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  • vor 2 Tagen

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🎈
Spaß
Transkript
00:02Schade, dass wir jetzt nicht länger Zeit haben.
00:04Mir tut's auch leid.
00:06Aber wenn ich nicht rechtzeitig kenne, dann krieg ich echt Ärger.
00:08Wir müssen vor der Generalpop unbedingt nochmal einen Text durchgehen.
00:11Ja, ja.
00:12Ist echt blöd, dass ich verschlafen hab.
00:14Keine Ahnung, wie das passieren konnte.
00:15Ich hab einfach den Wecker auf meinem Handy nicht gehört.
00:17Ist ja nicht so schlimm.
00:21Es war wirklich ein sehr netter Abend gestern.
00:25Du hast eh gleich mal zur Arbeit müssen, oder nicht?
00:27Ach so.
00:28Ich kann mir das in meiner Position zum Glück völlig frei einteilen.
00:31Bist du recht, hohes Tier in deinem Job, hm?
00:33Naja, also, um genau zu sein, bin ich.
00:36So spät schon.
00:38Jetzt muss ich aber wirklich.
00:39Ja.
00:42Nachher sehen wir uns heute auf die Nacht bei der Premiere, oder?
00:44Du, als schöne Sennerin vom Samerberg,
00:46das lass ich mir natürlich auf keinen Fall entgehen.
00:48Super.
00:53Bis später, Felix.
00:54Bis später.
01:16Bis später.
01:27Das ist ein frisches Semmeln, gell, für dener.
01:30Naja.
01:31Ich hab mir schon zurecht.
01:34Nein, nein, nein.
01:35Wir müssen damit mehr Ausdruck.
01:37Das darf ruhig ein bissl mehr dramatisch rüberkommen.
01:41Jesus, Maria und Josef.
01:44Der Doni.
01:46Was ist passiert?
01:47Viel besser, viel besser, viel besser.
01:50Das andere, wo bleibst du denn du?
01:52Du wolltest doch mit dem Sebastian noch die Sterbesszene spielen.
01:54Wenn ich ihn nirgends finden kann.
01:56Du hast schon in der Jagerstube nachgeschaut.
01:57Nein, das brauch ich jetzt nicht.
01:59Gut.
02:01Gut, dann fangen wir nochmal mit der vorletzten Szene.
02:03Ist gut.
02:05Morgen.
02:06Ah, grüßt euch.
02:07Schön, dass ihr da seid.
02:09Ist ja einiges los bei Ihnen hier.
02:10Ja, wir haben noch einen Haufen zum Tun bis zur Generalbube.
02:13Bin gespannt, ob wir das schaffen.
02:14Äh, sagt man nicht, wenn auf der Generalprobe ein Schiff geht, nachher wird es eine erfolgreiche
02:19Premiere.
02:20Seid sehr nachisch.
02:21Das brauchen wir doch jetzt noch für die vorletzte Szene.
02:23Hab ich schon Zeit gesagt.
02:24Ja.
02:25Ja, das ist ja der Wahnsinn.
02:26Gut, wenn es nach dem alten Aberglauben geht, dann wird das eine bombastische Premiere.
02:29Ich bin mir sicher, Sie haben das alles super im Griff, Herr Lenz.
02:32Du schaust was, was...
02:33Ah, Sandra, hast du den Sebastian gefunden?
02:36Schon, aber...
02:37Ja, und wo ist er?
02:37Das wollte ich dir ja gerade sagen.
02:39Es wäre nämlich so, der Sebastian ist.
02:41Also, ich glaube, der ist tot.
02:44Mein Gott.
02:45Jesus.
02:46Was?
02:52Morgen.
02:53Morgen.
02:54Morgen.
02:55Ah, der Herr Stadler.
02:56Gerade wollten wir nach Ihnen vorhanden lassen.
02:58Lieber ein bisschen später, als wir den ganzen Tag hungrig.
03:00Ich war heute Selbstversorger, frühstückstechnisch.
03:03Der Herr Achtziger ist halt auch ein bisschen später dran.
03:05Der wollte unbedingt die Frau Hofer noch beim Bauerntheater im Gasthof Grillmeier erwischen.
03:10Das Stück kenne ich.
03:11Das ist saugut.
03:13Kultureller Hochgenuss wahrscheinlich.
03:14Sagen Sie bitte nichts über Bauerntheater, ja?
03:17Die Stücke sind oft sehr schön und schauspielerisch durchaus anspruchsvoll.
03:21Ich sehe schon, da spricht der Experte.
03:22Ja, unser Trachtenverein hat nämlich zum Hundertjährigen ein Stück aufgeführt.
03:27Und da habe ich...
03:30Krippe Rosenheim, Apparat, Stockel, grüß Gott.
03:33Herr Achtziger?
03:34Ja?
03:35Na?
03:36Aha.
03:37Herr Achtziger, bitte fassen Sie nichts an.
03:39Ich schicke es gleich vorbei.
03:41Ja, wiederhören.
03:42Das war der Herr Achtziger.
03:43Es gab ja der Leiche.
03:44Und jetzt rat's einmal wo?
03:46Im Gasthof Grillmeier.
03:47Oh.
03:48Er ist aus dem Bauern wohl ein Kriminalstück geworden.
03:51Oh.
03:54Herein.
03:56Guten Morgen, Frau Ortmann.
03:57Herr Seitz, was für eine Überraschung.
04:00Wir haben doch gestern am Telefon über die Monatsabrechnung gesprochen.
04:03Und da dachte ich, es wäre nett, mich mal wieder persönlich blicken zu lassen.
04:06Aha.
04:08Ob ich nun in München einen Blick auf die Unterlagen werfe oder hier ist doch einerlei.
04:11Meinen Sie nicht auch?
04:12Natürlich, aber...
04:13Es stört Sie doch nicht, wenn ich mich gleich bei Ihnen im Büro dran setze.
04:16Nein, nein.
04:17Danke.
04:21Bitte, fühlen Sie sich wie zu Hause.
04:23Ja.
04:24Ähm.
04:27Die Abrechnung?
04:28Ach so, Entschuldigung, ja.
04:39Bitte schön.
04:40Schön.
04:41Ja, dann wollen wir mal sehen.
04:44Dann werde ich mir mal einen Kaffee holen.
04:47Ähm, für mich eine heiße Schokolade, bitte.
04:48Sie wissen ja, von Kaffee kriege ich immer so Herzrasen.
04:52Ach, sicher.
04:53Danke.
05:08Und dass der Wilderer am Ende von dem Stück unbraucht wird, das ist doch gerne so.
05:13Ungesunde Rolle.
05:14Morgen, der Herr.
05:15Guten Morgen, Herr Achtziger.
05:16Frau Hofer, hallo.
05:17Hallo, Herr Hörner.
05:18Hallo.
05:18Grüß Gott beinahmt.
05:19Mein Gott, nein, Frau Hofer, was machen Sie mir denn bitte für Sachen?
05:22Herr Stadler, was ist das für eine alberne Unterstellung?
05:25Mein Gott, nein, das war doch bloß Humor.
05:28Guten Morgen.
05:29Morgen, Herr Ma.
05:30Haben Sie von dem Mord irgendwas mitbekommen?
05:32Nein, wir waren gerade im Gespräch mit Herrn Lenz, das ist der Regisseur von dem Stück,
05:37als Frau Sandra Grillmeier, ein Ensemblemitglied, die Leiche entdeckt hat.
05:42Haben Sie den toten Kind?
05:44Den, äh, Sebastian Grillmeier, nein.
05:47Äh, ich auch nicht, aber was man so gehört hat, soll er recht aufbrausend gewesen sein.
05:51Aha.
05:52Ist Frau Dr. Eckstein schon eingetroffen?
05:54Ja, am Leichenfund, Autel Jägerstüber.
05:58Todeszeitpunkt war vor, äh, circa zwölf Stunden.
06:02Ei, ei, ei, schönen guten Morgen, Frau Dr. Eckstein.
06:05Ja, die Herren Kommissare, guten Morgen.
06:07Grüß Gott, Frau Dr. Und, haben Sie schon was für uns?
06:09Ja.
06:10Der Tote wurde erstochen, und zwar von vorne in den Brustkorb.
06:14Hier, sehen Sie?
06:17Der Stich ging direkt ins Herz, das Opfer war sofort tot, und es gibt keine Abwehrverletzung.
06:22Dann ist entweder komplett überrascht worden, oder der Tote hat seinen Mörder gekannt.
06:27Wie sieht's mit der Tatwaffe aus?
06:29Den Wundrändern nach handelt es sich um ein sehr scharfes Messer mit einer Doppelklinge.
06:34Ich geh mal davor aus, dass wir das nicht haben.
06:36Tatsächlich ist es so, dass neben der Leiche ein derartiges Messer lag, aber Florian wirft gerade einen Blick drauf.
06:42Das war ja schön blöd vom Täter, wenn er da das Messer direkt neben dem Toten liegen lassen.
06:46Ja, oder schön schlau, ne? Vielleicht wollt ihr uns damit auf eine falsche Ferte locken.
06:50Also, das ist jetzt schon wirklich um Dreiecken gedacht, Herr Kollege.
06:55Wie schaut's aus? Tatwaffe oder nicht?
06:57Ja, also vom Ausschauen her würde es passen. Fingerabdrücke sind zwar keine drauf, aber da.
07:01Zeigst du den Aufkleber?
07:03Da steht Theatermesser drauf, aber auch ein Trappen ist das keine.
07:07Wissen Sie, beim Theatermesser ist es nämlich so, dass beim geringsten Widerstand die Klinge im Schaft verschwindet.
07:14Ist das so, ja? Was für ein Glück, dass wir so einen ausgewiesenen Theaterexperten unter uns haben, ne?
07:19Stimmt.
07:21Wissen Sie was, das leihen wir uns einmal aus.
07:23Vielleicht erkennt es ja jemand wieder.
07:25Und vielleicht taucht dir das echte Theatermesser auch noch auf, Florian, ne?
07:28Also auf jeden Fall Ausschau danach halten.
07:29Mach mal.
07:30Der Täter hat das Messer ausgetauscht, um von sich abzulenken.
07:34Oder, weil er gehofft hat, dass wer anders den Job für ihn erledigt.
07:38Da seht ihr, ob so viele Ecken rum habe ich gar nicht gedacht.
07:42Wie gesagt, genauer kann ich die Tatzeit erst nach der Obduktion bestimmen.
07:46Aber so zwischen 22 oder 23 Uhr gestern Nacht dürfte ungefähr hinkommen.
07:50Na, das ist doch schon mal was.
07:52Danke wieder mal, Frau Dr. Eckstein.
07:54Gut. Ich melde mich dann, sobald ich mit der Obduktion durch bin.
07:57Wiedersehen.
07:58Auf Wiedersehen.
08:00Frau Luppe, sind Sie heute schon fertig?
08:01Ja, bin ich.
08:03Es ist ja so, der Tote ist der Sebastian Grillmeier.
08:0733.
08:08Haben Sie vielleicht auch was, was wir noch nicht wissen?
08:1033 Jahre alt ist er worden, der Sebastian Grillmeier.
08:13Und seit dem Tod von seinem Papa vor zwei Monaten hat er hier die Wirtschaft geführt.
08:17Ganz alleine.
08:18Und die Metzgerei auch.
08:19Darf ich?
08:20Bitte.
08:20Gibt es vielleicht Verwandte, die wir benachrichtigen müssten?
08:23Selbstverständlich, seine Cousine.
08:24Die Sandra Grillmeier.
08:25Die weiß aber schon Bescheid, weil sie hat die Leiche gefunden.
08:28Auch das wissen wir schon, Herr Mohr.
08:30Und jetzt wart's.
08:31Da hinten, ums Eck.
08:33Und das habt ihr noch nicht gewusst.
08:34Entschuldigung.
08:35Verheiratet war er nicht?
08:36Ja.
08:37Herr Grillmeier.
08:38Freundin hat er gehabt.
08:39Wer?
08:40Herr Grillmeier.
08:41Die Nützl Rosalie.
08:42Die spielt da mit bei dem Theaterstück.
08:45Die weiß aber auch schon Bescheid.
08:47Und was ist mit den Zeugen, die währenddessen in der Wirtschaft oder in der Metzgerei waren?
08:51Die geh ich jetzt fertig machen.
08:53Das glaub ich.
08:56Ja, und ich würd sagen, wir reden dabei mit der Sandra Grillmeier.
09:00Wenn Sie das so schön sagen.
09:01Sag ich.
09:03Wie Sie das Opfer gefunden haben, ist Ihnen da irgendwas Ungewöhnliches aufgefallen?
09:07Ich bin dermaßen der Schocker.
09:09Wie war denn Ihr Verhältnis zu dem Verstorbenen?
09:11Gut.
09:12Früher, wo wir noch klein waren, sind wir oft beieinander gewesen.
09:15Verwandtschaftsmäßig.
09:17Ein Cousin soll ja nicht gerade ein einfacher Charakter gewesen sein.
09:21Nein, der Sebastian hat es nicht immer leicht gehabt.
09:23Die Mutter ist früh gestorben und sein Vater, mein Onkel, ist schnell einmal die Hand ausgerutscht.
09:29Die Wirtschaft haben Sie denn in der letzten Zeit zusammengeführt?
09:32Nein.
09:33Normal bin ich ein Model, wissen Sie?
09:34Ich bin praktisch nur vorübergehend da, sozusagen.
09:37Hm.
09:38Was heißt vorübergehend?
09:42Wo mein Onkel vor einem halben Jahr so krank geworden ist, da habe ich Ermut am Sebastian
09:45ein bisschen unter die Arme gegriffen.
09:47Nach dem Tod vom Onkel Hans.
09:50Ich wollte den Sebastian nicht gleich allein lassen.
09:52Und jetzt, wo Herr Grillmeier Junior tot ist, was passiert da mit dem Gasthof und der Metzgerei
09:57und mit allem?
09:59Außer mir hat da niemand mehr gehabt, der Sebastian.
10:01Was interessiert ist jetzt, als Erben?
10:04Oder gibt es ein Testament?
10:05So von weiß ich nichts.
10:27Haben Sie den Artikel über Controlling im Wandel der Zeit in der letzten Ausgabe unserer Fachzeitschrift
10:32der Prüfer gelesen?
10:33Sind Sie denn mit der Monatsabrechnung schon durch?
10:35Ähm, ja, ja.
10:38Es scheint alles in Ordnung zu sein.
10:44Um nochmal auf diesen Artikel zurückzukommen.
10:46Gibt es vielleicht sonst irgendwas, was ich Ihnen zeigen kann, was Sie prüfen möchten?
10:52Also, wenn Sie mir die Abrechnung der beiden vorangegangenen Monate noch zur Durchsicht geben könnten,
10:57das wäre nett. Danke.
10:59Wieso sind dann irgendwelche Unregelmäßigkeiten aufgetreten?
11:03Nein, nein, einfach nur so.
11:05Ähm, der Vollständigkeit halber sozusagen.
11:08Aha, verstehe.
11:10Aber die Vorgänge muss ich mir erst noch raussuchen, ja?
11:13Kein Problem.
11:15Ich habe Zeit.
11:16Ich habe Zeit.
11:22Fällt Ihnen irgendjemand ein, mit dem Ihr Cousin in letzter Zeit Streit gehabt hat?
11:27Mit dem Nenz-Schorsch, am Regisseur, ist der Bastian gestern ziemlich zusammengerumpelt.
11:31Ja.
11:32Warum, könnte ich es nicht sagen.
11:35Wo waren Sie gestern Abend zwischen 10 und 11?
11:37Beim Hirschen war ich.
11:39Ich habe mich dort mit jemandem getroffen, einem Mann.
11:42Na gut, dann bräuchten wir einen Namen und Adresse von dem Mann.
11:45Das könnte jetzt ein bisschen schwierig werden, weil...
11:50Wir haben uns in so einem Online-Dating-Portal kennengelernt.
11:54Liebeonly.de.
11:56Falki01 ist sein Nickname.
11:58Sein was?
11:59Sein Spitzname.
12:01So einen echten Namen haben Sie keinen.
12:04Nur, dass er Felix heißt, mehrerer, weiß ich nicht.
12:05Wir haben ja immer noch über das Internet gechattet.
12:07Darum habe ich auch keine Nummer mehr.
12:09Felix.
12:10Na gut.
12:11Danke, Frau Krillemeyer, das war es erst mal.
12:13Falls noch Fragen auftauchen sollten, wo können wir sie erreichen?
12:16Ich habe einem Kollegen meine Handynummer gegeben, da erwischen Sie mich eigentlich immer.
12:19Ja, ich schaue, dass ich das mit der Freigabe von dem Zuschuss für die Sommerkonzerte heute noch geklärt kriege.
12:24Frau Hofer, morgen reicht vollkommen.
12:27Sie haben ja jetzt weiß Gott mehr als genug zu tun nach dem plötzlichen Ableben von Herrn Krillemeyer.
12:31Das können Sie laut sagen.
12:33Ohne Hauptdarsteller werden wir alles absagen müssen, schätzungsweise.
12:37Herr Rhein.
12:38Entschuldigung, Herr Achtziger.
12:40Ach, hallo, Frau Hofer.
12:40Äh, störe ich?
12:41Nein, nein, komm, ist mir rein, Frau.
12:43Äh, mir haben wir sie, oder?
12:45Ja, und Sie melden sich dann, wenn Sie Bescheid wissen.
12:48Mach ich.
12:49Wiederschauen.
12:49Vier Gott.
12:51Wiederschauen.
12:51Frau Altmann, was kann ich für Sie tun?
12:56Es geht um Henseits.
12:57Aha.
12:58Probleme?
12:59Ja, nein, nicht direkt.
13:01Er ist heute Morgen unangekündigt hier aufgetaucht.
13:03Und was wollte er?
13:04Er sagt, er würde gerne einen Blick in die Abrechnung werfen, aber bisher hat er mir die ganze Zeit nur
13:08Klatsch und Tratsch aus München erzählt.
13:10Frau Altmann, Sie kennen doch unseren Herrn Seitz. Er ist halt manchmal, ja, ein bisschen kompliziert.
13:16Ja, sicher. Trotzdem habe ich auch anderes zu tun, als Smalltalk mit ihm zu machen.
13:20Sicher, aber versuchen Sie einfach, das Beste draus zu machen.
13:25Online-Dating, so ein Krampf.
13:27Wieso Krampf?
13:28Und die Leute schwören da drauf.
13:30Ja, Falki 01, wahrscheinlich ein Langweiler, der mit dem Namen bloß ein Image schafft.
13:34Ja, so viele Mächten leben wir auch.
13:37Ah, seid ihr schon fertig? Habt ihr schon alles zusammengepackelt?
13:39Na ja, sein Laptop und das Handy auch.
13:41Ah, mit bestem Dank zurück.
13:44Brauchen wir den auch.
13:45Brauchen wir.
13:46Ach, Florian, wie sieht es denn mit der Suche nach dem richtigen Theatermesser aus?
13:50Leider Fehlanzeige.
13:51Schade, weitersuchen, danke.
13:53Servus.
13:54Was mich interessieren würde, was da zwischen dem Toten und dem Theatermensch, dem Georg-Lenz-Gläufer ist.
14:01Also mich interessiert ja eher die Sandra Krillmeier.
14:03Allzu unglücklich scheint ja nicht gewesen zu sein über den Tod ihres Cousins.
14:06Na ja, jeder traut anders.
14:08Ja, aber jetzt, wo ihr Cousin tot ist, erbt ihr von dem Onkel wahrscheinlich alles.
14:11Und das ist schon ein deftiges Motiv.
14:13Wie es ausschaut, hat es ein Alibi.
14:15Falki 01.
14:17Ja, das sollten wir auf jeden Fall so schnell wie möglich überprüfen.
14:20Herr Hansen, was hätten Sie braucht?
14:22Liebe Frau Stockel, folgendes.
14:24Finden Sie doch bitte mal was beim Datingportal liebeonly.de raus.
14:28Wir bräuchten da die Daten eines Mitglieds.
14:30Falke 01 nennt er sich und sein echter Vorname ist offenbar Felix.
14:34Aha, ja, eine Freundin von mir ist auch bei liebeonly.de und die sagt, das sind nur Singles mit Niveau.
14:40Aber wenn Sie mich fragen...
14:41Ja, das ist eine Alibi-Überprüfung, Frau Stockel, das ist also ziemlich dringend.
14:45Ja, mache ich.
14:45Ah, Herr Hansen, wegen dem Toten.
14:47Ich bin einmal über die Kontoauszüge drüber gegangen und finanziell fällt es überhaupt nichts.
14:52Die Geschäfte laufen gut.
14:53Aha.
14:54Gibt es da ein Testament?
14:55Im Gericht ist nichts hinterlegt und die Anruflisten dauern noch.
14:58Na gut, ich würde mir gerne mal das Testament von Herrn Grillmeyer Senior ansehen.
15:02Das ist der Vater von dem Toten.
15:03Können Sie es für mich anleiern?
15:04Ja, mache ich.
15:06Danke, Frau Stockel, bis später.
15:08Bitte, Herr Hansen, bis später.
15:10Ach, klar, ist das...
15:13Ach...
15:19Ja, Elfi, ich bin's.
15:20Sag einmal, kannst du mir deine Logindaten geben für liebeonly.de?
15:24Es geht um das Alibi in unserem Mordfall.
15:26Ja, ja, habe ich.
15:30Ja, danke, Pfütti, bis später.
15:34So.
15:38Ah, Falke 01, da ist es ja schon.
15:43Sie, Frau Stockel, habe ich ja irgendwo meinen Autoschlüssel legen lassen?
15:46Äh, nein, ich habe nichts gesehen.
15:47Ja, schafft.
15:49Ja, Frau Hofer, Sie sind ja noch da.
15:50Ah, wenn ich meinen blöden Schlüssel nicht finde.
15:53Frau Stockel, das muss ich ins Archiv.
15:54Schauen Sie mal, das sind die Profildaten von unserem Alibi in dem Mordfall.
15:58Leider haben wir nur den Namen.
15:59Felix heißt er.
16:00Sportlicher, mit 30er, schlank, gutaussehend, mit abwechslungsreichem Beruf.
16:05Für alles spontane Offen, der da mag, voll.
16:08Also, ich kenne eigentlich bloß einen Felix, und das ist der Herr Seitz.
16:11Ja, der Witz ist gut, aber dieses Profil passt so überhaupt nicht auf unseren Herrn Seitz.
16:17Wirklich nicht.
16:18So, ich habe jetzt mit allen Zeugen im Bierthaus gesprochen.
16:22Keiner was gesehen, keiner was gehört.
16:23Aber in einem sind sich alle einig.
16:26Nach dem Tod von seinem Papa hat der Krelmeier Junior so richtig auftrat.
16:30Ui, was hat er da gemacht?
16:31Er hat den Überflieger gekriegt.
16:33Zicke, zicke, geht raus, Angestellten zur Sauer, jawohl.
16:36Die werden vielleicht gut auf ihren Chef zum Sprüchen sehen.
16:38Ja, haben aber alle ein Alibi.
16:41Diesen Herrn Lenz, den Theaterregisseur, wo finden wir den?
16:44Der Lenz, der hockt noch drin im Theatersaal.
16:46Und wegen der Freundin von unserem Toten, wegen der Nützel Rosalie.
16:50Es hat nämlich einer von den Gästen gehört, dass Sie und der Krelmeier Junior gestern richtig gestritten haben.
16:55Aber ich habe eigentlich heute gar keine Zeit.
16:57Ich muss noch mit den ganzen anderen Zeugen reden.
16:59Vielleicht finden wir etwas heraus, was wir noch nicht wissen.
17:03Geil, Stadtler?
17:04Gerne.
17:05Gut, gut.
17:06Gut.
17:07Man muss auslosen.
17:08Vorschlag meinerseits, ich übernehme den Theatermenschen und sie, die Freundin.
17:18So, das dürfte jetzt alles sein.
17:21Sehr gut.
17:25Oh, ich bin gleich wieder da.
17:29Entschuldigung.
17:36Wir müssen uns dringend sehen. Hast du Zeit?
17:41Guten Tag.
17:42Guten Tag.
17:47In einer Viertelstunde in Times Square.
18:00Soll ich Ihnen die dazugehörigen Belege auch noch raussuchen oder reicht Ihnen das so?
18:06Herr Seitz.
18:07Herr Seitz.
18:08Wunderbar.
18:09Legen Sie die Sachen ruhig irgendwo hin.
18:11Ich dachte, Sie wollten jetzt sofort einen Blick hineinwerfen.
18:19Ich muss mal eben kurz weg, äh, aber lassen Sie die Sachen ruhig geliehen, ja?
18:24Okay.
18:25Bis später.
18:28Ach.
18:29Also, dass bei der Generalbobie was schiefläuft, das gehört ja dazu, aber einen Mord haben
18:32wir noch nie gehabt.
18:33Ja, Gott sei Dank.
18:34Sagen Sie mal, wo bewahren Sie normalerweise das Theatermesser auf?
18:38In der Funduskäste hinter der Bühne.
18:40Da hat ja jeder Zugang dazu gehabt.
18:42Ja, Sie wollen mir doch jetzt nicht erzählen, dass der Grillmeier mit der windigen Attrappe
18:45ermordet worden ist.
18:46Ja, mit der vielleicht nicht, aber mit dem Zwillingsbruder quasi.
18:50Sie meinen, das Messer ist austauscht worden.
18:52Jesus, der einen Grillmeier auf der offenen Bühne ermordet.
18:56Wie das?
18:57Ja, ich spiel doch einen Hintermoser-Bärtl, mit dem der Wulderer im Stück, also der Grillmeier,
19:02im Zähnerin kämpft und von dem am End dann der Stochen wird.
19:07Verstehen Sie diese Spannung zwischen denen?
19:09Zwei Protagonisten, das macht das Stück aus.
19:11Emotion ist da, das A und das O.
19:13Sonst springt der Funke gar nicht zum Publikum über.
19:16Verstehen Sie das?
19:19Was anderes.
19:20Man hat uns erzählt, dass es zwischen Ihnen und an Sebastian Grillmeier regelmäßig gescheppert hat.
19:26Ach, das war doch bloß wie am Stück quasi.
19:28Wir haben da nicht immer die gleiche Meinung gehabt bezüglich seiner Rolle.
19:34Sagen Sie, der Grillmeier hat ja mit sonst noch jemanden Ärger gehabt.
19:38Ja gut, vor ein paar Tagen habe ich mitgekriegt.
19:41Das zwischen ihm und seiner Cousine, also der Sandra, kracht hat.
19:45Aber keine Ahnung, was die da gehabt haben.
19:47Gestern Nacht, so zwischen 22 und 23 Uhr, wo waren Sie denn da Bittchen?
19:52Da müsste ich gerade heimgekommen sein.
19:55Zeugen gibt's?
19:56Nein, ich wollte nur ein bisschen alleine sein, um mich eben oft Generalbobiford zu retten.
20:01Also mental.
20:02Verstehen Sie?
20:02Ja.
20:03Nein.
20:05Ja gut, Herr Lenz, das war's dann fürs Erste.
20:08Bitte bleiben Sie in Rosenheim, weil es kann gut sein, dass wir Sie noch mehr brauchen.
20:12Ja, ich muss jetzt eh erst einmal schauen, wie das mit dem Theaterstück da weitergeht.
20:23Demnach war also alles in bester Ordnung zwischen Ihnen und Ihrem Freund.
20:27Freilich.
20:27Wieso, Annette?
20:29Weil ich mich dann frage, warum es bei dem Streit gegangen ist, den Sie da gestern mit
20:33ihm hatten.
20:34Woher wissen Sie denn das?
20:36Ein Gast im Lokal, hat Sie beide gesehen.
20:40Tja, Sie erfahren es ja wahrscheinlich eh.
20:44Der Sebastian ist jetzt nicht gerade der Treuste gewesen.
20:47Sagen wir es einmal so.
20:49Aha.
20:49Ihr Freund hat Sie also betrogen.
20:52Und wo er mitgekriegt hat, dass er schon wieder was am Laufen hat, da wollte ich mitrennen.
20:56Ich hab mal versprochen, dass mit der Erschneuner es aus und vorbei ist.
20:59Ja.
21:01Wie war denn das Verhältnis zwischen Ihrem Freund und seiner Cousine, der Sandra Krillmeier?
21:06Er war ihrer echt dankbar, dass er sich so um seinen Papa gekümmert hat, wo er krank
21:09worden ist.
21:10Sagen Sie, arbeiten Sie auch hier im Gasthof oder in der Metzgerei?
21:14Normal nicht.
21:15Ab und zu bin ich mehr Auskäufer, aber eigentlich bin ich Friseurin, wissen Sie.
21:18Ach.
21:20Haben Sie eine Idee, wer das Ihrem Freund angetan haben könnte?
21:26Ja, wenn ich nicht, der jeder Mühen hat.
21:29Aber gleich ein Mord.
21:32Gestern Abend zwischen, sagen wir mal, 22 und 23 Uhr.
21:35Wo waren Sie denn da?
21:36Das ist jetzt aber nicht Ihr Ernst, oder?
21:38Doch, es ist schon, aber es ist eine reine Routinefrage, Frau Nutzler.
21:44Da war ich nur in der Arbeit gewesen.
21:47Friseursalon Kruger.
21:48Waren Sie da allein?
21:50Ja.
21:52Aber vielleicht hat mich wer gesehen?
21:55Ja, danke, Frau Nutzler, das war's erst mal.
21:58Aber halten Sie sich bitte zu unserer Verfügung, falls noch Fragen auftauchen sollten.
22:02Ja, freilich.
22:02Mein herzliches Beileid nochmal.
22:05Bitte sehr.
22:05Bitte schön.
22:19Ja, hoppala, wen haben wir denn da?
22:26Ja, hallo.
22:28Hab mein Horoskop doch recht gehabt, dass ich heute noch eine wunderschöne Überraschung erleben werde.
22:32Ist Ihnen die Sterne angestanden, dass ich einen Tisch von Ihnen kriegen darf?
22:35Alles, was Sie wollen.
22:38Äh, Tisch, ja, selbstverständlich.
22:40Entschuldigung.
22:47Herr Salz, ich bin gleich bei Sie da.
22:50Ja, ich, ähm...
22:51Felix!
22:52Ah, hallo.
22:59Schön, dass es noch geklappt hat.
23:01Ja, finde ich auch.
23:06Das trauen wir jetzt, oder?
23:10Das Salz?
23:13Du, Stuckel.
23:14Du, Michi, schau, das ist das Online-Profil von dem, der wohl in unserem Mordfall das Alibi ist.
23:21Ja, ist ganz ein eigener Typ, so ein bisschen schnabelmäßig.
23:24Ja, das ist nur wegen dem Namen, Falki 01.
23:28Stuckel, pass auf.
23:29Das sind die Bürounterlagen von unserer Leiche.
23:32Das Handy, ein bisschen eine Privatsache.
23:34Es kommt alles frisch aus der KTU.
23:37Sportlich, gutaussehend, spontan.
23:39Du, kleine Frage.
23:40Könntest du ganz spontan da ein bisschen drüberschauen und vorsortieren, warum?
23:44Ich muss nämlich gleich wieder gehen.
23:45Ich habe eine verschärfte Alibi-Befragung.
23:47Michi!
23:48Ja, ja.
23:55Also, ob die Freundin von dem Toten, die sie nützen, das wirklich so entspannt gesehen hat, dass ihr fremdgegangen ist?
24:01Also, Eifersucht ist bekanntlich ein gutes Motiv.
24:03Mal sehen, was die Überprüfung von ihrem Alibi ergibt.
24:06Wer kann denn diese geliebte gewesen sein?
24:08Wissen Sie was?
24:09Der Herr Morse soll sich da umschauen.
24:11Also, ich frage mich eher, was es bei dem Streit zwischen dem Toten und seinem Cousinchen gegangen ist.
24:16In dieser Sandra Grillmeier haben Sie sich ja regelrecht verbissen als Verdächtige, was?
24:20Was ist die für Bissen?
24:21Wenn sie von einem Streit kein Wort erzählt, dann macht sie sich verdächtig.
24:30Apropos, der Lenz, der Regisseur, hat vermutlich kein Alibi.
24:33Ja, aber ob da so ein bisschen der Ärger beim Theaterspielen als Motiv ausreicht, ich weiß nicht.
24:38Abgesehen davon, dass der Lenz dann einen seiner Hauptdarsteller verloren hätte.
24:41Ah ja, so fanatisch, wie der das mit der Schauspielerei sieht.
24:44Und mit Ihrer Bühneerfahrung, können Sie das nicht nachvollziehen?
24:47Ja, ja, machen Sie ihn dann nur lustig.
24:49Aber immerhin habe ich seinerzeit die Hauptrolle gespielt.
24:51Ein Gankerl.
24:52Ein was?
24:53Gankerl, ein Teufel.
24:55Gerade solche Rollen sind mit das Schwierigste, rein schauspielerisch gesehen.
24:59Verstehen Sie das?
25:01Anton Hollywood-Stadler.
25:03Ah.
25:05Ja, ich rechts aus. Wiederhören.
25:08Ach, gut, dass ihr da seid.
25:09Das war gerade die Frau Dr. Eckstein, die hat gesagt, dass die Obduktion leider nichts Neues ergeben hat.
25:14Todeszeitpunkt wäre so Umarer 22.30 Uhr.
25:18Dann habe ich versucht, dieses Dating-Portal Liebe-Only-D anzurufen, aber da ist leider keiner hingegangen.
25:24Ich habe aber dafür das Profil von Falki 01.
25:27Ah, jetzt kommen Sie da mal her.
25:30Ja, scheint ein echter Traummann zu sein.
25:32Ja, gell, finde ich auch.
25:34Gell, der hat doch nicht umsonst kein Foto rein da.
25:36In Wirklichkeit ist dieser buglige Zwerg mit einem Riesentrum Ratzen.
25:39Das Vertrauen in die Menschheit ist ja echt beeindruckend, Herr Kollege.
25:43Frau Stockel, werfen Sie bitte mal einen Blick auf die Freundin des Opfers, eine gewisse Rosalie Nützel,
25:48und auf den Theaterregisseur, einen gewissen Herrn Georg Lenz.
25:51Haben Sie das?
25:51Hab ich, mach ich.
25:52So, Nachbarn sind alle befragt.
25:55Keiner was kennt, keiner was gehört.
25:57Ja, so ist das manchmal, ne?
25:58Dann überprüfen Sie bitte gleich mal das Alibi von der Freundin des Opfers.
26:02Rosalie Nützel?
26:03Genau, zur Tatzeit soll sie sich angeblich im Friseursalon Gruber aufgehalten haben.
26:07Vielleicht hat sie hier jemand gesehen.
26:09Friseursalon?
26:10Jawohl.
26:11Davor checken Sie mir bitte noch schnell, ob irgendjemand vom Georg Lenz seine Nachbarn mitgekriegt hat,
26:16ob der gestern auf Nacht abhauen war.
26:18Schnell.
26:19Jawohl.
26:19Und danach überprüfen Sie bitte im Gasthof Hirschen, ob die Sandra Krillmeier, das ist die Cousine des Opfers,
26:25sich da zur Tatzeit mit einem gewissen Felix getroffen hat und wie der Mann ausgesehen hat.
26:29Hirschen?
26:30Ist sonst da?
26:31Nein.
26:31Nein.
26:33Ah, der Tote soll eine Geliebte gehabt haben, wenn Sie sich da ein bisschen umhören.
26:37Was ist das dann?
26:39Ja, also wenn Ihnen das nicht reicht, Sie können gerne noch...
26:41Nein, Herr, ich komme ja später wieder, da kommen wir.
26:44Ja, dann sehen Sie.
26:45Alles sei denn.
26:46Grüß Gott.
26:48Ich bin gleich hergekommen.
26:49Ah, jetzt?
26:50Ja.
26:51Ah, schaut mal, was ich in der Jackentasche gefunden habe.
26:55Es tut mir so leid.
26:58Das Ganze muss fürchterlich sein für dich.
27:03Es war echter Glück, dass ich die kennengelernt habe.
27:06Das finde ich auch.
27:11Mach dir bitte keine Sorgen.
27:15Dass mein Kollege dich gefragt hat, wo du zur Tatzeit gewesen bist, das war wirklich nur reine Routine.
27:20Im ersten Moment fühlt man sich schon komisch irgendwie.
27:23Wo ich doch bloß deinen Vornamen gekannt habe.
27:25Ja, ich werde das schnellstmöglich klären.
27:28Dass wir zusammen gewesen sind, kann ich ja bezeugen.
27:33Du gehörst mit Sicherheit nicht zum Kreis der Verdächtigen.
27:42Und Sie haben keine Ahnung, wie das Messer in Ihre Tasche gekommen ist.
27:45Wenn ich denen doch sag.
27:46Dann haben Sie das Theatermesser das letzte Mal gesehen.
27:51Warten Sie, das müsste gestern kurz vor der Probe gewesen sein.
27:54Da ist es noch in der Fundeskäste gelegen.
27:57Also so wie ich das sehe, will mir da irgendjemand was anhängen.
28:01Ja, schauen wir mal.
28:02Trotzdem müssen wir Sie bitten, den Kollegen in die KTU zu begleiten.
28:05Fingerabdrücke, die Nahprobe, Franz.
28:11Ich habe frei mit der ganzen Sache nichts zum tun.
28:14Das schwöre ich.
28:15Gut.
28:16Ja, ja.
28:20Mein Lieber, schiebe jetzt, stellen Sie Ihnen mal vor.
28:23Der hätte den Grillmeier auf offener Bühne erstocken.
28:25Auf jeden Fall eine denkwürdige Vorstellung.
28:27Hören Sie mal, das sind polizeiliche Ermittlungen.
28:30Ja, Sie werden mir doch wohl den Nachnamen.
28:34Falke, wie der Vogel.
28:36Frau Stoffel, ist der Herr Achtziger?
28:39Was?
28:40Gerichtsbeschluss?
28:41Hören Sie, das ist ein Mordfall.
28:43Ja?
28:44Ja, ist schon recht.
28:45Danke, wiederhören.
28:47Ach, so eine blöde Trutschen.
28:49Immer noch, wie geht Ihre Sache mit dem Online-Profil?
28:51Ja, die wollen wir einfach nicht den Nachnamen von Falke 01 sagen.
28:54Frau Hofer, Felix, Sie gibt es wie Sand am Meer.
28:57Wie gesagt, ich kenne jetzt bloß einen, gell?
28:59Ja.
29:02Entschuldigung.
29:03Die Herren Kommissare?
29:04Die kommen gleich.
29:06Aha.
29:08Ja, gut, dann gehe ich schon mal rüber ins Büro, ja?
29:11Machen Sie das.
29:12Danke.
29:21Sportlicher mit 30er, schlank, gut aussehend, für alles spontane, offen.
29:29Na, wirklich nicht.
29:34Sie sind also Falke 01?
29:36Ja, ich dachte, das hört sich interessant an und könnte Neugierde wecken.
29:43Ja, das ist Ihnen durchaus gelungen.
29:46Ja, was hat denn, was hat Frau Krillmayr gesagt, als sie sie kennengelernt hat?
29:52Ja, sie hat sich gefreut.
29:54Sportlicher mit 30er, schlank, gut aussehend mit abwechslungsreichem Beruf, für alles spontane, offen.
30:07Ja, klingt doch treffend, oder?
30:10Finden Sie es ein wenig zu geschönt?
30:12Ja, da hat Frau Krillmayr bestimmt gedacht.
30:16Ja, ja, das ist so.
30:17Ja.
30:19Also Frau Hofer, Sie glauben doch nicht wirklich, dass der Herr Seitz Falke 01 ist?
30:24Eigentlich nicht, aber was hätten Sie denn sonst so lange zu bereden?
30:27Also Ihre Fantasie in Ehren.
30:29Aber die Frau Krillmayr, wenn einen schicken Falken erwartet und den Seitz sieht, die fällt doch tot um.
30:35Beim Online-Dating wird doch immer ein bisschen geschwindelt.
30:38Ein bisschen geschwindelt.
30:39So einem Bären kann man nicht einmal im Internet jemanden aufbinden.
30:43Und Sie sind sich ganz sicher, dass Sie gestern Abend um 22.30 Uhr noch mit der Frau Krillmayr im
30:47Gasthof Hirschen gesessen sind?
30:49Ja.
30:49Und das weiß ich deshalb so genau, weil ich kurz davor zur Toilette gegangen bin und anschließend kurz auf mein
30:55Handy geschaut habe.
30:57Ja, ich habe mich sogar gewundert, dass es schon so spät ist, obwohl ich noch gar nicht müde war.
31:01Ja, mit so einer schönen Frau an der Seiten vergeht die Zeit wie im Flug.
31:05Ja, genau.
31:06Ja, allerdings habe ich dann heute die Rechnung dafür bekommen.
31:10Ich habe so tief geschlafen, dass ich irgendwie den Wecker auf meinem Handy gar nicht gehört habe.
31:14Ja, so muss es gehen.
31:16Ja.
31:17Ähm, wenn ich mal fragen darf, ähm, wie kommen Sie denn eigentlich darauf, dass Sandra, ich meine Frau Krillmayr, verdächtig
31:27sein könnte?
31:28Naja, immerhin fällt ja jetzt das gesamte Erbe von Herrn Krillmayr Senior auf seine Nichte, ne?
31:32So als einzige Verwandte.
31:34Aha. Ja. Ähm, ich denke nicht, dass Sandra, äh, Frau Krillmayr gesteigerten Wert auf finanzielle Dinge legt.
31:41Warum meinen Sie denn das?
31:42Naja, weil sie zum Beispiel gestern Abend darauf bestanden hat, mich einzuladen.
31:46Und auch heute Morgen beim Frühstück durfte ich die Rechnung nicht begleichen.
31:49Oha.
31:50Ja.
31:51Gut, ähm, das war's dann eigentlich. Vielen Dank, Falki 01. Die können gehen.
31:59Ja, keine Ursache. Ähm, ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.
32:07Ah, die KTU hat auf der Tatwaffe DNA-Spuren gefunden.
32:11Da schauen wir doch gleich mal, ob die DNA mit der vom Lenkz übereinstimmt.
32:16Der nach wie vor kein Motiv hat.
32:18Apropos Georg Lenz, der ist bei uns aktenkundig. Der hat eine Schlägerei angezettelt, aus Eifersucht.
32:23Aha, es ist zur Anklage gekommen.
32:25Eine Geldstrafe hat er gekriegt.
32:27Offensichtliche Gewaltbereitschaft. So viel zum Thema Motiv.
32:29Und mit dem Notar von Krillmayr habe ich auch telefoniert und der hat mir dann das Testament vom alten Krillmayr
32:34durchgefaxt.
32:35Jetzt bringen Sie mal her.
32:39Alle Achtung, da haben sich ja außer dem Gasthof und der Metzgerei noch einige Vermögenswerte angesammelt.
32:44Und das Ganze erbt euch sein Sohn, also unser Toter.
32:47Und die Sandra Krillmayr, die ihn monatelang gepflegt hat, die geht leer aus.
32:51Darüber dürfte sie nicht so erfreut gewesen sein.
32:53Der Notar gesagt, die ist schier ausgeflippt bei der Testamentseröffnung.
32:57Was sagen Sie jetzt?
32:58Dass sie ein Alibi hat.
33:00Frau Stockel, durchleuchten Sie die Dame doch bitte trotzdem, vielleicht findet sich ja irgendwas.
33:04Ja, mach ich. Und wegen diesem Datingportal da, gell?
33:07Die Nachnamen rucken die nur per Gerichtsbeschluss raus.
33:10Den brauchen wir jetzt nimmer.
33:12Warum?
33:13Der Falke 01 ist uns schon ins Netz gegangen.
33:16Geflogen quasi.
33:18Ach, und, äh, dürfen wir fragen, wer das ist? Kennt man?
33:22Ja, ich denke, man kennt ihn recht gut.
33:24Kaum zu glauben, aber der Herr Salz hat sich jetzt die ominöse Internetbekanntschaft entpuppt.
33:30Ah, Salz?
33:33Also, mit einer Nummer hat der Tote ganz besonders oft telefoniert.
33:36Auch nachts.
33:38Und dabei handelt es sich nicht um den Anschluss seiner Verlobten, Rosalie Nützel.
33:42Aha, da schauen Sie mal her, was ich da auf dem Grillmeier seinem Handy gefunden habe.
33:45Oh, sieht aber nicht so aus, als hätte der Grillmeier seiner Geliebten den Laufpass gegeben.
33:51Die gehen mal davor aus, dass das genau das ist, mit der er abends telefoniert hat.
33:56Moment, das haben wir gleich.
33:57Äh, was das soll der Salz sein? Da lacht man sich doch tot, oder?
34:02Ja.
34:03Frau Stockel.
34:03Grüß Gott, Frau Kassiger.
34:05Grüß Gott.
34:05Ich bräuchte davon bitte zwei Kupien.
34:08Selbstverständlich.
34:09Gut, ich pack's dann wieder.
34:11Für dener.
34:12Bitte, Frau Kassiger.
34:13Dankeschön.
34:13Ah, Herr Achtziger.
34:15Ja?
34:15Die Frau Hofer hat doch recht gehabt.
34:17Äh, womit?
34:19Falke 01 ist unser Herr Salz.
34:22Tatsächlich?
34:23Stand in dem Profil nicht was von sportlicher Mitreißiger für alles spontane offen?
34:33Schauen Sie mal.
34:36Das ist doch Ihre Frau, mit der der Grillmeier da umeinander passiert, oder nicht?
34:44Ausgerechnet mit dem.
34:47Eingewickelt wird er es haben mit seinem Geld und dem Ganzen.
34:50Da kann man schon ein Wort kriegen, wie nur um die eigene Frau ausgespannt wird, was?
34:54Wie praktisch, dass der ungeliebte Nebenwohner ausgerechnet von Ihnen erstorben wird.
34:59Da haben Sie nur noch das Messer austauschen müssen.
35:02Hätte ja auch ein unglücklicher Zufall sein können.
35:05Wäre ja nicht das erste Mal, dass Sie aus Eifersucht gewalttätig werden.
35:08Jetzt hören Sie doch auf. Ich bin das nicht gewesen.
35:11Das Messer habe ich vorher noch nie gesehen.
35:13Also an sich ist ja der Versuch, auf die Weise von sich abzulenken, nicht ungeschickt.
35:16Hat aber nicht funktioniert, würde ich mal sagen.
35:18Jetzt glaubst du mir so endlich.
35:21Ich habe den Grillmeier nicht umgebracht.
35:22Wissen Sie was?
35:24Sie kriegen jetzt ein schönes Einzelzimmer bei uns und bringen der Freund der Halb bei uns weiter.
35:30Wenn Sie bitte mitkommen möchten.
35:32Sie schon, wie ich das gott.
35:38Ah, meine Herren, gut, dass ihr da seid.
35:40Also, wegen der Sander Grillmeier, der Cousine vom Toten,
35:45finanziell hat es bei der Zappen Duster ausgeschaut.
35:48Die hat nicht nur auf der Bank Schulden gehabt.
35:50Wird das so interessant?
35:50Aha, ist es also doch nichts mehr mit der großen Model-Karriere.
35:54Model?
35:55Die ist Altenpflegerin und arbeitslos.
35:58Und bei der letzten Stelle hat es gekündigt,
36:00weil sie gesagt hat, sie dort erben und braucht nicht mehr arbeiten.
36:02Sie meinen an.
36:03Wenn doch nicht das Alibi vom Seitz, wer das ihr ihr gegeben hat.
36:07Herr Stadler, bei aller Liebe.
36:09Aber dass der Herr Seitz lirkt, das glaube ich nicht.
36:12Nein, das ist ja gerade das Problem.
36:14Apropos, wo ist denn eigentlich der Herr Morde?
36:15Den haben wir jetzt auch schon länger nicht mehr gesehen.
36:17Der Herr Morde hat vorhin angerufen,
36:19der ist zum Gasthof Hirschen gefahren,
36:21weil der heute erst auf Nacht aufmacht.
36:23Oh, haben Sie mir nicht erzählt,
36:25dass das Alibi von Sandra Grillmeier
36:26schon von Herrn Seitz bestätigt worden ist?
36:28Das kann ja ich nicht rirren, dass er deswegen da hinfährt.
36:30Ah ja, genau, und noch wegen dieser Rosalie ...
36:33Lützel.
36:33Ganz genau.
36:34Der Nachbar hat bestätigt,
36:36dass sie am Abend noch im Friseursalon war.
36:38Dann wäre die Dame wohl auch aus dem Schneider.
36:41Bleibt praktisch bloß noch der Herr Lenz übrig.
36:43Ja, und der Feierabend.
36:46Ganz genau.
36:55Guten Abend zusammen.
36:56Guten Abend, Frau Ortmann.
36:58Hallo, Frau Ortmann.
36:59Je später der Abend, desto schöner die Gäste.
37:02Im Moment, was ist mit mir?
37:03Hier stelle ich die Fragen, Herr Kommissar.
37:05Auch einen Rotwein?
37:06Oh ja, den kann ich heute gebrauchen.
37:09Nach einem sehr langen Tag mit Herrn Seitz an meiner Seite.
37:12Ihr Chef ist übrigens heute schon hier gewesen.
37:14Mit einer Dame, ein heißer Feger.
37:18Wollt ihr denn die auftreiben?
37:19Internet.
37:20Ach nee.
37:21Sie ist zufälligerweise Zeugin in unserem Mordfall.
37:23Täuscher, ja.
37:25Der Seitz im Internet darf Frauen fahren.
37:26Das heißt, Herr Seitz hat eine Dienstreise vorgeschoben,
37:29um seine Liebschaft zu besuchen?
37:31Tja, da werden Sie Ihren Chef jetzt wohl öfter zu Gesicht bekommen.
37:34Hm.
37:35Hm?
37:37Hm?
37:38Hm?
37:39Hm?
37:40Hm?
37:40Hm?
37:41Hm?
37:41Hm?
37:44Ja, aber vielleicht können wir uns ja gegen Mittag noch mal ganz kurz.
37:49Ah, da hast du auch schon was vor.
37:51Nein, nein, das verstehe ich natürlich.
37:54Ja, genau.
37:55Wir telefonieren.
37:57Bis dann.
38:00Ah, Herr Seitz.
38:01Guten Morgen, Frau Ortmann.
38:03Guten Morgen.
38:04Ich nehme an, Sie wollen heute noch die restlichen Abrechnungen durchgehen?
38:08Ähm, ich möchte mich eigentlich nur noch verabschieden.
38:14Was?
38:14Sie verlassen uns schon?
38:15Ja, ich möchte nicht, dass meine Arbeit im Innenministerium zu lange liegen bleibt.
38:20Verstehen Sie?
38:20Natürlich.
38:21Obwohl Sie ja jetzt hier auch nicht ganz untätig waren.
38:24Also rein beruflich gesehen.
38:26Äh, ja, genau.
38:27Ja, also ich, äh, sag dann mal, auf Wiedersehen.
38:32Wiedersehen.
38:32Alles Gute.
38:37Einfach dumm klaffen.
38:38Wie sagen Sie?
38:39Und nachdem die DNA von Georg Lenz nicht mit der auf der Tatwaffe übereinstimmt,
38:45müssen wir ihn wohl aus der Untersuchungshaft entlassen?
38:47Noch dazu, wo die DNA von der Frau ist.
38:50Und ich hätte schwören können, dass der Lenz da seine Finger im Spall hat.
38:54Das ist vielleicht was gewesen, wie ich gestern beim Hirschen wegen der Wischstab.
38:57Ja, aber leider umsonst.
38:59Wie bitte?
39:00Nein.
39:01Der große Unbekannte, der zur Tatzeit mit Sandra Krillmayer zusammen war,
39:04hat sich als unser Herr Seitz empuppt.
39:06Nein.
39:07Herr Seitz?
39:08Ja.
39:09Er ist mit ihr bis 22.30 Uhr im Hirsch gesessen.
39:13Ah, das ist aber interessant, weil die haben ja nämlich einen Kassenbumpf und den jetzt
39:17ein mitgeben und da steht drauf, 21.30 Uhr.
39:22Ähm, hat der Seitz nicht gesagt, er hätte sich noch gewundert, dass es schon so spät ist?
39:28Und am nächsten Tag hat er verschlafen, weil er den Wecker von seinem Handy nicht gehört hat.
39:31Wie scheint, dass da jemand an der Uhr an seinem Handy gespielt hat?
39:40Finanziell schaut es bei Ihnen von einer ganz schön Mauer aus.
39:42Man könnte fast sagen, dass Ihnen das Wasser bis zum Hals steht.
39:45Bloß eine kleine Durststrecken, das wird schon wieder.
39:49Bloß blöd, dass Sie beim Tod von Ihrem Onkel nichts gehabt haben, gell?
39:53Wo Sie sich doch mit seiner Pflege eine solche Mühe gegeben haben.
39:56Ich wollte einfach nur helfen, wenn das Erbeherr überhaupt nicht denkt.
39:59Ach so.
40:01Warum haben Sie dann bei der Testamentseröffnung einen Tapsuchtsanfall gekriegt?
40:06Muss ganz schön bitter gewesen sein, festzustellen, dass Ihr Onkel Sie völlig übergangen hat.
40:10Was wollen Sie eigentlich von mir?
40:12Wir glauben, dass Sie die Gelegenheit genutzt haben, auf anderem Wege an das Erbe aus Onkels zu kommen.
40:17Indem, dass Sie den einzigen Erben, einen Cousin ermordet haben.
40:21So ein Schmarrn.
40:23Außerdem habe ich ein Alibi.
40:25Eben nicht.
40:25Wir haben nämlich inzwischen aufgrund der Rechnung des Gasthofs Hirschen festgestellt,
40:29dass Sie das Lokal nicht erst um 23 Uhr, sondern schon bereits kurz vor 22 Uhr verlassen haben.
40:35Hier.
40:36Also das Verstellen der Zeitzone am Handy vom Herrn Seitz war eine gute Idee.
40:43Aber an alles haben Sie halt auch nicht gedacht, gell?
40:47Nicht einmal ihr Geld, für die sechs Monate Pflege habe ich gekriegt.
40:56Das, wo ich mich für meinen Onkel Heubert aufgearbeitet habe.
41:00Wenn ich Sebastian darauf angeredet habe, hat er mich bloß ausgelacht.
41:06Selber schuld war er, hat er gemeint.
41:09Und dass ich keinen einzigen Cent von ihm sehend hätte.
41:17Da habe ich mir nicht anders zu helfen gewusst.
41:19Ja, Frau Krüllmeier, dann sind Sie vorläufig festgenommen wegen des dringenden Tatverdachts,
41:27Ihren Cousin Sebastian Krüllmeier ermordet zu haben.
41:31Kalle?
41:47Und richten Sie doch Dr. Lauser König ganz liebe Grüße von mir aus.
41:51Danke, das mache ich.
41:55Sandra?
42:00Dabei hat sie in ihrem Online-Profil ausdrücklich Wert gelegt auf Ehrlichkeit und Integrität.
42:04Tja, bei solchen Selbstauskünften hat schon so mancher die Wahrheit ein wenig hingebogen.
42:11Das ist mir völlig unverständlich.
42:14Ich habe mich in meinem Profil ausschließlich an die Fakten gehalten.
42:17Vielen Dank.
42:18Untertitelung des ZDF, 2020

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