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  • vor 1 Tag
Robert direkt – Folge 1: Zu Gast bei Risa Gastro in Nickelsdorf
Für die erste Ausgabe von „Robert direkt" ging es nach Nickelsdorf, in die Obere Hauptstraße 9. Dort, bei der Risa Gastro OG, hat sich einer der beliebtesten Treffpunkte des Ortes etabliert – und dahinter steckt eine Geschichte, die berührt.
Robert hat mit den Inhabern geplaudert und dabei eine Erfolgsgeschichte kennengelernt, wie sie schöner kaum sein könnte: viel Unternehmungsgeist, gelebte Integration und eine große Portion Liebe zur neuen Heimat. Hier wird nicht nur gekocht und serviert – hier wird gezeigt, wie Ankommen gelingen kann, wenn man mit Herz und Fleiß bei der Sache ist.
Ein Lokal, das verbindet. Menschen, die anpacken. Und ein Ort, der dadurch ein Stück lebendiger geworden ist.
Reinschauen lohnt sich – in die Folge genauso wie ins Lokal!

Kategorie

Menschen
Transkript
00:03Das nennt man gelungene Integration.
00:06Das ist auf den Punkt gebracht.
00:10Wir sind hier in einem wunderbaren Lokal in einer Gemeinde in Niklasdorf, im wunderschönen Burgenland.
00:22Jetzt habe ich die Inhaber des Lokals hier und ihr habt eine ganz interessante Geschichte.
00:28Jetzt vorab einmal, wie lange habt ihr dieses Lokal hier?
00:32Wir haben schon drei Jahre vorher, schon das dritte Jahr.
00:38Vorher haben wir schon Bescheid vom Besitzer gehabt, dass wir übernehmen dürfen.
00:43Wir haben dann inzwischen ein Jahr gehabt und in diesem Jahr waren wir im Heurigen, auch in Niklasdorf, eineinhalb Saison
00:49im Sommer.
00:51Dann sind wir da gekommen mit vielen Ideen.
00:55Der Ali ist der Kochenchef und hat auch mit vielen Ideen gekommen und mit viel Motivation.
01:04Und haben wir dann angefangen, ganz am Anfang wirklich langsam, haben wir alles probiert.
01:09Tagesmenü, orientalisches, klassisches, mit manchmal Buffet für Anerkrankungen.
01:16Bis das wir jetzt gekommen sind.
01:19Der Ali kann besser beschreiben, was wir jetzt genau anbieten können.
01:24Ja, dann fangen wir gleich an. Was bietet hier Wunderbares an?
01:29Also mittlerweile haben wir so ein Konzept.
01:32Er besteht aus orientalischer Küche, österreichischer Küche und wir machen auch Napoli Pizza.
01:38Also ich habe mir dieses Konzept überlegt, weil bei uns in der orientalischen Küche haben wir viele digitalische Speisen.
01:46Und das betrifft sehr gut die Veganer und digitale Leute.
01:52Wir haben auch bodenständig gesessen, weil wir am Land leben.
01:56Wir mussten die Leute respektieren, was sie essen wollen.
02:00Und dann sind wir auf die Idee gekommen, dass wir auch Pizza machen müssen.
02:05Und das wurde auch sehr gut angenommen.
02:07Und damit wird dieses Konzept fixiert.
02:10Und das wird sehr gut angenommen.
02:13Jetzt haben wir ja vorher schon geplaudert.
02:14Da gibt es eine ganz nette Geschichte mit der Pizza.
02:17Es hat eine Zeit lang gedauert.
02:18Du hast es praktisch probiert, versucht.
02:21Also du hast irrsinnig viel Teig, nehme ich einmal an, verbrannt und so weiter, bis das wirklich funktioniert hat.
02:27Du machst komplett alles selbst.
02:28Vom Teig hin bis zum Belegen, bis in den Ofen hinein.
02:32Also komplett alles selbst.
02:34Also ich habe meine Ausbildung in Wien absolviert.
02:38Und in Wien habe ich noch nie in einer Pizzerie gearbeitet.
02:40Und ich habe nie darüber nachgedacht, dass ich irgendwann ein Pizzabäcker werde.
02:48Und wir haben hier immer herumgefragt, was die Leute hier lieben.
02:52Und die Antwort war immer Pizza.
02:55Weil Pizza betrifft die ältere Leute, jüngere Leute, sogar auch die Kinder.
03:00Und wir kennen einen Bekannten von uns, der heißt Martin, wie heißt der Nachname?
03:06Martin Wendeling.
03:07Martin Wendeling.
03:08Er ist Polizist und er macht Pizza als Hobby zu Hause.
03:10Okay.
03:11Und er hat uns vorgeschlagen, dass er uns zeigt, wie man richtige Pizza macht.
03:17Er hat mir zwei Tage, also ich habe mit ihm zwei Tage geübt.
03:21Dann habe ich zwei Wochen oder drei Wochen lang jeden Tag geübt, bis ich ein gutes Ergebnis bekommen habe.
03:28Und ich habe vielleicht 20 oder 30 oder 40 Pizza verbrannt.
03:32Okay.
03:32Das war nicht so einfach, weil wir wollten immer wirklich richtige Pizza machen.
03:38Also das heißt aber, es gibt vegane Pizza, gibt es ja auch, nehme ich einmal an.
03:43Vegetarische Pizza.
03:44Genau.
03:44Bis hin zum Fleisch und was irgendwie auch immer.
03:47Genau.
03:47Also wir haben verschiedene Pizzasorten.
03:53Also wie gesagt, wir haben zum Beispiel Papai, das besteht aus Spinat und Schafskäse.
03:59Es gibt auch eine vegetarische Pizza, das besteht aus Zucchini, Champignons und Oliven.
04:04Es gibt auch Margarita, das besteht nicht auch.
04:07Also volles Programm.
04:08Volles Programm.
04:10Ja, also die Pizzas kann man wirklich überall finden, aber die Pizzas, was die Speziale ist,
04:15was da besonders ist, haben ja das oft gehört und so Feedback von den Leuten, was schmeckt.
04:22Es schmeckt wirklich anders.
04:24Es ist gut.
04:25Es ist napoleonisch.
04:26Es dauert lange Zeit, bis das fertig ist.
04:30Und deswegen sind wir wirklich stolz darauf.
04:32Also dass wir das selber machen und das ist super bei den Leuten.
04:37Also oft haben wir positiv gehört und dass wir, ihr und ich, wirklich wussten,
04:43wenn ich das in Ortschaft, in Landschaft, kann man auch mit sein.
04:47Genau.
04:47Wirklich.
04:48Also dachte ich, gehört nur die großen Städte oder der Hauptstadt, aber nicht in Ortschaft.
04:55Vor allem das Angebot, was ihr habt, nämlich wirklich von der Pizza bis hin zur Hausmannskost,
04:59dieser bodenständigen Kost bis hin zur orientalischen Küche, bietet sie alles an.
05:05Und das eigentlich in einer relativ kleinen Gemeinde.
05:07Also das ist in einer Großstadt, sage ich, okay, das ist ein Selbstläufer.
05:10Aber da ist das nicht so wirklich sicher.
05:12Und das hat funktioniert.
05:13Genau.
05:14Das stimmt, ja.
05:14Und das ist auch für die orientalische auch natürlich.
05:17Das haben wir probiert, weil jetzt hören wir oft, dass es viele Veganer und Vegetarische
05:22gibt.
05:23Und unsere Küche, die orientalische Küche wirklich, also klingt sehr gut mit diesen
05:29Leuten, also trifft sehr gut.
05:31Und wir haben auch schon viel Erfahrung damit.
05:36Und seine und meine Idee, dass wir unsere Küche noch vergrößern, das Konzept.
05:40Wenn wir mehr Personal bekommen, dann später machen wir eh mehrere Küchen vielleicht.
05:46Weil er hat super Erfahrung, motiviert sich, er liebt, was er macht.
05:50Das ist das Wichtige.
05:52Genau, dass man mit Eifer und mit Herz dabei ist bei der Sache.
05:56Jetzt habt ihr, ihr kommt eigentlich aus Syrien, seid ihr nach Österreich gekommen.
06:00Du bist eigentlich ganz und gar nicht aus dem Gasgewerbe.
06:03Du hast einen ganz anderen Beruf.
06:05Du hast studiert Maschinenbau, glaube ich.
06:07Ja, in Syrien habe ich Schiffsbau studiert.
06:09Genau, also vier Jahre.
06:12Letztes Jahr habe ich nicht weiter studieren können, wegen dem Krieg und so.
06:18Dann bin ich hier gekommen.
06:20Erstes Jahr, bis das meine Dokumente fertig werden, habe ich nebenbei in Gastro gearbeitet,
06:28als Kellner.
06:29Das war erstes Erfahrung für mich, 2016, 2017, 2018, 2019 bis 2020.
06:34Immer am Wochenende, manchmal geringfügig, unter die Woche.
06:37Dann habe ich in Wien Maschinenbautechnik gelernt, absolviert auch.
06:422019 war ich fertig, bis 2023 habe ich auch gearbeitet dort und immer nebenbei war ich im Gasgewerbe.
06:53Ich wusste, dass mein Bruder, er ist sieben Jahre jung als ich, absolviert hat auch seine Küche, seine Lehrer in
07:00Wien.
07:00Dann habe ich gedacht, ich habe erfahren mit Kellnerinnen hier und ich kenne auch die Leute, ich kenne die Gesellschaft
07:06hier.
07:06Ich weiß, wie das läuft, die Leute kennen mich schon und war nach der Corona-Krise wirklich viele Lokale zugesperrt.
07:15Und es war eine große Herausforderung, dass wir, kommen wir wiederholen oder machen wir wiederholen ein Lokal mit neuer Küche,
07:23neue Konzepte.
07:23Das war wirklich eine große Herausforderung.
07:27Dann haben wir miteinander kombiniert, wer macht was, ich mache was miteinander.
07:32Und dann sind wir jetzt bis zu diesem Punkt.
07:35Da haben wir wirklich viel gekämpft, das war nicht einfach, das war schwierig.
07:39Das war ein harter Kampf.
07:41Das glaube ich gerne, ja.
07:42Das ist schwierig, aber Gott sei Dank, dass wir miteinander so stark sind, Familienbetrieb kann man nennen auch.
07:49Das ist ein bisschen anders als besser eigentlich, wenn man nicht irgendwer...
07:53Wobei auf die Uhr darf man nicht schauen, auf die Zeit.
07:57Nein, Zeit geht schnell. Die Zeit geht schnell, wirklich.
08:01Und dann denken wir nicht nachher.
08:03Jetzt eigentlich denken wir, welche Qualität oder welche Gewalt können wir anbieten.
08:08Das können wir, dass die Leute...
08:09Und was können wir Besseres machen für die Leute.
08:12Weil hören wir immer so, kritisieren, machen wir das besser, bitten wir, fragen die Leute immer, was können wir besser
08:19machen.
08:20Und der hört wirklich gerne auch auf.
08:23Du hast im Gastgewerbe das gelernt, Koch hast du gelernt oder Kochkönner?
08:28Kochkönner.
08:29Und wo hast du dort gelernt?
08:31Also ich habe meine Ausbildung in Wien bei der Magdas Großküche abgeschlossen.
08:37Und nach der Ausbildung habe ich mich bei Hotel Wilton beworben.
08:42Dann wurde ich dort aufgenommen und ich habe in Wilton knapp auch zwei Jahre gearbeitet.
08:47Das hat schon auch was gebraucht, oder?
08:48Genau.
08:49Also da habe ich viele Erfahrungen gesammelt.
08:54Und genau, dann bin ich nach Nicklesow eingezogen.
08:56Und wir haben zusammen den Hörigen übernommen.
09:00Und dort haben wir auch ein Konzept aus der orientalischen Küche und österreichischen Küche zusammen kombiniert.
09:07Wenn sie ihr anbietet zur orientalischen Küche, wird das auch angenommen?
09:13Also es gibt Leute, die sich interessieren, wie das schmeckt.
09:18Und es gibt Leute, die das auch kennen.
09:22Also wir sind in Nicklesow, das ist wirklich ein sehr aufgespossener Ort.
09:27Und es gibt auch viele vegetarische und vegane Leute, die sowas auch gerne essen.
09:32Okay, okay, okay.
09:43Jetzt habt ihr dann zusätzlich aber auch noch, seid ihr Postpartner auch?
09:46Das heißt, ihr habt es mit der Gastronomie noch nicht genug, jetzt nehmt ihr Postpartner auch dazu?
09:50Ja, die Postpartner war eigentlich da, bevor wir angefangen haben.
09:55Das war hier nur Kaffeehaus und Postpartner.
10:00Wir haben dann eine neue Küche schon geöffnet, neue Küche gemacht.
10:04Also renoviert, neue Geräte, Stromplan, alles was möglich.
10:08Es war vorher gar kein Restaurant?
10:09Damals schon, bis 2010, dann war es aus.
10:13Okay.
10:13Circa 15 Jahre, nein, bis 2014, 15.
10:18Dann circa neun Jahre war es ohne Küche und alles war alt.
10:24Und der alte Besitzer hat nur Postpartner dann letztes Jahr gemacht mit Kaffeehaus und Bargetränke verkauft.
10:33Dann sind wir gekommen, wir müssen die Postpartner übernehmen.
10:38Alles moralisch.
10:39Alles moralische Behandlung so mit den Leuten, weil es ein großer Service eigentlich für die Küche nicht.
10:47Sonst werden sie irgendwo hin zu weit fahren.
10:51Neu Siedel ist auch die halbe Stunde weg von da.
10:55Und wir haben uns extra bemüht, dass wir Post auch behalten können.
11:01Und nebenbei auch gelernt, Post besuchen.
11:05Und jetzt tun wir auch den Postpartner.
11:08Es ist schon im selben Gebäude.
11:11Und das ist schwierig eigentlich schon.
11:15Aber wir tun das.
11:16Weil es bringt auch so die Leute, die reinkommen und schauen, was wir tun.
11:20Es ist ein Service auch für die Leute und es bindet auch irgendwo ein bisschen die Leute, glaube ich.
11:24Wir sind zufrieden auch, dass wir das behalten können.
11:27Dass wir das jetzt nicht geändert haben.
11:29Ich habe auch gehört, du hast in einem ganz interessanten Lokal gearbeitet, wo Chaser aus der ganzen Welt zusammengekommen sind.
11:38Ja, ich habe dort eigentlich angefangen.
11:40Das ist auch in Nickelsdorf.
11:42Okay.
11:442016, 2017, ich habe bei ihm, also ich habe ihn kennengelernt.
11:47Er ist eine sehr bekannte Person, eine ganz liebe Person.
11:50Er ist vor drei Monaten, drei Monate gestorben.
11:52Dort bei ihm macht er jährlich, das ist 50-Jährige schon, macht er Free Jazz Musik.
12:04In der ganzen Welt kommen Bände wirklich von überall.
12:08Jedes Jahr im Juli oder Juni, vier Tage durch.
12:12Und wirklich, bei ihm wird das viel los.
12:15Und dort habe ich wirklich harte Erfahrungen schon bekommen, weil viel los, viele Leute, verschiedene Leute.
12:21Ich habe die Sprache schon verbessert auch.
12:24Also ich habe den anderen Leuten auch kennengelernt, wie das das macht.
12:28Wie kann man, wie sagt man, die neuen Leute kennennen und mitkommen kann.
12:38Verstehe ich.
12:38Obwohl sie anders sind.
12:39Ja, ja, verstehe ich.
12:40Ich bin auch fremd.
12:41Und das hat wirklich super geklappt.
12:43Vor zwei Jahren hier.
12:44Jetzt Meister vor zwei Jahren gestorben.
12:46Seine Familie machen sie weiter.
12:48Nur die Computationen.
12:50Und werden wir auch bei uns ein Konzert für ihn auch machen.
12:54Werden wir auch spielen.
12:55Tolle Sache, ja.
12:57Ihr macht Veranstaltungen auch hier?
12:59Oder gibt es praktisch auch Veranstaltungen?
13:00Doch, ja.
13:01Wir tun zu manchen Veranstaltungen, also DJ oder Party, Livemusik.
13:06Jetzt da alle...
13:07Frühschoppen.
13:08Frühschoppen auch.
13:09Okay.
13:09Das Ali auch hat neue Ideen mit dem orientalischen Abend.
13:14Ja, genau.
13:15Da habe ich etwas gesehen.
13:16Ja, das ist komplett orientalisch.
13:19Und hat wirklich ein super Konzept, was ich mit ihm gemacht habe.
13:25Und das wird auch ganz toll.
13:27Wenn es gut funktioniert, dann überlegen wir, dass wir jedes Jahr ein oder zwei Mal,
13:33wenn das fein wird im Winter und im Sommer.
13:38Ja.
13:38Ja, ganz, ganz.
13:39Und ich vertraue seine Erfahrung.
13:40Absolut, ja.
13:41Also ich kann das sehr gut machen.
13:42Und...
13:44Irgendwann komme ich mal vorbei und esse Falafi bei euch.
13:46Ja, das freut uns auf jeden Fall.
13:47Ja, das freut uns auf jeden Fall.
13:48Gibt es auch mehrere Sachen, die ganz fremd sind.
13:50Mhm.
13:51Auch mit dem Fleisch, nicht nur vegetarisch.
13:53Und ihr könnt super ein bisschen beschreiben über das dann auch, wie das wird.
13:58Wunderbare Sache.
14:00Habt ihr euch schon bereut, dass ihr euch selbstständig gemacht habt?
14:04Nein.
14:04Ja, das ist jetzt gar schnell gekommen.
14:08Ja, das war...
14:10Also es gibt Vorteile und Nachteile.
14:12Ja, natürlich.
14:13Aber wir sind wirklich glücklich, dass wir selbstständig sind, weil wir tun viel für
14:20uns selber.
14:21Ja.
14:21Es ist immer selbst undständig, die ganze Zeit.
14:24Ja.
14:24Ja.
14:25Natürlich freut mich auf Urlaub, freut mich auf...
14:26Selbst undständig?
14:28Das hört sich gut an.
14:28Ja, ja.
14:29Es ist heißer so.
14:31Ja, ja.
14:31Es freut uns auf jeden Fall, wenn wir Freizeit haben, wenn wir ein paar Tage oder ein
14:35paar Wochen im Ausland fahren, irgendwo Ruhe haben.
14:39Aber wir wissen genau, als wir angefangen haben, erstens zwei, drei Jahre wirklich Vollgas
14:44geben.
14:45Denken wir nie an Freizeit, nur an was wir tun, wie können wir uns verbessern.
14:50Und dann später kommt halt...
14:51Wir sind noch jung, haben eine Zeit jetzt.
14:54Krafthammer.
14:54Genau, das ist wichtig.
14:56Und ihr habt gesehen, ihr habt auch eine gute Mitarbeiterin, die ist auch emsig immer
15:00unterwegs.
15:01Also...
15:01Ja, sie ist...
15:03Die war eigentlich Mitarbeiterin, aber seit einem Jahr ist sie auch mit uns selbstständig.
15:08Ah, sehr gut.
15:08Ja, wir sind OG.
15:09Okay.
15:10Also drei Inhaber, sagt man so.
15:12Fantastisch, ja.
15:12Genau.
15:13Und alle drei werden wirklich arbeiten, wir teilen schon nach...
15:16Ja, das glaube ich gerne.
15:17Ja.
15:17Also das ist, dass wir stärker machen und mehr bekannt werden und dass wir was auf
15:26die Beine aufstehen können und das ist wirklich alles in Ordnung.
15:30Dann denken wir an, übernehmen wir Personal, dass wir wenig arbeiten und auch unsere Freizeit
15:36übernehmen.
15:37Ist auch wichtig.
15:37Ja.
15:38Aber denken wir...
15:39Am Anfang müssen wir durchkämpfen.
15:41Ja.
15:42Ja.
15:43Abschließend noch natürlich ein wichtiger Punkt.
15:45Familie habt ihr hier in Österreich?
15:48Ja, wir sind drei Brüder eigentlich.
15:50Drei Brüder sozusagen.
15:51Der dritte ist nicht im Gasgewerbe.
15:53Der ist im Friseurbereich.
15:55Ganz was anderes.
15:55Er ist auch selbstständig.
15:57Aber auch selbstständig.
15:58Na ja dann.
15:59Ja.
15:59Was lustig ist, dass ihr in Syrien habt ihr Anball studiert.
16:04Echt?
16:05Okay.
16:06Aber ist eh gut, nicht?
16:07Weil wenn ihr jemanden ins Ohr schneidet...
16:08Genau.
16:09Der kann ja nicht verleidigen.
16:13Geht euch die Heimat ab?
16:19Eigentlich schon, ja.
16:21Weil es ein bisschen komplizierter war.
16:23Jetzt ist es ein bisschen lockerer geworden.
16:25Weil unsere Status auch jetzt besser ist.
16:29Wir haben einen europäischen Aufenthalt und der Bruder hat die Schärfe geschafft.
16:33Jetzt können wir wirklich mehr Kontakt haben.
16:36Das ist wichtig auch, dass das nicht ganz verpreist.
16:39Aber ihr fühlt euch da in der Gemeinde wohl?
16:42Hier doch, ja.
16:43Hier bleiben wir.
16:45Wir haben unser Leben hier angefangen.
16:47Ja, verstehe.
16:47Ich bin jetzt 35 Jahre alt.
16:50Na, Liste 28.
16:53Wir haben unser praktisches Leben wirklich hier gelebt.
17:00Natürlich waren wir nur Schüler fast.
17:04Ja, ja, verstehe.
17:04Also wir waren 20-jährige.
17:06Also ich habe keine Erfahrung.
17:07Ich war in der Uni frisch.
17:09Ich habe angefangen mit dem Arbeitsbereich hier.
17:11Ich habe hier angefangen mein Leben.
17:13Ich war selbstständig hier.
17:15Also nicht selbstständig, dass ich mich selber arbeiten gehe.
17:18Und ich komme hier.
17:18Und arbeiten zahle ich selber meine Miete, meine Berechnungen usw.
17:24alleine ohne Hilfe von Papa, Mama und irgendwas.
17:26Und deswegen fühle ich mich, dass wir gehören.
17:30Verstehe ich.
17:30Ja, verstehe ich absolut.
17:31Also das ist.
17:32Wunderbar.
17:33Ich kann nur allen sagen, wenn Sie einmal noch in die Gemeinde kommen, wenn Sie über
17:37die Grenze fahren wollen, weil Nickelsdorf unbedingt stehen bleiben, da hier einkehren
17:41und etwas Gutes konsumieren.
17:43Wir haben ja gehört, ja.
17:44Von orientalischen Pizza bis hin zur Hausnahmskost, alles da.
17:50Richtig, das stimmt, ja.
17:51Wir werden auch noch Werbungen machen.
17:53Also leicht draußen bei uns gibt es keine große Tafel, dass man sieht, wenn die Autounterweg
17:57sind.
17:58Aber wir werden noch mehr Plakate tun, mehr Werbung tun.
18:02Aber man kann es nicht verfehlen.
18:03Ich glaube, das Gemeindeamt ist dort und ein Stück weit da vorne ist die Raiffeisenbank.
18:07Also ich glaube, es ist eh alles da in der Gegend.
18:09Genau.
18:09Man kann nicht vorbeifahren.
18:10Auf der Hauptstraße kann man sehen, ja.
18:12Das stimmt, ja.
18:13Also vorbeischauen.
18:14Genau, vorbeischauen zumindest.
18:15Ich muss natürlich auch sagen, ich bewundere euren Mut.
18:17Und vor allem, ich bewundere auch euren Durchhaltevermögen.
18:20Weil es ist nicht leicht, sich selbstständig zu machen.
18:24Oder zu einem Land, wo man nicht unbedingt geboren ist.
18:27Und ich finde das wunderbar und toll, dass ihr da zeigt, es geht, es funktioniert.
18:31Und das ist schon eine richtig tolle Sache, auch für andere.
18:34Einfach durchbeißen, durchhalten.
18:36Man kann alles schaffen, wenn man nur wirklich will.
18:38Genau.
18:38Das stimmt.
18:39Wenn wir Lust haben, dass das, wie gesagt, wir lieben, was wir tun.
18:43Das ist die Wichtigste.
18:44Ich glaube, das ist das Wichtigste.
18:46Genau, ja.
18:46Und wir vertrauen uns einander.
18:49Und ihr motiviert mich, ich motiviere ihn auch als Berührer, als Familie.
18:54Und wenn wir sehen, dass die Leute zufrieden sind, glücklich sind, das motiviert uns mehr.
18:58Genau, genau.
18:59Das nimmt man dann mit für sich selbst.
19:01Genau, richtig.
19:02Und außerdem, wir fühlen uns sehr, sehr wohl in Nickelsdorf.
19:06Und wir fühlen uns auch sehr gut aufgenommen.
19:10Also wir fühlen uns auch, dass wir einen Teil von Nickelsdorf.
19:14Das ist wichtig.
19:15Und wir haben auch genug Gäste aus Nickelsdorf, die uns loben eigentlich.
19:22Und ja, also mehr kann man nicht mehr sagen.
19:28Das ist auch wichtig, dass wir sagen, wir werden und wir wollen etwas Positives für Nickelsdorf machen.
19:36Ja, ja.
19:36Wirklich, dass wir fühlen, wie er gesagt hat.
19:39Wir fühlen uns, dass wir Teil von Nickelsdorf sind.
19:41Und wir müssen diese Ortschaft, natürlich auch ganz Österreich, wenn wir können, etwas geben, etwas machen.
19:48Dass wir auch so etwas Speziales, etwas Besonderes, etwas Positives machen hier.
19:53Und jeder kann etwas gut machen.
19:56Also, wunderbar.
19:58Super.
19:58Das nennt man gelungene Integration.
20:00Das ist, genau.
20:02Das ist Integration.
20:03Auf den Punkt gebracht.
20:04Genau.
20:05Probieren.
20:05Genau.
20:06Ich sage euch recht herzlichen Dank.
20:08Es war wirklich super mit euch zu plaudern.
20:09Danke.
20:09Schön bei euch zu sein.
20:11Danke.
20:11Und wir kommen sicher wieder.
20:13Freut mich sehr.
20:14Danke.
20:14Bye.
20:15Mhm.
20:19,
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