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  • vor 7 Stunden

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🎈
Spaß
Transkript
00:05Lassen Sie es sich schmecken.
00:07Ja, und was ist mit Ihnen? Wo wollen Sie denn hier so früh schon?
00:10Ins Rathaus, ich habe einen Termin mit dem Kulturreferenten Baumgartner.
00:13Oh, das klingt aber wichtig.
00:15Die wollen einmal wieder den Rotstift bei der Musikakademie ansetzen.
00:18Aber nicht mit unserer Frau Hofer.
00:20So wahr mir Gott helfe. Und was steht bei Ihnen an?
00:24Ja, weil frei Arbeitszeitausgleich.
00:28Und wenn ein neuer Fall reinkommt?
00:30Bei dem wiederum bleibt etwas Besser zu tun, als sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen.
00:36Gut, servus.
00:41Guten Morgen, Frau Stumpf.
00:43Guten Morgen, Herr Mohr.
00:44Bei Ihnen riecht es aber sehr gut.
00:46Heute Selbstbedienung, ich muss etwas erledigen.
00:56Ja, sag mal, Michi, möchtest du nicht hingehen?
00:59Halt die Selbstbedienung, ich habe noch etwas zu tun.
01:02Kripo-Rosenheim-Apparat-Stockl, grüß Gott.
01:06Ja?
01:08Wo?
01:11Bleiben Sie ganz ruhig, fassen Sie nichts an, wir kommen.
01:14Michi, es tut mir leid, es gab wieder Laich, und zwar Metallrecycling Weber.
01:18Das ist in der Hagenauer Straße Nummer 9.
01:20Das kenne ich, das ist im Gewerbegebiet.
01:23Ich sage den Kommissaren Bescheid, kümmerst du dich um die anderen?
01:27Jawohl, Frau Chef.
01:29Bitte, bitte.
01:34Hörst nix.
01:45Frau Stockl, fangen Sie jetzt an, ich...
01:46Es gab ja der Laich, Herr Stadler.
01:49Genau, das hätten Sie jetzt eben nicht sagen sollen.
01:51Ja, es tut mir leid, aber ich weiß wirklich nicht, wenn ich sonst anrufen soll.
01:55Ja, schon gut. Wo muss ich denn hin?
01:58Metallrecycling Weber, das ist im Gewerbegebiet.
02:00Gut, den finde ich, ja.
02:02Das ist sehr fein und nix für ungut, Herr Stadler.
02:05Ja, passt schon.
02:12Also, tschüss, bis zum nächsten Mal.
02:14Gesine.
02:23Hallo.
02:26Hey, Joe.
02:29Gesine.
02:31Immerhin, du erkennst mich noch.
02:33Wie könnte ich dich vergessen?
02:36Schönen guten Morgen, liebe Frau Stockl, was geht's?
02:39Was treibt denn dich nach Rosenheim?
02:41Na, du.
02:44Verstehe. Und wo?
02:46Na ja, gut, gut, gut. Dann bin ich auf dem Weg, ja?
02:50Wir hatten so eine schöne Zeit auf Mallorca.
02:53Allerdings. Vielleicht ein bisschen kurz.
02:56Du hast trotzdem einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.
03:00Okay.
03:01Ja, ich muss los, aber ich glaube, ihr Bein kommt ganz gut ohne mich zurecht, ne?
03:06Ja.
03:09Sag mal, wieso hast du nicht angerufen?
03:11Ich...
03:12Ja, ich hätte mir freugnommen.
03:13Ich wollte dir die Nachricht lieber gleich persönlich überbringen.
03:20Äh, welche Nachricht?
03:27Was machst du in sechs Monaten, einer Woche und drei Tagen?
03:35Du meinst, du bist, äh, der Dings?
03:40Bingo.
03:48Moin.
03:52Moin.
03:53Moin.
03:54Da packen Sie ja Gold richtig, Herr Kollege.
03:56Was?
03:57Oh, sehr witzig.
03:59Ich dachte, Sie hätten heute frei.
04:00Ja, das dachte ich eigentlich auch.
04:02Guten Morgen.
04:03Morgen.
04:04Moin, Herr Moor.
04:04Haben Sie schon heiße Infos für uns?
04:06Ehrlich?
04:07Diesen Herr da drüben, das ist der Herr Sibke.
04:09Olaf Sibke, der hat die Leiche entdeckt.
04:12Aha, und was macht ihr der Herr Sibke?
04:14Der Sibke, der war ja fest angestellt beim Firmeninhaber.
04:18Wieso war er?
04:19Na ja, der Firmeninhaber ist jetzt tot, da kann er niemanden anstellen lassen.
04:23Das heißt, der Tote war der Besitzer?
04:26Ja, freilich, das war der Maximilian Weber, 51 Jahre alt, verheiratet mit der Veronika,
04:31ebenfalls Weber.
04:32Weiß die Dame schon Bescheid?
04:34Nein, ich hab mal gedacht, zur Nachricht, und da seid ihr ein bisschen wie ich.
04:38Vielen Dank.
04:39Ist es bequem?
04:40Die Herren, einen Kaffee vielleicht?
04:41Gebäck?
04:43Sehr witzig.
04:44Haben wir zuhören?
04:45Nein, mitten in der Nacht im Gewerbegebet, wenn die.
04:49So viel ist das nicht einmal.
04:51Hat die Spuse wenigstens irgendwas gefunden?
04:52Nein, hat doch geregnet heute in der Fuhr. Gewitter, Stankregen.
04:56Na toll, wo finden wir den toten Chef?
04:59Bei der Winter, bei dem Container.
05:00Ich muss doch der Sibke was fragen.
05:02Herr Sibke!
05:12Hallo!
05:13Schönen guten Morgen, Frau May.
05:15Margen!
05:16Oh, das schaut ja so aus, als wäre ihm dieser Heizkörper direkt auf den Kopf gefallen.
05:20Ein Unfall?
05:22Ja, da müsste er sich aber schon sehr dumm angestellt haben, he?
05:25Na gut, da hat vielleicht jemand das Teil von oben runtergeworfen.
05:28Für mich sieht es eher nach einem ziemlich dilettantischen Versuch aus, einen Unfall vorzutäuschen.
05:33Sie meinen, da hat irgendwer nachträglich die Heizungen da hingelegt?
05:36Ja.
05:38Wie kommen Sie drauf?
05:39Wäre der Heizkörper auf ihn gefallen, dann müsste er noch anders am Körper wunden oder Hämatome aufweisen.
05:45Das klingt einleuchtend.
05:46Der Wunde nach wurde er mit einem zylindrischen Gegenstand erschlagen.
05:49Zum Beispiel eine Metallstange. Durchmesser circa drei Zentimeter.
05:53Na wunderbar, davon gibt es ja hier mehr als genug.
05:55Und wann hat sich dieses Trauma ereignet?
05:58Etwa zwischen 23 und 1 Uhr heute Nacht, würde ich sagen.
06:01Entschuldigung, die Störung, Frau May.
06:03Kippt Sie bitte einmal.
06:04Tatwaffe?
06:04Nein, aber was anderes. Sehr interessant.
06:08Und hier pocht das kleine Herzchen, siehst du?
06:12Das ist ja der Hammer.
06:15Freust du dich?
06:17Eigentlich hätte ich mir nie gedacht, dass mir noch mal sowas passiert.
06:21Ich weiß, es ist ein bisschen plötzlich, aber ich könnte mir keinen besseren Vater für mein Kind vorstellen als dich.
06:28Ja, das geht mir ganz genauso.
06:31Also ich meine, du meinst, also ich meine, du weißt, was ich meine.
06:36Nur, also meine Wohnung, die ist ein bisschen klein für zwei.
06:40Geschweige denn für drei.
06:42Ich muss sowieso erst meine Weiterbildung in Regensburg beenden.
06:46Regensburg?
06:47Ja, das ist aber ein ganz schön Stück weg.
06:49Du kannst mich immer besuchen kommen.
06:51Ja, ich meine uns.
06:58Oh, ich muss los.
07:01Aber wir haben doch eigentlich noch ganz schön viel zu besprechen, oder?
07:04Ja, aber mein Papa ist gerade auch in Rosenheim.
07:08Ich muss ihm ein bisschen Geld aus den Rippen leiern für meine neue Wohnung.
07:11Ach, Renovierung, Maklercortage, Kaution, das kostet.
07:15Ah, du ziehst du?
07:16In meinem WG-Zimmer kann ich ja wohl schlecht bleiben.
07:19Ah.
07:20Wir sehen uns heute Nachmittag.
07:24Okay, bis dann.
07:26Das gehört dir.
07:29Bleibt aber erstmal unser süßes Geheimnis, ja.
07:35Schaut's schon mal her.
07:36In diesem Schmelzofen ist kürzlich erst Edelmetall eingeschmolzen worden.
07:41Aber das ist nicht auffindbar.
07:43Also Raubmord, ne?
07:45Ist vielleicht etwas voreiliger Kollege, ne?
07:47Was ist das hier zum Beispiel?
07:48Das, das ist Metallgranulat.
07:51Da wird das alte Material zuerst zerkleinert und dann hier eingeschmolzen.
07:56Sieht aus wie geschredderter Draht.
07:58Gut, ja, also das war einmal Draht.
08:01Danke.
08:02Hat die Spurensicherung auch was dazu zu sagen?
08:04Ja, nein.
08:05Kupfer?
08:06Ja.
08:07Ach, dann kommt das vielleicht daher.
08:09Noch keine Korrosionsspuren.
08:11Warum ist das geschreddert worden?
08:14Unlängst hat's doch beim Kimger Express einen Stromausfall gegeben,
08:17bei dem es kein begleitet worden ist.
08:19Metalldiebstahl, da hab ich in letzter Zeit auch öfter was drüber gelesen.
08:22Wisst ihr was?
08:23Noch nicht.
08:24Ich sag denen von der Kriminaltechnik,
08:27sie sollen Stichproben machen und herausfinden, wo das herkommt.
08:31Gut, dann brauchen wir von den Kollegen alles,
08:33was die über Metalldiebstahl zu bieten haben.
08:35Gerne.
08:36Also, Herr Hansen, wenn sich der Weber tatsächlich als Heller betätigt hat,
08:40dann gab's da vielleicht ein Motiv, ne?
08:42Hören wir uns doch erst mal an, was der Mitarbeiter dazu zu sagen hat, ne?
08:45Und Siebke wartet schon auf euch.
08:47Sehr gut.
08:47Was ist eigentlich mit dem Handy des Toten, Herr Mohr?
08:50Handy ist weg.
08:51Das wäre halt nicht uninteressant.
08:53Herr Hansen.
08:54Ach, ich bin dran.
08:57Siebke.
08:57Siebke.
08:58Aha.
08:59Ah, Seppi, bitte übernehmen.
09:05Hey, Joe.
09:06Andi.
09:07Mein Espresso, bitte.
09:08Kommt sofort.
09:10Sonst vielleicht noch ein Wunsch daher?
09:12Ne, danke.
09:13Vielleicht ein Croissant, heute besonders groß.
09:16Ne, danke.
09:17Dann probierst du wenigstens meine Cookies.
09:20Die sind super.
09:22Joe, warum rierst du so komisch?
09:24Der Gast von Tisch 5 möchte gerne zahlen.
09:27Ich bin schon unterwegs.
09:28Wo ist denn das Sakko her?
09:30Äh, Mozartstraße.
09:31Schaut großartig aus.
09:32Das muss ich auch haben.
09:34Danke.
09:35So, Schalschi.
09:36Was hast du gehabt?
09:37Ah, weißt du, das geht nicht aufs Haus.
09:40Schau mal, Steffi, machen wir ein bisschen ja so gut drauf.
09:44Jetzt können Sie vielleicht damit zusammenhängen.
09:46Wer ist das?
09:47Caspar Junior.
09:49Ne.
09:50Doch.
09:51Nein.
09:55Und die Mutter?
09:56Die war vorhin hier.
09:57Das sah ganz nett aus.
09:59Ah, das hat ja halt einiges.
10:04So, Maximilian Rieber.
10:080163.
10:14Und?
10:15Ferti.
10:29Ferti.
10:31Ferti.
10:32Ferti.
10:34Ferti.
10:36Ferti.
10:57Grüß dich.
11:08Grüß Sie, Gott, Herr Pferd.
11:09Frau Hofer, tut mir leid, dass ich...
11:10Keine Ursache, ich habe auch schon alles vorbereitet.
11:13Hat Ihnen meine Sekretärin nicht Bescheid gesagt?
11:16Ich erwarte gleich jemanden.
11:17Aber wir haben doch einen Termin.
11:20Wir müssen das leider vertagen.
11:21Ein unaufschiebares, familiäres Ereignis.
11:23Hoffentlich nichts Schlimmes.
11:24Nein, eher ein freudiges Ereignis.
11:27Ui, dann darf man mich gratulieren.
11:29Ja, genau genommen erst in gut sechs Monaten.
11:32Ach, hey, Frank, ich war gerade bei der Bank.
11:35Darf ich vorstellen, meine verlobte Gesine Gerlach, Frau Hofer.
11:39Angenehm.
11:40Freut mich und Glückwunsch.
11:42Danke, noch ist es ja nicht so weit.
11:45Sie haben sicherlich Verständnis, dass ich in Anbetracht dieser Umstände erst mal andere Sorgen habe.
11:50Freilich, aber wann sprechen wir über den Förderbedarf der Musikakademie?
11:54Ja, sagen wir später, vielleicht um 17 Uhr.
11:57Gut, ja, die Mappen lasse ich dann schon mal da, gell?
12:01Prima.
12:03Wiederschauen.
12:03Auf Wiedersehen.
12:06Danke für die Überweisung.
12:08Jetzt bekomme ich endlich eine schöne Wohnung.
12:10Herr Sibke, sagen Sie uns doch bitte schön noch mal, wie Sie heute in der Früh den Herrn Weber gefunden
12:15haben.
12:17Da kannst du mal nicht runterkommen und dann ist er da gelegen.
12:20Und wann haben Sie Ihren Chef das letzte Mal erlebt gesehen?
12:24Gestern Abend um die Zähne.
12:26Ich habe nur den Reifen gewechselt vom Lieferwagen oder den Platten gehabt.
12:30Wissen Sie vielleicht, ob Ihr Chef mit irgendjemandem Ärger oder einen Streit gehabt hat oder so irgendwas?
12:37Ab und zu hat es Stunk gehen mit seiner Frau.
12:40Aha, was war das für Stunk?
12:42Der Chef war wahrscheinlich der Meinung, dass sie doch ein bisschen zu großzügig mit seinem Geld umgegangen ist.
12:48Wenn das schon ein Motiv war, pfiert die gut.
12:50Mein Hildi zum Beispiel, wenn die irgendwas im Angebot...
12:52Sagen Sie mal, Entschuldigung, was sind denn hier sonst so Ihre Aufgaben, wenn Sie mal nicht Ihren Chef belauschen?
12:59Ich hole einen Schrott ab und sortieren und baue Maschinen auseinander, bin gelernter Elektriker.
13:05Dann können Sie sich ja bestimmt was über das geschredderte Kupfer dahinten sagen.
13:10Ja, das wird für den Schachner-Falk sein.
13:12Das ist unser bester Kunde weit und breit, der ist Werkzeugmaschinenhersteller.
13:17Und wo ist das Kupfer her?
13:21Das kann ich so genau jetzt nicht sagen.
13:25Und warum hat der Weber fast neuwertigen Kupferdraht geschreddert, sagen Sie mal?
13:30Ich werde schon seine Gründe gehabt haben.
13:33In der letzten Zeit kam es vermehrt zu Metalltippstellen.
13:36Ja, also wenn der Chef da so seine krummen Dinger gedreht hat, dann war das seine Sache.
13:40Ich habe da bloß meine Arbeit gemacht.
13:42In der Werkstatt da drüben ist vor kurzem Edelmetall eingeschmolzen worden.
13:46Wissen wir, wo das geblieben ist?
13:48Das wird seine Frau abgeholt haben, die macht da so Schmuck draus, sage ich mal.
13:54Ja gut, das war's fürs Erste. Halten Sie sich aber für weitere Fragen zur Verfügung, ja?
13:59Ja, Fälle sind es nichts zu tun.
14:03Ich hatte mal einen ganz ähnlichen Fall in Hamburg.
14:17Was halten Sie eigentlich von dem Sibke?
14:19Der weiß mehr als er sagt.
14:21Komisch, das Gleiche haben wir jetzt auch gerade gedacht.
14:24Ist doch schön, dass es heute noch passiert.
14:27Ich melde mich, sobald ich was habe.
14:29Danke, Frau May.
14:31Widerschein.
14:33Hallo.
14:34Hey Moa, was ist das mit der Tatwaffe?
14:36Tatwaffe?
14:37Ja, die Kollegen, die tun, was sie können, aber finden Sie ja meine Nadel in einem Schrott.
14:41Also Heu, Sie verstehen mich.
14:45Aber ich habe was gefunden.
14:46Ah, das Handy des Toten. Bravo.
14:49Es war zusammen mit anderen Handys in einen Container gelegen.
14:52Und?
14:53Was und?
14:54Ja, und halt.
14:55Ach so, ja, der Herr Weber hat gestern Abend zweimal telefoniert, allerdings immer mit derselben Person.
15:01Das ist doch was.
15:02Haben Sie gecheckt, wem die Nummer gehört?
15:04Ehrlich, Falk Schachner.
15:05Ah.
15:06Weber ist Großabnehmer.
15:09Der Schachner hat den Weber um 18 Uhr angerufen und der Weber den Schachner um 22 Uhr.
15:14Bisschen spät vielleicht für den Geschäft.
15:15Geschäftlichen Anruf.
15:18Huch, geh mach.
15:21Dann hätten wir ja soweit alles.
15:23Alles bis auf den Mörder.
15:25Ah, Herrschaftszeiten.
15:26Ich habe gewusst, dass da noch irgendwas war.
15:28Sehen Sie, deswegen würde ich sagen, fahren wir jetzt zur Frau des Toten und füllen ihr mal auf den Zahn,
15:32was es mit Siebkes Aussage auf sich hat, dass es in einer Ehe Streit gab.
15:35Ja, aber Sie wären doch sicher mit der Witwe allein fertig.
15:38Ich würde mich dann gleich um diesen Fabrikanten kümmern, den, ähm...
15:41Falk Schachner, bitte.
15:43Falk Schachner, genau.
15:45Guter Plan.
15:46Ja, das war immerhin die letzte Telefonnummer, die er angerufen hat.
15:49Ich bin gespannt.
16:00Falk Schachner, die Post, bitte.
16:02Und einen Brief zum Abgeben.
16:04Haben Sie es schon gehört, Frau Stockel?
16:06Was denn?
16:07Prinzessin Cornelia ist schwanger.
16:09Aha, zum zehnten Mal.
16:10Das Mal wirklich mit Beweisfoto.
16:12Ja, das freut mich natürlich für die Prinzessin und für den Thronfolger.
16:17Also, das scheint irgendwie gerade in der Luft zu liegen, hm?
16:19Aha, wieso? Wirst du noch schwanger?
16:22Joe.
16:23Also, seine Freundin.
16:25Äh, der Joe wird Vater.
16:27Ja, bitte erzählen Sie es bitte nicht so rum, ist noch nicht richtig spruchreif.
16:30Selbstverständlich nicht.
16:31Wir können schweigen.
16:33Ich weiß, wem ich was anvertrauen kann.
16:38Wie hat er jetzt das gemeint?
16:41Gibt's was Neues?
16:42Frau Grasicke, die Post, bitte.
16:53Schau mal, das musst du unbedingt probieren.
16:57Ein extra gute Laune-Vitamin-Trick.
17:00Habe ich eigens für dich gekriegt?
17:04Du bist süß.
17:11Schmeckt super.
17:13Was ist denn los?
17:16Ah, sind das diese, diese berühmten Stimmungsschwankungen, oder?
17:20Ich hab mich mit Papa gestritten.
17:22Er hat mir den Geldhahn zugedreht.
17:25Der alte Stinkstiefel.
17:27No, no, no.
17:29Wie soll ich denn jetzt die 3000 Euro für meine neue Wohnung auftreiben?
17:33Ja, ich bin ja auch noch da, oder?
17:42Ja.
17:50Ja.
18:00Frau Weber?
18:01Ja?
18:02Tag.
18:03Hauptkommissar Hansen von der Kripo Rosenheim.
18:06Ich muss Ihnen leider eine traurige Mitteilung machen.
18:09Ihr Mann.
18:10Was ist mit Max?
18:11Können wir das vielleicht drinnen besprechen?
18:23Bitte.
18:26Danke.
18:31Geht's wieder?
18:32Bisschen übel ist mir noch.
18:36Haben Sie sich nicht gewundert, wo Ihr Mann geblieben ist?
18:39Ich habe seit gestern Nachmittag hier durchgearbeitet.
18:42Aha. Allein?
18:43Ich bin Schmuckdesignerin. Da arbeite ich immer allein.
18:47Ah ja. Schick.
18:50Das ist aus meiner neuen Kollektion.
18:52Wo ist der Rest Ihrer neuen Kollektion?
18:56Er ist in einem Safe in Hongkong.
18:58Da steht nächste Woche eine große Messe an.
19:01Und bis dahin muss ich noch alte Aufträge abarbeiten.
19:10Sie arbeiten auch mit Gold, ja?
19:12Gold, Silber, Platin.
19:14Alles, was man halt so findet in alten Handys, Computern, Blutzuckermessgeräten.
19:19Stammt das alles aus dem Betrieb Ihres Mannes?
19:21Ja. Max hat mir immer gleich seine ganze Ausbeute mitgebracht.
19:28Eine indiskrete Frage.
19:29Ihr Mann Schrotthändler, sie Künstlerin.
19:32Die hat es zusammengepasst.
19:33Sehr gut.
19:35Liebe richtet sich doch nicht nach dem Beruf.
19:39Und finanziell gab's da nie Streit zwischen Ihnen?
19:42Mein Mann hat gut verdient.
19:43Na ja.
19:45Haben Sie eine Idee, wie er Ihrem Mann nach dem Leben getrachtet haben könnte?
19:50Nicht?
19:52Na gut.
19:53Danke, Frau Weber. Das war's erst mal.
19:56Aber halten Sie sich bitte für weitere Fragen zur Verfügung, ja?
19:58Ja.
20:04Alles gut.
20:06Entschuldigung.
20:09Vielen Dank für's Gespräch.
20:17Was willst du denn noch?
20:21Was sind Sie?
20:23Hauptkommissar Stadler, Grippo Rosenheim.
20:26Grüß Gott.
20:26Dürfte ich eventuell weinkommen?
20:29Muss das sein?
20:30Also, müssen ist ja wohl relativ.
20:33Bitte.
20:46Ah, wohnlich haben Sie's hier.
20:49Ja, ich lass mich grad scheiden.
20:51So was in der Auton, wenn man jetzt grad denkt.
20:55Hat meine Frau mich angezeigt?
20:57Also, bis jetzt noch nicht.
20:59Welche Delikte kämen denn bei Ihnen zu Infrage?
21:02Sehr witzig.
21:03Was wollen Sie von mir?
21:04Sie haben gestern Abend gegen 18 Uhr den Maximilian Weber angerufen.
21:09Worum ging's denn da?
21:10Ja, ich hab ihn gefragt, wo die Kupferlieferung bleibt, die ich für meine Produktion brauch.
21:15Und um 22 Uhr hat er sich dann zurückgebildet?
21:18Ja, da hat er mich dann auf heute früh vertröstet.
21:22Das ist aber komisch, weil wir haben eigentlich reichlich Kupfer bei ihm im Lager gefunden.
21:28Ich hatte heute Morgen vier Stunden Produktionsausfall, bis ich Ersatz beschaffen konnte.
21:33Dem werde ich was erzählen.
21:34Ja, das wird schwierig.
21:35Warum?
21:36Weil er tot ist.
21:38Respektive ermordet.
21:41Na, das ist ein Ding.
21:43Sie haben einen Streit mit ihm gehabt, gell?
21:46Ja, logisch, ich war stinksauer.
21:47Was glauben Sie, was so ein Produktionsausfall kostet?
21:49Aber umgebracht hab ich ihn deswegen nicht.
21:51Es ist ja so, bis jetzt keiner mehr amtet.
21:53Aber so schauen Sie.
21:55Ich schau immer so berufsbedingt.
21:57Jetzt mal was ganz was anderes.
21:58Was ist denn eigentlich der Grund für Ihre Scheidung?
22:01Also laut meiner Frau, weil ich ein Egoist bin, ein Workaholic und obendrein noch ein Geizkragen.
22:09Weißt das?
22:10Für mich ja.
22:12Stellen Sie sich vor, der Herr Baumgartner hat den Termin einfach auf 17 Uhr verschoben.
22:16Das ist aber sehr untypisch, Herr.
22:18Herr Hein?
22:19Äh, naja, dafür gab's aber auch einen einleuchtenden Grund.
22:25Ich bin gleich wieder weg.
22:26Ja, danke.
22:27Was für ein Grund?
22:28Ihr habt zufällig mitgekriegt, dass er Vater wird.
22:30Ach, Sie wissen das auch schon.
22:32Was?
22:33Das freudige Ereignis.
22:35Ich bin mir nicht sicher, Frau Stocklopp, wir das Gleiche meinen.
22:37Meine Damen, könnten Sie das bitte draußen besprechen?
22:40Ich hab zu...
22:41Selbstverständlicher Achtziger.
22:44Ich melde mich, sobald's Neuigkeiten gibt.
22:51So, von wen haben Sie's grad gehabt?
22:54Äh, vom Kulturreferenten Baumgartner, der wird Vater.
22:57Gell, das ist jetzt schon die dritte Schwangerschaft von dir her.
23:00Oh, ich weiß auch nicht, die anderen zwei...
23:01Also das eine ist die Prinzessin Cornelia und das andere ist der Joe, also beziehungsweise
23:05die Josef Reindin.
23:06War's der Joe?
23:08Gell, ich hab mal den...
23:09Da ist der geborene Junggeselle.
23:11Was ist denn da gerade mit den Männern los?
23:12Torschloss-Panik.
23:14Aha.
23:15Herr Stadler, ihr bist der Mä...
23:17Äh, der Mäuer.
23:18Ich hab eine wichtige Neuigkeit für Sie.
23:20Herr Mäuer, das ist jetzt grad ganz schlecht, weil ich bin bei einem Zeugen.
23:23Ich bin ja gleich fertig.
23:24Es ist ja so, das Kupfer vom Recyclinghof, das stammt wirklich von der Gleisanlage von
23:30unserem Chiemgau-Express.
23:32Äh, äh, und woher wissen Sie's jetzt?
23:34Das weiß ich von der KTU.
23:36Stellen Sie sich doch vor, die haben im Metall drinnen, haben Sie eine künstliche DNA entdeckt.
23:42Quasi als integrierten Nebstahlschutz.
23:44Das ist ja interessant.
23:46Vielen Dank für die Nachricht, bitte, Herr.
23:48Ja, gerne.
23:48Servus.
23:50Herr Schachner, wissen Sie, dass Sie vermutlich gestohlenes Metall in Ihren Maschinen verbaut haben?
23:59Allerdings erst seit gestern.
24:01Woher?
24:03Ich wurde erpresst.
24:05Jetzt lassen Sie bitte nicht jeden Brocken aus der Nasen zerren.
24:08Also, ich hab gestern eine anonyme Nachricht erhalten.
24:11Ich soll 10.000 Euro zahlen.
24:12Sonst würde alle Welt erfahren, dass ich gestohlenes Metall aufkaufe.
24:15Ah, deswegen haben Sie den Maximilian Weber angerufen.
24:20Ja, mir war klar, dass das irgendwie aus seiner Richtung kommt.
24:23Mhm, und was ist dann passiert?
24:25Der Max rief mich später zurück und meinte, er hätte die Sache geklärt, aber unter den Umständen hab ich die
24:30Lieferung natürlich abgelehnt.
24:32Und wer war der ominöse Erpresser?
24:34Ja, vielleicht Max Mitarbeiter, dieser Siebke.
24:39Der hat öfters mal so Andeutungen gemacht, aber ich hab das nicht ernst genommen.
24:45Last but not least, wo war man denn gestern, sagen wir, zwischen 23 und 1 Uhr?
24:50Hier.
24:51Allein, zu Hause, keine Zeugen.
24:54Genau so hab ich mir das vorgestellt.
24:55Vielen Dank, wunderschauen.
25:02Also, der Siebke hatte recht.
25:04Die Frau Weber verarbeitet das Edelmetall vom Schrottplatz zu Schmuck.
25:08Aha, das klingt ja nach einer funktionierenden Ehe.
25:10Hingegen beim Falk Schachner steht derweil die Scheidung an.
25:15Dann hat der Weber ihn angerufen, um zu kondolieren.
25:17Wohl kaum.
25:17Offenbar wurde der Falk Schachner anonym erpresst, weil er unwissentlich gestohlen ist, Metall verbaut hat.
25:24Meinen Sie, der Herr Weber steckt hinter der Erpressung?
25:26Der Schachner tippt da eher auf den Olaf Siebke.
25:29Ah, wollen wir.
25:32Frau Stockel, haben Sie noch was für die Post?
25:34Ja, liegt da auf dem Schreibtisch.
25:38Gut, dass ihr da seid.
25:39Der Michi erwartet euch schon, er hat Neuigkeiten.
25:42Aha.
25:43Ach ja, Hansen.
25:45Wissen Sie zufällig, mit wem der Joe gerade liiert ist?
25:49Wieso fragen Sie?
25:51Nur so.
25:52Es geht um was Kleines.
25:56Was? Joe wird Vater?
25:58Aber eigentlich darf das noch keiner wissen.
26:00Oh, das hat jetzt aber schon ganz gut geklappt.
26:03Da war eine junge Frau heute im Lokal. Gesine heißt sie.
26:07Kenne ich nicht.
26:08Joe wird Daddy. Das freut mich ja für ihn.
26:10Ja, mich auch.
26:12Ja, wenn wir uns jetzt alle genug gefreut haben, dann könnten wir eventuell wieder weiterarbeiten.
26:20Ah, da seid ihr.
26:23Boah, was machen Sie an meinem Rechner?
26:25Ich lode down.
26:27Diesen Film haben uns die Kollegen vom Diebstahl geschickt.
26:30Da sieht man ja gar nichts.
26:31Da ist ja noch nichts.
26:32Und jetzt ist was.
26:35Das war vorgestern in der Nacht.
26:38Und die Videoaufzeichnung stammt von einer Kamera in der Nähe vom Bahnhof.
26:43Den Lieferwagen, den kennen wir doch.
26:45Der ist von der Firma Weber.
26:48Herr Moor, kann man irgendwann den Fahrer erkennen?
26:51Ja, ich mache ihn ein bisschen größer.
26:54Ah.
26:55Das Gesicht kennen wir aber auch.
26:57Ja, der Herr Sipkel, was macht denn der da?
26:59Ach, schaut's mal her.
27:01Auf der Uhr steht 2.43 Uhr.
27:04Um 2.31 Uhr hat das Stellwerk einen Stromausfall gemeldet.
27:10Wegen Kabel-Dippstahl.
27:12Und gleichzeitig fährt Herr Siebke nachts am Bahnhof rum.
27:15Merkwürdiger Zufall.
27:16Herr Moor, holen Sie uns doch bitte den Herrn Siebke her.
27:19Einmal Herr Siebke, jawohl.
27:21Sehr gut, Herr Moor.
27:22Passt schon.
27:24Ah, gut, dass ihr da seid.
27:25Schöne Grüße von der Frau May.
27:27Sie hat in der Wunde vom Opfer grüne Farbpigmente und Rostspuren gefunden.
27:32Grün, Rost.
27:33Gut, das schränkt die Suche nach der Tat auf ihn natürlich erheblich ein.
27:36Ah, wo ist der Fonsi schon beschädigt?
27:38Die KTU ist schon längst vor Ort.
27:40Super.
27:41Ah, sagen Sie mal, Herr Hansen, wo hat denn der Joe die Gesine eigentlich kennengelernt?
27:46Ähm, wenn ich richtig gehört habe, auf Mallorca, wieso?
27:49Wo ist die für Gesine?
27:50Die Gesine ist die werdende Mutter von Joes Kind.
27:55Der Joe wird Vater?
27:57Ja, sag's und ich, verdammeln Urlauber, zack.
28:01Herr Moor, sagen Sie, wollten Sie sich nicht ursprünglich um Herrn Siebke kümmern?
28:06Herr Siebke, jawohl.
28:07Danke.
28:09Gesine, Gesine, Gesine.
28:16Entschuldigung.
28:18Frau Schütze, was gibt's?
28:20Ja, sagen Sie, Frau Gerlach, ich bin gleich für Sie da.
28:23Danke.
28:24Wenn wir bitte nur kurz die Zahlen durchgehen, dann können Sie sich voll und ganz Ihrer Nachwuchsplanung widmen.
28:29Sie glauben ja gar nicht, woran man alles denken muss, wenn man Vater wird.
28:32Ich kann's mir vorstellen.
28:53Bitte schön.
28:55Wie jetzt?
28:56Sie haben doch eine Verlängerung der Förderung durch die Stadt beantragt.
29:00Ja, schon, aber ich dachte, Sie müssen sparen.
29:04Sparen müssen wir immer.
29:06Aber doch nicht an der Kultur.
29:08Das seh ich genauso.
29:10Vielen, vielen Dank, Herr Baumgartner.
29:12Frau Hofer, auf Wiedersehen.
29:13Danke.
29:21Es gibt Videoaufnahmen von Ihnen, nachts, in der Nähe des Bahnhofs.
29:25Also, leugnen uns sinnlos.
29:29Also, gut, ich hab die Kabe geklaut.
29:31Aber bloß, weil's der Herr Weber von mir verlangt hat.
29:34Machen Sie eigentlich immer alles, was Ihr Chef sagt?
29:36Sie nicht.
29:37Schon, aber in meinem Fall ist's legal.
29:39Wie viel haben Sie denn für Ihren kleinen Diebeszug bekommen?
29:43Hunderter Bar auf der Hand.
29:44Nicht gerade üppig dafür, dass Sie Ihren Hals riskieren.
29:48Deswegen haben Sie einen Schachner mit Ihrem Wissen erpresst.
29:51Das müssen Sie mir erst mal beweisen.
29:53Ja, da schlafen Sie erst mal eine Nacht drüber, ne?
29:55In der Zelle.
29:56Peter, aufhören.
30:11Und?
30:12Der Siebke ist er, unser Täter.
30:14Ja, irgendeine Sache gefällt mir nicht.
30:16Aber er passt doch in Schimmer, ein kleinkrimineller, ohne sichtliches Schuldbewusstsein.
30:20Ja, also die Erpressung trau ich ihm ohne weiteres zu, aber wieso sägt er den Ast ab, auf dem er
30:24sitzt?
30:25Vielleicht hat er den Weber so unter Druck gesetzt und dann im Effekt, zack, schlägt er zu.
30:29Schöne Theorie, aber ich halte mich lieber an die Fakten und die besagen, für heute ist Feierabend.
30:34Haben wir schon wieder einen Gedanken.
30:36Ja, dann sehen wir uns morgen, ne?
30:39Ja, Frau Hofer, hat sich der Herr Baumgartner schon wieder versetzt?
30:44Er hat sich sage und schreibe fünf Minuten Zeit für mich genommen.
30:48Und wann entscheidet er über die Förderung für die Musikakademie?
30:52Keine Sorge, Herr Achtziger, ich habe schon alles unter Dach und Fach.
30:57Die volle Summe?
30:58Ja.
30:59Wie haben Sie denn das hingekriegt?
31:01Meiter Herr Baumgartner war ein bisschen in Eile und daher äußerst kooperativ.
31:05Dann werden wir uns wohl bei der werdenden Mutter bedanken müssen.
31:11Ich hätte gern was Rotes, bitte.
31:13Na, sehr gerne.
31:18Was ist, erwartest du einen Anruf?
31:20Bestimmt von der Hübschen von heute Morgen.
31:22Ja, die Gesine wollte sich nochmal melden, ja.
31:25Ja, du wirst ja Gesine noch oft genug sehen, ne?
31:27Wie man hört, seid ihr in freudiger Erwartung?
31:30Aber woher weißt denn du das?
31:31Die Polizei weiß alles.
31:34Gratuliere, alter Junge.
31:35Ja, danke.
31:37Sante.
31:38Ja, und wo steckt sie?
31:40Ja, du, die Gesine ist total im Stress.
31:43Jetzt mit dem Baby braucht sie natürlich eine größere Wohnung und gerade jetzt hat ihr
31:46der Vater den Geldhahn zutritt.
31:48Wie ein super Zeitpunkt.
31:49Und was jetzt?
31:50Ja, jetzt bin halt ich erst einmal eingesprungen, damit sie alles zahlen kann.
31:53Maler, Makler, Medikation.
31:56Ist das nicht noch ein bisschen früh für Alimente?
32:00Schwangere und Nestbautrieb, da verstehst du nichts davon, Sven.
32:04Bestimmt.
32:05Zum Glück.
32:06Auf dich.
32:08Auf Gesine.
32:11Und, wie war euer freier Tag?
32:13Ja, von wegen freier Tag.
32:15Mord und Totschlag.
32:16Bei Ihnen im Rathaus?
32:19Fantastisch.
32:19Der Kulturreferent wollte die Sache schnell vom Tisch haben, der wird nämlich Vater.
32:23Okay, wie der Dings, der Kasper vom Times Square.
32:26Maja, ich hab gar nicht gewusst, dass der Joe überhaupt so feste Freundin hat.
32:29Doch, die heißt, auch gut, ein ganz ausgefallener Name, Gesine.
32:35Ich werd verrückt.
32:36Die Freundin vom Baumgartner heißt auch so.
32:39Ja, vielleicht ist ja dann doch nicht so ausgefallener Name.
32:43Unglaublich.
32:45Prost.
32:45Ja.
33:04Morgen, Frau Lange.
33:05Morgen, Herr Hansen.
33:07Äh, Herr Hansen?
33:09Ja.
33:10Ich hab's fast vergessen.
33:12Die Frau May möchte Sie sprechen.
33:13Ah ja.
33:14Danke.
33:16Danke.
33:22Oh, so früh hatte ich gar nicht mit Ihnen gerechnet.
33:24Ja, aber wo ich schon mal da bin.
33:26Ja.
33:27Darf ich vorstellen?
33:29Das Mordwerkzeug.
33:31Ah ja.
33:32Grün und rostig.
33:34So wie Sie es prophezeit hatten.
33:35Ja, ich mach nur meinen Job.
33:37An der Stange hab ich seine Blutspuren gefunden.
33:39Und sonst DNA, Fingerabdrücke?
33:41Leider nein.
33:42Aber, einen Hinweis gibt es.
33:45Laut KTU gehört die Stange zu einem Wagenheber, der bei einer bestimmten Klasse von Lieferwagen
33:49ab 3,5 Tonnen zur Serienausstattung gehört.
33:53Ich könnt Sie küssen.
33:55Wenn Sie auch auf dem Sitziertisch landen wollen.
34:03Zwei Gesines.
34:05Beide schwanger.
34:06Also, das stimmt was nicht.
34:08Sie meinen, es handelt sich um ein und dieselbe Person?
34:10Ganz klar.
34:12Also, die Freundin vom Baumgartner habe ich gestern kennengelernt.
34:15Die würde ich ganz sicher wiedererkennen.
34:18Dann bräuchten wir ihr Nachnamen.
34:21Moment, er hat uns ja vorgesteckt gehabt.
34:25Gerlach.
34:27Gesine Gerlach.
34:31So.
34:32Da schauen wir doch gleich einmal nach.
34:38Polizeilich ist nicht geführt, kein Treffer.
34:41Aber es gibt doch bestimmt ein Bild im Internet.
34:47Das ist sie.
34:48Das ist die Freundin vom Baumgartner.
34:50Gesine Gerlach aus Regensburg, 35 Jahre alt.
34:55Schönen guten Morgen, die Damen.
34:57Guten Morgen.
34:57Hallo, Herr Hahn.
34:58Ist der Stadler schon da?
34:59Wir müssen uns ein Sieb hier nochmal vorknüpfen.
35:01Ich sehe ihn nicht.
35:04Was muss ich denn da sehen?
35:05Überprüfen Sie Joes Freundin?
35:07Äh, das ist nicht Joes Freundin.
35:10Zumindest nicht nur seine Freundin.
35:13Oje.
35:14Was ist denn noch?
35:15Vom Herrn Baumgartner, Kulturreferent.
35:17Und jetzt stellt sich die Frage, von wem ist sie schwanger?
35:21Das weiß nur sie.
35:22Wenn sie es überhaupt weiß.
35:24Ja, also ich muss noch einen Fall aufklären.
35:27Sie beiden kriegen das schon hin, irgendwie.
35:29Wie?
35:31Der arme Herr Baumgartner.
35:33Oder der arme Joe.
35:35Na ja.
35:37Herr Siebke, diese Stange hier gehört zum Wagenheber,
35:39mit dem Sie gestern den Reifenwechsel gemacht haben.
35:42Das kann schon sein, dass ich die da liegen lassen habe.
35:44Es war ja schon ein bisschen dunkel.
35:46Mit dem Ding wurde nachweislich Herr Weber erschlagen.
35:48Das war von Ihnen.
35:49So ein Schmani war das nicht.
35:51Also, entweder erzählen Sie uns jetzt was,
35:53was unsere Fantasie anregt,
35:54oder der Fall ist abgeschlossen.
35:56Für mich ist das jetzt schon.
35:58Also gut, dass ich habe recht gehabt,
35:59ich habe versucht, den Schachner zu melken.
36:01Mit melken meinen Sie ja Bresen um 10.000 Euro.
36:03Ach, gerne, das bisschen Geld, das juckt doch den nicht.
36:06Das scheinbar schon.
36:06Sonst hat er sich nicht direkt bei Ihrem Chef beschwert.
36:08Der Weber hat die richtigen Schlüsse gezogen
36:10und Sie zur Rede gestellt.
36:12Und als Sie gemerkt haben,
36:13dass Sie gegen die beiden nicht ankommen,
36:15haben Sie Herrn Weber vor Wut erschlagen.
36:16Der Chef hat mich wegen der Aktion zu sauer gemacht.
36:19Ja, da habe ich ihm eben erzählt,
36:20was sein sauberner Geschäftsfreund
36:22hinter seinem Rücken so treibt.
36:25Was?
36:27Dass er eine Affäre hat mit seiner Frau,
36:29das habe ich ihm gesagt.
36:32Herr Schachner und Frau Weber,
36:34wie kommen Sie darauf?
36:35Weil ich Augen im Kopf habe
36:37und Ohren.
36:39Na gut, das werden wir alles schön überprüfen.
36:42Dabei bleiben Sie erst einmal bei uns.
36:54Ja, angenommen, der Herr Siebke hat jetzt mit seiner Behauptung recht.
37:00Damit hätten wir einen Scheidungsgelung vom Schachner.
37:02Vielleicht war der Herr Weber nicht dazu bereit,
37:04seine Frau kampflos aufzugeben.
37:06Sie wollen, der Schachner hat nachgeholfen.
37:08Frau Stockel,
37:10nehmen Sie sich bitte mal die Telefonlisten
37:12von Frau Weber und Herrn Schachner vor.
37:15Wir bräuchten alles,
37:16was auf eine mögliche Affäre der beiden hindeuten würde.
37:20Es ist mir nicht entgangen.
37:21Na, sehen Sie.
37:23Sehr gern, Herr Hansen.
37:24Vielen Dank.
37:34Einen Cappuccino, bitte.
37:35Sehr gerne.
37:43Darf ich da mal reinschauen?
37:44Selbstverständlich.
37:45Ich werde nämlich Vater.
37:47Ah, gratuliere.
37:50Ich auch.
37:51Ach.
37:57Christine.
38:00Was machst du denn hier, Schatz?
38:03Schatz?
38:12Ich glaube, ich muss euch was erklären.
38:20So, Herr Hansen,
38:21jetzt bin ich die Telefonlisten durchgegangen,
38:23so wie Sie es mir angeschafft haben.
38:25Das ging ja flott.
38:26Und?
38:26Die Frau Weber und der Herr Schachner
38:28haben in den letzten drei Monaten
38:30sehr oft miteinander telefoniert.
38:32Also doch.
38:33Okay.
38:34Und?
38:35Dann habe ich weiter recherchiert
38:36und dann bin ich im Internet
38:38auf diese Fotos gestoßen.
38:41Die sind entstanden
38:42bei einem chinesischen Industrieempfang.
38:48Da hat uns der Siebke
38:49doch kein Bären aufgebunden.
38:51Sehr gute Arbeit, Frau Stock.
38:53Danke.
38:53Gut, dann konzentrieren wir uns jetzt
38:55auf die Frau Weber und den Herrn Schachner.
38:57Ja.
38:58Vielleicht hat der Täter
38:59sein Handy dabei gehabt.
39:01Funkzellenabfrage.
39:08Nicht schwanger.
39:10Nie gewesen.
39:12Eins muss man Gesine lassen.
39:14Sie hat uns sauber aufs Kreuz gelegt.
39:183.000 Euro.
39:20Wie viel waren Sie bei Ihnen?
39:22Auch 3.000.
39:25Zumindest in dem Punkt war Sie fair.
39:29Und?
39:31Gehen Sie jetzt zur Polizei?
39:33Sie hat uns doch versprochen,
39:35das Geld zurückzuzahlen.
39:37Glauben Sie das?
39:43Ich auch nicht.
39:53Guten Tag.
39:54Wir müssen Sie leider noch mal stören.
39:57Was ist zwischen Ihrem Mann
39:59und Ihnen vorgestern Abend
40:01vorgefallen,
40:02nachdem er von Ihrer Affäre erfahren hat?
40:04Wie kommen Sie da zu mir zu unterstellen?
40:06Na ja, Sie und der Schachner
40:08wirken schon sehr vertraut.
40:09Schauen Sie mal.
40:10Hier, hier, hier.
40:13Und laut funkzellenabfrage
40:15von Ihrem Handy
40:16haben Sie sich zum Tatzeitpunkt
40:18in unmittelbarer Nähe
40:19des Tatarsts befunden.
40:22Aber als ich auf den Hof kam,
40:24war Max bereits tot.
40:27Was macht eigentlich
40:28Ihre Messekollektion,
40:29sagen Sie mal?
40:30Die ist in Hongkong,
40:31das habe ich doch gesagt.
40:32Ja, wir haben da
40:33mit der Messeleitung telefoniert
40:35und die haben uns gesagt,
40:35dass Sie den Schmuck
40:36persönlich mitbringen wollten.
40:38Das muss ein Missverständnis sein.
40:40Von wegen Missverständnis,
40:41das hier ist Ihre Kollektion.
40:43Zumindest, was davon übrig ist.
40:47Ihr Mann hat als Wut
40:48über Ihre untere
40:49hat er den Schmuck eingeschmolzen.
40:52Er hat alles kaputt gemacht.
40:54In seiner Zerstörungswut.
40:57Die Arbeit von Wochen und Monaten.
41:00Alles umsonst.
41:04Und dann hat er mich noch verhöhnt.
41:06Er hat gesagt,
41:07ich soll mir ein neues Hobby suchen.
41:09Frage, wo haben Sie die Eisenstamm gefunden?
41:12Sie lag da so rum.
41:14Ich wollte nicht so fest zuschlagen.
41:17Aber ich war so wütend.
41:20Frau Weber,
41:21Sie sind vorläufig festgenommen.
41:23Wegen des dringenden Tatverdachts,
41:24Ihren Mann Maximilian Weber
41:25erschlagen zu haben.
41:27Katharina.
41:41So, und ich mache jetzt endlich
41:42meinen freien Tag.
41:44War der nicht gestern?
41:45Schon, aber heute muss ein Bericht verfasst werden
41:47und das mache nicht ich.
41:49Autsch.

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