Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 16 Stunden

Kategorie

🎈
Spaß
Transkript
00:06Musik
00:37Was zum Hänker ist hier passiert?
00:47Frau Adler, sind Sie hier?
01:13Guten Morgen, du schaust ja munter aus.
01:18Ja, weißt du, das mit der Irme ist wunderbar, aber auch sehr energieraubend.
01:25Hm, hast du mit dir gestritten?
01:27Im Gegenteil, wir haben die halbe Nacht telefoniert und jetzt ist der Akku von meinem Handy fast leer.
01:33Meister, junge Liebe, ist doch was Schönes. Da hat man sich noch was zu erzählen.
01:37Das wäre noch schöner, wenn ich das Ladegerät finden würde. Hast du das zufällig irgendwo gesehen?
01:42Na, wo hast du das denn zuletzt gehabt?
01:45Ich büte mich ein, ich hab's euch gesteckt. Aber dem ist anscheinend nicht so.
01:49So, jetzt ist's neu, ich muss schon wieder los. Ich komm schon wieder zu spät.
01:52Bitte.
01:53Bis heute Abend.
01:54Schaut einmal im Büro, vielleicht liegt's da.
01:57Mach ich.
02:01Frau Stockl, ich sag's bitte ganz schnell was sagen müssen, mein Akku ist gleich leer.
02:04Passen Sie auf, es gab ein Laich und zwar in der Distelstraße. Das Geschäft heißt Piano Adler.
02:09Ja, Piano Adler sagt bei nichts über die Distelstraße, kenne ich. Dann fahr jetzt los.
02:13Wie? Sie sind doch gar nicht unterwegs.
02:14Ja, nein, doch, es ist so, folgendermaßen.
02:18Äh, äh, hallo? Hallo?
02:21Sauber.
02:22Das war eine Lösung durch den Gang.
02:25Na, dann mal los.
02:29Da ist die Frone, ja.
02:30Herr Brand, da sind Sie ja.
02:32Die Hansen fragt schon die ganze Zeit, wo Sie bleiben. Jetzt wollt ich Sie gerade anrufen.
02:35Tja, da hätten Sie gar Glück gehabt. Der Akku von meinem Handy ist leer. Guten Morgen.
02:39Grüß Gott. Sie wissen aber schon, dass es für sowas Ladegeräte gibt.
02:43Ich merk schon, Sie sind einer, der Sie auskennt.
02:46Können Sie mir sicher sagen, was passiert ist?
02:47Freitag, die Besitzerin von dieser Werkstatt ist ermordet worden, Salome Adler.
02:52Salome Adler?
02:53Ja, 30 Jahre ist sie noch alt geworden und sie hat die Entscheidung
02:56gelebt von ihrem Mann, Gernot. Auch Adler.
02:58Aha. Und sonst? Familie? Nix?
03:00Ja, gar nichts. Ja, einen Mitarbeiter hat es gehabt, den Herr Ziegler, der hat uns auch
03:03benachrichtigt.
03:05Und die haben Klaviere restauriert, so wie das ausschaut.
03:07Ja, das hat ihr Papa schon gemacht. Und wie der gestorben ist, da hat sie die Werkstatt
03:11übernommen. Die hat sich selber getötet.
03:13Tja. Tja.
03:15Tja.
03:15Da?
03:16Ja.
03:18Danke.
03:20Ich hab's schon gefragt, in den Nachbarn ist nichts aufgefallen.
03:23Aha.
03:24Na, da hat ja einer gewütet. Tja. Aber nicht nur hier. In der Wohnung rum schaut's genauso
03:29aus.
03:31Einbruchsspuren?
03:32Na. Ist ja gar nicht notwendig gewesen. Der Herr Ziegler sagt, dass die Frau Adler immer
03:37als Letzte gegangen ist. Und da hat sie selber zugesperrt.
03:39Mhm. Fehlt irgendwas?
03:42Ja, Herr Ziegler sagt hier im Büro und drüben in der Werkstatt nein. Leid da bis
03:45auch nicht da.
03:46In der Wohnung?
03:48Ja.
03:48Wohnung ist ja eine Sache. Da gibt's einen kleinen Sef. Und in diesem kleinen Sef ist
03:52der Täter dran gewesen. Er ist aber nicht reingekommen.
03:55Dann schauen wir, dass wir reingekommen.
03:56Ja.
03:56Die Spezialisten sind schon unterwegs.
03:58Sehr gut, Herr Mann.
04:03Ah, Herr Brandl. Frau Eckstein hat sich schon Sorgen gemacht.
04:07Tja, das tut mir sehr leid. Aber ich hab noch was suchen müssen.
04:10Da sind die Ausreden von Herrn Hofer aber inzwischen etwas blumiger.
04:13Na, lassen Sie mich öfter spät kommen. Dann werden meine auch blumiger.
04:17Morgen, Frau Dr. Eckstein.
04:18Guten Morgen.
04:19Bitte, mach es weiter.
04:22Sie wurde erschlagen, ein einzelner Hieb auf den Hinterkopf. Und zwar damit. Mit einem Stimmammer.
04:28Das kenn ich. Das braucht man zum Klavier stimmen.
04:31Offensichtlich nicht. Nur dafür. Wann ist denn passiert?
04:34Der Leichenstarre nachzuurteilen, gestern Abend gegen 22 Uhr.
04:38Kann ich kurz stören?
04:39Ja. Das ist der Inhalt aus dem Sef in der Wohnung. Ah ja. Danke.
04:44Ja, das haben wir ja gespannt. Und was ist denn drin?
04:47Das sieht eher unspektakulär aus. Schmuck. Irgendwelche alten Unterlagen.
04:55Notenblatt. In einem Safe. 477 A. Wälzel. Vielleicht eine Hausnummer von Kunden.
05:03Auf jeden Fall irgendwas, was sehr wichtig war.
05:05Darf ich etwas vorschlagen? Der Herr Ziegler wäre da. Vielleicht wäre es der etwas.
05:08Ja.
05:15Herr Ziegler. Danke, mein Name.
05:19Ist es der Herr Hansen?
05:21Guten Tag.
05:22Wie Sie sich denken können, haben wir ein paar Fragen.
05:25Ich kann es noch gar nicht fassen, dass Sie wirklich tot sein sollen. Sie wäre so eine Nette.
05:29Ja. Wie lange haben Sie schon für Frau Adler gearbeitet?
05:34Seit drei Monaten erst. Eigentlich bin ich Schreiner und wollte mich spezialisieren, aber da wird jetzt wohl nichts mehr draus.
05:39Zumindest nicht hier. Ist das Geschäft Gurglaffer?
05:42Ja, nicht wirklich. Deshalb hat sich Frau Adler auch nach alten Klavieren umgesehen, um sie dann zu restaurieren.
05:48Und dann weiter zu verkaufen.
05:49Zum Beispiel. Das hier stammt aus dem Nachlass meiner Dame, die vor kurzem gestorben ist.
05:55Was ich nicht verstanden habe, ist, dass sie dafür 20.000 Euro bezahlt hat.
05:5820.000? Ist das viel?
06:01Bei dem Zustand?
06:02Wiederschauen.
06:03Wiederschauen.
06:04Wiedersehen.
06:05Sagen Sie, wie lange waren Sie gestern noch hier?
06:08Bis 19 Uhr. Ich bin direkt nach dem Herrn Adler gegangen.
06:12Der Herr Adler war hier? Ich dachte, die waren geschieden.
06:14Der kam ab und zu vorbei. Eigentlich ein total netter, ruhiger Kerl, aber gestern war er ziemlich schlecht drauf.
06:21Was heißt, er war schlecht drauf?
06:24Ich stand beim Schleifen und habe kaum was verstanden. Aber er hat rumgeschrien und ziemlich getobt.
06:29Und ich war froh, als er wieder weg war.
06:31Und die Frau Adler?
06:32Er hat ziemlich geknickt.
06:35Ich musste aber dann los, weil ich mit ein paar Freunden im Kino verabredet war.
06:37Ein paar Freunde im Kino. Von denen bräuchte ich die Adressen. Reine Routine.
06:43Was anderes. Dieser Name hier. Können Sie was damit anfangen? Kunde vielleicht?
06:47Wälzel. Sagt mir schon was. Wenn Sie wollen, dann könnte ich in Brunach gucken, ob da irgendwas in den Verträgen
06:53steht.
06:53Herr Ziegler, lassen Sie ihn doch nicht aufreiten.
07:00Ja?
07:02Guten Morgen.
07:03Guten Morgen.
07:03Guten Morgen, Herr Achtziger.
07:04Frau Stockel, dass Sie jetzt für die Landeszentrale eine Aufstellung der Kennzahlen der einzelnen Bereichsgruppen
07:09muss unbedingt heute noch raus.
07:11Die wollen das ja immer so besonders hergerichtet haben, gell?
07:14Sie machen das schon. Bis dann.
07:15Bis dann.
07:19Gell.
07:28Gell.
07:30Gell.
07:45Gell.
07:46Gell.
07:47Gell.
07:51Gell.
07:55Gell.
08:07Gell.
08:08Gell.
08:08Gell.
08:09Gell.
08:10Gell.
08:12Gell.
08:13Gell.
08:14Gell.
08:15Gell.
08:16Gell.
08:16Gell.
08:16Gell.
08:18Gell.
08:30Gell.
08:31Gell.
08:33Gell.
08:34Gell.
08:35Gell.
08:35Gell.
08:35Gell.
08:36Gell.
08:36Gell.
08:37Gell.
08:39Gell.
08:39Gell.
08:40Gell.
08:50Gell.
08:52Gell.
08:53Gell.
08:53Gell.
08:55Gell.
08:57Gell.
09:02Gell.
09:03Wissen Sie ja, wo er ist?
09:04Ja, bei Ihnen auf dem Schreibtisch.
09:05Ich habe Ihnen doch gerade gesagt...
09:06Frau Ortmann, ich weiß ganz genau, wie das abläuft.
09:09Dann heißt es wieder, die Frau Stockl nimmt ihr Zeug mit nach Hause, nur weil Sie hamstern.
09:12Ich?
09:14Es wird mir jetzt wirklich zu blöd. Wiedersehen.
09:15Ja, wiedersehen! Und wiedersehen macht Freude!
09:49Grüß Gott, Brandl, mein Name Kripper Rosenheim, das ist mein Kollege, der Herr Hansen.
09:54Tag.
09:55Wir hatten ja den Herrn Heidersberger gesprochen, Johannes Heidersberger.
09:58Das ist mein Sohn.
10:00Ah.
10:00Er ist im Augenblick nicht verfügbar. Er übt.
10:03In dem Fall würde mein kleines Päuschen gut tun.
10:06Und um was geht es, bitte?
10:07Könnte man es vielleicht dringesprechen?
10:09Na gut. Ich möchte Sie aber bitten, sich kurz zu fassen.
10:13Mein Sohn gibt demnächst ein erstes großes Konzert. Er muss seine Stunden einhalten.
10:23Johannes, hier sind zwei Herren von der Polizei, die dich sprechen möchten.
10:26Polizei?
10:27Grüß Gott.
10:27Grüß Gott.
10:28Tag.
10:30Ja, es geht um Frau Adler, Salome Adler. Sie ist gestern Abend ermordet worden.
10:36Ermordet? Ja, und wer hat das getan?
10:38Das wissen wir leider noch nicht. Aber sie ist regelmäßig hier gewesen. Stimmt das?
10:44Einmal die Woche.
10:45Seit wann?
10:46Seit vergangenen Herbst.
10:47Frau Heidersberger, Ihr Sohn ist doch hier in der Lage selbst zu antworten, Herr Heidersberger. Seit wann?
10:54Seit Herbst, ja. Ich muss viel üben. Da ist eine regelmäßige Wartung des Flügels notwendig.
11:00Wie war denn Ihr Verhältnis zu Frau Adler?
11:03Ja, gut.
11:04Geschäftlich. Sie kam hierher, um das Klavier zu warten, nicht um Kaffee zu trinken, wenn Sie verstehen.
11:08Hat sie in dieser Zeit irgendwann den Namen Frau oder Herr Welzl erwähnt?
11:13Nein.
11:15Wo waren Sie gestern Abend gegen 22 Uhr?
11:18Johannes war hier. Bei mir.
11:21Ich hoffe, damit sind alle Ihre Fragen beantwortet.
11:23Sicher noch nicht, Frau Heidersberger. Aber fürs Erste sind wir zufrieden. Danke.
11:28Wiedersehen.
11:29Wiedersehen.
11:44Einen wunderschönen guten Morgen, Frau Stockel.
11:46Guter Morgen. Ein guter Morgen schaut anders aus.
11:50Kondisse, dass Sie heute ein bisschen verstimmt sind.
11:52Ja. Ich soll nämlich für den Herrn Achtziger was wegschicken und dazu brauche ich meinen Vierfachlocher.
11:56Den habe ich aber der Frau Ortmann geliehen und sie hat ihn nicht zurückgebracht.
11:59Ja, dann holen Sie sich doch einen aus dem Lager.
12:01Ja, Hansen. Es geht mir ums Prinzip. Sie behauptet nämlich, Sie hätten mir den auf den Schreibtisch gesteuert.
12:05Da ist er aber nicht und bei mir verschwindet nichts.
12:07Sagen Sie das nicht. Ich suche heute schon den ganzen Morgen das Ladegerät für meine Hände.
12:11Das ist einfach verschwunden.
12:12Ja, Sie sind ja ein Mo. Sie finden ja nicht einen Kühlschrank, obwohl Sie reinschauen.
12:16Ja, dann geht's. Nüber.
12:19Und? Was sagen Sie?
12:20Nur noch den Ehemann von der Frau Adler.
12:22Ja, den habe ich erwischt. Der ist in einer Stunde da. Und, äh, die, nee, äh.
12:27Das ist der Bericht von der KTU.
12:29Ah ja, danke.
12:30Bitte.
12:33Glaubst du das, na?
12:34Da waren wir sicher, dass das Ladegerät da irgendwo ist, aber...
12:38Nix.
12:39Ich habe meins auch nicht dabei, aber Sie können ja mal Frau Stockel fragen.
12:42Vielleicht passt dir das ja.
12:44Der KTU-Bericht.
12:46Und, haben die wenigstens was gefunden?
12:47Ja, der Stimmhammer ist sauber.
12:49Ansonsten jede Menge Abdrücke.
12:51Aber leider nichts Verwertbares.
12:53Tja.
12:54So, meine Herren.
12:57Rauchzeichen.
12:58Das ist der Laptop von der Salome Adler.
13:01Und jetzt schaut Sie einmal in die letzte Mail von gestern an.
13:03Aha.
13:04Hallo, Salome.
13:06Ich bin um 19.30 Uhr im Times Square und warte auf dich. Bitte ruf mich nicht an.
13:11Mozart 79. Schon wieder ein Musikfreund.
13:14Um 19.30 Uhr wollten Sie sich treffen und zwei Stunden später war sie tot.
13:18Ja, also mit der Internetadresse darf ja doch das eigentlich kein Problem sein, diesen Mozart ausfindig zu machen.
13:23Ja, schwer ist das nicht, aber du musst aber weitergehen und das dauert.
13:26Dauern ist immer schlecht.
13:28Vielleicht kann es der Joe helfen.
13:29Wenn wir Glück haben, erinnert er sich noch an die beiden.
13:31Aha.
13:32Ja, genau.
13:32Gibt es schon irgendwelche Neuigkeiten über diesen Wilzel?
13:35Nichts Gescheites.
13:35Das ist lauter so allgemeines Blabla mit den Kunden und so.
13:38Ja.
13:38Dann schauen Sie mal im Einwohnermeldeamt nach und fragen Sie, ob da vielleicht irgendjemand
13:42in Rosan gemeldet ist.
13:44Frau oder Herr Wilzel.
13:45Ja, ich weiß.
13:46Ja, wegen diesem Notenblatt übrigens.
13:47Da sollten wir einen Spezialisten drauf schauen lassen.
13:49Weil wenn das im Safe war, dann scheint es ja irgendwie wertvoll zu sein.
13:53Frage mal einen 80er.
13:55Das ist der Vorsitzende von der Musikakademie.
13:57Der kennt so Leute.
13:58Ja.
13:58Wo er recht hat, hat er recht.
13:59Ja, ja.
13:59So.
14:01Die Frau Dr. Eckstein hat angerufen.
14:03Sie hat etwas gefunden und einer von euch beiden soll runterkommen, bitte.
14:05Ah ja.
14:06Dann sprechen Sie doch mit der Frau Dr. Eckstein.
14:08Ich fahre zum Joe und schaue vorher noch beim 80er vorbei.
14:11So machen wir es.
14:11Ja.
14:12Herr Mohr oder Frau Stockl, hat von Ihnen beiden vielleicht jemand ein Ladegerät für mein Handy,
14:19das ich mir mal ausleihen kann?
14:20Ja, genau.
14:22Und dann kriege ich es nicht mehr zurück und dann ist es verschwunden.
14:25Nichts da.
14:25Ich gebe hier nichts mehr aus den Händen.
14:28Da hat sie recht.
14:29Ja.
14:33Offensichtlich ein Original, Teil einer Partitur.
14:35Die anderen Seiten haben Sie nicht?
14:37Nein, das ist alles.
14:38Wir haben gehofft, dass Sie vielleicht jemanden kennen, der uns was dazu sagen kann.
14:41Ja, Professor Munzinger von der Akademie, der kennt sich da aus.
14:44Na, das ist doch schon mal was.
14:45Dann müssen Sie es mir aber da lassen.
14:47Ja.
14:47Ich mache eine schnelle Kopie.
14:49Gut.
14:56Schauen Sie mal.
14:59Diese Baumwollfasern haben wir unter den Fingernägel von Frau Adler gefunden.
15:03Und da Frau Adler nichts in der Art getragen hat.
15:06Stammen diese Baumwollfasern vermutlich von der Kleidung des Täters.
15:08Genau.
15:11Und sie hat Druckstellen an ihren Armen, die auf einen Kampf hindeuten.
15:15Dabei muss sie sich an ihm festgekrallt haben.
15:17Irgendwelche Hinweise an was für ein Kleidungsstücke sich handelt.
15:19Das nicht, aber diese Fasern sind mit einer Substanz versetzt, die ich bisher nicht zuordnen konnte.
15:25Ich habe eine Probe ins Labor gegeben.
15:27Ich hoffe, dass wir nach der Untersuchung mehr wissen.
15:36Doch, doch, die war schon mal mal da.
15:39Gestern erst?
15:40Alleine oder in Begleitung?
15:42Jetzt, was du sagst, die war mit so einem Krösperl da.
15:47Bitte was?
15:47Eins mächtiger Mann.
15:50Ähm, dunkelhaarig.
15:52Und ist dir die hier schon mal aufgefallen?
15:54Der? Nein.
15:55Wie lange waren die beiden hier?
15:56Ist das jetzt ein Verhör?
15:57Reine Routine.
15:59Das haben wir gleich.
16:01Mach mal.
16:05Herrschaft!
16:08Herr Brandl, ich versuche Sie schon die ganze Zeit anzurufen, aber Ihr Handy geht ja immer noch nicht.
16:12Was glauben Sie, warum ich mir Ihr Ladegerät ausleihen wollte?
16:15Mein Ladegerät habe ich sowieso nicht dabei.
16:16Der Herr Adler wartet seit zehn Minuten.
16:19So, sauber.
16:20Da hätten Sie mir aber wirklich Bescheid geben können.
16:25Er mordet.
16:27Die Salome.
16:29Das ist doch nicht möglich.
16:31Leider doch.
16:33Wie lange waren Sie denn verheiratet?
16:35Sechs Jahre.
16:37Offiziell sind wir ja immer noch verheiratet.
16:40Aber wir leben jetzt seit Herbst in Scheidung.
16:44Warum haben Sie sich denn getrennt?
16:45Wir haben uns auseinandergelebt.
16:48Wahrscheinlich war ja das Haus dran schuld.
16:49Geht's ein bisschen genauer.
16:50Ich habe damals ein Haus gekauft.
16:53Denkmalgeschützt.
16:53Wunderschön.
16:54Aber ziemlich runtergekommen.
16:56Da hat einiges gemacht werden müssen.
16:59Mit Privatleben war da so viel wie gar nichts mehr.
17:03Wann haben Sie denn die Frau Adler das letzte Mal gesehen?
17:07Das letzte Mal.
17:09Vielleicht.
17:11Gestern.
17:11Ja, stimmt.
17:13Da war ich kurz in der Werkstatt.
17:15Tut mir leid, aber ich bin ein bisschen durcheinander.
17:19Gestern dagegen waren Sie ein bisschen aufgebracht.
17:20Ja, wir waren zum Kaffee verabredet und sie hat halt wieder mal keine Zeit nicht gehabt da.
17:25Da war ich halt ein bisschen sauer.
17:27Sie waren gestern bis kurz vor 19 Uhr bei der Frau Adler.
17:31Was haben Sie danach gemacht?
17:34Danach war ich daheim und hab was gearbeitet.
17:38Anschließend hab ich was gegessen und bin ins Bett.
17:40Das kann Ihre Freundin bestätigen.
17:41Nein, kann sie nicht.
17:44Die ist mit den Kindern in Hamburg bei ihrer Mutter.
17:48Schade.
17:49Sehr schade.
17:51Jetzt weiß ich's wieder.
17:52Die waren da bis um halb zehn.
17:54Und danach haben sie aufstehen müssen und eine Reservierung gehabt.
17:57Das heißt, die beiden sind zusammen um 21.30 Uhr hier raus.
18:00So um den Dreh, ja.
18:01Dann wär's am besten, wenn du mit aufs Kommissariat kommst, damit wir eine Phantomzeichnung von dem Mann machen können.
18:06Heid?
18:07Du, das geht nicht. Ich bin allein.
18:09Kann da nicht jemand vorbeikommen?
18:11Eher nicht, oder?
18:13Du, ich muss zuerst jemanden organisieren, der für mich ausspringt.
18:16Danke dir. Dann sehen wir uns später.
18:18Ja, aber freu dich nicht zu früh, weil wenn ich niemanden finde, dann musst du hier übernehmen.
18:21Einmal und nie wieder.
18:25Polizisten.
18:29Und wie war's beim Joe?
18:31Joe sagt, Frau Adler war tatsächlich gestern Abend mit einem Mann bei ihm.
18:35Er kommt später vorbei und hilft uns bei einer Phantomzeichnung.
18:38Das ist ja wunderbar.
18:40Ich hab mir inzwischen einmal den Ordner von der Salome Adler angeschaut.
18:44Da schauen Sie mal her.
18:45Aha.
18:49Ach was.
18:50Hat sein Anwalt auf Ihren Ehemann angesetzt?
18:52Wegen einer Zahlungsaufforderung.
18:55220.000 Euro.
18:56Mir erzählt der Gernot Adler, Sie hätten ein gutes Verhältnis gehabt.
18:59Sieht aber nicht so aus.
19:00Also offensichtlich konnten Sie sich nicht einigen, wem das Haus gehört.
19:03Tja, den Anwalt hab ich noch nicht erreicht.
19:07Bevor ihr mich fragt.
19:09Welzl weiß ich noch nix, bleib ich aber dran.
19:11Und Sie haben doch gefragt wenige Spezialisten für das Notenblatt.
19:14Haben Sie einen?
19:15Die Frau Adler hat wen gehabt.
19:21Musikantiquariat Weimar.
19:21Ja, dreimal hat sie da angerufen.
19:24Das letzte Mal gestern.
19:25Ich hab gleich nachgeschaut.
19:27Der Verkauf zwischen Trompeten und Mandolinen hat sich aber spezialisiert auf alte Noten.
19:47Na, grüß Gott.
19:49Grüß Gott, ihr Herrschaften.
19:51Sie wollen sich erst einmal umsehen?
19:53Eigentlich wollen wir uns nur umhören.
19:55Brandl mein Name.
19:55Käper Rosenheim.
19:56Das ist mein Kollege, der Herr Hansen.
19:58Tag.
20:00August Weimar.
20:02Ja, ich ne meine, es geht um die Frau Adler.
20:05Ah, Sie wissen es schon.
20:06Ja, vom Herrn Ziegler.
20:09Ich hatte heute Mittag mit ihm wegen eines Spinetts telefoniert, das restauriert werden muss.
20:13Da, da hab ich's erfahren.
20:15Mhm.
20:16Dann hatten Sie halt öfters mit Frau Adler zu tun.
20:18Ja, früher schon.
20:19Da konnte ich ihr ab und an einen Auftrag vermitteln, aber heutzutag, da sparen die Leute.
20:25Da ist eine Restauration nur noch selten gewünscht.
20:28In den letzten paar Tagen haben Sie öfter mit ihr telefoniert.
20:31Ging's doch um was Bestimmtes?
20:33Ja, mein Klavier, das ich kürzlich.
20:35Herr Standnacht, der sollte mir mal ansehen, ob ich an einem Leiterverkauf interessiert wäre.
20:40Und, haben Sie es sich angesehen?
20:42Ja, vorgestern war ich bei ihr, aber leider umsonst.
20:48Ein gängiges Modell, zudem noch in einem schlechten Zustand.
20:51Also, das Geld hätte sie besser anders angelegt.
20:54Mhm.
20:56Diese Noten hier, hat sie denen zufällig auch gezeigt?
21:01Na?
21:04Wo haben Sie denn diese Kopie?
21:06Also, das Original befand sich in Ihrem Safe.
21:09Jetzt würde uns natürlich interessieren, ob es wertvoll ist.
21:12Der Wert hängt natürlich vom Urheber ab.
21:15Wenn es von einem namhaften Komponisten stammt, kann es durchaus wertvoll sein.
21:23In diesem Fall fällt mir allerdings nichts Charakteristisches auf.
21:27Scheint mir zudem nicht mal sonderlich alt zu sein.
21:31Diese Noten stehen im Zusammenhang mit einem Namen und einer Nummer.
21:35Welzel, 477 A. Sagt Ihnen das was?
21:40Tut mir leid. So gern ich Ihnen noch helfen würde.
21:49Ach, irgendwas stimmt da hinten und vor nicht.
21:52Warum soll die Frau Adler alte Noten, die nichts wert sind, in Ihren Safe legen?
21:56Vielleicht ist das Ganze einfach nur ein dummer Zufall und es hätte sich gar nichts dabei gedacht.
22:00An Zufälle glaube ich nicht.
22:03Joe, wie sieht's aus? Bist du schon im Kommissariat?
22:06Das kann ich mir sparen.
22:08Rat einmal, wer gerade reispaziert ist.
22:09Sag jetzt nicht der Mann, der mit der Adler da war.
22:12Genau der.
22:13Ich will den verhaften.
22:14Du machst gar nichts.
22:15Behalt ihn einfach nur im Auge, wir sind unterwegs.
22:19Ja.
22:20Frau Stocke, die Unterschriftenmappe. Besten Dank zurück.
22:24Ja, danke.
22:27Sagen Sie mir, da liegt ja immer noch die Aufstellung.
22:30Herr Achtziger, ich hatte ein technisches Problem, aber ich kümmere mich eh schon drum.
22:35Und zwar sofort, wenn ich bitten darf. Die Kollegen von der Landeszentrale warten doch.
22:38Ja, ich weiß schon.
22:42Toll. Jetzt krieg ich vom Achtziger wegen der Ortmann auch noch eins auf den Deckel.
22:51Respekt.
22:51Ja.
22:53Ja, wo ist er jetzt?
23:03Und erst gestern mit der Adler zusammengesessen?
23:05Ja.
23:06Bist du sicher?
23:07War ich mir schon mal jemals nicht sicher.
23:15Herr Heidersperger, grüß Gott.
23:18Jan von der Polizei. Was treibt Sie denn ins Times Square?
23:24Mozart 79.
23:27Wir haben Grund zu der Annahme, dass Sie sich gestern Abend hier mit der Frau Adler getroffen haben.
23:34Ja, das stimmt.
23:36Warum haben Sie davon nichts gesagt?
23:37Sie haben nicht danach gefragt.
23:40Außerdem wollte ich auch nicht, dass es rauskommt.
23:43Dass was rauskommt?
23:46Wir waren ein Paar.
23:49Aber es war noch nicht offiziell, verstehen Sie?
23:50Na, das verstehe ich jetzt nicht.
23:52Hat Ihre Mutter davon gewusst?
23:53Nein.
23:54Eben nicht.
23:55Na, dann erzählen Sie uns mal Ihre Version.
23:57Sie haben sich Frau Adler kennengelernt.
23:59Also, die Frau Adler hat meinen Flügel betreut, hat ihn gestimmt und gewartet.
24:06Sie kam ungefähr einmal die Woche.
24:08Und da sind Sie sich näher gekommen?
24:10Ich wollte auf keinen Fall, dass meine Mutter das mitbekommt.
24:13Sie hätte Salome wahrscheinlich sofort rausgeschmissen.
24:15Warum das denn?
24:17Wir achten sehr darauf, dass ich nicht vom Wesentlichen abgelenkt werde.
24:20Vom Wesentlichen?
24:21Meiner Musik.
24:23Was ist gestern Abend passiert?
24:26Gestern.
24:28Wir haben zusammen gegessen und alles war ganz wunderbar.
24:31Gegen 21.30 Uhr haben wir uns dann getrennt und jeder ist nach Hause gefahren.
24:37Ich sage Ihnen mal, was passiert ist.
24:39Frau Adler wollte nach Hause. Und zwar ohne Sie.
24:42Und da sind Sie ihr gefolgt.
24:43Und als sie sie wieder und wieder abgewiesen hat,
24:45da sind Sie handgreiflich geworden.
24:47Herr Heidersberger, Sie sind der Letzte, der mit ihr zusammen war.
24:51Es ist doch ganz anders, als Sie denken.
24:52Ja, dann erzählen Sie mal, wie es gewesen ist.
24:54Ich habe ihr einen Ring geschenkt und sie hat ihn angenommen.
24:58Wir wollten heiraten.
25:01Gibt es dafür irgendwelche Zeugen, wenn schon Ihre Mutter nicht Bescheid gewusst hat?
25:07Ne? Und dieser Ring, den hat Frau Adler gestern Abend getragen?
25:11Natürlich.
25:11Was ist das für ein Ring?
25:13Ein Goldring. Mit einem Diamanten.
25:15Also kein billiger Ring.
25:16Ich habe 7.000 noch irgendwas bezahlt.
25:19Hm.
25:20Da bräuchten wir die Adresse von dem Laden, die wir gekauft haben.
25:24Ja, gut, danke. Ich wollte Nummer auf Nummer sicher gehen.
25:27Wiederhören.
25:30Tja, die Spusi hat den Ring auch nicht gefunden.
25:32Ring also weg. Wenn der Täter etwas doraubt.
25:35Ja, wir sollten unbedingt bei dem Juwelier nachhaken.
25:37Vielleicht kann er uns ein Foto oder eine genaue Beschreibung von dem Ring geben.
25:41Schon ein bisschen spät. Werden wir keinen mehr erreichen.
25:4533 Wälzels in Rosenheim.
25:48Das ist ja großartig, Herr Mohr. Da hatten Sie die bitte alle Ohr auf.
25:51Ja, das habe ich befürchtet.
25:53Ja, und ich habe noch was für Sie, Herr Mohr.
25:54Ja.
25:55Könnten Sie bei diesem Juwelier hier vorbeifahren und fragen, ob er Ihnen ein Foto von einem Diamantring geben kann, den
26:00Herr Heidersberger Junior gekauft hat?
26:03Da werden wir niemanden mehr erreichen.
26:04Ja, so weit waren wir auch schon. Aber vielleicht gleich morgen früh?
26:07Morgen früh?
26:08Vor den 33 Wälzels oder nach den 33 Wälzels?
26:11Ja, schon vor den 33 Wälzels.
26:13Vorher.
26:14Oder ich hätte eine Idee, wenn Sie es heute noch anrufen.
26:17Heute noch? Wo andere Leute Feierabend machen?
26:19Ja.
26:20Na ja, dann mache ich das.
26:21Danke einmal.
26:22Und schönen Feierabend noch.
26:27Magst du ein Bier, oder?
26:28Normalerweise nicht. Aber ausnahmsweise.
26:34Wie geht's denn deinem Bruder?
26:36Ach, dem geht's gut. Aber er hat sich beschwert, dass es in Brianson nicht seine Weißbiermarke gibt.
26:41In Brianson?
26:42In Frankreich, Partnerstadt von Rosenheim.
26:44Der Arme, gell. Alles im Dienste der Stadt, gell.
26:48Aber wenn er sich schon da rumtreibt und ich seine Arbeit machen muss, dann kann er ruhig einmal ein falsches
26:52Weißbier trinken.
26:53Prost.
26:54Prost.
26:59Was sind denn das für Noten?
27:01Das sind die Aufzeichnungen, die bei der Toten im Tresor lagen.
27:04Und ich frage mich, warum die sowas in den Tresor reinlegt.
27:07Welzl.
27:08Was hat denn die gearbeitet?
27:10Die war Klavierrestauratorin.
27:12Mein Onkel hat ein Klavier gehabt, da wollten wir als Kinder immer drauf spielen.
27:15Haben wir natürlich nicht. Der Vater stand, Welzl Wien drauf.
27:18Was?
27:18Mein Onkel hat ein Klavier gehabt, da stand Welzl Wien drauf.
27:21Du meinst, dass der Welzl ein Klavierbauer in Wien ist?
27:23Weiß ich nicht. Aber auf jeden Fall hat mein Onkel so einen gehabt.
27:26Das ist gut.
27:28Da wird sich der Herr Morg freuen.
27:29Warum?
27:30Den hab ich alle Welzls in Rosenheim-Ober verlassen.
27:33Nein, er wird's überleben, falls anders.
27:36Ich hab dein Ladegerät gefunden.
27:38Wahnsinn!
27:39Aber ich glaub nicht, dass das noch funktioniert.
27:41Das war in der Waschmaschine.
27:42Wurscht.
27:43Aber ich hab dir ja gesagt, ich hab's irgendwo eingestellt.
27:46Prost.
27:47Prost.
27:47Prost.
27:57Prost.
27:59Prost.
27:59Prost.
27:59Prost.
28:00Prost.
28:02Prost.
28:05Prost.
28:24Prost.
28:36Prost.
28:39Prost.
28:46Prost.
28:47Prost.
28:48Prost.
28:51Prost.
28:52Prost.
28:52Prost.
28:52Prost.
29:20Prost.
29:21Prost.
29:23Prost.
29:24Prost.
29:26Prost.
29:33Prost.
29:39Prost.
29:44Prost.
29:45Prost.
29:50Prost.
29:58Prost.
29:59Prost.
30:00Prost.
30:00Prost.
30:01Prost.
30:02Prost.
30:02Prost.
30:03Prost.
30:03Prost.
30:04Prost.
30:04Prost.
30:05Dann kam es wieder zum Streit, richtig?
30:06Dann sind Sie handgreiflich geworden.
30:08Aber das macht doch alles keinen Sinn.
30:10Warum hätte ich Ihnen die Werkstatt auf den Kopf stellen sollen?
30:12Vielleicht wollten Sie einen Einbruch vortäuschen.
30:16Also wenn Sie nicht mehr gegen mich in der Hand habt,
30:19dann würde ich jetzt gerne gehen.
30:27Der hat uns ja sauber abblitzen lassen.
30:29Du weißt nicht, irgendwie glaube ich ihm.
30:31Das ist nicht der Ernst.
30:32Ist doch so, erst serviert er die Frau ab, holt sich eine andere.
30:36Und dann, als sie ihr Geld zurückhaben will,
30:38ist sie plötzlich die Bedrohung für die neue Familie.
30:40Ist doch ein klarer Fall.
30:41Warum hat er dann die ganze Werkstatt durchsucht?
30:43Haben Sie gerade selber gesagt, weil er den Einbruch fingieren wollte.
30:46Dann hätte er Wertgegenstände mit Nummer.
30:50Herr Mohr, was gibt's?
30:52Ihr habt den Ring gefunden.
31:01Ja, wo haben Sie denn her?
31:02Er ist heute in der Früh beim Juwelier abgeben wollen.
31:05Wie bitte? Von wem?
31:07Das ist nicht zu glauben. Von der Frau Heidersberger.
31:09Die Mutter von unserem Pianisten.
31:11Ganz genau.
31:12Wir wollten zurückgeben, wir das Geld wieder haben.
31:147.500 Euro.
31:16Also wenn die Frau Adler den Ring im Times Square noch getragen hat,
31:19dann heißt das, dass die Mutter in ihr danach noch abgenommen hat.
31:22Der hat sie ja sicher nicht freiwillig gegeben.
31:24Sieht so aus, als würden Sie recht behalten, Herr Kollege.
31:26Vielleicht war es doch nicht der Herr Adler.
31:28Wir sollten der Frau Heidersberger einen Besuch abstatten.
31:30Ja, und da haben Sie recht.
31:42Grüß Gott, meine Herren.
31:44Grüß Gott.
31:44Was wollen Sie denn noch?
31:46Wir...
31:46Lassen Sie uns doch bitte in Ruhe.
31:48Sie können meinen Sohn jetzt wirklich nicht sprechen.
31:50Die ganze Sache hat ihn eh schon ganz verwirrt.
31:52Wir müssen auch nicht mit Ihrem Sohn sprechen.
31:54So.
31:55Was wollen Sie denn dann?
31:56Wir haben den Diamantring der Toten gefunden.
32:00Wir müssen Sie bitten, mitzukommen und uns ein paar Fragen zu beantworten.
32:13Wie sind Sie denn zu dem Ring gekommen?
32:15Die Frau Adler hat ihn mir gegeben.
32:17Freiwillig?
32:19Nicht ganz freiwillig.
32:24Frau Heidersberger, Sie stehen unter Mordverdacht.
32:28Erzählen Sie uns doch mal Ihre Version.
32:32Als ich gesehen habe, dass mein Sohn plötzlich diese Ausgaben hat, habe ich nachgeforscht und bemerkt, dass er sich mit
32:38dieser Person eingelassen hat.
32:40Haben Sie Zugriff auf seine Konten?
32:41Ja, selbstverständlich.
32:43Als sein Vater starb, war er zwölf.
32:45Und seitdem verwalte ich den Nachlass.
32:47Ihr Sohn ist inzwischen 31.
32:49In solchen Sachen immer noch ein Kind.
32:52Gut, und dann, wie ging es dann weiter?
32:57Ich bin ihm gestern Abend gefolgt.
32:59Ich konnte doch nicht zulassen, dass er in sein Verderben rennt.
33:02Das war doch keine Frau für ihn.
33:04Die wollte doch nur sein Geld.
33:06Und was haben Sie dann gemacht?
33:09Als Johannes weg war, habe ich sie auf den Parkplatz zur Rede gestellt und den Ring zurückgefordert.
33:157500 Euro.
33:16Die hat wirklich gedacht, den kann sie einstecken.
33:18Und den wollte sie nicht geben?
33:20Doch.
33:22Hingeworfen hat sie ihn mir.
33:24Ich solle den Ring nehmen, aber heiraten werde sie ihn trotzdem.
33:28Und das haben Sie dann verhindert?
33:30Nein, ich bin dann gegangen.
33:32Und bevor Sie fragen, da war sie noch am Leben.
33:35Wissen Sie, ich weiß nämlich schon, wo die Grenze ist.
33:39Ist Ihnen schon mal der Gedanke gekommen, dass die beiden sich vielleicht wirklich geliebt haben?
33:43Ach, der Johannes weiß doch gar nicht, was Liebe ist.
33:47Verführt hat sie ihn.
33:48Und als Mannsbild denkt er dann, das sei Liebe.
33:51Glauben Sie mir.
33:52Ich weiß, wovon ich rede.
33:55Frau Stockel, können Sie mir erklären, was das hier ist?
33:57Ja, das ist eine Rechnung für einen Vierfachlocher.
34:01Und würden Sie mir bitte sagen, warum der mir auf meiner Kostenstelle gelandet ist?
34:04Kann ich Ihnen auch sagen, Frau Ortmann, ich habe Ihnen meinen Vierfachlocher geliehen.
34:08Sie haben ihn mir nicht zurückgebracht.
34:09Ich bin nicht der Weihnachtsmann und verteile Geschenke.
34:11Ich gehe davon aus, dass Sie einen Vierfachlocher brauchen.
34:14Ich habe Ihren Locher nicht.
34:15Ja, und ich möchte mich nicht mit Ihnen streiten, also habe ich mir erlaubt, einen neuen Vierfachlocher zu bestellen.
34:21Ich habe Ihren Locher zurückgebracht.
34:23Ja, ich sehe hier aber keinen, oder sehen Sie einen?
34:25Nein, ich sehe auch keinen.
34:27Das liegt aber nicht daran, dass ich ihn nicht zurückgebracht habe, sondern dass Sie ihn verstehen.
34:31Verräumt haben.
34:32Ich habe ihn nicht verschlampt.
34:34Vielleicht hat ihn ja einer Ihrer Kollegen genommen.
34:36Wollen Sie vielleicht dem Herrn Hansen oder dem Herrn Brandl unterstellen, dass Sie klauen?
34:40Klauen nicht, aber vielleicht haben Sie ihn einfach nicht zurückgebracht.
34:44Ja.
34:46Was Gott, Lina, lassen Sie sich nicht stören.
34:48Ich bin gleich wieder weg.
34:53Da ist was.
34:55Nein, nein.
34:56Dann ist es ja gut. Schönen Tag noch.
34:58Wiedersehen.
35:01Damit wäre der Fall wohl geklärt.
35:04Frau Ortmann, ich muss mich entschuldigen.
35:06Ich nehme die Rechnung und regle das Ganze.
35:09Also, wenn er schon auf meine Kostenstelle gebucht ist, dann will ich ihn auch haben.
35:12Ach.
35:15Ganz schönes Kali bei dieser Mutter.
35:18Für mich war es sie ja, aber wir haben keine Beweise.
35:20Das wird wohl auf einen Indizienprozess hinauslaufen.
35:23Obwohl ich mir gar nicht so sicher bin.
35:24Und die ist so gewieft. Ich glaube nicht, dass die den Ring gleich am nächsten Tag zurückgebracht hätte.
35:28Ja. Könnten Sie recht haben.
35:30Ja, ich weiß.
35:35Fein.
35:37Halt! Stehenbleiben!
35:39Die Frau Stockel und ich haben etwas herausgefunden.
35:41Ganz genau.
35:46Ich habe nämlich mit jemandem aus der Klavierbauerfirma Wälzel telefoniert.
35:51Ah ja. Und?
35:52Sie, das ist für eine ganz alteingesessene Firma. Die gibt es seit 1753.
35:56Respekt.
35:57Na ja, jedenfalls habe ich mich durchgefragt und habe tatsächlich im Archiv einen ausfindig gemacht,
36:03der sich erinnern konnte, mit einer Frau Adler telefoniert zu haben.
36:06Spannen Sie uns nicht auf die Folter, Frau Stockel.
36:09Also, die Frau Adler wollte wissen, an wen das Klavier ausgeliefert worden ist, bevor sie das gekauft hat.
36:15Ja? Und?
36:16Na ja, die Klaviere sind alle registriert und so haben sie ganz einfach in die alten Bücher nachgeschaut.
36:22Und? Wer hat sie gekauft?
36:24Eine Engländerin mit dem Namen Storacy.
36:27Entschuldige, Stockel, nein, das ist nicht ganz richtig. Die Dame hat nicht Storacy geheißen, sondern Storace.
36:33Genau.
36:34Nachdem ich nämlich gestern 33 Wälzels in Rosenheim sinnlos belästigen durfte, habe ich mich heute in der Früh gleich hinters
36:40Internet gesetzt,
36:41habe recherchiert und herausgefunden, dass die Dame schon fast 200 Jahre tot ist.
36:45Das heißt, sie lebt nicht mehr?
36:46Ja, das ist richtig. Aber, wie sie noch gelebt hat, war sie eine berühmte Sängerin und eine Freundin von Mozart.
36:53Von Marmatheos.
36:54Marmatheos.
36:54Wolfgang.
36:55Wolfgang.
36:56Die haben beide in Wien gelebt und der hat da sogar eine Konzert-Arie komponiert. Wunderschön. Mit Klavier. Toll. Er
37:03hat gespielt und sie hat gesungen.
37:06Ich bin baff, Herr Moor. Aber was hat das jetzt mit unserem Fall zu tun?
37:10Keiner.
37:11Ja. Und dann hat der Mann noch gesagt, dass es in dem Klavier ein Geheimfach gibt. Aber bevor Sie mich
37:16fragen, was das mit unserem Fall zu tun hat?
37:17Ich weiß es nicht.
37:20Geheimfach.
37:21Ja. Also, auch wenn uns das im Augenblick nicht viel weiterhilft, trotzdem vielen Dank für die Recherche.
37:26Bitte.
37:30Brandl.
37:31Irmi.
37:32Ja, endlich klappt es einmal. Das ewige Hin und Her. Du, Moment. Ich geh mal schnell.
37:38Ja, ja. Tun sich keinen Zwang an.
37:40Meine Herren, seid ihr so gut am Kommus in mein Büro?
37:43Ja.
37:44Ja, ihr mich immer schon wieder auflegen. Das ist ein verzwickter Fall. Ich ruf dich wieder an.
37:56Meine Herren, laut Professor Munzinger handelt es sich bei diesem Notenblatt um einen Teil der Cantate Perla Recuperata Salute di
38:08Ophelia von 1785.
38:11Aha. Das ist ja ein Ding.
38:13Allerdings.
38:14Ja, kenne ich ehrlich gesagt nicht.
38:15Das wundert mich auch nicht.
38:18Nein, nein, nicht, dass Sie mich missverstehen. Sie können sie gar nicht kennen.
38:22Diese Cantate wurde von Mozart und Salieri zusammen zu Ehren von Nancy Storace geschrieben.
38:30War das nicht der Freundin von Mozart?
38:32Ja.
38:33Ja, Herr Brandl. Meine Hochachtung.
38:36Ja, wie auch immer.
38:38Professor Munzinger hat die Handschrift von Mozart erkannt und dem Köchelverzeichnis nachgeforscht
38:43und festgestellt, dass es sich um die Cantate 477a laut Köchelverzeichnis handeln muss.
38:51Ah ja, verstehe.
38:52Nur leider, leider ist sie nicht vollständig.
38:56Aber jetzt kommt das Unglaubliche.
38:58Diese Cantate gilt seit 200 Jahren als verschollen.
39:02Also die Existenz dieses Notenblattes ist eine Sensation.
39:08Hm.
39:13Also die Adler hat beim Begutachten des Klaviers die Noten gefunden.
39:17Gut, er hat sich das Klavier gekauft. Wegen den Noten.
39:19Was würden Sie machen, wenn Sie solche Noten finden?
39:21Ich würde erst mal einen Fachmann aufsuchen, damit er das überprüft.
39:24Genau. Den Fachmann Ihres Vertrauens.
39:26Diesem Weimar sollten wir unbedingt noch mal einen Besuch abstatten.
39:29Unbedingt.
39:30Meine Herren, Bericht von der KTU wegen der chemischen Rückstände auf den weißen Fasern auf dem Opfer.
39:36Zückel und Dodecanspray. Kenne ich nicht.
39:38Macht nichts. Da geben wir gleich mal dem Herrn Achtziger Bescheid.
39:41Unbedingt.
39:52Ah, die Herren von der Polizei.
39:54Grüß Gott.
39:57Was kann ich denn noch für Sie tun?
39:59Wir interessieren uns für Ihre Musiknoten.
40:03Soll es eher was Klassisches oder was Modernes sein?
40:07Genau genommen interessiere ich mich für die Kantate Köchel Verzeichnis 477er.
40:12Oder anders ausgedrückt,
40:14Per la recuperata salute di Ophelia von Mozart.
40:21Also ich weiß nicht, ob ich Ihnen da helfen kann.
40:24Tatsächlich.
40:25Das wäre aber jammerschade.
40:27Die Kantate gilt als verschollen.
40:29Nun ist ein Teil davon wieder aufgetaucht.
40:31Und das wäre schlichtweg eine Sensation, wenn sie vollständig wäre.
40:38Wir haben bei der toten Frau Adler weiße Fasern mit Resten von Zückel und Dodecanspray entdeckt,
40:44womit man, wie Sie wissen, unter anderem alte Noten konserviert.
40:47Und da bräuchte ich Ihre Handschuhe.
40:53Danke.
40:54Also, Herr Weimar, wo ist die Kantate?
41:14In meinem Beruf ist es das Größte, mal wirklich was von Bedeutung zu finden.
41:23Frau Adler hat die Noten in einem Klavier gefunden und hat sich dann an Sie gewandt, richtig?
41:28Ja, ich habe versucht, mich mit ihr zu einigen, aber sie wollte nicht und da habe ich, da habe ich
41:39die Kontrolle verloren und das ist mit mir durchgegangen.
41:41Ja, Herr Weimar, dann sind Sie vorläufig festgenommen, wegen des Mordes an Salome Adler.
41:46Herr Moor?
41:48Herr Weimar, wenn Sie bitte mit dem Kollegen mitgehen möchten.
41:56Ach, scheiße, Herr Moor, Vorsicht.
41:59Habe ich nichts gemacht?
42:00Hör mich.
42:03Endlich.
42:06Das hohe Lied der Liebe.
42:08Ja, mei.

Empfohlen