00:01Waldbrände wüten weiterhin in weiten Teilen Frankreichs und Spaniens.
00:05Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen, während steigende Temperaturen und anhaltende Trockenheit die Lage verschärfen.
00:13In Brüssel werden rund um die Uhr Notfallressourcen aus 27 EU-Staaten und 10 Partnerländern koordiniert und neu verteilt.
00:24Nach dem Hilferuf Frankreichs vergangene Woche wurden Flugzeuge aus der Slowakei, Slowenien, Portugal und der Türkei in den Südwesten entsandt,
00:32während Serbien zusätzliche Hubschrauber zur Verfügung stellte.
00:35Die Europäische Union hat ihre Löschflugzeugflotte ausgebaut und 25 Wetter- und Brandexperten in Brüssel stationiert, um Brände und Risiken
00:44zu überwachen.
01:07Nach Angaben der Behörden wurden alle bisherigen Hilfsersuchen erfüllt.
01:11Mit Blick auf die angekündigten Hitzewellen, die weitere Brände in Europa auslösen könnten, bleibt die Lage jedoch angespannt.
01:24Nach Monaten mit Waldbränden, Überschwemmungen und schweren Unwettern hat die spanische Regierung 211 Regionen zu Katastrophengebieten erklärt.
01:36Zu den schwersten Ereignissen zählten die Brände in den Regionen Madrid, Avila und Toledo.
01:41Sie führten erstmals in der Geschichte Spaniens zur Ausrufung eines nationalen Notstands wegen Waldbränden.
01:47Besonders hart traf es die Gemeinde Navas del Rey, wo die Flammen tausende Hektar Land zerstörten.
02:07Die Brände hinterließen eine völlig verkohlte Landschaft und zerstörten Felder, Infrastruktur und wertvolle Naturflächen.
02:32Mit der Einstufung als Katastrophengebiet können die betroffenen Regionen nun staatliche Hilfen für den Wiederaufbau beantragen.
02:55Europa steuert auf die schlimmste Waldbrandsaison seit Beginn der Aufzeichnungen zu.
03:00Bislang sind mehr als 250.000 Hektar in Flammen auch gegangen.
03:06Das entspricht in etwa der Größe von Luxemburg.
03:09Da weitere Sommerwochen bevorstehen, wird der Rekord von 2025 mit mehr als 270.000 Hektar wohl gesprengt.
03:17Seit Jahresbeginn hat das Waldbrandinformationssystem der EU mehr als 1.200 Brände registriert.
03:26Frankreich war eines der am stärksten betroffenen Länder.
03:30Rund 260.000 Menschen wurden evakuiert.
03:33Im Departement Giron bei Bordeaux gab es die schlimmsten Schäden.
03:37Spanien wurde aber noch stärker getroffen.
03:42Mehr als 200.000 Hektar sind verbrannt, was etwa 0,4 Prozent der Landesfläche entspricht.
03:52Ministerpräsident Pedro Sánchez sprach von weiteren schweren Stunden,
03:56nachdem mehr als 90.000 Menschen rund um Madrid und Avila evakuiert werden mussten.
04:03Auch Portugal ist mit einer schweren Waldbrandsaison konfrontiert.
04:07Mit dem zweithöchsten Anteil an verbrannter Fläche, nämlich 0,3 Prozent des Landes.
04:17Der europäische Fußballverband UEFA hat die FIFA an einer am Dienstag veröffentlichten,
04:23scharf formulierten Stellungnahme für ihre Pläne kritisiert,
04:26Anteile an den Erlösen der Fußball-Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen.
04:30Die FIFA will dafür eine neue Gesellschaft mit dem Namen FIFA Forward Enterprise gründen.
04:35Sie soll Kapital von, wie es heißt, sorgfertig ausgewählten Investoren einwerben,
04:40um die Vermarktung und Durchführung der FIFA-Wettbewerbe zu finanzieren.
04:43Noch in diesem Jahr sollen bis zu 4,2 Milliarden US-Dollar eingesammelt werden.
04:48Zu den möglichen Investoren zählt auch Thrive Eternal, eine von Joshua Kushner gegründete Investmentfirma.
04:53Dessen Bruder Jared Kushner ist der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump.
04:58Nach Angaben der FIFA soll das Unternehmen langfristig mit rund 20 Milliarden US-Dollar bewertet werden.
05:03Die Einnahmen sollen in Förderprogramme für die 211 nationalen Mitgliedsverbände fließen.
05:08Die UEFA bezeichnete die Pläne als Grenzüberschreitung.
05:11Fußball gehöre nicht der FIFA und dürfe nicht zu einem Handelsgut werden,
05:15insbesondere solange unklar sei, wer finanziell von dem Vorhaben profitiere.
05:19Es ist bereits der zweite Versuch von FIFA-Präsident Gianni Infantino,
05:23einen milliardenschweren Deal mit privaten Investoren durchzusetzen.
05:26Bereits 2018 hatte er einen geheim gehaltenen 25-Milliarden-Dollar-Deal mit der japanischen Softbank vorgeschlagen.
05:32Das Vorhaben, das von saudischen Investoren unterstützt worden sein soll,
05:37sollte zusätzliche globale FIFA-Wettbewerbe finanzieren, scheiterte jedoch an massiven Widerstand der UEFA.
05:43Über den aktuellen Vorschlag sollen alle 211 FIFA-Mitgliedsverbände zu einem noch festzulegenden Zeitpunkt abstimmen.
05:49Infantino wirbt dabei mit deutlich höheren Fördergeldern.
05:54Im Vermarktungszyklus 2027 bis 2030 sollen die Ausschüttungen pro Verband mit bislang 8 auf 20 Millionen US-Dollar steigen.
06:04In den darauffolgenden WM-Zyklen könnten sie dann nach FIFA-Angaben weiter erhöht werden.
06:15Islamismus, wie Deutschland ihn beim Anschlag auf dem Berliner Christopher Street erlebt hat, sind Alltag für die Menschen im Iran.
06:21Das sagt die iranisch-amerikanische Aktivistin Masih Alinejad im Interview mit Euronews.
07:06Am Dienstag hat das iranische Regime zwei Männer im Zusammenhang mit Massenprotesten hingerichtet.
07:12Sie sollen an der Ermordung eines Polizeibeamten beteiligt gewesen sein.
07:15Doch auch außerhalb der Proteste müssen die Iraner immer wieder um ihr Leben bangen.
07:21LGBT-Community in Iran do not have a normal life.
07:26Not only they get executed by the Islamic Republic, but also they radicalized the men.
07:34They actually brainwashed some of the men in my country to go after them, the family members, and kill them
07:41in the name of honor killing.
07:43That is going to happen in Europe as well, because they're expanding their ideology everywhere.
07:48Um dem entgegenzuwirken, hat Alinejad den World Liberty Congress gegründet, mit Europazentrale in Berlin.
07:55Das Netzwerk ist eine Allianz aus Dissidenten und Demokratieaktivisten autokratisch regierter Staaten.
08:04Russland hat einen internationalen Haftbefehl gegen den Telegram-Gründer und CEO Pavel Durov erlassen.
08:10Der Vorwurf? Beihilfe zum Terrorismus.
08:13Moskau wirft dem gebürtigen Russen Durov vor, auf seiner Plattform Kanäle, Chats und Bots geduldet zu haben,
08:19die ukrainischen Geheimdiensten und extremistischen Organisationen zugerechnet werden.
08:24Diese hätten eine Rolle bei Angriffen mit zivilen Opfern gespielt.
08:27Der russische Untersuchungsausschuss prüft zudem Verfahren wegen der mutmaßlichen Anwerbung von Jugendlichen für Terrorismus und Sabotage über einen Chatbot.
08:36Russische Behörden leiten gegen politische Gegner immer wieder Verfahren ein,
08:40die mit Vorwürfen im Bereich Terrorismus oder Extremismus begründet werden.
08:45Der seit Jahren im Ausland lebende Durov, der einen französischen Pass sowie die Staatsangehörigkeit der Vereinigten Arabischen Emirate besitzt,
08:52wies die Vorwürfe zurück und sprach von einem politisch motivierten Vorgehen.
08:57Der 41-Jährige lebt in Frankreich, wo er ebenfalls mit juristischen Problemen konfrontiert war.
09:03Dort ging es um Vorwürfe im Zusammenhang mit der Verbreitung illegaler Inhalte über Telegram.
09:14Traditionelle Pferdekutschen für Touristen, die sogenannten Botticelle, sollen in Italien verboten werden.
09:19Ein entsprechender Gesetzentwurf ist der Abgeordnetenkammer in Rom vorgelegt worden.
09:25Der Vorschlag wurde von Sozialdemokraten, Grünen und der Fünf-Sterne-Bewegung eingebracht.
09:30Sie wollen Artikel 70 der Straßenverkehrsordnung ändern, der öffentliche Verkehrsdienste mit von Tieren gezogenen Fahrzeugen regelt und damit deren Betrieb
09:40erlaubt.
09:44Tierschutzorganisationen beklagen schon lange, dass moderne Straßen für die Tiere nicht geeignet sind.
09:49Bei extremen Temperaturen können die Pferde auf dem glühend heißen Asphalt kaum laufen.
09:54In der Hitze waren auch Pferde zusammengebrochen.
09:59Für die Befürworter der Änderung ist das weitere Ziehen von Pferdekutschen im Herzen der Hauptstadt eine Praxis, die der Vergangenheit
10:07angehört und nicht der Zukunft.
10:17BMW legt als weiterer großer Autobauer ein Sparprogramm auf und baut in Deutschland mehrere tausend Stellen ab.
10:25Die weltweite Belegschaft von BMW soll um rund 8.000 Mitarbeiter schrumpfen.
10:30Das Unternehmen und der Betriebsrat haben sich auf ein Programm für sogenannte freiwillige Austritte verständigt.
10:36Betroffen sind vor allem Verwaltungs- und Entwicklungsstellen.
10:38Die Produktionsbereiche sollen davon nicht betroffen sein.
10:42Es ist das größte freiwillige Abfindungsprogramm der Konzerngeschichte.
10:46Die Höhe der Abfindungen richtet sich nach Einkommen und Länge der Betriebszugehörigkeit.
10:51Das Sparprogramm soll im Oktober 2026 beginnen und bis Ende 2027 laufen.
10:58BMW rechnet damit, dass durch die Maßnahmen ab 2028 jährliche Einsparungen in Höhe von rund einer Milliarde Euro möglich sind.
11:06Mehr als die Hälfte der BMW-Beschäftigten arbeitet in Deutschland.
11:10Daher dürfte ein großer Teil des geplanten Stellenabbaus auf den Heimatmarkt entfallen.
11:15Ein weiterer Automobilhersteller, Porsche, schlägt beim Stellenabbau denselben Weg ein.
11:20Der deutsche Luxusautohersteller gab am Montag bekannt, er werde bis 2035 weitere 5.000 Stellen abbauen, um Kosten zu senken.
11:29Die Maßnahmen folgen auf eine angespannte Lage in der Autoindustrie.
11:33Große deutsche Hersteller haben aufgrund der wachsenden Herausforderungen mit China, des Kostendrucks und der zurückhaltenden Nachfrage ihre Prognosen gesenkt.
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