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Nachrichten des Tages | 24. Juli 2026 - Mittagsausgabe

Informieren Sie sich über das aktuelle Geschehen in Europa und der Welt an diesem 24. Juli 2026 - Politik, Wirtschaft, Unterhaltung, Kultur und Reisen.

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Transkript
00:02Die Auswahl neuer Banknoten für den Euroraum nimmt Gestalt an.
00:07Die EU-Bürger haben dabei ein Mitspracherecht und dürfen abstimmen.
00:11Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde,
00:15stellte am Donnerstag zehn Entwürfe der engeren Wahl vor.
00:20Ziel war zunächst, aussagekräftige Darstellungen der Identität Europas herauszufiltern.
00:26Dafür wurden 1200 thematische Vorschläge geprüft.
00:31Schließlich blieben die Themenbereiche Flüsse und Vögel sowie historische Persönlichkeiten,
00:36die Kunst, Musik, Wissenschaft und Literatur geprägt haben.
00:45Sollte sich der Vorschlag mit Naturbezug durchsetzen, werden die Scheine europäische Vogelarten zeigen,
00:52die jeweils in einer Flusslandschaft dargestellt werden.
00:55Auf der Rückseite sollen Institutionen der Europäischen Union abgebildet sein.
01:03Die EU-Bürger können ihre Wahl im Rahmen einer Umfrage auf der Website der Europäischen Zentralbank treffen.
01:13Ab voraussichtlich Ende 2026 sollen die neuen Banknoten in Umlauf gebracht werden.
01:30Moskau hat die USA davor gewarnt, ihre Waffenverkäufe an die Ukraine fortzusetzen.
01:35Der russische Außenminister Sergej Lavrov soll das dem US-Außenminister Marco Rubio
01:41bei einem Treffen am Rande des Außenministergipfels der ASEAN auf den Philippinen mitgeteilt haben.
01:46Der Erklärung zufolge informierte Lavrov Rubio über die Lage an der Front
01:51und erklärte, eine weitere Bewaffnung Kiews sei inakzeptabel.
01:55Lavrov bekräftigte zudem die Bereitschaft Moskaus, den Konflikt beizulegen.
02:01US-Präsident Donald Trump hat indes seine Unterstützung für ukrainische Angriffe
02:06auf die russische Energieinfrastruktur bekräftigt.
02:09Vor Ort gaben russische Behörden an, dass bei ukrainischen Angriffen über Nacht
02:14vier Menschen in Russland und den von Russland besetzten Gebieten getötet wurden.
02:19Unterdessen wurden bei einem russischen Lenkbombenangriff
02:22auf die ostukrainische Stadt Palorat mindestens drei Menschen getötet und 19 verletzt.
02:28Die Luftwaffe der Ukraine teilte mit, russische Streitkräfte hätten eine ballistische Rakete,
02:33fünf Marschflugkörper und 168 Angriffstrohnen auf die Ukraine abgefeuert.
02:50Die Vereinigten Staaten und Saudi-Arabien haben ein Atomabkommen unterzeichnet,
02:55das es dem Königreich ermöglichen würde, ein ziviles Atomprogramm aufzubauen.
02:59Die Trump-Regierung hat die Einzelheiten des Abkommens noch nicht veröffentlicht,
03:03doch der Rahmen könnte Saudi-Arabien die Möglichkeit geben,
03:06Uran in einer eigenen Anlage anzureichern.
03:09Das Abkommen wurde zusammen mit sogenannten bilateralen Sicherheitsvorkehrungen
03:13gegen die Verbreitung von Kernwaffen unterzeichnet.
03:16In einer Erklärung betonte US-Energieminister Chris Wright,
03:20die höchsten Standards für nukleare Sicherheit und Nichtverbreitung blieben gewahrt.
03:25Durch Urananreicherung kann Brennstoff für Kernkraftwerke hergestellt werden.
03:28Doch dieselbe Technologie kann auch zum Bau von Atomwaffen genutzt werden.
03:32Aus diesem Grund haben US-Abgeordnete beider Parteien Widerstand
03:36gegen die Idee eines zivilen Nuklearprojekts für Saudi-Arabien geäußert.
03:42Das Abkommen, das noch dem Kongress zur Prüfung vorgelegt werden muss,
03:45soll eine Laufzeit von 30 Jahren haben
03:47und den Einsatz von US-Technologie zur Entwicklung des Programms vorsehen.
03:51Berichten zufolge enthält das Abkommen kein Zusatzprotokoll
03:55der Internationalen Atomenergieorganisation.
03:57Ein Zusatzprotokoll würde eine verstärkte Überwachung,
04:00Inspektionen und Überprüfung ermöglichen.
04:10Die Europäische Union hat nach chaotischen Verhandlungen
04:13das 21. Sanktionspaket gegen Russland verabschiedet.
04:16Nachdem Griechenland eine Einigung durch sein Veto verzögert hatte,
04:20sicherte es sich schließlich eine Ausnahmeregelung,
04:22um weiterhin russisches LNG an Nicht-EU-Kunden liefern zu können.
04:25Die am Donnerstagmorgen erzielte Einigung legt die Obergrenze für russisches Öl
04:30für zwölf Monate auf 44 Dollar pro Barrel fest.
04:48Darüber hinaus werden durch das Paket weitere Schiffe der Schattenflottsche
04:51auf die schwarze Liste gesetzt.
04:53Es richtet sich zudem gegen russische Banken, Krypte- und Ölhandelsplattformen,
04:57verschiedene auf dem Schlachtfeld vorkommende Metalle,
04:59sowie gegen mehr als 250 Personen und Unternehmen.
05:02Ihnen wird vorgeworfen, die Invasion der Ukraine zu unterstützen,
05:05kriegsbefürwortende Propaganda zu verbreiten
05:07und die Umgehung der Sanktionen zu ermöglichen.
05:09Die Einigung wurde deutlich abgeschwächt und wirft nun erhebliche Fragen darüber auf,
05:14welchen Einfluss nationale Wirtschaftsinteressen auf die Bemühungen haben,
05:17Russlands Fähigkeit zur Finanzierung des Krieges gegen die Ukraine einzuschränken.
05:21Ein Versuch, die Einführung russischer Fischereierzeugnisse zu beschränken,
05:24wurde aufgegeben, nachdem Portugal und Deutschland Vorbehalte geäußert hatten.
05:28Bulgarien gelang es Patriarch Kirill, das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche
05:32und wagit Alek Perov, den milliardenschweren Gründer von Lukoi, von der Liste zu streichen.
05:40Am Mittwoch haben sich die Waldbrände in Teilen Frankreichs, Spaniens und Italiens weiter ausgebreitet.
05:46Inmitten einer Hitzewelle waren tausende Menschen gezwungen, ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen.
05:51In Des Girons, dem Südwesten Frankreichs, wurden über Nacht mehr als 10.000 Menschen aus dem Gefahrengebiet gebracht,
05:58mehr als 2.000 Hektar Vegetation sind vernichtet.
06:02Bis Donnerstagmorgen bekämpften 500 Feuerwehrleute den Brand, weitere Verstärkung aus der Luft war unterwegs.
06:08In Bordeaux kamen zwei Feuerwehrleute bei der Brandbekämpfung ums Leben.
06:13Unterdessen sind in Italien auf Sizilien Brände ausgebrochen.
06:18Tausende Einsatzkräfte wurden zur Unterstützung mobilisiert.
06:21Nach Angaben der lokalen Behörden wurden bis Mittwoch 300 der 344 gemeldeten Brände auf der Insel gelöscht.
06:29Auch hier forderte das Feuer das Leben eines Feuerwehrmannes.
06:33Er starb nach einem Einsatz in San Cataldo.
06:36In Spanien, südwestlich von Madrid, wurde ein Großbrand gemeldet.
06:40Zuvor hatte ein verheerendes Feuer bereits 32.000 Hektar Vegetation nördlich der spanischen Hauptstadt verwüstet.
06:51Die Europäische Kommission hat am Donnerstag eine Strafe von 890 Millionen Euro gegen Google verhängt.
06:57Der Vorwurf, Google soll sich selbst bevorzugt und App-Entwickler unfair behandelt haben.
07:02Gleichzeitig beratet die Trump-Regierung eine neue Runde von Handelszöllen vor.
07:06Mit der Strafe endet eine Untersuchung, die im März 2024 nach den Regeln des Digital Markets Act begonnen hatte.
07:13460 Millionen Euro der Strafe entfallen auf den Vorwurf, dass Google in der Suche eigene Angebote wie Shopping, Hotels und
07:20Flights bevorzugt und Konkurrenten benachteiligt habe.
07:25Die restliche Geldstrafe betrifft Vorwürfe, nach denen Google-App-Entwicklern verboten habe, Kunden auf günstigere Angebote oder Zahlungsmöglichkeiten außerhalb des
07:33App-Stores hinzuweisen.
07:35Brunsel verlangt zudem von Google, Dienste von Drittanbietern diskriminierungsfrei zu behandeln und Entwicklern die freie Kommunikation mit ihren Kunden zu
07:43erlauben.
07:46Google muss diesen Auflagen innerhalb von 60 Tagen nachkommen, andernfalls drohen tägliche Strafzahlungen in Höhe von bis zu 5 Prozent
07:53seines weltweiten Umsatzes.
07:55Kent Walker, President of Global Affairs bei Google, kritisierte die Entscheidung und bezeichnete sie als Produktbenachteiligung, die von eigennützigen Beschwerdeführern
08:03ausgingen.
08:03Die Entscheidung fällt in einer Zeit wachsender Spannungen zwischen der EU und den USA.
08:08Washington sieht die Digitalregeln der EU als großes Handelsproblem.
08:16Die Europäische Kommission hat gegen AliExpress eine Geldbuße in Höhe von 550 Millionen Euro verhängt.
08:23Der Vorwurf, das Online-Unternehmen biete weiterhin illegale, riskante und gefälschte Produkte an.
08:29Auf der chinesischen Plattform werden laut EU die Waren nicht ausreichend geprüft.
08:34Trotz Kontrollbemühungen bieten Händler dort demnach gefährliche Spielzeuge und Kosmetik an.
08:40Nach Ansicht der Kommission hat AliExpress kein wirksames System geschaffen, um illegale Produkte zu definieren und zu entfernen.
08:48Unseriöse Händler würden Waren falsch einstufen, um von weniger strengen Vorgaben zu profitieren.
09:11Das Verfahren war 2024 wegen möglicher Verstöße gegen das EU-Gesetz über digitale Dienste, kurz DSA, eingeleitet worden.
09:20AliExpress soll bis zum 20. Oktober einen neuen Aktionsplan vorlegen, um die Geldstrafe abzuwenden.
09:27Die EU geht gleichzeitig gegen die Fast-Fashion-Anbieter Temo und Shein vor.
09:35Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat die sichere tägliche Aufnahmemenge von TFA gesenkt.
09:41Der sogenannten ewigen Chemikalie, die weit verbreitet im Trinkwasser vorkommt.
09:45Die EFSA erklärte, die aktualisierten Werte basierten auf neuen Erkenntnissen,
09:49die unter anderem zeigten, dass TFA den Spiegel eines von der Schilddrüse produzierten Hormons verändert,
09:55das eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Körpers spielt.
10:00TFA wird in einer Vielzahl von Produkten verwendet, von Küchenutensilien und medizinischen Geräten
10:05bis hin zur Ausrüstung für die Verteidigung und saubere Energie.
10:09Ihre Verwendung kann jedoch Risiken für Mensch und Umwelt einschließlich der Tierwelt mit sich bringen.
10:16Laut EFSA könne TFA entstehen, wenn PFAS-Substanzen abgebaut werden,
10:21unter anderem aus bestimmten Wirkstoffen in Pestiziden.
10:23TFA könne dann in das Grundwasser, den Boden und Nutzpflanzen gelangen, so die Behörde.
10:27Die EU-Mitgliedstaaten sind verpflichtet, die PFAS-Konzentrationen im Trinkwasser zu überwachen,
10:33während andere Überwachungsprogramme die PFAS-Konzentrationen in Lebensmitteln erfassen.
10:41Die Europäische Union hat die 110 Milliarden Dollar Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount genehmigt.
10:50Die Zustimmung ist aber an bestimmte Bedingungen geknüpft.
10:54Brüssel erklärte, es sei unwahrscheinlich, dass der Deal den Wettbewerb in der Filmproduktion beeinträchtige.
11:00Dennoch hat die EU gewisse Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen des Deals auf den Filmvertrieb in Europa geäußert.
11:09Paramount soll sich daher verpflichten, seine Beteiligung an United International Pictures im europäischen Wirtschaftsraum aufzugeben.
11:17Paramount dürfe dort außerdem zehn Jahre lang keine Vereinbarung mit Universal über den gemeinsamen Vertrieb von Filmen treffen.
11:26In den USA steht der Deal weiterhin vor rechtlichen Hürden.
11:30Eine Bundesrichterin in Kalifornien hatte die Fusion in dieser Woche vorübergehend gestoppt.

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