00:00Nach zähem Ringen ist die UN-Klimakonferenz in Baku mit eineinhalb Tagen Verspätung zu
00:06Ende gegangen. Beschlossen wurde ein neuer Rahmen für die internationale Finanzierung
00:11von Klimaschutz und Anpassung an Klimafolgen. Demnach soll der jährliche Beitrag in erster
00:17Linie der Industriestaaten bis 2035 auf mindestens 300 Milliarden Dollar erhöht werden.
00:25Damit bleibt der Beschluss weit hinter den Forderungen von Entwicklungsländern zurück.
00:30Bundesaußenministerin Annalena Baerbock begrüßte den Beschluss dennoch als neues Kapitel der
00:35Klimafinanzierung.
00:37Ja, 300 Milliarden Dollar sind nur der Anfang. Wir sind dankbar für das Vertrauen der Allianz
00:42der kleinen Inselstaaten und der am wenigsten entwickelten Länder. Und ich versichere Ihnen,
00:47dass wir unsere Zusagen einhalten werden.
00:51Baerbock räumte ein, mit Blick auf das Erreichen des 1,5-Grad-Ziels seien die Ergebnisse von
00:56Baku nicht genug. Ursache dafür sei der Widerstand von wenigen. Die Ministerin hatte zuvor bereits
01:03Machtspiele von Öl- und Gasstaaten kritisiert, die auch die Rückendeckung der aserbaidschanischen
01:09Präsidentschaft gehabt hätten. Unterdessen kritisierten Vertreter der Entwicklungsländer
01:14den Beschluss scharf.
01:15Dieses Dokument ist nichts weiter als eine optische Täuschung. Unserer Meinung nach wird es der
01:25enormen Herausforderung, vor der wir alle stehen, nicht gerecht, weshalb wir die Annahme dieses
01:30Dokuments ablehnen. Wir lehnen die Annahme dieses Dokuments ab. Indien lehnt die Annahme dieses
01:36Dokuments ab. Unterdessen bezeichnete Frankreich die in Baku erzielte Einigung als enttäuschend
01:45US-Präsident Joe Biden dagegen lobte die Einigung als bedeutenden ersten Schritt.
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