00:23Wenn Kinderbuchautor Philipp Markham und seine Frau Joanne nur geahnt hätten,
00:27was ihre Wohnung an diesem Abend alles vorhat.
00:30Kaum sind die beiden aus dem Haus, wird ihr Heim zum heiß begehrten Schauplatz für amoröse Abenteuer,
00:36spontane Verwechslungen und herrlich chaotische Begegnungen.
00:40Jeder will hinein, niemand sollte sich treffen.
00:43Und natürlich trifft sich am Ende jeder mit jedem, nur nie der Richtige zur richtigen Zeit.
00:48Das Dreamteam.
00:49Wien stürzt sich mit voller Spielfreude in Ray Coonies und John Chapmans turbulente Boulevardkomödie
00:55und liefert, was es am besten kann.
00:57Timing wie ein Schweizer Uhrwerk, Pointen wie aus dem Humorlehrbuch und ein Ensemble,
01:02das mit sichtbarer Freude jede Szene zum Funkeln bringt.
01:06Barbara Aigner, Ursula Fitsch, Konrad Grossinger, Nikolas Herrmann,
01:11Alexander und Andreas Neflatschil, Martina Spitzenberger,
01:16Lisa Ulbing und Magdalena Weinstab wirbeln über die Bühne,
01:19als hätten sie persönlich einen Pakt mit dem Chaos geschlossen.
01:23Unter der Regie von Clemens Grohr wird aus jeder Verwechslung ein Volltreffer,
01:27aus jeder Tür ein Abenteuer und aus jeder Pointe ein kleines Feuerwerk.
01:31Ein Abend, der zeigt, wer dem Alltag entfliehen will, braucht keine Fernreise.
01:37Ein Theaterbesuch reicht völlig.
01:39Britischer Humor, in Hochform, liebevoll umgesetzt, herrlich frech gespielt
01:44und garantiert ein willkommenes Herauskommen aus dem täglichen Einerlei.
01:54So, jetzt habe ich ein wunderbares Team, nicht das vollständige,
01:58weil sonst wären wir heute nicht mehr fertig, wenn wir alle befragen.
02:01Zuerst einmal Gratulation, ein wunderbares Stück.
02:03Und vor allem ein Stück, das man jetzt braucht, wenn man so die Zeitungen aufschlägt,
02:07die in das Internet reinschaut, dann tut es so richtig gut,
02:11wenn man einmal herzhaft lachen kann und weg von dem Ganzen.
02:13Und neben mir steht jetzt der Regisseur, jetzt sage ich immer eins,
02:18ein trauriges Stück, ein ernstes Stück ist nicht so schwer wie ein lustiges Stück zu inszenieren,
02:24würde ich einmal sagen.
02:25Ja, das stimmt.
02:27Also das habe ich auch sehr oft gehört, wobei ich sagen muss,
02:29dass das auch meine erste Regieerfahrung ist.
02:33Und ich habe dann eigentlich, es ist halt sehr holprig angefangen,
02:38aber ich habe dann sehr gemerkt, dass ich da reinkomme und quasi,
02:42dass ich lockerer werden muss, damit das Stück lockerer werden muss.
02:46Aber ich glaube, das hat dann am Schluss gut funktioniert.
02:49Und mit so tollen Erfahrenen und Neu-Newcomern hat das dann auch gut funktioniert.
02:58Es war am Anfang sehr holprig, aber man kommt rein.
03:03Also bei so einem lockeren Inhalt, wie ich jetzt einmal sagen, muss man locker sein, oder?
03:08Ja, ja, also am Anfang, wie gesagt, war ich sehr angespannt,
03:13aber weil es, wie gesagt, meine erste Erfahrung war.
03:16Aber ja, es ist, je länger man den Inhalt des Stückes,
03:22das ich dann auch durchliest und bei den Proben mitbekommt,
03:26umso leichter wird es und man bringt dann auch immer wieder mehr in der Locker,
03:30hat auch ein Lächeln aufs Gesicht, ja.
03:34Sind Sie sich sicher, dass ich hier mal keinen Scherz gelaufen habe?
03:37Ganz sicher. Wo schlafen Sie normalerweise?
03:40Am Fenster oder an der Tür?
03:42Im Bett.
03:45Achso, egal.
03:47Gut, ich nehme in den Fenster das.
03:49Los jetzt, die Hose!
03:54Hoffentlich, wir wollen Sie nichts hinterher.
04:00Soin.
04:01Halt.
04:02Silvia.
04:03Die ist weg.
04:05Jetzt haben wir eine ganz interessante Rolle.
04:07Also diese Verwechslungen da von wegen, nicht am Tisch, nicht im Bett, sondern am Tisch.
04:12Also das sind so Aussagen, das war schon ganz herrlich.
04:15Eine Verwechslungskomödie bei Exilhausen?
04:17Ja, das ist richtig.
04:19Dafür ist der Autor auch bekannt.
04:21Er schreibt die am laufenden Band vor.
04:22Er schreibt, er ist, glaube ich, inzwischen schon 80 oder vorbei.
04:25Aber es ist total spannend und auch zu spielen, irrsinnig schön.
04:29Was kann man zur Rolle sagen?
04:31Na ja, der Philipp ist ein bisschen so ein Losertyp und neben seinem Geschäftspartner
04:36sticht er natürlich noch besonders als fallblos heraus, weil er ja eine Trefferquote hat,
04:40die unglaublich ist.
04:41Aber im Laufe des Stücke entwickelt er sich, glaube ich, zu einer selbstständigen Persönlichkeit.
04:45Da hat er ihn einmal die Situation gerettet, ne?
04:48Stimmt, stimmt, ja.
04:50Da hat er die Situation dann gerettet, wie alle Beteiligten, ja.
04:52Absolut.
04:53Fühl dich wie ein echter Pilot.
05:40Fühl dich wie ein echter Pilot.
06:11Ja, eine interessante Rolle, also ich würde jetzt nochmal das mit den 16 oder 19 Schwänze,
06:18das muss ich irgendwie, wie bleibt man da ernst?
06:21Ja, das fällt mir besonders schwer, weil ich auch persönlich sehr viel lache.
06:27Das war sehr viel Regiearbeit, die mich immer darauf hingewiesen hat, dass ich eben ernst
06:32sein sollte.
06:33Es ist sehr, sehr schwer.
06:34Man muss sich immer wieder daran erinnern, man muss jetzt böse und ernst schauen, weil
06:39eigentlich alle einen da aus der Rolle rausbringen möchten, aber ja, es funktioniert.
06:45Was kann man zu der Rolle sagen, also zu der Person sagen?
06:48Ich glaube, das ist die Autorin eigentlich, ne?
06:50Genau, also ich bin die Kinderbuchautorin, oder die habe ich gespielt.
06:53Sie ist eine sehr schrullige Dame, die sehr viele Gedanken hat, die immer wieder Gedankensprünge
07:00hat.
07:00Das ist auch eine Herausforderung.
07:04Ja, und die Hunde liebt und trotzdem irgendwelche eigenartigen Gedanken hat.
07:10Das ist ein guter Überkommen.
07:11Das freut mich, dass es angekommen ist.
07:42Eine ganz wichtige Person, wie gesagt, er hat schon.
07:44Da haben wir die Situation geredet.
07:45Was kann man zu der Person, zu der Rolle sagen?
07:48Ja, also die Rolle und ich, das sind zwei unterschiedliche Menschen.
07:52Also ich bin...
07:52Das nehmen wir hoffen ja doch.
07:54Ja, ja, also gerade, also ich bin brennender Feminist und ich muss sagen, mein großes Ziel
07:58war eigentlich, dass diese Rolle nicht sympathisch wirkt.
08:00Das ist halt doch ein sehr altes Stück aus den 70er-Jahren und man merkt halt einfach,
08:03wenn man das Stück liest, das war eigentlich schon so angelegt, dass man eigentlich sehr sympathisiert
08:07mit den Menschen und das wollte ich wirklich unter jedem Umstand vermeiden.
08:23Das war sehr interessant, das mal auszuleben, aber ich weiß, dass ich so nicht sein will.
08:28Beruhigen.
08:30War das da mit dieser Exzeptionisten-Geschichte?
08:32War das auch da irgendwie dabei?
08:33Ja, das war alles abseits der Bühne.
08:35Aber auch das bin nicht ich.
08:37Das möchte ich nur mal festhalten.
08:39Was machst du diese Rolle aus?
08:43Naja, also für mich persönlich macht es halt aus, dass ich mal wirklich in eine Rolle
08:46reinschlüpfe, die einfach überhaupt nicht meinem Wesen spricht.
08:49Also das war für mich eigentlich die größte Herausforderung und das hat auch bei meinen
08:54Freunden und Freundinnen für sehr viel Interesse gesorgt, dass die halt gesagt haben,
08:59okay, das will ich sehen.
09:01Wobei es tut ganz gut, wenn man eigentlich nicht so ist, aber auch mal so ein Fiesling
09:04zu spielen.
09:05Ja, ja.
09:05Weil da kann man das voll rauslassen.
09:06Absolut, absolut.
09:08Absolut.
09:08Für Zufriedenheit.
09:09Lassen Sie mich mal sehen.
09:16Mrs. Marke muss Ihr Papa immer dabei sein.
09:19Das wäre mir lieber.
09:22Haben Sie schon mal seine Zeugnisse gesehen?
09:25Nein, leider, er hat gar keiner.
09:28Habe ich es mir doch gedacht.
09:29Also bitte keine Unterbrechungen mehr.
09:35Wunderbar.
09:35Ich kann nur sagen, ein wunderbares Stück.
09:37Wie lange läuft das jetzt noch?
09:39Wir spielen nächste Woche, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag.
09:43Es gibt für jede Vorstellung noch Restkarten.
09:45Wunderbar.
09:45Liebe Zuschauer, ihr habt noch die Chance.
09:48Es gibt keine Ausrede.
09:49Man kann sich das Stück noch anschauen.
09:50Yes.
09:54Mein Gott, meine Frau verlässert mich.
10:01Vielen Dank.
10:26Vielen Dank.
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