- vor 2 Tagen
Raubüberfall in Bernau +++ Nachgefragt +++ EC-Kartendiebstahl
in Luckenwalde +++ Cartoon: Hochstapler +++ Einbruch in Kirche
in Guben +++ Berugsmasche auf Jobportalen +++
in Luckenwalde +++ Cartoon: Hochstapler +++ Einbruch in Kirche
in Guben +++ Berugsmasche auf Jobportalen +++
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TVTranskript
00:16Ja, schön, dass Sie bei uns sind an diesem Sonntagabend.
00:18Willkommen bei Täter-Opfer-Polizei.
00:20Wir bitten wieder um Ihre Hilfe bei der Aufklärung von Verbrechen in Berlin und Brandenburg.
00:25Es klingt wie ein Albtraum. Man ist zu Hause, schläft oder sitzt auf dem Sofa und plötzlich steht da ein
00:31Fremder im Raum.
00:32Normalerweise kommen Einbrecher ja nur, wenn niemand da ist.
00:35Aber es gibt Fälle, da suchen Sie den Kontakt, da nutzen Sie den Schockmoment, um Geld zu erpressen oder andere
00:40Wertsachen.
00:41Oft auf sehr brutale, auf lebensgefährliche Weise, wie vor kurzem in Bernau.
00:48Notärzte kümmern sich um eine schwer verletzte Frau, die in ihren eigenen vier Wänden brutal überfallen wurde.
00:55Und die nur mit Glück überlebte.
00:58Hier in Bernau wohnte das Opfer bis zu jenem Freitagabend im August, ruhig und sicher im Puschkin-Viertel.
01:07Dort sind gegen 21 Uhr wahrscheinlich mehrere Männer unterwegs, die unbedingt Beute machen wollen.
01:14Und die es darauf anlegen werden, mit Gewalt zum Ziel zu kommen.
01:20Zur gleichen Zeit ist eine 70-jährige Bernauerin allein in ihrem Haus.
01:25Für sie war es ein langer Tag. Sie ist müde und will schlafen gehen.
01:33Doch plötzlich ist jemand in ihrem Haus. Jemand, den sie nicht kennt, kommt in ihr Schlafzimmer.
01:38Und attackiert sofort die 70-jährige, völlig wehrlose Frau massiv.
01:44So die Polizei Brandenburg, die in dem Fall ermittelt.
01:48Die Situation stellt sich für uns wie folgt dar.
01:51Die Täter haben Gewaltanwendungen gegen die Senioren ausgeübt.
01:55Sie haben auf sie eingeschlagen, möglicherweise auch mit dem Schlagwerkzeug.
01:59Die Frau wurde aus dem Bett geholt. Sie wurde gefesselt.
02:03Und ihr werden die Augen zugeklebt. Wohl, damit sie niemanden beschreiben kann.
02:09Hilflos liegt die Frau schließlich in ihrem Schlafzimmer, während die Männer ihr Haus durchsuchen.
02:15Im Erdgeschoss sind Schränke aufgemacht worden, durchwühlt worden, nach Wertgegenständen durchsucht worden.
02:23Und die Täter fanden letztendlich einen dreistelligen Geldbetrag im Portemonnaie der Geschädigten.
02:28Noch am Tatort stecken sie das Geld ein, lassen das Portemonnaie aber im Haus.
02:34Dann verschwinden die Täter.
02:38Zurück bleibt die 70-Jährige, die unter Schock steht.
02:42Und sich selbst nicht mehr helfen kann.
02:45Am Folgetag ist die Geschädigte von einem Bekannten in ihrer Wohnung im Schlafzimmer am Boden liegend gefesselt und schwer verletzt
02:53aufgefunden worden.
02:55Sie musste umgehend ins Krankenhaus gebracht werden. Und sie leidet auch heute noch unter den Folgen der Tat.
03:01Passiert ist es hier, in der Tobias-Seiler-Straße in Bernau.
03:06Die liegt im Nordosten der Stadt, im Puschkin-Viertel, einer Wohngegend mit Ein- und Mehrfamilienhäusern.
03:13Am Abend des 14. August, das war ein Freitag, tauchen hier die Täter auf, die so gewaltsam gegen die Senioren
03:21vorgehen und sie ausrauben.
03:22Danach verschwinden die Männer. Unklar ist wie. Die Polizei bittet deshalb um ihre Mithilfe.
03:30Wer hat also gegen 21 Uhr oder kurz davor oder danach Personen wahrgenommen, die sich da auffällig verhalten haben, die
03:37da nicht hingehören, die da möglicherweise auch mit Fahrzeugen unterwegs waren?
03:40Der Angriff hier in der Tobias-Seiler-Straße ist kein Einzelfall.
03:45Opfer von Wohnungsüberfällen gab es zum Beispiel auch in Schwedt, in Brandenburg an der Havel, in Rathenow, in Potsdam.
03:54Allein in Berlin gab es im vergangenen Jahr 256 solcher Überfälle.
03:59Einige Täter konnten gefasst werden, unter denen auch Frauen sind.
04:04Gefunden wurden sie dank solcher Fahndungsfotos, die jetzt aus rechtlichen Gründen unkenntlich gemacht werden müssen.
04:10Denn die Täter wurden inzwischen wegen besonders schwerem Raub zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.
04:17Zum aktuellen Fall aus Bernau gibt es bisher keine Täterbilder.
04:21Deshalb suchen Ermittler andere Hinweise. Ein wichtiger Ansatz, wie sind die Täter vorgegangen?
04:29Es ist naheliegend aufgrund der Gesamtumstände, dass die Täter zumindest im Vorfeld die Örtlichkeit aufgeklärt haben und im Vorfeld schon
04:37mal aktiv gewesen sind.
04:39Das heißt, die Täter sind wohl über mehrere Tage in Bernau aktiv.
04:43Und auf der Suche nach potenziellen Zielen haben sie in der Tobias-Seiler-Straße offenbar auch einen versteckten Hausschlüssel der
04:5170-Jährigen gefunden.
04:53Denn...
04:53Da wir keine Aufbruchsspuren, weder an Fenster noch an der Tür finden konnten, gehen wir davon aus, dass möglicherweise der
05:00Täter mit diesem hinterlegten Schlüssel sich Zugang zu dem Einfamilienhaus verschafft hat.
05:05Die Polizei kann die Zeit zwischen Einbruch und Schlüsseldiebstahl eingrenzen.
05:10Denn der war nach Aussage des Opfers etwa drei Tage vor dem Überfall plötzlich verschwunden.
05:17Vielleicht sind die Täter beim Diebstahl gesehen worden.
05:20Da hoffen wir uns eben, dass wenn an diesem Tag, 10. bis 11. August, auffällige Personen, merkwürdige Personen, relevante Feststellungen
05:29getroffen worden sind im Bereich der Tobias-Seiler-Straße,
05:32dann zögern sie nicht, wenn sie sich an die örtlich zuständige Polizei...
05:34Wer weiß also etwas zu den Tätern, die in Bernau eine 70-Jährige schwer misshandeln und ausrauben?
05:42Ist jemandem am 14. August oder davor etwas aufgefallen, das damit zu tun haben könnte?
05:49Die Brandenburger Polizei bittet dringend um ihre Hinweise unter der Telefonnummer 033 38 36 10.
06:05Wie sehr kann Öffentlichkeitsfahndung bei der Aufklärung von Verbrechen helfen?
06:09Was wird aus den Fahndungsfällen hier in der Sendung?
06:11Das zeigt sich jedes Mal, wenn wir nachfragen.
06:14Das tun wir auch heute wieder und starten mit einem Fahndungserfolg der Bundespolizei.
06:18Der entscheidende Hinweis dafür kam von einem Zuschauer.
06:23Denn dieses Paar konnte deshalb offenbar festgenommen werden.
06:27Daher müssen wir die Frau und den Mann jetzt unkenntlich machen.
06:31Aufgenommen wurden die Bilder in Schönefeld, hier am BER, im Großflughafen.
06:37Dort werden in den Terminals immer wieder Koffer und Taschen von Reisenden gestohlen.
06:43Zeitgleich zu einigen Diebstählen nahm eine Überwachungskamera auch ein Paar auf.
06:48Diese Frau und diesen Mann, nach denen öffentlich gefahndet wurde.
06:53Nachdem wir die Bilder bei uns in der Sendung gezeigt haben,
06:56ist jetzt am BER unter den Reisenden das Paar offenbar wiedererkannt worden,
07:01von einem Zuschauer, der die Polizei informierte.
07:04Die Frau und der Mann wurden festgenommen.
07:07Die Ermittlungen dazu laufen noch.
07:12Hier im Landgericht Berlin fiel jetzt zu einem anderen Fahndungsfall unserer Sendung ein weiteres Urteil.
07:19Deshalb müssen wir die Bilder von diesem Mann mit der Wasserflasche auch unkenntlich machen.
07:24Er soll zu einer Bande gehören, die hier in der Berliner Fasanenstraße im November 2022
07:29in den Tresorraum einer Bank eingebrochen ist.
07:33Dort wurden hunderte Schließfächer geöffnet.
07:36Die Täter kamen so unter anderem an Bargeld, Edelsteine und wertvolle Uhren.
07:42Eine Beute im Wert von über 15 Millionen Euro.
07:47Wie auf diesem Foto zu sehen ist, wurde der Tresorraum verwüstet.
07:51Die Täter versuchten, einen Autoreifen anzuzünden, um mit dem Brand ihre Spuren zu verwischen.
07:58Unbeschädigt blieben jedoch die Überwachungskameras.
08:01Mit den Bildern wurde öffentlich nach mehreren Männern gefahndet, auch bei uns in der Sendung.
08:08Danach gab es Verhaftungen.
08:10Und in einem ersten Prozess wurden 2024 dann vier Männer zu langen Haftstrafen verurteilt.
08:16Zu der Zeit wurde der Mann mit der Wasserflasche aber noch gesucht, denn er hatte sich ins Ausland abgesetzt.
08:23Doch im Februar dieses Jahres kam er wieder zurück.
08:26Als er mit dem Flugzeug am BER landete, wurde der 38-Jährige festgenommen
08:31und anschließend in die Untersuchungshaft nach Berlin-Moabit gebracht.
08:35In dem Prozess gegen ihn ging es auch um die 60.000 Euro, die er für den Einbruch bekommen haben
08:41soll.
08:42Er wurde jetzt zu vier Jahren Haft verurteilt.
08:45Außerdem wird sein Geld eingezogen.
08:47Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
08:53Neue Entwicklungen gibt es auch im Fall des getöteten Polizisten Maximilian Stopper.
08:58Der 32-Jährige hatte im Januar 2025 als Zivilpolizist mit Kollegen Autodiebe verfolgt,
09:06die in Lauchhammer gestoppt werden sollten.
09:08Dabei wurde der Polizist angefahren und tödlich verletzt.
09:14Die Täter saßen in diesem Skoda und wurden in Lauchhammer festgenommen.
09:19In einem Prozess gegen die Autodiebe wurde unter anderem ein 27-jähriger Pole
09:24wegen der Todesfahrt auf Maximilian Stopper zu über zehn Jahren Haft verurteilt.
09:29Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
09:32Aber jetzt gibt es neue Verhaftungen in dem Fall.
09:36Denn offenbar konnten die Drahtzieher der Autodiebstähle festgenommen werden.
09:39Die neun Männer befinden sich in Polen in Auslieferungshaft.
09:43Die Ermittlungen dazu laufen noch.
09:52In der Fahnen und Kompaktheute sucht die Polizei Brandenburg nach einem IC-Kartendieb und Betrüger.
09:57Die Masche ist bekannt und leider immer wieder erfolgreich.
10:00Beim Bezahlen einer Kasse im Supermarkt wird von den Tätern das Eingeben der Geheimzahl ausgespäht
10:05und danach, wenn es passt, die Geldkarte gestohlen.
10:08Die Opfer merken davon häufig nichts.
10:10So war das auch im folgenden Fall.
10:14Wir sind hier südlich von Berlin.
10:15Dort war eine Frau in Nuckenwalde einkaufen am 24. April.
10:19Das war ein Freitagvormittag.
10:21Genau hier am Einkaufsmarkt, am Stadtrand, müssen der oder die Täter zugelangt haben.
10:26Fakt ist, noch am selben Tag wurde mit der gestohlenen Karte Geld abgehoben.
10:31Und zwar im Zentrum von Nuckenwalde.
10:34Die Beute knapp 2000 Euro.
10:37Dabei entstanden dann auch diese Fotos.
10:41Das ist der Verdächtige in der Bank, komplett schwarz angezogen.
10:44Auch das Basecap ist schwarz.
10:48Hier in der Seitenansicht sieht man, er trägt eine Brille und einen Dreitagebart.
10:52Vermutlich hat er kurzes Haar.
10:54Wem kommt dieser Mann bekannt vor?
10:57Wo ist er noch gesehen worden?
10:58Wer weiß, wo er derzeit sein könnte?
11:01Die Aufnahmen entstanden, wie gesagt, im April.
11:05Ihre Hinweise dazu bitte an die Polizeiinspektion Teltow-Fleming.
11:09Unter Vorwahl Luckenwalde.
11:1203371.
11:14Und dann die 6000 oder an jede andere Polizeidienststelle.
11:20Weiter geht's mit unserem kuriosen Fall heute und der nicht unwichtigen Frage.
11:24Macht Liebe wirklich blind?
11:26Ich vermute manchmal schon, das zeigt zumindest unsere Geschichte heute.
11:30Und leider, leider gibt es immer wieder Menschen, die solche akute Sehstörungen ganz gezielt für sich ausnutzen.
11:36Zahn um Zahn oder tief gebohrt und hochgestapelt.
11:42Als Claudia sich am Zahnarztstuhl über Thomas beugt, spürt sie, dass nicht nur der linke Backenzahn, sondern auch seine Seele
11:51Signale an sie sendet.
11:53Herz zu Herz heißt es für die beiden.
11:56Thomas und Claudia verlassen das Arzt-Patient-Verhältnis für das Miteinander.
12:03Claudia erfährt so, dass Thomas als Anwalt eine glänzende Karriere gemacht hat.
12:08Aber trotzdem gerade arg vom Schicksal gebeutelt wird.
12:12Da ist die schwerkranke Tochter, die eine spezielle Behandlung braucht, die bezahlt werden muss.
12:18Ein anderes Mal sind es Medikamente, die so teuer sind, dass Thomas sie allein nicht bezahlen kann.
12:25Claudia hilft ihrem Herz natürlich gern und überweist ihm ein ums andere Mal die notwendige Summe.
12:33Im Freundeskreis von Claudia wiegt man angesichts ihrer kostenintensiven Liebe allmählich die Häupter.
12:40Doch die Zahnarztin hängt lieber Überstunden in der Praxis dran, als Thomas im Stich zu lassen.
12:47Vier Jahre lang wächst die Liebe, bis Thomas plötzlich den Abflug macht.
12:52Genau zu dem Zeitpunkt, als Claudias Konten fast leer sind.
12:57Erst jetzt dämmert er, dass Thomas ein Hochstapler ist.
13:02Vor Gericht wird das ganze Panorama seiner bunten Lügengeschichten aufgerollt.
13:07Thomas erklärt nicht viel dazu, nur dass das Geld für sein Luxusleben draufgegangen ist.
13:13Nach dem Urteil lebt er nun in nächster Zeit bescheidener.
13:21Ja, zwar für mindestens siebeneinhalb Jahre.
13:23So lange muss der bereits vorbestrafte Thomas ins Gefängnis wegen Betrugs in 69 Fällen.
13:28In vier Jahren der Beziehung hat er von Claudia insgesamt 765.000 Euro erschlichen.
13:34Die Staatsanwältin sagte vor Gericht, er hätte die Zahnärztin ausgenommen wie eine Weihnachtsgans.
13:41Zurück zu unseren Fahndungsfällen heute und einem Tatort, die besondere Emotionen hervorruft,
13:46wenn er von Einbrechern heimgesucht wird.
13:48Vor genau zwei Wochen wurde in die Kirche des guten Hirten in Guben eingebrochen.
13:52Die Täter wussten offenbar genau, was sie wollten.
13:57Sie nehmen nur das mit, was wertvoll ist, als sie den Kirchentresor leer räumen.
14:02Nehmen nur das Silber und verschwinden mit einer Beute im Wert von mehreren 10.000 Euro.
14:08Der Tatort liegt mitten in Guben.
14:11Zum Ziel der Diebe wird die Kirche des guten Hirten.
14:14Hier wird der Einbruch am 29. September entdeckt.
14:18Matthias Refke vom Kirchenvorstand gehört zu den ersten, die informiert werden.
14:23Als eine Mitarbeiter bei Routineaufgaben hier in die Kirche kam, die wollte, glaube ich, die Blumen auffrischen,
14:29hat festgestellt, die Tür war eingebrochen zur Kirche, hat sofort die Polizei gerufen.
14:33Und dann haben wir festgestellt, was hier passiert ist sozusagen.
14:36Die Spuren des Einbruchs sind unübersehbar.
14:39An der Kirchentür und in der Sakristei, im Vorbereitungsraum.
14:44Dort wurde dieser Tresor dann aufgebrochen.
14:47Der war?
14:48Massiv in der Wand befestigt, vor einigen Jahren,
14:51damit wir dort unsere Abendmahlsgeräte aufbewahren können, sicher aufbewahren können.
14:56So dachten wir, dieser Tresor ist von der Wand gerissen worden.
15:00Wann genau die Täter kommen, ist bisher unklar.
15:03Wahrscheinlich brechen sie am Abend des 27. September ein,
15:07hebeln den Tresor aus der Wand und räumen ihn aus.
15:11Von dem, was sie mitnehmen, gibt es nur noch Fotos.
15:15Dieser Hostienteller verschwindet.
15:17Genauso wie ein Silberkilch.
15:19Eine Hostiendose und eine Karaffe.
15:22Ein Schaden von mehreren 10.000 Euro.
15:25Das ist zum einen der Materialwert von dem Abendmahlsgeräten,
15:30die aus Silber gefertigt waren.
15:32Zum anderen aber der ideelle Wert,
15:33denn es ist ein Unikat von einem Goldspiel angefertigt,
15:37vor etwas über 20 Jahren extra, speziell für diese Gemeinde.
15:40Sehr schöne Fabrikate, die jetzt leider weg sind
15:44und einen großen Verlust für die Gemeinde darstellen,
15:47weil die wirklich sonntäglich im Einsatz waren.
15:50So wie auch am Sonntag, dem 27. September,
15:53als sie zum letzten Mal gesehen wurden,
15:56vor dem Einbruch und Diebstahl.
15:59Benutzt wurden der Kelch, die Karaffe,
16:01die Hostiendose und der Hostienteller.
16:04Die sogenannte Patene.
16:06Sie hat einen auffälligen Schriftzug.
16:08Nehmet hin und eset, das ist mein Leib,
16:11ist auf dem Rand eingraviert.
16:15Mit all dem Silber verschwinden die Täter später.
16:20Wie ist bisher unklar?
16:23Alles ist möglich.
16:24Die Flucht zu Fuß, genauso wie die mit einem Fahrzeug.
16:29Der Tatort liegt im Südosten Brandenburgs,
16:32im Zentrum von Guben an der Straubitzstraße.
16:35Hier kommen die Täter durch eine der Türen in die Kirche
16:38und verschwinden dann in unbekannte Richtung.
16:41Hat jemand am Abend des 27. September
16:44oder in der Nacht etwas bemerkt,
16:46das damit zu tun haben könnte?
16:50Oder weiß jemand etwas zu den Tätern,
16:52die da am Werk waren?
16:54Eine Vermutung gibt es.
16:56Man muss davon ausgehen, dass die Täter genau wussten,
16:58zum einen, dass ein Tresor hier vorhanden ist
17:00und zum anderen waren es mit Sicherheit auch keine Anfänger.
17:03Das waren mit großer Wahrscheinlichkeit Profis,
17:05die genau wussten,
17:06wie man ein Tresor sozusagen
17:10so von der Wand bekommt,
17:12dass er geöffnet werden kann.
17:13Wahrscheinlich haben die Täter die Kirche länger beobachtet
17:17und kannten dadurch Abläufe.
17:20Das könnte hier in der Stadt jemandem aufgefallen sein.
17:23Wer weiß etwas zum Silberdiebstahl in Guben?
17:28Ja, eine Spur, die zu den Tätern führen könnte,
17:30ist natürlich die Beute.
17:32Wem wurde sie vielleicht zum Kauf angeboten?
17:35Den Horstzinteller haben wir schon näher beschrieben.
17:38Jetzt schauen wir uns noch mal den Silberkeich ganz in Ruhe an.
17:41Er hat eine sehr große, eine sehr auffällige Schrift,
17:44sehr markant, genau im Griffbereich hier.
17:46Zu lesen ist, das ist mein Blut.
17:51Wer weiß etwas über diesen Silberkeich,
17:53wo ist er seit September vielleicht gesehen worden,
17:55seit Ende September?
17:56Wer kann sonst helfen,
17:57diesen Einbruchstiebstahl in die Kirche in Guben aufzuklären?
18:01Ihre Hinweise bitte an die Polizeiinspektion
18:02Cottbus Spree-Neiße unter Vorwahl Cottbus 0355
18:06und dann die 49 37 12 27
18:09oder an jede andere Polizeidienststelle.
18:15Wer auf der Suche nach einem neuen Job ist
18:17oder einem Nebenverdienst,
18:18der findet auch auf Social-Media-Plattformen
18:20interessante Angebote.
18:21Doch leider sind die nicht immer seriös.
18:23Job-Scanning heißt eine Masche,
18:25die aus Tätersicht leider sehr lukrativ ist.
18:28Da haben jetzt Betrüger vor allem auf zwei Dinge abgesehen.
18:30Das Geld und die Daten ihrer Opfer.
18:35So sehen sie aus.
18:37Das alles sind Job-Angebote,
18:39die von der Polizei gesichert wurden.
18:41Mal auf Deutsch, mal auf Englisch,
18:43verschickt per SMS oder auf Social-Media-Plattformen.
18:47Überall wird einfache Arbeit versprochen
18:49und vor allem einfach verdientes Geld.
18:52Wie hier zum Beispiel von 80 bis 450 Euro.
18:56Wer sich da bewirbt, landet bei Betrügern.
18:59So Hans-Joachim Henschel vom Landeskriminalamt Niedersachsen.
19:04Das Gemeine an der Masche ist, sie ist nicht immer sofort zu erkennen.
19:07Das heißt, die Täter bereiten das alle schon sehr gut vor.
19:09Mit gefälschten Webseiten, mit Firmen, die es gar nicht gibt
19:13oder mit kopierten Webseiten von Originalfirmen.
19:18Antwortet man auf solche Job-Angebote,
19:21bekommt man umgehend eine Nachricht von einem vermeintlichen Mitarbeiter.
19:24Der will oft per Mail den angeblichen Bewerbungsprozess weiterführen
19:29und schickt dann sogar einen Arbeitsvertrag, wie diesen hier, der unterschrieben werden muss.
19:34So werden die Opfer davon überzeugt, dass sie es wirklich mit einer scheinbar seriösen Firma zu tun haben
19:40und sind bereit, weiter mitzumachen.
19:44Dann wird halt konkret gesagt, wenn man sich beworben hat,
19:46wir brauchen von dir Ausweiskopie, Bankdaten, du sollst ja auch bezahlt werden,
19:51wir wollen ja auch wissen, wer du bist, wir müssen die Daten korrekt hinterlegen.
19:55Und dann geht das dann halt in den eigentlichen Job los.
19:59Laut Arbeitsvertrag soll man oft als Produkttester arbeiten.
20:03Das heißt, die Opfer sollen mit ihrem eigenen Namen, ihren eigenen Personendaten, bestimmte Apps ausprobieren.
20:09Oft geht es darum, per Handy mit dem sogenannten Video-Ident-Verfahren ein Konto bei einer realen Bank zu eröffnen.
20:17Natürlich nur zum Testen, heißt es.
20:21Wenn dann das ID-Verfahren abgeschlossen ist, dann gehen die entsprechenden Zugangsdaten
20:27mit den ganzen Sicherungs-SMS oder Codes, was dann entsprechend zugestellt wird,
20:32das hängt immer von dem Anbieter ab, an die Täter.
20:34Das heißt, die Betrüger haben dann die volle Kontrolle über die eröffneten Konten
20:40und nutzen das auch entsprechend aus.
20:43In der Regel verwenden diese Täter dann die erstellten Konten für Warenbetrugsdelikte,
20:50für Geldwäsche zum Beispiel, bei einem Fake-Shop, bei Online-Zahlungen, bei Kleinanzeigen, Verkäufen usw.
20:56Es werden möglicherweise diese Konten auch im Darknet angeboten für die weitere Nutzung,
21:02im schlimmsten Fall sogar noch mit EC-Karten oder Kreditkarten hinterlegt.
21:05Immer wieder nehmen Täter auch noch Kredite über diese Konten auf.
21:10Kredite von mehreren tausend Euro, die sofort abgebucht werden.
21:15Von all dem bekommen Opfer lange nichts mit.
21:19Denn sie gehen davon aus,
21:20Ich habe hier nur ein Demokonto eröffnet.
21:23Es wird wahrscheinlich auch gleich wieder geschlossen.
21:25Aber im Hintergrund benutzen diese Täter das Konto über Wochen, Monate weiter.
21:31Vielleicht verschicken sie sogar noch zur Bestätigung eine angebliche Löschbestätigung.
21:36Das Konto wird erfolgreich gelöscht.
21:38Der Test ist abgelaufen.
21:39Deshalb eröffnen Opfer oft mit ihren persönlichen Daten
21:43immer weiter vermeintliche Testkonten bei echten Banken.
21:47Millionen von Euro wurden mit dem sogenannten Job-Scamming
21:50allein im letzten Jahr in Deutschland erbeutet.
21:53Was weiß man über die Täter?
21:55Es können Einzeltäter sein, die diese Masche mal ausprobieren wollen.
21:58Es können aber auch organisierte Täter sein, die weltweit agieren.
22:03Täter aus Deutschland mit dabei, Täter aus dem Ausland mit dabei.
22:06Der eine kümmert sich um das Stellen der Anzeige.
22:09Der nächste kümmert sich um die Webseite.
22:11Dann ein anderer wiederum um das Vorbereiten der Online-ID-Verfahren.
22:17Vor der Betrugsmasche warnen inzwischen auch echte Jobportale,
22:21die von Betrügern benutzt werden, um Lockanzeigen wie diese hier zu schalten.
22:25Denn Opfer kann es gleich mehrfach treffen.
22:29Das Gemeinde an dieser Masche ist, man wird möglicherweise
22:32wie z.B. durch Geldwäsche selber zum Straftäter unwissentlich.
22:37Aber das schützt trotzdem nicht vor der bevorstehenden Strafe.
22:40Und dann kann es auch noch zivilrechtliche Forderungen geben.
22:44Denn bei den Opfern melden sich dann die Banken.
22:47Z.B. wegen der Kredite, die zurückgezahlt werden müssen,
22:51von der Person, die die Konten eröffnet hat.
22:54Ein Ende mit Schrecken.
22:56Das ganz harmlos beginnt mit einem Angebot für einfache Arbeit
23:00und einfach verdientes Geld.
23:04Ja, was also tun?
23:05Checken Sie bei Stellenangeboten immer, ob der Anbieter auch real ist.
23:09Oft gibt es im Netz bereits Warnungen vor bestimmten Namen oder Firmen.
23:13Misstrauen Sie Angeboten, die viel Geld für wenig Arbeit versprechen
23:16und die Sie ganz unpersönlich per SMS oder WhatsApp erreicht haben.
23:19Und Vorsicht, wenn es um sensible Daten geht
23:21und das Video-Ident-Verfahren, v.a. bei vermeintlichen Testreihen.
23:25Das war es dann fast für heute.
23:27Jetzt noch unser Blick zurück auf die Fahndungsfälle an diesem Sonntag.
23:30Hier noch mal ganz kompakt alles Wichtige.
23:35Sie wäre gerade dabei, einzuschlafen,
23:37als plötzlich unbekannte Männer in ihrem Schlafzimmer stehen
23:40und auf sie einschlagen.
23:41Die Frau wird schwer verletzt.
23:43Ihr Haus so lange durchsucht,
23:45bis die Täter Bargeld finden und damit verschwinden.
23:48Wer weiß etwas zum brutalen Überfall in Bernau.
23:52Gesucht werden auch Hinweise zu diesem Mann.
23:54Er wird in Luckenwalde fotografiert,
23:56zu der Zeit, als dort in einem Einkaufszentrum
23:59einem Kunden die Bankkarte gestohlen wird.
24:02Kurz danach wird damit Geld abgehoben.
24:04Wer ist dieser Mann mit dem Basecap?
24:06Wo ist er noch aufgetaucht?
24:09Und in Guben wird ein Kirchentresor ausgeräumt von Dieben,
24:12die mit Silber im Wert von mehreren 10.000 Euro verschwinden.
24:16Eine Spur zu den Tätern könnte die Beute liefern.
24:19Wo ist also dieser Hostienteller
24:21mit der auffälligen Gravur gesehen worden?
24:23Oder dieser Kelch mit der massiven Schrift?
24:26Wer weiß etwas zum Silberdiebstahl?
24:30Ihre Hilfe ist jetzt gefragt per Telefon, per E-Mail
24:33oder über die Online-Wache der Polizei in Berlin und in Brandenburg.
24:36Alle Fakten dazu, alle Kontakte und die gesamte Sendung
24:38finden Sie noch einmal im Netz
24:40auf unserer Täter-Opfer-Polizei-Fahndungsseite.
24:43Danke fürs Zuschauen.
24:45Gleich geht es hier weiter mit dem Wetter und den Nachrichten.
24:47Wir sehen uns dann am nächsten Sonntag wieder
24:48mit neuen Verhandlungsfilmen, wie immer um 19 Uhr.
24:52Bis dahin alles Gute.
24:53Achten Sie auf Ihr Handgepäck und gerne auf unsere neue Podcast-Folge.
24:56Die ist seit gestern online.
25:02Im Visier
25:03Verbrecherjagd in Berlin und Brandenburg.
25:06Das ist der rbb-Crime-Podcast.
25:09Elvira Siebert und Uwe Madl beleuchten wahre Kriminalfälle aus der Region
25:13und deren Hintergründe.
25:16Diesmal geht es ins Jahr 1986 nach Berlin-Kreuzberg.
25:21Hier wohnt die Studentin Natascha.
25:23Sie will ihr Auto, eine Ente, verkaufen und schaltet dafür eine Anzeige in der zweiten Hand.
25:29Es meldet sich ein Frank Leumann, der sie auch besucht.
25:32Doch dann wird Natascha tot aufgefunden.
25:35Ermordet.
25:36Ist Frank Leumann der Täter?
25:38Wie der Fall gelöst werden kann, erfahren Sie im Podcast Im Visier.
25:43Zu finden in der ARD Sounds App und überall, wo es Podcasts gibt.
25:47Und Achtung!
25:49Im Visier ist auch wieder live zu erleben.
25:51Elvira Siebert und Uwe Madl treffen dazu Experten aus der Region.
25:55Stationen der Tour sind diesmal Berlin, Cottbus, Kloster Neuzelle.
26:02Auf der Online-Seite von Täter-Opfer-Polizei finden Sie alle Informationen zur Tour,
26:07zu den Terminen, den Kriminalfällen und den Gästen.
26:11Das gilt auch für den rbb-Podcast Crime History mit Jana Falkenstein und Florian Prokop.
26:17Wie Sie an Tickets kommen, erfahren Sie auch auf der Website.
26:21Am einfachsten geht es, wenn Sie diesen QR-Code nutzen.
26:44Am einfachsten geht es, wenn Sie diesen QR-Code nutzen.