00:01Spanien ist am Sonntag nach einem packenden WM-Finalspiel gegen Argentinien zum Weltmeister
00:06gegrünt worden. Die spanische Mannschaft kontrollierte den Großteil des Spiels und
00:11ließ keinen einzigen Torschuss von Argentinien zu. Dennoch hatte sie Schwierigkeiten, die
00:15entschlossene Abwehr der Argentinier zu knacken. Bis zum Schlusspfiff blieb es spannend. Nach
00:20mehr als 100 Spielminuten erzielte Ferran Torres dann den Führungstreffer für Spanien.
00:30Wir sind die Welt und die sich sehr schnell sagt.
00:35Spanien, Spanien, Spanien! Spanien, Spanien! Spanien, Spanien!
00:43Wir haben so viel Verlust und so viel Verlust.
00:46Wir haben sehr gut gespielt. Wir haben uns gut gespielt.
00:50Der Spiel hat sehr emotional. Bis zum letzten Mal haben wir die gewaltige
01:03Zwar kam Argentinien in der Schlussphase noch mal richtig in Fahrt, doch ihr später
01:07Vorstoß reichte nicht aus, um das Ruder noch mal herumzureißen. Spanien ist zum zweiten
01:13Mal Weltmeister geworden. Das Spektakel, das sich mit einer beispiellosen Halbzeitshow
01:17nicht nur auf den Fußball beschränkte, wurde von 80.000 Zuschauern im Stadion und schätzungsweise
01:231,8 Milliarden Zuschauern weltweit verfolgt.
01:29In der Nacht auf Sonntag hat Russland eine neue Angriffswelle auf die ukrainische Hauptstadt
01:34Kiew gestartet. Die Luftschläge mit Raketen und Drohnen begannen um halb zwei Uhr Ortszeit
01:41am frühen Morgen und dauerten mehrere Stunden an.
01:45Die ukrainischen Streitkräfte meldeten den Beschuss durch 41 russische Raketen sowie mehr
01:51als 120 Drohnen. Mindestens eine Person wurde getötet, 16 Menschen wurden verletzt.
01:59Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelensky sprach von fast 100 russischen Raketen, die
02:06innerhalb einer Woche auf sein Land abgefeuert wurden. Die Ukraine hatte nach ihren fortgesetzten
02:13Luftschlägen gegen die russische Ölindustrie sowie gegen ein Logistikzentrum in Zentralrussland
02:19mit Vergeltungsschlägen des Kreml gerechnet. Kiew leidet vor allem unter einem akuten Mangel
02:26an Luftabwehrraketen vom Typ Patriot, um russische Raketen abzufangen. Der US-Präsident hatte
02:33der Ukraine zuletzt eine Produktionslizenz für Patriots versprochen.
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05:34Zeitraum des Vorjahres. Die Behörden registrierten 18 große Waldbrände.
05:44Ungarns Präsident Tamar Schujok hat nun doch der Verfassungsänderung zugestimmt, die seine eigene Amtszeit beendet.
05:52In einem auf Social Media veröffentlichten Video erklärte das Staatsoberhaupt, dass er über keine verfassungsrechtlichen Mittel verfüge, um diese Änderung
06:02anzufechten.
06:03Doch Schujok kritisierte die vom Parlament in Budapest mehrheitlich beschlossenen Änderungen scharf.
06:10Diese schränkten das Wahlrecht ein. Er erfülle seine Verpflichtung gemäß dem Grundgesetz, nachdem er seine rechtlichen Möglichkeiten und sein Gewissen
06:20gründlich abgewogen habe.
06:22Seine Unterschrift sei das endgültige Siegel seiner Pflichten als Präsident der Republik.
06:27Der Jurist Tamar Schujok war ein Kandidat der Partei Fidesz von Viktor Orban.
06:33Am Tag nach dem Inkrafttreten der Verfassungsänderung, voraussichtlich am Dienstag, endet Schujoks Amtszeit.
06:41Die Nationalversammlung wird innerhalb von 30 Tagen einen neuen Präsidenten wählen.
06:46Bis dahin übernimmt die Parlamentspräsidentin Agnes Forsthofer die Aufgaben des Staatsoberhaupts.
06:55In den letzten Jahren ist im Golf von Triest ein im Mittelmeer einzigartiges Phänomen zu beobachten.
07:02In den Küstengewässern vor Triest werden immer häufiger große Gruppen von gestreiften Adlerrochen gesichtet.
07:09Diese Art ist im Mittelmeer geschützt, aber etwas hat sich verändert.
07:22Zu den Ursachen zählt die Verschaffung der EU-Fischerei-Politik,
07:27die zu einem Rückgang der Fangzahlen und zu einer Verbesserung der Fortpflanzung geführt hat.
07:55Der gestreifte Adlerrochen stellt jedoch ein Problem für die lokale Muschelzug dar,
08:00da diese Tiere sich von Muscheln ernähren und den Betrieben dadurch wirtschaftliche Schäden zufügen.
08:07Im Golf von Triest werden im Rahmen des europäischen Prometheus-Projekts
08:12elektromagnetische Abschreckungsgeräte getestet, um die Rochen zu vertreiben.
08:38Das Live-Projekt EU-Sharks überwacht die Tiere mit Hilfe von Drohnen.
08:56Erste Ergebnisse sollten in den kommenden Wochen vorliegen.
09:05Einmal tief einatmen, das erfordert hier allerdings eine ordentliche Portion Mut.
09:10In Berlin-Mitte steht wohl eine der ungewöhnlichsten Touristenattraktionen Europas.
09:15Das Disgusting Food Museum.
09:17Und der Name ist Programm, denn hier trifft man auf Käse, der sich bewegt,
09:21und andere schaurige Spezialitäten.
09:23Das Museum spielt mit Ekelgrenzen, um den kulinarischen Horizont seiner Besucher zu erweitern.
09:30Die Idee dafür kommt aus dem schwedischen Malmö.
09:32Seit 2021 zeigt der Standortamt Checkpoint Charlie,
09:36wie sehr Ekel von Kultur, Gewohnheit und Verfügbarkeit abhängt.
09:40Wir wollen zeigen, dass das Ekel etwas ist, was uns alle betrifft,
09:46genauso wie es kulturell bedingt ist, aber auch evolutionsbiologisch.
09:50Und das anhand von etwas, was wir im besten Fall dreimal täglich tun,
09:53nämlich am Essen und dass verschiedene Kulturen verschiedene Sachen präferieren
09:56oder auch es sich so durch die Zeit entwickelt hat.
09:59Und da wollen wir eigentlich Vorurteile abbauen.
10:02Rund 100 ungewöhnliche Lebensmittel aus aller Welt sind hier ausgestellt.
10:07Sürströmming, ein fermentierter Ostseehering aus Schweden,
10:10der sadische Madenkäse Kasumatsu, Eierlikör, Blutwurst und Milbenkäse aus deutschen Regionen.
10:17Ziel ist nicht bloß Schock, sondern ein Perspektivwechsel.
10:21Im Museum kann man sich nicht nur umschauen, man kann auch riechen.
10:23Und wer mutig ist, kann an der Tastingbar selbst probieren.
10:27Insekten zum Beispiel.
10:28Manchen geht das aber zu weit.
10:41Zwischen Abwehr, Neugier und Faszination ist bei den Besuchern alles dabei.
10:46Aber Ekel ist eben auch Kopfsache.
10:49Ich glaube, die gängigste Emotion ist eher eine Überraschung,
10:52dass es vielleicht gar nicht so eklig ist, wie man es erwartet hat.
10:54Dass man mit so einem kleinen Gefühl hierher kommt von wegen,
10:57ich lasse mich jetzt schockieren und ich werde mich vielleicht übergeben müssen.
11:00Und dann aber merkt, so eklig ist es gar nicht.
11:04Besonders Kinder und junge Pärchen sollen dabei probierfreudig sein.
11:08Also wir haben tatsächlich die Erfahrung gemacht,
11:10dass wir ein guter Ort sind für ein erstes Date.
11:13Und dass man sich gemeinsam dann halt über etwas drüber traut,
11:15was man sich sonst so nicht drüber trauen würde.
11:19Denn was für manche eine Überwindung der persönlichen Ekelgrenze ist,
11:22ist für andere Alltag, Tradition oder Delikatesse.
11:26Manchmal braucht es eben nur den Mut zum ersten Bissen.
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