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Transkript
00:05Ja, wir sind heute wiederum bei Robert Sommer. Wir haben uns heute wieder ein Thema ausgesucht.
00:12Die Medien waren schon sehr interessant, aber auch das hat einiges an, sagen wir mal so fast
00:18so gesprengt, es geht um Gesundheit. Das heißt Gesundheitssystem. Schön, dass ihr da seid. Wir
00:25sind alle fit. Vor einem Jahr haben wir da den Fuß gebrochen hinter unserem Pool und fußtet
00:31dann ins Spital. Deswegen kann ich auch von der Patientenseite einiges dazu sagen, nicht
00:35nur von der politischen. Jetzt, oh welch Wunder, unser System ist nicht mehr das, was es einmal
00:42war. Liegt natürlich jetzt nicht unbedingt bei der letzten Regierung an, das hat sich
00:47schon über längere Zeit, glaube ich, aufgebaut. Natürlich, man muss aber vieles dazu sagen,
00:53das kann man nicht in einem Satz beantworten, sonst wäre es ja populistisch. Wir leben hier
00:56an der ungarischen Grenze, in Nickelsdorf. Wir sind ja Wiener und Nickelsdorf, aber Ungarn
01:01ist gleich vor der Tür. Und da muss man sagen, ich bin oft in Ungarn und weiß, wie es dort
01:04ausschaut. Also dort müssen Sie Patienten, ihr Toilettpapier ins Spital mitnehmen. Patienten,
01:09die zum Teil Mindestpension von unter 100 Euro haben. Das heißt, wir müssen es kritisieren
01:14bei uns, wir müssen es erneuern, aber wir sind immer noch auf einem guten Niveau. Ich bin ja
01:18öfters auch beruflich in Amerika gewesen, da habe ich Kollegen gehabt, die waren in irgendeinem
01:22lokal ein bisschen übel und vor lauter Angst, dass der dann geklagt wird, hat der Inhaber
01:25des Geschäftes die Rettung geholt, dort kommt eine gleiche Polizei und Feuerwehr, der hat
01:29eine Rechnung gekriegt von 10.000 Dollar. Das heißt, wenn du bei uns irgendwas zusammenbrichst,
01:33wirst du gratis behandelt. Man muss immer noch sagen, das System funktioniert, aber du
01:37hast völlig recht, es bedarf dringender Korrekturen. Und mir ist nur wichtig, dass man auch mitkriegt,
01:43dass nicht alles am Boden liegt. Also wir müssen etwas tun, damit es auf einem High-Level bleibt.
01:48Was müssen wir tun? Ich sage einmal das Erste, dann können wir ja ins Gespräch gehen.
01:52Es liegt ja auch viel an der Gesellschaft. Wir sind früher wie jung, wenn wir mit einem
01:57Husten zum Arzt gegangen. Heute, wenn es dir ein bisschen Wehweh hast, die Leute rennen
02:01zum Arzt. Die praktischen Ärzte sind völlig überfüllt. Du kannst nicht mehr hingehen.
02:04Wir gehen Wehwehchen, wir gehen oder ins Spital oder dorthin oder dorthin. Und dann gibt es
02:09natürlich politische Gruppierungen, die das ausnützen. Ich sage es jetzt ganz offen, das sind
02:13halt die deutlich rechts der Mitte, die sagen, das sind nur die Ausländer, die das machen.
02:17Was natürlich auch Blödsinn ist, weil die Österreicher, wenn es einen Husten haben, gehen genauso
02:20zum Arzt. Also wir sind genauso wie die. Und natürlich belasten unter Anführungszeichen
02:25Menschen mit Migrationshintergrund das Gesundheitssystem. Aber sie sind auch Teil des Gesundheitssystems.
02:31Als ich mir vor einem Jahr den Fuß hier gebrochen habe, fuhr mich ein Freund in die Klinik
02:37Donaustadt. Und natürlich waren dort viele Patienten mit Migrationshintergrund sichtbar oder
02:41hörbar. Aber bis auf den Wiener Portier, der hat gesagt, da geh rum, waren alle, die
02:47mir geholfen haben, auch mit Migrationshintergrund. Oder einfach Ausländer. Das war von den
02:52Raumpflegerinnen, die mir dann sogar gestützt haben, weil ich nicht gut gehen konnte, weil
02:55ich noch keine Krücken hatte, bis zum ersten Orts, bis zum zweiten Orts, bis zum Gipser,
03:00bis zum Security mit dem Landgerät habe. Das waren alles Menschen, die entweder hier nicht
03:04geboren sind oder Migrationshintergrund haben. Das heißt, das Thema, und ich glaube, da sind
03:10wir uns einig, kann man nicht auf das Ausländer-Thema reduzieren.
03:14Das würde ich auch so sehen, also unbedingt sogar. Jetzt, wenn man ein bisschen zurückblickt,
03:20war einiges anders. Das heißt, jetzt Krankenkasse-Reform, die Frage ist es, war es wirklich eine echte
03:26Reform?
03:27Ja.
03:28Also das wage ich zu bezweifeln.
03:29Also die Reform war schon mal keine gut.
03:31Und die Patienten-Milliarde, also von der, glaube ich, weiß man heute nichts mehr.
03:35Das war ein Milliardengrab und ist natürlich völlig in die Hosen gegangen. Also die damalige
03:40Gesundheitsministerin, Hardinger Klein, glaube ich, hieß sie, war ein Desaster. Aber mittlerweile
03:46sagen die, die ihrer Partei angehören, jetzt ist die jetzige Regierung schuld. Nein, es bedarf
03:51natürlich, es bedarf natürlich großer Reformen. Der nächste Schritt, den wir machen, den wir
03:56nicht machen sollen, ist der in Deutschland. In Deutschland haben sie jetzt eine Reform gemacht,
03:59wo Patienten, oder sagen wir so Arbeitnehmer, die halt zu Patienten werden, weil sie kränklich
04:04sind, am ersten Tag ihrer Arbeitsunfähigkeit sofort zum Arzt gehen müssen. Da sind ja noch
04:11mehr Leute dort. Also ich glaube, was ganz, ganz wichtig ist, wenn man noch im Arbeitsprozess
04:15ist, dass hier wieder ein Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer besteht.
04:20Früher, als ich jung war, war das klar, man hat den Chef nicht gelingt und der Chef hat
04:26Vertrauen gehabt. Da hat man gewusst, wenn ich daheim bleibe, wenn ich daheim bleibe, dann
04:29bin ich wirklich krank, dann habe ich 40 Grad Fieber. Und dieses Vertrauensverhältnis
04:33muss wieder entstehen und man muss das nicht über Gesetze regeln. Man kann es nicht über
04:37Gesetze regeln. Stell dir vor, du bist ein bisschen krank, denkst, ich will die Kollegen
04:41nicht anstecken, ich habe jetzt 37,6 Fieber oder was, schau mal, einen Tag bleibe ich daheim,
04:46rufe den Chef an und der sagt, ich vertraue dir, aber das Gesetz verlangt, du musst jetzt
04:50zum Arzt gehen. Jetzt geht der raus, da ist die Gefahr, dass er noch kränker wird, dass
04:55er andere ansteckt, dass er das System belastet. Das ist doch idiotisch, oder?
04:59Dann müssen wir einfach durch das Vertrauensverhältnis, glaube ich, kann man einiges regeln.
05:03Ja, dass es auch Leute gibt, wo dann die Montagskrippe oder die Montagskrankheit gibt.
05:09Selbstverständlich.
05:09Das muss immer wieder geben, das hat es früher gegeben auch.
05:13Ich habe jetzt in meinem Blog einmal geschrieben, ein Gesundheitssystem, oder so ein Sozialsystem,
05:17habe ich geschrieben, Gesundheit gehört ja dazu, ein Sozialsystem, das man nicht ausnützen
05:21kann, ist kein gutes Sozialsystem. Du wirst immer Leute finden, die es ausnützen. Das kannst du
05:25vom Gesetz her schwer regeln. Wenn man draufkommt, kann man eh Konsequenzen sehen. Es bleibt ja
05:29verboten.
05:30Absolut, ja.
05:31Aber ich bin dagegen, das Sozialsystem und das Gesundheitssystem jetzt für uns jetzt
05:36als Kundinnen und Kunden, das so zu reduzieren, dass wir die Leitrangheiten sind. Das kann
05:40es auch nicht sein.
05:41Für mich gefühlt ist diese Leistungspalette geringer geworden. Ich weiß nicht, ob das tatsächlich
05:47los ist, aber für mich subjektiv gefühlt, zum Beispiel ob es jetzt Zahnersatz ist, ob es
05:52jetzt Augen sind, Heilbehelfe sind. Nur um einige Punkte zu nennen, die rasch steigenden Rezeptgebühren,
06:01wie auch immer. Also irgendwie habe ich das Gefühl, dass es etwas nicht unbedingt zum Vorteil
06:07ist.
06:07Das ist völlig richtig. Aber der Grund, und das ist ja das Interessante, wir haben so ein
06:10gutes Gesundheitssystem, dass die Leute immer älter werden. Die Leute werden ja nachweislich
06:15älter. Früher, wenn du mit 60er Lohnentzündung gehabt hast, also vor 100 Jahren bist du
06:19gestorben. Heute ist es eine Balle. Wenn du Glück hast, bist du nach drei Tagen wieder
06:23gesund. Das heißt, unser Gesundheitssystem ist so gut, dass die Menschen immer älter werden
06:28und dadurch das Gesundheitssystem belasten. Es ist ein bisschen auch verrückt. Aber man
06:32muss darauf reagieren. Man muss das Geld umleiten und noch mehr ins Gesundheitssystem
06:37stecken, finde ich. Wir gehen mal unnötige Dinge aus, da sind wir uns ja alle einig. Gesundheit
06:41ist aber doch, nebst Frieden, das Wichtigste. Und das kann doch nicht sein, dass ich zum
06:46Zahnarzt gehe und lasse mir dort, weil Gott sei Dank, da oben habe ich jetzt schon alles
06:50gemacht, lasse mir ein Zahn reißen, weil er halt eitrig ist. Aber den Ersatz muss ich
06:55mir selber zahlen. Also das Reißen wird ja bezahlt, auch die Injektion. Und dann stehst
07:00da und niemand hilft da weiter. Das heißt, du musst dann zahlen, das Implantat hat sowieso
07:05Kostenvermögen, weit über 1000 Euro. Die Leute werden gezwungen, dass da nach Ungarn rüber
07:09fahren, nach dem Aschein mag ich aber, die leben davon, dass es bei uns so teuer ist.
07:13Dann kostet die Krone, du hast so 200-300 Euro, wenn du eine gute hast, dann bist du fast
07:17bei 2000 Euro, bei einem Zahn. Also wenn das so wie ich da oben alles künstlich
07:21hast, ich habe von Natur aus keine guten Zähne, sonst bin ich sehr gesund, das habe ich halt
07:26geerbt, hast du einen Kleinwagen im Mund. Wobei das ja irgendwo ein bisschen ein Widerspruch
07:32ist, weil wenn ich Menschen, die sich das vielleicht nicht leisten können, ist das ja ein nicht
07:37funktionierendes Kiefer, folgt ja wiederum andere Erkrankungen, ob es jetzt Magenerkrankungen
07:43ist, wie auch immer. Ja, auch am Arbeitsmarkt, ich meine, wenn du jetzt komplett schlechte
07:46Zähne hast, wer nimmt die denn im Verkauf oder in der Gastrause kennen, also das ist ja
07:51auch eigentlich idiotisch. Oder bei den Brillen, ich zum Beispiel habe eigentlich immer gute
07:55Augen gehabt, dann kam der Computer, dann kam der Bildschirm, dann kamen die Handys und
07:59die Augen haben sich verschlechtert. Also eher Richtung Astigmatismus. Na, wer zahlt da denn
08:03das? In Wirklichkeit musst du zu einem privaten Augenarzt gehen, wenn ich zu einem nicht privaten
08:08gehe, zu einem Kassenarzt, muss ich mir einen Tag freinehmen, was ein Selbstständiger nicht
08:11geht. Ich meine, ich kann mir freinehmen, aber dann habe ich vier, fünf Termine nicht
08:14gemacht oder vier, fünf Jobs nicht und das geht halt nicht, das will ich nicht. Also
08:18gehe ich privat. Zum Glück kenne ich jemanden, mit dem ich in die Volksschule gegangen bin,
08:22aber zahlen muss ich trotzdem. Oder auch ins Gymnasium, den kenne ich schon ewig. Aber
08:25der wird auch einmal irgendwann in die Pension gehen. Irgendwann sind diese Beziehungen
08:28vorbei, weil die ja einmal aufhören. Dann gehst du halt zu irgendeinen und zahlst einmal
08:32zwei, dreihundert Euro nur, damit man sich die Augen anschaut. Und dann gehst du zum
08:35Optiker. Und was kriegst du von der Krankenkasse? Ich reiche das ja gar nicht mehr ein, weil
08:39das Einreiche eine Beleidigung für mich als Kunde ist. Und dann kriege ich 15,50 Euro
08:43oder was. Absolut.
08:44Also auf das Pfeife, da ist mir die Arbeit. Da mache ich lieber andere Arbeit und verdiene
08:47mehr. Also die Brille, die ich jetzt habe, die habe ich mir auch ohne Recht gehalten.
08:50Voll bezahlt. Und da müssen wir das System ändern, weil wenn die Leute nicht gut sehen, was
08:54passiert. Unfälle im Straßenverkehr. Sie werden unsicher. Bitte, wir müssen wir
08:58in das Gesundheitssystem investieren. Job. Job, natürlich. Wir müssen arbeiten ohne
09:02gute Sicht. Ältere Menschen verlieren den sozialen Kontakt. Und das ist auch mein Appell
09:06an die Politik. Wir müssen in das System investieren. Aber auch die Menschen müssen
09:12wieder zurück zu dem, was vorher war. Also man darf es nicht zu sehr ausnützen. Aber
09:15der Grund, warum wir so viel Geld brauchen für das Gesundheitssystem ist, dass die Menschen
09:21eben älter werden. Mir hat ein guter Arzt gesagt, weil er sich auf meine Augen konzentriert
09:26hat, der menschliche Körper ist eigentlich nur für 60 Jahre gebaut. Und alles, was wir
09:31jetzt haben, wenn ich das so sagen darf, haben wir, weil wir eigentlich gar nicht leben
09:34dürfen. Aber unser Gesundheitssystem ist so gut, dass wir viele kranke Menschen oder
09:39Kränkliche retten. Die Impfungen, alles was wir haben. Wir wären vor 200, 300 Jahren
09:43waren wir schon wahrscheinlich an irgendeiner Seuche gestorben.
09:4550 Jahre sogar. Zur Zeit von Jesus Christus war die Lebenserwartung um die 30. Jetzt
09:51gehen wir Richtung 80. Die wird wahrscheinlich in Amerika wieder sinken, weil da gibt es sehr
09:55viele Impfgegner. Gut, das ist eine eigene Geschichte, die etwas mit Donald Trump zu tun
09:59hat. Aber der ist dann hoffentlich auch bald Geschichte. Schauen wir mal. Der näher sich
10:03ja dem 80er und da wird dann lieber Gott oder wie auch immer dann auch die Abberufung irgendwann
10:07einmal einleiten und ich hoffe, dann kommen vernünftigere Leute. Natürlich sollte man sich
10:10gegen Masern impfen lassen, vor allem die Kinder, die sich nicht selber entscheiden
10:13können. Es ist einfach ein Virus und gegen den kann man sich schützen. Und die Kinder
10:17kriegen ja schon bei der Geburt die Impfungen. Und viele Kinder sind ja früher schon nach
10:22der Geburt gestorben, weil sie die Impfungen nicht hatten. Also wir dürfen das System nicht
10:25verteufeln, sondern wir müssen es adaptieren. Wir müssen es reformieren. Absolut.
10:29Weil ich kann mich sogar noch erinnern, meine Kinder, da habe ich ein Mädchen in Niederösterreich
10:34oder in der Steiermark bei einem Bauernhof gesehen, die mit so komischen Schienen gegangen
10:38ist. Und ich habe zu meinen Eltern gesagt, was ist das? Ja, die hat Kinderlähmung.
10:41Da etwas, was wir heute Gott sei Dank nicht mehr kennen. Wir brauchen nicht mehr diese
10:45Schluckimpfung und die Sache ist ja lediglich. Aber das zu verteufeln ist halt auch sehr
10:48cool. Weil wir sind damals auch ein Fehler der Politik zu sagen bei Corona, dass man mit der
10:52Impfung es nicht kriegen kann. Natürlich konnte man Corona auch kriegen, nur die Auswirkungen
10:57sind nicht. Du kannst ja auch Kinderlähmung kriegen, aber dein Leben ist nicht verfuscht.
11:00Oder Bocken. Man kann natürlich auch immer noch Bocken kriegen, nur dein Leben ist nicht
11:05verfuscht. Die Auswirkungen sind andere. Auf das hätte es mal sagen müssen. War auch
11:08ein Fehler der Politik innerhalb der Gesundheitsdiskussion. Absolut.
11:12Aber prinzipiell hilft der Impfung. Und jetzt, das stört mich ja auch so immer den Impfgegnern
11:17oder den Gegnern des Systems, die dann immer sagen, ja, die Pharmaindustrie verdient.
11:22Ja, natürlich verdient es daran, aber wir überleben ja deswegen. Jeder verdient.
11:26Die Ärzte, wenn ich jetzt eine Operation habe, am Blinddarm verdient das Spital auch. Aber
11:31lasse ich mich nicht operieren. Natürlich lasse ich mich operieren. Aber die sollen
11:33auch verdienen. Und ich bin ja auch der Meinung, dass zum Beispiel praktische Ärzte
11:37viel mehr verdienen sollen. Jetzt hat es Allgemeinmediziner. Die kriegen ein paar Euro
11:41für das Rezept. Natürlich braucht er 200 Patienten am Tag. Und wie viel Zeit hat er dann?
11:45Zehn Sekunden. Das ist doch absurd, dass man den für den Besuch, also für den nur mehr
11:50ein paar Euro gibt. Dann schreibt er selbst nur ein paar Cent mehr. Der soll gut verdienen,
11:55der soll sehr gut verdienen. Das ist ja nicht einmal eine Mutwilligkeit, aber es bleibt
11:59ihm gar nichts anderes übrig. Selbstverständlich. Einfach wirtschaftlich überleben zu können.
12:02Der muss ja Mieten zahlen, der Privatlehm, der muss ja sein Leben irgendwie auf der Reihe
12:06kriegen. Und dass das gehört, auf jeden Fall geändert. Dass der zum Beispiel eine Fixung
12:10kriegt oder halt, der sagt, insgesamt hast du halt 500 Patienten, du kriegst denen
12:14den Betrag. Dann kann er sich auch Zeit nehmen. Wir brauchen schon eine ultimative Änderung
12:18des Systems. Ich glaube, das wäre die erste Anlaufstation, eben der praktische oder
12:22allgemein Mediziner, wie es jetzt heißt, wo man hingeht und sich einmal beraten lassen
12:26kann. Und der dann aber wirklich zielgerecht sagt, du musst zu den Arzt.
12:31Oder gar nichts. Oder gar nichts. Ich meine, es gibt gute Alternative in Wien. Das sind
12:35diese PVEs. Die halte ich für großartig. Absolut.
12:37Diese Primärversorgungseinheiten. Weil dort hast du ja mehrere Ärzte auf einen Haufen, sage
12:41ich einmal, despektierlich. Und die sind wirklich top. Die sind junge, engagierte Medizinerinnen,
12:46Medizinerinnen, Mediziner, aber auch Orthopäden. Und ich war oft bei Eröffnungen
12:49dort. Und die reichern das System, glaube ich. Das ist ein erster Schritt in die richtige
12:53Richtung, wo man dann sagen kann, pass auf, die tut Knie weh, da hast du dann Orthopäden.
12:57Schauen wir sie gleich an. Das schauen wir sie gleich an.
12:59Damit entlastet man ja wieder die Spitalsanbälle.
13:01Selbstverständlich. Und das soll ja das Ziel sein. Im Spital soll ja der allerletzte
13:05Schritt sein. So mit meinem Bruch, ich wusste ja nicht, dass es ein Bruch ist, musste ich
13:10in ein Spital, wo wäre eröntgenisiert. Ich kann ja nur in ein Spital röntgenisiert
13:14werden. Ich war dann später bei einem privaten Sportarzt, weil ich halt als ehemaliger
13:19Sportjournalist diese Beziehungen habe. Und der hat aber auch kein Röntgen. Der war froh,
13:23dass ich mit den Röntgenbildern gekommen bin. Und der hat mir dann dementsprechend geholfen.
13:26Muss man sagen. Absolut, ja.
13:28Aber auch wieder privat natürlich, weil diese Verpflegung oder diese Behandlung Woche für
13:34Woche, das gibt da kein Spital. Das ist auch nicht notwendig, muss man sagen. Aber man sieht,
13:38was es wert ist, weil viele, die das hatten, also Trümmerbruch des Mittelfußknochens,
13:42haben Riesenprobleme ihr Leben lang. Auch bei Wetterumschwung, ich habe gar nichts. Null.
13:47Also ich kann theoretisch einen Marathon rennen. Theoretisch machen Sie. Lassen wir es bei.
13:51Das ist natürlich einmal die Sache, ob man dann wirklich die Behandlungen bekommt, die man
13:55braucht.
13:56Naja, du brauchst, es gibt diese Regeln, der Drei-Klassen-Medizin, sagt man in Wien. Das
13:59heißt, du musst, das eine ist die Krankenversicherung, dann brauchst du Geld oder halt eine
14:05Versicherung, eine private, was jetzt gleich ist, weil die muss ich zahlen. Und,
14:08das habe ich gemerkt, was das Allerwichtigste ist, Beziehungen. Beziehungen. Und deswegen
14:13schaue ich, dass ich viele junge Ärzte schon wieder kenne, weil mit denen ich in die Schule
14:16ging, die gehen auch langsam in Beziehung. Also ist es wichtig, junge Ärztinnen und Ärzte
14:20zu kennen, die sich um dich kümmern. Das ist halt in meinem Beruf relativ leicht. Andere
14:26haben es nicht. Also selbst der Privatarzt, wo ich angerufen habe und die haben gewusst,
14:29ich zahle es, ich muss ja zahlen, haben gesagt, in drei Monaten. Dann habe ich gesagt,
14:33ich komme von dem oder dem morgen. Am nächsten Tag, am gleichen Tag kommen können. Also
14:39das heißt, Beziehungen sind das Wichtigste. Absolut. Jetzt, wir haben das Spital schon
14:44angesprochen, das ist ja auch ein Punkt, der jetzt immer brisanter wird. In Wien ist man
14:49noch in einer relativ guten Situation, wenn ich einen Angehörigen in einem Wiener Spital
14:53habe. Ich kann ihn dann relativ schnell erreichen. Wenn ich jetzt ein Niederösterreicher bin
14:57und ich bin in der glücklichen Lage, dass mein Angehöriger vielleicht am Städten ins
15:01Spital kommt, obwohl ich in Gensandorf zu Hause bin, dann habe ich ein Problem, dass
15:05ich den in regelmäßigen Abständen besuchen kann, was für einen Heilungsprozess mitunter auch
15:10nicht schlecht wäre, wenn ich den öfter sehe.
15:11Natürlich, das ist völlig richtig. Es ist in Wien natürlich in einer Stadt wesentlich
15:14leichter. Wobei generell unterstütze ich den Vorschlag der Wiener Stadtregierung, dass
15:19man eine Gesundheitsregion Ost schafft. Denn wir sind so eng verbunden. Das ist das ja
15:23an mir. Ich bin Wiener, lebe jetzt sehr viel da, habe ich eine Wiener Wohnung, arbeite
15:27sehr viel in Wien, bin aber auch da sehr viel tätig. Und ich kenne viele Nickelsdorfer,
15:31die in Wien arbeiten, die auch in Wien leben. Und das muss man zu einer Einheit zusammenfassen.
15:36Ich weiß nicht, warum sich Niederösterreicher und Burgenland dagegen wehrt. Also ich bin
15:39dagegen, es dem Bund zu übergeben. Das halte ich für, da bin ich total dagegen, das halte
15:43ich für vertraut, muss man ehrlicherweise sagen. Weil das gehört schon regional geregelt.
15:47Aber die Ostregion sollte auch politisch, egal ob man sich jetzt versteht oder nicht,
15:52da weißt du, was ich meine, ich war Ludwig Toskocil, sollte trotzdem politisch zusammenwachsen,
15:57aber vor allem im Gesundheitswesen. Weil es absolut notwendig ist. Mödling, das sind ja
16:02alles halbe Wiener, die dort leben. Wobei ich Wien verstehe natürlich, in Niederösterreich
16:06ist es schon so, dass man halt relativ wenig hat und alle nach Wien schickt.
16:09Und dass dann die Wiener einmal sagen, naja, wir behandeln ja eh die spontanen Fälle
16:14bei Lebensgefahr, ist ja kein Thema. Aber dann zum Beispiel die Hüftoperation, wenn es
16:18diese Region nicht gibt, die muss halt dann jedes Bundesland für seine Leute schaffen.
16:22Also da verstehe ich Wien, weil die haben ja Milliarden ausgeben für Niederösterreicher
16:25und Burgenländer in der letzten Zeit. Und irgendwann schaffen sie das nicht mehr.
16:28Ja, weil das ist der Kostenfaktor, bleibt dann bei der Stadt hängen.
16:31Bleibt hängen. Noch dazu haben wir natürlich in Wien die meisten Menschen, die geflüchtet sind.
16:36Und der Bund verpflichtet ja Wien, für die zu sorgen.
16:39Es ist ja nicht so, dass die alle nach Niederösterreich kommen oder ins Burgenland,
16:43sondern die kommen ja nach Wien, weil da ist die Community, da ist die größte Chance
16:46auf Arbeitsplätze. Die kennen Wien, kennt man. Nikolaus kennt ja keiner.
16:50Die kommen zwar über die Grenze, aber dann ist schon das erste Ziel eher Wiener,
16:53muss man sagen. Es bleiben zwar einige hier oder sind hier geblieben.
16:56Aber natürlich zieht es alle nach Wien. Das hat nichts mit der Vorsorge zu tun,
17:00nicht mit der Mindestsicherung oder der Grundsicherung, sondern weil dort die Community ist,
17:05weil da davon viel mehr Syrer, Afghanen, Tschetschenen sind.
17:07Ist ja logisch, dass ich da und so meine Freunde gehe.
17:10Und der Bund verpflichtet Wien, auch diese Menschen zu versorgen, was man auch will,
17:13was ja auch okay ist. Aber dann muss Wien immer noch mal sagen, wir können es nicht mehr.
17:17Dann muss halt Niederösterreich und das Burgenland seine Bürger verpflegen.
17:22Außer wir machen eine Ostregion. Und das halte ich dann für das Beste.
17:24Ich würde ja auch so sagen, es hat ja den Verkehrsverbund Ost gehen lassen.
17:27Das heißt ja jetzt nicht mehr so. Aber das war ja eine gute Einrichtung
17:30und hat lange Zeit funktioniert.
17:32Natürlich. Es ist ja auch eine Region.
17:34Und wir müssen ja sparen und früher oder später wird es diese neuen Bundesländer
17:39an Papier geben. Burgenländer bleibt der Burgenländer.
17:42Aber ich glaube, die Administration kann man gemeinsam regeln.
17:45Wird aber schon notwendig sein von den Finanzen.
17:47Ich weiß, von den Finanzen, weil es einfach, ja, bei aller Liebe zur Regionalisierung,
17:54und die soll es ja auch geben. Ich bin ja nicht dagegen, dass es es gibt.
17:56Aber wir sind der EU beigetreten. Also hier oben einer Institution.
18:00Da können wir unten ein bisschen einsparen, muss man sagen.
18:03Bei allem Bekenntnis zum Föderalismus. Also ich bin jetzt nicht gegen Föderalismus.
18:07Aber die Ostregion ist ja auch ein Föderalismus.
18:09Genau.
18:09Es ist ja nur ein Zusammenarbeiten der föderalen Strukturen.
18:12Genau.
18:13Ja, und das ist ja, wenn man sich anschaut, so ganz kleine Bundesländer wie zum Beispiel
18:18Saffordberg.
18:18Das ist...
18:20Ja, und es wächst ja auch alles zusammen.
18:22Absolut.
18:22Früher war der Vorarlberger, der ist arm im Leben über den Berg gekommen, nach Tirol.
18:26Aber heute arbeiten die teilweise in Tirol.
18:28Wie gesagt, hier, die Menschen pendeln.
18:30Das ist auch ein Teil des Wohlstands.
18:32Also muss ich auch in der Gesamtstruktur schauen, auch im Gesundheitswesen, das zusammenwächst.
18:35Wobei, da gibt es einen bösen Litz, der gesagt hat, was Gott durch einen Berg trennen soll,
18:38soll der Mensch sich mit einem Tunnel verbinden.
18:40Natürlich, das war der Vorarlberger Landeshauptmann.
18:42Aber heute, damalige, heute, glaube ich, würde man das nicht wiederholen.
18:45Und alle sind froh, dass es das gibt, auch die Tunnel, Steiermark, Kärnten, für den Zug.
18:51Alles, was sich globalisiert, ist in dem kleinen Österreich einmal wichtig.
18:54Also wir arbeiten zusammen, wir leben in einer globalisierten Welt.
18:58Wir können nicht sagen, Fahdberg oder Burgenland kapselt sich ab von der Welt.
19:02Also das wäre ja auch so.
19:02Das soll auch nicht funktionieren.
19:04Jetzt haben wir ja die Spitäler.
19:07Es gibt dann jetzt teilweise, dass die Spitäler zusammengelegt werden.
19:11Vor allem stark, in Niederösterreich sieht man das sehr stark.
19:14Nicht zu jeder Zufriedenheit.
19:16In Burgenland wird es wieder gebaut.
19:18Hinternehmen wird Gold gebaut.
19:19Gibt es auch Kritik und Bürgerinitiativen dagegen.
19:22Also es gibt zwei Denkschulen.
19:23Genau.
19:24Ich glaube, die Wald liegt wie immer in der Mitte.
19:27Es bringt jetzt nichts, Spitäler auf Druck zusammenzulegen
19:31oder Spitäler auf Druck neu zu bauen.
19:33Ich glaube, da sind wir wieder in der Region Ost.
19:35Ich glaube, die Region Ost sollte sich zusammentun
19:37und schauen, da machen wir Herzklinik.
19:40Da machen wir was für die Orthopädie.
19:42Da machen wir aber was für Frauen oder was.
19:44Also wo halt wirklich Spezialisten für Gynäkologie sind.
19:47Dass es wirklich spezielle Kliniken sind,
19:49und die kann man heutzutage ja verbinden.
19:51Jeden Tag fliegt da der Hubschrauber.
19:52Wenn da eine Notfall ist, kann ich mit dem Hubschrauber hinfliegen.
19:54Also es bringt nichts, alles anzubieten
19:57und möglichst viele Spitäler, finde ich.
20:01Genau, weil das ist das Problem,
20:02dass wenn ich heute fünf Spitäler habe,
20:04an den fünf Spitälern überall spezialisiert bin,
20:07also alle Zweige anbiete,
20:09wird das wahrscheinlich irgendwann nicht mehr finanziert.
20:11Genau, da sind wir wieder bei Region Ost.
20:13Genau.
20:15Ein wichtiger Punkt auch,
20:17wo es mir so auffällt,
20:18ist jetzt zum Beispiel,
20:19vor allem Niederösterreich ist davon betroffen,
20:21das Notarztsystem.
20:23Also wenn man anscheinert,
20:24es soll ziemlich ausgedünt werden.
20:25Es wird dann immer wieder gesprochen,
20:27es wird dann den Hubschrauber geben,
20:29es wird Notfallsanitäter geben,
20:31die erweiterte Kompetenzen haben.
20:35Nur für mich persönlich
20:36ist der Zeitpunkt 2027 zu früh.
20:40Sicher.
20:42Also es ist einfach zu früh
20:43und dann könnte es tragische Fälle geben.
20:46Also gerade im Gesundheitswesen
20:48darf man gewisse Dinge nicht übers Knie brechen.
20:50Und da muss man dann auch schon wieder
20:51die regionalen politischen Vertreter einbeziehen.
20:55Da mache ich eine Bürgermeisterkonferenz
20:56und frage einmal,
20:57wie schaut es bei euch aus?
20:58Geht das überhaupt?
20:59Oder müssen wir es verlängern?
21:01Es wird natürlich sein,
21:02dass man in Zukunft,
21:03wenn es jetzt viele Hubschrauber gibt,
21:05so wie ich gesagt habe,
21:06dann wird halt da der Hubschrauber landen
21:07und führt die wohin.
21:08Aber so weiß es immer noch nicht,
21:09dass wir allen Menschen helfen können.
21:10Genau, das ist...
21:11Vor allem, wenn man auch anschaut,
21:13dass es ja oft die,
21:14vor allem die ländlichen Bezirke
21:16sehr unterschiedlich von der Struktur her sind.
21:18Wenn man zum Beispiel den Gänserndorferbezirk
21:20anschaut, der irrlanger ist.
21:22Das heißt, ein Notarztfahrzeug,
21:23wenn es nur eines gibt,
21:24ist dann endlos im Einsatz,
21:26wenn es am anderen Ende des Bezirkes ist.
21:29Und wie gesagt,
21:29auch mit den Sanitätern glaube ich,
21:31dass die Ausbildung noch nicht so weit ist,
21:32als mit den Notfallsanitätern.
21:33Völlig richtig.
21:34Du musst, wenn du da verzichten möchtest,
21:36musst du die Sanitäter
21:37zu halben Ärzten ausbilden.
21:38Dass man dann auch wirklich Vertrauen hat
21:39und dies auch können.
21:40Und wir wissen ja alle,
21:41dass es noch nicht so weit ist.
21:42Also das ist sicher ein Risiko,
21:44das man nicht eingehen kann.
21:45Also was wir gesagt haben,
21:46sparen und des sparen Willens
21:48im Gesundheitssystem
21:49führt zum Desaster.
21:53Kann man jetzt auf jeden Fall sagen,
21:54wie wir jetzt momentan stehen?
21:57Bei der Reform oder im Gesundheitssystem?
21:58Bei der Reform.
21:59Ja, jetzt könnte ich einmal
22:01zynisch fragen, welche Reform?
22:02Also ich sehe im Moment jetzt nicht,
22:04dass der politische Wille da ist
22:05für eine Reform.
22:06Es werden so Reformvorschläge
22:08eben in den Ring geworfen,
22:09in den politischen Ring.
22:09Aber ich sehe nicht,
22:11dass Bund, Länder,
22:13politische Parteien
22:14da an einem Strang ziehen.
22:15Also ich sehe überhaupt
22:15noch keine Reform.
22:16In Deutschland gab es jetzt eine,
22:17die haben es jetzt probiert.
22:18Nicht alles ist gut,
22:19meiner Meinung nach,
22:20aber zumindest eine Reform.
22:22Ja, es wird dann bei uns
22:23wieder so ein Kompromiss kommen,
22:24so eine Mini-Reform.
22:25Das kennen wir ja
22:26wie bei der Staatsreform.
22:27Es ist alles ein bisschen
22:30nicht Fisch, nicht Fleisch, oder?
22:32Es wird eine typische
22:33österreichische Lösung geben.
22:34Und das ist nicht gut,
22:35weil das Gesundheitssystem
22:36ist noch auf einem Niveau.
22:37Und wir brauchen dringend Reformen,
22:39um es auf diesem Niveau zu halten.
22:41Aber ich sehe,
22:42als gelernter Österreicher,
22:44hier nicht optimistisch
22:45in die Zukunft.
22:46Nur weil ich optimist bin eigentlich.
22:47Ja, ja, genau.
22:48Ja, das Gefühl
22:49habe ich eigentlich auch.
22:50Wenn man an einem Thema
22:51vorbeireden,
22:53da geht es auch
22:53um Machtstrukturen.
22:54Es gibt ein Bund,
22:55will zum Beispiel
22:56das alles an sich ziehen,
22:57bin ich dagegen.
22:58Weil es dann wird
22:58so ein politisches
22:59Machtinstrument
23:00der Bundesregierung
23:01und das will ich nicht.
23:02Das geht nicht.
23:03Die Länder wollen es nicht hergeben.
23:05Es wird einfach nur
23:06um Macht gesprochen
23:07und nicht um Ziele
23:08für die Bevölkerung.
23:09Ja, vor allem,
23:10es ist auch,
23:11wenn ich jetzt heute habe,
23:11dass es eine Bundessache ist,
23:12wird es natürlich
23:13auch sehr schwer,
23:14weil es wird sicher
23:16der Westen
23:16ganz andere Voraussetzungen
23:18und Probleme haben
23:18wie der Osten.
23:20Das und ich kann
23:21es als politisches
23:21Druckmittel einsetzen.
23:22Genau.
23:23Und kann gewisse
23:25Bundesländer,
23:26die halt nicht
23:27der Bundesregierung
23:27hörig sind
23:29in Zukunft,
23:30vielleicht,
23:31kann ich dann
23:33ausdünnen.
23:34Das kann man sowieso,
23:35aber im Gesundheitssystem
23:36kann es tödlich werden.
23:37Deswegen ist es schon
23:38eine gewisse Regionalisierung
23:40wichtig,
23:40aber halt mit diesem
23:41breiten Spektrum,
23:42wie ich eben gemeint habe,
23:43zur Region Osten,
23:43wie es eben die
23:44Stadtregierung in Wien
23:45vorgeschlagen hat.
23:46Aber das ist dann wieder
23:46typisch,
23:47dann schlägt es
23:47der Bürgermeister von Wien vor,
23:48der Michael Ludwig,
23:49das sind die,
23:49die nicht seiner Partei angehören,
23:50einmal automatisch dagegen.
23:52Aber der kann ja
23:53was Gutes auch sagen.
23:54Statt, dass man sich
23:55hinsetzt und einmal
23:55darüber redet,
23:56wie meinst du das,
23:56wo können wir
23:57gemeinsame Lösungen finden,
23:58kommt schon mal
23:59nein.
24:01Mit Zeit,
24:02dass man da ein bisschen
24:02umdenken kann.
24:03Im Sinne der Befröhlichung
24:04wäre es gut.
24:06Jetzt haben wir
24:07praktisch die
24:08kommende Reform,
24:09oder Reformchen.
24:12Was wäre noch so wichtig?
24:14Was könnte man,
24:16oder wo hakt es
24:17sehr stark?
24:18Letzten Endes
24:19in der Bezahlung der Ärzte.
24:21Es wird doch keiner mehr
24:22Arzt sein.
24:22Da musst du schon
24:23heiliger sein,
24:23wenn du Arzt wirst.
24:24Schau mal,
24:25was Spitalsärzte
24:25die ersten 5,
24:266 Jahre verdienen.
24:27Die haben eine Ausbildung,
24:28die haben,
24:29glaube ich,
24:295 Jahre,
24:30wenn sie das alle schaffen,
24:31die meisten brauchen 6 Jahre,
24:32weil es ist ein sehr
24:33schweres Studium.
24:34Wenn du dich spezialisierst,
24:35dann dauert es 7,
24:358 Jahre,
24:36dann fangen sie im Spital an,
24:38das verdient jeder,
24:41ich sage,
24:41seit Hilfsarbeiter
24:41wäre ich despektierlich,
24:43aber das habe ich
24:44im ersten Jahr,
24:45wie mehr verdient der Journalisten,
24:46muss man sagen.
24:47Und da geht es um
24:48Tod oder Leben,
24:48also eine deutlich
24:49bessere Bezahlung.
24:50Ich glaube,
24:50die Ausbildung ist
24:51nach wie vor gut,
24:52die Leute können was,
24:53muss man wirklich sagen,
24:54Österreich ist top,
24:55aber man muss viel mehr
24:56auch in die Wissenschaft
24:57investieren.
24:57Österreich könnte
24:58ein Wissenschafts-
24:59und Forschungsland sein.
25:00Entscheidend ist hier,
25:02Geld aufzustellen
25:03für diese Möglichkeiten.
25:05Und ich glaube,
25:06das hören viele nicht leicht,
25:08aber nicht gerne,
25:09es wird nicht leicht sein,
25:10das nur über die Steuergelder
25:11zu machen.
25:12Ich sage jetzt,
25:12ich bin jetzt kein
25:13Red Bull-Fan,
25:14da gibt es auch viele Dinge,
25:15die ich kritisiere,
25:16aber die haben zum Beispiel
25:17ein eigenes Forschungsgebiet.
25:20Die machen sehr viel
25:21Stammzellen zum Beispiel.
25:22Das ist die Zukunftsforschung.
25:23Also ich bin überzeugt,
25:24irgendwann werden Menschen,
25:25die im Rollstuhl saßen,
25:27wieder gehen können,
25:28weil die Stammzellen
25:29das regenerieren können.
25:30Die machen da sehr viel
25:31in diese Richtung,
25:31muss man sagen.
25:32Du musst wahrscheinlich
25:33auch als Staat sagen,
25:34wir brauchen Geld
25:36von privaten,
25:38von privaten Unternehmen,
25:39die Interesse haben.
25:40Da muss ich denen aber auch
25:40etwas anbieten.
25:42Und da muss man einfach
25:43in die Diskussion gehen
25:45mit solchen reichen,
25:47gutgehenden Unternehmen.
25:47Wir sollten aber die
25:48Neidgemeinschaft
25:49dann auch mal übernehmen.
25:49Nein, natürlich,
25:50aber das ist halt Österreich.
25:53Aber so könnte es funktionieren.
25:54Auf jeden Fall sollten
25:55die Menschen,
25:56die uns die Gesundheit erhalten,
25:59mehr verdienen.
26:00Aber es gibt so unendlich
26:01viele Themen.
26:02Ich meine,
26:03der Bürgermeister war,
26:04der ist der Stadtrat,
26:05der Gesundheitsstaatrat Hacker,
26:06ein sehr polarisierender Politiker.
26:07Absolut.
26:08Da kann man diese Meinung
26:09vertreten, diese auch nicht.
26:10Aber der hat der Richter gesagt,
26:12wir haben sehr, sehr viele Ärzte
26:12in Wien,
26:13die nur mehr halb dazu
26:13in Spitälern arbeiten
26:14und den Rest
26:15machen sie dann privat.
26:17Ja, jetzt kann ich sagen,
26:18diese bösen Ärzte,
26:20die sagen ja
26:21zu den Patienten ab,
26:22weil die sagen,
26:22pass auf,
26:22ich kann die da nicht operieren,
26:23weil dann kriegst du den Termin
26:24in drei Monaten
26:25mit deinem Knie,
26:25komm zu mir morgen,
26:27dann kriegst du übermorgen
26:27einen Termin.
26:28Ja, aber vielleicht
26:29muss man denen auch
26:30so viel zahlen,
26:30dass sie das nicht mehr brauchen.
26:31Das heißt,
26:32natürlich ist das System
26:33nicht richtig,
26:33da hat der Hacker völlig recht.
26:36Die sollten alle
26:3640 Stunden arbeiten,
26:37aber vielleicht sollte man
26:39denen dann mehr Geld
26:39geben dann für die 40 Stunden.
26:41Stimmt, das ist nicht richtig,
26:41aber ich war auch froh,
26:42dass ich es gehabt habe,
26:43weil da durch
26:43relativ schnell
26:44zwei OP-Termine gehabt
26:45innerhalb von
26:46unterschiedlichem.
26:46Aber du weißt,
26:47was ich meine,
26:48im Prinzip ist es so,
26:49dass er das Geld
26:50absaugt,
26:50der Ort,
26:51und du musst ihm zahlen,
26:52obwohl du ja eigentlich
26:53in der Krankenkasse einzahlst.
26:55Gut wäre,
26:55wenn der genug dort verdient
26:56und du gehst mit deiner
26:57E-Card hin und sagst,
26:59bitte mach es,
27:00dann sparst du dein Geld.
27:02Das wäre für mich
27:02ein logischeres System,
27:03aber das kann man nicht
27:04von heute auf morgen
27:05und es gibt einen Vorschlag,
27:07All diese Vorschläge
27:08muss man abarbeiten
27:09und das dauert halt Jahre
27:10natürlich.
27:12Was mit Gesundheit eng verbunden ist,
27:14hast du das Gefühl,
27:15dass die Menschen schon
27:16ein bisschen bewusster
27:17mit dem Körper umgehen
27:18oder kann man das
27:19generell gar nicht sagen?
27:20Oh ja,
27:21das glaube ich,
27:21kann man schon sagen.
27:22Deswegen werden sie auch
27:22einen Grund,
27:23wenn man älter wird.
27:24Ich überlege einmal,
27:25früher,
27:25was da gerade am Land,
27:26was da Schweinefleisch
27:27gegessen worden ist,
27:27was da gesoffen worden ist.
27:29Viele Dinge,
27:30das geht hin bis zum Autofahren.
27:32Wenn ich mir anschaue,
27:33wie viele Kreuze da stehen,
27:36allein von Mitgliedsdorf
27:37nach Zurendorf,
27:38früher sind sie gefahren,
27:39zart,
27:39fünf paar Mühe,
27:40einer in Graben tot.
27:42Heute ist es so,
27:42dass die Jungen
27:43nichts mehr trinken,
27:44wenn sie Auto fahren,
27:45dass einer nichts trinkt
27:46oder dass wir im Taxi fahren.
27:48Das hat ja auch
27:48mit Gesundheit zu tun.
27:49Absolut.
27:50Dass die ihre
27:52Vorsorgeuntersuchungen machen.
27:52Allein,
27:53was wir mit der
27:54Vorsorgeuntersuchung
27:54machen immer noch wenig,
27:55weil die Männer
27:56machen immer noch viel zu wenig.
27:57Was man da,
27:58Postate leiden
27:59und auch Krebs,
28:00was man da
28:00durch die Früherkennung
28:02schon erreicht hat,
28:03alles.
28:03Da muss man auch
28:04extrem viel
28:05in die Werbung
28:05noch investieren,
28:07damit die Menschen
28:07wirklich,
28:08dass praktisch
28:08100% der Österreicherinnen
28:10und Österreicher
28:10diese Vorsorgeuntersuchungen
28:12zumindest zweimal
28:14alle zwei Jahre machen.
28:15Und viele Männer
28:16machen es nie.
28:18Frauen aber auch,
28:18aber Männer
28:19sind da eher skeptisch.
28:21Ich weiß nicht,
28:21warum.
28:22Österreich hat die
28:22schlechtesten Werte,
28:23was das betrifft.
28:24Ja, eigenwärtig.
28:24Ich glaube,
28:25die Österreicher
28:25sind eine Nation
28:26der Verdränger.
28:28Im politischen Bereich,
28:29im historischen Bereich
28:30und in dem Erkennen
28:31von Krankheiten.
28:32Lieber nicht wissen,
28:33was ich habe,
28:33weil dann könnte
28:34der Arzt vielleicht
28:35sagen,
28:35sauf wenig oder rauch nichts
28:36und das will ich gar nicht.
28:38Aber da kann man ja
28:39viel machen.
28:40Aber die Jungen
28:40denken schon anders.
28:41Ich denke,
28:41dass die Jungen,
28:42wie ist das normal,
28:43dass die Arme im Jahr
28:44dort hingehen
28:44und sich das anschauen lassen,
28:46dass die anders leben.
28:48muss man schon sagen,
28:50das erhöht natürlich auch,
28:51aber trotzdem,
28:52das erhöht natürlich
28:53das Lebensalter,
28:54aber trotzdem wirst du halt
28:55ab 60, 70 gewisse Krankheiten
28:57vor allem im Bewegungsapparat
28:58bei den Augen haben
29:00und die nächste Generation
29:01braucht ja noch mehr Ärzte,
29:03noch mehr Pflege.
29:04Pflege ist übrigens auch ein Thema,
29:05das ins Gesundheitssystem reinfällt.
29:07Wer wird uns denn pflegen?
29:08Also ich hoffe,
29:09dass ich es nie brauche,
29:10aber wenn wir ein gewisses Alter haben,
29:12du wirst halt mit 90, 95
29:14fit durch die Gegend gehen.
29:15Und dann stellt sich die Frage,
29:17wo nehme ich das Pflegepersonal?
29:18Das Pflegepersonal,
29:20das wenig verdient.
29:21Und Ausländer wollen wir aber auch nicht.
29:23Also wir schon,
29:24aber viele andere wollen.
29:24Man gehört wieder einmal,
29:25wie viel überhaupt verbieten,
29:26dass nicht österreichische Jobs
29:27überhaupt in Österreich werden.
29:28Das ist eine besonders tolle Idee.
29:30Wir haben ja hier,
29:30ich sehe es ja hier in Nickelsdorf,
29:32ich bin ja eher nah dran
29:33als in Wien,
29:34weil es nicht so anonym ist.
29:35Wir erfahrten die alten Damen
29:37oder meistens sind es Damen
29:38bei der Eltern
29:38mit dem Rollstuhl
29:39durch die Gegend.
29:40Rumänien in erster Linie.
29:41Die drei Wochen da sind,
29:43ihre Familie dort allein lassen,
29:44drei Wochen sich um unsere alten Menschen kümmern.
29:47Die Jungen,
29:47früher haben sie die Jungen gemacht.
29:48Aber die Jungen sind in Wien
29:50und arbeiten.
29:50Die müssen arbeiten.
29:51Da arbeiten Männer und Frauen.
29:52Das heißt,
29:52wir brauchen Pflege natürlich
29:54als Teil des Gesundheitssystems.
29:55Natürlich brauchen wir
29:56die Menschen von außerhalb
29:57und die sind aber gescheit,
29:58was sie verdienen.
29:59Die brauchen eine super Ausbildung
30:01und brauchen auch Geld.
30:02Das ist ja kein leichter Job
30:02um Gottes Willen, oder?
30:03Also wir haben die Jahrtausendwende
30:05jetzt gehabt,
30:06ist schon ein bisschen her jetzt.
30:07Wir haben es gehabt.
30:09Aber dass es wirklich
30:10extrem besser geworden ist,
30:11kann man das sagen?
30:12Ja, wir sind alle so überrascht.
30:14Wir sind überrascht,
30:14dass wir älter werden.
30:15Wir sind überrascht,
30:16dass wir, wenn man alt ist,
30:17vielleicht Pflege brauchen.
30:18Wir sind überrascht,
30:18dass wir krank werden können.
30:20Und wir sehen,
30:21wir gehen ein sehendes Auge
30:22in dieses Desaster.
30:23Wir haben letzte Woche
30:24über die Medien gesprochen.
30:26Wir gehen auch ein sehendes Auge
30:28in das Desaster,
30:29dass wir keine Medien haben werden.
30:30Alle tun was.
30:31Aber es gibt immer noch
30:32eine gescheitere Form,
30:34dass man Medien auch unterstützt.
30:35Absolut.
30:35Alle Medien unterstützt.
30:37Absolut.
30:38Weil wir eben,
30:38um kurz auf die Medien zu kommen,
30:41die Medienpakete anschauen,
30:43nicht schlecht,
30:44aber das glaube ich
30:44vom Mai ist es nicht.
30:45Nein,
30:45aber wir wissen es,
30:47aber wir tun zu wenig dafür.
30:49Weil eigentlich die Angst,
30:52die Politik regiert,
30:53Angst,
30:54das könnte man bei der nächsten Umfrage
30:55oder bei der nächsten Wahl
30:56schlecht ausgelegt werden.
30:57Also wir haben alle,
30:58das muss man schon ehrlich sagen,
30:59alle Parteien,
31:00da würde ich jetzt nicht
31:00mich nur auf eine,
31:01die rechts der Mitte ist,
31:02deutlich rechts,
31:03konzentrieren,
31:04sondern alle Parteien
31:04haben wir zu sehr Angst.
31:06Die einen schüren die Angst,
31:07das ist klar,
31:08vor Ausländern
31:08oder vor der EU
31:09oder vor der Ukraine
31:10oder sonst was.
31:11Aber auch die anderen
31:12haben letztendlich Angst.
31:13Und wenn sie Angst
31:14vor dieser Partei haben.
31:16Aber ich kann ja nicht
31:17nur aus Angst
31:17vor einer Person
31:18oder einer Partei regieren.
31:19Wir haben eine Regierung,
31:23die ja repräsentativ ist.
31:25Wir haben kaum Volksabstimmungen,
31:26die kann fünf Jahre durchregieren
31:27und man muss manchmal
31:28auch Dinge tun,
31:30die vielleicht 60% ablehnen.
31:32Der Bruno Greiske
31:32hat einmal gesagt,
31:33hätten wir eine Volksabstimmung
31:35gemacht zur allgemeinen
31:36Schulpflicht,
31:37hätten wir es bis heute nicht.
31:38Manchmal musst du Dinge
31:39einfach tun und anpacken
31:40und die Leute kommen
31:41dann zwei Jahre später drauf,
31:42ich war zwar dagegen,
31:43aber das war wirklich gut.
31:44Und dann wirst du ja wieder gewählt.
31:45Du musst den Mut haben.
31:47Und der fällt den Politiker
31:48auch im Gesundheitswesen.
31:50Ja, absolut.
31:52Gut.
31:54Ja, wir haben jetzt
31:55einiges besprochen.
31:56Ich glaube schon.
31:57Wir haben die Welt gerettet,
31:58jetzt muss er sich nur noch retten lassen.
32:00Genau, so wird er das auch sehen.
32:02Und wir schauen,
32:03ob wir ein Rezept ausstellen können
32:04oder eine gute Medizin finden.
32:06Wir beide finden es sicher,
32:07wenn wir einen Spritzer trinken,
32:08ist auch eine gute Medizin.
32:09So ist es, wir sind ja im Burgenland.
32:10So ist es.
32:11Dann sage ich recht herzlichen Dank.
32:13Ich danke auch.
32:14Es wäre wahrscheinlich
32:15noch einiges zu besprechen,
32:16aber wir werden es sicher
32:17gelinget haben beim nächsten Thema.
32:18Sehr gerne.
32:19Und unseren Zuschauern
32:21einfach anschauen,
32:22überlegen,
32:23mitdenken,
32:24gesund bleiben
32:25und gesund bleiben.
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