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  • vor 1 Tag

Kategorie

🎈
Spaß
Transkript
00:06Musik
00:42Servus, Resi.
00:43Du, ist die Krause schon da?
00:45Was ich weiß nicht.
00:46Typisch. Dabei habe ich ja gestern extra noch gesagt, dass es pünktlich in ihrem Festdirndl da sein soll.
00:51Zwecks den Sträußen für die Fahnenbraut und die Festmädchen.
00:54Also die Alper mit ihrer Geschaftlurbereit, glaubst du das?
00:58Ja, du kennst es doch.
01:00Was stehst du denn da so umeinander, Sonja?
01:03Ja, ich kenne ja schon.
01:18Wo haben wir gestern eigentlich den Draht hingelegt?
01:20Nein, schaust halt. Da hinten bei den Blumen wird ja schon irgendwas sein.
01:38Die Traudl.
01:44Na geh, dann ist ja morgen schon wieder vorbei mit unserem Dream Team.
01:47Ja, die Frau Danner muss zu ihrer Dienststelle zurück nach Regensburg.
01:50Und daher berg man nach Düsseldorf.
01:54Morgen.
01:55Morgen.
01:56Frischen Kaffee?
01:57Ach, ja, gern.
01:59Ich nehme an, der Herr Kollege ist noch nicht da.
02:02Ich nehme an, der Kollege kommt gleich mich.
02:09Kippo Rosenheim, Apparat Stockel, grüß Gott.
02:12Moment, Moment, langsam bitte, ich muss mich mitschreiben.
02:16Ja?
02:17Wo?
02:19Aha.
02:21Ja, bitte fassen Sie nichts an, wir kommen.
02:24Ich glaube, mit dem Kaffee wird es nichts.
02:26Es gab es nämlich ein Laich, und zwar in Schwindhausen im Tachtenheim.
02:30Das ist interessant.
02:32Ich komme nur zu meinem Kaffee.
02:33Mein Michi, manchmal ist es so.
02:37Äh, die Adresse?
02:39Sagen Sie es schon dem Herrn Kollegen Bergmann, dass er direkt zum Tatort kommen soll.
02:48Du, Marie, noch mal tausend Dank, dass du mich herrenlosen Streuner bei dir aufgenommen hast.
02:53Die Zeit hier auf dem Hof, die werde ich bestimmt nicht vergessen.
02:57Eher nicht.
03:02Frau Stockel, was kann ich für Sie tun?
03:04Zusammenräumen darfst du heute.
03:06Herr Bergmann, für mich können Sie nichts tun, aber für die Frau Danner und zwar an den Tatort kommen.
03:10Es gab es nämlich ein Laich, und zwar in Schwindhausen im Trachtenheim am Bachsiedel.
03:15Na gut, dann, ja, dann mache ich mich sofort auf den Weg.
03:19Ja, Frau Stockel, können Sie mir, könnten Sie mir einen kleinen Gefallen tun?
03:25Äh, wie klein?
03:27Ich würde Frau Hofer heute an meinem letzten Abend gerne überraschen.
03:31Als kleines Dankeschön dafür, dass sie mich bei sich beherbergt hat.
03:35Und, ähm, was haben Sie da denkt?
03:37Naja, also, sollte, sollte schon was Besonderes sein.
03:42Nicht so 0815, verstehen Sie?
03:44Das heißt ja, ich soll mir was überlegen.
03:48Ja, das wäre ganz wundervoll, Frau Stockel.
03:51Ja, ganz wundervoll, Herr Bergmann.
03:54Wiederhören.
03:56Puh, für die Frau Hofer.
04:09Mir ist jetzt leider ein neuer Fall dazu schon gekommen.
04:11Ich mache es wieder gut, versprochen.
04:26Ich bin froh, dass ich ihn gefunden habe.
04:29Ich habe geglaubt, Sie sind mir schon wieder abhanden gekommen.
04:31Schwindhausen, Nomen est Omen.
04:33Zumindest auf meinem Navi.
04:34Hier ist aber sauber was los.
04:36Ja, Freilich.
04:36Was glauben Sie, der Trachtenverein hat am Wochenende die große Fahnenreihe.
04:40Die sind jetzt quasi in der heißen Phase der Vorbereitung.
04:44Mhm, das wird sich gleich abkühlen.
04:45Also, was haben wir?
04:48Wir haben eine Leiche, die Traudl Neuner.
04:51Die Traudl Neuner ist leider nur 27 Jahre alt geworden.
04:55Sie hat gearbeitet in der Tierarztpraxis Dr. Rieder in Rosenheim.
04:59Man hat es leider keinen gehabt.
05:01Sie hat noch immer beim Papa gewohnt.
05:02Und der Papa, das ist der Josef Neuner.
05:04Der war gleichzeitig auch der erste Vorstund hier von dem Trachtenverein.
05:08Sagen Sie mal, woher wissen Sie denn das jetzt schon wieder alles so genau?
05:11Das weiß ich von der Sonja Ammann.
05:13Die Sonja Ammann, das ist ihre Freundin.
05:15Die hat die Leiche auch gefunden.
05:17Und zwar gemeinsam mit der Elisabeth Rieder, mit ihrer Chefin.
05:20Da drüben sind sie.
05:23Ah.
05:24Die Damen, die sind hier zuständig für den Blumenschmuck.
05:28Also, die Landen und Streuße und...
05:32Herr Mohr!
05:32Ja, aber gerade in dem Moment, wo die Sonja den Blumentrat gesucht hat,
05:36ist sie Pfeil gerade über die Leichträber geflogen.
05:39Na gut, mit den Damen reden wir gleich.
05:41Und Sie fliegen zurück zu den anderen Trachtlern und nehmen die Personalien auf.
05:45Und ich schau mal, wie weit die Frau May ist, gell?
05:46Ja, ist halt.
05:49Frau Stockel, folgendes.
05:51Traudl Neuner, ich schau, was ich über die Tote rausfinden kann, Frau Danner.
05:54Ja, bis später.
05:56Wiederhören.
05:58Ja.
05:59Frau Stockel.
06:01Ich wollte nur sagen, ich bin jetzt auf dem Weg ins Gericht.
06:04Ah, wegen dem Termin mit dem Staatsanwalt Dr. Brenner, gell?
06:06Aber bitte denken's dran, um 13 Uhr kommt die Frau Hofer wegen den Zuschüssen für die Musikakademie.
06:11Ja, ja.
06:12Bis dahin bin ich längst wieder da.
06:17Das heißt, das Opfer ist erwürgt worden.
06:21Genauer gesagt, er drosselt.
06:23Der Tod ist nicht wie beim Erwürgen durch Atemstillstand eingetreten,
06:27sondern durch eine Unterbrechung des Blutstroms zum Gehirn.
06:30Außerdem befinden sich am Hals des Opfers keine Würgemale, was darauf hindeutet, dass die Tat nicht mit bloßen Händen,
06:36sondern mit einem Werkzeug begangen wurde.
06:38Ich tippe da auf einen Schal oder ein Tuch.
06:42Vielleicht ein Dirndl-Tuch.
06:43Ich mein, zur gescheiten Tracht gehört das ja dazu.
06:45Haltet's ihr bitte nach am Tuch ausschauen?
06:47Mach mal.
06:48Ja, das Handy von der Toten fehlt übrigens auch nur, wie es ausschaut.
06:51Das versuchen wir nachher gleich mal zum Orten mit GPS.
06:54Vielleicht hat das Opfer ja versucht, sich zu wehren.
06:57Ich werde bei der Obduktion mal die Nägel genauer untersuchen.
06:59Vielleicht finde ich da ja Hinweise.
07:01Und Todeszeitpunkt?
07:03Aufgrund der beginnenden Rigomortis an den Augenlidern, Leichenstarre, vor circa zwei Stunden.
07:10Ah, so um sieben.
07:13Ja.
07:14Guten Morgen, Frau Stockl.
07:16Guten Morgen, Frau Gasecker.
07:18Post.
07:19Legen Sie es doch auf den Schreibtisch.
07:24Ui, was haben Sie denn da Spannendes?
07:28Der Herr Bergmann möchte an seinem letzten Abend der Frau Hofer noch was Besonderes bieten.
07:34Also als Dankeschön quasi.
07:36Also, ich hab mich sowieso gewundert, dass Sie ihn die ganze Zeit bei sich hat wohnen lassen.
07:40Wo die zwei doch gar nichts mehr miteinander haben.
07:43Oder?
07:45Jeder will ruhig, gell?
07:48Und, haben Sie schon was Besonderes gefunden?
07:51Nicht wirklich.
07:52Das Ganze ist ziemlich spontan.
07:54Sie, mein Mann und ich, wir waren letztendlich in so einem Mittelalter-Restaurant.
07:58Das war richtig schön.
08:00Und das Essen war sehr gut.
08:02Miet trinken und mit den Händen essen.
08:04Das ist ein bisschen exklusiver, darfst du schon sein, Frau Gasecker.
08:08Also, uns hat's gefallen.
08:10Dann ist's ja gut.
08:18Ein für alle Mal, ihr dürft's da nicht rein.
08:21Versteht ihr mich denn nicht?
08:23Ja, was soll man dann proben?
08:24Das ist mir wurscht, auf der grünen Wiese.
08:26Das ist ein Tatort.
08:28Und jetzt schleiß ich.
08:29Geh mal.
08:29Das ist schon recht.
08:30Geh mal.
08:34Sollte die Obduktion was ergeben, meld ich mich umgehend.
08:36Danke, Frau May.
08:38Wie darfst du noch gar nicht?
08:39Frau Danna, die Trachtler machen mich wahnsinnig.
08:42Die werden ja immer mehr.
08:43Wie viele Vereinsmitglieder gibt's denn überhaupt?
08:45144.
08:46Muss ich jetzt mit denen alle...
08:48Nein, nein, nein, nein, nicht alleine.
08:49Aber wer weiß, vielleicht hat ja jemand noch was Wertvolles zum Fall beizutragen.
08:53Was Wertvolles?
08:54Bei dem, wo ich geredet hab, da war nix Wertvolles dabei.
08:57Sie entschuldigen's, dauert das noch recht lang.
09:00Mir ist nämlich gar nicht gut so magenmäßig.
09:02Nein, Frau Ammann, das ist der Schock.
09:04Sie müssen sich jetzt...
09:05Nein, nein, nein, nein, nein, ich mach das, Herr Mohr.
09:07Sie reden dabei mit den anderen Trachtlern, ja?
09:09Ja, das heißt.
09:10Kommt's.
09:15Kein Problem, Frau von Hohenpann.
09:16Dann komm's einfach nachher mit ihr in meine Praxis.
09:19Und bis dahin, der Püpi, bitte schön nix zum Fressen geben, gell?
09:22Bis später, wiederhören.
09:29Sie, das ist für kein öffentlicher Parkplatz, gell?
09:35Bergmann.
09:37Kriminalpolizei.
09:38Ich bin im Dienst.
09:41Sozusagen.
09:43Und wer sind Sie, wenn ich fragen darf?
09:45Elisabeth Rieder, die Schriftführerin vom Prachtentheil.
09:49Ich war dabei, wie die Traudel, also die Tote, gefunden wird.
09:53Das ist so furchtbar.
09:54Das arme Madl.
09:58Kannten Sie das Opfer näher?
10:00Freilich.
10:01Die Traudel hat ja in meiner Praxis ein Volontariat gemacht.
10:03Ich bin Tierärztin, wissen's?
10:05Ist Ihnen denn an Ihrer Volontärin in letzter Zeit irgendetwas Ungewöhnliches aufgefallen?
10:09Ein bisschen gestresst war's halt.
10:11Aber das ist ja normal, als Fahnenbraut.
10:14Ach, Sie wollte heiraten?
10:15Schmarrn.
10:16Das ist wegen der Fahnenweil.
10:18Da übergibt doch die Fahnenbraut dem Fähnrich das Erinnerungsbandl, was dann an die Fahne dran gehängt wird.
10:24Aha.
10:25So, an die Fahne.
10:26Traditionelles bayerisches Brauchtum.
10:28Davon versteht's, ihr freusten nix.
10:32Da ich nicht annehme, dass zu diesem Brauchtum plötzliche Todesfälle gehören, sollten Sie mich vielleicht aufklären.
10:43Und? Geht's wieder?
10:46Ich kann das einfach nicht glauben.
10:48Die Traudel und ich waren die besten Freundinnen, seit wir Kinder sind.
10:52Wann hat's denn Ihre Freundin das letzte Mal gesehen?
10:54Gestern Abend bei der Plattler-Probe, da war's nur super drauf.
10:59Bisschen überdreht vielleicht, aber so war's ja immer.
11:03Hatte denn Ihre Freundin in letzter Zeit irgendwie Ärger oder Stress mit irgendjemandem?
11:09Ich möchte niemanden hinhängen.
11:11Aber der Gerhard, der hat schon einen rechten Zorn auf Sie gehabt.
11:15Der Gerhard?
11:16Wartel Gerhard.
11:18Ihr Ex-Freund, mit dem war's bis vor ungefähr einem Monat zusammen.
11:22Aber wie das mit seiner Eifersucht immer schlimmer geworden ist, dann hat's mit ihm Schluss gemacht.
11:26Und die Trennung hat der Herr Weidel nicht so gut aufgenommen, nehme ich an.
11:31Karu hat er gelassen.
11:32Und irgendwann ist dann sogar ihr Papa zu früh geworden und der ist dann zum Gericht und hat einstfällige Verfügung
11:37beantragt.
11:39Kontaktverbot.
11:40Und was hat die Traudel dazu gesagt?
11:43Das war ja schon ganz recht.
11:45Und hat sich der Herr Weidel dran gehalten?
11:48So weit, ich weiß schon, ja.
11:52Wo waren denn Sie heute Morgen? So um sieben?
11:57Schätzungsweise unter der Dusche?
11:58Kann das wer bezeugen?
12:00Nein, ich bin Single.
12:03Na gut, das war's dann schon mal, Frau Amann.
12:07Falls Ihnen noch was einfällt, dann melden Sie sich, gell?
12:12Diese Sonja Amann, die Freundin des Opfers, die wäre also selbst gern Farbenbraut geworden.
12:15Ja, aber gegen die Traudel und ihren Vater hat's keine Chance gehabt.
12:18Der ist nämlich der erste Vorsitzende vom Trachtenverein.
12:22Und abgesehen davon, dass die Sonja sich das eigentlich gar nicht hätte leisten können.
12:26Allein das Festlindl kostet schon um die 4000 Euro und das Fahnenbandel dann noch einmal 1000.
12:30Aber bei der Traudel spielt ja Geld keine Rolle.
12:33Ihr Vater hat schließlich eine gut laufende Firma.
12:35Deshalb war die Sonja auch so neidisch auf die Traudel.
12:38Also so richtig gepasst hat's bei denen zwei Freundinnen schon länger nimmer.
12:43Frau Rieder, danke. Das wär's erstmal. Kann gut sein, dass wir nochmal auf Sie zukommen müssen.
12:47Ach, also falls ich nicht in der Praxis sein soll, dann können Sie mich hier finden.
12:51Das ist einfach eine totale Katastrophe.
12:53Ich mein, was macht man jetzt ohne Fahnenbraut?
12:54Fahnen war ja Absagen.
12:56Haben Sie ja Ahnung, wie viel Arbeit und Geldgarten drinsteckt?
12:59Ich schaff' Zeiten. Erst ist ständig belegt und dann gibt's keine Karten mehr.
13:04Hi.
13:05Hi.
13:05Sag mal, weißt du, wie weit Herr Bergmann mit seiner Spesenabrechnung ist?
13:08Die vom Verdana habe ich ja schon und das drängt.
13:10Ich weiß es nicht.
13:12Stress?
13:14Weißt du, Andi, der Herr Bergmann möchte der Frau Hofer einen ganz besonders schönen letzten Abend spendieren.
13:20Und überall, wo ich anrufe und was ich mir ausdenke, gibt's keine Karten mehr.
13:26Ah, kennst du diese Partyschiffe am Chiemsee?
13:28Ja, aber das ist doch eher was für jüngere Leute.
13:32Ja, schon, aber es gibt ja auch solche Schiffe, die exklusive Dinner mit Musikbegleitung anbieten.
13:39Schiffern, schönes Essen, gute Musik.
13:42Brauche ich nur noch zwei Plätze.
13:44Dann drücke ich dir die Daumen.
13:45Ja, mach das. Das ist nett. Danke.
13:47Und schauen wir mal.
13:48Ah, die Spesenabrechnung.
13:53Okay.
14:09Marie!
14:11Klaus! Das glaube ich jetzt nicht. Was machst du denn hier?
14:16Wir haben mit unserer Firma eine Software für Kulturämter entwickelt
14:19und machen damit gerade so ein bisschen die Runde durch Bayern.
14:22Aha. Wie lange bleibst du denn in Rosenheim?
14:25Bis morgen. Wir sind im Rosenhof untergebracht.
14:32Wie stehen meine Chancen, dass ich dich auf den Kaffee einladen darf?
14:35Sautum, ich muss leider zur Stadtratssitzung, bin eh schon spät dran.
14:40Schade.
14:41Wie schaut's heute Abend aus? Wir könnten doch schön was essen gehen.
14:44Also, du meinst, magst du?
14:45Da haben meine Kollegen so einen Programmpond geplant.
14:50Mittags hätte ich Zeit.
14:52Gleich ums Eck von deinem Hotel ist ein recht ein nettes Lokal.
14:55Das Times Square. Um eins?
14:56Preis.
14:57Ich will.
15:08Hallo Frau Stockl, ich bin's.
15:09Sie wegen meinem Termin mit dem Herrn Achtziger heute Mittag,
15:12dem Nessal, die leider verschieben.
15:14So Frau Dörner, ich war jetzt fertig mit meinen Trachtlern.
15:18Keiner was gesehen hat.
15:19Keiner was gehört.
15:19Aber das sag ich Ihnen ja gleich.
15:21Beliebt war diese Tote nicht.
15:24Die hat ein bisschen der Himmelschmick gelasen gehabt.
15:26Vater im Vorstand und hier also durchaus.
15:29Also hauptberuflich Tochter quasi.
15:31So zusammen.
15:32Apropos hauptberuflich.
15:34Wissen Sie, wer schon wieder hauptberuflich in seiner Funktion als Schaumbolzen unterwegs ist?
15:39Wer?
15:40Ich habe gerade vorhin beobachtet, wie der Herr Bergmann mit der Elisabeth Rieder hingebungsvoll
15:46geplaudert hat.
15:47Ach, naja, attraktive Zeuginnen scheinen Herrn Bergmanns Spezialgebiet zu sein.
15:51Frau Dörner, noch etwas ganz Wichtiges.
15:53Der Papa von der Toten, der ist ja momentan gerade in Hamburg.
15:57Ja, jetzt habe ich oben angerufen bei den Kollegen und dann gesagt, sie sollen sich halt bei ihm melden
16:01und sagen, was passiert ist.
16:02Gut, und hören Sie sich doch hier nochmal in der Nachbarschaft um, vielleicht ist ja
16:05irgendjemand etwas aufgefallen.
16:07Ja, ist echt.
16:07Und dann fahren Sie bitte schön noch zur Sonja Ammann und fragen da auch in der Nachbarschaft
16:11rum, ob irgendjemand aufgefallen ist, dass sie zur Tatzeit zu Hause gewesen ist.
16:14Ja, ist echt.
16:15Ist noch was?
16:17Ah ja, den Ex-Freund von der Toten, den Gerhard Weitel, den bräuchte man nachher noch
16:21im Kommissariat.
16:23Nachbarn Ammann Weitel.
16:24Frau Dörner, Wiederschauen.
16:28Ja, der Herr Bergmann.
16:31Schön, dass Sie es auch noch geschafft haben, Herr Kollege.
16:33Liebe Frau Kollegin, ich habe draußen schon eine sehr wichtige Zeugenaussage aufgenommen.
16:37Ja, das habe ich gehört.
16:45Jetzt haben wir zwei völlig gegensätzliche Aussagen.
16:48Die beste Freundin sagt, dass der Ex-Freund der Schuldige ist, wohingegen die Chefin wiederum
16:52die beste Freundin belastet.
16:53Das ist ein komisches, das fällt schon.
16:55Die Chefin, die Frau Rieder, hat auf mich insgesamt einen etwas merkwürdigen Eindruck gemacht.
16:59Irgendwie schienen Sie die Sorge, um die Fahnenweihe mehr zu beschäftigen, als der
17:02Tod Ihrer Volontärin.
17:03Ach, geh.
17:03Konnten Sie bei ihr mit Ihrem Charme nicht landen, oder was?
17:06Nein, aber es ist doch wirklich seltsam, dass Sie uns nichts von der Sache mit dem Ex-Freund
17:09der Toten erzählten.
17:10Immerhin hat sie ja eng mit der Frau Neuner zusammengearbeitet.
17:12Hey, wer weiß, vielleicht haben die beiden immer nur beruflich miteinander geredet.
17:16Soll es ja geben.
17:17Also, dass die Sonja Ammann ihre Freundin nur wegen der Sache mit der Fahnenbraut umgebracht
17:21haben soll, das halte ich für ein bisschen weit hergeholt.
17:23Ja.
17:27Frau Stockel, was gibt's?
17:28Herr Bergmann, wegen dem Abschiedsabend für die Frau Hofer.
17:31Ich glaube, ich habe Ihnen da was ganz Wunderbares organisiert.
17:34Wusste ich doch, dass ich mich auf Sie verlassen kann.
17:36Ja, aber einfach war das nicht.
17:38Pass es auf.
17:39Ich habe Ihnen zwei Karten fürs Käpt'n's Denner auf dem Chiemsee-Schiff reserviert.
17:43Also, da gibt's ein Fünf-Gänge-Menü, Live-Musik, am Abend noch ein Feuerwerk und die Karten
17:49können's an der Kasse am Steg abholen.
17:51Ja, das klingt doch großartig.
17:53Herzlichen Dank, Frau Stockel.
17:54Ja, aber die Karten sind nicht billig.
17:56110 Euro pro Stück.
18:00Naja, Hauptsache, Frau Hofer gefällt's.
18:03Ach, äh, und Frau Stockel, bitte, äh, kein Wort an Frau Hofer.
18:08Herr Bergmann, ich bin doch kein Tratschen.
18:11Wiederhören.
18:14Ja?
18:15Grüß Sie, Frau Stockel.
18:16Frau Hofer.
18:18Schauen Sie, das wären nur Unterlagen, die, wo der Herr Achtziger brauchen, Tid.
18:21Ich leg's ihm gleich auf den Schreibtisch.
18:23Sagen Sie, Frau Hofer, ist hoffentlich nichts Schlimmes, was Ihnen da heute Mittag dazwischen
18:26gekommen ist.
18:27Nein, nein, im Gegenteil, quasi ein unverhofftes Wiedersehen.
18:31Aha.
18:34Sagen Sie doch bitte den Namen Herrn Achtziger, es Tid mir leid und dass ich mich später noch
18:37mal rühren würde, wegen einem neuen Termin, gell?
18:39Danke.
18:40Bitte.
18:44Was hat denn Herr Neuner in Bezug auf die angeblichen Probleme zwischen seiner Tochter
18:47und ihrer Freundin, der Herr Sonja Amann, gesagt?
18:49Also, laut der Hamburger Kollegen hat der Herr Neuner wohl gesagt, dass die beiden richtig
18:53enge Freundinnen waren.
18:54Für ihn ist sowieso der Ex-Freund, dieser, dieser Gerhard Weidel der Schuldige.
18:57Ja, den sollten wir uns gleich mal vornehmen.
18:59Da ist der Herr Moll schon dran.
19:00Übrigens hatte das Opfer wohl in der letzten Woche mit ihrer Chefin einen ziemlichen Stress.
19:04Warum?
19:05Der Herr Neuner hat gesagt, sie hat wohl in der Praxis irgendwas verschmissen, also kaputt
19:08gemacht.
19:09Hat sich aber wohl sofort darum bemüht, dass das Ganze wieder in Ordnung kommt.
19:12Was ist?
19:12Fahren wir jetzt ins Kommissariat?
19:14Nein, ich denke, wir sollten vorher noch einen kurzen Zwischenstopp in der Tierarztpraxis
19:17einlegen.
19:18Er interessiert mich schon, was davor gefallen ist zwischen Frau Rieder und dem Opfer.
19:21Mit der haben Sie es ja scheinbar nicht so, gell?
19:23Wir müssen Sie auch noch wegen Ihres Alibis befragen.
19:26Ich kann Sie ja die Tatsache nicht.
19:27Aber fahren Sie schon mal vor.
19:28Ich komme gleich nach.
19:42Und der Feuerwerk Arno, sauber.
19:45Lass da wirklich gescheit was einfallen lassen, Dirk.
19:48Herz, kleines Dankeschön für deine Geduld.
19:50Mit mir hoffnungslosen Chaoten.
19:52Ich sag schnell, wann geht's los?
19:55Die Karten liegen an der Kasse.
19:56Wir treffen uns um halb sieben am Steg.
19:59Alles klar.
20:00Servus.
20:03Servus, Marie.
20:04Grüß dich, Joe.
20:05Du wärst schon sehnsüchtigst erwartet.
20:07Ich weiß.
20:08Danke, Joe.
20:10Hallo.
20:15Ich hätte schon Angst, du versetzt mich.
20:17Würde ich doch nie machen.
20:25Gut schaust du aus.
20:27Danke.
20:30Ja?
20:31Ach, Herr Achtziger, gut, dass Sie da sind.
20:33Ja, hat jetzt doch leider etwas länger gedauert bei Gericht, wenn die Frau Hofer kommt.
20:37Ich bin immer in Ordnung.
20:38Die Frau Hofer hat abgesagt, ihr wär was Wichtiges dazwischengekommen.
20:41Sie meint ein unverhofftes Wiedersehen.
20:45Aber wenn Sie mich fragen, laut Ihres Gesichtsausdrucks, mein ich was ganz Privates.
20:51Also wenn es etwas Privates ist, Frau Stockl, dann geht's uns auch nichts an.
21:09Du, Läusl, bist du sicher, dass das Handysignal von dem Auto herkommt?
21:16Hundertpro.
21:18Vielleicht aus dem Kofferraum.
21:20Mach auf.
21:24Wart schnell.
21:27Alles gut?
21:28Alles gut.
21:29Morgen krieg ich mal rausnehmen.
21:30Ist das hier warm?
21:32Ja, wieso?
21:33Ausweis.
21:41Danke, Herr Beitel, Sie sind nicht zufällig der Ex-Freund von der Traudl Neuner?
21:47Doch schon.
21:49Wo fahren Sie denn hin mit dem Taschal?
21:51Nein, gar nicht selber das Wochenende.
21:52Falsch.
21:53Sie fahren jetzt mit uns aufs Kommissariat, wenn Sie bitte mit dem Kollegen mitgehen möchten.
21:59Guck mal.
22:11Ja, okay, alles klar.
22:14Herr Mohr, ja, gut, danke, bis später, gell?
22:17So, der Herr Mohr ist zusammen mit dem Weitel, das ist der Ex-Freund der Toten, auf dem Weg ins
22:22Kommissariat.
22:23So wie es ausschaut, haben die Kollegen nämlich in seinem Kofferraum das Handy von der Frau Neuner gefunden.
22:27Und das macht ihn zu unserem Hauptverdächtigen.
22:29Ja, ist aber nicht sehr schlau, von ihm das Handy im Auto herumzukutschieren.
22:32Warum hat das nicht einfach entsorgt?
22:34Vielleicht hat er nicht gewusst, wohin damit.
22:36Ach ja, und das Alibi von der Frau Ammann hat sich noch nicht bestätigt.
22:40Nobel, Nobel.
22:41Führer, Tierärztin?
22:42Ja, laut Frau Rieder ist Ihre Kundschaft will hauptsächlich in der gehobenen Rosenheimer Gesellschaft angesiedelt.
22:47Grüß Gott.
22:48Grüß Gott.
22:49Stille.
22:50Kleine Kläffe, aber großer Stammbomb, ne?
22:56Ja, schön, dass es noch geklappt hat, weil abends hätte ich jetzt ja doch keine Zeit mehr gehabt.
23:00Das ist ja wie mit den Königskindern mit uns.
23:02Okay, ganz so tragisch ist dann doch nicht, Schätze.
23:05Weißt du eigentlich, dass du mir seit dem Seminar nicht mehr aus dem Kopf gegangen bist?
23:08Ja?
23:10Die Teilnehmerlisten mit meiner Nummer hast du wohl verloren, ne?
23:13Ich setze lieber auf den Überraschungseffekt.
23:16Aha, ist dir gelungen.
23:18So, reicht's mir noch alles in Ordnung?
23:19Danke, also ich bin wunschlos glücklich.
23:22Ich auch.
23:24Dann bin ich wohl überflüssig.
23:29Zu voll.
23:34Und Sie halten das wirklich für möglich, dass die Freundin von Ihrer Volontärin, diese Frau Ammann, zu so einer Tat
23:40fähig wäre?
23:41Also verstehen Sie mich jetzt bitte nicht falsch.
23:43Ich will hier niemanden beschuldigen.
23:45Aber die Sonja hat schon sauberer Wut auf die Traudelkant.
23:49Heute Morgen um 7 Uhr, wo haben Sie sich drauf gehalten?
23:52Also jetzt glaube ich's aber.
23:53Wenn Sie denken, ich hätte meine eigene Mitarbeiterin...
23:56Das ist eine reine Routinefrage, Frau Rieder.
24:01Im Schwimmbad bin ich gewesen.
24:03Ich drehe da jeden Morgen meine Runden.
24:05Und gibt nichts Besseres, fitnesstechnisch.
24:08Die nette Dame an der Kasse kann Ihnen das bestimmt bestätigen.
24:11Das werden wir überprüfen.
24:12Bis dahin bleiben Sie für uns erreichbar.
24:14Selbstverständlich.
24:16Danke.
24:16Wiederschauen.
24:18Wiederschauen.
24:23Ihnen ist doch bestimmt auch aufgefallen, wie hartnäckig Sie die Freundin der Toten belastet hat.
24:27Ich bitte Sie, im Konkurrenzkampf wird erfahren, weil es nun wirklich kein Grund, jemanden umzubringen.
24:31Vielleicht steckt ja mehr dahinter.
24:33Und wie schnell Sie mit dem Alibi bei der Hand war.
24:36Sicke.
24:37Nur weil die Frau Rieder nicht auf ihre Flirtversuche eingegangen ist, macht sie das noch lange nicht zu einer Verdächtigen.
24:42Erstens ist Frau Rieder überhaupt nicht mein Typ.
24:45Und zweitens...
24:46...hab ich ein komisches Gefühl.
24:48Ja.
24:49Und mir sagt mein Verstand, dass die Frau Rieder überhaupt kein Motiv hat.
24:53Hingegen ein wasserdichtes Alibi.
25:04Ach, da seid ihr ja endlich Folgendes.
25:08Die Bankverbindungen, die dauern noch, aber die Telefonverbindung habe ich.
25:12Da ist mir aufgefallen, dass sie mit einer Nummer des Öfteren telefoniert hat und die gehört einer Sonja Ammann.
25:18Das ist die beste Freundin der Verstorbenen.
25:20Aber in letzter Zeit sind die Telefonate ragworn.
25:22Aha, dann hat die Frau Rieder vielleicht recht gehabt, als sie gesagt hat, dass es zwischen die beiden nicht mehr
25:27allzu rosig ausgeschaut hat, freundschaftstechnisch.
25:29Und mit der Tierärztekammer in Hannover hat sie auch ein paar Mal telefoniert.
25:33Wer weiß, vielleicht hat die Traudel Neuner ja Geschmack am Leben als Tierärztin gefunden und wollte studieren anfangen.
25:38Davon hat Frau Rieder aber nichts gesagt. Und die müsste das doch wissen, oder?
25:42Frau Stockel, fragen Sie doch noch mal bei der Tierärztekammer nach, worum es gegangen ist bei die Telefonate.
25:46Das mache ich gleich. Übrigens, der Gerhard Weitel, der Ex-Freund von unserer Toten, wird im Vernehmungsraum warten.
25:52Ah, dann wollen wir doch mal hören, was der zu erzählen hat.
25:55Ah, Herr Bergmann. Weiß die Frau Hofer eigentlich von Ihrer Überraschung?
26:02Ja, natürlich. Sie war begeistert. Der Abend wird ein voller Erfolg, dank Ihnen.
26:05Man tut, was man kann, gell?
26:08Herr Weitel, das mit dem Kontaktverbot, gell? Das haben Sie aber nicht zu ernst genommen.
26:16Ja, oder wie sonst ist das Handy Ihrer verstorbenen Ex-Freundin in Ihrem Kofferraum gelandet?
26:21Das wüsste ich selber gern. Anscheinend will mir da irgendwer was anhängen.
26:25Ach so? Dann waren Sie also heute Morgen nicht im Trachtenheim, um Ihre Freundin zu sehen.
26:33Doch. Aber nur, weil ich mit ihr reden wollte. Mehrer nicht.
26:36Wo sie mich da von einem Tag auf den anderen einfach so observiert hat.
26:39Wenn Sie mich fragen, dann steckt da ein anderer Kerl dahinter.
26:42Sie glauben, dass Ihre Freundin ein Verhältnis hatte?
26:45Ja, hundertprozentig. Ich meine, wir waren drei Jahre lang zusammen. Das schmeißt mich doch nicht einfach so weg, oder?
26:50Ganz genau. Und deshalb sahen Sie heute Morgen ins Trachtenheim, um Sie zur Rede zu stellen.
26:54Und weil Ihnen die Nerven dann durchgegangen sind, haben Sie sie mit einem Dirndltuch erwürgt.
26:58Na, na, das kannte nicht. Ich habe die Traudel geliebt. Ich verstehe einfach nicht, warum sie das gemacht hat mit
27:06diesem Kontaktverbot.
27:08Ich bin doch kein Stalker. Und dann bin ich heute früher in diesen Saal reingekommen, da ist die Traudel schon
27:16tot auf dem Brunnen gelegen.
27:18Aha. Und warum haben Sie dann nicht sofort die Polizei verständigt?
27:21Entschuldigung, ich war total unter Schock.
27:24Außerdem war es mir verboten, mich hier zu nähern.
27:27Da wäre der Verdacht ja sofort auf mich gefallen.
27:30Ja, das haben Sie jetzt sehr gut kombiniert. Und deshalb bleiben Sie auch bei uns.
27:35Wir brauchen dann auch noch eine DNA-Probe von Ihnen.
27:38Was?
27:41Geh mal, Herr Weitl. Auf geht's.
27:48Entweder ist der Herr Weitl nicht gerade eine Geistesgröße, oder er wurde wirklich reingelegt.
27:52Was ich für wahrscheinlicher halte. So dumm kommt der mir nämlich nicht vorab.
27:55Auf der anderen Seite hat er schon einen rechten Zorn auf seine Ex-Freundin gehabt.
27:59Ja, aber wenn es wirklich stimmt, dass er sie zurückgewinnen wollte, wäre es ja logischer gewesen, den Nebenbuhler umzubringen und
28:03nicht das Objekt seiner Papierse.
28:04Ja, aber wir wissen doch noch gar nicht, ob er überhaupt einen Nebenbuhler gekauft hat.
28:08Ja, Herr Mohr.
28:09Also im Zimmer von der Toten, da war nichts Auffälliges. Also, oh ja, schon. Die Festplatte vom Laptop, die ist
28:15gelöscht worden.
28:15Der Fonzi ist bereits dran. Und die anderen Vereinsmitglieder, die wissen nichts.
28:20Und tatwaffentechnisch?
28:21Ja, ganz schlecht. Wir haben alles durchsucht, aber da ist kein Tiefel.
28:24Was ist denn mit dem Handy des Autos?
28:26Ist auch schlecht. Wir schauen gerade, ob die Dateien gelöscht worden sind, aber...
28:30Herr Mohr, checken Sie doch bitte noch das Alibi von der Tierärztin, dieser Frau Rieder.
28:36Sie war angeblich zur Tatzeit im Schwimmbad.
28:38Ja, sie ist im Schwimmbad.
28:40Stopp, ich habe auch noch was. Die Frau May hat angerufen.
28:43Ihr zwei sollst bitte in die Pathologie runterkommen.
28:46Und dich, über mich, die erwarten Sie in der KTU.
28:49Ja, Feli.
28:52Bitte, bitte.
28:56Todesursache bleibt Tatzeit auch. Wie schon erwähnt, 7 Uhr.
28:59Unter dem rechten Daumennagel des Opfers habe ich Hautpartikel gefunden, die höchstwahrscheinlich vom Täter stammen.
29:05Das wird bereits im Labor untersucht.
29:08Außerdem habe ich am Hals des Opfers eine Faser gefunden, laut Labor 100% Seide, in der Farbe Zartgrün.
29:17Und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit stammt die Faser aus der Fränse eines Dündeltuchs.
29:24Sie hatten also recht. Die Tote wurde mit ihrem eigenen Dündeltuch ermordet.
29:27Na, ich hatte nicht recht. Ein zartgrünes Dündeltuch, das passt farblich überhaupt nicht zu der Tracht, die die Tote angekappt
29:34hat.
29:35Wenn überhaupt, dann hätte es rosa sein müssen wie die Schürze.
29:39Da gibt es also solche Unterschiede.
29:41Frau May, bei einer richtigen Tracht, da gibt es mehr Regeln als im Straßenverkehr.
29:47Aha.
29:55Grüß Gott.
29:56Grüß Anna.
29:57Da müssten noch zwei Karten für Bergmann hinterlegt sein.
30:01Kleinen Moment, bitte den.
30:03Bergmann, Bergmann.
30:04Ja, bitteschön. Besahlt sind sie ja schon.
30:07Super.
30:08Sagen Sie, wann legt denn das Schiff ab?
30:10Punkt 7.
30:11Also, wer zu spät kommt, der hat leider Pech gehabt.
30:14Danke.
30:27Liebe Grüße von Fonze aus der KTU.
30:30Mit dem Laptop braucht ihr noch ein bisschen Algen und das Handy hat er sich noch gar nicht angeschaut.
30:34In Ordnung.
30:36Und dann habe ich telefoniert mit der Kassiererin vom Schwimmbad, mit der Frau Fröschl.
30:40Die kenne ich schon ganz lang.
30:42Das ist eine Freundin von der Frau Habersatter.
30:45Herr Moch.
30:46Die Riederin hat sich um halb sieben ein Ticket gekauft und kurz nach acht ist wieder gegangen.
30:52Also hat sie ein Alibi.
30:54So viel zu ihrem Gefühl, Herr Kollege.
30:56Herr Bergmann, haben Sie mal auf die Tour geschaut?
31:00Wieso?
31:01Na ja, wenn Sie das Schiff erwischen wollen, dann sollten Sie jetzt los.
31:03Na hey, so spät schon.
31:06Na gut, dann machen wir halt jetzt Feierabend.
31:08Ja, nicht, dass Ihre Überraschung sang- und klanglos im Chiemsee untergeht, gell?
31:32Ja, Dirk, wo bleibst du denn? Das Schiff wartepfein nicht.
31:35Ich bin so gut wie da.
31:38Ja, schick die, hörst?
31:43Ich?
31:44Ich brauche noch keine Zeit.
31:45Ich muss ja jetzt...
31:46Klaus?
31:48So ein Zufall.
31:51Nein, dann, die Götter ist doch gut gemein mit uns Königshindern.
31:55Du fährst auch mit dem Schiff.
31:57Ja, das ist der Programmpunkt, den meine Kollegen geplant hatten.
32:01Ich glaube, es geht gleich los.
32:02Wartest du noch auf jemanden?
32:04Ja, schaut so aus, als wenn ich versetzt werden würde.
32:08So ein Pech.
32:10Schon, gell?
32:25Marie, ich habe Frühstück mitgebracht.
32:32Marie?
32:34Komisch.
32:39Und da bist du ja.
32:43Ich habe mir schon ein paar Sorgen gemacht.
32:45Okay.
32:46Na, du, ich habe gestern Abend ein bisschen zu viel Wein erwischt
32:48und dann bin ich einfach zu einer Freundin übernachtungstechnisch.
32:51Du, es tut mir so leid, dass ich es gestern nicht mehr geschafft habe.
32:54War bestimmt langweilig, so ganz allein bei unserem Essen für zwei.
32:57Ich habe es überlebt.
32:59Guck mal, ich habe Frühstück mitgebracht.
33:02Jetzt haben wir nicht böse, Dirk, aber ich habe schon gefrühstückt.
33:16Ach, Herr Kollege.
33:19Morgen.
33:21Guten Morgen, Herr Bergmann.
33:23Morgen.
33:24Sind Sie ein bisschen seekrank geworden gestern?
33:27Nein, wohl eher baden gegangen, sozusagen.
33:31Ach so.
33:32Ja, dann erzählen Sie mal, wie war denn das Schifferlfahren?
33:35Fragen Sie lieber nicht.
33:37So schlimm gleich.
33:40Nee, ich habe das Schiff verpasst.
33:41Nein.
33:43Und Frau Hofer musste dann den ganzen Abend alleine durchstehen.
33:45Ich habe ihr einer gleich gesagt, sie sollen sich schicken.
33:48Tja, wer Uhren lesen kann, ist klar im Vorteil.
33:52Ja, vielen Dank, viele.
33:54Netten Ratschläger.
33:55Auf jeden Fall war das Ganze voller Reinkommen.
33:56Marie ist total enttäuscht und hat nun wohl aus Frust etwas zu viel getrunken
33:59und bei einer Freundin übernachtet.
34:02Morgen.
34:03Morgen.
34:06Jetzt haben wir es endlich von der Toten.
34:08Frag sie mal her.
34:08Wenn du glaubst, die lassen mir das gefallen, dann hast du dich versauber getäuscht.
34:12Da ist noch lange nicht das letzte Wort gesprochen.
34:15Fahnenbrau technisch.
34:16Das sag ich dir.
34:17Oha, da ist aber eine wütend auf ihre beste Freundin.
34:20Ex-Freundin, ganz offensichtlich.
34:22Ist die Frau Armein schon hier?
34:24Nein, die hat angerufen.
34:26Sie hat gesagt, sie hat noch etwas im Trachtenheim zu tun.
34:28Aber in einer Stunde ist sie dann da.
34:29Sagt.
34:31Wie wäre es mit einem kleinen Ausflug nach Schwindhausen
34:33zur Vertiefung ihrer Kenntnisse über bayerisches Brauchtum sozusagen.
34:40Ja?
34:41Morgen, Frau Stock.
34:42Na, 80er wollte seinen Kaffee, ist gerade auf dem Stück laufen.
34:44Ja, wunderbar.
34:45Aber bringen Sie mir doch bitte gleich zwei Tassen in mein Büro.
34:48Es kommt gleich ein Herr Rehberger vorbei.
34:51Herr Rehberger ist mit Termin durch die Lappen gegangen.
34:53Nein, nein, um Gottes Willen.
34:54Frau Ofer und ich haben ihn letztes Jahr auf einem Seminar für Softwareentwicklung kennengelernt.
34:58Aha.
34:59Und jetzt ist er quasi auf Durchreise.
35:01Er hat gestern Abend mit Kollegen noch eine Dinnerfahrt auf dem Chiemsee gemacht.
35:07Interessant, interessant.
35:33Interessant.
35:35Mein Dirndl-Tuch.
35:36Warum?
35:37Weil es sich dabei vielleicht an die Tatwaffe handelt.
35:42Das kommt jetzt dann ins Labor.
35:45Und wir sollten uns vielleicht mal unterhalten.
35:49Bitte.
35:55Warum ist es denn bei dem Streit mit Ihrer Freundin genau gegangen?
35:59Nein, nichts Besonderes.
36:01Wie das halt bei Freundinnen so ist, da kracht es halt einmal.
36:04Naja, also wir haben gehört, dass es mit Ihrer Freundschaft nicht mehr so gut gelaufen ist.
36:08Weil die Verstorbene Ihnen die Sache mit der Fahndraut weggeschnappt hat.
36:13Das ist schon ungerecht, oder?
36:15Dass der Traudl-Neuner alles so in den Schoß gefallen ist.
36:19Ja, wenn es doch wahr ist.
36:20Die ganze Zeit hat es geheißen, dass ich Fahnenbraut werde.
36:23Und das Geld für das Festdienl, das hätte ich schon irgendwie aufgetrieben.
36:26Aber nein, auf einmal war alles anders.
36:28Nur weil Ihr Vater der Vereinsvorstand ist.
36:33Naja, schon verständlich, dass Sie wütend waren auf Ihre Freundin.
36:36Wenn du glaubst, die lassen mir das gefallen, dann hast du dich versauber getäuscht.
36:39Und da ist noch lange nicht das letzte Wort gesprochen, Fahnenbraut, technisch.
36:43Das sag ich dir.
36:45Tja, da haben Sie dann beschlossen, Ihre Konkurrentin aus dem Weg zu räumen, gell?
36:51Was?
36:54Na, mit dem Mord habe ich für nichts zu tun.
36:59Das schwöre ich.
37:07Und, was meinen Sie?
37:10Neid ist natürlich ein klassisches Mordmotiv.
37:12Außerdem hat sie kein Alibi und ihr Dirndl-Tuch ist wahrscheinlich die Tatwaffe.
37:28Wobei, ich glaube nicht, dass sie zu so einer Tat fähig ist.
37:31Sagt Ihnen das jetzt wieder Ihr legendäres Gespür für Frauen, ha?
37:42Was war denn das für eine Schifffahrt gestern?
37:44Ich meine, dass der Herr Bergmann nicht pünktlich sein kann, das ist ja schon direkt peinlich.
37:48Ach, das wundert mich gar nicht.
37:50Pünktlichkeit ist eben nicht seine Stärke.
37:52Aber soll ich Ihnen mal was sagen?
37:54Der Herr Rehberger, der gerade beim Herrn Achtziger ist,
37:58der war übrigens gestern auch auf dem Schiff.
38:01Okay, was gibt es sonst so Neues?
38:05Ja.
38:07Ah, Frau Hofer, Sie sind schon da, das ist schön.
38:09Schauen Sie mal, Sie können sich doch sicher noch an Herrn Rehberger erinnern,
38:13von der New Culture Consulting.
38:15Wir haben uns doch letztes Jahr auf dem Seminar in Kassel kennengelernt.
38:21Freilich, freut mich, Herr Rehberger.
38:23Mich auch, Frau Hofer.
38:25Herr Rehberger ist leider nur auf der Durchreise.
38:27Ach, das ist ja schade.
38:30Ausgesprochen bedauerlich.
38:31Und ich muss auch leider gleich schon wieder weiter.
38:34Tja, dann wünsche ich Ihnen gute Reise, Herr Rehberger.
38:38Bis zum nächsten Mal.
38:41Wiederschauen.
38:45Wiederschauen.
38:48Frau Hofer, wollen wir?
38:51Sicher.
38:52Danke für den Kaffee.
38:54Gerne.
38:58Das Zirchel von dem Dirndl von der Ammann ist definitiv die Tatwaffe.
39:03Da ist drauf ein Haar vom Opfer und so ein Haar vom DNA.
39:07Haben Sie denn schon mit den Proben von den Verdächtigen abgeglichen?
39:09Ja, freilich, Frau Danner, aber da passt ja nichts zusammen.
39:12Das passt nicht zur DNA vom Weidel, vom Freund von der Toten.
39:16Das passt aber auch nicht zur DNA von der Ammann, von der Freundin von der Toten.
39:20Und die Haut unter die Nägel vom Opfer, das passt nicht zu ihm und passt nicht zu ihr.
39:24Da passt nix.
39:26Da müssen wir es beide laufen lassen.
39:28Frau Danner, ich hab doch noch was für euch.
39:31Schaut sie mal her.
39:33Das war im Laptop von der Toten.
39:40Das ist ein Antrag bei der Tierärztekammer von Hannover.
39:44Warum?
39:44Warum?
39:45Wegen einer Kopie von der Approbationsurkunde von ihrer Chefin, Elisabeth Reda.
39:52So, diese dreckerte Urkunde habe ich in einem zerbrochenen Bilderrahmen bei den Unterlagen von unserer Toten gefunden.
39:58Wahrscheinlich ist der Kaffee draufgekommen.
40:02Und diese E-Mail ist gerade von der Tierärztekammer aus Hannover gekommen.
40:06Am besten, ihr lässt es einmal durch.
40:13Ach, so ist es.
40:15Sag ich's doch.
40:17Ich nehme einmal an, das ist Ihre Approbationsurkunde.
40:20Frau Rieder.
40:21Ja?
40:22Woher haben Sie die denn?
40:24Die verstorbene Trottelneuner wollte sich in Ersetzen.
40:26Nicht nur, weil dir das Malheur mit dem Rahmen passiert ist,
40:29sondern sie auch versehentlich Kaffee über die Urkunde geschüttet hat.
40:34Deshalb hatte sie auch bei der Tierärztekammer in Hannover eine Kopie der Urkunde angefordert.
40:39Und als dann das Sekretariat der Tierärztekammer bei Ihnen in der Praxis auf Band um Rückruf gebeten hatte,
40:45da haben Sie gewusst, dass Sie kurz davor stehen aufzufliegen.
40:48Weil bei der Tierärztekammer ja gar kein Original Ihrer Approbationsurkunde existiert.
40:53Die haben Sie nämlich gefälscht.
40:55Und nun mussten Sie verhindern, dass Ihre Volontärin es öffentlich macht.
40:58Reine Spekulation.
40:59Sie haben keinerlei Beweise.
41:02Zufällig doch.
41:04Auf dem Dirndltuch und unter dem Daumennagel der Toten haben wir nämlich DNA gefunden,
41:08die sich mit Sicherheit als Ihre herausstellen wird.
41:11Netter Versuch übrigens, uns mit dem Dirndltuch von der Sonja Amann auf eine falsche Fährte zu locken.
41:16Ja, das Telefon der Toten im Wagen von einem Weiten zu deponieren, war nicht besonders schlau.
41:20Frau Rieder, wissen Sie was? Irgendwann kommt die Wahrheit immer ins Licht.
41:27Und Ihr Alibi können es auch vergessen. Es hat Sie nämlich wer beobachtet, wie Sie sich morgens aus dem Schwimmbad
41:32geschlichen haben.
41:33Die Traudel, das verwöhnte Flitscherl, wollte mich auffliegen lassen.
41:37Meine ganze Existenz wäre auf dem Spiel gestanden, das konnte ich doch nicht zulassen.
41:43Frau Rieder, Sie seien vorläufig festgenommen wegen des dringenden Tatverdachts, Traudelneuner ermordet zu haben.
41:49Marietta?
41:51Kommen Sie bitte mit.
41:52Sehr gut.
41:59Gratulation. Diesen Fall haben Sie ja in einen sicheren Hafen gelotst.
42:03Hören Sie mal auf, von den Schiffen habe ich erstmal genug.
42:06Hören Sie mal auf, von den Schiffen habe ich auch in einem Schiffen gelotst.

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