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  • vor 3 Minuten
Ein Bild. Weiß. Nichts als weiß.
Serge hat es gekauft, und er ist begeistert.
Marc findet es unerträglich, und sagt es ihm auch.
Und Yvan? Yvan will es sich mit keinem verderben.

Was als Streit über ein Gemälde beginnt, wird schnell zu viel mehr: Drei Männer, eine langjährige Freundschaft, und plötzlich steht alles auf dem Prüfstand. Ihre Gefühle, ihre Eitelkeiten, ihr ganzes bisheriges Leben.

Yasmina Rezas Welterfolg „Kunst“: eine bitterböse, psychologisch präzise Komödie über Kunst, Status und die Zerbrechlichkeit männlicher Freundschaft.

Veronica Buchecker inszeniert mit ihrer unverwechselbaren Handschrift: humorvoll, pointiert und ohne je ins Klamaukige abzugleiten. Den drei fantastischen Schauspielern sind die Rollen wie auf den Leib geschnitten.

Und am Ende fragt man sich, mit einem Augenzwinkern: Ist das weiße Bild vielleicht doch ein Meisterwerk?
Transkript
00:05Ein Bild. Weiß. Nichts als weiß. Serge hat es gekauft und er ist begeistert.
00:12Marc findet es unerträglich und sagt es ihm auch. Und Ivar? Ivar will es sich mit keinem verderben.
00:30Kein Recht. Weil er dazu kein Recht hat. Nein. Und wenn er dazu kein Recht macht, geht es in der
00:36letzten Zeit nicht gut.
00:37Du solltest doch mal zum Arzt gehen. Ja, deswegen nicht das Recht zu behaupten, diese Farben würden ihn ansprechen, weil
00:42es nicht die Wahrheit ist.
00:43Diese Farben spreche ich mich nicht an. Das gibt keine Farben. Du siehst du nicht und sie passen dich auch
00:48nicht an.
00:50Das war für dich zu recht.
00:52Was als Streit über ein Gemälde beginnt, wird schnell zu viel mehr.
00:56Drei Männer, eine langjährige Freundschaft und plötzlich steht alles auf dem Prüfstand.
01:01Ihre Gefühle, ihre Eitelkeiten, ihr ganzes bisheriges Leben.
01:05Ein Mensch seiner Zeit ist ein Mensch, der in seiner Zeit lebt.
01:10So ein Blödsinn. Wie kann ein Mensch in einer anderen Zeit leben als der seine? Erklär mir das.
01:15Ein Mensch seiner Zeit ist jemand, von dem man in 20 Jahren oder in 100 Jahren sagen wird können, er
01:20ist repräsentativ für seine Epoche.
01:23Und was habe ich davon, wenn man in 100 Jahren von mir sagt, er ist repräsentativ für deine Epoche geworden.
01:31Mein lieber Freund, wer redet denn von dir? Du interessierst doch niemanden.
01:38Mensch seiner Zeit.
01:39Jasmina Rehsers Welterfolg Kunst. Eine bitterböse, psychologisch präzise Komödie über Kunst, Status und die Zerbrechlichkeit männlicher Freundschaft.
01:50An seiner Wand. Ich fürchte, den hast du im Vater gemalt.
01:54Was? Scheiße.
01:57Aber du hast doch jedenfalls...
01:58Ja, mir ist es eingefallen, dass ich dir das gesagt habe.
02:01Nein, scheiße.
02:19Weronika Buchhecker inszeniert mit ihrer unverwechselbaren Handschrift, humorvoll, pointiert und ohne je ins Kermaukige abzugreiten.
02:27Den drei fantastischen Schauspielern sind die Rollen wie auf den Leib geschnittenen.
02:31Ich will gestehen, weil das kompliziert ist.
02:34Soll ich es vorlesen?
02:37Wenn ich ich bin, weil ich ich bin und wenn du du bist, weil du du bist, dann bin ich
02:43ich und du bist du.
02:44Wenn ich ich bin, weil du du bist und wenn du du bist, weil ich ich bin, dann bin ich
02:52nicht ich und du bist nicht du.
02:54Ja.
02:56Ja, was hat das auch gemacht?
03:00Wie viel verlangt der?
03:03Oh, was ist denn da?
03:07Und am Ende fragt man sich, mit einem Augenzwinkern, ist das weiße Bild vielleicht doch ein Meisterwerk?
03:13Das ist fertig, mit dem Spaß an meiner Hochzeit zu verderben.
03:17Eine Hochzeit, die sowieso eine ganz froh ist.
03:19Denn ich habe die Filme nachgenommen und habe und die Ehre voll und so nicht gemacht.
03:40Könntest du das vielleicht ein bisschen weniger pathetisch machen?
03:44Nur noch bis 22. November im Theatercenter Forum.
03:48Ein Stück, das man einfach gesehen haben muss.
03:51Eine Katastrophe wegen einer weißen Holzspanplatte.
04:01Die ist nicht weiß.
04:03Ja, weiße Scheiße!
04:40Ja, weiße Scheiße!
04:43Ja, weiße Scheiße!
04:44Ja, weiße Scheiße!
04:48Vielen Dank.

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