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  • vor 1 Jahr
Der Amoklauf in dem Grazer Oberstufenrealgymnasium mit elf Toten ist für die Angehörigen der Opfer, die Verletzten, die Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte ein seelisch extrem belastendes Ereignis. Ehrenamtliche des Kriseninterventionsteams (KIT) des Landes Steiermark leisteten am Dienstag psychosoziale Akutbetreuung. Am Mittwoch waren wieder mehr als 60 im Einsatz in der Helmut-List-Halle, wo sich Schüler, Lehrkräfte und Eltern treffen und Unterstützung holen können.

Credit: APA/kha; Thumbnail: APA/Erwin Scheriau

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Transkript
00:00Nach dem Amoklauf eines 21-Jährigen in seiner ehemaligen Schule in Graz hat die Polizei Details zu den zehn Todesopfern bekannt gegeben.
00:09Es handelt sich um neun Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren. Ein Opfer war erst 14. Drei der Opfer waren Burschen.
00:18Auch eine Lehrerin wurde getötet. Kriseninterventionsteams des Roten Kreuz leisteten bereits am Dienstag unmittelbar nach der Tat psychosoziale Akutbetreuung.
00:30Die Krisenintervention ist ein wichtiger Bestandteil unserer Alarmierungskonzepte und genau bei solchen Lagen, wie wir sie heute hatten, wird automatisch mit den Rettungsmitteln auch die Krisenintervention mit alarmiert.
00:41Die Krisenintervention war bereits innerhalb kürzester Zeit ebenfalls vor Ort und hat sich dann von Beginn an um Schüler und Eltern in zwei entsprechenden Krisenzentren gekümmert.
00:52Ein weiterer wichtiger Punkt der Krisenintervention ist auch die Betreuung der eigenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
00:59Denn man darf nicht vergessen, dass viele unserer Mitarbeiter auch nicht viel älter sind als die Opfer.
01:05Und daher auch hier ausgesprochene psychologische Betreuung und Nachbetreuung, gerade bei so einem Einsatz, ein wesentliches Element der Krisenintervention ist.
01:13Rund 200 Eltern und Angehörige und mehr als 300 Schülerinnen und Schüler wurden am Dienstag unmittelbar nach der Bluttat betreut.
01:23Auch am Mittwoch waren wieder Rotkreuz-Teams gemeinsam mit mehr als 60 ehrenamtlichen Mitarbeitern des Landes im Einsatz.
01:31In der Helmut-Listhalle und vor der Schule boten sie den Betroffenen ihre Unterstützung an.
01:37Die ersten Stunden sind wirklich wichtig für die Verarbeitung solcher Situationen.
01:42Also es gibt jeder trauert auf seine unterschiedliche Weise.
01:45Es gibt Personen, die würden lieber für sich alleine sein im Stillen.
01:49Es gibt Leute, die haben andere Bedürfnisse.
01:51Es beginnt bei den Grundbedürfnissen.
01:53Und genau da sind wir auch momentan mit den Kolleginnen und Kollegen des Kriseninterventions im Steiermark, die sie im Hintergrund von mir sehen, vor Ort.
02:00Ausschlaggebend für die Betreuung durch das Kriseninterventionsteam sei nicht die Anzahl der Betroffenen, sondern der Schweregrad der möglichen Traumatisierung.
02:11Frühzeitig einsetzende professionelle Betreuung trage dazu bei, psychische Belastung zu mildern.
02:17Heute kommen eindeutig Leute, Personen, Angehörige, getroffene Augenzeugen her, um sich an den gestrigen Tag zu erinnern.
02:28Erinnern und zu verarbeiten, um nie zu vergessen, als auch an Mitschülerinnen, Lehrerinnen und Lehrer zu denken, die ihr Leben hegelassen haben.
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