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Abenteuer, Antike ,Mythologie
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00:07Ich war der Kommandant von Area 51.
00:12Ich würde lügen und behaupten, ich war nie dort.
00:16Es ist die legendärste geheime Militärbasis der Welt.
00:21Wir haben die Bedingungen akzeptiert. Mund halten. Dein und das Leben anderer hängt davon ab.
00:29Jetzt erzählen die Männer, die in Area 51 arbeiteten, erstmals ihre Geschichten.
00:49Es gab eine ungeheure Menge von falschen Annahmen, die aus Neugierde entstanden.
00:56Wenn man nicht weiß, was sich abspielt, versucht man dahinter zu kommen.
01:20Die CIA wird nie bestätigen, dass es eine Area 51 gibt. Punkt.
01:31Area 51, von der CIA 1955 eingerichtet, um die geheimsten militärischen Projekte der USA auszuarbeiten und zu erproben,
01:41wurde nach einer Koordinatennummer auf der Karte benannt.
01:46Obwohl sie offiziell nicht existiert, zeigen heutige Satellitenaufnahmen der Wüste von Nevada,
01:51sieben Startbahnen und über 25 Hangars.
01:55Stets in Geheimnisse gehüllt war das Gelände für Außenstehende kaum zugänglich.
02:00Doch jetzt unterliegen die frühen Projekte, mit denen alles begann, nicht mehr der Geheimhaltung.
02:05Und die Vergangenheit kann bekannt gemacht werden.
02:17Wir waren mitten im Kalten Krieg.
02:22Atombomben genug für alle großen Städte.
02:25Bei zwei Streithähnen, wer schlägt als erster zu?
02:31Oft schon musste Demokratie Platz machen für rigorose Maßnahmen, unter anderem militärische, um damit die Sicherheit des Landes zu gewährleisten.
02:39So dachten wir über diese Angelegenheit.
02:51Bei Besprechungen war es nicht erlaubt, Notizen zu machen.
02:55Auch die Piloten haben nicht miteinander geredet.
03:00Es wurde nichts aufgeschrieben. Es war alles nur in unseren Köpfen.
03:04Wir bekamen alle einen Codenamen. Mein Vorname war Ken. Und dann ein C.
03:10Aber nicht für Collins, sondern für Colmar.
03:18Ich bin von Haus aus nicht besonders neugierig. Das kam mir zugute.
03:23Ich brauche nicht alles zu wissen und frage auch nicht nach.
03:29Ich sollte es lassen, jemals herausfinden zu wollen, welche Sicherheitseinstufung ich bekam.
03:36Die höchsten Stellen in Washington hatten die vorgenommen.
03:41Die wissen genau, was man macht, was man sagt und wo man sich aufhält.
03:52Die Basis wurde an einem ausgetrockneten See, dem Groom Lake, errichtet.
03:57Dies bot entscheidende Vorteile.
04:02Wir brauchten einen guten Landeplatz.
04:04Abhängig von der Windrichtung mussten Landungen in alle Richtungen möglich sein.
04:10Ein See bietet das.
04:11Und das Gelände war durch eine Gebirgskette sichtgeschützt.
04:19Glatt wie ein Spiegel. Unglaublich.
04:24Ich konnte mit dem Auto darüber rasen und es gab nicht einen Holperer.
04:30Wunderbar.
04:32Groom Lake war sehr karg.
04:35Wir hatten Wohnwagen zum Übernachten und ein Mehrzweckgebäude, wo man aß.
04:48Es gab kein Fernsehen und Radio.
04:52Es gab auch keine Frauen.
04:54Nur eine vom CIA für die Buchhaltung, die nur eine Nacht blieb.
05:01Sie war die einzige, die ich sah.
05:05Paradise Ranch war der erste Name für das Gelände.
05:13Er sollte andeuten, dass es nicht ganz so schlimm war, wie es in Wirklichkeit aussah.
05:25Für mich war der Reiz an Area 51 der Job, den man dort zu machen hatte.
05:30Wer da nicht gebraucht wurde, ging auch nicht hin.
05:32Es war nicht gerade ein Kurort.
05:36Der Dienst war verdammt schwer.
05:39Die CIA brauchte einen bestimmten Schlag von Männern für die Arbeit in Area 51.
05:45Wir brauchten Leute, die im Stillen operieren.
05:49Bei der Kandidatenauswahl versuchte man, allzu große Selbstdarsteller auszuschließen.
05:58Mir stand meine erste Sicherheitsprüfung bevor.
06:02Ich ging ins Kino, meine Frau war einkaufen mit meiner Mutter.
06:10Mitten im Film kam eine junge Frau in meinem Alter und fragte mich, ob ich in Vegas wohne.
06:24Und wie lange schon und was ich mache.
06:29Meine Antworten gefielen ihr nicht.
06:32Nach einer halben Stunde ging sie.
06:35Ich fragte mich, wie lange sie mir schon auf den Fersen war.
06:40Oder war sie nur so ein Mädchen auf der Suche nach einem Kunden?
06:46Ich werde es nie erfahren.
06:54Uns wurde nicht gesagt, was auf uns zukommt.
06:59Uns wurde nur gesagt, dass es extrem geheim ist und wir mit niemandem darüber reden dürfen.
07:04Die Einstellungsgespräche fanden in Hotelzimmern statt.
07:11Einer hatte alle Screenings durchgestanden und man sagte ihm, es gibt da ein Geheimprojekt in der Wüste.
07:18Wir möchten gern, dass Sie daran mitarbeiten.
07:20Haben Sie Interesse?
07:23Er meinte, das müsse er mit seiner Frau besprechen.
07:27Sie sagten, gut, machen Sie das.
07:30Als er zurückkam, waren sie weg.
07:32Er sah sie nie mehr wieder.
07:34Weil er seine Frau fragen wollte, ob er bei einem Geheimprojekt mitarbeiten könne, war er verbrannt.
07:40Man hat ihn nie wieder kontaktiert.
07:48Area 51 wurde für ein streng geheimes Projekt namens Aquaton ins Leben gerufen.
07:551955 kamen Leute von der CIA, der Air Force und einer geheimen Abteilung von Lockheed zur Paradise Ranch, um ihre
08:02Arbeit aufzunehmen.
08:14Sie sagten nur, das wird ein Sprung ins kalte Wasser, für den wir Freiwillige brauchen.
08:20Die meisten waren dazu nicht bereit.
08:21Aber ich schon.
08:23Wir brauchten dafür einen Druckanzug.
08:25Es ging also um große Höhen.
08:37Ohne Druckausgleich fängt über 15.000 Meter Höhe das Blut an zu kochen.
08:41Der Anzug rettet einen, wenn das Triebwerk den Geist aufgibt und der Druckausgleich wegfällt.
08:50Sie fanden einen Hersteller in Boston.
08:54Die Anzüge mussten maßgeschneidert werden, hauteng.
09:02Also ging es zu David Clark, der BHs machte.
09:09Wir wurden vermessen, gingen nach Hause und mussten wieder zur Anprobe zurück.
09:15Wir durften nicht sagen, wer wir sind und was wir machen.
09:18Nur, wir brauchen einen Druckanzug.
09:29In diesen erst kürzlich freigegebenen Aufnahmen bereitet sich Ray Goody für einen Flug über Area 51 vor.
09:51Die Männer sahen aus wie nicht von dieser Welt und erste Gerüchte um Area 51 machten die Runde.
10:02Das Ganze war so geheim, dass ich selbst nicht wusste, worauf ich mich einließ.
10:13Auch die Beteiligten wussten nicht alles.
10:17Die Mechaniker zum Beispiel wussten nicht, was wir da oben in der Luft treiben.
10:27Nichts blieb draußen stehen. Nach der Landung ging alles sofort in die Hangars.
10:34Die Männer erprobten eine der wichtigsten Waffen des Kalten Krieges.
10:38Das Spionageflugzeug U-2.
10:46Es gab kein zweisitziges Schulflugzeug und keinen Simulator.
10:52Die U-2 war bewaffnet mit hochauflösenden Kameras, konstruiert Aufnahmen aus 21.000 Metern Höhe zu machen, knapp unterhalb der
11:01Stratosphäre.
11:03Als sich der Rüstungswettlauf im Kalten Krieg zuspitzte, war die U-2 Amerikas größte Hoffnung, das nukleare Waffenarsenal der Sowjets
11:11aufzuspüren.
11:12Den Piloten, die in diesen Höhen reinen Sauerstoff atmen mussten, um überleben zu können, wurde das Äußerste abverlangt.
11:20Sicher, Einge kam ganz schön ins Schwitzen. Aber ich konnte noch gut schlafen, auch mal ein Buch lesen und war
11:28mir klar darüber, was ich zu tun hatte.
11:31Denn manche Missionen waren fliegerisch nicht gerade leicht, um das angestrebte Ziel zu erreichen.
11:40Jedes überflüssige Kilo, auch das Fahrwerk, verringert die Gipfelhöhe der U-2.
11:45Der Treibstoff war in den Tragflächen. Die mussten durch ihr Gewicht von Stützrädern hochgehalten werden, die nach dem Start abgeworfen
11:54wurden.
12:00Ich mochte die Starts und dann den Steigflug.
12:08Die Erklärung der Regierung für die U-2 war, dass sie für die Wetterforschung eingesetzt wurde.
12:14Ja, das wurde vorgeschoben. Wir waren das Wetteraufklärungsgeschwader.
12:26Die U-2 flog dreimal so hoch wie normale Verkehrsflugzeuge, wurde aber manchmal gesehen.
12:38Mitte der 1950er Jahre, als der Kalte Krieg und Amerikas Interesse für UFOs auf dem Höhepunkt waren,
12:49sorgte das silberne Flugzeug manchmal für Verwirrung.
12:53Es war komplett aus Aluminium und sah da oben wohl wie ein heller Stern aus.
12:59Die Piloten mussten eisern schweigen, sogar gegenüber Fluglotsen.
13:06Es wurde gemeldet, dass da hoch oben etwas flog, aber es wurde nur ausweichend darauf reagiert.
13:17Als ich die kanadische Grenze überflog, wollte der Fluglotsen meine Höhe einschätzen.
13:24Er lag ziemlich richtig, aber ich sagte, nein, das kann nicht stimmen.
13:29Sie müssen ihre Geräte neu abgleichen. Auf dieser Höhe fliegen wir nicht.
13:351957 waren geheime Flüge mit der U-2 die Ursache der Hälfte aller gemeldeten UFO-Sichtungen.
13:41Aber das war nichts im Vergleich mit dem, was noch kommen sollte.
13:54Area 51 war so abgelegen, dass die meisten Mitarbeiter jede Woche von Burbank oder Las Vegas anreisen mussten.
14:06Meistens schlief meine Familie noch, wenn ich aufstand und losging am Montagmorgen, um das Flugzeug zu erreichen, bis meistens um
14:138 Uhr morgens abflog.
14:17Wir wussten auch nie genau, wie wir hingebracht wurden.
14:20Wir machten Witze. Eine Woche transportieren sie Bomben und dann Hühner.
14:24Wir wussten nicht, was sich im Laderaum des Flugzeugs befand, das uns mitnahm.
14:31Wenn man aus der Lockheed Constellation ausstieg, wurde man überprüft, man seine Dienstmarke hatte und auch der war, der man
14:39vorgab zu sein.
14:41Die Sicherheitskontrolle war sehr, sehr streng.
14:45Jim Friedman pendelte täglich zur Area 51.
14:49Ich hatte drei Kinder und die wollten natürlich wissen, was Papa so macht.
14:57Fernseher reparieren, sagte ich.
15:01Meine Frau war so mit den Kindern beschäftigt, dass sie nicht weiter nachfragte.
15:05Und sie wusste ja, dass ich mich viel mit Fernsehern beschäftigte.
15:21Es war in Ordnung. Wir hatten ein gutes Leben.
15:26Auch wenn er manchmal für eine ganze Woche nicht nach Hause kam.
15:31Aber er rief an und sagte, er müsse Überstunden machen.
15:35Die Kinder fragten, wo ist Daddy?
15:39Er macht Überstunden.
15:42Ich wusste nicht, was er tut.
15:51Es waren seltsame Tagesabläufe.
15:58Die Frau fragte, wie war dein Tag?
16:03Und man konnte nicht viel sagen.
16:06Nicht schlecht.
16:07Hab ein paar Fernseher repariert.
16:12Ich konnte ja nicht sagen.
16:14Wir haben am Radar des geheimsten Flugzeugs der Welt gearbeitet.
16:24Und wie war es bei dir so?
16:25Man durfte ja nicht reden.
16:44Die vollkommene Geheimhaltung wurde vom Kalten Krieg und der Angst, die Sowjetunion könne die USA vernichten, genähert.
16:53Beide Seiten beobachteten sich argwöhnisch und fürchteten durch einen Erstschlag vernichtet zu werden.
17:02Man traute niemandem, auch nicht den Testpiloten von Area 51.
17:081963 verunglückte Ken Collins bei einem Übungsflug mit seiner Maschine.
17:15Eine Woche danach fragten sie, ob ich zustimme, hypnotisiert zu werden, damit sie herausfinden können, ob ich die Wahrheit sage.
17:25Ich sagte, klar.
17:30Da kam dieser hochdekorierte Seelenklemmner aus Boston.
17:36Aber er konnte mich nicht hypnotisieren.
17:39Er redete mit mir, aber das mit der Hypnose funktionierte nicht.
17:51Ein paar Tage danach rief mich der Fliegerarzt von Lockheed an und fragte mich, ob ich zustimme, Theopental einzunehmen.
18:01Ich sagte, gut, mir recht.
18:06Meiner Frau sagte ich, ich muss bei Lockheed arbeiten.
18:09Sie fragte am Sonntag?
18:11Ich sagte, ja, Spezialauftrag.
18:13Und sie fand's okay.
18:19Um sechs Uhr abends brachten sie mich nach Hause.
18:22Ich war noch unter Einfluss des Theopentals.
18:25Sie setzten mich in einen Sessel und gingen.
18:32Meiner Frau sagten sie kein Wort.
18:34Sie war böse, weil sie dachte, ich hätte mich betrunken.
18:42Am Ende zeigte sich, dass alle meine Aussagen, die ich ihnen gegenüber gemacht hatte, den Tatsachen entsprachen.
18:57Die Regierung beeilte sich, noch wirkungsvollere Waffen zu entwickeln und beschloss, Area 51 in seine Nuklearwaffen-Testgelände einzubeziehen.
19:09Das Gebiet war so abgelegen, dass niemand auf die Idee kam, sich da rauszutrauen.
19:25Diese Abgeschiedenheit war wichtig, um unsere Arbeit so weit wie möglich im Geheimen zu machen.
19:31Zwischen 1955 und 1968 fanden über 450 Atombombentests statt.
19:39Das war organisatorisch nicht einfach.
19:45Wenn sie dort ihre Nuklearexplosionen zündeten, wurden wir immer informiert und evakuiert.
19:52Einmal dauerte es fast zwei Wochen wegen günstigen Wetterumständen.
19:59Wir mussten Dosimeter tragen, um sicherzugehen, dass wir nicht kontaminiert sind.
20:05Ich stand bei der Startbahn und es gab eine Explosion in Yucca Flats.
20:11Ich sah eine Wellenbewegung am Boden, die auf mich zukam.
20:16Das war eine unterirdische Explosion.
20:20Es ist unglaublich, dass so etwas möglich ist.
20:34Unter dem Druck des Kalten Krieges fürchteten die USA,
20:37war, dass das Gründungsprojekt die U-2 bereits von sowjetischen Raketen bedroht sei.
20:50Man plante ein bemanntes Flugzeug.
20:53Nachfolger der U-2.
20:55Weniger verwundbar und leistungsfähiger.
21:01Nur sehr wenige beim CIA wussten davon.
21:09In den späten 1950er Jahren hatte Area 51 ein neues Top-Secret-Projekt.
21:16Wir begannen 1958 am Oxcart zu arbeiten.
21:26Mir wurde 1960 mitgeteilt, dass ich für eine Art Astronautenprogramm ausgewählt worden war.
21:36Es war ein Flugzeug, das in sehr großen Höhen bis zu 27 Kilometer fliegen können sollte.
21:46Das Ziel war, es so schnell und höhentauglich wie möglich zu machen und für Radar schwer erfassbar zu gestalten.
21:57Wir flogen so schnell, dass wir, wenn wir in Nord-Süd-Richtung über Kalifornien flogen und eine Kurve machten, den
22:04Staat Kalifornien verließen.
22:07Das ließ sich bei unserer Geschwindigkeit nicht vermeiden.
22:12Im Kalten Krieg war Information ebenso wichtig wie Waffen.
22:17Der Oxcart, Ochsenkarren, war als Amerikas ultimatives Spionagewerkzeug entworfen.
22:23Das erste Tarnkappenflugzeug der Welt.
22:26Es flog schnell und hoch genug, um Raketen zu entkommen.
22:30Tausende arbeiteten an dem Flugzeug im Lockheed-Werk in Burbank, Kalifornien.
22:42Doch trotz des Umfangs des Projekts blieb die Produktion geheim.
22:49Die Geheimhaltungsmaßnahmen beim Oxcart waren die strengsten, die es geben kann.
22:56Das Flugzeug musste die hohen Temperaturen aushalten, die durch Reibung mit der Luft entstehen und mit 3200 Kilometern pro Stunde
23:03durch die Atmosphäre fliegen können.
23:0693 Prozent des Oxcart bestanden aus Titan, woraus noch niemand ein Flugzeug gebaut hatte.
23:11Wenn man so viel Titan braucht, muss man mit der Sowjetunion ins Geschäft kommen.
23:17Wie die CIA das Zeug aus Russland gekriegt hat, ist heute noch geheim.
23:23Ich weiß nicht wie, aber sie bekamen das Titan, das wir brauchten.
23:35Als der Oxcart-Prototyp fertig war, musste er von der Fertigungshalle zur Area 51 gebracht werden.
23:49Wäre er rund gewesen, hätten sie ihn in eine viereckige Kiste gesteckt und andersherum.
24:00Er war zu lang, die Tragflächen zu breit, also wurde er zerlegt und so von Burbank zur Area 51 transportiert.
24:10Man möchte nicht mit einem großen Transporter über einen stark befahrenen Highway fahren.
24:16Also macht man es heimlich, wenn es niemand sieht.
24:23Das erforderte Mithilfe der California Highway Patrol, der Nevada Highway Patrol und der CIA und viele andere.
24:33Die Route musste freigemacht werden. Bäume mussten abgesägt werden.
24:38Die Böschungen mussten abgeflacht werden, damit die Kiste durchpasste.
24:47Sie mussten nicht wissen, was in der Kiste ist. Nur, dass es etwas Geheimes ist, das geschützt werden muss.
24:54Es war eine gewaltige Operation, ihn an den Groom Lake zu kriegen.
25:06Ken Collins war einer der ersten Piloten, der den Oxcart nach seiner Ankunft in Area 51 sah.
25:15Ich ging rüber und der diensthabende Offizier sagte, willst du sehen, was du fliegen wirst?
25:21Klar, sagte ich.
25:25Wir gingen zum Hangar. Nur durch ein Fenster kam etwas Licht herein.
25:35Und im Dunkeln sah man dieses lange, schöne Flugzeug. Wunderbar.
25:42Zunächst hielt man es für ein Raumschiff.
25:49In Area 51 haben fast 2000 Mitarbeiter nur ein einziges Ziel, das ultimative Geheimprojekt zu vollenden.
25:58Es gibt viel, was nicht jeder wissen muss.
26:05Daher ist Area 51 so ein mythischer Ort.
26:11Weil man nicht weiß, was dort vorgeht.
26:18Area 51 hatte nur einen Zweck, den Oxcart zu entwickeln und zum Einsatz in Übersee zu bringen.
26:30Vieles über den Oxcart wurde Jahrzehnte geheim gehalten.
26:34Über seine Nachfolger, die legendäre SR-71 Blackbird, ist mehr bekannt.
26:39Doch heute gelangen einige Details über den Oxcart langsam ans Tageslicht.
26:53Der Oxcart war das erste Tarnkappenflugzeug der Welt.
26:56So konstruiert, dass es für das feindliche Radar kaum zu erfassen ist.
27:02Bei dem Test, den ich machte, flog ein Oxcart über eine Radaranlage.
27:08Und wir wollten herausfinden, ob er erfasst wird.
27:13Ich ging in den Kontrollraum, um zu sehen, was geschieht.
27:19Erstmal passierte kaum was.
27:24Dann klang es, als ob eine Leiter oder so aufs Dach fällt.
27:29Das war die Druckwelle von dem Flugzeug.
27:31Man sah ihn nicht auf dem Radar.
27:35Es funktionierte.
27:39Der Oxcart konnte in 70 Minuten von Küste zu Küste fliegen.
27:44Sein einziger Zweck war, zu spionieren.
27:49Diese über Nordkorea gemachten Aufnahmen wurden von der CIA freigegeben und waren zuvor nicht öffentlich zugänglich.
27:57Sie zeigen, wie gut der Oxcart Bodenobjekt aus 27.000 Metern Höhe bei einer Geschwindigkeit von 3.500 Stundenkilometern fotografieren
28:05konnte.
28:06Die Kamera kam in ein Flugzeug, das mit Mach 3 fliegen konnte.
28:10Die Auflösung war 30 Zentimeter.
28:15Wenn man auf ein Objekt am Boden ein Gitternetz mit 30 Zentimeter großen Feldern legt, bekommt man schwarze, weiße oder
28:23graue Felder.
28:25Ein Objekt mit einer Länge von 30 Zentimetern kann als Objekt identifiziert werden, aber nicht die Art seiner Struktur.
28:40Aber bei einem Panzer kriegt man vielleicht 500 Bildpunkte und das definiert den Panzer.
28:50Doch auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges waren die Männer von Area 51 nicht die einzigen mit leistungsfähigen Kameras.
28:58Die Russen hatten das, was wir Ascheimer nannten. Spionagesatelliten.
29:08Wir hatten ein Satellitenwarnsystem. Wenn ein Satellit überfliegen sollte, wurden wir alarmiert.
29:17Wenn sich uns ein Satellit näherte, stoppten wir sofort mit allem.
29:22Wir hatten unsere Schuppen. Und wenn ein Flugzeug draußen stand und ein Satellit auftauchte, schoben wir es da hinein.
29:35Doch manchmal musste ein Modell des Oxcart auf einer Stange draußen bleiben, um seine Tarnkappenfähigkeiten zu testen.
29:42Das wurde durch die aus der Höhe spionierenden Sowjets zum Problem.
29:48Das Flugzeug auf dem Pfahl war schwer vor den Satelliten zu verbergen.
29:51Der Sicherheitsdienst meinte, wir durften es sie nicht sehen lassen.
29:59Uns blieb nichts anderes übrig, als das Modell von der Stange zu holen, in den Hangar zu schleppen und später
30:04wieder aufzubauen.
30:12Das machte den Job sehr mühsam.
30:17Am Flugzeug arbeiten, dann in den Hangar bringen.
30:22Wieder aufbauen, wieder verstecken.
30:28Es war eine ziemliche Tortur.
30:32Trotz der Bemühungen, das geheime Flugzeug zu verbergen, fand der Nachrichtendienst heraus, dass die Sowjets eine Zeichnung des Flugzeugs besaßen
30:39und einen Weg gefunden hatten, Oxcart aufzudecken.
30:44Bei unserem Test tagsüber erwärmte die Sonnenstrahlung alles.
30:48Nur im Schatten des Modells blieb es kühl.
30:51Wenn es eine halbe Stunde draußen stand, konnte eine Infrarotkamera den Schatten erkennen.
30:59Bald begannen die Männer von Area 51 damit, die Sowjets bewusst zu täuschen.
31:06Wir wussten von den Infrarotsatelliten und wir malten die Umrisse eines Fantasieflugzeugs vor die Hangars.
31:16Viele waren auch aus Pappe.
31:19Kurz bevor der Satellit kam, stellten wir Heizgebläse am Heck auf, damit durch Anzeichen von Wärme der Eindruck entstand, die
31:26Maschine sei gerade gelandet.
31:29Sie sollten denken, dass wir etwas hatten, das sie nicht hatten.
31:33Ich bin sicher, sie haben viel Zeit und Geld investiert, um dahinter zu kommen, was das war.
31:42Die Täuschungstricks zum Schutz von Oxcart näherten die Gerüchte um Area 51.
31:52Wir flogen 1850 Einsätze von Area 51 aus, wovon niemand wusste.
32:00Das Flugzeug gab es nicht. Und wenn es doch gesehen wurde, war das wieder mal eine UFO-Meldung.
32:18Das war in der Zeit von Operation Blue Book, der Air Force, der Untersuchung von UFO-Sichtungen.
32:26Sie rannten gegen eine Mauer der Geheimhaltung.
32:32Schreibt einen schönen Bericht und vergesst die Sache ansonsten.
32:42Die armen Jungs von Blue Book mussten sich zur Erklärung etwas aus den Fingern saugen.
32:53Dem Personal der Luftaufsichtsbehörde wurde nahegelegt, etwas von ungeheurer Geschwindigkeit im Luftraum nicht zu melden, um niemanden zu beunruhigen.
33:03Linienpiloten waren Problemfälle. Sie sahen die Blackbird im Steigflug, auf 25.000 Metern Höhe.
33:12Sie waren auf 13.000 und sie gaben das Erschreck durch.
33:24Sie und die Passagiere hatten es gesehen.
33:29Das FBI traf sich mit ihnen an ihrem Zielflughafen und ließ sie eine Verpflichtung zur Verschwiegenheit unterzeichnen.
33:45Doch als es katastrophal schief ging bei Area 51, schaltete die Verschweierungsmaschinerie noch einen Gang höher.
34:01Trotz der höchst geheimen Atmosphäre um den Oxcart traten Jahrzehnte später Hinweise auf einen frühen Fehlschlag ans Licht.
34:12Ich machte im Tiefflug einen Triebwerkstest im Unterschallbereich und da gab es Probleme mit dem Triebwerk, bei der Beschleunigung auf
34:19Mach 3.
34:21Ich ging in nördliche Richtung auf 8.000 Meter und wendete nach Süden.
34:28Irgendetwas war nicht in Ordnung. Ich verlor Fahrt, aber es wurde nicht angezeigt.
34:39Bald überzog die Maschine, drehte auf den Rücken und kam in ein Trudeln, aus dem ich nicht mehr herauskam.
34:52Also bin ich lieber ausgestiegen, nach unten, weil ich im Rückenflug war.
34:59Ken hat richtig gehandelt und ist ausgestiegen.
35:05Am meisten hat mich geärgert, dass ich dieses sagenhafte Flugzeug aufgeben musste.
35:17Er kam irgendwo bei Wendover in Utah runter.
35:21Ich bin gelandet und dann habe ich meinen Fall schon zusammengesucht.
35:25Ich dachte, ich könnte ihn gut gebrauchen, wenn ich die Nacht hier verbringen müsste.
35:29Ich hätte ihn als Schlafsack benutzt.
35:34Meine Checkliste für solche Fälle war auseinandergefallen.
35:37Ich sah mir ein paar lose Seiten an und überall stand drauf, geheim.
35:42Die Blätter, die ich noch hatte, habe ich eingesteckt.
35:45Und dann kam ein Pick-up mit drei Männern.
35:53Das hat mich gefreut. Sie meinten, komm, steig ein. Wir bringen dich zu deinem Flugzeug.
36:02Ich sagte, nein, es ist eine F-105. Das war die vorbereitete Story. Mit einer Nuklearwaffe.
36:09Sie meinten, los, steig ein. Lange warten wir nicht mehr. Also stieg ich ein und wir fuhren los.
36:15Ich schaute in front mit ihnen. In front, sie waren vor uns in der Kamp.
36:25Ich weiß eigentlich nicht, wo sie hinwollten, wenn die Bombe losgegangen wäre. Aber das wäre auch egal gewesen.
36:32Nachdem Collins sie gewarnt hatte, wagten sie nicht näher ranzugehen.
36:46Wir hatten eine Telefonnummer für Notfälle. Die habe ich angerufen.
36:51Ich habe mich identifiziert und gesagt, wo ich bin. Das hat ihnen gereicht.
37:02Die CIA hatte knappe zwei Tage, um da draußen den Schrott aufzuräumen.
37:08Sonst hätten sie dort einen Riesenrummel gekriegt.
37:18Erstmalig wurden Fotos freigegeben, auf denen zu sehen ist, wie versucht wird, die Absturzstelle zu bereinigen.
37:28Zwei vom Sicherheitsdienst haben das später übernommen.
37:31Sie kamen noch ein paar Mal auf Pferden zurück und haben alles durchgepflügt, um sicher zu gehen, dass wir kein
37:37geheimes Material hinterlassen haben.
37:44Trotz vorgeschobener Erklärung und abgelegenem Ort, galt für die Absturzstelle noch für Jahrzehnte Geheimhaltung.
37:52Es hieß, eine F-105 ist abgestürzt. Militärflugzeuge stürzen nun einmal dann und wann ab. Und das wurde akzeptiert.
38:0350 Jahre danach hat der Luftfahrt-Historiker Peter Merlin die Absturzstelle gefunden, die die amerikanische Regierung aus der Geschichte tilgen
38:11will.
38:12In diesem Gebiet liegen die meisten Trümmer.
38:17Bei dem Versuch, das Gebiet zu bereinigen, wurden die größeren Stücke auseinandergeschweißt und per Transportflugzeug zur Area 51 gebracht.
38:28Er suchte die Wüste jahrelang ab, unter Verwendung veröffentlichter Informationen.
38:33Diese geheime Mitteilung wurde von der CIA freigegeben. Da steht drin, alle Spuren von 1,23 wurden von der Absturzstelle
38:41entfernt.
38:42Meine Erfahrung ist aber, dass immer etwas übrig bleibt.
38:48Dies ist ein Stück von der Tragfläche. A steht für A-12.
38:54W für Wing. Tragfläche. Rund 6,67 war die Zeichnungsnummer. Dies kommt aus dem Cockpit. Das ist der Kontrollstempel von
39:02Lockheed.
39:07Hier ist der Einschlagskrater.
39:10Überall liegt Titan.
39:13Mann, ist das ein dickes Stück.
39:18Hier ist der hintere Rumpf aufgeschlagen. Man sieht beidseitig Abdrücke der Triebwerksgondeln. Ich stehe mitten in einem von ihnen.
39:32Wenn heute ein geheim gehaltenes Flugzeug aus Area 51 verloren ginge, würde die Prozedur ganz ähnlich verlaufen.
39:39Es würden die gleichen Geheimhaltungsregeln angewandt und sie würden mit einer vorgeschobenen Erklärung kommen.
39:52McCarran Airport, Las Vegas heute.
39:55Ein Privathangar für Flugzeuge ohne Kennenung.
39:59Auch heute pendeln noch täglich Angestellte von hier zur Area 51, wie seit den Tagen von U-2 und Oxcart.
40:06Die frühen Projekte machten aus Area 51 das ständige Zuhause für Amerikas Geheimprojekte.
40:20In den Akten steht, dass es nie einen Flug vom Groom Lake aus gab. Nichts ist, wie es scheint.
40:32Und das Mysterium setzt sich fort.
40:34Das Budget für geheime militärische Projekte steht bei über 41 Milliarden Euro, höher denn je in der Geschichte der USA.
40:42Und jene, die sich so lange für Area 51 aufgeopfert haben, wissen nichts über die neuen Geheimnisse.
40:51Ich wüsste gern, was sie machen.
40:56Es heißt sogar, Area 51 ist Deckmantel für ein noch viel geheimeres Gelände.
41:04Ich weiß es nicht. Ich habe keine Ahnung.
41:13Die Heimlichtuerei und Vertuschung nähert weiterhin Gerüchte.
41:17Es gibt häufig Situationen, in denen Leute nicht wissen können, dass sie falsch liegen.
41:22Es gab eine ungeheure Menge von falschen Annahmen, die aus Neugierde entstanden.
41:27Wenn man nicht weiß, was sich abspielt, versucht man dahinter zu kommen.
41:32Doch oft enthalten auch die wildesten Spekulationen Spuren der Wahrheit.
41:37Es sollte bei uns viele unterirdische Räume geben und Tunnel bis nach Las Vegas.
41:46Davon ist nichts wahr.
41:50Auf dem Nuklear-Testgelände gingen wir unter die Erde, weil es oben radioaktiv war, aber nicht in Area 51.
42:01Ein anderer Mythos der letzten Zeit war, dass wir all die Geschwindigkeit und Technologie aus der Nachkonstruktion von außerirdischen Maschinen
42:10holten.
42:13Die Wahrheit ist, gut, wir haben damit experimentiert.
42:19Mit einer russischen MiG-21 von 1968.
42:26Die haben wir auseinandergenommen, um zu sehen, wie sie aufgebaut ist.
42:30Dann wieder zusammengesetzt und wir sind damit geflogen.
42:36Selbst die Verschwörungstheorie, dass die Mondlandung in Area 51 in Szene gesetzt wurde, hat ein Körnchen Wahrheit in sich.
42:44Auf dem Atom-Testgelände erprobten wir das Mondauto, das Lunar Roving Vehicle.
42:51Wir testeten die Systeme.
42:53Die Astronauten waren da und übten damit in den Atombombenkratern.
42:59Daraus entstanden vielleicht einige der wirren Geschichten.
43:08Wenn jemand bei OXCard oder U2 engagiert war, stimmte er zu, dass das alles nie an die Öffentlichkeit gelangt.
43:19Da wurde dann gesagt, okay, es ist ein Familiengeheimnis, das müssen wir mit ins Grab nehmen.
43:27Es war eine große Ehre für mich.
43:29All das Vertrauen, das in mich als Junge vom Land gesetzt wurde.
43:38Leuten wie mir wurde dort draußen großes Vertrauen entgegengebracht.
43:49Viele haben ihr Leben hingegeben.
43:55Manche Familien wurden zerrüttet, weil die Frauen nicht wussten, wann und ob überhaupt ihre Männer abends zurückkommen.
44:11Wir hatten Aufgaben zu erledigen und an die glaubten wir.
44:14Und wir taten unser Bestes.
44:17Ich bin froh, dass es so war, wie es war.
44:24Bei der Frage, was genau sich in Area 51 abspielte, ist nur eines sicher.
44:29Dass wir nie alles erfahren werden.
44:34Ich erzähle vielleicht 5% von dem, was sich wirklich abspielte.
44:40Ich habe Ihnen nur einen Teil der Geschichte erzählt.
44:46Ganz ehrlich.
44:47Dein Story.
44:49Dein Story.
45:04Untertitelung des ZDF, 2020
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