- vor 6 Monaten
Huck und Jim ist das Versteck auf der Insel zu gefährlich geworden. Sie ziehen es vor, sich auf dem Floß den Mississippi hinuntertreiben zu lassen. Alles scheint gut zu laufen – bis das Floß im Nebel von einem Flußdampfer gerammt wird. Huck und Jim werden ins Wasser geschleudert. Huck kann sich mit letzter Kraft ans Ufer retten. Aber von Jim ist nichts zu sehen.
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00:01Jim und ich überstanden das Unwetter in einer trockenen, gemütlichen Höhle.
00:05Als es endlich zu regnen aufhörte, führte der Mississippi Hochwasser und brachte ein paar richtige Schätze mit.
00:10Wir fanden ein Fluss, das für unsere Fahrt nach Kairo geradezu ideal war.
00:14Und dann kam sogar noch ein Haus angeschwommen, in dem wir viele nützliche Dinge fanden.
00:19Mann, hier gibt's ja alles!
00:21Ja, Hack!
00:22Schau dich um!
00:24Jim steckte mich auch in eine Verkleidung, die er sehr lustig fand.
00:27Aber ich fühlte mich gar nicht sehr wohl darin.
00:29Ja, ganz nett. Schon besser.
00:56Auf so einem Fluss führst du ein herrliches Leben.
00:58Du lässt dich den Fluss runtertreiben und niemand sagt dir, was du zu tun oder zu lassen hast.
01:03Wir hatten, glaube ich, endlich eine richtige Glücksträhne erwischt.
01:06Und es sah ganz so aus, als ob sie anhalten würde.
01:08Das riecht ja unheimlich gut, Jim.
01:11Ist auch schon fertig, Hack.
01:12Du kannst gleich essen, wenn du mit deiner Morgenwäsche fertig bist.
01:15Sieht herrlich aus. Du bist ein guter Koch.
01:29So lange genug Vorräte da sind.
01:39Bis Kairo lassen wir uns einfach treiben. Und dann fahren wir den Ohio River hinauf.
01:44Und dann bist du frei.
01:45Das Dumme ist nur, dass sie eine Belohnung für mich zahlen.
01:51Verstehst du?
01:53Wer mich hier auf dem Floß sitzen sieht, wird versuchen, mich zu erwischen.
01:56Wenn wir nur was hätten, um dich zu verstecken.
01:58Das ist gutes Baumaterial. Wir brauchen es nur zu holen, Jim.
02:23Bin schon unterwegs.
02:28Und ich schaue, ob ich was zum Essen finde.
02:44Ah, davon werde ich mir ein paar ausborgen.
02:48Pep Finn hat immer gesagt, es ist schon in Ordnung, sich was auszuborgen.
02:51Solange man daran denkt, dass man es irgendwann mal zurückgeben will.
02:54Aber die Witwe Douglas hat immer gesagt, borgen wäre nur ein harmloserer Ausdruck für Stehlen.
02:59Aber im Grunde genau dasselbe.
03:02Jim und ich haben beschlossen, uns jedenfalls keine Sachen auszuborgen, die noch nicht reif sind.
03:06So wie Holzäpfel und Dattelpflaumen.
03:08Na ja, und manche Dinge, die man sich borgen will, wollen nicht geborgt werden.
03:29Das ist auch eine Art, einem zu sagen, dass man was Unrechtes tut.
03:31Hey, Hack!
03:48Na, was sagst du jetzt?
03:50Wunderbar, Jim. Und die Bären auch.
03:52Ich hab mir gedacht, Jim, wir sollten die Hütte auf der Weiterfahrt zu Ende bauen.
04:02Wir wollen hier keine Zeit mehr verlieren, das ist besser.
04:05Ei, ei, Käpt'n.
04:06Ja, die Hütte ist ganz gemütlich geworden, Jim.
04:35Ja, ich hab sie hier hochgebaut, dass wir auch trocken bleiben, wenn ein Flussdampfer große Wellen macht.
04:41Wir haben da auch einen prima Feuerplatz, wenn's mal regnet.
04:45Ja, abgesehen davon ist es ein gutes Versteck.
04:48Und das ist das Wichtigste, da drin wird sich keiner sehen.
04:51Ihr müsst es schon direkt reinkriechen.
04:53Ja, wir sind gut versorgt.
04:58Siehst du, Jim, wir haben das Beste von allem.
05:01Wir fahren, wohin wir wollen, und das Essen kriegen wir frei Hausgeliefert.
05:06Wir brauchen's uns nur zu nehmen.
05:09Man könnte fast sagen, wir haben ein eigenes Hotel.
05:12Die Bücher, die wir gefunden haben, sind gut.
05:15Und unsere eigenen Abenteuer sind noch schöner.
05:18Nur lesen ist eben nicht so gut wie dabei sein.
05:20Ach, Hack, ich hatte fürs Erste genug Abenteuer, glaub's mir.
05:27Und auf die Abenteuerbücher bin ich nicht wild.
05:30Ach, die bringen die Menschen nur auf komische Ideen.
05:35Nein, vielen Dank, das Leben ist schwer genug.
05:38Ah, warte mal, Jim.
05:40Die Welt ist voller Könige und Edelmänner und so.
05:43Und was die alles tun.
05:45Und manche von denen haben auch richtig Stil.
05:47Nicht so wie wir, ist ja klar, aber da ist schon was dran.
05:50Ich hatte gar keine Ahnung, dass es so viel davon gibt.
05:54Der einzige König, von dem ich was weiß, ist König Salomon.
06:01Du, Hack, sag mal, was kriegt ein König ungefähr?
06:05Ach, der kann leicht auf den Tausender im Monat kommen, oder noch mehr, wenn er will.
06:09Dem gehört ja sowieso alles.
06:10Und was tut ein König dafür?
06:12Nichts.
06:14Der sitzt nur da, oder geht in sein Harem.
06:15Weißt du, da sind seine ganzen Frauen drin.
06:18Hat er mehr als eine Frau?
06:20Ja, sicher.
06:21Dieser König Salomon, von dem du erzählt hast, der hatte so ungefähr eine Million.
06:25König Salomon?
06:29Weißt du, viele sagen, er war so ziemlich der weiseste Mann, der jemals lebte.
06:34Aber ich kann's nicht glauben, wenn das so ist.
06:37Eine Million Frauen, sagst du?
06:39Nein, Hack, kein weiser Mann würde sich freiwillig mitten unter so viele Weiber wagen.
06:45Ja, da drin muss ziemlich viel Krach sein, wo so viele Frauen und Kinder sind.
06:50Und noch was, Hack.
06:51Nennst du das weise, was er mit den beiden Frauen gemacht hat, wo jede behauptet hat, dieses Kind wäre von ihr, Hack?
06:57Er hat befohlen, dass das Kind geteilt wird.
07:02Wie geteilt?
07:03Mit dem Schwert.
07:04Warte, ich zeig dir mal was.
07:07Also, wir beide sagen, dass das hier, der Zwei-Dollar-Schein, uns gehört.
07:12Na schön, sag ich.
07:15Wir teilen ihn in zwei Hälften.
07:18Nein, lass den Unsinn.
07:20Wenn du das tust, ist er für keinen von uns was wert.
07:22Er raten, Hack.
07:24Also, bist du klüger als König Salomon.
07:26Und ich auch.
07:27Es ist nicht gut, wenn du einen Zwei-Dollar-Schein halbierst.
07:30Und für ein Kind ist es noch viel schlimmer.
07:33Ich glaube, das liegt bloß an seiner Familie und Erziehung und so.
07:37Stell dir mal vor, ein Mann hat eine Million Kinder.
07:39Dann weiß er gar nicht mehr, was ein Kind wert ist.
07:42Das weiß ein Mann, der Eins oder Zwei hat.
07:44Und der würde auch nie so was Grausames verlangen.
07:47Aber nein, Jim.
07:48Du hast überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
07:50Doch, doch, ich verstehe schon, worum es geht.
07:52Die Frauen haben um das ganze Kind gestritten.
07:54Keine wollte ein halbes Kind.
07:56Und ein Mann, der verlangt, ein Kind in zwei Hälften zu schneiden, nein.
07:59Der hat für mich überhaupt keinen Verstand.
08:03Dieser Jim.
08:04Wenn der sich mal was in den Kopf gesetzt hat,
08:06bringt man es nicht mehr so leicht aus ihm raus.
08:07Und wenn es noch so verkehrt ist.
08:10Tja, mit meinen Bildungsversuchen bin ich bei Jim nicht besonders weit gekommen.
08:14Und wir haben uns ziemlich oft gestritten.
08:16Nur eins war klar.
08:18Zwischen uns beiden entwickelte sich eine ganz besondere Freundschaft.
08:22Ich war glücklich und zufrieden mit dem Leben, das wir führten.
08:26Aber wie das Leben so spielt,
08:27hat es oft ganz besonders böse Überraschungen auf Lager,
08:29wenn es einem gut geht und man sich sicher fühlt.
08:31Ich denke, die sind doch ins Land geflüchtet.
08:37Was bringt dich auf die Idee, dass sie den Fluss runter sind?
08:40Ich glaube nicht, dass fünf Sklaven so auf eigene Faust weglaufen.
08:44Ach, du denkst wohl, diese Befreiungsspinner haben ihnen geholfen.
08:47Genau das.
08:50So eine Bande dummer Sklaven würde kreuz und quer durchs Land laufen.
08:54Aber diese Befreiungskörne sind ganz raffiniert.
08:57Verdammt, du hast recht.
08:59Und sicher haben sie das schon lange vorausgeplant.
09:02Wahrscheinlich sind sie auf dem Fluss.
09:04Ja, und ich hoffe, wir erwischen sie.
09:06Ich habe mir schon immer gewünscht,
09:07mal einen von diesen verdammten Sklavenfreunden zu hängen.
09:09Du, Ed?
09:10Vielleicht haben die Sklaven Gewehre von denen gekriegt
09:12und die schießen jetzt auf uns, wenn wir in ihre Nähe kommen.
09:16Sag mal, du willst doch jetzt nicht etwa feige kneifen.
09:19Ha, so weit kommt's noch,
09:21dass zwei weiße Männer nicht mit fünf weggelaufenen Sklaven fertig werden.
09:28Hey, das Fluss da draußen kommt mir verdächtig vor.
09:32Ist das die Bande?
09:34Kann ich noch nicht sagen, jedenfalls nicht sicher.
09:36Aber ich glaube schon, ich habe eine Nase für Sklaven.
09:41Kannst du sehen, wer an Bord ist?
09:42Noch nicht, aber es ist wer drauf.
09:45Da hat sich was bewegt.
09:47Los ins Booty, kaufen wir uns.
10:06Hey, Hack.
10:08Sieht aus, als wären da oben ein paar Häuser.
10:12Ich wette, wir sind schon dicht an Kairo.
10:16Das wäre wunderbar, was?
10:20Jim, Jim in den Wigwam, schnell!
10:22Hä, was ist denn?
10:23Zwei Männer in einem Boot.
10:25Sieht aus, als wollten sie zu uns.
10:27Bleibt da drin und kein Wort.
10:28Ich bin Mäuschenstill, Hack.
10:32Verhalte dich ruhig, ich fahre Ihnen mit dem Kanu entgegen.
10:34Leg dich mal ein bisschen kräftiger in die Ruder.
10:47Wir müssen ihn den Weg abschneiden.
10:54Ein Kanu kommt auf uns zu.
10:57Meine Güte, das ist ein Kind.
10:59Ein Kind?
11:00Vielleicht ist das nur ein schmutziger Trick.
11:05Rudere schneller, Mann.
11:07Halt, Junge!
11:09Du kommst von dem Floster, oder?
11:11Ja, Sir.
11:13Bist du damit unterwegs?
11:15Ja, Sir.
11:17Sind auch Männer drauf?
11:18Ja, Sir. Allerdings nur einer.
11:21Nur einer?
11:22Wäre es nicht zufällig möglich, dass es fünf sind?
11:25Fünf Schwarze, mein Junge.
11:26Fünf Sklaven, die heute Nacht geflohen sind.
11:28Sklaven?
11:30Oh Gott, nein, Sir.
11:32Ich sag die Wahrheit, es ist nur einer und das ist mein Paar.
11:36Oh ja.
11:38Aber ich bin wirklich froh, Sie zu treffen, Sir.
11:40Ich wollte gerade in die Stadt fahren und Hilfe holen.
11:42Aber vielleicht können Sie mitkommen und Daddy helfen.
11:45Bitte.
11:45Was soll denn das bedeuten?
11:47Er ist furchtbar krank.
11:49Ich wollte meinen Vater zum Arzt bringen, aber ich schaffe es allein nicht.
11:52Moment, was hat denn dein Vater?
11:55Ich weiß nicht.
11:56Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll.
12:02Erst wurde Mark krank und ist gestorben.
12:06Dann Mary Ann.
12:09Und als Paar krank wurde, da habe ich ihn aufs Floß gelegt und wir sind losgefahren.
12:14Unsere Nachbarn wollten nicht mehr zu uns ins Haus kommen und uns helfen.
12:16Warum nicht?
12:19Sie...
12:20Sie konnten uns nicht leiden.
12:24Konnten euch nicht leiden?
12:26Was für eine Krankheit hat ein Paar eigentlich?
12:28Gar nichts Besonderes.
12:30Warum kommen Sie nicht aufs Floß und sehen ihn sich an?
12:34Erst sagst du uns, was er hat, klar?
12:36Wie kann ich das?
12:37Ich bin doch kein Arzt.
12:39Er ist krank.
12:40Und du weißt, was er hat, oder nicht?
12:41Nein, dann hätte ich es Ihnen doch längst gesagt.
12:44Du lügst doch.
12:45Ach bitte, Mister.
12:46Kommen Sie doch ganz kurz mit aufs Floß, damit wir zum Arzt können.
12:51Er ist...
12:52Er hat so...
12:56Bleib ein Stück weg.
12:59Er hat Fieber, nicht?
13:01Heftiges Fieber, ja?
13:02Ja, Fieber hat er schon.
13:04Und so rote Punkte im Gesicht.
13:07Aber Sie können ja mitkommen.
13:09Dann können Sie nach Ihren entlaufenden Sklaven sehen und gleichzeitig meinem Paar helfen.
13:13Punkte?
13:14Rote Punkte?
13:17Ja, aber...
13:18Bitte, Mister, das dauert doch wirklich bloß ein paar Minuten.
13:21Halt!
13:22Bleib zurück!
13:22Ja, fahr zurück!
13:24Wir wissen, was dein Paar hat.
13:26Sie wissen's?
13:27Willst du uns für dumm verkaufen?
13:28Es gibt nur einen Grund, warum Nachbarn nicht mehr kommen wollen, wenn eine Familie so krank ist.
13:33Pocken!
13:34Ja, es können nur die Pocken sein, Junge.
13:36Und das weißt du auch, stimmt's?
13:38Bitte!
13:40Warum hast du das nicht gleich gesagt?
13:42Du willst wohl damit das ganze Land verseuchen.
13:44Alle anderen Leute, von denen ich Hilfe wollte, sind vor uns weggelaufen.
13:49Du sollst doch da hinten bleiben, hast du nicht gehört?
13:54Na ja.
13:56Ich schätze, ihr seid jetzt ganz schön arm dran.
13:58Dann tut mir leid, dass ihr so viel Pech habt.
14:02Hier.
14:04Das ist eine 20-Dollar-Goldmünze, die holst du dir.
14:09Ich leg auch eine drauf.
14:14Aber was wird mit Paar?
14:16Fahrt nur weiter den Fluss runter.
14:18Noch 20 Meilen.
14:20Da kommt die nächste Stadt.
14:22Und die Leute helfen euch.
14:23Sag ihnen aber vorher ja nichts über die Pocken.
14:28Hey, Jim!
14:47Jim, du kannst rauskommen.
14:51Jim!
14:52Jim, bist du weg?
14:56Hey, Jim!
14:58Jim!
15:04Hier bin ich, Hack.
15:07Ich dachte, ich gehe unters Fluss, damit mich wirklich keiner sieht.
15:10Die kommen bestimmt nicht wieder.
15:17Ich habe ihnen weiß gemacht, mein Paar liegt krank da drin und hat die Pocken.
15:21Du kannst dir nicht vorstellen, wie schnell die wieder verschwunden sind.
15:25Das hast du fein gemacht.
15:28Ist ja fantastisch.
15:29Und das Schönste ist, sie haben 40 Dollar für uns gespendet.
15:51Und so zogen wir weiter gemütlich dahin.
15:53Wir ließen uns vor Mississippi treiben und hofften, bald nach Kairo zu kommen.
15:57Wir hatten viel Spaß beim Angeln und beim Kochen.
16:00Wir sprachen auch bald wieder über Herzöge und Könige und so.
16:03Aber den König Salomon habe ich lieber nicht nochmal erwähnt, nachdem Jim so sauer auf ihn war.
16:09Da war mal ein König, Jim.
16:11Ludwig der 16. von Frankreich.
16:14Er war der Herrscher, aber sie haben ihn enthauptet.
16:17Sein Sohn, der Prinz, hieß Dauphien.
16:21Er war der Erbe von Ludwig, aber sie haben ihn ins Gefängnis gesteckt und da soll er gestorben sein.
16:25Oh, armer kleiner Kerl.
16:28Andere behaupten, er konnte fliehen und wäre jetzt hier in Amerika.
16:31Ah, na das ist gut.
16:35Aber was will er hier?
16:37Hier gibt's doch für Könige keine Arbeit.
16:39Weißt du, Jim?
16:40Ja, die gibt's schon.
16:42Einige, die gehen in die Politik und andere bringen den Leuten hier bei, wie man Französisch spricht.
16:50Aber Hack, reden diese Franzosenmenschen nicht genauso wie wir?
16:53Nein, Jim, du würdest kein einziges Wort davon verstehen.
16:58Ach, nicht? Das ist doch blöd und lächerlich.
17:01Nein, davon will ich nichts mehr hören.
17:03Das gibt's doch nicht, dass die anders reden.
17:05Jim, redet eine Katze genauso wie du?
17:09Hm, nein, ne Katze nicht.
17:12Warte.
17:14Und ne Kuh?
17:15Hm, nein, ne Kuh auch nicht.
17:18Oder redet ne Katze wie ne Kuh oder ne Kuh wie ne Katze?
17:21Hm, nein, tun sie nicht.
17:23Also es ist doch ganz natürlich und richtig für ne Kuh und ne Katze, dass sie sich unterscheiden, oder?
17:29Sicher.
17:31Es ist doch natürlich und richtig für ne Kuh und ne Katze, dass sie anders reden als wir Menschen.
17:35Aber todsicher.
17:37Also ist es für einen Franzosen genauso natürlich, dass die Franzosensprache anders ist als bei uns.
17:42Begreifst du das?
17:48Du, Hack, ist ne Katze ein Mensch?
17:52Nein.
17:53Dann ist es auch nicht nötig, dass ne Katze redet wie ein Mensch, oder?
17:56Weiter.
17:57Ist ne Kuh ein Mensch oder ist ne Kuh eine Katze?
18:01Nein.
18:02Na, dann sehe ich auch nicht ein, warum sie so reden sollen, als ob sie wer anders wären.
18:06Also, ist ein Franzosenmenschen Mensch?
18:13Ja.
18:14Und warum redet er dann nicht wie einer, hä?
18:16Nur erklär mir das.
18:23Wir sahen noch eine Stadt und fragten einen Fischer, ob es Kairo wäre.
18:46Aber er antwortete uns gar nicht.
18:49Ich hatte das Gefühl, dass unser Glück uns wieder verlassen wollte und sich irgendein Unheil zusammenbraute.
18:54Jim?
18:56Denkst du, wir sind vielleicht schon an Kairo vorbei?
18:58Ich hoffe nicht.
19:04Nein, ich hoffe nicht.
19:08Jim?
19:09Ich glaub, wir sollten anlegen.
19:13Was ist das?
19:15Ein Raddampfer.
19:16Ich erinnere mich noch genau, wie wir immer von New Orleans hochfuhren.
19:40Voll geladen, natürlich.
19:44Und trotzdem fuhren wir jedem anderen Schiff davon.
19:46Jeden.
19:49Ja.
19:51Ich kenne diesen Fluss genau.
19:53Wie meine Westentasche.
19:57Jederzeit.
19:58Tag und Nacht.
20:01Wir halten uns immer in der Mitte.
20:03Immer in der Mitte.
20:04Und lassen Sie den ganzen Fluss hören, dass wir kommen.
20:06Dann sagen Sie immer schön Bescheid.
20:10Jim, die kommen direkt auf uns zu.
20:19Hallo!
20:24Das ist mein Motto.
20:27Lass es wissen.
20:30Geben Sie mir das Lockbuch.
20:33Ich werde Ihnen zeigen, wann ich das letzte Mal hier langgefahren bin.
20:37Eines Tages werden Sie hier die Eintragung machen.
20:40Die letzte Fahrt war...
20:42Ah, hier haben wir es.
20:44Aha!
20:47Hallo!
20:49Hallo!
20:51Die sehen uns nicht.
20:53Stopp!
20:54Stopp!
20:55Stopp!
20:57Was sollen wir nur machen?
20:59Stopp!
20:59Zurück!
21:00Hallo!
21:01Zurück!
21:01Hallo!
21:03Wir müssen streng!
21:04Ja!
21:04Wir müssen Sie jetzt!
21:05Jim!
21:13Jim!
21:17Jim!
21:21Jim!
21:25Jim!
21:29Jim!
21:33Jim!
21:35Jim!
21:37Jim!
21:53Jim!
21:55Jim!
21:57Ich rief und rief, aber es kam keine Antwort von Jim.
21:59Ich wusste nicht, was mit ihm geschehen war.
22:01Ob er verletzt war.
22:03Oder vielleicht gefangen.
22:05Oder sogar tot.
22:09Jim!
22:11Jim!
22:19In der nächsten Folge lerne ich eine sehr nette, aber unheimlich merkwürdige Familie kennen.
22:23Ich habe keine Waffen, bestimmt nicht.
22:25Es ist ein Scheppertsen, es ist Harnik.
22:27Und ich werde fast zum Opfer einer mörderischen Familienfäde.
22:31Bis zum nächsten Mal.
22:33Bis zum nächsten Mal.