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  • vor 1 Tag
+++ Explosionen in Berlin +++ Nachgefragt +++ Gefährliche
Körperverletzung im U-Bahnhof Alt-Mariendorf +++ Cartoon:
Zigarettenbande +++ Raubüberfall in Berlin-Britz +++
Prävention: Falsche Schädlingbekämpfer +++

Kategorie

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Transkript
00:20Die Polizei hofft wieder auf ihre Hilfe bei der Aufklärung von Verbrechen in Berlin und Brandenburg.
00:26Schüsse, Brandanschläge, Explosionen. Die Zeiten werden härter in Berlin.
00:31Schon seit Monaten kämpfen Verbrecherbanden um Einfluss und Marktanteile.
00:35Und vermutlich ist es einfach nur Glück, dass bislang kaum Unbeteiligte verletzt oder gar getötet wurden.
00:40Auch in der Nacht zum Montag gab es wieder einen kräftigen Knall.
00:43Die Explosion einer Handgranate am Stuttgarter Platz in Charlottenburg.
00:49Die Einschläge sind unübersehbar.
00:52Aber Spuren der Explosion finden sich nicht nur an den Autos der Anwohner.
00:56Auch ein Wohnhaus wurde beschädigt. Bis zur zweiten Etage flogen die Metallsplitter.
01:03Das alles passiert im Westen Berlins, am Stuttgarter Platz.
01:07Aber warum hier? Bisher gibt es darauf keine Antwort.
01:11Fest steht nur, die Täter tauchen dort in der Nacht zum Montag auf, gegen zwei Uhr morgens.
01:16Hat sie vielleicht jemand dabei beobachtet?
01:19Sicher ist, sie haben etwas zum Sprengen dabei. Wahrscheinlich eine Handgranate.
01:24Die sie dann mitten im Wohngebiet zur Explosion bringen.
01:30Bilder vom 12. Oktober halten fest, wie Experten der Kriminaltechnik am Tatort die Rückstände der Detonation untersuchen.
01:38Es geht darum, Spuren zu sichern, die unter anderem auf den Sprengstoff und seine Herkunft hinweisen.
01:42Über Stunden laufen die Ermittlungen vor Ort. Das alles beobachten auch die Anwohner vom Stuttgarter Platz, für die der Anschlag
01:50ein Schock ist.
01:51Dass hier so viel Kriminalität in Berlin ist. Also, dass sowas passieren kann überhaupt.
01:58Man hat natürlich das Gefühl, nicht mehr wirklich sicher zu sein.
02:02Man überlegt sich dann, wann kann man noch auf die Straße gehen und sich sicher fühlen.
02:07Man hat Angst, natürlich.
02:11Wer sind die Täter, die für die Explosion verantwortlich sind?
02:16Per Videoschalte sprechen wir mit Benjamin Jendro von der Gewerkschaft der Polizei über den Anschlag, der auch für die Polizei
02:24herausfordernd ist.
02:25Weil das nochmal sicherlich eine andere Dimension ist.
02:27Vor 40 Jahren hat man mit Manneskraftkonflikte geklärt, vor 20 Jahren mit Messern.
02:31Mittlerweile haben wir eine Durchbewaffnung mit Schusswaffen.
02:34Und wenn dann auch sowas wie Handgranaten durch eine Metropole fliegt, natürlich betrachten wir es mit Sorge.
02:39Weil es ist dann auch reiner Zufall, dass da niemand schwer verletzt oder gar getötet wird.
02:43Doch warum ist jemand bereit, mitten in einem Wohnviertel unzählige Menschen in Gefahr zu bringen?
02:50Wir haben immer mal auch Erkenntnisse, dass gerade es im Bereich der organisierten Kriminalität in der Hauptstadt so gerade ein
02:57bisschen neu ausgelotet wird.
02:58Wer hat eigentlich Einfluss, in welchen Geschäftsfeldern?
03:01Mitunter auch internationale Gruppierungen, zum Beispiel aus der Türkei, die nach Berlin auch drängen,
03:07um hier vielleicht auch ein Stück vom großen Kuchen der organisierten Kriminalität, der Geschäftsfelder auch abzubekommen.
03:13Es gibt inzwischen eine ganze Reihe von Sprengstoffanschlägen mit großem Sachschaden.
03:19Zu den Tatorten zählt eine Bar in Kreuzberg.
03:24Im Juni explodiert eine Handgranate vor einem Späti im Wedding.
03:28Und an einem Autohaus in Zehlendorf.
03:32Im Juli trifft es ein Bürogebäude in Britz.
03:36Und noch einmal das Autohaus in Zehlendorf.
03:41Jetzt am Montag wird ein Wohnviertel zum Ziel, direkt am Stuttgarter Platz.
03:45Auch hier können die Täter erstmal unerkannt flüchten.
03:51Dazu hat die Spezialeinheit der Polizei, die BAO, Verrum die Ermittlungen übernommen, wie in den anderen Fällen auch.
03:59Und überprüft so, ob es Zusammenhänge zwischen den Taten gibt.
04:03Keine leichte Aufgabe.
04:05Denn?
04:05Wir haben eben auch eine Entwicklung, die so eine Tendenz zeigt, Crime as a Service.
04:12Das heißt, dass hier mitunter auch Leute rekrutiert werden, die gar nicht so richtig in die Strukturen eingegriffen werden, die
04:16auch bereit sind,
04:17auch gerade junge Männer, dann auch einen Sprengkörper einfach in eine Metropole zu schmeißen, ohne dass sie genau wissen, was
04:22sie da eigentlich tun.
04:23Umso wichtiger sind Hinweise, die weiterhelfen können, die Täter dingfest zu machen, die für die Explosion am Stuttgarter Platz verantwortlich
04:31sind.
04:53Immer wieder berichten wir hier in der Sendung über sogenannte Schockanrufe.
04:56Schockanrufe. Falsche Polizisten oder falsche Bankmitarbeiter, die mit abenteuerlichen Geschichten an unsere Daten und vor allem an unser Geld wollen.
05:04Dabei werden oft Telefonnummern eingesetzt, die täuschend echt aussehen.
05:08Wir starten unser Nachgefragt heute mit einem Fahndungserfolg gegen eine Bande, die genauso etwas technisch möglich machte.
05:17Festnahmen und Durchsuchungen gab es nun in Berlin und in anderen Bundesländern.
05:2219 Personen wurden dabei von der Polizei verhört, weil sie für einen tausendfachen Computerbetrug verantwortlich sein sollen.
05:29Die Tatverdächtigen sollen kriminelle Telefondienstleistungen angeboten haben, mit denen Opfer kontaktiert wurden, um sich dann als Polizist oder Bankmitarbeiter auszugeben.
05:41Bei den Telefonaten wurde das sogenannte Call-ID-Spoofing eingesetzt, also Technik, die echte Polizeinummern oder Banknummern anzeigt, obwohl die
05:50Anrufe von Betrügern kamen.
05:58Die Berliner Staatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt ermitteln seit 2025 in dem Fall.
06:05Mehr als 18.000 Betrugsfälle werden mit den Tatverdächtigen in Verbindung gebracht.
06:10Dabei könnte es sich um die bisher größte Betrugsplattform dieser Art im deutschsprachigen Raum handeln.
06:18Mehrere Männer im Alter zwischen 23 und 41 Jahren befinden sich nun in Untersuchungshaft.
06:26Gegen eine 25-jährige Frau wurden Meldeauflagen verhängt.
06:30Die Ermittlungen dazu sind noch nicht abgeschlossen.
06:37Hier im Berliner Landgericht läuft in einem anderen Fahndungsfall unserer Sendung bereits der Prozess.
06:43Es geht um einen Mord, der die Polizei seit dem 31. Januar beschäftigt.
06:49An dem Tag war ein 44-jähriger Familienvater in Berlin-Weißensee erschossen worden.
06:54Der Mann saß in diesem Transporter, als auf ihn mehrere Male gezielt Schüsse abgegeben wurden.
07:01In den Einschusslöchern wurden die Projektile später kriminaltechnisch gesichert.
07:08Bei der Fahndung nach den Tätern wurde auch bei uns in der Sendung um Mithilfe gebeten.
07:13Danach gab es Hinweise auf drei Brüder, die im Frühjahr festgenommen wurden und die sich nun in einem Prozess verantworten
07:20müssen.
07:22Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen unter anderem gemeinschaftlichen Mord vor.
07:26Die drei Brüder zwischen 23 und 32 Jahren befinden sich auch für die Dauer des Prozesses in Untersuchungshaft.
07:38Nach einer Serie von Geldautomatensprengungen mit Millionenschäden gibt es nach der Fahndung nun ein Urteil.
07:46Über Jahre soll dieser 31-jährige Mann aus Moldau zu einer Bande gehört haben, die auch in Berlin und Brandenburg
07:53aktiv war.
07:54Und mit Explosionen unter anderem in Marzahn, Strausberg, Mariendorf, Prenzlauer Berg, Althohenschönhausen, Hellersdorf, Mitte und Springpfuhl in Verbindung gebracht wird.
08:07Die Bande nutzte dabei auch Pizzaschieber, ähnlich diesem, um damit Sprengstoff im Geldausgabefach zu platzieren.
08:15Der jetzt 31-Jährige wurde bereits 2025 mit Komplizen verhaftet, nach öffentlichen Fahndungsaufrufen auch bei Täter-Opfer-Polizei.
08:26Zeitgleich gab es Razzien in mehreren Wohnungen in Berlin und Brandenburg, bei denen Beweismaterial wie Handys und Sprengmittel beschlagnahmt wurden.
08:36Der 31-Jährige wurde nun im Landgericht Berlin zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.
08:42Trotzdem laufen die Ermittlungen weiter, weil andere Mitglieder der Bande immer noch gesucht werden.
08:55Seit Freitag ist es amtlich. Ab Januar steigt die Tabaksteuer und das Jahr für Jahr. 2030 könnte ein Päckchen Zigaretten
09:0312 Euro kosten.
09:05Nächster mit Rolex oder Porsche, das echte Statussymbol, ist bald die gut gefüllte Zigarettenbox.
09:10Kein Wunder, dass da schon lange über Alternativen nachgedacht wird, vor allem beim Thema Beschaffung, so wie im Cartoon heute,
09:17im kuriosen Fall der Woche, die Container-Cowboys oder Tabakdiebe unter Zugzwang.
09:24Für Philipp liegt das Geld nicht auf der Straße, sondern auf der Schiene.
09:30Schon als Kind hat er gern mit der Modelleisenbahn gespielt.
09:34Auch als Großer ist er ganz begeistert von Zügen, die jetzt aber auch groß sein müssen.
09:40Und massenweise Ware transportieren. Zigaretten zum Beispiel.
09:44Philipp geht es dabei nicht um den Eigenbedarf. No, er will ja fit bleiben. Nein, es geht ihm ums Geschäft.
09:53Gemeinsam mit ein paar Freunden kundschaftet er aus, wann welche Güterzüge mit der Tabakware durch seine Gegend rollen.
10:01Halten die irgendwo oder fahren langsam, sind Philipp und seine Jungs zur Stelle, flexen Löcher in die Container und räumen
10:11sie aus.
10:11Eine Kiste nach der anderen wird in den Transporter verladen. Damit verschwinden sie dann genauso schnell, wie sie gekommen sind.
10:20Kurz danach verwandeln sie die Zigaretten in Bares. Der Bedarf ist riesig auf dem Schwarzmarkt.
10:27Die Nachschubfrage klärt Philipp dann immer wieder auf die gleiche Weise. In den rollenden Zigarettenlagern.
10:33Fast drei Jahre lang sind Philipp und Franz so im Big Business. So lange, bis die Ermittler ihnen doch auf
10:40die Spur kommen.
10:43Vor Gericht sind sie alle wieder vereint und hören, was der Richter dazu meint.
10:49Schwerer Bandenliebstahl. Und erteilt Philipp und seinen Jungs für eine ganze Weile Bahnverbot.
10:59Ja, die gesamte Truppe muss ins Gefängnis. Philipp für fünf Jahre, die anderen für drei beziehungsweise knapp vier Jahre.
11:06Der Vorhof, wie gesagt, schwerer Bandenliebstahl und Steuerhinterziehung.
11:10Der Gesamtschaden liegt bei knapp einer Million Euro.
11:19In der Fahndung Kompakt heute sucht die Polizei Berlin nach zwei brutalen Schlägern ihr Opfer ein 30 Jahre alter Mann.
11:26Er wurde am Tatabend zunächst homophob beleidigt und dann mit heftigen Schlägen zu Boden gebracht.
11:31Danach traten die Täter mit voller Wucht auf ihn ein. Die Folge schwere Hämatome und Prellungen am gesamten Körper.
11:38Auch Zeugen, die dem Opfer helfen wollten, wurden durch Schläge und Tritte verletzt.
11:43All das passierte vor gut einem Jahr am 30. August, einem Sonnabend.
11:48Der Tatort liegt im Süden Berlins in Altmariendorf und zwar direkt im U-Bahnhof Altmariendorf, ein Bahnhof der Linie U6.
11:57Hier griffen die Täter ihr Opfer auf dem Bahnsteig an und zwar gegen 23 Uhr.
12:04Das sind die beiden Verdächtigen auf dem Bahnsteig. Einer eher dunkel, der andere hell angezogen.
12:10Es gibt von beiden auch Aufnahmen aus der U-Bahn.
12:14Wir schauen zunächst auf den jungen Mann im schwarzen T-Shirt.
12:18Auffällig bei ihm der Bart und der helle Aufdruck auf dem Shirt.
12:22Er trug ein graues Gucci-Basecap und am linken Handgelenk ein Armband.
12:27Der Begleiter trug einen weißen Pullover und ein weißes Basecap.
12:31Markant bei ihm das volle schwarze Haar.
12:35Wer weiß etwas über die beiden Verdächtigen? Wo sind sie vielleicht noch gesehen worden?
12:41Die Aufnahmen entstanden am 30. August 2025, einem Sonnabend in der U6.
12:48Ihre Hinweise dazu bitte an die Polizei Berlin unter Vorwahl 030 und dann die 46 64 473 124 oder an
13:00jede andere Polizeidienststelle.
13:03Auch am nächsten Beitrag geht es um einen brutalen Überfall. Diesmal sogar drei gegen einen.
13:08Auch hier gab es dritte Schläge und am Ende Messerstiche.
13:11Das Opfer war völlig überrascht. Alles, was die Täter wollten, war offenbar seine Umhängetasche.
13:18Er will einfach nur nach Hause, der 36-jährige Berliner. Denn sein Tag war lang.
13:25Gegen 0.30 Uhr ist er endlich in der Nähe seines Wohnhauses in Berlin-Britz.
13:30Was der Mann nicht bemerkt, er wird beobachtet von drei Unbekannten.
13:35Nur wenige Meter von seiner Haustür entfernt wird er angegriffen.
13:41Für die Berliner Polizei ist es ein Fahndungsfall. Denn noch immer sind viele Fragen offen.
13:48Der 36-Jährige wurde unvermittelt von hinten attackiert. Er stürzte daraufhin zu Boden.
13:53Ob der 36-Jährige gezielt ausgewählt wurde oder zuvor verfolgt worden ist, ist Gegenstand der aktuellen Ermittlungen.
14:03Fest steht, der 36-Jährige wird mit Ritten und Schlägen traktiert, selbst als er schon wehrlos am Boden liegt.
14:11Dann eskaliert die Situation sogar weiter.
14:16Einer der Angreifer sticht mit einem Messer mehrmals zu und geht damit ein erhebliches Risiko ein.
14:21Wer mit einer Stichwaffe in den Oberkörper eines Menschen einsticht, nimmt bewusst schwere Verletzungen oder sogar teils lebensgefährliche Verletzungen in
14:32Kauf.
14:33So auch im Fall des Berliners.
14:36Erst als sich der 36-Jährige nicht mehr bewegen kann, nehmen sich die Angreifer das, worauf sie es wohl abgesehen
14:43haben, und verschwinden damit.
14:45Die drei Tatverdächtigen haben dem 36-Jährigen seine Umhängetasche abgenommen.
14:50Darin haben sich Bargeld und persönliche Gegenstände befunden.
14:55Das Opfer bleibt am Tatort zurück.
14:57Der Mann ist schwer verletzt, steht unter Schock nach dem brutalen Überfall.
15:02Er schafft es aber dann trotzdem, sich in Richtung seiner Wohnung zu schleppen.
15:08Dort brach er dann aufgrund der Schwere der Verletzungen zusammen.
15:11Die beiden Mitbewohner des Verletzten reagierten umgehend und leisteten sofort erste Hilfe.
15:18Auch die beiden alarmierten die Polizei und die Rettungskräfte.
15:21Die kümmerten sich zunächst um den Verletzten und die Polizei führte eine Nahbereichssuche und anschließende Spurensicherung durch.
15:30Das alles passierte hier, ganz in der Nähe vom Britzer Damm, in der Wederstraße.
15:36Dort sucht die Polizei auch mit Fahndungsplakaten nach Zeugen des nächtlichen Überfalls.
15:42Der Tatort befindet sich im Süden Berlins, in Neukölln.
15:46Dort ist der 36-Jährige auf dem Weg nach Hause, als er in der Wederstraße vor der Hausnummer 89 angegriffen
15:53wird.
15:53Am 22. August, das war ein Samstag.
15:57Gegen 0.30 Uhr beobachten Zeugen, wie die drei Täter zu Fuß Richtung Rungiosstraße flüchten.
16:04Dann nehmen sie einen schmalen Fußweg Richtung Bürgerstraße.
16:07Dort sollen die drei Männer in ein Auto gestiegen sein.
16:11Auch das sehen Zeugen.
16:13Wie das Fahrzeug aussieht und wohin die Täter flüchten, ist bislang unklar.
16:18Deshalb wird nun öffentlich nach dem Trio gefahndet, das für einen schweren Raubüberfall verantwortlich gemacht wird.
16:24Die Männer werden auf ein Alter von ca. 40 Jahren geschätzt.
16:29Zwei der Tatverdächtigen sollen um die 1,70 Meter groß sein.
16:34Der dritte Tatverdächtige soll eine Körpergröße von 1,80 Meter aufweisen.
16:39Beim Überfall tragen die Gesuchten dunkle Bekleidung.
16:43Sie gehen äußerst brutal vor, bringen ganz bewusst ihr Opfer in Lebensgefahr, das nur mit Glück davonkommt.
16:52Die Verletzungen der 36-Jährigen konnten im Krankenhaus behandelt werden und befindet sich seitdem auf dem Weg der Besserung.
16:59Gut möglich, dass diese drei Täter, die zwischen 1,70 Meter und 1,80 Meter groß sind, sich danach noch
17:06andere Opfer gesucht haben.
17:08Weiß jemand etwas darüber?
17:09Vielleicht haben sie mit solchen Überfällen auch geprahlt.
17:13Die Polizei Berlin bittet die Bevölkerung um Mithilfe und hat folgende Fragen.
17:19Wer hat zur Tatzeit am 22. August gegen 0.30 Uhr in der Wederstraße 89 verdächtige Beobachtungen gemacht?
17:27Oder auch zu dem unbekannten Fahrzeug, das über die Bürgerstraße geflüchtet sein soll?
17:33Wenn Sie Hinweise zu dem Fall haben, melden Sie sich bitte direkt beim zuständigen Fachkommissariat der Berliner Polizei
17:40unter der Telefonnummer 030 46 64 571 100 oder per Mail an diese Adresse.
17:53Wenn Sie helfen können, alle Kontakte zur Polizei finden Sie noch einmal online auf unserer Fahndungsseite.
18:00Im nächsten Wahltag spielt solch eine Sprühpumpe hier eine wichtige Rolle.
18:04Normalerweise werden die von Kammerjägern eingesetzt, wenn Bettwanzen oder andere fiese Krabbeltiere bekämpft werden sollen.
18:11Die hat niemand gern schon gar nicht in der eigenen Wohnung.
18:13Doch hinter vielen Online-Hilfsangeboten verstecken sich inzwischen Betrüger.
18:18Die zocken uns Kunden ab, aber auch ehrliche Handwerker.
18:24Dani Boskovic ist Unternehmer, von Beruf Schädlingsbekämpfer.
18:28Er ist sehr erfolgreich in seiner Branche.
18:31Doch nun ist er Opfer von Betrügern geworden, die seinen guten Namen benutzen.
18:36Also irgendwelche Firmenleuten haben unsere Identität geklaut und am Ende haben die Rechnung erstellt auf unseren Namen.
18:45Und das ist das Problem, was tut auch weh, wenn wir sehen, dass die Leute abkassiert haben.
18:51Er zeigt uns so eine gefälschte Rechnung, die ihm von Kunden zugeschickt wurde.
18:56Sein Firmenname ist zu lesen und ein Betrag für eine Schädlingsbekämpfung, die eigentlich nur 350 Euro kosten dürfte.
19:05Und nun mit 1.254,62 Euro ausgewiesen ist.
19:11Und nicht nur das.
19:13Machen die Angst an die Kunden, dass die müssen sofort bezahlen, dass das die Dienstleistungsbetrug ist.
19:18Und dann die Kunde bekommt Angst und zahlt ihnen Rechnung.
19:22Doch wie läuft der Betrug genau ab?
19:25Wer Schädlinge in seiner Wohnung oder im Haus feststellt, sucht gern im Internet nach schneller Hilfe.
19:32Online landet man dann oft auf Vermittlungsplattformen wie dieser hier.
19:37Die Seite sieht professionell aus, mit Kontaktmöglichkeit für eine Schädlingsbegutachtung.
19:43Wer dort anruft, bekommt die Information, dass das 69 Euro kosten soll.
19:49Schon kurz nach dem Anruf sind dann zwei angebliche Schädlingsbekämpfer vor Ort.
19:55Die sofort loslegen wollen.
19:58Nach kurzer Absuche machen die klar, dass es tatsächlich Schädlinge gäbe.
20:03Und schnell etwas getan werden müsse.
20:07Eine Flüssigkeit wird versprüht.
20:11Und dann werden dafür plötzlich eben 1254 Euro und 62 Cent gefordert, die bar bezahlt werden müssten.
20:20Aber man bekäme eine Rechnung als Sicherheit.
20:23Auf diesen Rechnungen wird dann als Tarnung einfach die Firma von Dani Boscovic angegeben, obwohl er nie vor Ort war.
20:30Die betrogenen Kunden melden sich dann bei ihm.
20:33Ja, es ist ein sehr schlechtes Gefühl. Also, es ist überhaupt nicht schön.
20:38Und anzuerklären, das waren wir nicht. Und das ist so ein Gefühl, dass wir wissen nicht, was sollen wir machen?
20:45Wie sollen wir uns schützen?
20:46Dani Boscovic ist nicht das einzige Opfer dieser Betrugsmasche mit der Schädlingsbekämpfung.
20:52Auch andere Firmennamen werden missbraucht.
20:56Erklärt Simon Götze von der Verbraucherzentrale Berlin.
20:59Das Vorgehen der Betrüger ist nach dem Anruf immer ähnlich.
21:04Ja, dann ist blitzschnell dann auch tatsächlich ein scheinbarer Kammerjäger vor Ort, der dann aber dann gleich sagt, dass der
21:11Preis, der am Telefon genannt wurde, das wird viel teurer.
21:14Das sind dann auf einmal vierstellige Beträge, die da fällig werden.
21:17Und dann wird in der Regel sehr kurz, eine halbe Stunde scheinbar Arbeiten verrichtet.
21:23Es wird zum Beispiel Wasser verspritzt. Aber so getan, als wäre es ein teures Spezialmittel.
21:29All das soll dann auch direkt bezahlt werden.
21:32Ja, und wenn man dann Zweifel hat und nicht zahlen möchte, dann hat man natürlich auch erstmal eine bedrohliche Kulisse.
21:37Denn diese Menschen stehen bei einem in der Wohnung, sind dann meistens vielleicht auch kräftigere Typen.
21:44Und mit dieser Drohkulisse knicken viele Leute ein und zahlen dann auch den Betrag direkt im Bar.
21:50Oder werden, wenn es nicht freuretig ist, auch zum Bankomaten geschickt, um das Geld zu holen.
21:55Es wird oft so viel Druck aufgebaut, dass es gleich um mehrere Straftatbestände gehen kann.
22:01Wenn die Drohung eine Schwelle überschreitet, bei der man von der Nötigung sprechen kann, dann sind wir auch bei einer
22:06räuberischen Erpressung stellenweise.
22:07Und im Fall von Dani Boskovic kommt auch noch der Identitätsdiebstahl dazu.
22:13Auch er ist ein Opfer der Betrüger.
22:17Wir gehen dem nach, nehmen Kontakt auf mit der Vermittlungsplattform, die immer wieder mit dem Betrug in Zusammenhang gebracht wird.
22:25Und hören dort aber nur?
22:28Davon weiß ich nichts, das tut mir leid. Ich bin ja auch nur für die Auftragsannahme zuständig.
22:32Davon höre ich das erste Mal, das ist mir neu.
22:35Wir nutzen auch die Mailadresse übers Kontaktformular, um nachzufragen.
22:41Bis heute haben wir keine Antwort bekommen.
22:44Auffällig ist auch, die Postadresse auf der Website existiert überhaupt nicht.
22:51Die falschen Scheitlingsbekämpfer sind immer noch unterwegs und setzen darauf, dass ihnen das nächste Opfer in die Falle geht.
23:01Ja, was also tun?
23:02Melden Sie einen solchen Kontakt in jedem Fall der Polizei, vor allem, wenn sie bedroht werden.
23:06Und suchen Sie lieber nach echten Experten.
23:09Die finden Sie auf der Online-Seite des DSV, des Deutschen Schädlingsbekämpferverbandes.
23:14Das war's fast für heute.
23:16Es fehlt noch der Blick zurück auf die Fahndungsfälle an diesem Sonntag.
23:18Hier kommt unsere Zusammenfassung.
23:22Sie tauchen in der Nacht zum Montag auf in Berlin-Charlottenburg und haben einen Sprengsatz dabei.
23:27Kurz danach gibt es eine Explosion mitten in einem Wohngebiet.
23:32Wer weiß etwas über den Anschlag am Stuttgarter Platz oder die anderen Explosionen?
23:37Mit Fotos wird nach diesen beiden Männern gesucht.
23:40Sie hielten sich am U-Bahnhof Altmariendorf auf, genau zu der Zeit, als dort ein Mann erst homophob beleidigt und
23:46dann zusammengeschlagen wurde.
23:48Diese beiden werden mit dem Angriff in Verbindung gebracht.
23:51Erkennt jemand den Mann mit dem auffälligen Bart oder seinen Begleiter?
23:56Und wer sind die drei Männer, die bereit sind, ihr Opfer schwer zu verletzen?
24:00Der junge Mann war auf dem Weg nach Hause, als er vor seiner Haustür attackiert wird.
24:04Mit Fäusten und Tritten und dann auch mit einem Messer.
24:07Wer weiß etwas zum schweren Raubüberfall in der Berliner Wederstraße?
24:13Also wer kann helfen, wer kann Hinweise geben per Telefon, per E-Mail oder über die Online-Wache der Polizei
24:18in Berlin und in Brandenburg?
24:20Alle Kontakte und alle Fakten zur Sendung finden Sie noch einmal im Netz auf unserer Täter-Opfer-Polizei-Fahndungsseite.
24:27Danke fürs Zuschauen. Am nächsten Sonntag geht es weiter mit neuen Fahndungsferien wie immer um 19 Uhr.
24:33Bis dahin alles Gute.
24:34Achten Sie auf Ihr Handgepäck.
24:35Und passieren wir uns demnächst sehr persönlich, denn wir sind wieder auf Podcast-Tour.
24:43Im Visier. Verbrecherjagd in Berlin und Brandenburg.
24:47Das ist der rbb-Crime-Podcast.
24:51Elvira Siebert und Uwe Madl beleuchten wahre Kriminalfälle und deren Hintergründe.
24:58Die beiden gehen nun wieder auf Tour und treffen dabei Rechtsmediziner und Ermittler aus der Region.
25:05Stationen der Tour sind diesmal Berlin, Cottbus, Kloster Neuzelle.
25:11Auf der Online-Seite von Täter-Opfer-Polizei finden Sie alle Informationen zur Tour, zu den Terminen, den Kriminalfällen und
25:19den Gästen.
25:20Das gilt auch für den LBB-Podcast mit Jana Falkenstein und Florian Prokop, die Sie auch live erleben können.
25:34Wie Sie an Tickets kommen, erfahren Sie auch auf der Website.
25:37Am einfachsten geht es, wenn Sie diesen QR-Code nutzen.
25:50Das gilt auch für den LBB-Podcast mit Jana Falkenstein.

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