00:01Demonstrationen der Stärke, Treffen der Koalition der Willigen in Paris, tags darauf große Militärparade zum französischen Nationalfeiertag.
00:11Angriffe auf mehrere Golfstaaten, Iran übt Vergeltung für US-Militärschläge von Samstagnacht.
00:21Die Staats- und Regierungschefs der sogenannten Koalition der Willigen versammeln sich heute in Paris, um über die Unterstützung für
00:28die Ukraine zu beraten.
00:30Die Gruppe, die inzwischen aus drei Dutzend Verbündeten der Ukraine besteht, wird sich auf die Zusammenarbeit im Bereich der Luftverteidigung
00:36sowie auf die Schaffung eines Raketenabwehrsystems konzentrieren.
00:40Laut einem Berater des französischen Präsidenten Emmanuel Macron besteht das Ziel des Treffens darin, zu zeigen, dass die westlichen Partner
00:47ihre Unterstützung für die Ukraine fortsetzen und dass Russland nicht auf eine Kriegsmüdigkeit setzen kann.
00:53Das Treffen findet am Vorabend der jährlichen Feierlichkeiten zum französischen Nationalfeiertag, dem 14. Juli, statt.
01:00Aus dem Élysée-Palast hieß es, dass an der diesjährigen Parade fast 6.800 Soldaten teilnehmen werden.
01:06Die Koalition der Willigen wurde in Paris gegründet und wird gemeinsam von Frankreich und Großbritannien geleitet.
01:12Zwei neue Mitglieder, Moldawien und Nordmazedonien, sollen zum ersten Mal an dem Treffen teilnehmen.
01:21Nach der nächtlichen Offensive der USA hat der Iran mit einer Welle groß angelegter Raketen- und Drohnenangriffe auf Ziele
01:28in den Nachbarstaaten Katar, Bahrain, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate und andere Länder geantwortet, in denen US-Stützpunkte untergebracht sind.
01:36Der Iran bezeichnete die Angriffe als Vergeltung für die Militärschläge der USA am späten Samstagabend und in den frühen Morgenstunden.
01:44Die USA hatten ihren Militärschlag damit begründet, dass erneut ein Schiff, diesmal unter zypriotischer Flagge, in der Straße von Hormuz
01:52von der iranischen Marine angegriffen worden war.
01:54Das US-Zentralkommando teilte mit, es habe Angriffe auf 140 iranische Stellungen durchgeführt. Der Einsatz sei damit beendet.
02:02Mehrere Golfstaaten meldeten später Explosionen durch iranischen Beschuss.
02:07Laut dem Innenministerium von Katar wurden mehrere Menschen durch herabfallende Trümmerteile verletzt.
02:12Die katarische Luftabwehr versuchte die anfliegenden iranischen Geschosse, darunter eine Reihe ballistischer Raketen, abzufangen und forderte die Bevölkerung auf, in
02:21ihren Häusern zu bleiben.
02:23Euronews-Journalisten im Emirat Dubai berichteten von ähnlichen Warnungen der dortigen Behörden.
02:28Der Iran meldete auch Angriffe auf einen US-Luftwaffenstützpunkt in Jordanien.
02:33Auch der von der US-Marine genutzte Hafen von Dukam im Oman wurde laut der iranischen Revolutionsgarde beschossen.
02:40Der Iran teilte außerdem kurz nach den US-Angriffen am Sonntag mit, dass die Straße von Hormuz bis auf weiteres
02:46gesperrt sei.
02:47Laut iranischen Quellen wurde dort inzwischen ein weiteres Frachtschiff beschossen.
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04:55Spaniens konservativer Ex-Ministerpräsident Mariano Rajoy hat mit seiner WM-Kolumne für eine handfeste Kontroverse gesorgt.
05:02Darin hatte er sich mokiert, dass die französische Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft, Zitat, ohne Franzosen spiele.
05:09In seiner jüngsten WM-Kolumne in der spanischen Zeitung El Debate blickte er voraus auf das Halbfinale Spanien gegen Frankreich.
05:18Frankreich habe einen erstklassigen Kader, räumte er ein. Das ja, aber ohne Franzosen.
05:23Ein offenkundiger Hieb auf den Migrationshintergrund vieler der französischen Nationalspieler.
05:28Von den insgesamt 26, die Nationaltrainer Didier Deschamps nominierte, sind aber nur drei außerhalb Frankreichs geboren.
05:35Der Franco-Brite Michael Olysee in London, Marcus Thuram in Italien und Brice Somba in der Repurgie Congo.
05:43Der konservative Rajoy, der Spanien zwischen 2011 und 2018 regierte, erntete für seine Polemik heftige Kritik, sowohl in Spanien als
05:52auch in Frankreich.
05:53Rassistisch und fremdenfeindlich sei das.
05:57Erst kurz zuvor war Frankreichs Star-Kapitän Kylian Mbappé nach dem Sieg über Paraguay von einer paraguayischen Senatorin ebenfalls rassistisch
06:06schwer beleidigt worden.
06:07Sie hatte ihn als Trottel und als kolonisierten Kameruner, der sich als Franzose ausgibt, beschimpft.
06:14Die Europäische Kommission hat vorläufig festgestellt, dass Meta gegen das Gesetz über digitale Dienste verstößt.
06:22Dem Tech-Riesen droht eine potenzielle Geldstrafe in Milliardenhöhe.
06:26Die Kommission wirft dem US-Unternehmen vor, seine Kernplattformen absichtlich so gestaltet zu haben, dass junge Nutzer abhängig werden.
06:35Mit stark süchtig machenden Funktionen wie endlosen Scrollen und automatischer Video-Wiedergabe.
06:41Der Anklageschrift zufolge liegen meta-interne Daten vor, die belegen, dass die Nutzung von Meta-Diensten zu später Stunde das
06:49psychische und physische Wohlbefinden von Jugendlichen beeinträchtigt.
06:53Diese Daten habe das Unternehmen bewusst ignoriert.
06:56Meta behauptet, dass die Plattform eigenen Kontrollmechanismen Jugendliche schützen.
07:01Die EU-Behörden schätzen die bestehenden Tools zur Zeitverwaltung und elterlichen Kontrolle als mangelhaft ein.
07:09Die EU-Kommission fordert strukturelle Änderungen an den Plattformen.
07:13Meta wurde eine formelle Frist eingeräumt, um die Beweise zu prüfen und eine rechtliche Verteidigung einzuleiten.
07:20Dem Unternehmen droht eine Geldstrafe in Höhe von bis zu 6% des Jahresumsatzes.
07:25Auf Basis jüngster Zahlen könnte es sich dabei um über 11 Milliarden Euro handeln.
07:34Einmal tief einatmen, das erfordert hier allerdings eine ordentliche Portion Mut.
07:39In Berlin-Mitte steht wohl eine der ungewöhnlichsten Touristenattraktionen Europas.
07:44Das Disgusting Food Museum.
07:46Und der Name ist Programm, denn hier trifft man auf Käse, der sich bewegt, und andere schaurige Spezialitäten.
07:53Das Museum spielt mit Ekelgrenzen, um den kulinarischen Horizont seiner Besucher zu erweitern.
07:59Die Idee dafür kommt aus dem schwedischen Malmö.
08:02Seit 2021 zeigt der Standort am Checkpoint Charlie, wie sehr Ekel von Kultur, Gewohnheit und Verfügbarkeit abhängt.
08:09Wir wollen zeigen, dass das Ekel etwas ist, was uns alle betrifft.
08:15Genauso wie, dass es kulturell bedingt ist, aber auch evolutionsbiologisch.
08:19Und das anhand von etwas, was wir im besten Fall dreimal täglich tun, nämlich am Essen.
08:23Und dass verschiedene Kulturen verschiedene Sachen präferieren oder auch es sich so durch die Zeit entwickelt hat.
08:28Und da wollen wir eigentlich Vorurteile abbauen.
08:31Rund 100 ungewöhnliche Lebensmittel aus aller Welt sind hier ausgestellt.
08:36Süßtrömming, ein fermentierter Ostseehering aus Schweden, der sadische Madenkäse, Kasumatsu, Eierlikör, Blutwurst und Milbenkäse aus deutschen Regionen.
08:46Ziel ist nicht bloß Schock, sondern ein Perspektivwechsel.
08:50Im Museum kann man sich nicht nur umschauen, man kann auch riechen.
08:53Und wer mutig ist, kann an der Tastingbar selbst probieren.
08:56Insekten zum Beispiel. Manchen geht das aber zu weit.
09:11Zwischen Abwehr, Neugier und Faszination ist bei den Besuchern alles dabei.
09:15Aber Ekel ist eben auch Kopfsache.
09:18Ich glaube, die gängigste Emotion ist eher eine Überraschung,
09:21dass es vielleicht gar nicht so eklig ist, wie man es erwartet hat.
09:23Dass man mit so einem kleinen Gefühl hierher kommt, von wegen ich lasse mich jetzt schockieren
09:27und ich werde es mich vielleicht übergeben müssen.
09:29Und dann aber merkt, hm, so eklig ist es gar nicht.
09:33Besonders Kinder und junge Pärchen sollen dabei probierfreudig sein.
09:37Also wir haben tatsächlich die Erfahrung gemacht, dass wir ein guter Ort sind für ein erstes Date.
09:42Und dass man sich gemeinsam dann halt über etwas drüber traut, was man sich sonst so nicht drüber trauen würde.
09:48Denn was für manche eine Überwindung der persönlichen Ekelgrenze ist,
09:51ist für andere Alltag, Tradition oder Delikatesse.
09:55Manchmal braucht es eben nur den Mut zum ersten Bissen.
10:02Ein großer, gelber Lkw ist von einer Polizeieskorte durch die leeren Straßen Londons begleitet worden.
10:10In dem Lkw wurde ein Stück Weltgeschichte transportiert.
10:14Der 1000 Jahre alte Teppich von Bayeux, der bald im British Museum zu sehen sein wird.
10:20Die geheime Aktion war das Ergebnis jahrelanger Verhandlungen,
10:24aufwendiger logistischer Planung und zahlreicher Untersuchungen.
10:28Es dürfte das erste Mal seit über 900 Jahren sein, dass der 68 Meter lange bestickte Wandteppich Frankreich verlassen hat.
10:37Zuletzt transportiert wurde er vor mehr als 40 Jahren.
11:00Das Kunstwerk zeigt Szenen aus der Schlacht von Hastings im Jahr 1066 und dem Beginn der normannischen Eroberung Englands.
11:08Es wird angenommen, dass der Wandteppich in England angefertigt wurde, bevor er nach Bayeux gelangte.
11:31Die Ausstellung, die bis Juli 2027 läuft, hat eine beispiellose Begeisterung ausgelöst.
11:37Für die ersten vier Monate wurden bereits 100.000 Eintrittskarten verkauft.
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