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  • vor 13 Minuten
Abenteuer, Antike ,Mythologie

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Transkript
00:00Auf zahlreiche UFO-Sichtungen im US-Staat Michigan im März 1966.
00:06Wir haben zuverlässige Zeugen, die genau beschreiben können, was sie sehen.
00:42Es scheint unglaublich, aber das Drehbuch von Spielberg ist keine reine Erfindung.
00:47UFO-Sichtungen, angebliche Entführungen und Berichte der Augenzeugen gibt es wirklich.
01:15Nach einer Welle von UFO-Sichtungen leitet die US Air Force Ende der 40er Jahre offizielle Untersuchungen ein.
01:291952 wird das Project Blue Book ins Leben gerufen.
01:34Es soll dem Phänomen auf den Grund gehen und klären, ob UFOs eine Gefahr für die nationale Sicherheit darstellen.
01:42Der renommierte Astronom J. Allen Hynek wird zum wissenschaftlichen Berater ernannt.
01:51Am Anfang des Projekts war mein Vater sehr skeptisch.
01:55Er hielt das Ganze für eine fixe Idee der Nachkriegszeit und wollte diesen Unsinn nur zu gerne aus der Welt
02:00schaffen.
02:05Als bedeutender Wissenschaftler soll Hynek reale astronomische Erscheinungen von Hokuspokus trennen.
02:12Eine scheinbar leichte Aufgabe, doch das Projekt wird Hynecks Leben auf den Kopf stellen.
02:22Für meinen Vater musste alles eine Ordnung, ein System haben.
02:28Er war Wissenschaftler und wollte die Dinge so klassifizieren, dass auch ein anderer sie nachvollziehen und analysieren kann.
02:40Heineck erstellt eine Skala für UFO-Sichtungen.
02:44Von der Begegnung der ersten Art bis zur Begegnung der dritten Art.
02:49Für Spielberg ist das eine Steilvorlage. Er übernimmt diesen Begriff für seinen Filmtitel.
02:57Begegnungen der ersten Art sind Sichtungen ungewöhnlicher Objekte am Himmel.
03:02Ein Zeuge sieht ein Flugobjekt so nah, dass es einen bleibenden Eindruck hinterlässt.
03:08Bei der Begegnung der zweiten Art werden bereits konkrete Spuren hinterlassen.
03:13Man sieht es nicht nur, man fühlt es.
03:17Radioaktive Erde, ein verbranntes Gesicht.
03:20Das war eine körperliche Erfahrung.
03:22Bei einer Begegnung der dritten Art wird bereits so etwas wie ein Lebewesen beobachtet.
03:29Die Begegnung der dritten Art wäre die Krönung, der Kontakt zu einer außerirdischen Zivilisation.
03:43In Spielbergs Sci-Fi-Spektakel machen Ufos den Himmel über Indiana unsicher, dicht verfolgt von der Polizei.
03:59Eine Inszenierung, die Spielberg direkt aus den Akten des Project Blue Book entnommen hat.
04:08The great flying saucer mystery of 1966 began here, near Dexter, Michigan, late in March.
04:15No one photographed it, but Sergeant Newell Schneider of the Sheriff's Office remembered it well enough to draw it.
04:22No, it moved very rapidly.
04:25If I could change and go to the right or the left or go crossways without hesitating a bit.
04:3650 Jahre sind seit jener Nacht vergangen.
04:40Doch dem mittlerweile pensionierten Sergeant Newell Schneider kommt es vor, als sei es erst gestern gewesen.
04:47Ich war Sergeant im Westenner County Sheriff's Department.
04:51Ich war mit meinem Kollegen David Fitzpatrick auf Streife unterwegs und plötzlich sahen wir da drei komische Objekte am Himmel.
04:57Wir starrten regelrecht nach oben, aber wir wussten nicht, was da los war.
05:02Also riefen wir die Kollegen an. Sie hatten dieselben Objekte beobachtet.
05:09Nach der ersten Sichtung stehen die Telefone nicht mehr still.
05:12Eine Meldung jagt die nächste und auch der Luftwaffenstützpunkt Selfridge bestätigt,
05:17dass über dem Lake Erie mehrere unidentifizierbare Objekte gesichtet worden sind.
05:23Für uns hat es ausgesehen wie ein zigarrenförmiges Objekt mit vielen Lichtern und enormer Geschwindigkeit.
05:29Es war auf gar keinen Fall ein Flugzeug.
05:32Sie glauben nicht, wie schnell es war. Rauf, runter, seitwärts.
05:37Auch der damalige Sheriff Douglas Harvey erinnert sich lebhaft.
05:43In der Woche bekamen wir einen Anruf und man sagte uns, dass ein Anwohner in seinem Garten eine fliegende Untertasse
05:49beobachtet hat.
05:51Er und seine Familie waren bodenständige Leute. Ich meine, sie wollten sich nicht aufspielen, sie wollten keine Aufmerksamkeit.
06:16Hier ging es um etwas völlig Unbekanntes. Es war nicht bedrohlich, also trafen wir auch keine Sicherheitsvorkehrungen.
06:23Wir mussten nur herausfinden, was es war.
06:32Die Situation ist kurz davor zu eskalieren.
06:36Deshalb schickt die US Air Force in letzter Minute J. Allen Hynek zum Ort des Geschehens, um die Umstände genau
06:43zu überprüfen.
06:45Der Astronom hat mehr als 10.000 UFO-Fälle bearbeitet.
06:48Er soll nun die mysteriösen Ereignisse im US-Staat Michigan aufklären.
06:54Die Reporter kämpfen um die besten Plätze, als er am 22. März 1966 vor die Presse tritt.
07:29Heinecks Erklärung klingt plausibel.
07:32Natürliches Sumpfgas entsteht bei der Fäulnis organischer Stoffe an der Wasseroberfläche.
07:38Es besteht vor allem aus Methan und ist hochentzündlich.
07:46Ist die Sumpfgas-Theorie realistisch?
07:50Ein Experiment vor laufender Kamera soll das beweisen.
07:54Zwei Zeugen sind anwesend, die 1966 die ungewöhnlichen Lichter mit eigenen Augen gesehen haben.
08:01Der Chemiker Tracy Stevenson erzeugt brennendes Sumpfgas, um herauszufinden, ob es der Sichtung aus jener Nacht gleicht.
08:11Das hier ist ein Gemisch aus ganz normalem Spülmittel und Wasser, dem ich jetzt etwas Methangas hinzufüge.
08:18So entstehen Methangasblasen.
08:20Ich habe mehrere Eimer davon vorbereitet und werde sie später im Dunkeln alle nacheinander anzünden.
08:26Dann schauen wir mal, ob es nach einem beweglichen Objekt aussieht.
08:29Das ist der Landscape.
08:36Gespannt wartet das Team auf den Einbruch der Dunkelheit.
08:47Sheriff Harvey!
08:48Hey, Newell!
08:49Wie geht es Ihnen?
08:50Freut mich, Sie zu sehen.
08:51Die Augenzeugen Newell Schneider und der ehemalige Sheriff Douglas Harvey stehen nur 150 Meter vom See entfernt.
09:01Fertig?
09:01Drei, zwei, eins.
09:07Und was soll das jetzt sein?
09:09So etwas haben wir nicht gesehen.
09:11Ein Dunstschleier.
09:13So etwas haben wir nicht gesehen.
09:15Nein.
09:16Das hier war eine Flamme.
09:18Wir haben ein UFO am Himmel gesehen.
09:20Keinen Feuerstoß.
09:22Nein, auf keinen Fall.
09:24Was wir damals sahen, war kein Sumpfgas.
09:29Für Tracy Stevenson ist das der Beweis.
09:32Die Augenzeugen haben 1966 kein Sumpfgas gesichtet.
09:39Als Zeugen waren sie eindeutig glaubwürdig.
09:42Sie haben ja allein schon durch ihren Job einen ausgeprägten Spürsinn.
09:46Und das, was sie sahen, hat für mich nichts mit der Sumpfgas-Theorie zu tun.
10:001966 löst J. Arne Heinecks offizieller Bericht über die Sichtungen in Michigan eine Welle der Entrüstung aus.
10:08Als es hieß, wir hätten nur Sumpfgas gesehen, war das wie ein harter Schlag ins Gesicht.
10:14So, als hätten wir uns alles nur ausgedacht.
10:17Ehrlich, mein Kollege und ich haben ein UFO gesehen.
10:25Einige Menschen behaupten, Heineck hätte selbst an der Sumpfgas-Theorie gezweifelt.
10:32Hat ihn die Regierung dafür bezahlt, um etwas ganz anderes zu vertuschen?
10:38Als Heineck kam und sich umschaute, sagte er zu mir, dass er keine Ahnung hätte, worum es sich hier handeln
10:43könnte.
10:45Dann bekam er einen Anruf aus Washington und verschwand für einen Moment.
10:52Direkt danach stieg er zu mir ins Auto und sagte, ich habe eine schlechte Nachricht.
10:57Ihre Leute haben nur Sumpfgas gesehen.
11:04Der Sheriff fragte, machen Sie Witze? Und Heineck sagte, nein, das soll ich allen sagen. Keine Widerrede.
11:18Es fällt schon schwer, an eine Begegnung der ersten Art, also eine UFO-Sichtung, zu glauben.
11:27Doch es gibt noch eine andere Art der Begegnung, die noch schwerer zu erklären und viel erschreckender ist.
11:35Sie kommt in unzähligen Hollywood-Streifen vor.
11:38Die Entführung durch Außerirdische.
11:56In Spielbergs unheimliche Begegnung der dritten Art wird ein Kleinkind von Aliens entführt.
12:03Hat der Regisseur nur viel Fantasie oder steckt mehr dahinter?
12:0919. September 1966.
12:13Nach einem erholsamen Urlaub in Kanada sind Betty und Barney Hill am Abend gemeinsam unterwegs zurück nach Portsmouth in US
12:21-Stadt New Hampshire.
12:24Betty war so ein guter, bodenständiger Mensch.
12:30Sie hatte einen wunderbaren, trockenen Humor und arbeitete bei der Wohlfahrt und hat Adoptionen betreut.
12:38Barney war ein großartiger, intelligenter Mann. Er war sehr charismatisch.
12:46Auf halber Strecke entdeckt Betty Hill plötzlich ein mysteriöses Objekt am Himmel und beobachtet es verängstigt.
12:56Sie beobachteten dieses Ding und fuhren weiter gen Süden. Barney nahm Betty nicht ernst.
13:01Ach, das ist nur ein kleines Flugzeug. Aber dann bewegte sich das Objekt seltsam.
13:08Betty Hill drängt ihren Mann anzuhalten. Was er dann sieht, wird ihn für den Rest seines Lebens verfolgen.
13:20Barney sah Gestalten in dem Flugobjekt.
13:25Durch die Fenster konnten sie Lebewesen erkennen und bekamen furchtbare Angst.
13:32Sie rannten zurück zum Auto und fuhren los.
13:37Er sagte zu Betty, sie haben uns gesehen, sie folgen uns.
13:45Plötzlich hörten sie eine Reihe von Tönen oder etwas wie ein Summen.
13:51Das Auto vibrierte und sie spürten ein starkes Kribbeln, das ihren ganzen Körper durchzog.
14:00Sie konnten sich nur vage erinnern, was die nächsten 50 Kilometer geschah.
14:12Ohne zu wissen warum, wendete Barney plötzlich.
14:16Sie erinnerten sich an eine glühende Kugel auf der Straße und daran, dass es eine Straßenblockade gab.
14:27Sie hörten andere Töne und hatten das Gefühl, aus dem Schlaf zu erwachen.
14:32Sie sahen ein Hinweisschild nach Concord. Es war viel näher, als es hätte sein können.
14:39Sie kamen erst in der Morgendämmerung zu Hause an. Zwei Stunden später als eigentlich geplant. Es war bereits 5 Uhr.
14:50Was Betty und Barney Hill dann durchmachen, ist die Hölle.
14:55Jeden Tag stellen sie sich die bange Frage, was ist geschehen? Aber sie können sich nicht daran erinnern.
15:02Erst drei Jahre später kommt Licht ins Dunkle durch Hypnose.
15:13Sie suchten den Psychiater Benjamin Simon auf. Er wusste nichts über fliegende Untertassen, aber er konnte Menschen mit traumatischen Erlebnissen
15:21helfen.
15:37Betty und Barney Hill werden abwechselnd von Dr. Simon hypnotisiert und an die bewusste Nacht im September zurückgeführt.
15:46Erstaunlicherweise können sich die Hills jetzt an jedes Detail erinnern. Der Psychiater zeichnet die Gespräche auf.
15:57Es ist okay jetzt. Du bist hier sicher. Erzähl mir über die Männer auf der Straße.
16:09Es waren diese Männer, die auf der Straße standen.
16:14Und sie konnten sie nicht einen guten Blick auf sie bekommen.
16:20Sie wurden separatiert. Sie kamen in zwei Gruppen.
16:24Und als sie das begonnen haben, war ich wirklich Angst.
16:29Dr. Simon musste die Sitzungen zwischendurch unterbrechen.
16:33Er befürchtete, sie könnten die Erinnerungen nicht verkraften.
16:39Gott, gib mir den Druck. Wir müssen weggehen.
16:44Wir müssen weggehen, Betty. Run!
16:52Nach den Hypnosesitzungen sind die Hills felsenfest davon überzeugt, dass sie von Außerirdischen entführt und in ein Raumschiff verschleppt worden
17:01sind.
17:07Man muss sich klar machen, dass Betty und Barney unabhängig voneinander hypnotisiert worden sind.
17:13Ihre Geschichten hatten verblüffende Ähnlichkeit.
17:19Wie können zwei Menschen dasselbe beschreiben, wenn es nicht wirklich geschehen ist? Das scheint unmöglich.
17:28Nach neuesten Erkenntnissen gehen Psychologen heutzutage davon aus, dass lebhafte Erinnerungen nicht zwangsläufig der Realität entstammen müssen.
17:39Ist es möglich, falsche Erinnerungen unter Hypnose hervorzurufen?
17:45Dr. Peter Neish will das testen und hypnotisiert den 20-jährigen Studenten Jake.
17:50Wir zeigen dir jetzt das erste Bild.
17:55Jake werden ein paar Bilder gezeigt, zu denen er einen persönlichen Bezug hat. Nur das letzte Bild kennt der Student
18:02nicht.
18:03Sagt dir dieses Bild etwas?
18:05Ja, ich weiß genau, was das ist.
18:07Wirklich?
18:08Ja, ich hatte früher einen Unfall.
18:09Gut, das war kurz und schmerzlos. Hier kommt das letzte Bild. Kartfahren. Erinnerst du dich?
18:18Ich erinnere mich nicht ans Kartfahren.
18:22Jake ist tatsächlich noch nie in seinem Leben Kart gefahren. Er kann sich daher auch nicht daran erinnern.
18:33Unter Hypnose werden jedoch Erinnerungen wach.
18:38Wir haben über das Kartfahren gesprochen. Fällt dir dazu was ein?
18:44Ja, meine Mutter war dabei. Es war in Irland oder Frankren.
18:49Wie viele waren dabei?
18:54Ich kann mich nur an zwei erinnern. An ein kleines Mädchen, einen kleinen Jungen, aber...
19:00Okay.
19:02Jake erinnert sich an ein Ereignis, das er nie erlebt hat.
19:06Wenn Menschen durch Hypnose versuchen, verlorengegangene Erinnerungen wiederzuerlangen, passiert Folgendes.
19:14Sie verknüpfen echte Erinnerungen mit Informationen, Erwartungen und Fantasien.
19:20Alles wird vermischt.
19:27Die Hills glaubten wahrscheinlich wirklich daran, ein UFO gesehen zu haben, als sie in der Nacht mit dem Auto unterwegs
19:34waren.
19:35Betty wurde danach von Albträumen geplagt.
19:41Sie träumte zum Beispiel, dass sie in ein außerirdisches Raumschiff gebracht worden ist, wo sie medizinisch untersucht wurde.
19:51Sehr wahrscheinlich haben Bettys Albträume Barneys Erinnerungen stark beeinflusst.
19:57Daher waren ihre Geschichten so ähnlich.
20:02J. Allen Hynek ist bei einer Hypnosesitzung anwesend und kommt zu demselben Ergebnis.
20:09Die Entführung von Betty und Barney Hill ist also nur ein Hirngespinst, das durch ein mysteriöses Erlebnis ausgelöst und durch
20:17Bettys Träume verstärkt worden ist.
20:20Was tatsächlich in der Septembernacht 1966 geschehen ist, wird für immer ein Rätsel bleiben.
20:27Aber die Geschichte liefert den Stoff, aus dem große Kinoerfolge gemacht und Bestseller geschrieben wurden.
20:40Doch etwas kommt bei Betty Hills Hypnosesitzungen heraus, was nicht nur Astronomen aufhorchen lässt.
20:48Sie fragte den Anführer, woher er kommt.
20:51Er zeigte ihr eine dreidimensionale Sternenkarte.
20:54Sie war so real wie ein Blick aus dem Fenster.
21:00Betty kann sich nach der Hypnose sehr genau an die Sternenkarte erinnern und zeichnet sie auf ein Blatt Papier.
21:21Die angebliche Entführung der Hills sorgt erst vier Jahre später für Schlagzeilen.
21:27Ein Journalist aus Boston hat die Tonbandaufzeichnungen der Hypnosesitzungen in die Hände bekommen und macht daraus eine Titelstory.
21:39Aber erst durch den Bestseller »Die unterbrochene Reise« von John G. Fuller wird die Hobbyastronomin Marjorie Fish auf den Fall
21:49aufmerksam.
21:49Sie kauft sofort das Buch und legt es kaum noch aus den Händen.
21:53Vor allem die Sternenkarte fasziniert sie.
22:03Die Sternenkarte, die Betty Hill selbst gezeichnet hat, weist angeblich den Weg in das heimatliche Sonnensystem der Außerirdischen.
22:16Marjorie Fish las die unterbrochene Reise und war skeptisch.
22:21Aber sie dachte, wenn es tatsächlich passiert ist, würde sie die Sterne bestimmt irgendwo in unserer Galaxis finden.
22:34Sie fertigte über 20 dreidimensionale Modelle unserer näheren galaktischen Umgebung an.
22:40Sie nimmt Angelschnur und kleine Perlen als Sterne.
22:43Sie dachte, wenn sie dieses Gebilde von allen Seiten aus betrachtet, könnte sie ein dreidimensionales Muster finden,
22:50das sich mit Bettys zweidimensionaler Zeichnung deckt.
23:00Die Hobbyastronomin will unbedingt herausfinden, woher die Außerirdischen gekommen sind.
23:05Nach fünf Jahren harter Arbeit findet sie endlich eine Übereinstimmung.
23:10Sie ist sich sicher, dass sie die Heimat der Außerirdischen gefunden hat.
23:15Es ist das Doppelsternsystem Ceta Reticuli, 39,5 Lichtjahre von der Erde entfernt.
23:24Heutzutage ist es leicht, Betty Hills Sternenkarte innerhalb weniger Minuten dreidimensional auf einem Computer nachzustellen.
23:31Und Astronomen verfügen über viel genauere Informationen.
23:37Es ist Marjorie Fish gelungen, eine Entfernung von etwa 100 Lichtjahren maßstabsgetreu in einem Modell darzustellen, das nur einen Meter
23:47breit ist.
23:48Das ist so, als würde man eine Weltkarte auf ein Sandkorn zeichnen.
23:53Die kleinste Ungenauigkeit kann alles verfälschen.
23:56Der Astronom Francisco Diego wird mit einem ausgeklügelten Computerprogramm und den neuesten astronomischen Erkenntnissen die Genauigkeit von dem Amateurmodell überprüfen.
24:09Das ist eine zweidimensionale Abbildung von Marjories dreidimensionalem Modell.
24:15Ich werde zu einer besseren Orientierung die Hauptsterne kennzeichnen.
24:20Das ist Zeta 2 und das Zeta 1.
24:25Hier ist die Sonne, hier Alpha Menze und Gliese 86.
24:30Wir können dieses Modell nun mithilfe unserer Daten mit dem korrespondierenden Bereich des echten Himmels vergleichen.
24:44Diego nimmt Zeta Reticuli als Ausgangspunkt und versucht die Sternenkarte mit der neuesten astronomischen Datenbank abzugleichen.
24:57Ich bewege hier den echten Himmel aus unserer Datenbank und versuche den Standort von Zeta 1 Reticuli zuzuordnen.
25:10Alpha Menze ist mehr oder weniger deckungsgleich.
25:14Die Sonne liegt woanders und auch Gliese 86 ist weit entfernt von der Position.
25:21Wir kommen hier nicht weiter.
25:26Das Modell von Marjorie Fisch deckt sich also nicht mit dem Zeta Reticuli-System und auch Bettys Sternenkarte ist keine
25:35Hilfe.
25:36Außerdem gibt es wesentlich mehr Sterne und Planeten als bisher angenommen.
25:41Der Heimatort von den Außerirdischen, denen Betty und Barney scheinbar begegnet sind, ist also noch nicht gefunden.
25:48Aber all das bedeutet noch lange nicht, dass im gesamten Universum kein außerirdisches Leben existiert.
26:00Die bedeutendsten Wissenschaftler halten dies im Gegenteil sogar für sehr wahrscheinlich.
26:09Auf etwa 10.000 Planeten in unserer Milchstraße könnte es intelligentes Leben geben.
26:24Das Kepler-Weltraumteleskop hat uns eine Bestandsaufnahme unserer eigenen Galaxis ermöglicht.
26:31Im Durchschnitt wird einer von 200 Sternen von bewohnbaren Planeten umkreist.
26:37Unsere Galaxis hat über 100 Milliarden Sterne.
26:43Ein Bruchteil von ihnen sind Sterne wie unsere.
26:46Ein Bruchteil besitzt erdähnliche Planeten.
26:50Und was kommt bei einer Wahrscheinlichkeitsrechnung heraus?
26:54Bingo!
27:04Ein Raumschiff landet auf der Erde und die Außerirdischen gehen von Bord.
27:09Das ist die Schlüsselszene aus Spielbergs unheimliche Begegnung der dritten Art.
27:16Die Ähnlichkeit mit den Außerirdischen, die Betty und Barney Hill beschrieben haben, ist verblüffend.
27:24Der preisgekrönte Filmarchitekt Joe Elves verleiht den Außerirdischen in dem Film die richtige Gestalt.
27:34Ich hatte sehr gründlich recherchiert und versuchte mit jedem zu sprechen, der Aliens oder Ufos gesehen hatte.
27:43Alle haben die Außerirdischen ähnlich beschrieben.
27:52Ein großer Kopf, große Augen, keine Nase und ein kleiner Mund.
28:01Für mich war es deshalb ganz leicht zu zeichnen.
28:04Ich habe einfach ein bisschen mit den Entwürfen herumgespielt.
28:07Und so entstand der erste Entwurf für die kleinen Aliens.
28:15Hollywood hat den typischen Alien-Look kreiert.
28:19Aber gibt es da draußen irgendwo wirklich eine außerirdische Intelligenz?
28:24Und wenn ja, sieht sie so aus?
28:30Es gibt meiner Meinung nach drei Voraussetzungen für Intelligenz.
28:35Nur drei. Die erste ist Stereo-Seelen.
28:39Es ist nützlich, das Sehvermögen eines Jägers zu besitzen, denn Jäger sind schlauer als ihre Beute.
28:45Zweitens braucht man einen Daumen, Greifarm oder eine Klaue.
28:49Etwas, womit man auf seine Umwelt einwirken kann.
28:52Und drittens Sprache und Kultur zum Austausch von Informationen und die Koordination von Aktivitäten.
28:59Abgesehen davon ist alles möglich.
29:03In berühmten Hollywood-Streifen können Raumschiffe in nur wenigen Sekunden einmal quer durch das ganze Universum fliegen.
29:11Sie werden von intelligenten Wesen gesteuert, die den Menschen auf der Erde weit überlegen sind.
29:17Mit den herkömmlichen Treibstoffen auf der Erde können bisher keine Geschwindigkeiten erreicht werden,
29:24um innerhalb einer Lebenszeit Sterne außerhalb des Sonnensystems zu erreichen.
29:29Wissenschaftler glauben allerdings, dass bahnbrechende Entwicklungen in der Fusionstechnologie interstellare Reisen bald in den Bereich des Möglichen rücken können.
29:42Reisen zu nahegelegenen Sternen mit einer Hin- und Rückflugzeit von weniger als einer durchschnittlichen menschlichen Lebensdauer sind möglich, wenn
29:50man es richtig angeht.
29:51Ich arbeite seit 14 Jahren an Antriebssystemen für sehr große Entfernungen auf der Grundlage von Kernspaltung und Kernfusion.
29:59Nach allem, was wir bisher wissen, würde ich sagen, ja, wir können die Sterne erreichen, ohne unsere heiligen Gesetze der
30:06Physik zu brechen.
30:11Im englischen Oxfordshire arbeiten Forscher daran, die Energie der Sterne für uns nutzbar zu machen.
30:18In der größten funktionierenden Fusionsanlage, Joint European Taurus, kurz JET, wird seit Jahrzehnten daran geforscht.
30:27Die Sonne ist wie ein gigantischer Fusionsofen, ohne den es kein Leben auf der Erde gäbe.
30:34Mit der kontrollierten Kernfusion nach dem Vorbild der Sonne soll eine neue Energiequelle gewonnen werden.
30:41JET arbeitet seit 1983 an zukünftigen Maschinen, die diese Energie nutzen können.
30:53Unser Hauptziel bei JET ist, eine Energiequelle der Zukunft zu schaffen.
30:58Der weltweite Energiebedarf steigt stetig.
31:01Wir müssen deshalb so viele neue Arten der Energiegewinnung entwickeln wie möglich.
31:09Die Energie, die nach dem Vorbild der Sonne gewonnen werden kann, ist 10 Millionen Mal wirkungsvoller als fossile Brennstoffe.
31:17Und 10 Mal effizienter als Kernspaltung.
31:20Wenn der Durchbruch gelingt, kann diese Energie auch unser Ticket zu den Sternen sein.
31:27Der Traum vom Flug zu den Sternen hat jedoch einen Haken.
31:32Es ist nämlich etwas völlig anderes, innerhalb unserer eigenen Galaxis zu reisen, als von einer Galaxie zu einer anderen zu
31:39gelangen.
31:40Das ist nur mit Licht möglich. Schneller geht's nicht.
31:44Albert Einstein hat die Sache eigentlich durchschaut.
31:47Er hatte zwei Relativitätstheorien. Eine spezielle und eine allgemeine.
31:53Die spezielle Theorie besagt, dass nichts schneller sein kann als das Licht.
31:57Je schneller sich etwas bewegt, desto schwerer wird es.
32:01Zeit vergeht langsamer, Raum schrumpft.
32:04Bei Lichtgeschwindigkeit ist man unendlich schwer, hat in der Vorwärtsrichtung keine räumliche Ausdehnung und die Zeit hält an.
32:12Aber es gibt eine Hintertür. Einsteins allgemeine Relativitätstheorie, nach der Raum und Zeit miteinander verknüpft sind.
32:23Wenn man schneller sein will als das Licht, gibt es zwei Möglichkeiten.
32:27Die erste ist ein Wurmloch.
32:30Stellen wir uns die Raumzeit wie ein Stück Stoff vor.
32:33Darauf gibt es zwei weit voneinander entfernte Punkte.
32:37Falten wir den Stoff zusammen, können wir die Punkte verbinden.
32:41Es entsteht eine Abkürzung durch Raum und Zeit, wie ein U-Bahn-System.
32:49Es gibt noch eine andere Möglichkeit.
32:52Wenn Zeit und Raum eine zusammenhängende Struktur bilden, warum nicht die vor einem liegende Struktur komprimieren und die hinter einem
33:00liegende ausdehnen?
33:01Dann braucht man nicht zu den Sternen zu reisen, die Sterne kommen zu einem.
33:08Science-Fiction-Filme nutzen gerne Wurmlöcher, um Reisen im All zu beschleunigen.
33:14Wir müssen aber nicht unbedingt zu den Aliens reisen, um mit ihnen zu kommunizieren.
33:20Einige Wissenschaftler glauben, dass es schon bald möglich ist, Außerirdische von der Erde aus zu kontaktieren.
33:47In Spielbergs unheimliche Begegnung der dritten Art landet das Raumschiff auf der Erde und es entsteht ein erster direkter Kontakt.
33:55Doch sind Menschen tatsächlich vorbereitet auf reale Begegnungen mit Außerirdischen?
34:02Bis heute gibt es keine handfesten Beweise, dass sie wirklich existieren.
34:07Search for Extraterrestrial Intelligence, kurz CETI, steht für die Suche nach außerirdischer Intelligenz und ist die einzige Organisation weltweit, die
34:17Beweise finden könnte.
34:18CETI-Wissenschaftler versuchen Außerirdische aufzuspüren, indem sie mögliche Aliensignale aus dem Weltall abhören.
34:28Anfangs hat man bei CETI versucht, jegliche Art von Radiowellen im elektromagnetischen Spektrum nachzuverfolgen, was allerdings zu einer gewissen Verwirrung
34:37geführt hat.
34:40Ein großes Problem bei der Suche war herauszufinden, welche Signale theoretisch von Aliens stammen können und bei welchen es sich
34:48einfach nur um Störungen handelt.
34:52Als wir mit einer großen Antenne in Australien arbeiteten, stellte sich heraus, dass im Beobachtungsraum eine Mikrowelle stand, die natürlich
35:00die Signale verfälschte, indem sie elektromagnetische Wellen aussendete.
35:05Wir erkannten das Problem schnell. Das Messgerät schlug immer aus, wenn sich jemand sein Mittagessen warm machte.
35:15Mit entsprechenden Geldern könnte die CETI-Forschung beginnen, immer mehr Sterne zu untersuchen.
35:21Das bedeutet, es würde ein goldenes Zeitalter anbrechen und wir könnten in den nächsten Jahrzehnten oder einem Jahrhundert tatsächlich den
35:29Heiligen Grai finden,
35:30indem wir Kontakt mit einer außerirdischen Zivilisation aufnehmen.
35:37CETI-Projekte könnten schon morgen fündig werden. Wir sind aber nicht wirklich darauf vorbereitet.
35:46Eine grundsätzliche Frage wäre, wer würde für die Erde sprechen? Nun, die Menschen werden weltweit für sich selbst sprechen.
35:59Während die Vereinten Nationen nachdenken und diskutieren, ob es klug ist, dem Kosmos unserer Existenz zu verraten,
36:06wird es überall auf der Welt Amateur-Astronome geben, die Nachrichten versenden, kommerzielle Sender, die weltweit Nachrichten ins All schicken.
36:17Unabhängig von jeglichen Bestimmungen wird das Weltall mit irdischen Nachrichten geflutet werden.
36:27Wenn gemeinsame Gespräche sinnvoll und friedlich verlaufen sollen, muss auch eine gemeinsame Sprache gefunden werden.
36:39Die berühmte Folge von fünf Tönen in Spielbergs unheimliche Begegnung der dritten Art ist eine reine Erfindung Hollywoods.
36:47Doch die Idee basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen.
36:50Es spricht viel dafür, dass wir eine Nachricht empfangen oder aussenden könnten, die viel Ähnlichkeit mit Musik hat.
36:58Musik unterliegt Gesetzmäßigkeiten und besitzt eine mathematische Struktur.
37:04Wenn man den Aufbau von Musik betrachtet, sind da unterschiedliche Frequenzen und Schwingungen.
37:10Das sind Dinge, mit denen sich Physiker beschäftigen.
37:13Physiker auf der Erde kennen sich damit aus.
37:16Physiker in einer anderen Welt werden auch davon wissen.
37:19Musik folgt bewährten Mustern.
37:22Diese Muster lassen sich in Zahlen übersetzen, die ein Grundkonzept vermitteln.
37:27Mathematik wirkt hier als universeller Codentschlüsseler.
37:49In unzähligen Science-Fiction-Filmen werden Aliens als Monster dargestellt.
37:55Aber bei Spielberg sind sie friedlich.
37:59Die Frage ist so alt wie das Genre selbst.
38:03Wäre es tatsächlich eine gute Idee, Kontakt aufzunehmen?
38:08Wie Stephen Hawking sagte, sprecht nicht mit Aliens.
38:13Vielleicht gibt es auf der Erde kostbare Ressourcen, die Außerirdische anlocken.
38:17Ich glaube, das ist nicht sehr wahrscheinlich.
38:20Ich meine, was sollte ihr Beweggrund sein?
38:22Hier gibt es nichts an, dass man nicht leichter und schneller woanders herankommen könnte.
38:32Das von der USA-Fonds ins Leben gerufene Project Blue Book hat sich in fast zwei Jahrzehnten mit über 12
38:40.000 angeblichen UFO-Sichtungen beschäftigt,
38:43bevor die Ermittlungen 1970 eingestellt wurden.
38:47Mittlerweile hatte sich innerhalb der US-Regierung die Auffassung durchgesetzt,
38:51Blue Book sei nichts als eine reine Verschwendung von Steuergeldern und Zeit.
38:57Der anfangs äußerst skeptische wissenschaftlicher Berater des Projekts, J. Allen Hynek,
39:02hat am Ende an das Unerklärbare geglaubt.
39:06Einige Jahre später steht er Steven Spielberg bei seinem Film
39:09»Unheimliche Begegnung der dritten Art« beratend zur Seite.
39:35Steven Spielbergs »Unheimliche Begegnung der dritten Art« ist zum Science-Fiction-Klassiker geworden.
39:42Über drei Jahrzehnte sind inzwischen vergangen.
39:45Der Fortschritt hat Einzug gehalten und die neuesten Erkenntnisse in den Bereichen Astronomie,
39:50Quantenphysik und letztendlich auch der Kommunikation werden dazu dienen, eines Tages das Rätsel zu lösen.
39:59Bei einer Kontaktaufnahme mit einer anderen Zivilisation im Weltraum müsste die gesamte Menschheitsgeschichte neu geschrieben werden.
40:07Es hätte theologische, religiöse, philosophische und natürlich wissenschaftliche Auswirkungen.
40:13Wenn sie uns erreichen können, sind sie uns tausende Jahre voraus.
40:19Es spielt im Prinzip keine Rolle, ob es sich um Fantasie oder Realität handelt.
40:24Die Erforschung des UFO-Phänomens könnte dabei helfen, die Rolle der Menschheit im Universum besser zu verstehen.

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