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+++ Schüsse in Berlin-Tempelhof +++ Geldtransporterüberfall in
Berlin-Marzahn +++ Taschendiebstahl im Zug +++ Cartoon
Ikea-Bande +++ Stromnetz-Sabotage +++ Anschläge auf
Spielplätze +++
Berlin-Marzahn +++ Taschendiebstahl im Zug +++ Cartoon
Ikea-Bande +++ Stromnetz-Sabotage +++ Anschläge auf
Spielplätze +++
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TVTranskript
00:16Ja, schön, dass Sie bei uns sind an diesem Sonntagabend.
00:18Willkommen bei Täter-Opfer-Polizei.
00:20Wir bitten wieder um Ihre Hilfe bei der Aufklärung von Verbrechen in Berlin und Brandenburg.
00:25Es wird weiter scharf geschossen in Berlin, nachts vor Cafés, frühmorgens in Wohngebieten oder mitten am Tag auf der Straße.
00:33Es sind Banden, die um Anfluss kämpfen, es geht um Blutrache und um Schutzgeld, Erpressung und es hört nicht auf.
00:39Ob sich auch unser erster Fall heute genau hier einreiht, ist noch unklar.
00:43Auch deshalb hofft die Polizei jetzt auf Ihre Hilfe.
00:49Als der Berliner Unternehmer in sein Auto steigt, ahnt er nicht, dass er gleich zum Ziel eines Anschlags wird.
00:55Der 53-Jährige ist gegen 2.30 Uhr nachts unterwegs. Zu einer Zeit also, als nicht viel los ist.
01:02Ob er den Schützen in letzter Sekunde noch bemerkt hat, ist unklar.
01:07Sicher ist, er hat keine Chance, den Schüssen auszuweichen.
01:11Eine Kugel durchschlägt die Frontscheibe und verletzt ihn lebensgefährlich.
01:17Wir treffen die Berliner Staatsanwaltschaft, die nun wegen eines versuchten Tötungsdeliktes ermittelt und einige Details öffentlich macht.
01:26Nachdem der Mann getroffen wurde und lebensgefährlich verletzt wurde, wurde er von Passanten entdeckt.
01:33Dieses zufällige Entdecken letztlich hat dazu geführt, dass ihm das Leben gerettet wurde.
01:37Und, dass der 53-Jährige schnell medizinisch versorgt werden kann. Auch in einem Krankenhaus.
01:44Zur gleichen Zeit wird der Tatort großräumig abgesperrt.
01:48In der Hoffnung, etwas zu finden, was bei der Rekonstruktion des Tatablaufs helfen kann.
01:54Klar wird, das Opfer hat durch die Verletzung die Kontrolle über sein Auto verloren und kommt erst auf dem Gehweg
02:00zum Stehen.
02:02Am Fahrersitz sind deutlich Blutspuren zu sehen.
02:07Die ersten Ermittlungen vor Ort ergeben dann, dass mehrmals auf das Fahrzeug geschossen wurde.
02:13Wo die Schüsse tatsächlich abgegeben wurden oder in welche Richtung gefeuert wurde, ist bislang Gegenstand der Ermittlungen,
02:19auch wie die Täter an den Tatort gekommen sind und wie sie davon geflohen sind.
02:25Passiert ist der Anschlag im Süden Berlins im Bezirk Tempelhof-Schöneberg unmittelbar an der Grenze zu Neukölln in der Gottlieb
02:33-Dunkel-Straße Ecke Eschersheimer-Straße.
02:36Am Sonntag, den 6. September gegen 2.45 Uhr.
02:43Ob der Schütze genau an diesem Ort dem Unternehmer aufgelauert hat und dann zu Fuß flüchtete,
02:49oder ob der oder die Täter in einem Auto unterwegs waren, ist unklar.
02:56Es ist bislang Gegenstand der Ermittlungen, ob dem Geschädigten aufgelauert wurde oder ob es sich letztlich um ein zufälliges Antreffen
03:02handelte.
03:04Was natürlich gesagt werden kann, ist, dass gezielt vorgegangen wurde und die Schüsse gezielt abgegeben wurden.
03:10Ermittlungen zu anderen Fällen zeigen, die Täter reisen oft aus dem Ausland an,
03:16werden quasi als Dienstleister angeheuert, ohne Bezug zu den Opfern.
03:20Sie schießen für Geld und verschwinden dann wieder.
03:26Allein in den letzten vier Wochen gab es zehn Angriffe mit Schusswaffen an vielen Orten in Berlin.
03:32Nach den Tätern wird gesucht.
03:36Genauso wie nach dem Schützen, der hier in der Gottlieb-Dunkel-Straße auf den Berliner Unternehmer geschossen hat.
03:42Der Tatort ist bis heute sichtbar.
03:45Hat hier jemand etwas Verdächtiges gesehen in der Nacht zum 6. September gegen 2.45 Uhr?
03:51Der Unternehmer verlor bei dem Anschlag fast sein Leben.
03:56Sehen die Ermittler in dem Fall Zusammenhänge zu anderen Taten?
04:01Ob ein Zusammenhang mit anderer Schusswaffengewalt besteht, ist Gegenstand der Ermittlungen.
04:06Aber in diese Richtung wird natürlich auch geprüft.
04:09Noch ist unklar, wer hinter dem Anschlag steckt und welches Motiv es dafür gab.
04:15Hinweise von Zeugen könnten deshalb entscheidend sein.
04:18Die Staatsanwaltschaft Berlin und die Polizei Berlin ist dringend auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen, um das Verbrechen aufzuklären.
04:25Insbesondere wird gefragt, wer hat in der fraglichen Nacht gegen 2.30 Uhr etwas Auffälliges gesehen?
04:32Hat jemand vielleicht sogar Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Pkw gemacht?
04:38Jeder Hinweis ist hilfreich.
04:40Um den Mordanschlag auf den Berliner Unternehmer aufzuklären.
04:45Bitte wenden Sie sich an die 6. Mordkommission des Landeskriminalamts Berlin.
04:50Unter der Telefonnummer 030 46 64 911 666.
04:58Oder an diese Mailadresse.
05:06Es war ein spektakulärer Überfall auf einen Geldtransporter, der uns hier im vergangenen Jahr Ende März beschäftigt hat.
05:12Ein Überfall in Berlin-Marzahn, bei dem die Täter mit Sturmgewehren und ohne Skrupel eine Millionenbeute machten.
05:18Doch die Freude der Verbrecher wehrte nicht lange.
05:20Sie wurden ermittelt und gefasst und standen nun vor Gericht.
05:26Die Stühle für die 4 Angeklagten sind schon da.
05:31Genauso wie ihre Verteidiger, die versuchen, den schweren Vorwürfen im Prozess etwas entgegenzusetzen.
05:37Für das Landgericht Berlin geht es um eine Bande, die organisiert vorging.
05:41Nach der Feststellung der Kammer sollen die Angeklagten da übereingekommen sein, einen Geldtransporter zu überfallen.
05:47Am Tatort im Osten Berlins, in Marzahn, sind die Spuren des Überfalls noch lange sichtbar.
05:55Hier schlagen die Täter am 23. März 2025 zu.
06:00Dabei sollen zwei Angeklagte mit mindestens einem weiteren Mittäter diesen Geldtransporter abgepasst und anschließend mit Fahrzeugen eingekeilt haben.
06:10Die Täter wollen dann laut Anklage auf Nummer sicher gehen.
06:14Damit die Transporterfahrer nichts sehen können, wird schwarze Farbe versprüht.
06:20Wie hier auf den Originalbildern vom Tatort zu erkennen ist.
06:25Einer der Angeklagten soll sich dann frontal vor dem Geldtransporter positioniert haben mit einem Sturmgewehr.
06:29So wird der Überfall abgesichert. In der Zeit versuchen zwei Komplizen, den Laderaum aufzuhebeln.
06:37Erfolgreich, wie die Originalbilder der aufgebrochenen Transporter-Türen zeigen.
06:42Letztlich haben sie aus diesem Laderaum knapp 2,4 Millionen Euro entwendet.
06:49Allerdings sollen die Fahrer dieses Transporters dann den Alarm ausgelöst haben.
06:54Und dann versuchen sie, den Geldtransporter wegzufahren.
06:58Und infolgedessen soll der Angeklagte, der frontal positioniert war, dann mit einem Sturmgewehr tatsächlich auch Schüsse abgegeben haben.
07:06Für die Transporterfahrer eine lebensgefährliche Situation.
07:11Für die Täter der Zeitpunkt, um zu verschwinden.
07:16Zuvor setzen sie eines ihrer Fahrzeuge in Brand, um Sporen zu verwischen.
07:21Dieses Auto ist auf den Originalbildern vom 23. März vergangenen Jahres zu sehen.
07:27Als die Täter vom Tatort geflohen sind, soll es weitere Schüsse in Richtung des Fluchtfahrzeugs durch die Mitarbeiter des Transportunternehmens
07:37gegeben haben.
07:38Der Fluchtwagen wird also getroffen.
07:41Trotzdem jagen die Täter weiter durch Berlin.
07:44Selbst als ein Autoreifen platzt.
07:48Hier das Originalbild, wie er später gefunden wird.
07:52Gut zu sehen auch der Weg des Fluchtautos.
07:55Die Schleifspuren der Radfelge sind auf der Straße deutlich zu erkennen.
08:01Sieben Kilometer fährt das Auto auf drei Reifen durch die Stadt.
08:06Bis zu diesem Gewerbegebiet in Neukölln.
08:09Die Angeklagten sind zwar dann geflohen, allerdings mussten sie aufgrund der Eile und der Heranlangenpolizei die Beute zurücklassen.
08:17Die Polizei sichert die Beute.
08:20Und Spezialisten nehmen den Fundort in Neukölln unter die Lupe.
08:24Sammeln Beweise, die zu den Tätern führen könnten.
08:28Zur gleichen Zeit läuft die Fahndung an.
08:30Bis tief in die Nacht wird damals gesucht.
08:33Auch mit Hubschraubern, von denen hier nur die Scheinwerfer zu sehen sind.
08:37Danach wird öffentlich um Hinweise gebeten, auch bei uns in der Sendung.
08:42Entscheidend für die Ermittlungen ist dann die Kriminaltechnik.
08:45Es wurden DNA-Spuren unter anderem sichergestellt an dem Fluchtfahrzeug und in diesem Gewerbegebiet.
08:52Und aufgrund dieser DNA-Spuren kam man dann schon mit einer ersten Spur an die Angeklagten heran.
09:00Außerdem folgten noch umfangreiche Überwachungsmaßnahmen der Telefone.
09:06Und letztlich gelang man dann so auf die Spur der Angeklagten.
09:11Zwei Monate nach dem Überfall verhaften Spezialeinsatzkräfte der Polizei in Berlin vier Männer zwischen 20 und 26 Jahren.
09:23Im Landgerecht Berlin müssen sich die vier dann über Monate verantworten.
09:28Von ihren Stühlen aus verfolgen sie den Prozess, in dem es auch um versuchten Mord geht,
09:33weil einer von ihnen auf den Transporter geschossen haben soll.
09:37Der hat in Kauf genommen, dass hierdurch auch Leute verletzt oder gar getötet werden können.
09:42Trotz der Beweise, wie die DNA zum Beispiel, ist nur ein Angeklagter im Verfahren geständig.
09:49Die Verteidiger fordern für die drei anderen Freisprüche.
09:52Selbst für den Mann mit der Waffe.
09:55Bei dem Angeklagten, der die Schlüsse auf das Fahrzeug abgegeben hat,
09:59hat die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von zwölf Jahren beantragt.
10:02Letztlich hat die Kammer eine Freiheitsstrafe von 14 Jahren verhängt gegen diesen Angeklagten.
10:08Gegen das Urteil hat der Angeklagte Revision eingelegt.
10:12Der Fall geht also in die nächste juristische Runde.
10:19Von den anderen drei Angeklagten müssen zwei ins Gefängnis.
10:22Einer für sechseinhalb Jahre, der andere für zweieinhalb Jahre.
10:25Auch sie haben Revision eingelegt.
10:27Der vierte Angeklagte wurde aus Mangel an Beweisen freigesprochen.
10:31Inzwischen läuft ein weiterer Prozess in diesem Verfahren gegen einen fünften Mann,
10:35der erst im Laufe der Hauptverhandlung ermittelt werden konnte.
10:42In der Fahndung Kompakt heute sucht die Polizei Brandenburg nach einem Dieb,
10:46einem Taschendieb, der in der Regionalbahn kräftig zugelangt hat.
10:50Deshalb gibt es auch Fahndungsfotos von ihm.
10:53Die schauen wir uns gleich an.
10:54Doch zunächst zeigen wir, wann und vor allem, wo das passiert ist.
11:00Der Täter war mit dem Regionalexpress, dem RE1, unterwegs.
11:05Der Startpunkt war Berlin-Ostkreuz.
11:07Und dann ging es weiter Richtung Westen, nach Brandenburg an der Havel.
11:10Und zwar in den frühen Morgenstunden des 15. Juli 2025, einem Dienstag.
11:16Das Opfer einer Frau war während der Fahrt eingeschlafen
11:19und hatte ihren Rucksack neben sich auf den Sitz gestellt.
11:23Das ist der Verdächtige im Zug, etwa 5 Uhr morgens.
11:26Als er die schlafende Frau entdeckte, nahm er auf dem Sitz hinter ihr Platz
11:31und durchsuchte ihren Rucksack nach Wertgegenständen.
11:34Leider erfolgreich.
11:35Er konnte unbemerkt und unerkannt mit der Beute verschwinden.
11:41Wem kommt dieser Mann bekannt vor?
11:43Er hatte an diesem frühen Morgen offenbar viel Spaß im Zug.
11:47Er hat langes dunkles Haar und einen dunklen Teint.
11:51Auffällig ist vor allem sein helles Kapuzenshirt und eine Art Collage auf der Brust
11:55aus den englischen Wörtern Just Do It.
12:00Wo ist der Mann noch gesehen worden?
12:03Wer weiß, wo er derzeit sein könnte?
12:04Die Tatzeit, wie gesagt, der Juli des vergangenen Jahres.
12:10Ihre Hinweise dazu bitte an die Polizeiinspektion Brandenburg-Ander Havel unter Vorwahl 03381
12:17und an die 5600 oder an jede andere Polizeidienststelle.
12:25Weiter mit unserem kuriosen Fall heute und einem Witz, der in der DDR sehr populär war.
12:30Wobei eigentlich ist es ja ein Zitat von Staats- und Parteichef Erich Honecker.
12:34Der hat auf einem Parteitag mal gesagt, aus unseren Betrieben ist noch viel mehr rauszuholen.
12:40Einige haben das wörtlich genommen und kräftig Material oder Werkzeug privat mit nach Haus geschleppt.
12:45Wer jetzt denkt, lange her, stimmt nicht.
12:48Trautes Heilen, Glück allein oder lebst du nur oder wohnst du schon?
12:55Tagsüber sitzt Sandra an der Kasse im Einrichtungshaus, wo die Möbel so schöne lustige Narben haben.
13:02Abends fällt ihr auf, dass die eigene Behausung meilenweit entfernt ist vom lustigen Einrichten.
13:09Beim Get-Together mit Ehemann Svenny spricht sie die Sache offensiv an und hat auch gleich eine Idee,
13:16wie das Schöne von der Arbeit auch in ihrer Wohnung landen kann.
13:20Von da an mischt sich Svenny immer mal unter die Kundschaft,
13:24sucht im Einrichtungshaus die Sachen, die Sandra haben will und steuert damit ihre Kasse an.
13:31Die drückt dann die Augen zu, vor allem die des Kenners.
13:34Und schon ist Svenny mit den neuen Schätzen draußen.
13:37Bald ist es zu Hause so nett, dass das auch ihren Freunden auffällt.
13:41Die wollen auch so schöne Sachen haben und stromern bald gemeinsam mit Svenny durchs Einrichtungshaus,
13:47bringen ganze Möbelpakete, Teppiche oder Lampen durch Sandras Kasse.
13:52Na klar, zum Nulltarif.
13:55Daraus wird sogar eine Geschäftsidee.
13:57Man beschafft jetzt auf Bestellung für Freunde der Freunde.
14:01Lässt sich das aber dann bezahlen.
14:03Sandra und Svenny sind begeistert von den vielen zusätzlichen Euros.
14:09Vier Jahre lang geht das so.
14:11Bis zu jenem Tag, als unerwünschte Kundschaft vor der Tür steht.
14:16Vor Gericht geht es für den Richter um schweren Bandendiebstahl.
14:21Svenny und Freunde geben sich betröppelt und gestehen alles.
14:25Was schön und lustig ist jetzt vorbei.
14:31Ja, der Vorgericht wurde fleißig gerechnet.
14:33Am Ende ging es um Waren im Gesamtwert von 130.000 Euro.
14:38Das Urteil für Svenny und seine Freunde bewährungsstrafen von bis zu zwei Jahren.
14:42Aus Sicht des Gerichts ein mildes Urteil, auch weil niemand vorbestraft war.
14:47Das Verfahren gegen Sandra übrigens wurde noch nicht durchgeführt.
14:50Sie war zum Zeitpunkt der Hauptverhandlung krankgeschrieben.
14:53Eine deutlich höhere Strafe erwartet den Mann im nächsten Beitrag, wenn er verurteilt wird,
14:58von vielen als Terrorist, als Stromnetz-Saboteur bezeichnet.
15:02Nach einer der größten Fahndungsaktionen der letzten Jahre konnte Daniel V. am Dienstag festgenommen werden.
15:07Mit Angriffen auf Kraftwerke, auch in Brandenburg, wollte er für flächendeckende Blackouts sorgen.
15:12Doch war er wirklich allein?
15:14Inzwischen hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen und hofft auf Hinweise.
15:20Mit der Pistole im Anschlag nähert sich die Polizei dem Mann, der europaweit gesucht worden ist.
15:27Die Bilder einer Bodycam halten fest, wie Daniel V. am Dienstag festgenommen wird und dann in Untersuchungshaft kommt.
15:35Es ist der Mann, der für eine Anschlagsserie verantwortlich gemacht wird.
15:40Eine Anschlagsserie, die im Süden Brandenburgs beginnt, in der Nähe vom Kraftwerk Jensschwalde.
15:46Dort gibt es in einem Umspannwerk am Morgen des 1. September einen Kurzschluss.
15:51Auf der Suche nach der Ursache wird schnell klar, es geht um Sabotage.
15:56Wie, erklärt Brandenburgs Innenminister selbst.
16:00Sabotagehandlungen in der Weise, dass versucht wurde, mit Hilfe von Treibsätzen leitfähiges Material in die Höchstspannungsleitungen einzubringen, um damit einen
16:12Kurzschluss zu verursachen.
16:14Erste Ermittlungen machen deutlich, jemand hat Drähte und Sprengstoff so zusammengebaut, dass damit Stromleitungen manipuliert werden können.
16:23Diese Sprengvorrichtungen sind dann irgendwann vor dem 1. September in der Nähe von Jensschwalde installiert worden.
16:30Versehen mit einem Zeitzünder.
16:34Hat das jemand beobachtet und sich noch nicht bei der Polizei gemeldet?
16:39Der Anschlag bei Jensschwalde bleibt kein Einzelfall.
16:43Bis zum 8. September folgen weitere Sabotageversuche, mehrere in Nordrhein-Westfalen und auch in Sachsen.
16:51Auffällig dabei, die Vorgehensweise ist immer ähnlich wie in Jensschwalde.
16:57Dann tauchen mehrere Bekennerschreiben auf.
17:00Alle sind mit der Hand geschrieben und alle mit einer Unterschrift versehen.
17:04Die Anschläge, so heißt es immer, richten sich vor allem gegen die Stromerzeugung in Kohlekraftwerken.
17:12Ermittler in Brandenburg und in den anderen Bundesländern überprüfen die Echtheit der Schreiben und kommen so auf Daniel V.,
17:20auf den Mann mit dem langem Haar, der Täterwissen öffentlich preisgibt und nachdem tagelang öffentlich gefahndet wird.
17:28Bis zum Dienstag, als die Bodycam eines Polizisten die Festnahme des 48-Jährigen in Nordrhein-Westfalen dokumentiert.
17:37Inzwischen hat er kurzes Haar.
17:39Aber ist er tatsächlich der Einzeltäter, wie er es behauptet?
17:44Hat er die Sprengvorrichtungen samt Zeitzündern allein gebaut und dann an so vielen unterschiedlichen Orten auch allein installiert?
17:52Weiß jemand etwas dazu?
17:56Die Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe hat inzwischen die Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise.
18:02Wer kennt Daniel V. persönlich und kann mehr zu seinen Lebensumständen sagen?
18:09Hat jemand hier in der Nähe von Jens Schwalde etwas beobachtet, vor dem 1. September am Umspannwerk Turno-Preilack?
18:17Hat sich hier jemand länger aufgehalten? Vielleicht in einem Zelt?
18:23Wenn Sie etwas wissen sollten zu den Anschlägen auf die Stromnetze in Brandenburg oder in den anderen Bundesländern,
18:30wenden Sie sich bitte an das Bundeskriminalamt.
18:33Nutzen Sie dafür die Website unter dieser Adresse oder jede andere Polizeidienststelle.
18:42Auch wenn bei den Anschlägen auf das Stromnetz noch nicht alle Fragen beantwortet sind,
18:46das Motiv dafür ist klar und offensichtlich.
18:48Das kann man im nächsten Fahndungsfall heute nicht sagen.
18:51Da bleibt die große Frage nach dem Warum.
18:54Warum macht jemand so etwas?
18:56Warum werden Spielplätze so präpariert, dass sich kleine Kinder ernsthaft verletzen können?
19:00In den letzten Wochen ist das mehrfach passiert in Berlin, auch hier in Berlin-Mitte.
19:07Es sind Drahtstifte, die gleich dutzendfach in den Boden eines Berliner Spielplatzes gesteckt werden.
19:13Von wem? Das ist bisher unklar.
19:16Einige Drahtstifte wurden rechtzeitig gefunden, wie auf dem Foto zu sehen ist.
19:20Doch nicht alle, wie diese Berlinerin mit ihrem Sohn erleben musste.
19:25Heute ist das passiert, dass mein Sohn einfach gespielt hat und dann hat er also ein kleines Drache in den
19:31Fuß gekriegt.
19:32Wir kommen eigentlich hier sehr gerne, aber jetzt habe ich schon ein bisschen Angst.
19:36Nur durch Glück ist es kein tiefer Schnitt.
19:39Trotzdem muss der Kleine medizinisch versorgt werden.
19:42Und er ist nicht der Einzige.
19:46Tatort ist diese Anlage in Berlin-Mitte mit Planschbetten und Spielplatz.
19:50Mehrere Kinder wurden hier in den letzten Wochen verletzt.
19:54Wer ist dafür verantwortlich? Und warum macht jemand so etwas?
19:59Drähte vorbereiten und dort verteilen, wo Kinder barfuß spielen und toben dürfen.
20:04Auf Spielplätzen.
20:06Also an Orten, die sie eigentlich als sicher empfinden sollen.
20:12Antworten darauf sucht auch der zuständige Bezirksstadtrat Christopher Schreiner.
20:18Es gab etwa drei bis vier Zentimeter lange Drahtteile.
20:22Auch leicht rostig.
20:24Und die waren an verschiedensten Stellen wirklich in die Oberfläche reingesteckt, sodass sie rausgeguckt haben.
20:30Es war ein sehr, sehr dünner Draht, den man kaum sehen konnte.
20:32Aber wirklich an sehr vielen Stellen, sodass auch nicht von einem Verlorengen ausgegangen werden kann,
20:41sondern es war wirklich absichtlich reingesteckt.
20:43Der oder die Täter legen es also darauf an, jemanden ganz bewusst zu schädigen.
20:49Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und sucht nach Hinweisen.
20:54Der Tatort in Berlin-Mitte befindet sich in der Nähe vom Alexanderplatz an der Singerstraße.
21:01An der Plansche und auf dem Spielplatz wurden die Drähte massenhaft versteckt.
21:05Zum Ziel wurden aber auch schon andere Spielplätze in der Stadt.
21:09Zum Beispiel in Charlottenburg, in Wilmersdorf, Heiligensee oder in Spandau.
21:16Überall wurden Kinder verletzt. Es finden sich nicht nur Drähte im Boden, wie die in Mitte.
21:24Sondern ganz gezielt werden auch Glasscherben in Sandkästen verteilt.
21:29Genauso wie große Nägel, an denen man sich verletzen soll.
21:34Oder mit Bautackern werden Nägel oder Klemmen in Spielgeräte gerammt.
21:38Auch wieder mit dem Ziel, Kinder zu verletzen.
21:42Wahrscheinlich sind mehrere Täter in der Stadt unterwegs.
21:46Unabhängig voneinander.
21:48Weiß jemand etwas über sie?
21:50Geht es um Kinderhasser?
21:54Das hält der Bezirksstadtrat Christopher Schriener für sehr wahrscheinlich,
21:59als er den Spielplatz in Mitte überprüft.
22:02Ich finde es total erschreckend, dass Menschen auf die Idee kommen können,
22:06wirklich Spielplätze so zu behandeln, dass sich Kinder verletzen können,
22:12um eigentlich zu verhindern, dass die Spielplätze benutzt werden.
22:15Dass die Kinder sind das, was unsere Stadt wirklich auch lebendig macht.
22:20Wer hat etwas beobachtet, das mit den Drahtfallen in Berlin-Mitte in Zusammenhang stehen könnte?
22:26Seit Mai werden auf der Anlage immer wieder Drähte verteilt.
22:31Das deutet darauf hin, dass der oder die Täter mehrmals in der Singerstraße an der Plansche
22:36und auf dem Spielplatz gewesen sein müssen.
22:40Vor Ort warnen Aushänge vor der Sabotage.
22:44Das Bezirksamt hat Strafanzeige erstattet und bittet nun um ihre Mithilfe.
22:48Wir suchen alle, die irgendwelche Hinweise haben.
22:52Vielleicht auch Anwohnende, die was gesehen oder gehört haben.
22:56Oder auch Leute, die durch die Straße gegangen sind und die hier möglicherweise nachts irgendetwas mitbekommen haben.
23:03Und die bitten wir, sich zu melden.
23:06Wenn Sie Hinweise zu dem Fall haben, kontaktieren Sie bitte die Polizei Berlin.
23:12Und nutzen Sie dafür das Portal der Internetwache.
23:17Sie können aber auch Ihre Polizeidienststelle vor Ort informieren.
23:20Ihre Hinweise werden dann weitergeleitet.
23:23Das war es fast für heute.
23:25Es fehlt noch der Blick zurück auf die anderen Fahndungsfälle an diesem Sonntag.
23:28Hier nochmal alles Wichtige.
23:33Als der Berliner Unternehmer sich nachts auf den Weg macht, ist nicht mehr viel los auf den Straßen.
23:38Doch dann wird plötzlich auf ihn geschossen, mehrmals.
23:41Eine Kugel durchschlägt die Frontscheibe seines Autos unverletzt in lebensgefährlich.
23:47Wer ist für die Schüsse in der Gottlieb-Dunkelstraße verantwortlich?
23:52Gesucht werden auch Hinweise zu diesem Mann, der in einer Regionalbahn fotografiert wurde.
23:57Genau zu der Zeit, als im Zug auf dem Weg von Berlin nach Brandenburg an der Havel eine Frau bestohlen
24:03wird.
24:04Erkennt jemand diesen Mann?
24:07Und mit selbstgebauten Sprengsätzen und Zeitzündern werden gleich mehrere Anschläge auf Stromnetze verübt.
24:14So wie in der Nähe vom Kraftwerk Jentschwalde.
24:17Hat dort jemand etwas beobachtet, was mit den Anschlägen zu tun haben könnte?
24:22Wer weiß etwas darüber?
24:25Also wenn Sie helfen können, bitte tun Sie es.
24:28Alle Kontakte zur Polizei und alle Fakten zur Sendung finden Sie noch einmal online auf unserer Täter-Opfer-Polizei-Fahndungsseite.
24:35Danke fürs Zuschauen heute.
24:37Hier folgen gleich das Wetter und die Nachrichten.
24:39Und wir sehen uns diesmal erst in zwei Wochen wieder.
24:42Nach den Wahlen am nächsten Sonntag in Berlin.
24:45Dann wie immer um 19 Uhr.
24:47Bis dahin alles Gute.
24:49Achten Sie auf Ihr Handgepäck und gern auch auf unsere neue Podcast-Folge.
24:53Die ist ab heute online.
24:59Im Visier. Verbrecherjagd in Berlin und Brandenburg.
25:03Das ist der rbb-Crime-Podcast.
25:05Elvira Siebert und Uwe Madl beleuchten wahre Kriminalfälle aus der Region und deren Hintergründe.
25:12Diesmal geht es nach Berlin.
25:15Im Sommer 2021 werden auf dem Bahnhof Südkreuz diese Überwachungsbilder aufgenommen, die jetzt unkenntlich gemacht wurden.
25:23Zwei Personen sind zu sehen, die einen schweren Koffer schleppen.
25:26Sie steigen mit dem Koffer in einen ECE ein.
25:30Diese Bilder helfen dabei, das Verschwinden einer zweifachen Mutter aufzuklären und damit auch einen Mordfall.
25:36Mehr dazu erfahren Sie im Podcast Im Visier.
25:39Zu finden in der ARD Sounds App und überall, wo es Podcasts gibt.
25:44Und jetzt können Sie auch wieder live dabei sein.
25:48Denn beim rbb wird das Haus des Rundfunks in der Berliner Masurenallee zum House of Podcast.
25:55Zu Gast bei Im Visier ist Annette Bargenda, die als Staatsanwältin einen Mord in Eberswalde aufklärte.
26:01Den Mord an der kleinen Ulrike.
26:04Das Haus auf Podcast am 27. September.
26:08Tickets und alle Infos finden Sie auf der Website mit dieser Adresse.