Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 2 Minuten
Beim Bürgermeistercafé im Oktober informierte Bürgermeister Robert Meißl über aktuelle Themen in der Marktgemeinde Leopoldsdorf im Marchfeld.

Im Mittelpunkt stand die Entfernung von drei alten Linden im Schubertpark: Nach dem extrem heißen und trockenen Sommer hatten die Bäume laut Baumsachverständigen ihre Standfestigkeit verloren. Wegen akuter Gefahr durch herabstürzende Äste – auch mit Blick auf das Bezirksmusikfest – mussten sie entfernt werden. Ersatzpflanzungen mit neuen Linden sind geplant, sobald die Spätsommertrockenheit vorbei ist.

Weiters ging es um Grundstücksverkäufe, die Übernahme einer Unterführung am Marchfeldkanal-Radweg samt Ablöse von 118.000 Euro durch die ÖBB, die Bestellung von Ing. Siegfried Nemeth zum Brandschutzbeauftragten sowie eine einstimmige Gemeinderats-Resolution gegen das Mercosur-Abkommen und kritische Drittstaatenimporte.

Für den Herbst angekündigt: die Bürgerbeteiligung zur klimafitten Planung der Bahnstraße im November, neue überregionale Wertstoffsammelzentren des GVU – darunter das neue Zentrum in Groß-Enzersdorf ab Anfang November – sowie die bezirksweite Zivilschutzübung zum Thema Blackout.

Außerdem: Der Notarztstützpunkt in Groß-Enzersdorf soll laut Planung 2027 geschlossen werden. Gemeinsam mit Groß-Enzersdorf lädt die Gemeinde am 17. Oktober um 10 Uhr am Parkplatz vor dem Blaulichtzentrum zu einer Mahnwache ein.

Ein Dank gilt dem Musikverein Leopoldsdorf: Zum 100-Jahr-Jubiläum gelang mit dem Marchfelder Oktoberfest und der Bezirksmarschmusikbewertung ein herausragendes Fest mit 23 Kapellen und rund 800 Musikerinnen und Musikern.

Das Bürgermeistercafé findet jeden ersten Freitag im Monat von 14 bis 17 Uhr im Rathaus Leopoldsdorf statt.

Kapitel
00:00 Begrüßung zum Bürgermeistercafé Oktober

00:45 Entfernung der drei Linden im Schubertpark

05:00 Ersatzpflanzungen und Bedeutung der Bäume

07:04 Grundverkäufe und Gemeindebudget

08:58 ÖBB-Übergabe der Unterführung am Marchfeldkanal

10:04 Neuer Brandschutzbeauftragter

11:22 Resolution gegen Mercosur und Drittstaatenimporte

13:13 Klimafitte Bahnstraße: Bürgerbeteiligung im November

15:15 GVU: Neue Wertstoffsammelzentren

19:40 Zivilschutzprobealarm und Blackout-Übung

21:10 Mahnwache für den Notarztstützpunkt Groß-Enzersdorf

22:31 100 Jahre Musikverein Leopoldsdorf

23:23 Ausblick: Adventmarkt und Feuerwehr-Fitmarsch

Kategorie

🗞
News
Transkript
00:00Herzlich willkommen beim Bürgermeistercafé im Oktober.
00:03Ein großes Dankeschön an die Christina und die Margit, die das wie immer wunderbar für uns vorbereiten hier im Rathaus,
00:10jeden ersten Freitag im Monat von 14 bis 17 Uhr.
00:15Und auch ein herzliches Dankeschön an TV21, die jedes Monat durch die Internet-TV-Ausstrahlung vom Bürgermeistercafé der breiten Öffentlichkeit
00:25erlauben,
00:26um auch dieselben Informationen und Diskussionen mitzubekommen, die ihr hier live bei Kaffee und Kuchen genießen dürft.
00:34Im letzten Monat hat sich wieder sehr viel in unserer Gemeinde getan und ich möchte die Zeit nutzen, euch dazu
00:41ein paar Dinge davon zu erzählen.
00:45Zum ersten einmal ein großer Aufreger im letzten Monat war das Entfernen von drei alten Linden im Schubertpark.
00:54Da gab es Gefahr im Verzug, da mussten wir handeln.
01:01Letztes Jahr haben wir schon von unserem Baumsachverständigen den Hinweis bekommen,
01:07dass diese drei Linden plus die eine, die heuer im Frühjahr bei einem Gewittersturm bereits zusammengebrochen ist,
01:14nicht mehr lange halten und im Absterben befindlich sind.
01:18Und wir haben ihn aber gebeten, durch Kronensicherungsmaßnahmen und massive Rückschnitte das Erhalten der alten Linden so lange wie möglich
01:28zu gewährleisten.
01:30Nur nach diesem, und das habe ich berichtet im letzten Bürgermeistercafé,
01:36nach diesem enormen Hitzesommer, den wir hatten, mit zwei extremen Hitzewellen und unglaublicher Trockenheit,
01:44nach wie vor übrigens, haben es diese drei, die kürzlich weg mussten, diese drei Linden, tatsächlich nicht mehr geschafft.
01:55Er hat zu uns gemeint, jetzt mit den beginnenden Herbststürmen ist die Gefahr an brechenden und herunterstürzenden Ästen enorm hoch
02:07und hat sie dann in Rücksprache mit uns vor dem Bezirksmusikfest, bevor da rund 1000 Leute am Rathausplatz waren,
02:16weggenommen, weil wenn da ein Sturm gegangen wäre, wäre die Gefahr auf Personenschaden recht groß geworden.
02:22Und damit ihr seht, wovon ich spreche, möchte ich diese vermeintlich guten Linden einmal herzeigen,
02:32wie sie von innen ausschauen, also rundherum mögen sie vielleicht im Frühjahr noch grün gewesen sein,
02:39aber das war der tatsächliche Zustand und Äste, ich kann das gerne herumgeben,
02:46Äste, das hat man vielleicht gar nicht gesehen, haben so ausgesehen und das ist nicht verantwortungsvoll,
02:53dass wir, und in dem Fall rechtlich ich, die Verantwortung übernehme,
02:59so einen Baum im öffentlichen Raum zu belassen, der ganz offensichtlich eine Stammfäule hatte,
03:10die bis hinunter ging, wie sich gezeigt hat und die Standfestigkeit massiv beansprucht hat.
03:18Und das bei leider Gottes all diesen Exemplaren.
03:23Das hat man von unten und von außen nicht so gesehen, aber die haben leider aufgegeben.
03:32Manche mögen behaupten, na hättet ihr sie halt gegossen.
03:37Aber dazu habe ich das letzte Mal bereits gesagt,
03:41dazu habe ich das letzte Mal bereits gesagt,
03:44wir versuchen unsere jungen Bäume durchgießen zu retten, weil das geht noch.
03:47Die jungen Bäume haben einen Wurzelstock, der noch nicht tief ins Erdreich reicht
03:53und sind darauf angewiesen, das Wasser von hochliegenden Schichten des Bodens aufnehmen zu können.
04:02Da haben wir auch bei allen Straßenbegleitbäumen Gießsäcke installiert,
04:07die wir regelmäßig auffüllen, das war die Baumrettungsaktion,
04:10wohingegen eine alte Linde mit extrem tiefen Wurzeln darauf angewiesen ist,
04:16aus dem Grundwasser Kapillar im Bohr steigendes Wasser mit ihren Wurzeln aufzunehmen.
04:23Und wenn diese alte Linde das Wasser nicht mehr von unten bekommt,
04:28weil das Erdreich so weit hinunter ausgetrocknet ist,
04:31dass die Kapillarwirkung gestört ist, wegen der extremen Trockenheit,
04:35nutzt es auch nichts, jeden Tag ein ganzes Swimmingpool über sie zu ergießen,
04:41um sie zu retten.
04:42Das ist leider eine traurige Tatsache, die ich in Rücksprache mit unserem Sachverständigen
04:49für die Baumbepflanzung klären konnte und musste und das auch einmal an die Öffentlichkeit weitergeben möchte.
05:00Natürlich wird es Ersatzpflanzungen geben, relativ bald schon.
05:05Wir warten nur jetzt die vorherrschende Spätsommer-Trockenheit noch ab.
05:12Wenn der Herbst wirklich begonnen hat, werden wieder Linden nachgesetzt werden.
05:17Sie werden aber natürlich viele Jahre brauchen, um dieselbe Schattenwirkung zu bekommen.
05:23Bäume sind total wichtig für das Kleinklima.
05:29Wir haben gesehen, der wirkungsvollste Schutz gegen Hitze und gegen die Klimaänderung.
05:34Deswegen setzen wir so viele Bäume wie nur irgend möglich im Straßenbegleit grün.
05:40Wir suchen alle möglichen Flächen heraus, wo leitungsfreie Grünflächen im Straßenbegleit grün vorhanden sind, um Bäume nachzusetzen.
05:57Und wir unterstützen auch Initiativen aus der Bevölkerung, wie zum Beispiel in Breitstetten, wo es Breitstettenblüt aufgibt,
06:05die ganz massiv auf der Suche nach Baumbarten sind, weil sie 22 Plätze ausgemacht haben, wo in Breitstetten Bäume gepflanzt
06:13werden können.
06:14Aber es reicht nicht, einfach nur einen Baum um 170 Euro einzukaufen.
06:18Allein das Setzen und die Dreipfahlverankerung, die Standfeste plus der Gießsack kosten weitere 380 Euro.
06:30Und dann das wirklich Intensive ist die Anwuchspflege in den ersten fünf Jahren.
06:36Anwuchspflege ist ganz was Wichtiges.
06:38Das heißt, dass diese jungen Bäume regelmäßig gegossen werden.
06:41Wir tun das gemeindeseitig sowieso.
06:43Aber wenn es dann Anrainer gibt, die, wenn sie ihren Gartenschlauch schon in der Hand haben, um daheim zu gießen,
06:49einmal kurz nach vor, vor das Haus gehen und den Gießsack einmal extra anfüllen,
06:54ist das noch eine weitere Garantie oder ein weiteres Gudi, dass dieser Baum vielleicht das gut schaffen kann.
07:04Gut, Baumschnitt haben wir.
07:07Womit beschäftigen wir uns noch?
07:09In der letzten Gemeinderatssitzung, die diese Woche Montag stattgefunden hat,
07:14gab es einige Grundverkäufe, ganz logische, die im Zuge des Bauland-Reserve-Modells ausgeschrieben waren,
07:21aber auch einen Grundverkauf von einem Grundstück in Breitstetten mit einem Sendemast drauf.
07:27Das hat die Firma Magenta, die den Sendemast errichtet hat und das Grundstück bisher gemietet hat,
07:33schon vor Jahren angefragt und wir haben dieses Grundstück verkauft jetzt,
07:42weil es gäbe die rechtliche Möglichkeit für Telekommunikationsbetreiber,
07:46die aufgrund von einem Paragrafen zur infrastrukturellen Daseinsvorsorge
07:55gegen einen sehr kleinen Betrag von der Gemeinde abzulösen.
07:59Und so haben wir das sehr lukrative Kaufangebot, das ungefähr zehn Jahre Mieten umfasst hat, angenommen.
08:06Weiters wurde ein Grundstück in Breitstetten verkauft,
08:09das im Zuge der Bauland-Reserve zum geförderten Preis mit Bauzwang angeboten wurde,
08:14aber nicht genutzt wurde.
08:15Über den Sommer ausgeschrieben wurde ohne Bauzwang an den Bestbieter.
08:21Und wir bemühen uns natürlich auch im Hinblick auf die bevorstehende Budgeterstellung für das nächste Jahr,
08:31die genauso herausfordernd sein wird wie die heurige,
08:34dass wir Ausgabenseits wie Einnahmenseits an dem arbeiten.
08:39Das Thema ist noch nicht vorbei.
08:40Wir sind gerade, wir durchschreiten gerade die Talsohle der Finanzkraft der Gemeinde
08:44und unsere Aufgabe ist es, an Ausgaben sorgfältig zu planen und zu sparen
08:50und bei Einnahmen schauen, sie zu lukrieren.
08:53Und da kam eine gute Sache, unerwartet auf uns zu,
08:58die ÖBB bei der Errichtung und Erweiterung der Ostbahnstreckenabschnitte
09:03hat überträgt Bauwerksteile gesetzmäßig, so ist das auch vorgesehen,
09:08in Gemeindebesitz bzw. Landesbesitz.
09:11Zum Beispiel alle Über- und Unterführungen, nicht die Tragbauwerke,
09:17wo die Eisenbahn drüber fährt, aber die Straßenbauwerke und die Entwässerung
09:21gehen in den Besitz des jeweiligen Grundeigentümers Land oder Gemeinde,
09:27Wegeigentümers Land oder Gemeinde über.
09:29Und wir haben so eine Unterführung am Machfeldkanalradweg,
09:31wenn man einen Schüttkastenweg rausfährt.
09:33Und da hat es 118.000 Euro Ablöse oder Übergabe gegeben,
09:41die uns quasi mit dem Bauwerk mitgegeben werden,
09:45auf das wir genug Finanzmittel haben,
09:46sie die nächsten 40 Jahre, welches die Nutzungsdauer dieses Bauwerkes ist,
09:52zu sanieren und in Stand zu halten und zu warten.
09:56Das gab es zum Beispiel.
09:58Dann haben wir einen Brandschutzbeauftragten für die Marktgemeinde Leopoldsdorf,
10:07bestellt in der letzten Gemeinderatssitzung,
10:10nämlich den Leiter des Bautechnischen Dienstes,
10:13Ingenieur Siegfried Nehmet.
10:14Der hat die ausgewiesenen und dafür notwendigen Prüfungen
10:18als Brandschutzbeauftragter.
10:20Das ist auch ganz wichtig.
10:21Das ist vergleichbar mit der Baumkatasterkontrolle.
10:25Wenn es da nicht einen Fachexperten gibt,
10:28einen ausgewiesenen, der die Ausbildung und die Befugnis hat,
10:31so etwas zu begutachten und die Verantwortung dazu übernehmen
10:34und zu sagen, der Baumgefahr im Verzug muss weg.
10:37Das ist genauso eben beim Brandschutz.
10:39Da muss ein Fluchtweg, da muss eine Brandschutzeinrichtung her,
10:44hier muss eine Brandschutzordnung erstellt werden.
10:46Dann muss alles ich als Bürgermeister per Gesetz die Verantwortung übernehmen
10:51und das übersteigt mein Wissen und mein Können.
10:56Deswegen holt man sich dafür Experten, die die Ausbildung haben
11:00und im Vergleich mit externen Angeboten war der eigene Mitarbeiter auf jeden Fall
11:07die günstigere Lösung und daher freuen wir uns über den Brandschutzbeauftragten
11:11der Marktgemeinde Leopoldsdorf, Sigi Nehmet.
11:14Dann haben wir anstehend für die nächsten,
11:20ach so, eine Sache habe ich noch.
11:22Wir haben eine Sache noch im Gemeinderat beschlossen,
11:26puncto Konsumentenschutz und Landwirtschaft.
11:31Es wurde eine Resolution eingebracht mit dem Titel
11:35gegen Mercosur und Drittstaatenimporte,
11:39wo sehr kritisch beleuchtet wurde,
11:41dass das Mercosur-Abkommen mit den Staaten Südamerikas
11:45den Import von hauptsächlich agrarischen Produkten
11:50in den europäischen Markt sehr stark fördern wird
11:55und diesen öffnen wird, dieses Freihandelsabkommen, das geplante.
11:59Die EU ratifiziert Teile davon vor der endgültigen Beschlussfassung
12:03schon in Teilen vorab und bevor die endgültige Beschlussfassung gefällt ist,
12:11haben wir als Gemeinde mitgestimmt, einstimmig bei einer Resolution,
12:14die das sehr kritisch betrachtet hinsichtlich dem Import von Nahrungsmitteln
12:21und Agrarprodukten und Landwirtschaftsprodukten,
12:24die nicht nach europäischen Qualitätsstandards und Sozialstandards produziert wurden.
12:31Das ist auch alles, was ich im Zuge der Agrarnerschließung
12:35in den vergangenen Jahren auch immer kritisiert habe,
12:38ist, wenn wir den EU-Raum für Agrarproduktionsmittel öffnen,
12:44die nicht nach unseren Standards produziert werden,
12:47dann werden wir selber in dem Sektor der Primärproduktion
12:51von Lebensmitteln nicht konkurrenzfähig sein,
12:53wie so gesehen auch bei der Agrana.
12:56Und da gilt es, Farbe zu bekennen, nicht nur für unsere Landwirte,
13:00sondern auch, was die Verwendung von Pestiziden, Fungiziden und Herbiziden betrifft,
13:04auch für unsere Konsumentinnen und Konsumenten.
13:07Das hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen.
13:13Anstehende Projekte in dem Herbst sind vor allem auch die Einbindung
13:19der Bürgerinnen und Bürger in die Planung der klimafitten Bahnstraße.
13:23Die Bahnstraße in ihrer großen Breite ist ja ursprünglich als Anlieferstrecke
13:30für die Rübenfuhrwerke zur Zuckerfabrik entstanden.
13:38Deswegen hat sie auch diese schöne Lindenallee und dort sind auch alte Bäume.
13:41Und das sind viele Herausforderungen.
13:44Unterschiedliche Höhenniveaus, herausfordernde Entwässerungssituationen,
13:52starker Versiegelungsgrad, rechts überhaupt kein Grün, links Bäume und teilweise Grün,
13:59das wenig Wasser bekommt, weil woher?
14:01Und da haben wir bei der Ausschreibung des Liedermachfeld Fördermittel bekommen
14:09für die klimafitte Planung der Bahnstraße.
14:12Und da wird es im November eine erste Bürgerbesprechung geben mit den Anrennerinnen und Anrennern,
14:18wo unser Planungsbüro so Schwammstadtprinzipien vorstellt
14:24und Möglichkeiten wie das Oberflächenwasser für die Bäume und für das Grün,
14:29das dann links und rechts entstehen soll, bei gleichzeitigem Erhalt des notwendigen Parkraums
14:34gespeichert werden kann, damit auch ohne intensive Bewässerung dort die Straße grün bleiben kann
14:41und Bäume, die dort wachsen oder nachwachsen, genug Wasser bekommen.
14:45Da planen wir eine erste Vorstellung dieser Planung an die Bevölkerung mit Rückmeldungsrunde,
14:52dann eine Überarbeitung und dann eine weitere Vorstellung des überarbeiteten Planes,
14:57also ein richtig schönes Bürgerbeteiligungsprojekt, das dann in vier bis fünf Abschnitten,
15:03schneller geht es nicht wegen der Finanzsituation, Schritt für Schritt umgesetzt werden soll.
15:10In meiner Tätigkeit außerhalb der Gemeinde bin ich auch in zahlreichen Verbänden und Vorständen von Verbänden tätig,
15:20unter anderem, letztes Mal habe ich berichtet von der Machfeldkanalbetriebsgesellschaft, vom Coratorum,
15:25heute möchte ich euch berichten von dem GVO, dem Gemeindeverband für Umweltangelegenheiten,
15:33wie ihr alle wisst, ist er für die Müllentsorgung von 42, von 44 Gemeinden im Bezirk zuständig
15:39und die Strategie des GVO bezüglich Altstoffsammelzentren geht in Richtung überregionale Wertstoffsammelzentren.
15:48Das Ziel ist es, dass barrierefrei an sechs Tagen die Woche von 6 bis 22 Uhr am besten
15:55oder von 8 bis 22 Uhr, nein, 6 bis 22 Uhr am erreichbare, barrierefrei wie schon gesagt,
16:02überdachte Wertstoffsammelzentren für mehrere Gemeinden gemeinsam eines entstehen sollen,
16:10damit wir nicht mehr diese beengte, nicht barrierefreie Situation haben,
16:17wie wir sie jetzt in den kleinen Altstoffsammelzentren in Leopoldsdorf und Breitstetten kennen,
16:23sondern modern, großzügig und nicht nur alle 14 Tage offen, sondern jeden Tag außer Sonntag.
16:30Und ein Projekt hat ja der GVO schon umgesetzt, das ist das WSZ1 in Reiersdorf
16:36und Anfang November eröffnet das zweite Projekt in Grosenzersdorf,
16:42wenn man Richtung Grasdorf fährt und bevor man über die Eisenbahn fährt,
16:47links beim Grasverkehr Richtung Grosenzersdorf, dort vor der Starteinfahrt von Grosenzersdorf,
16:52ist das in Bau und soll Anfang November in Betrieb gehen.
16:58Jeder Verbandsbürger, das heißt alle Bürgerinnen und Bürger der 42 Verbandsgemeinden,
17:05so auch ihr, jeder Einzelne, der da sitzt und jeder Einzelne im Verbandsgebiet,
17:10im Allgemeinen und in Leopoldsdorf und Breitstetten im Speziellen,
17:14kann über die Homepage vom GVU eine elektronische Zutrittskarte beantragen.
17:20Die kriegt ihr dann zugeschickt und mit der Zutrittskarte fährt man zum Schranken hin,
17:25zu dem in Grosenzersdorf, holt es hin, fährt eine und kann es benutzen.
17:31An fünf Tagen die Woche.
17:34Das heißt, das ist ein Angebot, weil da ist man in zehn Minuten mit dem Auto dort
17:42und wer sein Auto anräumen muss, um etwas zu entsorgen, der muss nicht da herfahren,
17:49der kann gleich dort hinfahren, weil bei uns passiert es da manchmal,
17:52dass du zehn Minuten warten, bis du überhaupt das erste Drum ausräumen kannst.
17:56Deswegen mein Appell an euch, schaut euch das an, nutzt das ein bisschen mit,
18:00vor allem was auch den Grünschnitt betrifft, weil Grünschnittsammlung wird dort auch sein.
18:05Wenn einer sein Garten nicht am Samstag alle zwei Wochen oder am Freitag alle zwei Wochen
18:10vor dem Grünschnitt macht, sondern auf einen Mittwoch am Abend
18:13und haut sich das in die grünen großen Tonnen zum Mitnehmen,
18:20dann kann er es gleich wegführen, weil wenn es wortzt, bis es Samstag wird,
18:24dann fängt es zum Safteln an und so weiter und so fort.
18:27Also nutzt diese Gelegenheit.
18:30Parallel dazu sind wir gerade am Verhandeln für einen weiteren Standort
18:35im Einzugsgebiet Machfeld Mitte, wo, wenn dieser günstig liegt,
18:41die Marktgemeinde Leopoldsdorf in Machfeld unter Umständen auch mitmachen kann,
18:49möchte ich dazu sagen.
18:50Dann hätten wir nämlich zwei in unmittelbarer Nähe
18:54und sind nicht mehr auf unsere ASZ angewiesen.
18:58Aber diese Brötchen sind noch nicht fertig gebacken,
19:01da müssen noch Verhandlungen geführt werden
19:04und Ausarbeitungen gemacht werden und Gremien befragt werden.
19:08Wir werden sehen, zu welchem Ergebnis das führt.
19:11Sobald ich genaueres weiß, sage ich es euch.
19:16Jedenfalls sind das solche Dinge, an denen wir im Hintergrund arbeiten,
19:21damit wir zukunftsfit werden und unser Leben sich zum Positiven verändert.
19:28Auch wenn wir jetzt nicht eine Straße neuch machen,
19:31wenn wir das Geld gerade nicht haben oder ein Gebäude eröffnen,
19:34wenn wir das Geld gerade nicht haben und ähnliche Dinge.
19:40Wir setzen uns dafür ein, dass das Leben nicht nur ein Stück besser wird,
19:45sondern dass das Leben auch sicher bleibt oder sicherer wird.
19:50Und da habe ich meine letzten beiden Ankündigungen von heute.
19:53Morgen ist Zivilschutzprobealarm in ganz Österreich.
19:58Da werden wieder alle Zivilschutzsirenen und die Sirenenalarme durchgeprobt.
20:02Und nicht nur das.
20:03Morgen ist auch eine große bezirksweite Zivilschutzübung.
20:06Der Katastrophenschutzplan Blackout oder längerfristiger Stromausfall wird geübt.
20:12Und wir haben in der Gemeinde auch, machen da mit, mit zahlreichen anderen Gemeinden
20:17und der Bezirkshauptmannschaft und der Feuerwehr und dem Bezirksführungsstab und so weiter,
20:23mit einer großen Einsatzmannschaft von über zehn Personen,
20:29die hier in Schlüsselpositionen die Bewältigung so eines Ereignisses
20:33in den ersten acht Stunden proben werden, morgen hier.
20:40Also ich bin schon gespannt, um 7.30 Uhr wird mein Alarm ausgelöst
20:44und dann hole ich alle anderen, weil wir simulieren, dass es keinen Strom gibt.
20:49Also fahre ich dann herum und klopfe es raus.
20:53So werden wir das machen.
20:57Aber ihr braucht euch nicht fürchten, bei euch fällt der Strom nicht aus.
21:01Nur da im Rathaus und in den Feuerwehren.
21:07Und das Letzte, was ich zum Thema Sicherheit sagen möchte, ist, wir lassen nicht locker.
21:13Wir sind der Meinung, dass der Notarzt Stützpunkt in Groß Enzersdorf bleiben muss.
21:21Denn wir sind ein Bezirk mit 110.000 Einwohnern, ein großer Flächenbezirk.
21:26Und wir finden das nicht fair, dass im Gesundheitsplan 2040 einfach gesagt wird,
21:34jeder Bezirk in Niederösterreich hat nur mehr einen Notarztstandort.
21:37Denn es gibt auch Bezirke, die nicht einmal halb so groß sind wie der Bezirk Gensendorf
21:41und auch nur ein Drittel der Einwohnerzahl haben.
21:44Die haben auch nur einen Notarzt.
21:46Und wir im Machfeld haben die überhaupt die besondere Situation.
21:50Wir haben die Wiener Stadtgrenze, eine Landesgrenze.
21:51Wir haben die Moach im Osten, die Donau im Süden.
21:55Wie soll zu uns ein Notarztfahrzeug kommen, das zwar in Gensendorf stationiert ist,
21:59aber vielleicht gerade in einem Einsatz in Ziesersdorf ist.
22:02Na, Gratulation.
22:03Und deswegen werden wir mit der Stadtgemeinde Groß Enzersdorf am 17. Oktober um 10 Uhr
22:13am Parkplatz vor dem Blaulichtzentrum eine Mahnwache abhalten.
22:17Und ich darf euch alle einladen, herzlich daran teilzunehmen.
22:22Denn am 1. April 2027 soll der Notarzt schon eingestampft werden.
22:28Das ist nicht mehr viel Zeit bis dahin.
22:30Dass sich die Veranstaltung in unserer Gemeinde anschaut,
22:32auf den unglaublichen 100. Geburtstag vom Musikverein Leopoldstorf,
22:39die mit einem fulminanten Oktoberfest an drei Tagen,
22:42mit dem Höhepunkt am Sonntag, mit der Bezirksmarschmusikbewertung des Blasmusikverbandes
22:48und 23 Musikkapellen und über 700, 800 Musikantinnen und Musikanten und vielen, vielen Gästen
22:56bewiesen haben, mit wie viel Zusammenhalt und mit wie viel Engagement
23:01sie ein bezirksweit geachtetes und beachtetes Fest auf die Beine stellen können.
23:09Herzliche Gratulation, das hat die Marktgemeinde Leopoldstorf bezirksweit und über die Grenzen hinaus
23:15in ein ausgesprochen gutes Zeugnis ausgestellt.
23:20Gratulation an den Musikverein Leopoldstorf.
23:22Und die anstehenden Veranstaltungen, natürlich Vorbereitungen für den Adventmarkt laufen
23:29und die Feuerwehr mit dem Fitmarsch am 26. Oktober, hoffentlich sehen wir sie da.
23:34Das sind die Highlights des Herbstes und darauf freuen wir uns alle schon.
23:39Und was den Bürgermeistercafé betrifft, bis zum nächsten Monat.

Empfohlen