„Nahversorgung darf kein Luxus sein! 🛒 Die SPÖ Gänserndorf startet in den politischen Herbst mit klarer Botschaft: Lebensqualität beginnt vor der Haustür. Gemeinsam für leistbare, erreichbare und faire Versorgung im Bezirk!“
00:00Beim traditionellen Bürgermeisterfrühstück der Bezirks SPÖ Gensendorf wurde nicht nur gemeinsam gefrühstückt, sondern auch politisch diskutiert.
00:08Im Rahmen einer Pressekonferenz in Ollersdorf präsentierte Landtagsabgeordneter Rene Zonschitz und die SPÖ-Gemeindevertreter ihre Herbstkampagne mit einem klaren Schwerpunkt, die Nahversorgung.
00:19Von den Klimazielen, die erreicht werden müssen, wenn wir dann für zwei Sämen ins Auto steigen müssen und 15 Kilometer fahren müssen, dann ist das wahrscheinlich nicht ganz so klimafreundlich.
00:31Denn gerade im ländlichen Raum wird das sogenannte Kreislersterben immer spürbarer.
00:36Keine Nahversorger verschwinden, die Wege zum nächsten Geschäft werden länger und das betrifft nicht nur die Mobilität, sondern auch den Klimaschutz.
00:43So eine Nahversorgung bauen und der Aufwand dahinter so groß ist, dass du diese Förderung hinkriegst, dass es sich fast nicht auszahlt, diese Förderung überhaupt in Anspruch zu nehmen.
00:57Also unsere Forderung ist da ganz klar, dass wir diese Fördermöglichkeiten so weit herrichten, dass es leicht und unkompliziert zum Abholen sind.
01:09Es gibt, wie gesagt, mehrere Möglichkeiten.
01:11Unter dem Motto, morgen, will man Projekte fördern, die Fußläufe gerechtbar sind und die Versorgung mit Produkten des täglichen Bedarfs sicherstellen.
01:19Für alle Generationen, besonders für ältere Menschen ohne eigenes Fahrzeug.
01:23Warum sind wir heute da? Hier ist ein Nahversorgungsprojekt entstanden.
01:27Ein Beispiel dafür ist ein neu entstandener Selbstbedienungsmarkt, der mit minimalem Personalaufwand betrieben wird.
01:33Von 5 Uhr früh bis 23 Uhr abends geöffnet, bietet er rund 70 regionalen Produzentinnen und Produzenten eine Verkaufsplattform.
01:41Ganz ohne Zwischenhandel.
01:43Die Preise gestalten die Lieferanten selbst. 25% des Umsatzes fließen in den betreibenden Verein zurück.
01:50Da in dem Projekt ist so, der hat von 5 Uhr in der Früh bis 23 Uhr am Abend offen, ist eine 20-Stunden-Kraft, die die Abrechnung ein bisschen drüber schaut.
02:01Das ist nur eine Verkaufsplattform.
02:03Da sind jetzt knapp 70 Produzentinnen und Produzenten, die es da herliefern, gestalten die Preise selbst.
02:10Also können sie ihre Preise selbst überlegen und haben am Ende des Tages keinen Wareneinsatz.
02:17Denn die Waren kehren immer den Produzenten, wie gesagt, rein die Verkaufsplattformen und 25% des Umsatzes behalten der Verein am Ende des Tages ein.
02:32Nicht nur kosten-denken, sondern bleibt für die Gemeinde am Ende des Tages auch ein bisschen was über.
02:38Das ist eine Möglichkeit, wie diese Nahversorgung gesichert werden kann.
02:43Es gibt dazu natürlich auch andere Ideen, zum Beispiel Märkte, die aufgrund von verschiedenen Modulen aufgebaut.
02:53Doch solche Projekte stehen oft vor rechtlichen und finanziellen Hürden.
02:58Die Öffnungszeiten bewegen sich in einer gesetzlichen Grauzone, Fördermittel sind schwer zugänglich und oft nicht klar definiert.
03:04Die Gemeinden fordern daher einfache, fixe Fördermodelle, unabhängig davon, ob sie über Leder, das Land oder den Bund laufen.
03:13Auch in den Katastralgemeinden Ragendorf und Kleinharrers fehlt es an Grundversorgung.
03:18Bürgermeister Alfred Redlich betont, die Gebäude wären vorhanden, das Konzept steht, doch ohne finanzielle Unterstützung ist die Umsetzung kaum möglich.
03:25Wir haben nicht einmal eine Grundversorgung. Daran fehlt es eigentlich und daran scheitert es.
03:30Die Idee ist eigentlich, auch in verschiedenen Gesprächen, die wir gehabt haben, dass wir auch hier mal schauen, dass man die Möglichkeit eines Dorfladens oder irgendeines anderen Konzeptes umsetzen könnte.
03:41Wir haben sogar geeignete Gebäudemöglichkeiten.
03:44In Ragendorf sogar sind wir sogar im Besitz der Gemeinde, wo wir sogar die Möglichkeit hätten, ohne großen Aufwand.
03:50Aber natürlich, wie du schon erwähnt hast, ist ganz klar, es ist eine finanzielle Belastung für jede Gemeinde, so etwas umzusetzen in Zeiten wie diesen, wo im Grunde genommen...
04:00Die Gemeinde bietet sich als Pilotregion an und hofft auf konkrete Zusagen vom Land.
04:05Denn Nahversorgung ist mehr als nur Einkauf. Sie schafft Begegnung, stärkt die Region und sichert Lebensqualität.
04:11Pilotprojekten, auch gerne unterstützt vom Land. Die können uns auch gerne begleiten bei der Entwicklung.
04:16Auch das ist alles. Wir bieten uns als Partner an. Wir würden es gerne umsetzen.
04:21Einmal das Pilotprojekt in Ragendorf und dann weiter, wenn das erfolgreich ist, auch in Kleinhaar.
04:27Und ich sage immer, wir sehen es ja da. Das ist ja nicht nur eine Nahversorgung, das ist ja auch ein Ort der Begegnung, wo man plaudern kann.
04:34Speziell wir haben sehr große Nachfrage von älteren Bürgerinnen und Bürgern, die ganz konkret einfach wirklich keine Transportmittel zur Verfügung haben.
04:44Und die einfach Fußweg, wenn es möglich wäre, so in den Dorfladen oder die Grundversorgung gerne in Anspruch nehmen würden, was derzeit nicht möglich ist.
04:53Die Botschaft aus dem Bezirk Gensendorf ist klar. Wer Klimaziele ernst nimmt und soziale Teilhabe fördern will, muss die Nahversorgung stärken. Heute für morgen.
Schreibe den ersten Kommentar