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KurzfilmeTranskript
00:00:28Untertitelung des ZDF, 2020
00:00:42Untertitelung des ZDF, 2020
00:01:18Untertitelung des ZDF, 2020
00:01:32Untertitelung des ZDF, 2020
00:01:32Untertitelung des ZDF, 2020
00:01:55Geht so.
00:01:56Kann ich etwas tun, um dich aufzuhalten?
00:02:02Ich könnte dich auf ein Getränk einladen.
00:02:06Hallo, was darf ich Ihnen bringen?
00:02:07Zwei Manhattan mit.
00:02:09Gerne.
00:02:10Darf ich?
00:02:17Ich hoffe, du magst Manhattan.
00:02:20Das will ich ja gleich sehen.
00:02:21Es ist eine Mischung aus Whisky und Wermut.
00:02:27Man trinkt ihn davor.
00:02:30Vor was?
00:02:32Vor dem Essen.
00:02:35Ach so, ja, klar.
00:02:38Bist du von hier?
00:02:41Ich bin Paul.
00:02:43So, zwei Manhattan.
00:02:46Danke.
00:02:47Bitteschön.
00:02:49Dankeschön.
00:02:50Bitteschön.
00:02:53Auf das Leben.
00:03:12Hast du heute Abend schon mal Ruhe?
00:03:16Ja.
00:03:23Es gibt hier Hotelzimmer.
00:03:31So, einmal extra Schoki für mir.
00:03:35So.
00:03:37Ich hätte doch gerne die mit der Schokolade.
00:03:38Nein, ich nehme die gerne mit Schokolade.
00:03:40Entschuldigung, Arbeit.
00:03:41Ich nehme die.
00:03:42Ja?
00:03:43Hey, Bro.
00:03:43Ich muss Tom anrufen.
00:03:45Wie geht's?
00:03:47Bei Eis.
00:03:54Langweilig.
00:03:55Was sagen denn die Ärzte?
00:03:56Ja, die wollen mich hier behalten.
00:03:58Aber mir geht's schon viel besser.
00:04:00Komm, die paar Tage hältst du auch noch aus.
00:04:03Irgendwas stimmt mit dem nicht.
00:04:04Mit wem?
00:04:05Komm schon.
00:04:06Das kriegst du schon wieder.
00:04:08Alles klar.
00:04:10Der recherchiert bestimmt wieder an seiner Geschichte.
00:04:12Lieb dich.
00:04:12Dann glaube ich nicht.
00:04:13Ciao, ciao.
00:04:24Hey, bin gleich da.
00:04:26Sag mal, für wie blöd hältst du mich eigentlich?
00:04:28Was ist die Frau-Lein-Schauspielerin?
00:04:30Hä?
00:04:30Wovon redest du?
00:04:32Warte, du hast damit nichts zu tun?
00:04:34Womit denn?
00:04:35Da hat sich gerade eine Frau zu mir gesetzt und wartet jetzt im Hotelzimmer auf mich.
00:04:39Nur in zur Kreditkarte.
00:04:40Die ist keine Prostituierte.
00:04:42Na ja, klar.
00:04:43Weil du dich damit auch so gut ausgehst, ne?
00:04:45Warte, warte, warte.
00:04:46Du hast damit wirklich nichts zu tun?
00:04:48Wieso sollte ich eine Frau auf dich ansetzen, ha?
00:04:51In dem Fall würde ich gerne unsere Verabredung absagen.
00:04:53Du willst jetzt hier...
00:04:56Paul!
00:05:23Paul!
00:06:00Ich muss mir helfen.
00:06:03Wobei?
00:06:05Weil Fantasie loszuwerden.
00:06:09Welche genau?
00:06:11Mann trifft geheimnisvolle Unbekannte,
00:06:14verbringt mit ihr die Nacht im Hotelzimmer,
00:06:17Mann wacht auf,
00:06:19Unbekannte neben ihm,
00:06:21tot.
00:06:22Das Einzige, was du musst,
00:06:24dringend an deiner Fantasie arbeiten.
00:07:13Hallo?
00:07:16Ja, wir sind hier.
00:07:18Ja, Chef, habe ich doch verstanden.
00:07:21Ja, der Kollege ist dabei.
00:07:22Genau.
00:07:23Er ist da mit mir.
00:07:25Und?
00:07:26Ja, ich kann doch auch nicht hexten.
00:07:28Ja, das lassen wir hinfliegen.
00:07:30Dort noch ein bisschen.
00:07:32Ja, wir sind gerade dabei.
00:07:35Ja, so.
00:07:35Wollen Sie mich verarschen?
00:07:36Was ist das hier für eine Scheiße?
00:07:41Dr. Rettich sagte, dass ich noch maximal sechs Monate zu leben habe.
00:07:46Und wann wurde da Krebs diagnostiziert?
00:07:49Das war Anfang des Jahres.
00:07:51Ich hatte sehr starke Bauchkrämpfe.
00:07:55Zuerst dachte ich, das wäre eine Lebensmittelallergie.
00:07:58Aber nach der Darmspiegelung, also, ich hatte mehrere größere Lymphome und die Biopsie war positiv.
00:08:11Und was für eine Therapie wurde da eingeleitet?
00:08:13Eine Chemo.
00:08:16Aber die Schmerzen waren nicht zum Aushalten.
00:08:19Ich habe fast zehn Kilo verloren.
00:08:21Ich musste dann die Behandlung abbrechen.
00:08:26Ja, Chef, du bist wieder da.
00:08:35Guten Morgen.
00:08:36Guten Morgen.
00:08:37Anita, warte.
00:08:39Ich helfe dir.
00:08:40Ich habe ja im Moment reichlich Übungen.
00:08:42Ach, Vera, gut, dass du da bist.
00:08:44Hör mal, ich habe eine Frage.
00:08:47Kannst du mir einen Zweitjob besorgen?
00:08:50Ich will eine Mittelmeerkreuzfahrt machen.
00:08:52Aber so richtig, weißt du?
00:08:53Mit Balkonkabinen und allem drum und dran.
00:08:55Hör dich doch mal bei deinem Hausbesuch um, ob ich da irgendwas machen kann.
00:08:57Ich könnte einkaufen, putzen, vorlesen.
00:09:00Den schaffst du alleine, ne?
00:09:07Ich lasse mir die Unterlagen aus Aachen kommen und seh mir das alles nochmal an.
00:09:11Und dann setzen wir uns nochmal zusammen.
00:09:14Doktor Wegner, ich habe nur einen einzigen Wunsch.
00:09:18Dass ich keine Schmerzen habe.
00:09:21Ich möchte die Zeit, die mir bleibt, so gut es geht, genießen.
00:09:25Ja, das verstehe ich.
00:09:26Ich würde mir nur gerne ein Bild machen.
00:09:28Ein Schmerztherapeut hat mich bereits eingestellt und...
00:09:31Das werde ich mir auch ansehen.
00:09:34Ah, äh, Frau Mund.
00:09:36Äh, Frau Bonin.
00:09:38Das ist Frau Mund.
00:09:39Sie arbeitet als Versorgungsassistentin meiner Praxis.
00:09:41Sie macht ja Hausbesuche.
00:09:43Guten Tag.
00:09:44Frau Mund und ich, wir werden für Sie da sein.
00:09:47Wann immer Sie uns brauchen, das verspreche ich Ihnen.
00:09:50Danke.
00:09:52Ich muss zur Arbeit.
00:09:53Ja.
00:09:55Danke, dass Sie mich so kurzfristig reingeschoben haben.
00:09:57Kein Thema.
00:10:01Wiedersehen.
00:10:02Tschüss.
00:10:03Wiedersehen.
00:10:09Eigentlich ist die neue Praxis ja fast noch schöner als die alte, ne?
00:10:12Wirklich.
00:10:14Doppelte Miete oder ich kündige wegen Eigenbedarfs.
00:10:17Gut, dass Sie sich nicht haben erpressen lassen.
00:10:20So.
00:10:24Wollen wir kurz an die frische Luft?
00:10:25Ja.
00:10:32So schön und schon tot.
00:10:37Wie meinen Sie das?
00:10:40Die Patientin eben, Claire Bonin, 26 Jahre alt, mit dem Fomer, im Darm, Endstadium, hat nur noch wenige Monate zu
00:10:48leben.
00:10:51Wenn er es einen so jungen Menschen trifft, daran werde ich mich nie gewöhnen.
00:10:58Es ist so lächerlich, über was wir uns von morgens bis abends beschweren.
00:11:04Ist sie schon lange eine Patientin von Ihnen?
00:11:07Nee, gerade erst hierher gezogen.
00:11:10Wir kümmern uns um sie.
00:11:13Das machen wir.
00:11:20Wir kümmern uns um sie.
00:11:53Untertitelung des ZDF, 2020
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00:17:12Untertitelung des ZDF, 2020
00:17:12Ich habe schon gedacht, ich habe mich in der Adresse geirrt.
00:17:15Das ist ja so ein richtiges Anwesen.
00:17:17Das ist nur gemietet.
00:17:18Eine der Vorzüge, wenn man weiß, dass man nicht mehr lange zu leben hat.
00:17:21Man kann es richtig krachen lassen.
00:17:23Und woher haben Sie das Geld, es so richtig krachen zu lassen?
00:17:26Für den Bankkredit.
00:17:36Wenn es für Sie in Ordnung ist, dann komme ich einmal am Tag zur Schmerzüberwachung vorbei.
00:17:40Danke.
00:17:41Ist es Ihnen lieber am frühen Morgen oder gegen Abend?
00:17:44Ich bin meistens mittags zu Hause.
00:17:47Im Moment habe ich nur drei Klassen.
00:17:49Ach, sind Sie Lehrerin?
00:17:50Im Heinrich-Heine-Gymnasium.
00:17:52Das ist ja lustig.
00:17:54Meine beiden Kinder gehen da hin.
00:17:56Ach wirklich?
00:17:57Wie heißen denn die beiden?
00:17:58Sie entschuldigen mich.
00:18:14Was machst du hier?
00:18:17Warum flüsterst du?
00:18:18Weil ich Besucher.
00:18:19Ach so.
00:18:20Fette Hütte.
00:18:22Möbliert, gemietet.
00:18:23Wieso weißt du immer, wo ich wohne?
00:18:24Das kann ich dir erzählen, wenn dein Besuch weg ist.
00:18:28Paul.
00:18:28Claire, ich ruf dich ein.
00:18:30Du hast aber keine Handynummer von mir.
00:18:37Ich will nur ein paar Antworten haben.
00:18:40Dann bist du mich los.
00:18:42Also, wenn du es überhaupt willst.
00:19:00Es ist schön hier.
00:19:03Wollen wir in meinem Park spazieren gehen?
00:19:07Meinem Park.
00:19:08Das wollte ich einfach nur mal sagen.
00:19:15Sie machen einen sehr gefassten Eindruck.
00:19:18Sie hätten mich mal nach der Diagnose sehen sollen.
00:19:23Ich habe vier Wochen lang nur noch geheult.
00:19:25Und bin nicht mehr aus dem Bett rausgekommen.
00:19:29Und dann ist die Trauer irgendwie in Wut umgeschlagen.
00:19:34Wut auf was?
00:19:36Keine Ahnung.
00:19:38Auf das Schicksal.
00:19:41Aber mittlerweile habe ich es geschafft, meine Krankheit zu akzeptieren.
00:19:46Und ich habe beschlossen, das Beste aus meinem Restleben zu machen.
00:19:49Ich habe eine Bucketliste geschrieben.
00:19:51Da steht alles drauf, was ich unbedingt noch machen möchte.
00:19:54Und warum arbeiten Sie dann noch?
00:19:56Weil das mein Traumberuf ist.
00:19:58Spätestens seit ich Club das Roten Dichter gesehen habe.
00:20:00Wie schön für Sie.
00:20:01Ja.
00:20:02Wieder als Lehrerin zu arbeiten, steht ganz oben auf meiner Liste.
00:20:05Und was steht noch so drauf?
00:20:07Ganz viel Unfug.
00:20:10Oh.
00:20:15Das geht's ja nicht.
00:20:17Frau Bonin!
00:20:18Frau Bonin!
00:20:41Ihr Körper braucht jetzt alle Kraft, die er kriegen kann.
00:20:44Das Letzte, was er braucht, ist eine Erkältung.
00:20:47Sie wollten doch das Beste aus Ihrem Restleben machen, oder?
00:20:51Hier.
00:20:52Warme Socken.
00:20:54Zum Glück waren Sie gestern Abend bei der Nummer 7 auf meiner Bucketliste nicht dabei.
00:20:58Wieso?
00:21:01Einen fremden Mann an der Hotelbar ansprechen und mit ihm eine Nacht verbringen.
00:21:06Du wüsstest gar nicht, dass es in der Eifel Hotelbars gibt, wo sowas möglich ist.
00:21:09Ich habe geschummelt, es war ein Hotelterrasse.
00:21:13Und?
00:21:13Was genau daran muss man erlebt haben?
00:21:18Da ich ihn nicht kannte, konnte er alles sein, was ich mir von einem Mann wünsche.
00:21:23Und auch ich selbst konnte bigger than life sein.
00:21:30Oh, Entschuldigung, aber ich muss zum nächsten Patienten.
00:21:34Gut.
00:21:36Wenn Sie Schmerzen haben, rufen Sie mich an.
00:21:38Ich lasse mein Handy an, Tag und Nacht.
00:21:40Schön, dass Sie so für mich da sind.
00:21:42Gern.
00:21:44Haben Sie denn niemanden, der sich um Sie kümmert?
00:21:46Was mit Ihren Eltern?
00:21:49Meine Mama ist in einer Embolie gestorben, als ich noch ein Kind war.
00:21:52Und mein Papa letztes Jahr.
00:21:55Schlaganfall.
00:21:57Das tut mir leid.
00:21:59Danke.
00:22:00Und was ist mit Verwandten?
00:22:02Oder Freunden?
00:22:04Es gibt keinen, dem ich das zumuten möchte.
00:22:07So.
00:22:08Bitte schön, jetzt kann es endlich losgehen.
00:22:10Das ist eigentlich die Arbeit Ihrer Busenfreundin.
00:22:12Wo ist Frau Massig überhaupt?
00:22:14Ständig ist sie weg.
00:22:1524 Stunden Haushaltshilfe.
00:22:17Wohl eher 24 Stunden aus dem Haushilfe.
00:22:20Aber Lohn kassieren für nichts ist auch eine Art von Klauen.
00:22:25Fertig.
00:22:26So.
00:22:27Welche Hand ist denn steif?
00:22:28Die rechte.
00:22:29Gut, dann versuchen Sie mal, die Finger zu bewegen.
00:22:30Das geht nicht.
00:22:32Wissen Sie, was ich glaube?
00:22:33Frau Massig hat einen Liebhaber.
00:22:34Hat sie?
00:22:37Dann versuchen Sie jetzt mal, die Hand zu drehen.
00:22:40Das geht nicht.
00:22:42Ich meine, von wie aus kann sie ja machen, was sie will.
00:22:44Nachdem sie ihre Arbeit gemacht hat.
00:22:46Wegen Frau Massigs Schlamperei muss ich jetzt schon das gute Geschirr für ganz normalen Besuch rausholen.
00:22:52Sie haben auch schlechtes Geschirr?
00:22:54Steht in der Stühlmaschine.
00:22:55Weil Frau Massig zu faul war, den Einschaltknopf zu drücken.
00:22:58Ich kann es doch nicht mit meiner steifen Hand.
00:23:02Ja, Sie haben wirklich recht.
00:23:04Das ist ganz schönes Geschirr.
00:23:07Ein Erbstück, sagten Sie?
00:23:08Noch von meinen Großeltern.
00:23:11Oh!
00:23:13Frau Böhl, ein Wunder ist geschehen.
00:23:15Ihre Hand funktioniert wieder.
00:23:16Sollen wir an den Ruhrsee gehen?
00:23:17Vielleicht können Sie übers Wasser laufen.
00:23:23Können Sie wirklich schon gehen?
00:23:25Ich glaube, Frau Böhl anschauen muss.
00:23:27Papa?
00:23:29Bist du oben?
00:23:31Nein.
00:23:39Ich weiß nicht, das schaffe ich schon.
00:23:54Hast du ein Nickerchen gemacht?
00:23:56Power-Nap.
00:23:57Warum bist du nicht schwimmen?
00:23:59Paul hatte keine Zeit.
00:24:00Übrigens, wegen der neuen Deutschlehrerin.
00:24:02Die ist ziemlich jung, ne?
00:24:0526.
00:24:0626.
00:24:06Weißt du, was weißt du immer nicht?
00:24:09Das ist verbotenes Terrasse.
00:24:15Ich kann Sie auch so hocken, wenn ich will.
00:24:16Die Abmachung war, wir reden nicht mit Papa über das Kollegium.
00:24:19Aber es wäre halt einfach, weil...
00:24:21Ja.
00:24:21Ich bin gespannt, was du machen.
00:24:25Gutes Nickerchen.
00:24:33Danke.
00:24:36So.
00:24:38Wie ist denn das eigentlich passiert?
00:24:40Ich bin mit dem Fahrrad ausgerutscht.
00:24:42Na, es ist lauf.
00:24:44Du, ich habe darüber nachgedacht, was du gesagt hast.
00:24:46Und ich finde, du hast recht.
00:24:50Wenn ich der Begegnung mit Henning ausweiche,
00:24:52weil ich Angst habe, wieder verletzt zu werden,
00:24:55dann nehme ich mir auch die Chance,
00:24:56wirklich wieder glücklich zu sein.
00:24:57Das habe ich alles gesagt.
00:24:59Ja, das hast du so gemeint.
00:25:04Hallo.
00:25:04Hi.
00:25:05Hallo.
00:25:11Was ist denn los?
00:25:16Weißt du, der hat mich angelogen.
00:25:18Und wenn ein Mensch, dem ich so fest vertraue,
00:25:20mir nicht die Wahrheit sagt,
00:25:21das ist wirklich das Schlimmste.
00:25:28Danke.
00:25:33Die ist morgen trotzdem wieder zurück ins Krankenhaus.
00:25:35Keine Diskussion.
00:25:40Und wenn, wenn sie auf mich auffasst?
00:25:43Ich meine, sie ist ja auch sowas wie eine Ärztin.
00:25:45Sie ist sowas wie eine Versorgungsassistentin.
00:25:47Aber sie hat Ahnung.
00:25:49Ja, und sie schließt sich der Meinung deines Bruders an,
00:25:52eine Kopfverletzung dieser Größenordnung
00:25:53muss im Krankenhaus überwacht werden.
00:25:58So, machen wir weiter.
00:26:03Ich würde jetzt gerne wissen, was du vorhast.
00:26:06Ich bringe sie heute morgen zurück ins Krankenhaus
00:26:07und dann suche ich mir ein eigenes Zimmer.
00:26:09Hä, und dann?
00:26:10Und dann ist nicht mehr dein Problem.
00:26:11Hey, warte mal.
00:26:12Was machst du hier in der Dirty Harry, oder was?
00:26:14Du bringst so ein Chaos in unser Leben.
00:26:16Weißt du, alleine dein Auszug,
00:26:18was bedeutet denn das für meine Kleine?
00:26:20Die hängt doch total an dir.
00:26:21Machst du es dir so einfach?
00:26:22Ach, was würdest denn du an meiner Stelle tun?
00:26:24Na ja, durchdrehen.
00:26:26Und hoffen, dass mir ein guter Freund sagt,
00:26:27dass ich durchdrehe.
00:26:29Wirklich.
00:26:31Notfalls fröhlich das Geständnis aus ihm raus.
00:26:33Ist das dein Plan?
00:26:36Ich hab mit Böhl geredet.
00:26:37Genau deswegen hab ich dir nichts gesagt.
00:26:39Jeder Mitwisser ist genau einer zu viel.
00:26:42Willst du das feige Arschloch auch noch vorwarnen, oder was?
00:26:44Was soll das?
00:26:44Nein, ich...
00:26:45Halt dich verdammt nochmal da raus, Vera.
00:26:47Ja.
00:27:16Du hast vergessen anzurufen.
00:27:25Ich hab drei Fragen an dich.
00:27:28Und ich biete dir an, sie im Multiple-Choice-Verfahren zu beantworten.
00:27:33Erste Frage.
00:27:36Machst du solche Aktionen öfter?
00:27:40Ja?
00:27:41Nein?
00:27:43Geht dich nichts an?
00:27:47Zweite Frage.
00:27:51War die Nacht für dich auch so umwerfend wie für mich?
00:27:55Ja?
00:27:57Nein?
00:27:59Definiere umwerfend.
00:28:03Dritte Frage.
00:28:05Wenn ja,
00:28:08wäre es nicht eine Verschwendung von Lebenszeit, damit aufzuhören?
00:28:13Ja?
00:28:15Nein?
00:28:17Lass mich in Ruhe.
00:28:28Okay.
00:28:32Dann wünsch ich noch einen schönen Abend.
00:28:36Was ist denn los, Vera?
00:28:38Ich halte das nicht mehr aus.
00:28:40Du, wir müssen das jetzt klären.
00:28:41Ich fühle mich so ausgeschlossen.
00:28:43Hast du schon mal von dem Sprichwort gehört?
00:28:45Wer auf Rache aus ist, der grabe gleich zwei Gräber.
00:28:48Eins für sich mit?
00:28:49Nein.
00:28:50Weißt du, wenn du wieder einen ansiedroten,
00:28:51wenn du mal durchziehen willst, dann meinetwegen.
00:28:53Aber solange du deinen Rachefeldzug
00:28:55unter meinem Dach planst,
00:28:56dann ziehst du mich mit rein und die Kinder auch.
00:29:02Entschuldige.
00:29:04Entschuldige, aber da habe ich wirklich nicht nachgedacht.
00:29:11Was macht dich denn so sicher,
00:29:12dass der Unfallverursacher aus Monschau kommt?
00:29:18Sagt dir der Name Martin Hürtgen was?
00:29:22Ihm gehört die Tanzschule hier in Monschau.
00:29:24Ja.
00:29:24An dem Tag, an dem Sören angefahren wurde,
00:29:27war Hürtgen in München bei einem Tanzturnier.
00:29:30Und ein Zeuge hat gegen Abend sein Auto
00:29:32in der Nähe des Unfallorts gesehen.
00:29:33Und dem Mann ist der Wagen nur deswegen aufgefallen,
00:29:37weil der Fahrer so gerast ist.
00:29:44Jedenfalls rund fünf Stunden nach dem Unfall
00:29:46ist Hürtgen in einer Polizeistation in München erschienen
00:29:49und hat sein Auto als gestohlen gemeldet.
00:29:51Ist der Wagen gefunden worden?
00:29:55In dem Waldstück, ja.
00:29:57Also in der Nähe der Unfallstelle.
00:29:59Total ausgebrannt.
00:30:01Ist doch praktisch, oder?
00:30:02Alle Spuren sind vernichtet
00:30:03und man kann nicht nachweisen,
00:30:04wer den Wagen wirklich gefahren hat.
00:30:07Also ehrlich gesagt,
00:30:09das beweist doch nicht,
00:30:10dass Hürtgen tatsächlich hinterm Steuer gesessen hat.
00:30:12Ich meine,
00:30:12das Auto kann tatsächlich gestohlen worden sein.
00:30:15Das wird euch bis jetzt nur Mutmaß rum.
00:30:19Ich habe jetzt Hunger.
00:30:31Gibt es denn irgendwas,
00:30:32was du beweisen könntest?
00:30:35Ich habe wochenlang versucht,
00:30:36Vertrauen zu Hürtgens Kindermädchen Tanja abzubauen.
00:30:41Hürtgen ist alleinerziehender Vater.
00:30:44Und am Unfalltag hat Tanja gesagt,
00:30:46dass er gegen 22 Uhr zu Hause sein wird.
00:30:49Wieso ruft er bei Tanja erst gegen 22 Uhr an
00:30:51und sagt, dass der Wagen weg ist
00:30:53und dass er nicht kommen kann?
00:30:54Ich meine, dass der Wagen verschwunden ist,
00:30:55das muss ihm doch schon fünf Stunden früher aufgefallen sein.
00:30:57Ja, das ist tatsächlich komisch.
00:30:59Ja, und wieso löscht er den Verlauf auf seinem Privatcomputer?
00:31:02Wieso will er nicht,
00:31:02dass irgendjemand mitkriegt,
00:31:04wonach er im Internet recherchiert?
00:31:13Ja?
00:31:18Ist alles okay?
00:31:20Ich wollte nur Wasser.
00:31:24Hol ich dir?
00:31:25Nein.
00:31:30Ich wäre gerne alleine.
00:31:37Hürtgen ist also vom Unfallort geflohen
00:31:39und hat, nachdem der erste Schock sich gelegt hat,
00:31:43angefangen Spuren zu verwischen.
00:31:45Das Ding ist nur,
00:31:47beim Spuren verwischen
00:31:49hat er neue Spuren erzeugt.
00:31:50Und genau die werde ich finden.
00:31:52Mhm.
00:31:53Und wie willst du das anstellen?
00:31:54Ich will an seine Kreditkarten abrechnen,
00:31:55sein Mobiltelefon,
00:31:56sein Büro, Computer, was auch immer.
00:31:58Du willst jetzt mich auch mal in so ein Büro einbrechen?
00:32:05Henning?
00:32:06Nee, eine Patientin.
00:32:07Du, wegen Hürtgen, ich lass mir was einfallen.
00:32:10Mund?
00:32:15Ich ruf den Krankenwagen.
00:32:18Nein.
00:32:18Frau Bonin,
00:32:20Sie haben über 40 Fieber,
00:32:21das kann ich nicht verantworten.
00:32:22Das ist vielleicht nur ein Rückfall.
00:32:24Ich hatte eine heftige Angenau-Vorsetzung.
00:32:26Ich musste dreimal das Antibiotikum wechseln.
00:32:29Das tut mir leid,
00:32:30aber das ist einfach zu gefährlich.
00:32:32Ich will nicht ins Krankenhaus.
00:32:34Wenn ich da einmal bin, dann...
00:32:37Na gut, dann...
00:32:38Dann ruf ich den Notarzt.
00:32:40Nein!
00:32:42Können Sie nicht vielleicht Dr. Wegner?
00:32:53Ihr gewünschter Gesprächspartner
00:32:55ist zurzeit nicht erreichbar...
00:32:56Er hat sein Handy ausgeschaltet.
00:32:59Ich fahre zu ihm.
00:33:00Danke.
00:33:10Da oben in der Schublade.
00:33:13Da liegen meine Patientenverfügung.
00:33:17Wenn es soweit ist,
00:33:19dann...
00:33:20keine Schläuche,
00:33:22keine Geräte.
00:33:23Bitte.
00:33:25Bitte Sie sehr.
00:33:32Danke.
00:33:40Danke.
00:33:43Danke.
00:33:45Danke.
00:33:47Danke.
00:33:49Danke.
00:33:50Danke.
00:33:53Danke.
00:33:54Danke.
00:33:55Danke.
00:33:55Danke.
00:33:55Danke.
00:33:56Danke.
00:34:12Die Klinge ist kaputt.
00:34:15Medizinisches Cannabis wirkt besser, wenn Sie es als Tee zu sich nehmen.
00:34:19Ein joint rauchen ist die Nummer 4 auf meiner Liste.
00:34:23Wenn wir wegkommen, können wir die Dosis Ihrer Schmerzmittel so beibehalten oder vielleicht sogar reduzieren.
00:34:28Dann können Sie zumindest arbeiten.
00:34:31Ich bin müde.
00:34:35Ich bleibe heute Nacht bei Ihnen.
00:34:37Das ist nicht nötig.
00:34:39Ich mache es mir oben auf der Couch gemütlich.
00:34:42Das geht schon klar.
00:34:43Danke.
00:34:48Gute Nacht.
00:34:57Es muss schrecklich sein, weil man in so einer Situation niemanden hat.
00:35:02Ja. Wen hätten Sie?
00:35:04Gute Frage.
00:35:06Als Sie nach Monschau kamen, da hatten Sie doch immer eine Freundin.
00:35:10Ja, aber niemanden von Bedeutung.
00:35:14Noch nie?
00:35:15Doch, vor acht Jahren.
00:35:17Anna.
00:35:18Wir wollten heiraten.
00:35:20Wir hatten sogar einen Termin, aber...
00:35:22Aber?
00:35:24Dann kam der Motorradunfall.
00:35:27Seitdem habe ich Sie nicht mehr gesehen.
00:35:30Äh, wie jetzt?
00:35:32Irgendwann hat sie mir zwei Tage danach eine SMS geschrieben.
00:35:37Lieber Chris, ich bin ein Viking.
00:35:40Ich bin nicht die Frau, die du jetzt brauchst.
00:35:42Ich bin zu schwach.
00:35:43Es tut mir noch endlich leid.
00:35:45In Liebe, Anna.
00:35:48Ja, ich würde, seitdem habe ich ein kleines Bindungsproblem.
00:35:54Das kenne ich.
00:35:59In so einem Fall...
00:36:03Ich hätte sie nicht im Stich gelassen.
00:36:09Das bedeutet mir mehr, als Sie denken.
00:36:40Hallo, Ruth.
00:36:41Chris.
00:36:42Ich wollte dir auf die Mailboard sprechen.
00:36:44Hab ich dich geweckt?
00:36:45Nein, nein. Überhaupt nicht.
00:36:48Du, sorry, Chris, dass ich so mitten in der Nacht...
00:36:52Aber...
00:36:52Wie geht's dir?
00:36:54Äh, gut. Und dir?
00:36:55Ja, du, mir stehen hier die Dritte aus dem Kopf.
00:36:57Zwei meiner Kollegen sind ausgefallen wegen Krankheit für Monate.
00:37:00Und ich weiß nicht mehr weiter.
00:37:03Kennst du einen Arzt, der Lust hat, mitten im Busch von Tansania zu arbeiten?
00:37:07Und zwar sofort?
00:37:08Hast du Helen gefragt?
00:37:10Sehr witzig.
00:37:11Werdet ihr immer noch nicht miteinander?
00:37:13Nein, denkst du bitte daran? Gern ein Notfallmediziner.
00:37:16Aber ich nehme auch einen Zahnarzt.
00:37:18Spontan fällt mir nichts ein, aber ich überleg mal.
00:37:20Wir need you in the next room.
00:37:22Ich muss wieder, ja?
00:37:23Du, das war schön, deine Stimme zu hören.
00:37:25Tschüss.
00:37:26Tschüss.
00:37:50Ich mach schon.
00:37:51Es ist okay.
00:37:52Es ist okay.
00:37:56Was machst du denn hier?
00:37:58Das ist Paul, ein Schüler von mir und...
00:38:00Mein Sohn?
00:38:01Ihr Sohn?
00:38:02Warum bringst du deiner Lehrerin Brötchen vorbei?
00:38:05Wieso übernachtest du bei meiner Lehrerin?
00:38:07Bist du krank?
00:38:08Ich hatte Bauchkrämpfe, aber ist alles wieder gut.
00:38:10Wieso duzt du sie?
00:38:13Ähm...
00:38:13Ist mein Sohn etwa die Nummer 7 auf ihrer Bucketlist?
00:38:16Was ist denn für eine Bucketlist?
00:38:31Frau Mundt, es tut mir leid.
00:38:33Ich konnte das nicht wissen, dass Paul Ihr Sohn ist.
00:38:36Das tut ihm leid.
00:38:37Dass er mein Sohn ist?
00:38:38Ja.
00:38:39Sie sind seine Lehrerin.
00:38:40Und es gibt einen guten Grund, warum der Gesetzgeber
00:38:42Schüler vor sexuellen Beziehungen mit Lehrern schützt.
00:38:45Als ich Paul kennengelernt habe, da...
00:38:46Ich wusste das nicht.
00:38:48Ja, aber jetzt wissen Sie es.
00:38:50Ja.
00:38:51Ich rede mit ihm.
00:38:52Und was werden Sie ihm sagen?
00:38:54Keine Ahnung.
00:38:55Das ist, was Sie gesagt haben.
00:38:57Dass ich seine Lehrerin bin und dass es aufhört.
00:39:00Sie müssen es so beenden, dass er weiß, dass eine Beziehung mit Ihnen
00:39:03keine Zukunft hat.
00:39:04Ich meine, das ist das Mindeste, was Sie für ihn tun können.
00:39:08So.
00:39:08Und jetzt entschuldigen Sie mich.
00:39:10Ich komme gleich nach.
00:39:22Guten Morgen, Vera.
00:39:23Guten Morgen, Daniel.
00:39:24Du sag mal, hast du mir schon meine SMS mit dem Foto gezeigt?
00:39:27Mhm.
00:39:28Sie schickt die Küsse.
00:39:29Ich küss sie zurück.
00:39:32Übrigens, ich wollte schon immer mal einen Tanzkurs machen.
00:39:34Meldest du uns an?
00:39:37Wow.
00:39:38Bis später.
00:40:04Hey, Mir.
00:40:05Fährst du mit zur Schule?
00:40:06Ja, klar.
00:40:09Ja.
00:40:20Sie bezweifeln Doktorrettis Diagnose?
00:40:23Nein.
00:40:25Äh.
00:40:25Frau Mund.
00:40:26Kommen Sie.
00:40:27Setzen Sie sich zu.
00:40:29Nein, das, äh, das, das mag ich nicht.
00:40:32Äh, der Bericht was.
00:40:33Ach, Nisa.
00:40:34Bitte.
00:40:36Das, was mir der Kollege heute in der Früh geschickt hat, ist einfach sehr dünn.
00:40:40Es gab nur eine Biopsie und es gab eine extrem aggressive Chemo, aber überhaupt keine Differenzialdiagnostik.
00:40:49Differenzialdiagnostik?
00:40:49Bei der Differenzialdiagnostik versuchen Sie mögliche Krankheiten auszuschließen, bevor Sie sich auf eine festlegen.
00:40:55Aber ich habe doch definitiv Krebs.
00:40:57Laut Biopsie ja.
00:40:58Aber Ihre Symptome weisen eher auf eine stark entzündliche Reaktion hin, als auf eine mögliche Tumorerkrankung.
00:41:06Was heißt das?
00:41:07Sie können läuse Unflöhe haben, also eine Entzündung und einen Tumor.
00:41:11Aber wenn die Darmschleimhaut entzündet ist und wir feststellen, warum, können wir die Ursache bekämpfen.
00:41:18Und eine Chemo gegen die Lymphome ist viel verträglicher...
00:41:21Nein, nein, nein, nein. Nie wieder Chemo. Das mache ich nicht.
00:41:24Wir hatten einmal einen Patienten, also auf der Station in Berlin, Clostridium difficile.
00:41:33Von der Symptomatik her würde das passen.
00:41:35Bitte?
00:41:35Ja, aber Frau Bonin...
00:41:37Entschuldigung.
00:41:38Also, ja.
00:41:39Das ist ein Darmbakterium, mit dem sich immungeschwächte Patienten im Krankenhaus anstecken können.
00:41:45Aber Frau Bonin hat die Biopsie ambulant gemacht und die Chemo ambulant machen lassen.
00:41:50Oder waren sie in letzter Zeit irgendwann länger im Krankenhaus?
00:41:53Nee, ich glaube nicht. Aber sie hat vor einigen Monaten mehrere Antibiotika genommen.
00:41:57Und erst danach trat diese massive Darmsymptomatik auf.
00:42:00Wieso steht das nicht im Bericht?
00:42:03Aber was haben jetzt die Antibiotika mit dem Darmerreger zu tun?
00:42:08Naja, es sieht so aus, dass viele Menschen dieses Clostridium difficile in sich tragen,
00:42:12aber es wird normalerweise von den sogenannten guten Bakterien in Schach gehalten.
00:42:16Antibiotika wiederum zerstören das Gleichgewicht der Darmflora
00:42:19und dieser aggressive Erreger kann sich ungehindert ausbreiten.
00:42:21Ja, genau.
00:42:27Was sagt deine Mutter dazu, dass du mit deiner Lehrerin geschlafen hast?
00:42:32Es ist mir total egal, was die sagt. Ich habe echt größere Probleme.
00:42:36Kommt die Schulaufsichtsbehörde drin vor?
00:42:39Mensch Charlie, ich habe echt Angst.
00:42:40Wovor denn?
00:42:43Was ist denn, wenn Claire ernsthaft krank ist?
00:42:46Paul, sie hat Bauchkrämpfe. Vielleicht hat sie ihre Tage.
00:42:49Und deswegen war meine Mutter die ganze Nacht bei ihr?
00:42:54Ich will sie nicht verlieren.
00:42:56Wie viele Stunden kennst du die Uschi jetzt? Was verlierst du denn?
00:43:02Du hast mich doch mal gefragt, ob ich in deine Schwester verliebt bin.
00:43:05Ja, und du hast gesagt, du weißt es nicht.
00:43:07Ja, weil ich das Gefühl nicht kannte.
00:43:10Aber seit Claire...
00:43:13Liebe, das kann man nicht erklären.
00:43:16Wenn sie da ist, dann merkt man es.
00:43:19Klingt wie ein Kanji-Song, ne?
00:43:23Ach, gut.
00:43:24Wenn es dich mal erwischt, dann reden wir weiter.
00:43:37So, das war jetzt so dringend.
00:43:40Schön, dass du gekommen bist. Ich habe da was auf dem Herzen.
00:43:44Ja, was denn?
00:43:46Das, was da zwischen dir und Frau Bonilla...
00:43:49Stopp, darüber müssen wir nicht reden. Ich bin 18, ich bin erwachsen. Mit wem ich was, wann, warum mache.
00:43:54Ja, du hast ja recht.
00:43:56Es fällt mir einfach nur schwer, mich rauszuhalten.
00:43:59Ich mache mir halt Sorgen.
00:44:01Habe ich Urlaub im Gazastreifen gebucht?
00:44:03Nein.
00:44:07Okay, anderer Film.
00:44:10Also jetzt mal rein hypothetisch.
00:44:13Ich sitze alleine auf einer Hotelterrasse.
00:44:16In einem Outfit, das keine Fragen offen lässt.
00:44:20Nach zwei Minuten stehe ich auf und gehe mit dem nächsten fremden Mann auf mein Hotel zu machen.
00:44:26Nehmen wir mal an, du würdest diese Szene beobachten.
00:44:29Wie würdest du dich fühlen?
00:44:31Würdest du sagen, ey Mama, super, mach weiter, so viel Spaß.
00:44:34Oder würdest du dich dazwischenwerfen?
00:44:38Natürlich würdest du das.
00:44:39Du würdest mich an den Haaren packen und nach Hause schleifen.
00:44:42Das nennt man Beschützerinstinkt.
00:44:43Man sorgt sich eben um Menschen, die man lieb hat.
00:45:03Hallo.
00:45:05Hallo.
00:45:09Sie müssen nicht mit mir warten.
00:45:11Ich laufe nicht weg oder so, falls Sie das denken.
00:45:13Ich wollte sowieso mit Ihrem handelnden Arzt reden.
00:45:16Das ist ein guter Bekannter von mir.
00:45:22Also mal ganz abgesehen von diesem Lehrer-Schüler-Dilemma.
00:45:26Haben Sie Angst, dass ich Ihrem Sohnes Herz breche, weil ich bald sterbe?
00:45:32Ich glaube nicht, dass man von dem Lehrer-Schüler-Dilemma absehen kann.
00:45:37Und ja, ich glaube, dass Sie meinem Sohn das Herz brechen werden,
00:45:40weil er für Sie nur eine Nummer auf Ihrer Bucketlist ist.
00:45:47Hallo.
00:45:48Das ist Frau Bonin, deine neue Patientin.
00:45:51Laura.
00:45:52Kann ich Ihnen mal kurz sprechen?
00:45:55Wir sehen uns.
00:46:00Man wollte dich fragen.
00:46:03Magst du mit mir zu Mittag essen?
00:46:05Henkers Mahlzeit?
00:46:07Nein.
00:46:09Ich freue mich.
00:46:11Dieter.
00:46:15Bitte.
00:46:16Dankeschön.
00:46:19Was sagst du denn?
00:46:20Endlich gibst du dem Mann eine Chance.
00:46:22Ja.
00:46:24Aber mir ist noch ein bisschen molmig.
00:46:27Molmig?
00:46:28Wieso molmig?
00:46:29Na ja, was werden die Kinder sagen?
00:46:31Weißt du, seit der Trennung gab es doch keinen offiziellen Mann mehr an meiner Seite.
00:46:36Sie werden sich freuen, dass jeder Montag glücklich ist.
00:46:40Und wie geht es dir mit deinem Mann?
00:46:41Okay.
00:46:43Wann fährst du denn wieder rüber nach Polen?
00:46:46Mein Jüngster hat nächsten Samstag Geburtstag.
00:46:48Ach ja, stimmt.
00:46:50Das muss echt schlimm sein, dass du die Kinder nur alle paar Wochen siehst.
00:46:53Ja.
00:46:54Aber zum Glück hast du einen Mann, auf den du dich verlassen kannst.
00:46:57Ja.
00:46:59Ich habe total vergessen, mich um deine Hände zu kümmern.
00:47:02Alles gut.
00:47:03Denk an deine Verabredung.
00:47:05Du kommst zu spät.
00:47:08Bis später.
00:47:18Hallo.
00:47:19Hallo.
00:47:20Na?
00:47:22Willst du trinken?
00:47:23Nee, danke, später.
00:47:25Entschuldige, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe, aber es war echt viel los.
00:47:30Und ich wollte unbedingt in Ruhe mit dir sprechen.
00:47:34Worüber?
00:47:37Darüber, was ich mir wünsche.
00:47:39Was wünschst du dir?
00:47:41Na ja, also zunächst wolltest du mir doch noch von Ruth erzählen.
00:47:44Ne?
00:47:44Die scheint ja immer noch ein Thema von dir zu sein.
00:47:46Das ist sie nicht.
00:47:48Gut, Chris glaubt es vielleicht, aber...
00:47:53Aber...
00:47:55Okay.
00:47:55Okay.
00:47:57Ruth hat damals die Klinik in Tansania geleitet, als Chris und ich von Ärzte und Grenzenort eingesetzt wurden.
00:48:03Am Anfang mochte ich sie nicht.
00:48:06Am Anfang?
00:48:07Ja.
00:48:09Ruth kann ziemlich dominant sein.
00:48:11Na mit der Zeit.
00:48:13Wir haben uns verliebt.
00:48:16Und dann?
00:48:20Plötzlich ist ihr Mann aufgetaucht.
00:48:21Sie hatte mir verschwiegen, dass sie verheiratet ist.
00:48:25Ich hab noch am gleichen Tag meine Koffer gepackt und bin zurück nach Deutschland.
00:48:28Nein.
00:48:33Was hältst du davon, wenn wir hier nur eine Kleinigkeit essen und ich heute Abend für uns koche?
00:48:38Das wäre schön.
00:48:51Sorry, aber heute ist echt der Teufel los.
00:48:53Ich konnte mir maximal eine Stunde freischaufeln.
00:48:55Das wird schon reichen.
00:48:57Okay.
00:48:58Und du machst keinen Scheiß.
00:49:00Und auf dem Weg zur Toilette verläufst du dich lediglich in sein Büro.
00:49:03Während du Schmiere stehst.
00:49:05Ich steh keine Schmiere.
00:49:07Ich unterhalte mich nett mit Herrn Hürtgen und wundere mich, wo du bleibst.
00:49:13Sag mir, dass ich das Richtige tue.
00:49:15Ich sag dir, dass du eine gute Freundin bist.
00:49:21Und rechte zurück.
00:49:22Eins, zwei, drei, vier.
00:49:26Quick, quick, slow.
00:49:27Kommen Sie rein.
00:49:28Quick, quick, slow.
00:49:30Kein Problem, Sie haben noch nichts verpasst.
00:49:32Wir beginnen gerade mit dem Grundschrittshalter.
00:49:33Links, links, rechts.
00:49:35Was rede ich?
00:49:36Rechts, links, rechts.
00:49:38Gut.
00:49:39Quick, quick, slow.
00:49:40Herr und Frau Mund nehme ich an.
00:49:41Quick, quick, slow.
00:49:42Wir haben telefoniert.
00:49:43Willkommen.
00:49:44Kommen Sie rein.
00:49:44Quick, quick, slow.
00:49:45Wir sind verheiratet.
00:49:47Quick, quick, slow.
00:49:47Ist das nicht ein Traum?
00:49:49Quick, quick, slow.
00:49:50Die Hüfte ist locker.
00:49:51Quick, quick, slow.
00:49:53Ganzes Gewicht verlagern.
00:50:02Hat es ein bisschen Spaß gemacht auch?
00:50:04Sehr.
00:50:05Teilweise hat man das Gefühl, zwei linke Füße zu haben, aber es ist okay, ja.
00:50:07Links, links, rechts.
00:50:08Ja.
00:50:09Haben Sie eine Toilette?
00:50:10Ja, gerne.
00:50:11Hier die Treppe hoch und dann auf der rechten Seite.
00:50:13Danke.
00:50:15Sie zwei sind echt ein hübsches Paar, muss ich sagen.
00:50:17Mhm.
00:50:18Haben Sie Kinder?
00:50:21Zwei.
00:50:22Wir müssen nachrechnen.
00:50:26Ich müsste noch ein paar Telefonate erledigen, bevor mein nächster Kurs beginnt.
00:50:28Oh, was ist denn das für ein Kurs?
00:50:30Dina Walzer.
00:50:31Mhm.
00:50:32Sie waren doch bestimmt mal Profitänzer, oder?
00:50:34Ah, na.
00:50:35Ja.
00:50:35Aber, also, ein Lausiger.
00:50:38Als Tanzlehrer bin ich besser.
00:50:39Grüßen Sie mir Ihren Mann nochmal, ja?
00:50:40Sagen Sie, haben Sie eigentlich auch Kinder?
00:50:44Also, ich meine ja nur, weil Sie mich vorne auch gefragt haben.
00:50:46Ja.
00:50:48Einen Sohn.
00:50:49Fritz.
00:50:4914.
00:50:50Oh!
00:50:51Schwieriges Alter.
00:50:53Na ja.
00:50:54Vor allem, weil ich alleinerziehend bin, ja.
00:50:58Vor Alleinerziehenden habe ich einen großen Respekt.
00:51:00Na ja.
00:51:02Es ist nicht immer ganz leicht, alles unterhalten zu kriegen.
00:51:05Der Punkt ist alles groß.
00:51:07Ja.
00:51:14Ja.
00:51:16Sie haben die Fehler in der Umstellung.
00:51:18Ja.
00:51:18Sie haben die Fehler in der Umstellung.
00:51:21Sie haben die Fehler in der Umstellung.
00:51:25Für die Kinder.
00:51:31Letztendlich sind wir in Monschau gelandet.
00:51:33Und dann?
00:51:35Es war Fritz' dritter Geburtstag.
00:51:37Wir hatten viele Gäste eingeladen, das ganze Haus war voll.
00:51:40Dann hat meine Frau mich zur Seite gezogen und gesagt, dass sie einen anderen Mann kennengelernt
00:51:44hat.
00:51:44Und dass sie uns verlässt, bevor der Junge groß genug ist, um sich später an sie erinnern
00:51:47zu können.
00:51:48Die ist einfach so gegangen?
00:51:50Ja.
00:51:51Einfach so.
00:51:53Haben Sie noch Kontakt zu ihr?
00:51:55Sie lebt.
00:51:56In Amerika.
00:51:57Bei ihrer neuen Familie.
00:52:00Aber wieso hat sie denn ausgerechnet auf der Geburtstagsparty ihres Sohnes mit ihnen
00:52:04Schluss gemacht?
00:52:04Weil ich so keinen Aufstand machen konnte.
00:52:07Es sollte alles kurz und schmerzlos sein für sie.
00:52:10Aber eine Sache hat sie sich verrechnet.
00:52:12Der Junge kann sich an sie erinnern.
00:52:13Sehr gut sogar.
00:52:15Und er begreift bis heute nicht, warum er nicht genügt hat, um sie bei uns zu
00:52:17halten.
00:52:19Das tut mir leid.
00:52:21So.
00:52:23Wir können.
00:52:24Gut, dann sehen wir uns am Freitag.
00:52:26Ähm, gehen wir denn auch schon morgen?
00:52:27Also.
00:52:28Hab Lust auf mehr gemacht.
00:52:30Vielleicht der Kurs um 16 Uhr?
00:52:32Gut, ich schau mal nach.
00:52:33Ich meld mich dann.
00:52:34Okay.
00:52:36Bis dann.
00:52:40Wiedersehen.
00:52:41Wiedersehen.
00:52:42Wiedersehen.
00:52:43Ja.
00:52:45Ja.
00:52:45Wir haben noch euch.
00:52:52So, die Sekretärin war da.
00:52:53Ich dachte, die hat Mittwochnachmittags eigentlich immer frei.
00:52:55Ich musste nicht, dass die beiden quasi im Büro miteinander teilen.
00:52:57Hast du nichts rausgefunden?
00:52:58Doch.
00:52:58Er hat ein neues Handy.
00:52:59Krasser Zufall, oder?
00:53:00Daniel.
00:53:01Du, ich kann mir beim besten Willen nichts vorstellen.
00:53:03Dass Hürtgen ein Kind anfährt und dann einfach so im Straßengraben liegen lässt.
00:53:06Überleg doch mal.
00:53:07Der liebt seinen eigenen Sohn heiß und innig.
00:53:09Ja.
00:53:09Hitler hat seine Schäferhündin auch heiß und innig geliebt und war trotzdem ein
00:53:12Monster.
00:53:13Ach Daniel.
00:53:13Nein, der hat sich auf seinem Computer in seinem Büro in so einem Jura-Forum eingloggt
00:53:16und fragt dort nur Möglichkeiten, bei Fahrerflugten mit einer Bewehrungsstrafe davonzukommen.
00:53:21Ja, das ist in der Tat merkwürdig.
00:53:28Dr. Wegner hat mich angerufen.
00:53:30Ja, mich auch.
00:53:31Und wissen Sie, worum es geht?
00:53:32Nee, erste Ergebnisse sind da.
00:53:34Und?
00:53:35Ja, mehr weiß ich auch nicht.
00:53:37Ist bestimmt kein gutes Zeichen, wenn Sie mit dabei sind.
00:53:39Wieso?
00:53:40Na, Sie sind doch auch fürs Trösten zuständig, oder?
00:53:49Hallo.
00:53:51Äh, bitte nehmen Sie Platz.
00:53:58Die Ergebnisse der Darmspiegelung und die ersten Laborwerte sind da.
00:54:02Frau Bonin, Sie haben keinen Krebs.
00:54:05Ihre Darmschleimhaut ist extrem entzündet.
00:54:08Deshalb haben sich Lymphome gebildet, die als bösartig fehldiagnostiziert wurden.
00:54:18Frau Bonin?
00:54:27Johnny, wir müssen...
00:54:28Johnny...
00:54:29Johnny...
00:54:29... alles gut.
00:54:29Nehmen Sie sich die Zeit.
00:54:37Peter...
00:54:38Vormunds Vermutung war richtig, das Bakterium Clostridium difficile hat sich durch die Antibiotika-Therapie explosionsartig ausgebreitet.
00:54:47Das Problem ist nur, normalerweise kann man durch eine zusätzliche Antibiotika-Gabe das Bakterium in Schach halten.
00:54:53Das ist bei Ihnen nicht möglich, weil das Bakterium resistent ist gegen Antibiotika.
00:55:00Und jetzt?
00:55:02Es gibt eine alternative Therapieform, eine Stuhltransplantation.
00:55:07Naja, also, das klingt nur eklig, das ist aber eine ganz sterile Angelegenheit.
00:55:12Also, der Stuhl eines Gesunden wird im Labor aufbereitet.
00:55:16Und das sogenannte Mikrobiom, das ist ein Darmbakterium, wird herausgefiltert.
00:55:21Und Ihnen der Magen-Darm-Spiegelung verabreicht.
00:55:25In 90 Prozent der Fälle schiedelt sich das Bakterium an und der Darm wird wieder gesund.
00:55:32Und wo kann man das machen lassen?
00:55:35Zum Beispiel, im Krankenhaus hier?
00:55:38Ja.
00:55:39Sie müssen nur wissen, wirklich erfolgsversprechend kann die Transplantation nur sein, wenn ein Verwandter der Spender ist.
00:55:48Meine Eltern sind tot.
00:55:50Haben Sie Geschwister?
00:55:52Meine Schwester.
00:55:55Aber die wird mir nicht helfen.
00:55:57Niemals.
00:56:07Danke fürs Fahren.
00:56:08Gerne.
00:56:09Und für mein Leben.
00:56:11Die Kuh ist noch nicht vom Eis.
00:56:13Notfalls greife ich auf eine Fremdsplende zurück.
00:56:15Frau Bonin, ich bin mir nicht sicher, ob Sie Dr. Wegner wirklich verstanden haben.
00:56:19Ihre Entzündung ist weit fortgeschritten.
00:56:21Das heißt, Ihre Darmschleimhaut ist teilweise ulzeriert.
00:56:24Durchlässig.
00:56:25Jederzeit können Giftstoffe in Ihren Körper gelangen.
00:56:27Und wenn das passiert, dann erleiden Sie einen septischen Schock und der ist tödlich.
00:56:35Deswegen lasse ich mich ja jetzt behandeln.
00:56:37Eine Fremdspende ist wirklich mit Risiko behaftet.
00:56:41Ich rede mit meiner Schwester.
00:56:48Und mit ihm rede ich auch.
00:56:50Danke.
00:56:56Hi.
00:57:11Also entweder du bist wirklich ernsthaft krank
00:57:16oder du bist auf einmal beste Freundin mit meiner Mutter.
00:57:19Und was ich jetzt gerade ausspreche, wüsste ich nicht, was schlimmer ist.
00:57:24Nein und nein.
00:57:26Mir geht's gut.
00:57:33Paul, es tut mir leid, wenn ich dich durcheinandergebracht habe.
00:57:38Das wollte ich nicht.
00:57:40Das mit uns, das hört auf.
00:57:44Warum glaube ich dir das nicht?
00:57:47Weil du mir nicht glauben willst.
00:57:49Oder weil du einfach wenig überzeugend bist.
00:57:52Weil du selbst nicht überzeugt wirst.
00:57:57Wir sehen uns morgen früh.
00:58:01Herr Mund.
00:58:24Schluss mit 18 Buchstaben durch Sarajevo?
00:58:31Ich weiß nicht, ob du das weißt.
00:58:33Den Fluss gibt's nicht.
00:58:39Ich möchte hier nicht bleiben.
00:58:41Dann lege ich mich lieber wieder in München ins Krankenhaus.
00:58:44So, ein Krankenhaus ist Krankenhaus.
00:58:45Ja, aber Krankenschwester ist nicht Krankenschwester.
00:58:49Bitte kurz.
00:58:56Schöne Augen.
00:59:00Ach so, du meinst wirklich die Augen.
00:59:06Ich seh später nach dir.
00:59:10Mach's keinen Scheiß.
00:59:15Bring mir den Ball.
00:59:17Ja, und hier, Kanua.
00:59:19Hier.
00:59:22Und tipp ihn her.
00:59:24Kanua, hier.
00:59:26Fein.
00:59:27Spück aus.
00:59:29Fein.
00:59:32Hallo.
00:59:33Was willst du?
00:59:40Praxis Dr. Wegner, Anita Raab sein.
00:59:42Was kann ich für Sie tun?
00:59:43Hey Anita, Daniel hier.
00:59:45Daniel?
00:59:46Vera ist Daniel.
00:59:48Hi, Daniel.
00:59:49Du, äh, Vera hat mir erzählt, dass du einen Nebenjob suchst.
00:59:52Und mein Bruder liegt gerade im Krankenhaus.
00:59:54Und ist ein langweiliger Tode.
00:59:55Ich wollte fragen, ob du vielleicht Lust hast,
00:59:56nach Feierabend dich ein bisschen um ihn zu kümmern?
00:59:59Und wie kommst du da auf mich?
01:00:01Ähm, weil du sehr sympathisch bist.
01:00:06Danke.
01:00:08Okay, dank dir.
01:00:09Tschüss.
01:00:12Tja, da bekommt der Ausdruck, ich scheiße auf dich, plötzlich eine andere Bedeutung.
01:00:18Du willst also, dass ich dir helfe?
01:00:22Die Erfolgschancen sind wesentlich höher, wenn du die Spenderin bist.
01:00:26Diese Entzündung ist schmerzhaft.
01:00:30Ich nehme starke Schmerzmittel.
01:00:32Und wenn die Behandlung nicht anschlägt, dann kann ich in einer Blutfallgiftung sterben.
01:00:39Dann kann ich mich auf was freuen.
01:00:42Lauf.
01:00:51Bitte, euer Lieblingskuchen.
01:00:52Greift zu.
01:00:53Mama, warum willst du mit uns reden?
01:00:54Äh, habt ihr keinen Hunger?
01:00:56Mama.
01:00:58Also gut, ich, ähm, wie ihr wisst,
01:01:01ähm,
01:01:03ist ja nun schon eine Weile her, dass ich eine feste Beziehung hatte.
01:01:05Also ein Mann an meiner Seite.
01:01:07Du bist lesbisch.
01:01:09Hä?
01:01:09Nee, wie kommst du denn darauf?
01:01:11Nur weil du es so betont hast.
01:01:12Ein Mann an meiner Seite.
01:01:14Nein, ich bin nicht lesbisch.
01:01:15Was willst du uns sagen, Mama?
01:01:17Ja, sag's einfach.
01:01:19Also gut.
01:01:21Nur, dass ihr euch nicht wundert.
01:01:24Henning, Dr. Maurer, also Henning, wird zukünftig öfter bei uns sein.
01:01:29Hallo.
01:01:30Ähm, kommst du?
01:01:31Äh, bist du verabredet?
01:01:33Theaterpromiss.
01:01:33Ähm, war's das?
01:01:35Äh, ja, ich dachte nur...
01:01:37Tschüss, Mama.
01:01:38Ist auch los.
01:01:38Moment, aber falls ihr Probleme habt, dann...
01:01:48Ich clayt richtig.
01:01:51Äh, ja, ich doctors, dwój ال
01:02:00öfterrums筷子, aber steht schon ein Fisch.
01:02:07Äh!
01:02:10Du sollst jetzt ein Tor abschließen.
01:02:12Paul.
01:02:16Paul, bitte geh.
01:02:18Ich habe keine Kraft, mich gegen dich zu wehren.
01:02:21Den werde ich halt nicht.
01:02:26Was willst du von mir?
01:02:35Wie will ich da sein?
01:02:55Ich habe heute vielleicht zu viel Kuchen gegessen.
01:02:59Hat es dir geschmeckt?
01:03:00Sehr gut.
01:03:04Möchtest du noch was?
01:03:05Danke, ich bin satt.
01:03:09Also wirklich nicht?
01:03:22Du siehst sehr hübsch aus heute Abend.
01:03:24Ich meine, du siehst sehr hübsch aus.
01:03:27Danke.
01:03:31Möchtest du vielleicht einen Kaffee?
01:03:32Gerne.
01:03:39Henning, ich bin nervös.
01:03:42Weißt du, mich ernsthaft wieder auf eine Beziehung einzulassen, das ist für mich wirklich ein großer Schritt.
01:03:48Ja, aber für mich doch auch.
01:04:01Bitte nicht.
01:04:04Entschuldige.
01:04:10Maura.
01:04:11Maura.
01:04:11Dr. Maura, es tut mir leid, wenn ich Sie störe, aber es gab einen schweren Unfall auf der Bundesstraße.
01:04:14Was war mit Professor Hartwig?
01:04:16Professor Hartwig ist in einer anderen OP.
01:04:18Es gab mehrere Verletzte.
01:04:20Ja, ich komme.
01:04:24Tut mir leid, ich muss in die Klinik.
01:04:26Schwerer Unfall auf der Bundesstraße.
01:04:31Da kann man nichts machen.
01:04:34Dann bring ich dich noch zum Auto.
01:04:50Jetzt oder nie.
01:05:06Guten Abend, Frau Mund.
01:05:07Ich dachte, ich wollte Sie zum Essen einladen.
01:05:11Ich würde gerne mit Ihnen was besprechen.
01:05:13Nichts Berufliches, was Privates.
01:05:17Tschüss.
01:05:20Puh.
01:05:34Morgen.
01:05:35Guten Morgen.
01:05:36Du, Paul, ich war dir dankbar, also schlaf woanders.
01:05:40Da wäre noch Platz auf dem Zettel gewesen.
01:05:42Ich habe mir Sorgen gemacht.
01:05:43Ja, ich bin aber 18 und nächstes Jahr habe ich Neues.
01:05:45Ja, aber deswegen höre ich doch nicht schlagartig auf, mir Gedanken zu machen.
01:05:49Außerdem, wenn du mit mir reden willst, dann...
01:05:51Worüber will ich denn reden?
01:05:52Über Claire?
01:05:54Ja, über Frau Bonin zum Beispiel.
01:05:56Du hast mich ja als höflichen Menschen erzogen, deswegen sage ich es dir jetzt ein für alle Mal.
01:06:00Hör auf, dich in mein Liebesleben einzumischen.
01:06:03Jetzt und für immer.
01:06:07Ah.
01:06:13Guten Morgen.
01:06:14Hey, guten Morgen.
01:06:15Danke.
01:06:17Möchtest du mit dem Riff frühstücken?
01:06:18Du, wir haben die ganze Nacht repariert.
01:06:19Ich fahre nach Hause, wir müssen ein bisschen schlafen.
01:06:23Was mit dir?
01:06:24Soll ich hier an der Schule absetzen?
01:06:25Mit dem dicken Auto?
01:06:27Ich habe kein anderes.
01:06:28Oh, sehr lieb.
01:06:31Tschüss, meine Süße.
01:06:32Tschüss, Mami.
01:06:34Ich habe heute Abend keine Bereitschaft.
01:06:36Tschüss, Daniel.
01:06:37Hi.
01:06:38Morgen.
01:06:39Ach, guten Morgen, Daniel.
01:06:42Und?
01:06:43Wie geht's hören?
01:06:43Oh, der hat die ganze Nacht tief und fest geschlafen zum Glück.
01:06:47Im Gegensatz zu mir.
01:06:5116 Uhr Tanzschule.
01:06:53Ja, so machen wir's.
01:06:54Und du räumst ab, ja?
01:06:55Danke.
01:06:58Klar.
01:07:02Um wieviel Uhr haben Sie den Termin?
01:07:0315 Uhr.
01:07:05Wissen Sie, ob ich danach noch im Krankenhaus bleiben muss?
01:07:08Nein, eigentlich können Sie gleich nach Hause.
01:07:10Die Transplantation an sich ist unkompliziert.
01:07:13Allerdings.
01:07:14Ach, guten Morgen.
01:07:16Guten Morgen.
01:07:17Wie geht's, Frau Böhl?
01:07:21Um ehrlich zu sein.
01:07:22Ich fühle mich nicht wohl mit dieser Fremdspende.
01:07:25Aber ich habe keine andere Wahl.
01:07:27Kann Ihnen Ihre Schwester wirklich nicht helfen?
01:07:31Nein.
01:07:33Was wäre denn, wenn ich mal mit ihr spreche?
01:07:37Das hat keinen Sinn, glauben Sie mir.
01:07:40Lassen Sie es uns doch versuchen.
01:07:41Ich meine, mehr als Nein sagen kann sie doch nicht.
01:07:51Frau Bonin, haben Sie schon mit meinem Sohn geredet?
01:07:54Ja.
01:07:55Ich frage, weil...
01:07:56Ja.
01:08:00Hallo, Isabel.
01:08:02Guten Tag.
01:08:04Das ist Frau Mund.
01:08:05Sie arbeitet bei Dr. Wegner.
01:08:06Sie ist mein Arzt.
01:08:08Verstehe.
01:08:09Die böse Schwester soll also überzeugt werden, der Guten zu helfen?
01:08:13Ich dachte, wenn Sie eine medizinische Frage haben...
01:08:15Habe ich nicht.
01:08:16Isabel.
01:08:19Ich kann nichts dafür, dass ich Papas Liebling war.
01:08:22Oder dass ich es in der Schule einfacher hatte, oder dass ich beliebter war als du...
01:08:25Oder dass du mit meinem Mann geschlafen hast.
01:08:28Isabel.
01:08:28Ich war betrunken.
01:08:30Er war betrunken.
01:08:31Es hatte keine Bedeutung.
01:08:32Ach, für mich hat es bis heute eine Bedeutung.
01:08:35Was soll ich tun?
01:08:37Sag es mir.
01:08:38Ich habe mich wieder und wieder bei dir entschuldigt.
01:08:41Es tut mir unfassbar leid.
01:08:43Es war ein Fehler.
01:08:44Es war ein Ausrutscher.
01:08:45Nee.
01:08:45Das war es nicht.
01:08:46Du konntest einfach nicht ertragen, dass du einmal, ein einziges Mal nicht die Nummer eins
01:08:50warst.
01:08:51Wie konntest ein Mann nur wagen, statt dich, mich zu wollen?
01:08:55Du wolltest einfach deine Ordnung wiederherstellen.
01:08:56Du musstest mir zeigen, wo mein Platz ist.
01:08:58Und zwar unter dir.
01:09:00Wie immer.
01:09:02Lassen Sie uns gehen.
01:09:04Jede Schuld rächt sich auf Erden.
01:09:08Als ich diesen Satz von Goethe gelesen habe,
01:09:12heute weiß ich, dass er recht hat.
01:09:15Kanor!
01:09:17Warten Sie kurz.
01:09:17Hier, komm her.
01:09:18Frau Bonin,
01:09:21bei einer Fremdspende
01:09:23kann es wegen der nicht altverwandten Darmbakterien zu Komplikationen kommen.
01:09:27Im Fall Ihrer Schwester kann das tödlich enden.
01:09:30Jede Schuld rächt sich auf Erden, haben Sie gesagt.
01:09:33Was ist denn mit der Schuld, die Sie auf sich laden,
01:09:36wenn Ihre Schwester stirbt?
01:10:01Wenn meine Mutter fragt, ich penne bei dir, okay?
01:10:05Ich muss Claire beschützen.
01:10:09Wenn ich meiner Mutter erzähle, dass ich bei meiner Lehrerin pennen,
01:10:11macht Claire die Hölle heiß.
01:10:15Nein.
01:10:18Wie nein?
01:10:19Ich will deine Mutter jetzt nicht anlügen.
01:10:24Außerdem wäre es mir echt lieb, wenn du woanders rumdatteln würdest.
01:10:27Ich will mich jetzt in Ruhe auf meine Klausur vorbereiten.
01:10:31Wie bist du denn drauf?
01:10:33Interessante Frage, hm?
01:10:34Wie geht's mir, Paul?
01:10:36Eigentlich total unfair.
01:10:37Woher sollst denn gerade du das wissen?
01:10:39Das würde ja heißen, dass du dich ein bisschen auch nur für mich interessierst.
01:10:42Aber du benutzt mich ja lieber als Spiegel für deine ganzen Gefühle und Gedanken.
01:10:46Nee, wobei, eigentlich nicht.
01:10:47Stimmt.
01:10:48Immerhin weißt du, dass ich noch nie in meinem Leben verliebt war
01:10:50und deswegen überhaupt gar nicht mitreden kann, wenn du von deiner Claire schwärmst.
01:10:54Willst du, dass ich dich dauernd frage, wie es dir geht?
01:10:56Ich dachte, du machst einen Mund auf, wenn dir irgendwas nicht passt.
01:10:58Seit wann bist denn du so ein Mädchen?
01:10:59Ist besser, wenn du jetzt gehst, Paul.
01:11:22Können Sie nach Frau Kraupers noch zu Herrn Junge?
01:11:26Geht das auch morgen früh?
01:11:27Ja.
01:11:28Was war denn mit der Schwester von Frau Bronin?
01:11:30Ach ja.
01:11:31Da sind die Fronten so verhärtet.
01:11:33Ich habe ihr geraten, sich einmal mehr bei ihrer Schwester zu entschuldigen,
01:11:36als diese Nein sagen kann.
01:11:38Hat sie den Termin abgesagt jetzt?
01:11:40Nein.
01:11:41Sie will notfalls das Risiko an der Fremdspende eingehen.
01:11:45Ach übrigens, sorry, dass ich noch nicht zurückgerufen habe.
01:11:48Wegen Ihrer Essenseinladung.
01:11:50Aber mein Handy...
01:11:51Ja, war ja auch schon spät.
01:11:53Ja.
01:11:54Ich wäre nämlich sehr gerne gekommen.
01:11:56Ja?
01:11:56Ja.
01:11:57Ich habe Ihnen nämlich auch etwas Persönliches mitzuteilen.
01:12:01Was denn?
01:12:03Ja, also zuerst Sie.
01:12:06Ladies first.
01:12:08Ich weiß, Sie mögen ihn ja nicht besonders.
01:12:10Wen?
01:12:12Dr. Maurer, also Henning.
01:12:15Henning und ich, wir haben uns entschieden, es mal zusammen zu versuchen.
01:12:23So schlimm?
01:12:25Henning hat auch seine guten Seiten.
01:12:28Ja, sicher hat er die.
01:12:30Ja.
01:12:30Und jetzt sie?
01:12:34Das hat Zeit.
01:12:35Ich...
01:12:37Ich muss ja noch...
01:12:38Äh, ja.
01:12:40Ah!
01:12:40Ich auch.
01:12:41Ich muss ja noch, äh, mich beeilen, wenn ich schnell zu Probonin ins Krankenhaus möchte.
01:12:45Ja.
01:12:48Tschüss.
01:12:50Ah!
01:13:07Und?
01:13:09Konnten Sie Ihre Schwester noch mal erreichen?
01:13:12Sie ist nicht rangegangen.
01:13:16Hallo.
01:13:17Hallo.
01:13:19Das Labor hat die Spende Ihrer Schwester bei jetzt aufgearbeitet.
01:13:22Wir können sofort...
01:13:22Ich spende meiner Schwester.
01:13:25Sie war heute Mittag schon hier.
01:13:28Haben Sie jemanden, der Sie nachher nach Hause bringt?
01:13:29Nach der Narkose sollten Sie nicht alleine fahren.
01:13:35Ähm...
01:13:35Nein.
01:13:36Rufst du mich an?
01:13:37Wenn es soweit ist.
01:13:42Alles Gute.
01:13:45Okay.
01:13:45Okay.
01:13:46Komm, ich bin jetzt.
01:13:58Chris?
01:13:59Hallo, Ruth.
01:14:01Ich habe einen Tipp für dich.
01:14:03Henning.
01:14:03Ach, Chris, ich habe dir doch gesagt, dass...
01:14:06Ja, aber ihr habt immer super zusammengearbeitet.
01:14:08Und ich bin sicher, es ist flexibel genug, zu dir runterzukommen.
01:14:11Ja, aber ich befehle dir erst nicht flexibel genug, um mir zu verzeihen.
01:14:15Dann habe ich noch einen Tipp für dich.
01:14:18Entschuldige dich immer einmal mehr bei ihm, als er nein sagen kann.
01:14:21Ja, Chris.
01:14:22Vielleicht hast du euch.
01:14:23Ja.
01:14:23Tschüss.
01:14:24Tschüss.
01:14:41Das wird dann von Mal zu Mal immer leichter, wenn Sie sehen.
01:14:45Gut, dann sehen wir uns beim nächsten Mal, ja?
01:14:47Ja.
01:14:50Ich müsste doch noch mal kurz auf Toilette zu.
01:14:52Ach.
01:14:52Das geht ganz schön.
01:14:55Auf welche Schule geht denn eigentlich Ihr Zoom?
01:14:59Aufs Heinich-Heine-Gymnasium.
01:15:00Ach, wie lustig.
01:15:01Und das ist auch die Schule meiner Kinder.
01:15:05Entschuldigen Sie mich noch.
01:15:06Was ist denn mit dem Schuldirektor?
01:15:08Was halten Sie denn von Herrn Ortl an?
01:15:09Weiß nicht.
01:15:10Herr Hürtgen?
01:15:22Stopp.
01:15:23Haar.
01:15:24Haar?
01:15:24Ja.
01:15:36Oh, ähm, kannst du mir kurz mein Schiff geben?
01:15:39Ich komme jetzt.
01:15:39Und ich komme mit den Geräten und so.
01:15:41Wenn du jetzt glaubst, ich beug mich hier über dich, ne?
01:15:44Vergiss es.
01:15:48Danke.
01:15:57Ach komm, jetzt lass doch mal den Scheiß.
01:16:02Hören Sie.
01:16:07Nein, es kommt nicht in Frage, ich bestehe auf die Anzeige.
01:16:09Ja, jetzt warten Sie mal.
01:16:10Vielleicht wollte der Herr Morelli auch nur kurz mal in Ihrem Computer recherchieren, oder?
01:16:13Er hat meinen Bruder angefahren und ihn die ganze Nacht im Straßengraben liegen lassen.
01:16:16Das ist nicht wahr.
01:16:17Das ist eine Verleumdung.
01:16:18Mein Wagen wurde gestohlen.
01:16:19Sie haben an Ihrem Computer über Fahrerflucht und Bewährungsstrafen recherchiert.
01:16:22Ja und?
01:16:23Die Polizei hat mich in der Frage vernommen, da hat mich das natürlich interessiert.
01:16:26Ich kann Ihnen sogar das Strafmaß sagen.
01:16:27Mindestens fünf Jahre, wahrscheinlich mehr.
01:16:29Und Ihre Verjährung, die können Sie vergessen.
01:16:31Warum holen Sie mich denn hier so an?
01:16:32Vergiss doch mal!
01:16:33Mein Bruder wäre gestorben, wenn ihn nicht irgendjemand zufällig gefunden hätte!
01:16:36Herr Morell!
01:16:37Daniel!
01:16:38Jetzt beruhigen Sie sich mal, Sie machen alles noch schlimmer.
01:16:42Sie können das nicht begreifen.
01:16:44Wie kann man ein Kind anfahren und es dann einfach so liegen lassen?
01:16:47Zumal sie selber Vater sei.
01:16:49Ich warte es nicht.
01:16:54Okay.
01:16:57Haben Sie denn eine Erklärung, wie sich ein Mensch da so einfach aus dem Staub machen kann?
01:17:05Rein theoretisch.
01:17:07Rein theoretisch.
01:17:12Wahrscheinlich hat derjenige Angst.
01:17:15Keine Ahnung, er wird viel zu verlieren haben.
01:17:20Vielleicht war das ja ein Familienvater, tatsächlich.
01:17:25Vielleicht sogar ein alleinerziehender Vater.
01:17:34Vielleicht hat er sich in dem Moment einfach gedacht, was wird denn jetzt aus meinem Kind?
01:17:43Was, wenn ich jetzt ins Gefängnis muss und das Kind hat überhaupt niemanden mehr?
01:17:49Der Einzige, dem es vertraut, der ist jetzt kriminell.
01:17:54Er sitzt im Gefängnis.
01:17:58Vielleicht.
01:18:05Rein theoretisch.
01:18:07Wenn sich dieser Vater stellen würde, dann hätte sein Sohn ein Vorbild, das ihm zeigt,
01:18:14dass man Verantwortung übernehmen muss.
01:18:19Ja, Frau Welle.
01:18:23Wer?
01:18:25Ich war das nicht.
01:18:26Gut, ich komme.
01:18:27Ich komme.
01:18:28Herr Böhlich auf das Krankenhaus.
01:18:29Ist ein Notfall.
01:18:30Ist ein Notfall.
01:18:31Vera, kommst du mit?
01:18:32Sören.
01:18:32Wir kommen aber wieder, ne?
01:18:33Ja!
01:18:44Anitza, was ist mit Sören?
01:18:48Gut, dass Sie da sind.
01:18:50Was ist mit Ihnen?
01:18:52Bei Ihrem Bruder hat sich ein Subturalhämatom entwickelt.
01:18:55Eine große Blutung unter der Hirnhaut.
01:18:57Spätfolge des Unfalls.
01:18:59Wir haben das Blut abgelassen, die Blutungsquelle verödet.
01:19:02Vollgeschehen sind nicht zu erwarten.
01:19:05Ja, er hatte großes Glück.
01:19:07Ob Frau Rabs eigentlich bei ihm gewesen wäre.
01:19:09Ab jetzt hat Sören einen Engel.
01:19:13Entschuldigt mich kurz.
01:19:14Hey.
01:19:16Anitza, danke.
01:19:19Ist wirklich alles in Ordnung mit dem Kleinen?
01:19:21Toto?
01:19:22Ja, aber du bist so komisch.
01:19:26Es geht nicht um Sören.
01:19:28Sondern?
01:19:31Lass uns später reden. Ich komm zu dir.
01:19:45Ich kann es immer noch nicht fassen.
01:19:47Ich werde tatsächlich wieder gesund.
01:19:49Das ist wie ein Rausch.
01:19:51Ich bin so froh, dass ich Sie kennengelernt habe.
01:19:54Ich muss mir erst mal Gedanken machen, wenn ich von dem Schuldenberg wieder runterkomme.
01:19:57Ja.
01:19:59Bleiben Sie immer und schauen?
01:20:00Ja, ich denke schon.
01:20:03Und was ist mit meinem Sohn?
01:20:06Was soll mit ihm sein?
01:20:08Wenn Ihr Verhältnis aufliegt, dann können Sie Ihren Traumberuf vergessen.
01:20:12Und mein Sohn verliert vielleicht sogar die Zulassung zum Abitur.
01:20:16Haben Sie sich in ihn verliebt?
01:20:20Verliebt?
01:20:21Ich weiß nicht.
01:20:24Nein.
01:20:25Aber, Paul, ich fühle mich irgendwie zu ihm hingezogen.
01:20:30Irgendwie?
01:20:31Mhm.
01:20:33Frau Bonin, wissen Sie, was mir an Ihrer Bucketlist aufgefallen ist?
01:20:37Nein.
01:20:39Da stehen nur Wünsche drauf, die ausschließlich um Sie kreisen.
01:20:44Sie haben eine zweite Chance erhalten.
01:20:47Denken Sie mal drüber nach.
01:20:50Alles Gute.
01:21:07Nein.
01:21:17Nein.
01:21:25Nein.
01:21:26Nein.
01:21:26Nein.
01:21:26Ich weiß nicht.
01:21:27Wie war es im Krankenhaus?
01:21:28Geht's Ihnen besser?
01:21:30Ja.
01:21:31Bewusstsein.
01:21:32Gott sei Dank.
01:21:36Das wird mich auffressen.
01:21:39Das kann ich verstehen.
01:21:43Jede Schuld rächt sich auf Erden.
01:21:46Das hat Goethe mal gesagt.
01:21:48Ganz toll. Soll ich jetzt abwarten und hoffen,
01:21:51dass die Gerechtigkeit schon siegt?
01:21:53Viel anderes bleibt dir im Moment nicht übrig.
01:21:57Immerhin, dein kleiner Bruder lebt.
01:22:00Vera.
01:22:01Er lebt.
01:22:02Und das zählt.
01:22:03Das hilft mir jetzt gerade auch nicht.
01:22:09Paul, hallo.
01:22:10Wo willst du hin?
01:22:12Es ist mal wieder ganze Arbeit geleistet.
01:22:14Kannst richtig stolz auf dich sein.
01:22:15Wieso?
01:22:16Claire hat gekündigt.
01:22:18Verlässt Monschau mit unbekanntem Ziel.
01:22:19Also Glückwunsch.
01:22:21Ja, aber wo willst du denn jetzt hingehen?
01:22:22Ich penne jetzt erstmal bei einem Kumpel.
01:22:24Bei wem?
01:22:25Es geht sich nichts an.
01:22:26Ach, Paul.
01:22:26Nee.
01:22:27Jetzt lass uns doch bitte noch einmal reden.
01:22:30Nee, ganz sicher nicht.
01:22:30Jetzt warte doch noch.
01:22:31Nee.
01:22:41Hallo.
01:22:45Hallo, Vera.
01:22:49Ist irgendwas?
01:22:52Ruth hat angerufen.
01:22:57Ach so.
01:22:58Die braucht dringend Hilfe in der Klinik.
01:23:00In Tansania.
01:23:04Ja.
01:23:07Ja.
01:23:08Ich hab lange überlegt und hab gesagt, dass ich komme.
01:23:16Vera.
01:23:18Sie brauchen mich da wirklich.
01:23:21Es ist doch besser, mit der Vergangenheit abzuschließen, bevor mir was Neues beginnt.
01:23:28Okay?
01:23:30Ja.
01:23:32Alles Gute.
01:23:35Okay?
01:23:41Ja.
01:23:48Alles Gute.
01:23:49Ich bin so süß.
01:23:54Ich bin so süß.
01:23:56Komm.
01:23:59Alles Gute.
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