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Abenteuer, Antike ,Mythologie
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00:03Über einer kleinen Gemeinde liegt seit Jahrzehnten ein düsteres Geheimnis.
00:08Am 4. Oktober 1967 stürzte bei Shaq Harbour in Neuschottland ein Objekt in den Ozean.
00:15So etwas wie Shaq Harbour ist ungewöhnlich. Das lässt sich nicht leicht erklären, wenn überhaupt.
00:22Es war etwas am Himmel, hat aufgeleuchtet und ist dann abgestürzt.
00:27Es gibt Dutzende Zeugen, aber kaum Erklärungen.
00:33Viele Leute haben gesehen, wie etwas ins Wasser gefangen ist.
00:38Fischer machten sich auf die Suche, auch die Küstenwache und Marinetaucher, doch nichts wurde gefunden.
00:45Wir konnten kaum fassen, dass da nichts war, keine Trümmer, nicht einmal eine Blechbüchse.
00:50So etwas hatte es noch nie gegeben. Alle waren völlig perplex.
00:54Die Stadt blieb im Ungewissen. Als die kanadische Regierung keinerlei Erklärung abgibt, machen Gerüchte über eine Vertuschung die Runde.
01:05Es war ganz schön viel Geheimestuerei im Spiel. Sie haben uns nichts verraten.
01:12Jeder, der in dieser Nacht dabei war, hatte das Gefühl, dass irgendetwas geheim gehalten wurde.
01:18Als neue Dokumente zum Vorschein kommen, wird der Fall 25 Jahre später wieder aufgerollt.
01:25Was mich am meisten ärgert, ist, dass sie uns wie Kinder behandeln.
01:31Es ist ein Paradebeispiel für ein UFO.
01:35Augenzeugen, UFO-Forscher und neue Dokumente werfen neues Licht auf die größte und geheimnisvollste UFO-Sichtung in der Geschichte Kanadas.
02:09Es ist der 4. Oktober 1972.
02:13Am Himmel der kanadischen Provinz Neuschottland geschieht etwas Eigenartiges.
02:19In den Abendstunden verängstigen unerklärliche Lichterscheinungen am Himmel Dutzende von Menschen.
02:28Es war eine sternenklare Nacht.
02:31Es war kalt und wir hatten leichten Wind.
02:34Eine wunderschöne Nacht.
02:37An die Nacht des 4. Oktober 1967 kann ich mich gut erinnern.
02:42Denn Sehen heißt Glauben.
02:47In Dartmouth macht sich der damals 12-jährige Chris Stiles gegen 10 Uhr abends gerade bettfertig, als er noch einmal
02:54aus dem Fenster blickt.
02:55Es verschlägt ihm die Sprache.
02:59Es war ein seltsames orangefarbenes Licht, das an der Küste entlang zog.
03:04Draußen war es düster und ich konnte nichts erkennen.
03:06Ich habe mir meine Jacke geschnappt und bin heraus zum Wasser.
03:12Chris Stiles läuft an den Lagerhäusern vorbei und beobachtet die Erscheinung.
03:19Am Wasser habe ich eine Art Kugel gesehen, vielleicht 18 Meter im Durchmesser.
03:24Sie hatte die Farbe eines Schürhakens, wenn man ihn im Feuer vergessen hat und er anfängt zu glühen.
03:30Es ist die Küste entlang geschwebt, vielleicht drei Meter über dem Wasser ohne Geräusch.
03:35Ich hatte große Angst und bin dann weggelaufen.
03:40Während Chris Stiles davonläuft, driftet das Objekt über den Hafen.
03:44Der Schock sitzt tief.
03:48Mit zwölf Jahren wusste ich, was wahre Angst bedeutet.
03:57Seine Begegnung mit dem UFO ist aber nur der Auftakt einer Serie von Sichtungen in dieser Nacht.
04:03Eine Stunde später gibt es ähnliche Sichtungen im kleinen Fischerdorf Shag Harbor an der Südspitze der Halbinsel.
04:10Der damals 18-jährige Fischer Laurie Wickens ist mit drei Freunden auf dem Heimweg, als etwas seine Aufmerksamkeit erregt.
04:20Wir waren auf dem Weg nach Woods Harbor, gerade an der Post von Shag Harbor, vorbeigefahren.
04:25Wir haben aus dem Fenster gesehen und da war ein Licht.
04:29Dann waren es plötzlich zwei, dann drei, vier, fünf.
04:33Sie flogen fast waagrecht.
04:36Das Licht war gelb-orange.
04:40Laurie Wickens rast den Highway entlang, um die seltsamen Lichter im Auge zu behalten.
04:45Doch sie verschwinden lautlos hinter den Bäumen.
04:51Sie sind uns gefolgt und unten am Hügel haben wir sie dann verloren.
05:02Einige Kilometer weiter beobachtet der damals 18-jährige Norman Smith mit einem Freund bei Bear Point etwas Ähnliches.
05:11Wir waren bei unseren Freundinnen und wieder auf dem Weg zurück, als wir die Lichter gesehen haben.
05:19Sie halten an und sehen seltsam leuchtende Formen.
05:25Wir fuhren rechts ran, bin ausgestiegen und habe die Lichter angeschaut.
05:30Sie standen mitten in der Luft, es waren fünf.
05:34Das unterste sah aus wie ein Vollmond.
05:36Die nächsten wurden immer etwas kleiner.
05:38Es war still, nichts war zu hören.
05:45Norman Smith starrt auf die Lichter.
05:49Doch aus Neugierde wird immer stärkeres Unbehagen.
05:53Ich hatte Angst, weil ich nicht wusste, was es war.
05:56Solche Lichter hatte ich noch nie zuvor gesehen.
06:03Am anderen Ende der Straße jagen Laurie Wickens und seine Freunde dem Licht hinterher.
06:09Plötzlich sehen sie einen hellen Blitz und hören ein Pfeifen wie das einer fallenden Bombe.
06:14Es kommt aus der Richtung des Hafens.
06:16Sie eilen zum Wasser.
06:19Als wir über den Hügel waren, haben wir das Licht im Wasser gesehen.
06:22Wir dachten, es wäre ein Flugzeug.
06:24Laurie Wickens stellt seinen Wagen am Ufer ab, um besser sehen zu können.
06:31Das Licht im Hafen sah aus wie eine gelbe Halbkugel.
06:33Es ist vom Hafen abgedriftet.
06:36Ich wollte sofort die RCMP anrufen und einen Flugzeugabsturz melden.
06:41Wir dachten, es wäre eins gewesen.
06:46Er steigt in den Wagen, fährt zur nächsten Telefonzelle und wählt die Nummer der Royal Canadian Mounted Police.
06:52Die Nationale Polizei Kanadas.
06:55In Kanada nennt man sie RCMP.
06:58Der diensthabende Offizier geht um 23.25 Uhr an den Hörer.
07:05Sie haben gefragt, wie viel wir schon getrunken hatten und wir sagten nichts.
07:09Dann wollten sie die Nummer der Telefonzelle.
07:13Der Beamte hört sich die Meldung an, bleibt aber zunächst skeptisch.
07:17Doch als er einhängt, steht das Telefon nicht mehr still.
07:20Die Anrufe kommen aus Bear Point, Cape Sable Island und Maggie Garrens Point und alle berichten von demselben Erlebnis.
07:28So viele Zeugen kann das RCMP nicht ignorieren.
07:34Wir wollten gerade wieder gehen, als das Telefon klingelte und er fragte, wohin er kommen soll, um uns und das
07:39Objekt im Wasser zu sehen.
07:40Ich habe gesagt, wir sind beim Mossbetrieb. Das waren wir ein paar Schritte weiter.
07:48In der Zwischenzeit alarmiert Norman Smith die Nachbarschaft wegen der Erscheinung über dem Hafen.
07:55Wir sind zu dem Haus meines Vaters gefahren. Ich bin hineingerannt und habe ihn aufgeweckt.
08:03Dann haben wir wieder die Lichter beobachtet. Ein paar Minuten später kamen Polizeiwagen mit Blinklicht.
08:12Smith folgt dem Polizeiwagen zu einem Parkplatz am Wasser, an dem sich bereits eine kleine Menschenmenge versammelt hat.
08:22Als wir ankamen, waren dort vielleicht 16 Menschen, inklusive der Polizisten. Sie waren alle aus dem Ort.
08:31Alle hatten die Lichter gesehen und dass sie im Wasser gelandet waren.
08:36Zivilisten und Beamte sehen das dumpfe, gelb-orange Licht etwa 300 Meter vor der Küste treiben.
08:44Es war total dunkel, man konnte nur dieses Licht sehen. Wir haben vielleicht 10 Minuten beobachtet, wie das Licht den
08:50Hafen entlang getrieben ist.
08:51Wir sind dann auf den Hügel gestiegen und dann war es weg.
08:56Alle sind zunächst überzeugt, einen Flugzeugabsturz gesehen zu haben.
09:01Um 23.38 Uhr setzt einer der Beamten einen Notruf an das Rettungszentrum in Halifax ab.
09:08Dort gibt es eine auf Such- und Rettungsoperationen spezialisierte Einheit.
09:11Ein Schiff der Küstenwache im nahegelegenen Clarks Harbour ist ebenfalls unterwegs. Alle Leuchtturmwärter der Gegend sind alarmiert.
09:22Ich hatte gerade Dienst und überwachte die Navigationshilfen.
09:29Gegen Mitternacht bekam ich den ersten Anruf, dass man etwas sucht, das wohl in den Hafen gestürzt war.
09:37Mittlerweile improvisieren die RCMP-Beamten eine eigene Rettungsaktion.
09:41Sie wecken die örtlichen Fischer, um mit ihren Booten zur Absturzstelle zu gelangen.
09:46Dies spricht sich herum und Anwohner eilen zu Hilfe.
09:51Jemand klopfte an die Tür und mein Mann ging nachsehen.
09:56Es war ein Polizist, der sagte, dass etwas in den Hafen gestürzt sei und es sich wahrscheinlich um ein Flugzeug
10:02handelte.
10:08Sie wussten, dass unser Boot am Keil lag und schnell startklar war.
10:17Ich war gerade auf dem Heimweg vom Babysitten, als mich ein Nachbar aufgelesen hat.
10:22Er klang nervös und hat gesagt, wir müssen die Überlebenden eines Flugzeugs absturz suchen.
10:28Wir wussten nicht recht, was uns dort erwartet.
10:37Wir konnten nichts tun, außer möglichst schnell dort hinzukommen.
10:41Wir sind zum Kai gelaufen, haben die Leinen losgemacht und so schnell wie möglich abgelegt.
10:51Es ist kurz vor Mitternacht, als zwei Fischerboote mit Freiwilligen volle Kraft voraus auf die See fahren.
10:58Flackernde Lampen gleiten über die stille See, als die Suche beginnt.
11:07Wir haben das Wasser nach Wrackteilen abgesucht.
11:11Die Stimmung auf den Booten ist gedrückt.
11:15Die Rettungsteams fürchten, auf Leichenteile und Flugzeugtrümmer zu stoßen.
11:19Doch was sie vorfinden, ist noch bizarrer.
11:27Wir fuhren in einen Schaumteppich. Auf dem Wasser war orangefarbener Schaum. Alles war voller Blasen.
11:37Es war eine lange Schliere und schwamm mehr oder weniger auf dem Wasser. Ich weiß nicht, was es war.
11:44Die Fischer vermuten einen Zusammenhang zwischen Schaum und Absturz.
11:48Norman Smith versucht, etwas von der Substanz einzufangen.
11:54Wir haben das Boot gewendet und sind wieder in den Schaum gefahren.
11:58Ich habe einen kleinen Kescher genommen und den ins Wasser getaucht, mitten in den Schaum.
12:03Als ich ihn wieder an Bord geholt habe, war er leer. Keine Spur des Schaums war geblieben.
12:10Ich habe mein ganzes Leben gefischt und so etwas noch nie gesehen.
12:15Ich war auf Flüssen, Seen und auf dem Meer und habe noch nie so etwas wie diesen Schaum gesehen.
12:22Der Schaum verschwindet bald darauf in der dunklen See.
12:25Doch seltsamer als der Schaum ist das Fehlen jedweder Trümmer.
12:29Wenn hier etwas abgestürzt ist, dann ist es wie vom Erdboden verschluckt.
12:37Wir haben gedacht, egal was es war, es ist gesunken. Wir hatten mit Trümmern gerechnet. Aber da war gar nichts.
12:46Wir waren fast die ganze Nacht auf den Beinen. Wir sind immer im Kreis gefahren und haben nach irgendetwas gesucht.
12:52Schrott, irgendetwas.
12:54Da war nicht einmal eine Blechbüchse.
12:59Die Fischer in Shag Harbour sind genauso verwirrt wie die Männer am Rettungszentrum in Halifax.
13:05Die Seenotrettung telefoniert mit der Luftraumüberwachung und der Luftverteidigung, ob ein ziviles Transport- oder Militärflugzeug als vermisst gemeldet ist.
13:17Doch die Stählen können ein Unglück vor Shag Harbour nicht bestätigen.
13:26Dann haben sie gemerkt, dass ihnen kein Flugzeug fehlt. Es musste also etwas anderes sein. Vielleicht etwas Unbekanntes aus dem
13:32All.
13:35Die Anwohner sind überzeugt, dass irgendetwas in den Fluten von Shag Harbour versunken ist. Aber keiner weiß, was es ist.
13:47Als die Sonne aufgeht, breiten sich im Dorf Unsicherheit und Besorgnis aus.
13:54Alle hatten das Gefühl, dass irgendetwas verschwiegen wurde.
13:58Es spricht sich herum, dass immer noch keine Trümmer aufgetaucht sind. Als offizielle Stellungnahmen ausbleiben, verbreiten sich Gerüchte.
14:08Das war das aktuellste Stadtgespräch. Es war ein Ufo. Alle haben sich gefragt, was genau es war.
14:16Die Menschen bekamen Angst. Was wäre, wenn noch mehr kommen würden? Würden sie die Netze oder gleich die Häuser zerstören?
14:23Was geht hier vor sich? Aber es gab keine Antworten.
14:31Schließlich veröffentlicht die Rettungszentrale eine Stellungnahme, die einen Flugzeugabsturz definitiv ausschließt.
14:37Am 5. Oktober sendet die Zentrale ein dringendes Fernschreiben an das militärische Hauptquartier in Ottawa.
14:43Es enthält Berichte der Bewohner von Shag Harbour und der Polizeibeamten. Es gibt auch Hinweise auf ein dunkles Objekt.
14:52Das Wichtigste ist jedoch die Objektbezeichnung als Ufo.
15:01Zum allerersten Mal wird der Begriff Ufo von den Behörden benutzt und nicht nur von Augenzeugen.
15:11Am Abend des 5. Oktober nimmt sich die Armee des Zwischenfalls in Shag Harbour an.
15:17Nachdem er das Fernschreiben aus der Hand gelegt hat, schickt Staffelführer William Bain eine Nachricht an das kanadische Marine-Oberkommando
15:24der Atlantikküste.
15:25Er verlangt eine sofortige Unterwassersuche.
15:29Wenn auf der Oberfläche keine Spur des dunklen Objektes zurückblieb, könnten die Taucher vielleicht unter Wasser etwas finden.
15:39Das Marine-Kommando sendet ein Team von Tauchern der Navy Fleet Diving Unit aus Halifax.
15:45Es erreicht den Hafen am 6. Oktober und beginnt seinen Einsatz vom Deck des Küstenwachenkutters 101.
15:53In einem kleinen Dorf spricht sich vieles herum.
15:57Dann kommt die Navy mit Tauchern, was bedeutet, dass sie das ernst nehmen, weil so viele Leute etwas gesehen haben.
16:07Die Taucher markieren ein Gebiet von etwa 1,5 mal 2,5 Kilometer.
16:14Sie haben einzelne Quadrate abgesucht. Die Bereiche wurden mit Bojen markiert.
16:19Die Sicht hier vor Neuschottland ist sehr schlecht. Es gibt viel Plankton.
16:23Man sieht höchstens 6 Meter weit.
16:30Es war keine aufwendige Suche, nur ein paar Unterwasserlampen.
16:34Sie haben uns nicht einmal in die Nähe gelassen. Wir waren auf den Booten draußen, mussten aber Abstand zu den
16:39Tauchern halten.
16:42Während die Taucher noch den Meeresboden absuchen, rückt das kleine Fischerdorf in den Fokus der Presse.
16:47Am 7. Oktober filmt ein Team der Canada Broadcasting Corporation den Einsatz. Dies sind Originalaufnahmen.
16:58Auch die großen kanadischen Zeitungen hatten mittlerweile von der Sache Wind bekommen.
17:02Als einer der ersten berichtet Ray McLeod vom Chronicle Herald in Halifax.
17:09Ich hatte gerade eine Nachtschicht beim Chronicle Herald, als mich ein Redakteur anrief und mir von dem Ereignis am Hafen
17:16berichtete.
17:17Viele Menschen und auch die RCMP hatten etwas gesehen. Die Zeitung wollte wissen, was vor sich ging.
17:26Auf die Frage, was in den Hafen geflogen sei, gibt es keine Antwort.
17:33Ich habe mir angesehen, was wir von der RCMP und dem Rettungsteam bekommen haben, aber die hatten keine Ahnung.
17:40Sie haben nichts vermisst, von den Radarschirmen war nichts verschwunden, sie waren ziemlich ratlos.
17:51Wie mangelnde Information weckt McLeods Neugierde. Er recherchiert nun selbst.
18:00Wenn man etwas nicht herausbekommt, lässt man die Fantasie spielen.
18:04Man wundert sich, warum alle nichts wissen. Die ganze Armee sagt, dass sie nichts finden können.
18:09Also habe ich meine Kontakte spielen lassen und die Nummer von jemandem in Ottawa bekommen.
18:16McLeods Quelle vermittelt ihn an Staffelführer William Bain in Ottawa.
18:21Er gehört zu einer Einheit der Royal Canadian Air Force, die sich um UFO-Sichtungen kümmert.
18:26Er hat eine überraschende Meinung zu Shaq Harbour.
18:31Von dem, was er bis dahin gehört hatte, meinte er, dass hier wirklich etwas Konkretes passiert sein könnte.
18:38Das ist dann natürlich sofort in den Schlagzeilen gelandet.
18:43Am 7. Oktober 1967 erscheint McLeods Artikel auf der Titelseite des konservativen Chronicle Herald.
18:51McLeod ist völlig überrascht.
18:55Die Geschichte wurde veröffentlicht und ich dachte mir, oh mein Gott, was hast du da angerichtet?
19:00Ich hatte nie mit dieser Schlagzeile gerechnet.
19:03Die Schlagzeile war 5 cm groß und feuerrot. So etwas hätte man eher vom National Enquirer erwartet.
19:10Dann gingen die Spekulationen los.
19:16Der Artikel McLeods schlägt in Kanada hohe Wellen, bis hinunter nach Shaq Harbour.
19:21Dort läuft die Unterwassersuche auf Hochtouren.
19:24Am 7. Oktober beruft die Marine drei weitere Taucher zur Absturzstelle.
19:28Die Taucher suchen weiter und die Menschen wollen endlich antworten.
19:32Vergeblich.
19:39Ich vermute, dass das eine geheime Mission war, weil sie uns nichts erzählt haben.
19:44Einige haben uns gesagt, dass sie nichts verraten durften.
19:50Wir dachten, dass in ein paar Tagen die Nachricht kommen würde, dass es ein Flugzeug gewesen sei und es auf
19:55dem Grund des Ozeans läge oder etwas dergleichen.
19:58Jedenfalls in einigen Tagen.
19:59Aber wir haben nie etwas gehört.
20:03Bei der Marine beenden die Suche am 8. Oktober.
20:07Sie lassen verlauten, die dreitägige Suche habe keinerlei Ergebnisse gebracht.
20:14Fünf Tage nach dem Zwischenfall wissen die Bewohner Shaq Harbors immer noch nicht, was am 4. Oktober in ihren Hafen
20:20gestürzt ist.
20:21Doch das Ende der Suche markiert nur den Anfang eines UFO-Falls, der immer verwirrender wird.
20:32Viele haben gedacht, es handele sich um eine Vertuschungsaktion.
20:37Bei so viel Mühe und keinerlei Erklärung kommt einem nur das in den Sinn.
20:43Das Ausbleiben der Antworten auf die offenen Fragen schürt die Spekulation.
20:49Es gab ein Gerücht, das besagte, dass sie doch etwas gefunden hatten.
20:54Wir dachten, wir hätten gesehen, wie sie etwas von unten heraufgebracht haben.
21:01Der Leiter der Taucher hat zugegeben, dass sie etwas geborgen haben.
21:05Es wurde bereits unter Wasser eingewickelt. Das sollte geheim gehalten werden.
21:15Es gab wilde Spekulationen, aber ohne Erklärungen gibt es die immer.
21:21In den 1960er Jahren schob man UFO-Sichtungen oft auf den Kalten Krieg.
21:26Das nukleare Wettrüsten zwischen den USA und der Sowjetunion befand sich auf seinem Höhepunkt.
21:31Beide Supermächte versuchten ständig, sich mit den neuesten Technologien auszustechen.
21:36Im Atlantik waren streng geheime Manöver an der Tagesordnung.
21:41Die aufgeheizte Atmosphäre hatte Ängste geschürt, die nach der Sichtung zutage traten.
21:51Das hatte man immer im Hinterkopf. Das war ja nur ein paar Jahre nach der Kuba-Krise.
21:57Es wurde wieder Öl ins Feuer gegossen.
22:01Die wildesten Theorien waren im Umlauf.
22:03War es vielleicht eine fliegende amerikanische Geheimwaffe, ein Flugzeug oder ein Satellit?
22:08Oder war es ein russisches Objekt?
22:13Journalist Ray McLeod verbreitet die Nachrichten über Shaq Haber auf der Titelseite des Chronicle Herald in Halifax.
22:19Doch als er weiter recherchieren möchte, bekommt er eine niederschmetternde Nachricht.
22:27Ich hatte eine Notiz auf der Schreibmaschine, dass ich mich beim Chefredakteur melden sollte.
22:31Er hat mir gesagt, lass diese Geschichte sein, das sollte jemand aus der Tagschicht machen.
22:36Dann kann man die Menschen besser erreichen. David Bentley ist jetzt an der Geschichte. Du bist raus.
22:46McLeod behauptet, dass Bentley und einige Wissenschaftler versuchten, den Vorfall herunterzuspielen.
22:55Er hat nur mit Menschen gesprochen, die es lächerlich fanden und hat überall erzählt, dass nichts daran wahr sei.
23:03Eine der Quellen Bentleys ist UFO-Kritiker und Astronom Pater Burke Gaffney.
23:14Pater Michael Burke Gaffney war Jesuit und Astronom. Er war eher skeptisch gegenüber UFOs.
23:20Er hatte nur eine blasse Vorstellung, was UFO-Phänomene eigentlich ausmacht.
23:24Vor der Presse hatte er sie immer klein geredet.
23:32Bei einem öffentlichen Vortrag, einige Wochen nach der Sichtung in Shack Harbour, versuchte Burke Gaffney, alle Sorgen über den Vorfall
23:39zu zerstreuen.
23:4194% aller UFOs seien Meteoriten, Illusionen oder Naturphänomene.
23:49Während die Skeptiker noch am Zuge sind, fragt sich Ray McLeod, was aus William Bain geworden ist.
23:54Seiner Quelle, beim kanadischen Militär.
23:57Er hatte behauptet, dass am Vorfall bei Shack Harbour etwas dran sein könnte.
24:04Ich habe Bentley gefragt, warum er nicht an Staffelführer Bain dran geblieben ist.
24:08Bentley sagte, beim Militär hätte man behauptet, es gäbe in Ottawa weder diesen Mann noch dieses Amt.
24:14Man solle am besten die Finger ganz von der Sache lassen.
24:19Setzt die kanadische Regierung den Chronicle Herald unter Druck?
24:23McLeod realisiert, dass es seine Sichtweise der Geschichte nicht mehr in die Zeitung schaffen würde.
24:30Ich fühle mich ein bisschen schlecht, dass ich mein Talent und meine Kontakte nicht besser genutzt habe.
24:35Die Menschen hatten ein Recht zu erfahren, was dort geschehen war.
24:39Ein Journalist fühlt sich bedeutungslos, wenn ihm so etwas widerfährt, aber manchmal ist es eben so.
24:47Die Nachrichten über den Zwischenfall verbreiten sich schnell über die Grenze und erreichen den Physiker Edward Condon.
24:57Condon und sein Team arbeiten an einem 500.000 Dollar Projekt der US Air Force.
25:02Sie sollen ungelöste UFO-Sichtungen wissenschaftlich beurteilen.
25:10Der Condon Report sammelte Fallstudien aus anderen Ländern auf der ganzen Welt.
25:16Die US Air Force wollte damit herausfinden, ob man sich auch weiterhin mit UFOs befassen sollte.
25:21Auf diese Weise rückte Shack Harbor ins Bild.
25:27Das Team verfügt über hervorragende Ressourcen und gute Mitarbeiter.
25:32Doch Augenzeugen wie Chris Steins vermuten, es habe sich nicht lange mit dem Shack Harbor-Fall beschäftigt.
25:40Der Fall wurde einem Elektrotechniker namens Norman Levine übertragen.
25:45Der hat ein paar Mal beim RCMP-Hauptquartier in Ottawa und bei der Marine angerufen.
25:50Die haben ihm erzählt, sie hätten alles gründlich durchsucht.
25:54Leider hat er es dabei belassen.
25:57Wer weiß, was er hätte herausfinden können.
26:02Die Sichtung im kanadischen Shack Harbor ist einer von weltweit 59 Fällen, die im Condon Report berücksichtigt werden.
26:10Die US Air Force erhielt den endgültigen Bericht am 31. Oktober 1968.
26:16Doch Fall 34 wird in dem über 900-seitigen Werk nur am Rande erwähnt.
26:22Der Bericht rechtfertigt die geringen Anstrengungen in Shack Harbor mit dem Argument,
26:26dass weitere Nachforschungen ungerechtfertigt gewesen wären.
26:31Diese Bewertung entspricht auch der generellen Aussage des Condon Reports.
26:36Wir sind der Auffassung, dass die UFO-Forschung der letzten 21 Jahre für die Wissenschaft völlig unerheblich ist.
26:48Wenn sich Wissenschaftler ernsthaft mit UFOs beschäftigen, dann gibt es meistens sehr formale und strenge Kriterien.
26:54Die wichtigsten Informationen können durch das Raster fallen, egal wie gut die Definitionen sind oder wie sorgfältig man arbeitet.
27:01Genau das ist bei Shack Harbor der Fall.
27:08Da alle Antworten ausbleiben, wird aus dem Ereignis bei Shack Harbor ein weiterer ungelöster Fall.
27:18Es verschwand schnell von den Titelseiten.
27:20Einen Monat später war es schwierig, überhaupt noch etwas darüber zu finden.
27:24Die Leute gingen nach Hause und zur Arbeit, das Leben ging weiter.
27:2925 Jahre später werden die Ermittlungen wieder aufgenommen.
27:33Neue Enthüllungen zeigen, dass der Fall Shack Harbor niemals hätte für beendet erklärt werden dürfen.
27:43Im Oktober 1967 beobachten Dutzende Augenzeugen den Absturz eines UFOs ins Meer vor Shack Harbor.
27:5025 Jahre lang bleibt der Vorfall ungeklärt.
27:54Hier ist das alles geschehen.
27:57Wir wissen, dass irgendetwas vom Himmel ins Meer gestürzt ist, aber wir wissen nicht was.
28:04Ein anderer Augenzeuge kann die Geschehnisse bis heute nicht vergessen.
28:09Chris Stiles beobachtete das Objekt von seinem Zimmer aus.
28:13Eine Fernsehsendung brachte 1992 frischen Wind in den Vorfall.
28:21Ich habe mir eine Wiederholung der ungelösten Geheimnisse über Roswell angesehen und musste wieder an Shack Harbor denken.
28:32Mir ist eingefallen, dass die Behörden nie abgestritten haben, dass es ein richtiges UFO war.
28:39Das hatte ich vergessen.
28:47Chris Stiles ermittelt auf eigene Faust.
28:50Er bestellt Dokumente aus dem Kanadischen Nationalarchiv und dem Verteidigungsministerium.
28:56Er beruft sich auf das kanadische Gesetz zur Akteneinsicht.
29:00Einige Wochen später liegen die Mikrofilme in der Bibliothek von Halifax.
29:05Eine mühsame Suche beginnt.
29:12Man sitzt an dem Gerät, blättert durch die Dokumente und hat manchmal den Eindruck, dass sammelwütige Bürokraten am Werk waren.
29:21Der Mikrofilm enthält tausende Dokumente von UFO-Sichtungen in Kanada zwischen 1965 und 1981.
29:30Man sucht eine außerirdische Nadel in einem irdischen Heuhaufen.
29:36Nach wochenlanger Suche landet er einen Treffer.
29:39Alles, ihr dringliche Fernschreiben vom Rettungszentrum an die Armeeführung,
29:43Befehle des Marinekommandos an die Atlantic Fleet Diving Unit, dutzende Augenzeugenberichte.
29:49Chris Stiles wird klar, dies ist der größte UFO-Fall in der gesamten Geschichte Kanadas.
30:00Auf einem Dokument stand in drei großen Buchstaben UFO, doppelt unterstrichen, und im Zusammenhang mit Jack Harbour.
30:08Ich hatte meterweise Originaldokumente vorliegen.
30:12Ist Chris Stiles einer Vertuschungsaktion der Regierung auf die Schliche gekommen?
30:18Stiles braucht Unterstützung.
30:21Er bittet den Ufologen Don Ledger um Hilfe.
30:26Chris Stiles war ganz hin und weg von Jack Harbour.
30:30Er arbeitete schon seit eineinhalb Jahren an der Sache, hatte recherchiert und Dokumente ausgegraben.
30:36Das war richtig ansteckend. Und so bin ich auch hineingeraten.
30:42Die Erwartung der Dokumente ermöglicht eine genaue Rekonstruktion der Ereignisse.
30:47Die Nacht des 4. Oktober 1967 erwacht wieder zum Leben.
30:53Die Masse an Dokumenten hat mich schwer beeindruckt.
30:57Alles war ziemlich genau beschrieben.
31:00Chris Stiles nimmt an, dass das Militär mehr gewusst hat, als es zu gab.
31:08Was mich richtig stutzig gemacht hat, war, wie ruhig die Militärs geblieben sind.
31:12Es hätte sich hier wirklich um etwas Außerirdisches handeln können.
31:16Damit haben sie die Existenz von UFOs anerkannt.
31:23Weitere Dokumente belegen, dass sich die Sichtungen am 4. Oktober nicht auf Jack Harbour begrenzten.
31:28Menschen in ganz Neuschottland hatten an diesem Abend Beobachtungen gemeldet.
31:32Schließlich stößt er auf einen Bericht von einer unerwarteten, aber verlässlichen Quelle.
31:37Erfahrene Linienpiloten.
31:43Am 4. Oktober 1967 fliegen zwei Piloten der Air Canada gegen 19.15 Uhr in dreieinhalb Kilometern Höhe über Südost
31:53-Québec.
31:53Pilot Pierre Charbonneau und Co-Pilot Robert Ralph sehen im linken Cockpit-Fenster eine seltsame Erscheinung.
32:07Sie haben ein großes, rundes und farbiges Objekt am Himmel beschrieben.
32:11Es sah aus wie ein Papierdrache mit Schwanz.
32:14Es war links, leicht über ihn.
32:21Die Piloten sind ratlos.
32:23Als sie das Objekt einige Minuten beobachtet haben, gibt es plötzlich eine Explosion.
32:29Sie geben an, ein Ausweichmanöver gestartet zu haben, als das UFO in den Wolken abtauchte.
32:34Nach einigem Überlegen entschließen sich die Piloten zu einer offiziellen Stellungnahme.
32:43Pilotenfuß normalerweise nicht, und besonders zivile Piloten nicht, weil sie Angst vor Repressionen durch den Arbeitgeber oder Sprüchen der Kollegen
32:51haben.
32:56Chris Stiles sucht weiter und findet noch mehr Dokumente.
33:00Die St. Mary's Universität in Halifax hütet eine ganze Sammlung davon.
33:05Sie wurde von keinem Geringeren angelegt als dem UFO-Skeptiker, der die Presse wegen Shaghaber beschwichtigt hatte, Pater Burke Gaffney.
33:16Eine X-Akte ist nicht nur streng geheim, die verantwortliche Behörde wird sich auch niemals als Urheber zu erkennen geben.
33:24Ein Glück, dass sie da waren. In Ottawa gab es keine Spur davon.
33:33Die von Burke Gaffney gesammelten X-Akten enthalten noch mehr Details über die Nacht des 4. Oktober.
33:39Ein Protokoll stammt von einem Schiffskapitän namens Leo Mercy.
33:46Er war Kapitän eines Fischkutters mit 18 Mann Besatzung.
33:50Sie lagen vor der Schiste Sambrose und haben vier UFOs gesehen, die eine Armlänge entfernt waren.
33:56Er hat sie gesehen und dann auf dem Radar gefunden.
34:00Leo Merseys Bericht enthält auch einen Hinweis auf eine zweite Unterwassersuche in der Nähe von Shelburne, etwa 50 Kilometer weiter
34:08nordöstlich von Shaghaber.
34:11In seiner Aussage steht, vielleicht suchen sie in Shelburne dasselbe wie in Shaghaber.
34:18Anscheinend gab es zur gleichen Zeit eine zweite Suchtation.
34:22Hat sich das UFO nach seinem Absturz von Shaghaber wegbewegt?
34:28In der Nähe von Shelburne gibt es zufälligerweise einen alten kanadischen Militärstützpunkt.
34:34Besteht vielleicht ein Zusammenhang mit den Heimlichkeiten um Shaghaber?
34:41In den 1960er Jahren war die Anlage offiziell ein ozeanografisches Institut.
34:48Ihre wahre Bestimmung wurde im Kalten Krieg verschleiert.
34:52Zu ihren besten Zeiten dienten die Gebäude als Lauschposten, die sowjetische U-Boote im Atlantik aufspürten und der US Navy
35:00meldeten.
35:03Wenn aus Russland ein sowjetisches U-Boot in den Atlantik kam, haben sie die Geräusche per Mikrofon aufgenommen und in
35:10den Computer eingegeben.
35:14Später konnte man vergleichen, ob man wieder dasselbe U-Boot auf dem Schirm hatte.
35:22Suchte die kanadische Regierung vielleicht mit dieser Technik auch nach dem versunkenen UFO?
35:29Durchkämmte die US Navy heimlich den Ozean vor Shelburne, während alle Augen auf Shaghaber gerichtet waren?
35:39Sein nächster Schritt führt Chris Stiles an den Ort, an dem man dies am besten wissen muss.
35:44Zu den Tauchern, die vor Shaghaber im Einsatz waren.
35:51Laut den Behörden wurde nie etwas gefunden.
35:54Doch Stiles ahnt, dass die Taucher der Schlüssel sein könnten.
36:00Die meisten wollten nicht darüber sprechen, aber ein paar schon.
36:03Sie hatten mir eine Geschichte erzählt, die so nicht in der Zeitung stand.
36:11Am 9. April 1993 willigt einer der Taucher in ein Gespräch ein, möchte aber unerkannt bleiben.
36:19Der Taucher berichtet tatsächlich von einem Fund unter Wasser, aber nicht in Shaghaber.
36:27Er hat mir erzählt, dass die Taucher zu dem Zeitpunkt, als sie in Shaghaber ankamen, bereits wussten, dass dort nichts
36:33mehr zu finden war.
36:35In Wirklichkeit lag das Objekt etwa 40 Kilometer weiter, in der Nähe von Shelburne.
36:43Floh das UFO aus eigener Kraft vor den Suchtrupps unter Wasser die Küste hinauf?
36:48Wenn ja, dann startete das kanadische Militär eine geheime Suchaktion bei Shelburne.
36:53Die Aussagen des Tauchers bewegen Chris Stiles zutiefst.
37:03Die Geschichte über Shelburne hat mich sehr mitgenommen. Viele Dinge waren schon geklärt, wir hatten auch Regierungsdokumente.
37:09Dann gibt es diese Aussagen. Anfangs war ich sehr misstrauisch.
37:16Chris Stiles vermutet, die Suche bei Shaghaber könne nur ein Manöver zur Verschleierung der echten Suche gewesen sein.
37:23Als er den Taucher weiter befragt, kommen seltsame Details zum Vorschein.
37:32Als die Taucher nach Shelburne geschickt wurden, schwammen sie über dem Objekt und haben ein zweites Objekt gesehen, das dem
37:39ersten anscheinend zur Hilfe gekommen war.
37:42Ich war völlig durcheinander. Dort geschah mehr als in Shaghaber.
37:51Der Taucher berichtet von einer gemeinsamen Flotte aus amerikanischen und kanadischen Schiffen, die über den Objekten Anker warfen und deren
37:59Aktivitäten genau verfolgten.
38:02Er hat erzählt, als sie zu zweit tauchten, hätten sie Bewegungen gesehen und sogar eine Art Wesen.
38:12Sie waren auf dem Grund und haben gesehen, wie Kreaturen aus dem einen Objekt dem anderen geholfen haben.
38:20Die Geschichte des Tauchers ist aber noch nicht zu Ende.
38:24Die Flotte habe die UFOs sieben Tage lang observiert.
38:27Die Operation wurde dann aber von einem russischen U-Boot gestört, das in kanadisches Gewässer eingedrungen war.
38:33An diesem kritischen Punkt wurden die Schiffe abgezogen, um das U-Boot abzufangen.
38:43Sie haben versucht, das sowjetische U-Boot abzufangen.
38:47Genau zu diesem Zeitpunkt erhoben sich die UFOs und bewegten sich Richtung Golf von Maine, durchstießen die Wasseroberfläche und flogen
38:55davor.
39:00Gibt es für die Darstellung des Tauchers Zeugen? Hat jemand gesehen, wie die UFOs das Meer vor Shelburne verließen?
39:11Am 11. Oktober 1967, genau eine Woche später, werden gegen 10 Uhr morgens wieder seltsame Lichter am Himmel gesehen.
39:20Dieses Mal von einer Familie in Lower Woods Harbor, etwa 60 Kilometer entfernt von Shelburne.
39:26Wir sprechen hier über die Cameron-Sichtung.
39:31Zwei Lichtformationen verlassen Shaq Harbour und fliegen davon.
39:35Das passt wie angegossen zur Geschichte des Tauchers.
39:38Diese Übereinstimmung kann man nicht ignorieren.
39:44Ist bei Shaq Harbour wirklich ein UFO abgestürzt, wie der Taucher behauptet? Gibt es eine andere Erklärung dafür?
39:52Ein weiterer Hinweis kommt vielleicht von einem ehemaligen Leuchtturm-Wärter.
40:04Am zweiten Tag habe ich einen Zylinder gefunden. Der kam mir seltsam vor. So etwas hatte ich noch nie gesehen.
40:10Ein zylinderförmiger Gegenstand. Maximal einen Meter lang und vielleicht einen halben Meter im Durchmesser.
40:19Er war halb verbrannt. Überall lagen Drähte und er stank fürchterlich.
40:28Er informiert umgehend das kanadische Verkehrsministerium über seinen Fund an der felsigen Küste von Bourne-Portage-Island.
40:36Er erhält die Anweisung, die Trümmer sorgfältig zu verpacken und am Anlegeplatz einem US-amerikanischen Offizier zu übergeben.
40:44Ziemlich viele müssen darauf gebrannt haben, den zu bekommen. Sie haben ihn direkt von Virginia eingeflogen. Das hat er zumindest
40:51behauptet.
40:57Was aber war in dem geheimen Zylinder?
41:02Zu der Zeit war ich bei der Bundesbehörde angestellt. Darauf möchte ich lieber nicht antworten.
41:11Die Spekulationen gehen also weiter. Einige betrachten die Angelegenheit als militärisches Experiment im Kalten Krieg.
41:23Das war eine Versuchsdrohne oder was sie damals eben getestet haben. Ein Prototyp, der ihnen entwischt ist.
41:33Ich vermute, dass es ein Spionagegerät war, das entweder abgestürzt ist oder abgeschossen wurde.
41:39Ich nehme an, es war ein amerikanisches Militärflugzeug.
41:43Andere meinen, ein Fahrzeug, das sich sowohl über- als auch unter Wasser bewegen kann, müsse außerirdisch sein.
41:51Heute gibt es die Tarnkappentechnik, aber immer noch nichts, das gleichzeitig aerodynamisch und hydrodynamisch ist.
41:58Was es genau war, das wollen alle wissen. Was auch immer damals ins Wasser gestürzt ist, es wurde gelenkt und
42:04war nicht von dieser Welt.
42:08Die militärischen Unterlagen werden wahrscheinlich nie völlig freigegeben werden.
42:13Wenn doch, werden sie den Vorfall aufklären und die Spekulationen um den 4. Oktober 1967 ein für allemal beenden.
42:22So lange müssen wir uns begnügen mit Geheimnissen, Spekulationen und Erinnerungen der Menschen, die den Absturz über dem Ozean beobachtet
42:31haben.
42:36Bis heute suche ich am Himmel nach Auffälligem. So etwas wie damals vor 30 Jahren.
42:42Ich würde nur zu gerne wissen, was es gewesen ist.
42:45Ich würde mich sehr, was es gewesen wären.
42:53Untertitelung. BR 2018
42:54Untertitelung. BR 2018
43:12Also wenn etwas, was es gewesen ist, ist es etwas, was es war.