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Raasdorf im Fokus: Ein Blick hinter die Kulissen der Gemeindearbeit! Tauchen Sie ein in die visionären Pläne unseres Bürgermeisters Lukas Zehetbauer für die Zukunft.



Erfahren Sie, wie Raasdorf trotz finanzieller Herausforderungen innovative Wege geht. Von der Umstellung auf Photovoltaikanlagen bis hin zur geplanten Modernisierung des Heizsystems – hier wird Weitsicht bewiesen.

Entdecken Sie die strategische Grundstückssicherung für einen neuen Kreisverkehr und die Schaffung von dringend benötigtem gefördertem Wohnbau. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um die Lebensqualität für Einheimische zu sichern und junge Familien in der Gemeinde zu halten.

Die Verkehrssituation, insbesondere die S8, ist ein zentrales Thema. Wie Raasdorf als Region gemeinsam mit dem Verkehrsminister an Lösungen arbeitet und welche alternativen Projekte angestrebt werden, erfahren Sie in diesem Gespräch.

Auch die Verbesserung der Zuganbindung und die Vision einer S80 werden beleuchtet. Raasdorf setzt auf eine zukunftsfähige Mobilität und stärkt die Infrastruktur für seine Bürger.

#RaasdorfZukunft #Gemeindepolitik #LukasZehetbauer #Verkehrslösung

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Transkript
00:00Musik
00:08Freut mich heute in der Nachbargemeinde in Raasdorf sein zu dürfen.
00:13Bei mir sitzt der Bürgermeister.
00:15Ja, und die Impulse sind so einmal den Überblick aufs heurige Jahr.
00:20Es gab ja ein vergangenes Jahr, das war ja ein sehr ereignisreiches Jahr.
00:24Vielleicht, dass wir einmal zurückschauen, ein bisschen aufs vergangene Jahr.
00:27Ja, natürlich generell die letzten Jahre ist auch für die Gemeinden vieles nicht einfacher geworden.
00:34Wir haben versucht, uns auf das zu fokussieren, was wirklich notwendig ist, zu investieren.
00:42Der finanzielle Spielraum wird nicht mehr, das sehen wir auch.
00:46Erfordert natürlich einen zweiten oder dritten Blick auf die Gemeindefinanzen.
00:50Was uns aber dabei immer wichtig ist, schon zu schauen, was ist notwendig, weiterhin zu investieren.
00:56Was uns dabei natürlich hilft, sind Reserven aus den Vorjahren.
00:59Wir haben doch die ein oder andere Rücklage, finanzielle Rücklage vor allem, die uns hilft, das ein oder andere umzusetzen.
01:06So war es uns auch wichtig, dass wir alle öffentlichen Gebäude mit Photovoltaikanlagen ausgestattet haben, inklusive Speicher.
01:13Das ist einerseits natürlich aus der energiewirtschaftlichen Situation eine wichtige Sache.
01:16Wir können uns somit auch selber versorgen.
01:19Aber auch im Blackout-Fall sind das Insellösungen, die uns auch in einer Notfallsituation, zumindest wenn die Sonne scheint, mit
01:26Strom versorgen können.
01:27Also das ist eine Investition, die natürlich eine gewisse Höhe hatte, aber natürlich wichtig ist und für die Zukunft gedacht
01:34ist.
01:35Auf jeden Fall. Das war eine wichtige Sache. Gleichzeitig haben wir auch schon beschlossen, noch nicht umgesetzt, unser Heizsystem in
01:45Gemeinde und öffentliche Gebäude umzustellen, auf Wärmepumpen.
01:48Das ist auch eine Investition in die Zukunft. Aber ja, wie soll ich sagen, die Ideen reichen noch weiter.
01:55Schauen wir mal, was die Zukunft bringt. Aber mit dem Blick auf die Finanzen müssen wir uns einfach auch nach
01:59der Decke strecken.
02:00Jetzt habe ich gesehen, dass Gemeindeamt, ich habe mir gar nicht mehr zurecht gefunden, da haben wir reingekommen und sind
02:04wunderbar umgebaut.
02:06Eine tolle Sache. Jetzt, wo liegen heuer diese Herausforderungen?
02:10Ja, einerseits eben, wie schon angesprochen, der finanzielle Spielraum.
02:13Wir haben aber doch die Chance als strategische Chance genutzt.
02:17Wir haben einen Grundstücksankauf im Ort getätigt, um einen möglichen Kreisverkehr zu realisieren.
02:24Das wird natürlich die nächsten ein bis zwei, drei Jahre ein großer Fokus sein.
02:29Also wir haben da Möglichkeit, wir sind ja vom Ort her doch leider stark vom Verkehr beeinträchtigt.
02:35Wir haben bis zu 18.000 Fahrzeuge pro Tag durch die Ortschaft und haben halt hier gesehen,
02:41dass wir mit dem Grundstücksankauf hier einen Kreisverkehr möglich machen,
02:45der natürlich für uns die Möglichkeit bringt, den Verkehr flüssiger oder besser durch die Gemeinde zu führen.
02:53Und hier gibt es die Möglichkeit, auf der Restfläche des Grundstückes auch geförderten Wohnbau umzusetzen.
02:59Also das wird sicher der Fokus sein.
03:00Da sehen wir einfach die Chance, dass wir Rastdörferinnen und Rastdörfer ermöglichen,
03:05weiterhin in der Ortschaft zu bleiben.
03:07Einerseits Junge, die sagen, sie arbeiten oder studieren in Wien und möchten aber in Rastdorf wohnen bleiben.
03:14Gleichzeitig aber auch für ältere Personen, die sagen, okay, ich bin vielleicht nur noch alleinstehend,
03:18habe ein großes Haus zu pflegen und in Schuss zu halten, gebe ich der nächsten Generation,
03:23möchte aber trotzdem im Ortsverband bleiben.
03:25Da sehen wir eine große Chance, dass wir weiterhin Wohnraum für Rastdörferinnen und Rastdörfer schaffen.
03:30Ich glaube, das ist ganz wichtig, dass man ein bisschen eine Zukunft auch sieht.
03:34Und vor allem, dass da nicht ein fremder Zuzug ist, sondern eben auch,
03:38dass in erster Linie einmal die Gemeindebevölkerung bevorzugt wird.
03:41Wie gesagt, nicht nur da auch, gewisse Dinge haben wir eh nicht in der eigenen Hand.
03:44Also wenn jetzt private Objekte verkauft werden, sind wir leider eh meistens zu spät dran.
03:50Aber ich sehe schon unsere Aufgabe, innerorts zu schauen, was wir möglich machen können.
03:55Und hier hätten wir natürlich tolle Synergieeffekte.
03:58Einerseits eine sinnvolle Verkehrsmaßnahme, die nicht nur den Autoverkehr besser regelt,
04:02sondern auch uns Fußgängermäßig Fußgängerübergänge schafft, die wir davor nicht hatten.
04:08Und das ist bei fast 20.000 Fahrzeugen natürlich schon ein Fokus für uns,
04:12wie schaffen wir, den inhaltlichen Fuß- und Radverkehr sinnvoll zu leiten.
04:17Und da ist dieser Maß natürlich optimal.
04:20Jetzt habe ich mir gegenüber nicht nur im Bürgermeister-Sitzel auch in Obmann von einem Verein,
04:25einem überparteilichen Verein.
04:27Da geht es um einen Verkehr, vor allem um die S8, um die Entlastung der Gemeinden.
04:31Und da tut sich momentan nicht wirklich sehr viel, auch wenn vielleicht ein kleiner Hoffnungsschimmer da ist.
04:38Ja, wir haben halt einfach Akzente gesetzt oder haben versucht, Akzente zu setzen.
04:41Wir haben ja den Verein letztes Jahr im Sommer den Vorstand neu besetzt
04:47und dann im Herbst oder vor dem Sommer schon versucht, Akzente zu setzen.
04:51Also uns war es wichtig, einerseits wieder auf das Thema Aufmerksamkeit zu machen
04:54und der Bevölkerung zu signalisieren, hey, wir sind da.
04:57Ja, uns ist das Thema bewusst.
04:58Ich meine, jeder, der mich hier in Rastorf besucht oder mal entlang der PA8,
05:03Markauf-Neusiedl, Straßhof, Deutsch-Magramm-Bar, weiß eben, wie die Sache ist.
05:07Einerseits eben bewusst auf das Thema Aufmerksamkeit zu machen,
05:10aber dann auch die Stellen auch ins Boot zu holen.
05:13Und da ist uns gelungen, dass wir den Verkehrsminister auch zu uns in der Region holen konnten.
05:19Das ist ja in der vorgegangenen Regierung nicht so der Fall gewesen.
05:23Und wir sind dran, jetzt einen Folgetermin zu ermöglichen.
05:27Was die Realisierung des Projektes betrifft, sind die Sachen, wie sie sind.
05:33Wir können keine höchstgerechte umstimmen.
05:35Damit müssen wir umgehen.
05:36Aber wir müssen den Fokus darauf setzen, wenn eine Absage kommt,
05:44Alternativprojekte anzuvisieren, mitzuarbeiten.
05:46Und da stehen wir als Region und vor allem auch als Verein dahinter, da auch aktiv mitzuarbeiten.
05:50Jetzt ist ja Rastorf in der glücklichen Situation eine gute Zugsanbindung zu haben.
05:57Allerdings, das alleine wird es nicht schaffen.
06:00Dass die Gleise entlang oder dass wir den Bahnhof haben, alleine ist zu wenig.
06:04Wir haben zu wenig Frequenz.
06:06Und das habe ich auch dem Minister damals mitgegeben.
06:08Wir streben schon an und stellen uns dazu bereit, dass wir auch eine Schnellbahn,
06:12eine S80, die jetzt in Aspern-Nord stehen, bleibt noch weiter verlängert bekommen.
06:16Am Ende des Tages ist es auch eine Niederösterreich-Frage.
06:20Und da habe ich auch schon versucht, mit dem Landtagsabgeordneten Dorner
06:25da auch in die andere Richtung politisch weiterzuarbeiten.
06:29Weil ich, unseren Verein nennt sich zwar Jahr zu S8,
06:32aber ich sehe ihn quasi als Plattform, um auf Infrastrukturprobleme aufmerksam zu machen.
06:38Und uns geht es nicht nur um Straßenbau.
06:39Das ist ein wichtiger Bauteil, der noch nicht vollständig ist bei uns im Bezirk,
06:43aber es geht auch um öffentlichen Verkehr.
06:45Und wir haben hier entlang der Ostbahn Potenziale, die noch nicht gehoben sind.
06:49Und mit einer S-Bahn, die weiterführt nach Rastorf oder Leopoldsdorf, wie auch immer,
06:55Rastorf will uns schon reichen, weil es hätte natürlich dann auch Potenzial für die anderen Ortschaften,
07:01hätten wir schon einen öffentlichen Verkehr, wo ich auch die Frequenz hätte,
07:05dass ich den Leuten wirklich den Umstieg möglich mache.
07:08Beim Stundentakt ist es uninteressant.
07:11Absolut, ja. Das käme auch von Leopoldsdorf her.
07:13Jetzt ist es auch so, dass das ja auch ein gescheites Verkehrsanbindungssystem,
07:20jetzt nicht unbedingt öffentliches, sondern überhaupt eine hochrangige Straße,
07:25würde natürlich auch die Infrastruktur da verbessern,
07:27beziehungsweise die Chance geben, dass sich Betriebe ansiedeln.
07:30Und ich glaube, das wäre auch wichtig.
07:31Also das ist um und auf, worauf wir auch pochen.
07:33Wir sind der größte Bezirk oder einer der größten Bezirke und haben den höchsten Pendleranteil Richtung Wien in ganz Niederösterreich.
07:43Und wir haben schon Voraussetzungen geschaffen, dass wir Mechanismen haben,
07:48dass wir sinnvoll regeln, auch Flächen möglich machen.
07:53Jetzt brauchst du mal natürlich die Hardware, sprich die Autobahn.
07:57Aber wir haben ja zum Beispiel auch mit der Wirtschaftskooperation Machfeld,
08:01acht Gemeinden entlang der zukünftigen S1 oder S8,
08:04einen Verein, der auch zukünftige Kommunalsteuereinnahmen aufteilt.
08:07Das heißt, wir wollen den besten Platz für die Firmen finden, die sich bei uns ansiedeln wollen.
08:13Dafür braucht es die Hardware.
08:14Wir wollen keine Vössendorfer Verhältnisse oder im Süden von Wien eine komplette Zersiedelung,
08:20sondern wir wollen sie schon sinnvoll ansiedeln.
08:22Da gibt es Konzepte.
08:23Jetzt brauchen wir mal die Autobahn und dann schauen wir weiter.
08:25Aber wir sind dafür gerüstet.
08:27Eine ganz wichtige Sache.
08:28Das hört sich nämlich komisch an, weil sich die Straßen führen nämlich oft dazu,
08:31dass es da nicht viel mehr Leute auspendeln,
08:34sondern dass sie dann vielleicht sogar in der Region einen Job finden, weil sie Betriebe ansiedeln.
08:38Das ist ja das, was ich jedem Gegner ein bisschen entgegenbringen muss,
08:43weil sie sagen, mehr Straßen erzeugen, mehr Verkehr.
08:46Das ist ja nur ein Teilaspekt.
08:47Ich glaube schon, dass wir es schaffen könnten, hier gezielt im Machfeld
08:51oder bei uns im Bezirk Betriebe anzusiedeln, sinnvoll anzusiedeln,
08:56personenintensive Betriebe anzusiedeln und wir dann den Effekt haben,
09:00dass nicht mehr jeder nach Wien pendeln muss für einen Arbeitsplatz,
09:03sondern dass man dann am besten Fall auch ohne Autos
09:05und nur mit dem öffentlichen Verkehr zum Arbeitsplatz bringen.
09:08Das erspart uns einerseits natürlich die Frequenz nach Wien,
09:12und gleichzeitig wird man Wertschöpfung auch bei uns in der Region behalten,
09:15weil jetzt sage ich, ist Rastorf vergleichsmäßig eine Gemeinde,
09:18die ein höheres Kommunalsteuereinkommen hat.
09:21Viele haben das nicht, aber ich denke, seitdem ich auch Bürgermeister bin,
09:25nicht nur für meine Gemeinde, sondern regionsweit.
09:28Und ich glaube, da haben wir schon noch Aufholpotenzial und auch den Standort.
09:33Wir sind am Rande von Wien.
09:34Im Prinzip reden wir mit dem Speckgürtel von einem Einzugsgebiet von wahrscheinlich drei Millionen Leute aufwärts.
09:43Das ist einerseits natürlich ein potenzielles Kundenpool für Unternehmen,
09:47aber anders als auch für Unternehmen ein Pool an Mitarbeitern.
09:52Und wenn ich einen Mix aus Straße und öffentlichem Verkehr habe,
09:55dann bin ich meiner Meinung nach als Betrieb indifferent.
09:58Ich sage, ich muss nicht in Wien sitzen, ich kann auch rausziehen,
10:01wenn ich die öffentliche Anbindung, am besten vor allem die öffentliche Anbindung für die Mitarbeiter habe.
10:06Und so weit sind wir nicht entfernt von guter Anbindung.
10:07Die U2-Station ist mit dem Auto zehn Minuten entfernt.
10:11Wenn ich da eine sinnvolle Busverbindung schaffe für die Zukunft,
10:14glaube ich, haben wir als Standort in Rastorf, aber auch in der Region, sicher einiges zu bieten.
10:19Ja, ich glaube, wichtig. Und dann, wenn man bedenkt, dass die Menschen, die hier ansässig sind,
10:25sich viel Kilometer oder viel Zeit ersparen mit der Anfahrt zum Arbeitsplatz,
10:28ist das natürlich auch eine, wie sagt man, Wertsteigerung oder eine Lebensqualitätssteigerung.
10:32Ich glaube, keiner steht freiwillig in der Früh auf der Tangente und dann am Nachmittag noch einmal.
10:36Also ich kann es nur nachvollziehen, das kann nur mühsam sein und geht sicher auf die Substanz.
10:43Und für mich als Gemeindevertreter ist es halt wirklich auch die Wertschöpfung,
10:47die dann bei uns in Niederösterreich und bei uns in den Gemeinden bleiben.
10:50Und das können wir uns dann in Zukunft auch leichter rühren, finanziell.
10:54Und da sollten wir schon gemeinsam die Potenzial erheben und Wertschöpfung bei uns im Bezirk behalten.
10:59Weil ich glaube, auch die Aufgaben an den Gemeinden oder für die Gemeinden, wenn ja nicht wenige,
11:03ich glaube, die steigen sogar immer mehr und mehr, weil die Gemeinden immer mehr leisten müssen, Infrastruktur und unten.
11:09Ich darf ja seit letztem Herbst ja auch Vizepräsident vom Niederösterreichischen Gemeindebund sein
11:13und habe jetzt auch ein bisschen Niederösterreich weiter einen Ausblick.
11:15Und man sieht natürlich, wir haben gemeinsame Aufgaben zu meistern, also wo es wirklich jeder Gemeinde gleich geht.
11:23Ist dann doch niederösterreichweit doch ein bisschen unterschiedlich, wenn man jetzt die einzelnen Viertel zum Beispiel vergleicht.
11:29Aber gewisse Dinge haben wir auch Aufgaben, Hausaufgaben zu tätigen als Gemeinden in Richtung Effizienz.
11:35Und wie können wir noch besser zusammenarbeiten?
11:37Es kann nie nur eine Einbahnstraße sein, also wir sind weit davon entfernt, einfach nur zu fordern.
11:44Das ist nicht unser Thema. Wir wissen, dass wir auch Aufholmpotenzial selber haben.
11:48Aber gewisse Dinge, Aufgaben steigern sich einfach auf unserem Nacken.
11:55Und ja, also ich glaube, unsere Berechtigung, uns abzusprechen, weil ja oft auch die Thematik ist von Gemeindezusammenlegungen,
12:01sehe ich immer sehr amüsant, weil das meistens Leute fordern, die wenig mit Gemeindealltag zu tun haben.
12:06Weil wir als Gemeinde sind jetzt nicht nur eine Behörde, die Abgaben einhebt und verwaltet.
12:12Wir verwalten wirklich das tagtägliche Leben.
12:14Und das geht von bis älteren Personen, die eine Ansprache suchen, die zu uns kommen, weil sie einfach plaudern wollen.
12:20Und das können wir in größten Einheiten nicht abhandeln.
12:23Und das ist auch mir wichtig, wo ich zum Beispiel schaue, dass wir effizienter werden, digitaler werden,
12:32aber gleichzeitig Kontakt zu Menschen nicht verlieren.
12:34Und das ist eine wichtige Aufgabe, wo ich sage, das sehe ich als Gemeinde und als Institution anders zu einem
12:39privatwirtschaftlichen Unternehmen.
12:41Wir müssen auch immer offen zum Menschen bleiben.
12:46Die kleineren Einheiten, es ist ja doch eine Identität da und die bleibt dann mit auch erhalten.
12:51Das würde ja wahrscheinlich in einem größeren Verband irgendwann verschwinden.
12:54Geht sicher verloren, hat, ich meine, die Möglichkeit zu fusionieren.
13:00Die gibt, wenn ich zwei Gemeinden habe, die zusammenarbeiten wollen, die zusammenlegen, sollen sie das machen.
13:05Kann ja natürlich in vielen Dingen auch sinnhaft sein, nur von außen festzulegen.
13:12Vor allem, was ist die Kenngröße?
13:14Sind es dann Einwohner?
13:15Sind es die wirtschaftlichen Zahlen?
13:17Weil ich sage jetzt, alles unter 1000 Einwohner muss ich zusammenlegen.
13:20Naja, mich, uns als Gemeinde würde gerne jetzt mal jemand nehmen aus den Nachbargemeinden.
13:25Verstehe ich.
13:26Dann geht jede Identität verloren.
13:29Und das ist schon, diesen Faktor kann ich gar nicht in Zahlen gießen.
13:34Und da muss ich jedem, der jetzt das rein statistisch sieht, entgegentreten, das muss man wirklich die Strukturen kennen und
13:41auch sich Beispiele anschauen.
13:43In der Steiermark gab es sicher Best-, aber auch Worst-Case-Beispiele, wo es nichts gebracht hat.
13:48Jetzt ist aber so, jetzt habe ich, das ist mein persönliches Eindruck hier vom Machfeld, zumindest von dem Teil des
13:54Machfelds, dass hier die Gemeinden schon sehr viel miteinander gemeinsam machen.
13:58Ja, wir machen sehr viel gemeinsam und sind wir auch stolz drauf.
14:01Ich meine, allein der Kindergarten Klinsendorf, der ja von vier Gemeinden betrieben wird, ist ein Best-Practice-Beispiel, das man
14:10so schnell nicht findet.
14:12Da sind wir auch sehr stolz drauf.
14:14Das heißt, wir als Gemeinde haben seit jeher drauf geschaut, wo können wir was gemeinsam lösen, weil wenn es jeder
14:19alleine macht, ist es einfach teurer und im Zweifel auch nicht besser.
14:23Da sind wir schon weit und da sind wir auch über unseren Müllverband, über den GVU sehr weit.
14:28Umweltverband, dass wir auch zum Beispiel die Abgabeneinhebung gemeinsam lösen.
14:32Aber das hat immer noch Potenzial, weiter zu wachsen.
14:35Das ist keine Frage von heute und vielleicht auch nicht von morgen, aber von übermorgen.
14:38Und hier gibt es einfach niederösterreichweit auch noch Potenzial, das einmal auf ein gemeinsames Level zu heben.
14:45Und für die Zukunft gibt es viele Bereiche, wo wir noch besser zusammenarbeiten können.
14:51Aber es stimmt, in unserer Region, weil wir einfach auch, hängt natürlich auch von handelnden Personen ab, aber wir sehen
14:59nicht unbedingt Parteigrenzen, sondern sehen das doch sehr gemeindeübergreifend.
15:04Und am Samstag ist hier herausgekommen, jetzt sind alle an einem Strang, wenn es um die Region geht.
15:08Genau, das Gefühl hat man auch.
15:10Das sind oft so leere Worte, aber da hat man schon das Gefühl, dass man es auch spürt.
15:15Bei uns wird es gelebt.
15:15Ja, genau, so ist es.
15:18Jetzt, was natürlich bei Machfeld ganz wichtig ist, ist der Spargel.
15:21Gibt es da schon irgendwas? Kann man schon was sagen?
15:23Naja, ich bin ja in meinem Probe-Woche selber auch Landwirt und wir haben selber auch Spargel im Armbau.
15:28Schaut ganz gut aus.
15:29Also ich sage einmal Anfang April werden wir den einen oder anderen Spargel schon verkosten können, im besten Fall, wenn
15:34das Wetter uns so gewogen bleibt.
15:35Ich weiß, die Sehnsucht ist immer sehr groß.
15:40Natürlich, wir wollen auch die Vorbereitungsmaßnahmen laufen, natürlich schon.
15:44Vielleicht in diesem Zusammenhang darf ich auch den Appell loswerden, wirklich auf heimische Ware zurückzugreifen.
15:51Also wir sind ja auch hier mit einigen Betrieben als Verein Machfeld Spargel auch wirklich, haben hier Pionierarbeit geleistet und
15:59haben auch wirklich unsere Marke hier auch eintragen lassen.
16:02Ja, vielleicht ein Appell an die heimische Bevölkerung, wenn die Spargelzeit losgeht.
16:05Auch auf heimische Ware zurückzugreifen.
16:08Wir bieten hier wirklich tolle Qualität im Machfeld.
16:11Der Machfeld Spargel ist über die Grenzen hinweg bekannt.
16:13Ob beim Wirten oder am Hopfverkauf, einfach genau darauf schauen, wir liefern die beste Qualität und die schmeckt mir auch
16:18am Teller.
16:20Ich würde überhaupt sagen allgemein, dass man sich ein bisschen regional umschauen sieht.
16:23Es gibt hier gerade hier, das ist eigentlich die Gemüsekammer Österreichs, würde ich einmal sagen, gibt es so wunderbare Sachen.
16:29Obst, Gemüse, alles zu finden.
16:31Also man sollte vielleicht einmal ein bisschen auf die Region schauen.
16:34Das war, während Corona ist das ein bisschen zurückgekommen.
16:37Es geht vielleicht leicht verloren.
16:39Wir sind ja doch in einem Konkurrenzkampf und natürlich mit allen Märkten in der EU.
16:44Das Beste ist natürlich, wenn die Leute darauf schauen und auch beim Supermarkt bewusst gezielt heimische Ware zurückgreifen.
16:51Ich glaube, dass wir beste Qualität in Österreich haben, die natürlich auch einen Preis hat.
16:55Das darf man nicht vernachlässigen.
16:57Aber gerade im Fall vom Spargel, wann habe ich wirklich diesen Faktor, dass ich sage, das ist am heutigen Tag
17:03gestochen und liegt drei Stunden später im Verkaufsregal zur bester Qualität und kann dann am Abend noch auf meinem Teller
17:08liegen.
17:09Das gibt es in der Form nicht.
17:10Das hat natürlich seinen Preis.
17:12Ist ein saisonales Gemüse, super gesund.
17:14Aber wir tun auch das Beste dafür, dass wir die beste Qualität hier auch auf den Teller bringen.
17:19Absolut.
17:20Und man schmeckt den Unterschied.
17:21Das kann man schon sagen.
17:22Ich glaube zu meinen, also es klingt natürlich von meiner Seite immer ein bisschen befangen, aber ich glaube schon, dass
17:29der Machfeld Spargel aufgrund seiner topografischen Eigenheiten und aufgrund der Bodenzusammensetzung wirklich was mitbringt.
17:36Und ohne Grund wird er seit der Monarchie hier bei uns gepflanzt und kultiviert.
17:41Und ich glaube, dass das wirklich auch, vor allem die Lieferkette ist, das ist einer der wichtigsten Dinge.
17:47Die Frische kannst du nur garantieren, wenn das Produkt wirklich in der Umgebung wächst und dann gleich sofort im Verkaufsregal
17:53landet.
17:54Sobald das drei, vier Tage irgendwo liegt oder überhaupt aus dem Ausland kommt, man sieht es ja auch äußerlich.
17:59Und man spart auch wiederum ein bisschen CO2-Ausstoß, weil wenn das nicht von irgendwo her angekarrt werden muss, dann
18:04ist das natürlich...
18:07Der Konsumgedanke, der einfach in unserer heutigen Zeit ein großer Punkt ist, wir sind ein bisschen so erzogen worden, alles
18:14im Verkaufsregal zu haben.
18:17Wenn wir uns ein bisschen mehr darauf besinnen, was Saison hat und was wirklich jetzt gerade auch heimisch produziert wird,
18:23dann tut es den österreichischen Landwirten gut.
18:26Und dann, glaube ich, auch haben wir für die Umwelt was getan.
18:28Also wir brauchen es ja nicht übertreiben.
18:29Natürlich, ich esse auch gerne Avocado, nur man muss immer bewusst sein, wo sie herkommt.
18:34Und wenn ich beim Zwiebel ins Verkaufsregal greife, zu schauen, ist das eher österreichischer, ist beim Zwiebel meistens österreichischer, aber
18:41bei vielen anderen Dingen, ich kann jetzt schon Spargelgrün und Weiß kaufen.
18:44Nur woher?
18:45Und wie geht es dort mit den Arbeitsbedingungen ein großes Thema und wie wird dort produziert?
18:51Das kann ich dann schon immer so gut verfolgen, wurscht ob es EU ist oder EU-Ausland ist.
18:54Und deswegen, bei einem österreichischen Produkt kann man sich sicher sein, dass einerseits natürlich das Soziale dreimal überprüft und gut
19:04abgesichert ist und auch die Qualität stimmt.
19:06Ich komme aus einer Zeit, wo es teilweise in den Regalen nur Saisonware gegeben hat, auf den Märkten sowieso nur
19:11Saisonware gegeben hat.
19:12Und das war schon ein Vorteil, weil man hat sich dann schon auf gewisse Gemüsesorten gefreut.
19:17Ah, jetzt kommt wieder Spinatzeit oder wie auch immer.
19:20Und das hat schon ein bisschen was, weil das steigert dann auch dieses...
19:23Ich glaube, das ist beim Menschen, geht das einher und wir müssen nicht alles gleichzeitig haben.
19:30Das hat sich leider so entwickelt, weil natürlich die Transportmöglichkeiten sich auch weiterentwickelt haben.
19:35Aber natürlich, wenn man den umwelten Gedanken wieder hernimmt, was dann wie, wo herkommen muss.
19:41Wir bieten in Österreich einiges an.
19:43Ich meine, selbst den Raster, wir haben von A bis Artischocke bis Z Zwiebeln ziemlich viel.
19:48Wir haben unsere Obstbauern, wir haben dieses sogar noch weiterveredeln Richtung Schnaps.
19:55Wir haben herkömmliches Feldgemüse, also wir bieten einiges an, nicht nur bei uns, aber natürlich auch in der ganzen Region.
20:00Und wenn wir mit gutem Beispiel vorangehen, dann glaube ich, hat das schon einen Effekt.
20:06Und am Ende des Tages, man sieht in Krisenzeiten auch, und wenn man, so weit braucht man gar nicht mehr
20:11schauen, bis man zur nächsten Krise kommt,
20:13alles, was man heimisch produzieren kann, hat man im Zweifel.
20:16Wenn dann Lieferketten unterbrochen sind, das haben wir die letzten Jahre auch vermehrt gesehen, sieht man, was dann oft alles
20:21nicht ist.
20:22Und das ist auch wichtig, weil die Landwirtschaft, die heimische erhalten wird, bleibt.
20:26Da ist nämlich auch die Gefahr, dass das dann auch weniger wird.
20:29Ich meine, wir sind voller Wertschöpfungsträger.
20:33Wenn ich jetzt hernehme, unsere Landwirtschaftlinienbetriebe in Rastdorf sind einer der größten Kommunalsteuerzahler.
20:40Die Spargelbetriebe, wir überzeugen Wertschöpfung.
20:43Allein wir haben über 60 Mitarbeiter in der Saison.
20:47Das hat alles einen Wertschöpfungskarakter, der in der Region bleibt.
20:50Das darf man nicht vernachlässigen.
20:52Und ich glaube, das muss man den Leuten auch wieder bewusster machen, was hier auch auf dem Spiel steht.
20:58Wenn man sagt, ja, dann greife ich lieber auf eine andere Ware zurück.
21:03Wenn man wirklich heimische Ware kauft, kann man sich sicher sein, dass es auf mehreren Arten der Region gut tut,
21:10den Produzenten gut tut und am Ende einem selber, weil es ein frisches Produkt ist.
21:13Wir haben zwar im Nachfeld keine Berge, aber dafür haben wir ausgesprochen gutes Gemüse.
21:17Kann man das so sagen?
21:17Man kann nicht alles haben.
21:19Wie gesagt, Berge gibt es auch andere Sachen.
21:23Aber ja, wir produzieren viel und auch gute Sachen und wir freuen uns, wenn es wertgeschätzt wird.
21:30Wunderbar.
21:31Jetzt haben wir schon wirklich sehr viel besprochen.
21:33Gibt es einen Wunsch oder einen Neujahrsvorsatz?
21:36Neujahrsvorsatz ist schon ein bisschen lang her, aber einen Wunsch für dieses Jahr?
21:39Ja, also wir haben es, ich sehe, wir haben es auch im Gemeindebund thematisiert und haben ausgerufen das Ja der
21:46Wertschätzung.
21:47Und ich glaube, es ist ein guter Anlass in Zeiten wie diesen, uns gegenseitig, jetzt nicht nur auf politischer Ebene,
21:52aber generell auch in der Bevölkerung, gegenseitig mehr wertschätzend gegenüber zu treten.
21:56Man sieht schon, dass gerade die Corona-Zeit Gräben hinterlassen hat und die gilt es einfach so schnell wie möglich
22:04zuzuschütten
22:05und generell dem anderen gegenüber mehr Wertschätzung gegenüber zu bringen
22:10und vielleicht auch ein bisschen mehr Eigenverantwortung den Leuten zuzumuten wieder
22:15und zu dem zurückzukommen, was kann ich für die Gesellschaft tun, bevor ich immer sage, was kann die Gesellschaft für
22:23mich tun.
22:24Und natürlich im politischen Mitbewerb, glaube ich, sind wir als Bezirk schon Vorreiter, wie man miteinander umgehen kann.
22:32Und das gilt es natürlich auch nach oben zu tragen.
22:34Es ist natürlich eine dominierte Welt, wo man sich meistens dann über Social Media und Co. was ausrichtet,
22:42was man persönlich vielleicht gar nicht so sagen würde, aber trotzdem, glaube ich, tut es gut und jedem gut,
22:46dass man wertschätzend miteinander umgeht.
22:48Man kann verschiedene Meinungen haben, verschiedene Ideologien, soll auch so sein,
22:52aber es muss auf einer gewissen Basis stattfinden.
22:54Also ich glaube, wirklich der wertschätzende Umgang miteinander ist für mich eine wichtige Sache.
22:58Wenn wir da ein bisschen besser werden, alle miteinander, dann haben wir was gewonnen.
23:01Da kann man jetzt nichts mehr dazu sagen.
23:03Das ist absolut richtig.
23:05Hat mich gefreut, wieder plaudern zu dürfen.
23:07Ich bin mir sicher, wir werden uns öfter sehen, weil mit der Straße wird es noch einige Sachen geben
23:11oder mit dem Verkehr wird es noch einige Sachen geben.
23:13Und sonst vielleicht, wenn der Spargel dann soweit ist, dass wir uns da einmal treffen.
23:18Spätestens beim Aufheilerhof.
23:19Spätestens dann.
23:21Wunderbar, danke.
23:21Danke.
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