- vor 1 Woche
Nach dem Rohrbruch will sich Paul im Interesse der Allgemeinheit einen Beinbruch seines ehemaligen Kollegen Fritz zunutze machen. Fritz soll behaupten, das Unglück sei an einer schadhaften Treppenstufe im Stadtpark geschehen, um damit die Dringlichkeit einer Reparatur zu unterstreichen. Als er sich weigert, beschafft sich Paul ein falsches Gipsbein und täuscht selbst einen Unfall an der bewussten Stelle vor. Bevor ihm die Behörden auf die Schliche kommen, wird Paul ein Opfer seiner eigenen Notlüge. Er macht eine schmerzhafte Erfahrung. (Text: MDR)
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TVTranskript
00:00Verdammt, warum wird sowas nicht repariert?
00:07Da muss sowas erst passieren.
00:10So weit soll es ja nicht erst kommen.
00:13Ich werde das melden.
00:38Tag, Gerda, Salz.
00:40Tag, Gerda.
00:44Fritz, was ist denn los?
00:46Pech, wie?
00:49So ein Mist.
00:50Und ich wollte dich gerade zur Brotfabrik abholen und mir ein schönes, frisches Brot holen.
00:54Da kannst du gleich meine Krankmeldung mitnehmen.
00:57Der Brösiger wird schön jammern, wo Haupturlaub hat und jesse was mit dem Kreuz.
01:02Wie ist denn das passiert?
01:03Na komm, setz mal uns erst mal hin.
01:08Gebrochen?
01:09Angebrochen.
01:11Gestern auf meinem Weg von der Spätschicht.
01:14Gestolpert, einfach so und knacks.
01:17Auf dieser blöden Treppe im Park, nicht?
01:19Wie kommst du denn darauf?
01:20Na, weil ich da vorhin auch gestolpert bin, aber jetzt sind sie dran.
01:23Wer?
01:24Das Gartenbauamt.
01:25Jetzt muss sie repariert werden.
01:26Wieso denn jetzt?
01:28Mit dir als lebenden Beweis, wie gefährlich die ist.
01:31Unsinn.
01:32Auf der Treppe ist doch das nicht passiert.
01:34Nicht?
01:35Nee.
01:36Das Luther kenne ich genau.
01:38Ein Pfirsichkern war schuld.
01:41Ein Pfirsichkern?
01:43Darfst was sein, die Herren?
01:45Nein.
01:46Danke, Gerda.
01:47Ich will nur noch telefonieren.
01:50Ja.
01:50Und ich werde, ich werde jetzt gehen.
01:53Ja.
01:54Und komm bald wieder, Paul.
01:56Was meinst du, wie langweilig das ist, hier mit dem Gipsbein untätig rumsitzen zu müssen?
02:00Und oben in meiner Bude, da ist das noch viel langweiliger.
02:03Wenn ich das vier Wochen aushalten muss, du riechenglaps.
02:11Du, da kommt mir eine Idee.
02:14Zieh doch zu uns.
02:17Ach.
02:18Dann wirklich.
02:19Wir haben doch das halbe Zimmer von Günther frei.
02:21Da kannst du wohnen.
02:23Anna sorgt da ein bisschen für dich.
02:24Und wir beide, wir können miteinander reden und Schach spielen.
02:27Ich hole dich nachher ab.
02:42Kollegen Bröseke, bitte.
02:44Ich hole dich.
02:45Ich hole dich.
02:50Ich hole dich.
02:52Ich hole dich.
02:52Ich hole dich.
03:25Frau Schmidt, ist Ihr Mann zu Hause?
03:28Mir ist die Sicherung durchgebrannt und ich kenne mich doch mit diesen Dingern im Keller nicht aus.
03:32Ach, das tut mir aber leid.
03:33Der ist wieder mal in seine Brotfabrik.
03:35Und wenn er da ist, wer weiß, wann er da zurückkommt.
03:37Dann werde ich wohl Herrn Locke fragen müssen, so ein Pech.
03:41Ach, übrigens, Frau Schmidt, ich habe ein Stück herrlichen Landschinken geschenkt bekommen und ein paar Scheiben mitgebracht.
03:47Aber nein, nein, das ist doch nicht nötig, Frau Klein.
03:49Geben Sie es, Herr Schulz, geben Sie es, Herr Schulz, Herr Schulz, Herr Schulz, das glaube ich Ihnen unbedingt, dass
04:04diese Treppe irgendwie beschädigt und sogar gefährlich ist.
04:07Aber was meinen Sie, wie viele solcher Gefahrenstellen wir in dieser alten Stadt haben?
04:12Na, und so schnell, wie wir selber es gerne möchten, lässt sich das gar nicht reparieren.
04:16Ich kann Ihnen nur versprechen, Ihre Treppe kommt mit auf die Liste.
04:19Aber sagen, wann sie gemacht wird, bei unserer Personalsituation, nein, das kann ich Ihnen bestimmt nicht.
04:26Da kann Ihnen auch der Kollege Blume nichts anderes sagen.
04:29Ganz abgesehen davon, dass er gerade zur Gärtnerei ist und heute nicht mehr zurückkommen wird.
04:33Es wird also kaum Zweck haben, Herr Schulz.
04:35Schmidt.
04:37Entschuldigung, wenn Sie auf den Kollegen Blume warten.
04:40Ich werde es Ihnen natürlich sofort berichten.
04:42Und sobald es möglich ist, wobei ja auf der Treppe zum Glück noch nichts passiert ist.
04:47Na, nicht, dass ich meine, es muss erst was passieren, nein.
04:50Verstehen Sie mich da bitte nicht falsch.
04:52Ich leite es weiter. Ja, Herr Schmidt?
04:55Schulz.
04:56Ich denke, Schmidt.
04:57Wie?
04:58Ja, ja, natürlich.
05:01Ich leite es weiter.
05:03Ja?
05:28Na, Sieben, noch Fisch?
05:29Ja, danke.
05:29Ich leite es.
05:59Ja, ich weiß, ich habe gerade die Tankmeldung angegeben.
06:02Kannst du jetzt schon heizen, Willi?
06:04Kann ich ja machen.
06:05Ach nee, du, das war doch nur ein Witz.
06:07Ich habe schon oft ausgeholfen.
06:08In der Heizung, da kenne ich mich aus.
06:10Na ja, sicher.
06:11Aber das können wir unseren beretteten Kollegen nicht zumuten.
06:14Du Jüngling, du.
06:15Merkt er wenigstens, dass ich noch so was mitzunehmen.
06:18Und die Mäuse, die kann ich auch gebrauchen.
06:21Wer heizt denn jetzt?
06:22Wolle Siege.
06:34Vergiss nicht, den Dampf aufzudrehen, sonst wird die ganze Platte Schuss.
06:37Ja, ja.
06:38Ab morgen springe ich mal ein.
06:40Ach, das wäre eine Wucht, Paul.
06:47Na nun?
07:14Frau Klein, hat Ihnen Herr Locke die Sicherung repariert?
07:18Nein, Frau Schmidt.
07:20Herr Locke ist den ganzen Tag zur Sitzung.
07:22Ist Ihr Mann noch nicht zurück?
07:23Nein, und jetzt habe ich auch einen Kurzschluss.
07:25Ist ja nicht möglich.
07:27Na, Ihr Mann wird ja nicht verloren gegangen sein.
07:29Jetzt hoffe ich, auf alle Fälle würde man ihn wieder bringen.
07:32Na, davon bin ich nicht überzeugt.
07:34Für manche Dinge ist dein Mann eben unentbeherrlich.
07:45Wunderbar so.
07:48Na, dann werde ich mal einen Kaffee kochen.
07:52Bis gleich, Fritz.
07:54Gut, gut.
08:06Gut, gut.
08:29Wieder in Ordnung.
08:37Du musst mich wenigstens fragen können, Paul, ehe du den Fritz hier anschleppst.
08:43Na, na, das war doch eine Momentsache.
08:46Freundespflicht.
08:47Das bestreitet ja keiner, aber...
08:50Manches kann man nur impulsiv erledigen.
08:53Ja, ja.
08:53Und ich muss dann sehen, wie ich mit deinen impulsiven Einfällen fertig werde.
08:57Wieso?
08:58Wieso?
08:59Erst lässt du mich den ganzen Tag alleine, weil es dir einfällt zu heizen.
09:04Das war auch eine Freundespflicht sozusagen.
09:06Ach, ach, ach, ach, ach, einwickeln hast du dich lassen von diesem Bröseke.
09:10Na, na, nein.
09:12Und dann stehst du mit dem Quartiergast vor der Tür, ohne dass ich das kleine Zimmer noch
09:16mal gründlich sauber machen konnte.
09:18Da soll der von mir denken.
09:19Als wenn's bei uns nicht sauber wär.
09:22Ja, aber nicht sauber genug für'n Gast.
09:25Fütz ist froh, der Einsamkeit entronnen zu sein.
09:29Und wer vertreibt denn denn die Einsamkeit?
09:31Ich.
09:32Du gehst ja heizen, hast du mir erklärt.
09:41Nein, Paul, mich lass da schön draußen.
09:45Ja, aber mit einem Gipsbein könnte man das Gartenamt veranlassen.
09:49Ich mach da nicht mit.
09:51Warum nicht?
09:53Warum?
09:54Weil es nicht wahr wäre.
09:56Es war doch nicht auf der Treppe, ne?
09:57Es war ein Pfirsichkerl.
09:59Aber es diente doch einem guten Zweck.
10:03Trotzdem.
10:05Logen wird nicht.
10:06Die Treppe wird auch so repariert.
10:09Aber wann?
10:11Nein, ist mir nicht übel, aber ich bin nun mal so.
10:14Ja, schon gut.
10:16Schach.
10:17Matt.
10:23Donner Schock.
10:25Ja, Anna, gegen den Fritz komm ich nicht an.
10:29Willst du nicht ein bisschen reinkommen?
10:31Na, wenn ich in der Küche fertig bin, vielleicht.
10:33Dann kommen Sie nur bald.
10:39Machen wir mal eine, ja?
10:40Ja.
10:46Tag, Paul.
10:47Hast du's?
10:50Ich möchte bloß wissen, Fliegervater, was du damit anfangen willst.
10:53Das war ein kleiner Trick.
10:55Vorher habe ich noch ein Geheimnis.
10:57Nicht, dass ich Scherereien kriege, bloß weil ich dir das rausgeschmuggelt habe.
11:00Was du denkst, Karl Hansen.
11:02Ja, du hast manchmal so schrullige Einfälle.
11:04Ich will dir mal was sagen.
11:05Manchmal braucht man die auch.
11:15Oh, Entschuldigung.
11:16Ich gehe gleich wieder.
11:17Nein, nein.
11:18Bleiben Sie doch ein bisschen, Frau Schmidt.
11:21Alleine ist das schrecklich langweilig, wenn man nichts zu tun hat.
11:23Ich vertrage das nicht.
11:25Einen Moment, Herr Göhler.
11:32Ja, vielleicht hilft Kartoffelschälen gegen Langeweile.
11:39Na ja.
11:43Vielleicht.
11:48Vorsicht.
11:55Das muss repariert werden.
12:00Ja, passt genau.
12:02Karl-Heinz hat ein gutes Augenmaß.
12:04Ja.
12:04Zieh mal ein bisschen fester.
12:06Ja, wenn er nicht drückt.
12:07Ja, bis jetzt noch gar nicht.
12:09Gut.
12:09Ja.
12:12Wackel doch mal mit den Zähnen.
12:18Das wirkt total echt.
12:21So.
12:23Jetzt stell dich mal hin.
12:29Irgendwie brauchst du einen Stock, was?
12:30Annekin, bring mir mal meinen Stock.
12:32Lass mich bloß mit deinem Schwindel in Ruhe.
12:34Lass ich ja.
12:35Du sollst mir ja bloß einen Stock bringen.
12:36Ach, ach, ach.
12:38Na, wird es echt?
12:40Mit dem Clubmann-Bein, da wirkt das immer echt.
12:43Langsam, langsam, junger Mann.
12:45Schließlich kein Tanzbein.
12:46Ach, das merke ich.
12:47Also, ich gebe euch bloß den guten Rat.
12:49Lasst den Schwindel sein.
12:50Wieso Schwindel?
12:51Dann hat sie nicht ganz unrecht.
12:52Und Schwindel ist nicht gleich Schwindel.
12:55Weißt du, wie du mir vorkommst?
12:57Wie der alte Fritz nach der Schlacht bei Hochheim.
13:00Bei Hochkirch.
13:01Ist ja egal.
13:02Jedenfalls mitgenommen.
13:04Wenn ich mir vorstelle, wie du erst hinterher mitgenommen aussehen wirst.
13:08Wieso denn hinterher?
13:09Wenn der ganze Schwindel aufliegt.
13:12Nun will ich euch mal was sagen.
13:15Vorsicht!
13:21Also, das hier, das ist stellvertretend für Fritzen seins.
13:26Das er nicht vorweisen kann, aus verständlichen Gründen.
13:30Ja, aber das hier, das ist wichtig.
13:33Zur Vermeidung weiterer möglicher Gipsbeine.
13:37Also, zum gesellschaftlichen Nutzen.
13:39Und wie kann gesellschaftlicher Nutzen Schwindel sein?
13:43Ja, bin da wieder auf.
13:45Und warten ist eine gesellschaftliche Tugend.
13:48Und die übe ich jeden Tag aus, Paul.
13:50Aber nicht nur beim Einkaufen.
13:52Ja, warten ist auf den Sammel.
13:53Nimm mal ein Tag, ne?
13:54Wenn es registriert ist, dann wird die Treppe auch repariert.
13:57Ja, aber wann, wenn ich Fritzens Unfall nicht ins Spiel bringen kann?
14:01Nee, mich lass da schön draus.
14:03Also, tritt dieses Morgen in Aktion.
14:07Nach der Schicht.
14:08Dann pass mal auf, dass du nicht auf deine impulsive Nase fällst.
14:17Also, wenn erst die Frauen das Allgemeine bestimmen haben,
14:22dann gibt es keine Vorwärtsentwicklung mehr.
14:26Na du, von dir möchte ich mich aber auch nicht regieren lassen.
14:34Pauli!
14:36Elstrick will heute ihr 25. feiern und einen ausgeben.
14:39Und du bist auch eingeladen.
14:41Heute?
14:42Das geht nicht.
14:43Da muss ich gleich aufs Rathaus.
14:44Na, das hat doch noch Zeit.
14:46Nee, nee, nee, nee, nee, nee.
14:48Na und ich dachte schon,
14:49du wirst ja ein Gappenswerden mitgebracht.
14:51Wie kommst du denn darauf?
14:52Na, na.
14:55Sieht doch so aus.
14:57Vorsicht!
14:58Oder willst du dem, dem Bürgermeister, schenken?
15:01Na?
15:02Vielleicht.
15:03Wenn ich gewusst hätte, dass das ihr Mann war, Frau Schmidt,
15:06hätte ich ihn doch einen Gruß mitgeschickt.
15:07Eine so zuverlässige und unermüdliche Briefzustellerin,
15:10wie sie haben wir seitdem nicht wieder gehabt.
15:12Meine Kollegen geben sich doch auch alle Mühe.
15:15Und Sie genießen jetzt das Rentner-Dasein?
15:17Genießen?
15:18Ach, jetzt habe ich weniger Zeit als früher.
15:22Na, Ihr Mann ist ja auch ganz aktiv.
15:24Zu aktiv.
15:26Jedenfalls, was die Treppe betrifft.
15:28Ich habe bereits alles in die Wege geleitet.
15:30Der Kollege Blume hat den Auftrag bereits auf dem Tisch zum Unterschreiben.
15:33Das wird meinen Mann nicht hindern, Ihnen seine Komödie mit dem falschen Gipsbein vorzuspielen.
15:38Und welche Rolle soll ich spielen?
15:40Na ja, einen Denkzettel hätte er schon verdient.
15:43Aber ich möchte ihm doch Unannehmigkeiten ersparen, wegen Irreführung.
15:48Aber ich bitte Sie.
15:49Ich finde das doch ganz putzig, wie er mich sozusagen moralisch unter Druck setzen wollte.
15:55Der soll nur kommen.
15:56Aber sagen Sie nichts, dass ich schon da war.
15:59Nein.
16:00Wiedersehen.
16:01Wiedersehen.
16:03Na also los.
16:04Ja, ja.
16:07Vorsicht.
16:14Da, ja.
16:22Das wird streng bestraft.
16:23Hast du dir den Knöchel gebrochen, ja oder nein?
16:26Ja.
16:27Na also, bitte, bitte die Stellkarte nehmen drauf.
16:30Aber das ist Ihre Führung.
16:32Ne?
16:32Das ist eine humanistische Tat.
16:58Das kann er doch nicht mit mir machen.
17:00Also sage ich ihm, lieber Mann, das ist Schwindel, nichts als Schwindel und damit kommen Sie bei mir nicht durch.
17:06Na, was soll ich dir sagen?
17:07Will der sich doch aufpusten, das sei allenfalls eine kleine Notlüge und so.
17:12Aber da bin ich ihm massiv gekommen.
17:14Hören Sie, ich vertrete hier die Staatsmacht.
17:17Und wenn Sie denken...
17:18Moment, da ist jemand.
17:19Bis nachher, ja?
17:21Herr Schmidt!
17:22Ja, guten Tag.
17:23Auf Wiedersehen.
17:24Ja, was haben Sie denn gemacht?
17:25Oh, ja.
17:28Sie wollen sagen, die Treppe?
17:30Nein.
17:32Ja.
17:33Ich wollte nur...
17:36Ich habe Ihnen noch gesagt, wie gefährlich die Treppe ist.
17:41Schließlich...
17:41Das zumindest ist Tatsache.
17:44Nein.
17:45Doch.
17:46Setzen Sie sich bitte.
17:47Nein.
17:48Doch.
17:49Ich muss das alles erst zu Protokoll nehmen.
17:53Zu Protokoll?
17:53Tut mir leid.
17:56Das mit Ihren Beinen, Herr Schmidt.
17:58Ach was, ich habe schon Schlimmeres gehabt.
18:00Noch Schlimmeres?
18:03Vergessen wir es.
18:05Einen angebrochenen Knöchel vergessen ist unmöglich, Herr Schmidt.
18:09Allerdings frage ich mich, wenn Sie wussten, wie gefährlich die Treppe ist, konnten Sie sie nicht meiden?
18:14Das ist eine öffentliche Treppe, Kollegin.
18:17Da laufen Hunderte laufen da.
18:19Bin ich sozusagen nur stellvertretend.
18:21Zu mir gehumpelt, um ihr ins Gewissen zu reden.
18:25Herr Schmidt, Sie sind ein ganz hartnäckiger.
18:29Oder ein ganz schlimmer.
18:30Das weiß ich noch nicht so genau.
18:33Auf alle Fälle kann ich Sie trösten.
18:36Ihr Auftrag ist draus.
18:37Die Treppe wird sofort repariert.
18:38Zufrieden?
18:40Wird repariert.
18:41Na dann ist ja alles in Ordnung.
18:45Vorsicht!
18:46Mit einem Gipsbein ist nicht zu scherzen.
18:52Sie würden uns die Sache allerdings erleichtern, wenn ich Ihre Unfallmeldung vorlegen könnte.
18:57Unfallmeldung?
18:58Sie werden Ihren Unfall doch gemeldet haben.
19:00Ja sicher, habe ich gemeldet.
19:02Na schon wegen der Entschädigung.
19:03Mir liegt nichts an Entschädigung, nur an der Reparatur.
19:06Ich verstehe.
19:07Aber Ihre Unfallmeldung, die schicken Sie mir noch, ja?
19:20Na, Stellvertreter, Erfolg gehabt.
19:22Jetzt wollen Sie eine Unfallmeldung von mir.
19:24Ach, herrje.
19:26Wenn ich Ihnen das Gipsbein in die Akten knallen könnte, aber woher kriege ich eine Unfallmeldung?
19:31Paul!
19:34Komm.
19:36Oh, beim Fuß.
19:38Da gibt's Fuß.
19:39Quatsch, der andere.
19:41Ach je.
19:43Na, da hast du ja deine Unfallmeldung.
19:45Ja.
19:55Ist denn das die Möglichkeit?
19:59Ach, du hast mir gerade noch gefehlt.
20:02Ja, ja, das glaube ich.
20:04Ist das...
20:05Das konnte ich mir denken, dass du was anstellst damit.
20:08Der Fuß ist heil, der andere ist kaputt.
20:12Oh!
20:14Dann ist lieber den Arzt dran.
20:20Äpfel mir mal zwei, gibt's meine besorgt.
20:23Oh, oh, oh.
20:23Jetzt kriegst du da einen zweiten.
20:25Ja.
20:36Und Sie?
20:36Nee, nee, nee, danke.
20:40Ich sag Anna Bescheid, Paul.
20:43Die wird sich freuen.
20:45Junge, Junge, Junge, Junge, Junge.
20:48Ein Glück, dass du bei uns wohnst.
20:51Und zu zweit lässt es sich besser ertragen.
20:55Schach!
20:59Du bist so impulsiv, Paul.
21:04Der Springer ist ungedeckt.
21:06Wollen wir noch ein Bier trinken?
21:08Nee, lieber nicht.
21:09Deine Frau ist schon sauer genug auf dich.
21:11Ja, ja, du hast recht.
21:13Lassen wir richtig wohnen.
21:15Jetzt noch mal glätten.
21:16Besuch für dich, Paul.
21:20Der Backmeister.
21:22Persönlich will ich gebrösiger.
21:23Das ist ja eine Überraschung.
21:24Bleib doch sitzen, Kollegen, bleib doch sitzen.
21:27Ich wollte doch mal nach unseren Invaliden sehen.
21:29Tja, die Treppe.
21:32Setzen Sie sich doch.
21:33Danke.
21:34Tja, wir haben sofort eine Eingabe gemacht.
21:36Und das wurde uns versichert,
21:38dass die Treppe schnellstens repariert wird.
21:40Ach, da es auf dem Heimweg war,
21:42ist es übrigens ein Arbeitsunfall, Kollege Schmidt.
21:45Ich habe alles Nötige in die Wege geleitet,
21:47damit Sie wenigstens einen finanziellen Trost haben.
21:50Denn wenn der Kollege Jasse jetzt auch wiederkommt
21:53und auch heizen kann,
21:54so schmälert das keineswegs Ihr Verdienst,
21:57lieber Kollege Schmidt,
21:59dass Sie uns in einer Notsituation
22:03impulsiv, unselbstlos geholfen haben.
22:05Ja, alle Kinder, dann holen wir gleich ein paar Gläser.
22:09Darauf muss man hier einen trinken.
22:11Kollege Breusicke, damit machen Sie uns wirklich eine ganz, ganz große Freude.
22:17Nicht wahr, Mitz?
22:18Ja, ja.
22:19Und wie?
22:20Ja, den mache ich mal auch.
22:21Ja, bitte.
22:22Jetzt könnt ihr trinken,
22:25ihr zwei armen Helden.
22:26Was ist denn das?
22:28Kamillentee.
22:28Für wen?
22:29Na, für euch.
22:30Schließlich seid ihr ja krank.
22:32Ja, aber am Fuß.
22:34Ach, das macht nichts.
22:35Kamillentee, der ist für alles gut.
22:38Und wir zwei, Herr Breusicke,
22:40wir genehmigen uns jetzt
22:42ein Schnips.
22:43Ja, Frau Schmidt.
22:45Na, zum Wohl.
22:49Zum Wohl.