termin.
07:58Ich glaube nicht, dass das was bringen würde.
08:01Eine Klage.
08:04Ähm.
08:06Soll ich gegen Sie?
08:07Oder wollen Sie gegen mich klagen?
08:11Ich verstehe.
08:15Es ist für dich.
08:18Hm?
08:28Hallo?
08:28Hallo?
08:28Alf, du musst versuchen, dich zu erinnern.
08:39Was stand in den Briefen?
08:41Ach, es waren so viele.
08:43Ich kann mich nicht an einen einheitlichen Grundtenor erinnern.
08:47Und die Drohung lauft um euer Leben?
08:49Sagt ihr die irgendwas?
08:50Tja, das könnte irgend so ein Grundtenor gewesen sein.
08:56Meine Uhr sagt höchste Zeit für eine deftige Strafe.
09:00Was hat denn der Anwalt gesagt, Daddy?
09:02Er sagte, berechnet pro Viertelstunde.
09:04Und er sagt, dass er grundsätzlich jedem abrät, sich mit Firmen anzulegen, die über mehr Mittel verfügen als der liebe Gott.
09:10Also, dürfte ich jetzt vielleicht ein paar bescheidene Worte zu meiner Verteidigung vorbringen?
09:20Vielen Dank.
09:21Diese Firma richtet großen Schaden an.
09:24Und ich sage, wir nehmen den Federhandschuh auf und nageln die Burschen an die Wand.
09:29Stimmt's, Brian?
09:31Was?
09:32Entschuldige, was?
09:32Vielleicht ist das die einzig richtige Idee.
09:37Wir gehen zu Sandrax und bitten um Gnade.
09:39Natürlich auf eine würdevolle Weise, ohne Gesichtsverlust.
09:42Ich werde von niemandem kriechen.
09:44Soll ich gleich auf Knien gehen oder langsam unten enden?
09:54Mr. Chamway?
09:56Ich bin untröstlich, dass Sie warten mussten.
09:58Ich bin Steve Michaels.
09:59Freut mich, Sie kennenzulernen.
10:00Wie ich Ihrer Sekretärin schon sagte, mein richtiger Name ist Tenner, Willi Tenner.
10:04Oh ja, ich verstehe, dass Sie ihn geändert haben.
10:07Ich heiße eigentlich Stefanovic Schmigloritzki.
10:09Aber Steve Michaels ist weniger auffällig, finden Sie nicht?
10:12Ja, bitte.
10:13Ja, bitte, ja.
10:16Oh je, Sie haben bei der Direktion einen ganz schönen Wirbel verursacht.
10:21Und deshalb nehme ich mir gerne die Zeit, um Ihnen zu versichern,
10:24dass wir von der Sandrax uns große, große Sorgen um die Umwelt machen.
10:30Ja, natürlich, da bin ich ganz sicher, absolut.
10:33Und das genügt mir bereits.
10:35Und darum schließen wir uns mit anderen Firmen zusammen
10:37und stoppen die Produktion von FCKW in den nächsten zehn Jahren.
10:40Oh, ja.
10:41Sie sehen also, dass es dumm wäre, eine Kampagne gegen uns zu starten, nicht wahr?
10:46Ähnlich dumm wie unsere ziemlich mächtige Rechtsabteilung zu veranlassen,
10:50gegen Sie vorzugehen.
10:50Ganz zu schweigen von den Kosten.
10:52Absolut, blödsinnig und kostspielig.
10:57Und wenn Sie mich jetzt gehen lassen, ich meine, wenn ich gehe,
11:01dann sage ich das meinen Sympathisanten.
11:04Und ich weiß, Sie haben damit dann kein Problem mehr.
11:08Ausgezeichnet, sehr gut.
11:09Dann sind wir uns also einig.
11:11Okay, sehr gut.
11:12Hey, darf ich Ihnen noch ein paar Souvenirs mitgeben,
11:14damit Sie nicht mit leeren Händen gehen?
11:15Oh, ja.
11:17Danke sehr.
11:18Sie haben doch Kinder.
11:20Oh, ja.
11:21Ich, ich, ich habe drei Kinder.
11:24Und zwar, zwei Jungs und, oh.
11:27Herr Hilder, die werden das mögen.
11:29Und das auch.
11:30Vielen herzlichen Dank.
11:31Oh, ja, auch noch.
11:33Dankeschön.
11:34Also wirklich, vielen herzlichen Dank und auf Wiedersehen.
11:38Ja, es freut mich immer wieder, wenn sich jemand engagiert,
11:40ohne einem auf die Nerven zu fallen.
11:45Äh, wissen Sie, worüber meine Kinder glücklich wären?
11:53Mehr als über sowas.
11:55Sie wären glücklich über ein wenig mehr Sicherheit,
11:57dass ihnen nicht eine Umwelt hinterlassen wird,
11:59die durch die Gleichgültigkeit großer Konzerne zerstört wurde.
12:02Und, und ich muss sagen, dass es nicht zu viel verlangt, oder?
12:06Wie wär's noch mit einer kleinen, hübschen Umhängetasche?
12:09Ich kann Ihnen nicht garantieren,
12:10dass Sie eine Welt mit einer intakten Ozonsschicht erben.
12:13Oder irgendwelche Regenwälder,
12:15oder überhaupt noch was Lebendiges auf der Erdkuste.
12:18Niemand von uns kann in 50 Jahren zurückblicken und sagen,
12:21oh, wir haben wohl einen Fehler gemacht.
12:23Ein Menschenskind, vielleicht ist dann niemand mehr da.
12:28Ich bedauere, Mr. Michaels, aber auch,
12:30wenn Sie mir Ihre, Ihre mächtige Rechtsabteilung auf den Hals setzen.
12:35Das Problem löst sich nicht auf,
12:36nur weil Sie beschlossen haben, es zu ignorieren.
12:39Das war gut gesagt.
12:43Wirklich.
12:44Das war ausgezeichnet gesagt.
12:47Tut mir leid, ich konnte es nicht zurückhalten.
12:49Oh, ich bewundere Ihr Engagement und die Leidenschaft.
12:53Sie sind ein Redetalent, Gordon.
12:55Ehrlich gesagt, nach solchen Leuten wie Sie
12:57sind wir immer auf der Suche.
12:59Ja.
12:59Okay, ich geh schon.
13:00Wir hätten eine Stelle für Sie in der Public-Relation-Abteilung.
13:05Und die Bezahlung wäre nicht schlecht.
13:0875.000 im Jahr.
13:09Ich sehe es schon an Ihrem Anzug,
13:10dass es beträchtlich mehr als Sie jetzt verdienen.
13:13Sie bieten mir einen Job an?
13:15Inklusive Karten für Zweileker-Spielzeiten,
13:17allerdings Cordseite.
13:18Nikolson brüllt ein bisschen viel,
13:20aber er versteht was von schicken Frauen.
13:21Mr. Michaels, bei allem Respekt.
13:27Halten Sie mich für fähig,
13:28einen Job anzunehmen bei einer Firma,
13:30die verantwortlich ist für die Zerstörung?
13:35Wären das alle Heimspiele, inklusive Parkgebühren?
13:39Sie sind ein gerissener Geschäftsmann.
13:43Ich frage nur, sicherheitshalber.
13:48So, so, Sendrax ist für die Umwelt.
13:52Also, die Klamotten, die finde ich echt cool.
13:55Und das war wirklich alles umsonst?
13:58Also, du willst über das Angebot nachdenken?
14:02Ich weiß, es ist nicht der sozial engagierteste Konzern der Welt,
14:06aber trotzdem, so hätte ich vielleicht eine Chance,
14:08irgendwelche Veränderungen von innen heraus zu bewirken.
14:11Aha.
14:13Es interessiert dich nicht ernstlich,
14:15welche Art von Veränderungen ich mit dieser Position erreichen könnte.
14:19Nein.
14:19Also, also willst du mir sagen,
14:22es war nicht meine Redegewandtheit,
14:23sondern nur eine raffinierte Methode, mich zu kaufen?
14:26Willy, hör mir zu und du verstehst, dass ich gar nicht sage.
14:29Okay, dann musst du dich bitte aus der Sache raushalten.
14:31Du glaubst, dass ich mich selbst belüge, nicht wahr?
14:35Du glaubst, dass ich nicht nur nicht das Richtige tue,
14:37sondern dass ich auch alles verkaufe, wofür ich eingetreten bin,
14:40für 75.000 Dollar und die Chance, Jack Nicholson zu treffen.
14:43Wenn du diesen Posten annimmst, Willy, dann kannst du mich als deinen Assistenten anheuern.
14:49Und dann können wir zusammen den Konzern zerstören, von innen heraus.
14:54Alf, bitte.
14:56Das wäre nicht das erste Mal, meine Liebe.
14:58Im Fernsehen gibt es das häufig.
15:01Wenn es wirklich eine Chance gibt, dass du deine Position dazu nutzen kannst,
15:04von innen heraus etwas zu verändern, dann glaube ich schon, dass du es versuchen solltest.
15:08Ich meine ehrlich, versuchen.
15:11Was meinst du, Kate?
15:12Nein, Willy, nein. Es ist ganz allein deine Entscheidung.
15:15Aber was denkst du darüber?
15:17Also ich, ich habe an den Tag der Erde gedacht.
15:21Oh, ja.
15:241970.
15:25Wir hatten ein Sit-in vor der Firma organisiert, die die Bucht verschmutzt hat, weißt du noch?
15:28Und die hatten gerade die Teppichböden schamponiert
15:30und alle kriegten schrecklichen Ausschlag und verbrachten die Nacht in der Ambulanz.
15:34Ja, das war ein Anblick.
15:35300 Menschen aus allen sozialen Schichten, sie haben gesungen und sich gekratzt.
15:43Wem mache ich was vor?
15:45Ich verzichte auf den Job.
15:48Aber, Willy, ich sage dir nur eins.
15:50Gemeinsam haben wir die Firma in fünf Tagen am Boden zerstört.
15:53In dreien, wenn ich Nachtschichten einlege.
15:56Alf, wir schlagen Sie auf andere Weise.
15:59Glaubst mir.
16:01Schon gut, schon gut.
16:03Es wird mir richtig gut tun, Michaels zu sagen, wo er sich seinen Job hinstecken kann.
16:09Gut.
16:10Aber wenn du diesmal hingehst, schau, ob sie nicht auch Jogginganzüge haben, die zu meiner Kappe passen.
16:21Mr. Michaels, Mr. Shumway ist hier.
16:25Gut, er möchte reinkommen.
16:26Tenner, ich heiße Tenner.
16:30Pete, Michaels.
16:33Ja, ich hätte gerne Bräunungsliege um halb sechs.
16:36Ich gehe nach Saint-Tropez und möchte nicht aussehen wie ein Zwillingsmond des Jupiters.
16:41Hey, Willy.
16:43Wie geht es, mein Guter?
16:45Mr. Michaels.
16:46Wenn Sie irgendetwas tun, womit Sie anderen schaden und da ist jemand, der Sie darauf hinweist,
16:54würden Sie dann zehn Jahre brauchen, um es abzustellen?
16:57Äh, nun, bevor Sie weitersprechen, sollte ich Ihnen wohl sagen, Sie reden mit dem falschen Mann.
17:01Ich lasse mich aber nicht an jemand anderen abschieben.
17:04Wussten Sie zum Beispiel, dass die Ozonschicht, wenn man sie auf den Boden legen könnte,
17:08nur ungefähr so dick wäre wie ein Segeltuch?
17:10Und dass darin schon Löcher größer als die Antarktis entdeckt worden sind.
17:15Und dass das Phytoplankton, das erste Glied in der Nahrungskette der Ozeane,
17:20schon durch eine zehnprozentige Erhöhung der ultravioletten Strahlung zerstört werden kann.
17:24Und dabei geht es nicht mal nur um Hautkrebs oder um den grauen Star,
17:30sondern um das Ende unseres Planeten.
17:33Wie gewohnt.
17:35Brillant gesprochen.
17:36Aber trotzdem, was ich Ihnen vorhin schon sagen wollte, ich scheide aus.
17:41Das neue Management will frisches Blut.
17:43Was? Das tut mir aber leid.
17:45Ach was, nicht nötig.
17:46Wen kümmert es schon?
17:48Mich nicht.
17:49Möchten Sie einen?
17:51Äh, wie wär's mit den Heftklammern?
17:53Nein, nein, danke.
17:54Oh, ich bestehe darauf, nehmen Sie's.
17:56Nehmen Sie einfach alles, ich hasse diese Leute.
17:59Brauchen Sie ein Telefon?
18:01Hören Sie, es wird nicht so viel Wirbel machen, wie ich gehofft hatte,
18:04aber, also, ich verzichte auf den Job.
18:07Aha. Ja, das ist schade.
18:09Es ist Ihnen egal?
18:12Sind Sie denn so in die Machenschaften dieses Konzerns verstrickt,
18:14dass Ihnen der Blick für das, was zählt, total getrübt ist?
18:18Ah, Sie, Sie kommen jetzt mit der persönlichen Tour.
18:21Menschen müssen sich engagieren.
18:24Das steht sogar auf Ihren Mützen.
18:25Ich habe eine Idee.
18:28Ich glaube, sie wird Ihnen gefallen.
18:30Es wird Ihnen Spaß machen.
18:31Laurel?
18:33Geben Sie mir Jacobs von der Fertigung in Baton Rouge.
18:36Wenn es für Sie was bedeutet.
18:37Ich gehe raus aus FCKW.
18:38Ich gehe zu einer Firma, die Textilien herstellt, oder Textbücher, oder Tebex, was weiß ich.
18:46Die Leute glauben wohl, sie können mir einfach einen Tritt in den Hintern geben.
18:53Schon nächste Woche um diese Zeit müssen sie mich umdrehen, um mich wiederzuerkennen.
18:55Hi, wie läuft's denn?
19:00Gut, sehr gut. Ja, großartig.
19:02Hör zu, ich kriege da gerade was von ganz oben.
19:06Sie sollen ab heute Mittag die Herstellung von FCKW stoppen.
19:09Ja, genau.
19:11Jetzt hör mal endlich auf, immer nur an dich zu denken.
19:14Es ist schädlich für die Umwelt, und die liegt uns doch am Herzen, oder nicht?
19:18Es steht auf deiner Mütze.
19:22Wir sehen uns beim Picknick.
19:23Das war's.
19:27Nur ein Anruf?
19:28Oh, in ein paar Tagen kommen Sie dahinter und fangen wieder damit an.
19:32Allerdings, äh, wenn einer die Medien anruft und denen sagt, die Sandrax hat eine Wende herbeigeführt,
19:38dann haben Sie schon ein bisschen schwerer.
19:40Ja, das könnte ich tun.
19:42Ich hab schon mal fast bei der Public Relation gearbeitet.
19:45Wissen Sie, ich bin gar kein so übler Kerl.
19:48Mir liegt auch einiges am Herzen.
19:50Wirklich.
19:51Vielleicht nicht so ernsthaft wie bei Ihnen, aber immerhin, ich liebe die Natur.
19:54Ich glaube, die Erde ist ein toller, toller Ort.
19:57Ehrlich.
19:58Ich mein's so.
19:59Ehrlich.
20:00Ja.
20:01Spielen Sie viel dabei?
20:02Nein, ich fürchte nicht.
20:04Danke für das, was Sie getan haben.
20:06Oh, hey, es macht mir Freude, den Ernst auszuwischen.
20:11Äh, eins würde ich doch noch gerne wissen.
20:15Haben Sie mir die Position angeboten, weil Sie dachten, ich wäre der Richtige dafür oder nur, um mich mundtot zu machen?
20:23Wir kommen doch gut miteinander aus.
20:24Wollen Sie das unnötig auf die Probe stellen?
20:33Danke.
20:33Danke für das Telefon.
20:34Danke.
20:35Danke.
20:35Danke für das Telefon.
20:36Oh, oh, hier ist noch etwas.
20:49Wusstet ihr, dass ihr nach der Statistik, wenn ihr den Hahn beim Zähneputzen zudreht,
20:54jedes Mal zwischen 40 und 60 Liter Wasser sparen könnt?
20:57Und wusstest du, dass laut Statistik derjenige, der auf einer Sache rumreitet, obwohl man ihn gebeten hat, damit aufzuhören, ein großes Risiko für eine Kopfverletzung eingeht?
21:07Aha, das kann ich glatt übertreten.
21:10Wusstest du, dass wenn jeder nur ein Zehntel seiner Zeitung recyceln würde, wir etwa 25 Millionen Bäume pro Jahr retten könnten?
21:19Willi, holst du mir bitte den Fleischklopfer?
21:22Das ist ja ein gutes Buch, Kate.
21:25Da stehen Dinge drin, die jeder von uns tun kann.
21:27Ja, ja.
21:28Wenn jede Familie einen Baum pflanzen würde, würden wir die Wiederaufforstung in...
21:32Warum holst du ihn nicht selbst?
21:35So, wir machen Recycling.
21:37Wir boykottieren Thunfisch, wir schreiben Briefe für den Regenwald und du machst mich langsam wahnsinnig.
21:43Hast du diese Briefe denn auch alle auf Umweltpapier geschrieben?
21:47Mir reicht's.
21:48Ich geb auf.
21:49Ich geb auf!
21:51Glücklicherweise hat sie mich im Haus, damit sich jemand erinnert.
21:53Hey Willi, wusstest du, dass wenn wir Aluminiumdosen recyceln, wir die relative Luftverschmutzung drastisch senken können und zwar 95 Prozent?
22:06Willi!

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