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Alois Hingerl, Dienstmann Nr. 172 vom Hauptbahnhof München, kommt in den Himmel. Petrus eröffnet ih die himmlischen Hausordnung: "Frohlocken" und "Halleluja-Singen".
Davon ist der "Engel Aloisius" nicht sonderlich erbaut, zumal er statt des Münchner Biers "himmlische Manna" bekommen soll. Durch ein paar ärgerliche Erlebnisse am Rande wird sein Unmut noch gesteigert. Ergrimmt setzt er sich auf eine Wolke um zu frohlocken und Halleluja zu singen. Das klingt jedoch so, daß den Himmlischen die Haare zu Berge stehen. In seiner Entrüstung nimmt schließlich Alois auch vor dem lieben Gott kein Blatt vor den Mund. Dieser hat ein Einsehen und beauftragt Alois, der bayerischen Regierung die göttlichen Eingebungen zu überbringen. Er schickt ihn auch gleich mit einem entsprechenden Brief nach München.
Alois Hingerl, Dienstmann Nr. 172 vom Hauptbahnhof München, kommt in den Himmel. Petrus eröffnet ih die himmlischen Hausordnung: "Frohlocken" und "Halleluja-Singen".
Davon ist der "Engel Aloisius" nicht sonderlich erbaut, zumal er statt des Münchner Biers "himmlische Manna" bekommen soll. Durch ein paar ärgerliche Erlebnisse am Rande wird sein Unmut noch gesteigert. Ergrimmt setzt er sich auf eine Wolke um zu frohlocken und Halleluja zu singen. Das klingt jedoch so, daß den Himmlischen die Haare zu Berge stehen. In seiner Entrüstung nimmt schließlich Alois auch vor dem lieben Gott kein Blatt vor den Mund. Dieser hat ein Einsehen und beauftragt Alois, der bayerischen Regierung die göttlichen Eingebungen zu überbringen. Er schickt ihn auch gleich mit einem entsprechenden Brief nach München.
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KurzfilmeTranskript
00:00:28Untertitelung des ZDF, 2020
00:00:45ZDF, 2020
00:01:19Alois Hingerl, Dienstmann Nummer 172 am Münchner Hauptbahnhof,
00:01:27erledigte einen Auftrag mit solcher Hast, dass er vom Schlag getroffen zu Boden sank und starb.
00:01:37Zwei Engel schleppten ihn mit vieler Mühe in den Himmel, wo er vom heiligen Petrus empfangen wurde.
00:01:47Petrus eröffnete ihm zunächst, dass er von nun an auf den Namen Engel Aloisius zu hören habe,
00:01:54überreichte ihm eine Harfe und machte ihn mit der himmlischen Hausordnung bekannt.
00:01:59Von morgens acht Uhr bis Mittag zwölf Uhr frohlocken.
00:02:06Von Mittag zwölf Uhr bis acht Uhr abends Hosianna singen.
00:02:16Von morgens acht Uhr bis Mittag zwölf Uhr frohlocken.
00:02:22Von Mittag zwölf Uhr bis acht Uhr abends Hosianna singen.
00:02:32So, wann kriege ich noch was zu trinken?
00:02:35Sie werden Ihren Mann auch schon bekommen,
00:02:38sagte Petrus, leicht indigniert, und ließ ihn stehen.
00:02:44Auch weh.
00:02:47Das wird schön fahrt.
00:02:50Mein Lieber, da muss ich überbinnen eintreten.
00:02:52Frohlocken.
00:02:53Ah, ah, ah, ah.
00:02:56Er hat im Schagung frohlocken,
00:02:57möchtest du dir doch herab.
00:03:01Ja, ich meine, die kommen in den Himmel.
00:03:06Und während er noch so vor sich hin brummelte,
00:03:08sah er plötzlich einen roten Radler-Engel auf sich zukommen
00:03:13und sofort erwachte in ihm die alte Wut
00:03:17auf diese vermeintliche Erdenkonkurrenz
00:03:20und er schrie den roten Radler-Engel an.
00:03:23Ja, seit César da herum.
00:03:26Es Hunsburm, es müssen abliegen.
00:03:29Mein Lieber, lass dich bloß nicht bei mir blicken, gell?
00:03:32Sonst fangst du ein Bord.
00:03:34Und für alle Fälle versetzte er dem roten Radler-Engel
00:03:38ein paar kräftige Hiebe
00:03:41mit dem errarischen Himmelsinstrument.
00:03:45Daraufhin war ihm bedeutend wohler
00:03:47und er setzte sich wie ihm befohlen auf eine Wolke
00:03:52und begann zu frohlocken.
00:03:59Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja
00:04:08Ein völlig vergeistigter Engel schwebte an ihm vorüber.
00:04:17Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja
00:04:20Haben Sie keinen Schmeizler?
00:04:23Einen schnupfter Back, haben Sie nix?
00:04:25Herr Bries, geh weiterfahre eine her!
00:04:28Wer durchgeistigte, sah ihn nur völlig entgeistert an
00:04:35Lispelte nur
00:04:37Ach, die hatten ja
00:04:39Und flog von hinnen
00:04:43Ja, ja, was ist jetzt das für ein Depp, für ein Damischer?
00:04:50Na, na, na, na, na, na, hast du euch keinen Schmeizler, ne?
00:04:55Wenn man schon anständig fragt, werden wir da eine anständige Antwort bekommen können
00:04:58Gescherde, Ruhm, Gescherde
00:05:03Engel, Borniger
00:05:10Mein Lieber, da wird da so ein Zeugl herum sein
00:05:19Ah, ah, ah, ah, ah
00:05:22Wo stehe ich aus?
00:05:24Und er setzte sich wieder auf seine Wolke
00:05:28Und begann erneut zu frohlocken
00:05:33Allerdings bedeutend zorniger
00:05:39Halleluja, Halleluja
00:06:04Er schrie so, dass der liebe Gott nebenan von seinem Mittagsschlaf erwartete
00:06:12Und ganz erstaunt fragte
00:06:15Ja, was ist denn da für ein Lümmel heroben?
00:06:23Er schickte sofort zu Petrus, der kam angerast
00:06:26Und sie hörten zusammen den Engel Aloysius frohlocken
00:06:32Lüja!
00:06:34Sage Zement, Halleluja!
00:06:37Lüja, Socke!
00:06:38Mein Lieber, Lüja!
00:06:41Mein Lieber, Lüja!
00:06:42Petrus raste los
00:06:45und schleppte den Aloysius vor den lieben Gott
00:06:52Der sah ihn sich lange an
00:06:56Drauf sprach er
00:06:58Aha
00:07:00Ein Münchner
00:07:06Ja, sagen Sie mal
00:07:07Warum blärren Sie denn da heroben so unanständig?
00:07:11Da kam er beim Aloysius aber grad an den Richtigen
00:07:15Der war mittendrin in der Wut und legte nun los
00:07:18Ja, ja, was kann denn Sie
00:07:20Weil wir da herum im Himmel sind
00:07:22Da müssen Sie da singen wie ein Zeiserl
00:07:24Was?
00:07:25Was?
00:07:26Und Sie trinken kriege überhaupt nichts
00:07:29Mein Lieber, ein Mann auch hat er gesagt
00:07:30Ein Mann auch kriege ich
00:07:32Mein Lieber, da wollen Sie meine Gäste mit deinem Mann auch, gell?
00:07:35Den könnt ihr selber saufen, das sag ich euch
00:07:39Aber ich trink kein Mann auch
00:07:41Das glaubt denn sie
00:07:42Und singen tut ich überhaupt nichts
00:07:43Ich hab noch nie gesungen
00:07:44Und das singe er sprecht nicht
00:07:51Petrus, sagte der liebe Gott
00:07:52Mit dem können wir hier nichts anfangen
00:07:56Nun, für den habe ich eine andere Aufgabe
00:07:59Der soll meine göttlichen Ratschläge
00:08:02der bayerischen Regierung überbringen
00:08:07Auf diese Weise kommt er jede Woche
00:08:09ein oder zwei Mal nach München
00:08:11Und dann hat die liebe Seele ihre Ruhe
00:08:14Als Aloisius das hörte
00:08:17war er sichtlich froh
00:08:20Er bekam auch gleich den ersten Auftrag
00:08:22einen Brief und flog damit los
00:08:41Und als er plötzlich Münchner Boden unter den Füßen fühlte
00:08:45Da war es ihm, als sei er im Himmel
00:08:49Von einer alten Gewohnheit gemäß
00:08:51Führte ihn der Weg hin zum Hofbräuhaus
00:08:54Und er fand seinen Stammplatz wieder
00:08:57Und die Kellnerin, die Katte kam auf ihn zu
00:08:59Und er bestellte sich eine Mass
00:09:01Und bestellte sich noch ein Mass
00:09:04Und er vergaß seinen Brief und seinen Auftrag
00:09:08Und bestellte sich noch ein Mass und noch eine
00:09:10Und da sitzt der Heid noch
00:09:19Und so wartet die bayerische Regierung bis heute
00:09:23vergeblich auf die göttlichen Eingebungen
00:09:26Lachen
00:09:27Lachen
00:09:29Lachen
00:09:53Lachen
00:09:56Lachen
00:09:58Lachen
00:10:03Lachen
00:10:05Lachen
00:10:05Lachen
00:10:06Lachen
00:10:09Lachen
00:10:12Lachen
00:10:18Lachen
00:10:20Lachen
00:10:20Lachen
00:10:20Lachen
00:10:21Lachen
00:10:23Lachen
00:10:28Lachen
00:10:29Lachen
00:10:31Lachen
00:10:35Lachen
00:10:36Lachen
00:10:42A. Louis Hingerl, Dienstmann Nummer 172 am Münchner Hauptbahnhof, erledigte einen Auftrag mit solcher
00:10:54Hast, dass er vom Schlag getroffen zu Boden sank und starb. Zwei Engel schleppten ihn
00:11:04mit vieler Mühe in den Himmel, wo er vom heiligen Petrus empfangen wurde. Petrus eröffnete ihm
00:11:12zunächst, dass er von nun an auf den Namen Engel Aloysius zu hören habe, überreichte
00:11:21ihm eine Harfe und machte ihn mit der himmlischen Hausordnung bekannt. Von morgens 8 Uhr bis
00:11:31Mittag 12 Uhr frohlocken. Von Mittag 12 Uhr bis 8 Uhr abends Hosianna singen.
00:11:44Was ist? Von morgens 8 Uhr bis Mittag 12 Uhr frohlocken. Von Mittag 12 Uhr bis 8 Uhr abends
00:11:55Hosianna singen. Tja, mhm. Ja, wann kriege ich noch was zu trinken? Sie werden ihr Manna schon
00:12:10bekommen, sagte Petrus leicht indigniert und ließ ihn stehen. Aube. Das wird schön fad.
00:12:22Mein Lieber, da moin ich, ob ich bin hineintreten. Frohlocken. A, a, a, a, a. Er im Jargon, frohlocken,
00:12:32müssen Sie da herabschauen. Ja, gemein, die kommen in den Himmel.
00:12:40Und während er noch so vor sich hin brummelte, sah er plötzlich einen roten Radler-Engel auf sich zukommen
00:12:48und sofort erwachte in ihm die alte Wut auf diese vermeintliche Erdenkonkurrenz und er schrie den
00:12:57roten Radler-Engel an. Ja, seid Sie da da herum. Es Hunsbuben, es müssen herabliegen. Mein Lieber,
00:13:06lass dir du bloß nicht bei mir blicken, gell? Sonst fangst du da bohr. Und für alle Fälle versetzte er
00:13:14dem roten Radler-Engel ein paar kräftige Hiebe mit dem erarischen Himmelsinstrument.
00:13:23Daraufhin war ihm bedeutend wohler und er setzte sich wie ihm befohlen auf eine Wolke und begann zu frohlocken.
00:13:38Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja.
00:13:47Ein völlig vergeistigter Engel schwebte an ihm vorüber.
00:13:54Hallo? Sie? Hallo? Hallo? Haben Sie keinen Schmeizler?
00:14:03Einen schnupfter Back, haben Sie nix? Einen Brieß? Geh weiter, fahr eine her.
00:14:11Der Durchgeistigte sah ihn nur völlig entgeistert an, lispelte nur Hosianna
00:14:22und flog von hinnen.
00:14:26Ja, ja, was ist jetzt das für ein Depp, für ein Dämmischer?
00:14:33Ja, na, na, na, na, na hast du halt keinen Schmeizler, ne?
00:14:39Wenn man schon anständig fragt, werden wir da eine anständige Antwort kriegen können.
00:14:44Gescherte, Ruhmgescherte.
00:14:51Engel, Borniger.
00:14:58Mein Lieber, da wird das ja Zeugl herum sein.
00:15:09Ah, ah, ah, ah, ah, ah, wo stehe ich aus?
00:15:15Und er setzte sich wieder auf seine Wolke
00:15:19und begann erneut zu frohlocken.
00:15:24Allerdings bedeutend zorniger.
00:15:29Alleluia!
00:15:34Alleluia!
00:15:38Alleluia, 저기!
00:15:46Fix, Alleluia!
00:15:49Alleluia!
00:15:54Alleluia!
00:16:06Er, er schrie so,
00:16:10dass der liebe Gott nebenan von seinem Mittagsschlaf erwachte
00:16:17und ganz erstaunt fragte,
00:16:21ja, was ist denn da für ein Lümmel heroben?
00:16:26Er schickte sofort zu Petrus, der kam angerast
00:16:31und sie hörten zusammen
00:16:33den Engel Aloysius frohlocken.
00:16:39Alleluia!
00:16:42Alleluia!
00:16:44Sag jetzt,
00:16:44Zement, Alleluia!
00:16:46Alleluia!
00:16:47Alleluia, soggy!
00:16:48Mein Lieber, Alleluia!
00:16:52Petrus raste los
00:16:55und schleppte den Aloysius vor den lieben Gott.
00:17:03Der sah ihn sich lange an.
00:17:09Drauf sprach er,
00:17:13Aha,
00:17:15ein Münchner.
00:17:20Ja, sagen Sie mal,
00:17:22warum blärren Sie denn da heroben
00:17:25so unanständig?
00:17:27Da kam er beim Aloysius aber grad an den Richtigen.
00:17:31Der war mittendrin in der Wut
00:17:33und legte nun los.
00:17:34Ja, ja,
00:17:35was kam denn Sie?
00:17:36Weil wir da heroben im Himmel sind,
00:17:38da müssen die da singen,
00:17:40wie der Zeiserl.
00:17:41Was?
00:17:42Was?
00:17:42Und sie trinken kriegen die überhaupt nichts.
00:17:45Mein Lieber,
00:17:46ein Mann auch,
00:17:47hat er gesagt,
00:17:47ein Mann auch kriegen die.
00:17:49Mein Lieber,
00:17:50da bist du meine Gäste mit deinem Mann auch, gell?
00:17:53Ja,
00:17:54den können Sie selber saufen,
00:17:55das sag ich euch.
00:17:58Aber ich trink kein Mann auch,
00:18:00dass du auskennst
00:18:01und sing natürlich überhaupt nicht.
00:18:02Ich hab noch nie gesungen.
00:18:04Und dann sing ich erst recht nicht.
00:18:08Petrus sagte der liebe Gott,
00:18:10mit dem können wir hier nichts anfangen.
00:18:13Nun, für den habe ich eine andere Aufgabe.
00:18:17Der soll meine göttlichen Ratschläge
00:18:20der bayerischen Regierung überbringen.
00:18:25Auf diese Weise kommt er jede Woche
00:18:28ein- oder zweimal nach München
00:18:31und dann hat die liebe Seele ihre Ruhe.
00:18:35Als Aloisius das hörte,
00:18:39war er sichtlich froh.
00:18:42Er bekam auch gleich den ersten Auftrag,
00:18:44einen Brief,
00:18:45und flog damit los.
00:18:47Und als er plötzlich Münchner Boden unter den Füßen fühlte,
00:18:52da war es ihm,
00:18:55als sei er im Himmel.
00:18:57Von einer alten Gewohnheit gemäß
00:19:01führte ihn der Weg hin zum Hofbräuhaus.
00:19:04Und er fand seinen Stammblatz wieder,
00:19:07fand den Stammblatz leer
00:19:09und die Kellnerin,
00:19:10die Katte kam auf ihn zu
00:19:12und er bestellte sich eine Mass
00:19:15und bestellte sich noch ein Mass
00:19:18und er vergaß seinen Brief
00:19:20und seinen Auftrag
00:19:22und bestellte sich noch ein Mass
00:19:24und noch ein Mass und noch eine
00:19:25und da sitzt der Heid noch.
00:19:29Und so wartet die bayerische Regierung bis heute
00:19:34vergeblich auf die göttlichen Eingebungen.
00:19:49In meinem Beruf, gell,
00:19:51da waren wir ja gerade hergeschenkt,
00:19:53wie wir uns alles gefallen lassen würden.
00:19:56Schau, da, nein, Sie müssen Ihnen verzeihen,
00:19:58schau, da hab ich mal
00:20:00am roten Gleis gefasst,
00:20:01hab ich einen Wechsel geräumt.
00:20:03Kommt da,
00:20:04kommt da so ein neumodisches Automobil daher
00:20:08und da hockt da so ein junger Stäbse drum
00:20:12und hupt mich an.
00:20:17Hupt mich an.
00:20:24Na schreit,
00:20:25na schreit er noch aber auch zu mir.
00:20:28Haben Sie noch nicht ein Auto gesehen?
00:20:30Mütterchen, machen Sie Platz?
00:20:33Sieh, da bin ich voll geräumt übern.
00:20:36Ich sag,
00:20:37mei, Biberl,
00:20:38damals bist du ein Tunnel, mein Rockerl,
00:20:40der Blech muss ich nachgehoffen,
00:20:43weil ich schon mein erster Auto zum Fassansamt hingefahren bin.
00:20:51Ja, dann willst du mich nicht ein Baum,
00:20:53und das, dann wird er dir jetzt runterblasen.
00:20:57Das meint der Jochwind fahrt durch deine Rippen durch.
00:21:03Ich geh zu, hab ich gesagt,
00:21:05hau deinen Gang rein,
00:21:07zieh deine selber gestritten Ohrwaschel wieder drüber.
00:21:15Nein,
00:21:15nein,
00:21:16nein,
00:21:18jetzt ich muss ihnen sagen,
00:21:20mit den Trombonen,
00:21:20da komm ich recht gut aus.
00:21:22Nein, da komm ich prima aus,
00:21:23da kann ich mich wirklich nicht kommen.
00:21:25Bloß, bloß, einer ist dabei.
00:21:27Einer, der fährt auf den Zweifel.
00:21:28Ein ganz alter ist schon.
00:21:30Die Riegel schreibt er sich.
00:21:32Mit dem,
00:21:33nein, der hat was gegen mich.
00:21:35Geht denn ein ganzes auch,
00:21:36so wie wenn ich da im schönsten Räumen bin,
00:21:39und er kommt daher und fragt er von mir,
00:21:42dass ich gleich auf die Seite springe,
00:21:43als wäre ein Gummiball.
00:21:48Bläht er nicht,
00:21:49neulich von der Plattform runter,
00:21:51kannst du jetzt du nicht aus dem Gleis rausgehen?
00:21:53Halt die Gurgel.
00:22:01Sag ich, ja, ich schon.
00:22:04Aber du nicht.
00:22:09Und dann ist der Räuber auch ein Admiral.
00:22:16Und dann sind noch ein paar Wörtchen gefallen.
00:22:21Ja, aber das schöner war,
00:22:23am anderen Tag bin ich schon nachgeordnet worden,
00:22:26im Personaldirekt.
00:22:28Stellen Sie sich Ihnen vor,
00:22:29was der menschangemeinen Hinterfassigkeiten
00:22:34über mich gesagt hat,
00:22:35das war unglaublich.
00:22:37Der Direktor hat mir selber vergessen.
00:22:42Ich war schon,
00:22:43so ich gesagt habe,
00:22:45ich war schon,
00:22:46dass du vom Land rein bist.
00:22:49Die Bauern der da,
00:22:50die Zahnlöcke.
00:22:52Da wo es du her bist,
00:22:54da müssen sie eine Kühe ins Wasser reinstehen,
00:22:57da sie eine Mühle nicht sein werden.
00:23:11Und du meinst vielleicht,
00:23:13so ich gesagt habe,
00:23:15du meinst vielleicht,
00:23:17weißt du,
00:23:17dass du bei der Pferdebahn angefangen hast,
00:23:19es kannst du groß für dich denken lassen,
00:23:21weil es größer nicht gibt.
00:23:26Sie, das soll ich alles gesagt haben.
00:23:33Ich glaube,
00:23:35ich bin ganz blass geworden,
00:23:36für lauter Schräg,
00:23:38über eine solche Gemeinheit.
00:23:41Herr Direktor habe ich gesagt,
00:23:43es ist nur ein Glück,
00:23:44dass ich eine Dame bekomme.
00:23:51Weil solche Ausdrücke sind mir vollständig fremd.
00:23:57Der Herr Direktor hat sofort erkannt,
00:24:01wie man vor sich hat.
00:24:07Frau Meier hat gesagt,
00:24:09sie sind ein Original.
00:24:10Ich werde dafür Sorge tragen,
00:24:13dass sie mit den Tierrügeln
00:24:14nicht mehr auf einem Geleise zusammenkommen.
00:24:19Ich habe gesagt,
00:24:20es sind so gut.
00:24:21Ja, der hat ja noch Masel gehabt,
00:24:23aber ich habe gesagt,
00:24:23schau, dass er mit mir zusammengekommen ist.
00:24:25Ja, was wollen wir sie,
00:24:27wenn die einen anderen erwischt hätten?
00:24:29Ja, die hätten ja beim größten Platz,
00:24:32wegen über seinem Haus
00:24:32der einen gebraucht haben,
00:24:33aber ich könnte sie
00:24:34an Zehennägel verrust werden.
00:24:44Ja, von da ab bin ich dann
00:24:46in den Stachosbezirk gekommen.
00:24:49Sieh, das ist ein Revier,
00:24:50das kann ich einer sagen.
00:24:53Unwechsel nach dem anderen.
00:24:55Ja, ich kann mich nicht beschweren,
00:24:57wir sind uns fünf Damen, gell?
00:25:00Ja, so weit wir von meinen Kolleginnen
00:25:02von Teilen reden können.
00:25:04Ich möchte auch keine Wetter, gell?
00:25:06Aber da sind vielleicht schon
00:25:07g'scherte Leute dabei.
00:25:14Also, unsere Hauptarbeit,
00:25:17die beginnt so in den frühen Morgenstunden, gell?
00:25:21Da laufen dann meistens die Psyffern über den Weg.
00:25:24Ja, ich wollte sie toll schlafen,
00:25:26ich kann das auch.
00:25:27Der eine, die Mäste, gell zwischen Gleis,
00:25:29eine Flanke zum Schlafen,
00:25:32der andere, der singt ja ein schönes Lied voll.
00:25:34Und dann kommt der, der möchte gell selber so
00:25:37einmal probieren.
00:25:39Aber, aber sie, neiliesen wir mal was passieren,
00:25:42das möchte ich auch nicht geben.
00:25:43Da kommt ein G'sufender daher und macht
00:25:45mir einen Heiratsantrag.
00:25:47Na, gewiss wo?
00:25:49Na, das war ja so ein Ehr gewesen.
00:25:51Was meinst du, der hat da vorne dabei gehabt,
00:25:52bis rein zu Marienplatz.
00:25:58Der macht mir einen Heiratsantrag.
00:26:02Ich dachte, dass er so passen,
00:26:03habe ich gesagt, gell?
00:26:04Gell?
00:26:05Gell?
00:26:07Eine städtische Angestellte heiraten
00:26:09und mein Gehalt versaufen.
00:26:22Solchen wie du, habe ich gesagt,
00:26:23möchte ich auch nicht einmal vom Gleiskindel geschenken.
00:26:27Das, was du gesiegt hast,
00:26:29da sitzen ja andere Leute.
00:26:42Und zuwacht tun, aber drittliche.
00:26:46Und dann habe ich gesagt,
00:26:47jetzt bist du frei und schlägst dich, gell?
00:26:49Sonst gibt's einen Schlag,
00:26:51eine Staubwolken und deine Schuhe stehen allein da.
00:27:07Sehen Sie in solchen Fällen,
00:27:10da ist es wirklich ein großes Glück,
00:27:13wenn man eine Dame ist.
00:27:26Sie, eine Frage.
00:27:29Verstehen Sie was von Haustiere?
00:27:33Nein, wegen einer solchen Frage,
00:27:35habe ich neulich eine solche
00:27:37hinaufgekriegt mit einem Schirmgriff
00:27:39auf meinen Kohlrabi.
00:27:41Ja, wenn die Gasse mal acht Tage holen,
00:27:43man hat keinen Scheitel mehr ziehen können.
00:27:44Gehen Sie das auch?
00:27:47Und das war so,
00:27:49das muss ich Ihnen schnell erzählen,
00:27:50wie das war.
00:27:51Also ich wohne in München,
00:27:54in keinem Vornehmerviertel.
00:27:56Ich höre den Leuten sagen sogar,
00:27:58das war das Graschenviertel.
00:28:01Und in der Straße,
00:28:03da wo ich wohne,
00:28:05da habe ich Nummer 5.
00:28:06Und nebenan ist das Haus Nummer 7.
00:28:10Und wir Damen von Nummer 5,
00:28:13wir können uns mit denen von Nummer 7
00:28:17absolut nicht vertragen.
00:28:22Jetzt habe ich mir gedacht,
00:28:23warte,
00:28:24jetzt schau ich an,
00:28:25wie ich den nicht einmal dran kriege.
00:28:27Wissen Sie, was ich getan habe?
00:28:28Ich habe einen Plan gefasst,
00:28:30bin hergegangen,
00:28:31habe mir von einer Bekannten
00:28:33eine Gwanzler hergenommen,
00:28:34die das bei uns nicht kennen.
00:28:36Dann habe ich mir extra
00:28:37einen hellen Filz vorgekauft
00:28:40und bin dann vor 7 Uhr
00:28:42auf und ab gegangen,
00:28:43als wenn ich eine Passantin war.
00:28:46Ja, weil ich mir gedacht habe,
00:28:48ob da nicht was geschickt.
00:28:50Sie hat gar nicht lange gedauert,
00:28:53geht im ersten Stock
00:28:54über mir das Fenster auf
00:28:56und Obermarin,
00:28:58die schüttelt
00:28:58ihr zusammengeschlafenes Inlet
00:29:00über meine Raustelle.
00:29:03Auf einmal tut sie klacks.
00:29:07Sie hat gleich mein Tischi
00:29:09von meinem Belli runter da.
00:29:11Also,
00:29:12grabe ich dann nicht
00:29:13so ein Musterexemplar
00:29:16von so einem Viecherl umeinander,
00:29:17den ich vorhin angedeutet habe, gell?
00:29:23Aber man denkt auch,
00:29:25Obermarin, jetzt gehörst du der Katz.
00:29:29Und dann habe ich angelernt.
00:29:31Dabei hat der Obermar aufgemacht.
00:29:33Der Wampadou.
00:29:36Der bringt also eure Hosen
00:29:37nicht mehr zu,
00:29:38über sein Gnädel Friedhof,
00:29:39wenn er nicht mit dem Brot kommt.
00:29:49Wissen Sie,
00:29:50ich habe ganz fremd getan, gell?
00:29:52Ich habe bloß gesagt,
00:29:53entschuldigen Sie vielmals,
00:29:55aber ich möchte Ihnen
00:29:56Ihr Eigentum zurückgeben.
00:29:59Ich habe gesagt,
00:30:00was möchten Sie?
00:30:01Ich habe gesagt,
00:30:02das Haustierchen,
00:30:04da, was da
00:30:04man angraubt,
00:30:05das möchte ich Ihnen
00:30:06wieder zurückbringen.
00:30:08Ich habe gesagt,
00:30:09was wollen Sie,
00:30:09was soll denn das sein?
00:30:10Ich habe gesagt,
00:30:11die Chance ist vielleicht
00:30:12für einen Marienkäferlo.
00:30:15Sie,
00:30:16da war ich sie
00:30:17rausgeschossen gekommen,
00:30:19Obermarin.
00:30:21Ha, hat sie schon
00:30:22diese Erdraschenbücherin.
00:30:23Die größte Drehgeschleiter
00:30:25von ganz München aus.
00:30:28Ich habe gesagt,
00:30:29ja, bist du auch
00:30:30da geschlampfte Frau Holle.
00:30:33Sie und dabei,
00:30:34ich habe auch
00:30:35wie ein Hurt
00:30:35so schön gehalten,
00:30:37hat das Viecherl
00:30:38die heimatliche Luft
00:30:40wieder geschmeckt, gell?
00:30:42Und die ist
00:30:43allweil Fidel geworden.
00:30:46Ich habe mir den gehalten,
00:30:46dass man nicht rauskommt,
00:30:47aber ich sage,
00:30:48also wissen Sie was,
00:30:49wir machen jetzt
00:30:50nicht mehr lange
00:30:51einen Tisch Gruß miteinander,
00:30:52dass Sie ihn auskennen.
00:30:54Wenn Sie das jetzt
00:30:55nicht zurücknehmen,
00:30:56dann gehe ich her
00:30:57mit dem Käfer
00:30:57und gehe damit
00:30:58auf die Polizei.
00:31:00Und dann haben Sie
00:31:00so hin und her
00:31:01gegangen,
00:31:02alle zwei,
00:31:03und das ist bestimmt
00:31:04ein Irrtum ist,
00:31:06und das ist nicht von Ihnen,
00:31:08das ganz bestimmt nicht,
00:31:10sondern das ist bestimmt
00:31:11vom zweiten Stock drum,
00:31:12weil es da drum schon
00:31:13schmutzig ist.
00:31:15Und man denkt,
00:31:16ich weiß, was ich gesehen habe,
00:31:17bin ich hergegangen,
00:31:19mein Huch gepackt
00:31:20und bin ins Wartenstück nach.
00:31:23Ich habe angehört,
00:31:25und wie der Nagel,
00:31:26Nagel heißt es,
00:31:27das ist ein Mähbetransporter,
00:31:29wie der aufgemacht hat,
00:31:30habe ich mein Sprücherl
00:31:31wieder runtergesagt,
00:31:32gell?
00:31:33Und ich habe gesagt,
00:31:33wissen Sie,
00:31:34die Obermaß von unten drunter,
00:31:35die schicken mich rauf,
00:31:37weil sie gesagt haben,
00:31:38das ist von ihnen,
00:31:39weil es bei ihnen
00:31:39so furchtbar dreckig ist.
00:31:46Ich habe gesagt,
00:31:47Sie und ich hinten noch,
00:31:49ich hätte nicht geglaubt,
00:31:51dass unter dem Tag
00:31:52so viele Herrschaften
00:31:54daheim sind,
00:31:55auf einmal waren
00:31:55alle Diener.
00:31:57Gerade gewusst hat es
00:31:59in den Stürgenhaus, gell?
00:32:01Und Ausdruck haben die gehabt,
00:32:03dass ich ganz rot geworden bin.
00:32:10Was?
00:32:10Hat der Mähbetransporter
00:32:12da oben,
00:32:12war ich noch schön.
00:32:13Das Vieh soll von mir
00:32:15stammen,
00:32:16dass er der Vater
00:32:16in die Waldführe zieht.
00:32:18Dein Mann zieht ja so entlegen,
00:32:20dass ich in der Gegenbahn
00:32:21übernachten kann.
00:32:31Du weißt,
00:32:32das Hausmeisterin raufgekommen
00:32:34wird stehen.
00:32:35Um Gottes Willen
00:32:36hat sie gesagt,
00:32:37keine Beleidigungen,
00:32:39um Gottes Willen,
00:32:40ich mache keine Zeugen mehr,
00:32:42ich lange vom letzten Mal.
00:32:44Habe ich gesagt,
00:32:45ja bleib halt drinnen
00:32:46in deiner Ruhe
00:32:46als Geheicher.
00:32:49Wir wissen sowieso,
00:32:51habe ich gesagt,
00:32:51dass Tag und Nacht
00:32:52dein Tier aufhast,
00:32:53dass der Ackerwadl
00:32:54nicht auskommt.
00:32:55Da wo du herstammst,
00:32:56habe ich gesagt,
00:32:57da haben sie wahrscheinlich
00:32:58einen Pfarrnkuer
00:32:59dran hingekommen,
00:33:00wo man sich durchfressen
00:33:01hat müssen.
00:33:09Sie auf einmal war in
00:33:11dem Stürgenhaus
00:33:12die schönste Rauferei los.
00:33:15Und ich,
00:33:16arme,
00:33:16schwache Person,
00:33:18bin in der Mitte drin.
00:33:20Ganze Gedanken habe ich
00:33:21meinen Huch raufgesetzt,
00:33:22damit ich für den Nahkampf
00:33:24meine Hemd frei habe.
00:33:31auf einmal spüre ich einen Schlag
00:33:35auf meinen Kopf
00:33:36von einem Schirmgriff,
00:33:38gell.
00:33:39Wenn ich einem sage,
00:33:41wie es ja so namisch war,
00:33:42dann an andermassen,
00:33:43ich höre es beim Nobenarsch.
00:33:53Aber ich bin hart im Nehmen,
00:33:54wissen Sie?
00:33:56Aber es ist so,
00:33:57ich habe gerade Hausmanns
00:33:59in Sushi bei der Gurken gehabt,
00:34:00gell?
00:34:06Jetzt habe ich meinen Hut drunter,
00:34:08weil ich siehe,
00:34:10dass in der Mitte ein
00:34:12Marsblutfleck drin ist.
00:34:14Aber mich hat das Schönste
00:34:16nicht mehr gefragt, gell?
00:34:17Nein, weil es war es aus
00:34:19purer Menschenfreundlichkeit,
00:34:21geht mir da in ein fremdes Haus rein
00:34:23und möchte einen
00:34:24Fundgegenstand abgeben.
00:34:27Dafür...
00:34:29Aber ich habe mir gedacht,
00:34:35Raschenpichlerin,
00:34:35jetzt ist es gescheiter,
00:34:36du gehst,
00:34:37du hast ja keinen Beweis mehr.
00:34:39Und gerade,
00:34:40als ich mich über den Stirn
00:34:42untergewuselt habe,
00:34:43drei Komma, zwei Schande
00:34:44bei der Türe.
00:34:46Dann sagen die,
00:34:46wie gehst du denn da zu
00:34:47in den Haus da herin?
00:34:49Habe ich gesagt,
00:34:50was heisst denn die Haus?
00:34:51Das ist ja ein Irrenhaus.
00:34:54Da habe ich gesagt,
00:34:54da raufen ganze Parteien
00:34:56wegen einzigem Wahnsinn,
00:34:57die wohl überhaupt
00:34:58gar nicht mehr existiert.
00:35:12Wache!
00:35:13Halb!
00:35:15Ablehnung!
00:35:15Vor!
00:35:23Hey!
00:35:24Posten!
00:35:25Hey!
00:35:26Posten!
00:35:27Ja mein,
00:35:28gut wie der schlacht.
00:35:30Der schnarrt ja wie ein
00:35:31alte Kreuzzeck.
00:35:33Auf geht's Posten!
00:35:34Aufsteh,
00:35:34was ist?
00:35:35Was ist denn?
00:35:36Was wird denn sein?
00:35:38Sechsig?
00:35:38Abgehst wär's?
00:35:40Ah, ah, ah!
00:35:41Wägt mich der jetzt auf,
00:35:43wo mir grad so was
00:35:44schönes geträumt hat.
00:35:46Ja, warum?
00:35:47Was hat er denn geträumt?
00:35:48Ach!
00:35:49Mir hat er jetzt geträumt,
00:35:50ich bin ein Anden
00:35:51in einem Weiher
00:35:53so umeinander geschwommen.
00:35:55Auf einmal
00:35:55sehe ich am Ufer draußen
00:35:57einen Wurm.
00:35:58Einen länglichen gelben Wurm.
00:36:01Ungefähr 30 Zentimeter gelb.
00:36:04Ich schwimm auf den Wurm zu
00:36:06und grad wie ich
00:36:08einen Schnabe aufreiß
00:36:09und will den Wurm backen,
00:36:12hast du mich da aufgeweckt.
00:36:13Ah, das ist aber schade.
00:36:15Ja, wenn ich da eine Ahnung gehabt hätte,
00:36:18dann hätte ich dir den Wurm
00:36:19zuerst noch fressen lassen.
00:36:20Aber das kann ich nicht schmecken,
00:36:22dass du grad träumst.
00:36:23Ja, und ich kann da nicht zu dir sagen,
00:36:26lass mich schlafen,
00:36:27weil ich noch träume.
00:36:28Naja, jetzt ist er schon vorbei.
00:36:30Jetzt ist er ja gleich.
00:36:31Ein schöner Traum war's ja sowieso nicht.
00:36:34Für einen Enten schon.
00:36:35Für einen Enten war das sogar
00:36:37ein wunderbarer Traum.
00:36:38Für einen Enten ist das genauso,
00:36:41als wenn's dir von einem Schweinsbraten träumst.
00:36:43Ja, ja, für einen Enten schon.
00:36:46Aber du bist ja kein Enten.
00:36:48Aber im Traum war ich eine.
00:36:50Also, pass auf.
00:36:51Ich war ein Mensch,
00:36:53der im Schlaf geträumt hat,
00:36:55dass er eine Enten ist,
00:36:56die wo einen Wurm fressen will.
00:36:58Ja, das verstehe ich schon.
00:36:59Aber jetzt meine ich momentan
00:37:01bist du doch kein Enten mehr.
00:37:03Das muss doch zugeben.
00:37:04Das verstehst du nicht.
00:37:05Für solch eine Träume bist du noch zu jung.
00:37:07Da brauchen wir ja gar nicht lang streiten.
00:37:09Schau, du darfst mir ja direkt dankbar sein,
00:37:11dass ich dich überhaupt aufgeweckt hab.
00:37:13Denn wenn ich dir den Wurm
00:37:15wirklich fressen hätte lassen,
00:37:17dann wäre der jetzt höchstens recht schlecht.
00:37:18Ach, rinnsich.
00:37:19Ich hätte ihn doch nicht gefressen.
00:37:21Die Enten hätten doch gefressen,
00:37:23die wo ich im Traum war.
00:37:25Und einer Enten wäre es doch nicht schlecht,
00:37:27wenn es einen Wurm frisst.
00:37:27Verstehst du das nicht?
00:37:29Wer hätte denn den Wurm eigentlich fressen wollen?
00:37:32Ja, wie oft muss er denn das noch sagen?
00:37:34Die Enten hätten fressen wollen.
00:37:36Wer hat denn der Enten geträumt von dem Wurm?
00:37:39Nein, mir hat es geträumt.
00:37:43Eine Enten, ob es einer Enten geträumt,
00:37:46das weiß doch überhaupt kein Mensch.
00:37:47Jetzt lassen wir doch mal mehr Ruhe.
00:37:50Das wäre direkt eine zoologische Berechnung,
00:37:52so zu sagen, nicht wahr?
00:37:54Wenn es einer Enten wirklich dramatat,
00:37:57dann könnte man es doch,
00:37:58das können doch die Enten nie sagen.
00:38:00Bei einem Papagei ist das ganz was anderes.
00:38:02Der Papagei, der kann in der Frühe sagen,
00:38:04mir hat es geträumt, nicht?
00:38:05Aber eine Enten kann doch nicht reden.
00:38:06Jetzt lass doch mal mehr Ruhe.
00:38:07Nein, da sieht man, dass das auch ein Schmarrn ist,
00:38:09was du sagst.
00:38:10Sieht man es.
00:38:11Denn vorher war es überhaupt für eine Enten
00:38:13ein wunderbarer Traum.
00:38:15Und jetzt sagst du wieder,
00:38:16einer Enten träumt sie überhaupt nicht.
00:38:18Lass mal jetzt mehr.
00:38:19Du musst doch denken,
00:38:20dass das alles dir nur träumt hat.
00:38:23Und Träume sind doch Schäume.
00:38:25Das war eben kein Schaum,
00:38:26das war ein Wurm.
00:38:28Und wenn du es mir jetzt nicht glaubst,
00:38:29dann träumst du heute Nacht dasselbe.
00:38:32Und gerade wenn du in den Wurm reinbeißen willst,
00:38:34dann wecke dich auf.
00:38:47Die Münchner Weißwisch zählen zu jenen Gaben,
00:38:53an denen Herz und Mund sich gerne labern,
00:38:57ist grad so wie ein duftiges Gedicht.
00:39:02So leicht beschwert dich nicht.
00:39:07Sie ist umhüllt von einem zarten Häutchen,
00:39:12so unversehrt wie oft kein Bräutchen.
00:39:16Und wenn du sie auch nur ein wenig rittst,
00:39:21arglistig,
00:39:22sludrig und geil spritzt.
00:39:26Auch was darin ist eingeschlossen,
00:39:32daran kann sich wohl niemand stoßen.
00:39:45Die Münchner Weißwisch ist ein Wunder,
00:39:51die geht beim Siegen gar nicht unter.
00:39:56Oh nein, sie hält die Rennung weg.
00:40:00Immer schwimmt sie in der Höhe.
00:40:16Willst du eine Weißwurst mit Verstand genießen,
00:40:22musst du die rechte Zeit dazu auch wissen.
00:40:26Und zwölf wie lieber Freund endet die Frist,
00:40:32nachher sie nicht mehr koscher ist.
00:40:36Auch ist die Zahl der Würste zu bemessen,
00:40:41mehr als ein Dutzend sollst nicht essen.
00:40:46Versenkst du mehr in deine Leibesbucht,
00:40:50kriegst du am Ende die Wassersucht.
00:40:56Wenn ich beschließe einst mein Leben,
00:41:02du zerbeweis wirst mir mitgeben.
00:41:07Wenn sich ein Petrus operiert,
00:41:11da öffnet sich die Himmelstür.
00:41:17Die Münchner Weißwisch, die wirkt Wunder.
00:41:22Was weiß heißt, das geht nie nicht unter.
00:41:28Die Unschuld ist bekannt, auch weiß.
00:41:32Und ich, das freut mich auch so heiß.
00:41:41Da geht's ja, da geht's ja, da sieht's das Feuerwerk.
00:41:43Bald zurück hier.
00:41:45Nicht so nah an das Feuerwerk herangehen,
00:41:47sonst passiert etwas.
00:41:49Zurück hier, zurück.
00:41:51Sie, Herr Nachbar, Sie, Herr Nachbar,
00:41:54wann wird denn das Feuerwerk abgebrannt?
00:41:56Na ja, sobald es finster wird, glaub ich.
00:42:00Ja, jetzt ist es eigentlich aber noch nicht recht finster.
00:42:03Ja, deshalb wird's ja auch jetzt noch nicht abgebrannt.
00:42:05Wenn's aber heute nicht ganz finster wird...
00:42:08Dann wird's jedenfalls heute auch abgebrannt werden.
00:42:12Dann könnten wir's doch jetzt abbrennen,
00:42:14denn jetzt ist's doch noch nicht ganz finster.
00:42:16Ja, was weiß ich denn nicht.
00:42:17Jedenfalls ist es wahrscheinlich jetzt noch zu hell.
00:42:19Dunkler muss es auf alle Fälle werden.
00:42:22Ja, erlauben Sie noch eine Frage.
00:42:25Wenn es aber heute ausnahmsweise nicht ganz dunkel werden würde...
00:42:29Geh, geh, reden's doch kein Mist daher.
00:42:30Dunkel wird's doch jeden Abend.
00:42:32Und?
00:42:33So?
00:42:34Ja, wenn's...
00:42:34Wenn es, wie Sie sagen, jeden Abend dunkel wird,
00:42:38dann könnte man doch auch jeden Abend ein Feuerwerk abbrennen.
00:42:41Ja, gewiss könnte man das aber.
00:42:43Das hätt doch gar keinen Sinn.
00:42:45Dann wär doch ein Feuerwerk was ganz alltägliches.
00:42:49Ja, dann hätt doch das auch keinen Sinn, wenn's täglich dunkel wird.
00:42:53Ja, das hätt eben schon einen Sinn.
00:42:55Denn wenn's auf der Welt niemals dunkel werden dät,
00:42:58dann könnte man auch niemals ein Feuerwerk abbrennen.
00:43:01Warum könnte man das nicht?
00:43:03Es heißt doch, alles kann man, wenn man will.
00:43:05Ja, ja, natürlich kann man das Feuerwerk auch jetzt abbrennen,
00:43:07aber man sieht's doch nicht, weil's doch noch zu hell ist.
00:43:11Begreifen Sie denn das jetzt gar nicht?
00:43:13Ja, wenn es finster ist und das Feuerwerk wird nicht abgebrannt,
00:43:18dann sieht man ja doch auch nichts davon.
00:43:21Lassen Sie mir doch jetzt endlich einmal mehr Ruhe.
00:43:23Das ist doch ganz klar, dass man im Finstern nichts sehen kann.
00:43:26Im Feuerwerk auch nicht?
00:43:27Ja, das Feuerwerk, das sieht man auch im Finstern.
00:43:30Auch wenn's nicht angezündet wird?
00:43:32Nein, da kann man's doch nicht sehen.
00:43:36Aber wenn's hell wird, dann sieht man's schon.
00:43:37Mein Gott, Sie bringen mich direkt zur Verzweiflung.
00:43:40Wenn ein Feuerwerk nicht angezündet wird,
00:43:42dann sehen Sie nicht, ob's jetzt hell oder dunkel ist.
00:43:44Und jetzt bitte ich Sie im Himmelswillen,
00:43:46lassen Sie mir doch endlich einmal
00:43:47eine Ruhe mit Ihrer Sau-Dummer-Fragerei
00:43:49und warten Sie doch einmal jetzt, bis dann endlich dunkel wird.
00:43:52Ja, ich kann mich doch nicht bis morgen früh da herstellen
00:43:56und warten, bis es dunkel geworden ist.
00:43:59Bis morgen in der Früh, das braucht's auch gar nicht.
00:44:00Bis morgen in der Früh, da wär's ja schon lang zu spät.
00:44:02Denn da wird's doch schon wieder hell in der Früh.
00:44:05Ja, aber wenn...
00:44:07Ach, steigen Sie mir doch am Buggeln auf.
00:44:08Ja, jetzt haben Sie mich auf eine gute Idee gebracht.
00:44:11Von Ihrem Buggeln aus zieg ist Feuerwerk viel besser.
00:44:15Da, jetzt muss ich spücheln.
00:44:16Da geht's schon, es sind Füße.
00:44:18Ah, ah, Raketen, Raketen.
00:44:23Blau, ah, wunderbar.
00:44:25Schau, die schöne Farben.
00:44:29Ja, was hieß denn das?
00:44:31Ah, da schau, lauter Silber und Gold.
00:44:36Wunderbar, wunderbar.
00:44:40Wunderschön, wunderschön, ja.
00:44:41Wunderbar, wirklich wunderbar.
00:44:42Na, was sagen Sie jetzt, Herr Nachbar?
00:44:43Ja.
00:44:44Wie hoch hat Ihnen jetzt das Feuerwerk gefallen?
00:44:45Ja, ein Feuerwerk ist halt immer was Wunderbares.
00:44:49Na, also.
00:44:50Schön war's und kracht hat's oft, aber stinken tut's nach einem Feuerwerk furchtbar.
00:44:57Ja, ja.
00:44:57Es riecht nicht alles gut, was kracht.
00:45:05Jetzt strömt hierbei, hier fällt keine Schare,
00:45:09Kärzner Birn und Äpfel rau, lauter Tafel Obst, Schachterra.
00:45:13So eine Wahl war nur nicht da.
00:45:15Jetzt sollt ihr her, sucht sich was raus.
00:45:18Und sie stellen mir hier drei Stunden.
00:45:20Schöne Birn und schöne Ippi, 30 Pfenn in ganz Sekunden.
00:45:24Schöne Birn und schöne Ippi, 30 Pfenn in ganz Sekunden.
00:45:30Schöne Ippi, was geht denn noch, Leute?
00:45:32Geht's raus aus der Häuser.
00:45:34Schöne Gackalblaue Zwitschgen hätte da.
00:45:37Heilige Geist, Birn aus Jerusalem.
00:45:40Was geht denn noch, Frau?
00:45:41Gehen Sie eine Frau?
00:45:41Nehmen Sie ein Rappinder mit?
00:45:43Auwe, nix.
00:45:45Ach ja, heute hätte ich wieder einen wuchtigen Geschäftsgang, mein Lieber.
00:45:49Heute sind sie wieder alle vorbei, wie bei der ehemaligen Wachbarat
00:45:52beim Kurfürst Max-Emmanuel-Denkmale in der Breenastraße.
00:45:55Ja, lieber ist mir schon zu gehen vorbei,
00:45:57als wenn sie sich einmal herstellen und fragen direkt so dumm.
00:46:00Gestern hat schon eine Räschi-Küchin behauptet,
00:46:02meine Ippi waren angestetzen.
00:46:04Du geh, hab ich gesagt, kreislicher Kugelkratz.
00:46:06Lass dich du von einem Wagon in den anderen umeinanderwerfen,
00:46:08ob es noch nicht ausgestetzen ausschaut.
00:46:10Oder wenn der Teuge gar so frech sein,
00:46:12und probieren da gleich war am Karndag.
00:46:15Beißt mir nicht neulichs eine in einen Apfel rein
00:46:17und legt ihn wieder hin und sagt,
00:46:18die sind aber sauer.
00:46:20Ja, du verfluchst,
00:46:22all der Pätserl sage,
00:46:23dir beißt ihn auch gleich in die Apfel rein,
00:46:24geh, du Salonrufe, du Reitige.
00:46:26Mei, da hab ich Obstbeut mal die placken lassen,
00:46:28dann tritt er damit die Original-Fleckerlschuhe ins Nörg rein,
00:46:31dass die grüßt wie ein Seidenraupen.
00:46:33Sieh ja, Frau Oberkonzessorial-Ratzgattin,
00:46:36dass er nicht rutscht.
00:46:38Ja, wissen, da will man sich was gefallen lassen,
00:46:40da war es ja gefällt auch.
00:46:41Wie gestern, das war das Gleiche,
00:46:43in der Rosenheimer Straße,
00:46:45da hat ein Hausbesitzer gehabt,
00:46:46weil er in seinem Hof hinten
00:46:47mein Tafel-Obs-Klaut operiert hat.
00:46:49Das Gleeren hat er gemeint,
00:46:50schickt sie nicht in sein Herrschaftshaus.
00:46:52Geh zu hier rauf, hab ich gesagt.
00:46:54Was willst denn du unappartierlicher Haus,
00:46:55ein Idiot mit deiner Herrschaft aus?
00:46:58So, ich wünsche euch die Haube und Drucker,
00:46:59heißt der, ein Haus.
00:47:00Geh sei noch grad froh, hab ich gesagt,
00:47:02dass der Zschülpum, der Iwanzenherberg,
00:47:03noch nicht mit den Schneeballen eingeworfen haben.
00:47:06Ein Haus, heißt der, den Zürgelbrug da,
00:47:08da muss ich ja gleich lachen.
00:47:10Was willst denn, hab ich gesagt,
00:47:11du darfst dir ja direkt was einbieten,
00:47:13wenn ich mein Obstkahn vor deinen vierstöchigen Damm komm,
00:47:15wie ist dein Mann, hab ich gesagt.
00:47:17Ist ja wahr, ja wissen Sie mich,
00:47:19wenn einer du morgens da geh,
00:47:20auf wird morgen Sonne in der Früh.
00:47:22Da kenn ich nix.
00:47:23Ja, was, was will man denn machen?
00:47:25Was soll denn da unsereiner bei der Behörde?
00:47:28Mit der Jury kann sie uns rein nicht packen.
00:47:31Da muss der schon mit meinem Mann helfen können,
00:47:32sonst bist du allein weg.
00:47:34An Steuerzettel haben sie mir neulichs dahergefahren,
00:47:37mit 24 Mark Gewerbe und Einkommenssteuer.
00:47:39Da bin ich aber so geschwind aufgegondelt,
00:47:41aufs Trenddamm 3, Anfangsbuchstabe F bis X.
00:47:44Was meines, wie es denen zinkt, hab ich da drum.
00:47:46Sie müssen die Steuern zahlen, hat er gemeint.
00:47:49Was muss ich, hab ich gesagt.
00:47:50Du seid an der Glückshofer, Kasperl, du.
00:47:52Dir gebe ich dann gleich ein Muss, gell,
00:47:53einen Steuerzettelhauer, das ums Mai rum,
00:47:55das meint, der Propeller hat dich gestreut von
00:47:57und da bedeckt er es.
00:47:58Ja, dann werden sie halt einfach gefendet,
00:48:00hat der Rentdammtskigerl gemeint.
00:48:01Ja, hab ich gesagt, das kennt sie ja da.
00:48:03Dann schickt sie mir halt einen raus,
00:48:05einen ehemaligen königlichen Kriegsverzier
00:48:07in Freibaldstraßen auf 14.4.
00:48:09Gebt sie ihm aber zur Vorsicht,
00:48:10gleich dreimal das Hofmachtruppen mit, gell,
00:48:12dass er ihm nicht schlecht wird,
00:48:13wenn er bei uns daheim den Drehgesicht, hab ich gesagt.
00:48:15Ja, meine sechs ledigen Giersinger Schratzen
00:48:17im Kindesalter von 1 bis 6 Jahren,
00:48:19die kann er mitnehmen, hab ich gesagt.
00:48:20Bloß die Wanzen muss er uns daheim lassen,
00:48:22weil wir das schon so gewend sind.
00:48:23Und dann bin ich raus aus der Tier
00:48:25und hab's zugekaut,
00:48:27dass aus dem Spuckträgerl im Eck
00:48:28hinter Inhalt rausgekauft ist, ja?
00:48:30Ja, da kann ich nix.
00:48:31Bei unserem Beruf, da werden wir schon so,
00:48:32wissen Sie.
00:48:33Sehen Sie, am allermeisten rasselt er mir da,
00:48:36wenn nicht wer kommt, pro mit dir.
00:48:38Steh ich da neulich mit meinem Korn
00:48:39und mit Prima-Epfel
00:48:41in der Bre-Ener-Straß
00:48:42vor dem Kaffee-Löbwald dort.
00:48:44Seh ich schon, wie ein eleganzter, feiner Kavalier
00:48:46mit seiner Dame auf meinen Korn zu überkommt.
00:48:48Er hat mir ja Äpfel angekauft,
00:48:50aber sie,
00:48:52sie hat noch gestärkt und hat gesagt,
00:48:54lasst sein, Schatz,
00:48:55wir kaufen unser Tafelobst beim Dallmeier.
00:49:00Sie vermasselt mir's geschäft.
00:49:02Ja, du aufputzter Herrschaft,
00:49:04sogar hab ich ja nachgeschrien,
00:49:05du bist ja auch bloß geduldet bei mir, Baron.
00:49:08Was willst denn,
00:49:09wenn der der mal ins Tiefel raussteigt,
00:49:10vor dem Haus hier,
00:49:11dann musst du auch ein Haus hierin machen,
00:49:12weil sie auch nix gelernt hat,
00:49:13als wir die Nasen hinterher heben
00:49:15und das Geld verputzen.
00:49:16Du hast das auch gerade noch notwendig,
00:49:17hab ich gesagt,
00:49:18dass sie vor dem kleinen Geschäftsglaschen ist.
00:49:20Ist ja woraus,
00:49:21sind nix zu flitschern,
00:49:22als wir der Frau Kaudelaner in Ordnung.
00:49:24Und wenn zufälligerweise
00:49:26unser Herrgott mit einem Popperl-Gesicht ausstattet
00:49:28und so ein Kavalier verliebt sich
00:49:30in so ein wettliches Christkindl,
00:49:32dann meinen die Tag und Nacht feiern,
00:49:33sie können andere Leute über Dachschen schauen.
00:49:36Ist vielleicht nicht so.
00:49:37Natürlich.
00:49:38Ich weiß ja doch direkt aus Erfahrung.
00:49:40Ich war ja mit 16 Jahren auch ein sauberes Mann.
00:49:42Mit 18 Jahren hab ich mich auch ein paar Ruhl ausgehalten.
00:49:44Keiner hab ich ja nix,
00:49:45als wir's kokettieren und die Fingernägel polieren.
00:49:47Das Einzige, was ich gelernt hab,
00:49:49das war damals das Tanzen.
00:49:50Mein, das nutzt mir halt auch nix mehr, nicht wahr.
00:49:52Denn Schienheit ist beim Teufel
00:49:54und der Baron ist beim Teufel
00:49:56und wen ich heut nur mit dem Baron verkehren wollt,
00:49:58dann ganz höchstens nur mehr geschäftlich.
00:50:01Den Epfel kaffst du mir vielleicht da noch an.
00:50:04Oh, schöne Zeit, oh, selke Zeit,
00:50:12wie liegst du fern, wie liegst du weit?
00:50:29Herr Rhein.
00:50:31Grüß Gott, Herr Kommerzienrat.
00:50:33Guten Tag.
00:50:33Wünschen?
00:50:35Mein Name ist Brandstetter.
00:50:37Ja, und?
00:50:38Ja, ich komm da in Sachen wegen, wegen mir.
00:50:42Bitte nehmen Sie Platz.
00:50:43Bin so frei.
00:50:45Was steht zu diensten?
00:50:47Ja, wie gesagt, wir kennen uns ja, nicht wahrher.
00:50:50Kennen?
00:50:51Ja.
00:50:51Ich wüsste nicht, woher.
00:50:53Freilich kennen wir uns.
00:50:54Sind Sie nicht einmal vor acht oder neun Jahren
00:50:57mit der Straßenbahn durch die Bahnhofstraße gefahren?
00:51:01Da sind Sie auf der hinteren Plattform gesessen.
00:51:04Ach, nein, nein, nein.
00:51:05Das kann nicht stimmen.
00:51:07Erstens sitzt man nicht auf einer Plattform,
00:51:09zweitens fahre ich niemals Straßenbahn.
00:51:10Und wenn schon, dann mit dem Auto.
00:51:13Stimmt.
00:51:14Dann haben wir uns irgendwo in einem Auto getroffen.
00:51:16Ach, Unsinn zur Sache.
00:51:18Also, was führt Sie denn zu mir?
00:51:20Ja, mein Name ist Brandstetter, Schrenermeister.
00:51:22Ja, stimmt, stimmt.
00:51:24Ja, ja, ja, ja.
00:51:25Jetzt erinnere ich mich, sagen Sie,
00:51:27waren Sie nicht vor ungefähr zehn Jahren
00:51:31beim Herrn Baron von Rennbremmerding angestellt als Gärtner?
00:51:35Stimmt, ja, ja, ja.
00:51:37Ja, da war ich Gärtner.
00:51:38Das heißt, ich war kein direkter Gärtner.
00:51:41Ich war also, ich meine, ich war kein Direkter
00:51:43und ich war auch kein Gärtner.
00:51:45Da war ich Spritzbrunnenaufdreher.
00:51:49Spritzbrunnenaufdreher?
00:51:50Ja, ist denn das auch ein Beruf?
00:51:52Beruf weniger.
00:51:54Nebengeschäft, wenn ich so sagen darf.
00:51:56Denn da habe ich das ganze Jahr nur zwei Mark verdient.
00:51:59Was?
00:52:00Zwei Mark im ganzen Jahr?
00:52:02Ach, aber ich bitte Sie, davon kann man doch nicht leben.
00:52:06Ja, mei, leben, leben, aber leben schon, aber wie halt?
00:52:10Mir ist das unverständlich.
00:52:11Wie ist das möglich, dass Sie das ganze Jahr nur zwei Mark verdient haben?
00:52:15Ja, das kann ich Ihnen schon erzählen,
00:52:17wenn es Ihnen interessiert, Herr Kommerzendal.
00:52:19Der Herr Baron Rennbremmerding hat nämlich in seinem großen Park
00:52:23eine Funk...
00:52:25Eine Funkanlage?
00:52:26Nein, eine Funk...
00:52:28Eine Funkstation?
00:52:29Nein, auch nicht.
00:52:30Ich weiß jetzt nicht, wie das gleich eine Funk...
00:52:32Fontäne.
00:52:33Ach, jetzt verstehe ich es jetzt.
00:52:35Eine Fontäne, meine ich.
00:52:36Fontäne, ja, stimmt.
00:52:38Na, wir bei uns daheim sagen halt Spritzbrunnen.
00:52:40Und diesen Spritzbrunnen habe ich beim Herr Baron Rennbremmerding verwaltet, sozusagen.
00:52:46Verwaltet?
00:52:46Verwaltet, ja.
00:52:46Verwaltet?
00:52:47Ja.
00:52:47Ja, wieso verwaltet?
00:52:48Ja, alle Frühjahr habe ich diesen Spritzbrunnen aufgedreht, dann hat er den ganzen Sommer
00:52:54durchgespritzt und im Herbst, Ende Oktober, habe ich den Spritzbrunnen wieder zugedreht.
00:52:58Fürs Aufdrehen habe ich einen Markt gekriegt und fürs Zudrehen auch wieder einen Markt.
00:53:02Das sind im Jahr zwei Mark.
00:53:05Na, wissen Sie, Herr Brandstifter...
00:53:07Brandstätter, finde ich, bitte.
00:53:08Ja, ja, ja, Brandstätter, verzeihen Sie, ja, Herr Brandstätter, ich will Ihnen was sagen.
00:53:12Für diese zwei kurzen Tätigkeiten finde ich zwei Mark eigentlich ganz gut bezahlt.
00:53:17Natürlich ist es ganz gut bezahlt, da mache ich auch einen Herrn Baron von Rennbremmerding
00:53:21nicht den geringsten Vorwurf.
00:53:23Bezahlt wäre es gut, aber nur zu wenig Beschäftigung war das, wissen Sie.
00:53:27Ja, ja, ja, ja.
00:53:28Ja, wenn der Herr Baron von Rennbremmerding in seinem Park zum Beispiel tausend solche Spritzbrunnen
00:53:34hätte und diese tausend Spritzbrunnen müssten jeden Tag auf- und zugedreht werden, das
00:53:40wären im Tag zweitausend waren, das wäre er geschäftigt.
00:53:44Na, ja, aber ich bitte Sie, welcher Mensch kann sich heutzutage einen Luxus von tausend
00:53:50Spritzbrunnen leisten?
00:53:51Ja, ja, niemand, niemand.
00:54:17Spritzbrunnen
00:54:48Untertitelung. BR 2018
00:55:17Untertitelung. BR 2018
00:55:18Ich bin ein oide Münchener Biakkel,
00:55:28ich hab mein Stand beim Hofbreihaus.
00:55:32Mein Liesel ist ein dürrer Rackkel,
00:55:38mir zwei mehr lassen da nicht aus.
00:55:42Wann sich a andre kippt, ein Regner,
00:55:48und sausen wir da blitzt da hin.
00:55:53Ich und mein Liesel,
00:55:56da is ne keine,
00:56:00da wo ma hinwolln,
00:56:03komm ma hin.
00:56:06Dies is ein Kreuz jetzt.
00:56:09Alles, was früher gut und schön war,
00:56:12des is jetzt auf einmal nix mehr.
00:56:15Der Zeitgeist.
00:56:17Ich hab ihn noch nie allein können.
00:56:19Mir is er allweil schon zuwider gewesen.
00:56:21Ich bin konservativ.
00:56:24Ich weiß zwar nicht genau, was des is,
00:56:27aber des kann nix schlecht sein.
00:56:29Da san einmal zwei Herrnasser vom Hofbreihaus.
00:56:33Der eine hat in ein Auto einsteigen wollen,
00:56:36und der andere hat gesagt,
00:56:38nein, ich nehm eine Troschke,
00:56:40ich bin konservativ.
00:56:43Sein g's, seit derer Zeit bin ich auch konservativ.
00:56:47Des kann nix schlechtes nix sein.
00:56:49Ein Mensch, der wohl lieber mit dem Fiaker fahrt,
00:56:53des kann kein schlechter Mensch sein.
00:56:55Da müssen Sie mir doch recht geben.
00:56:57Wenn ein Bankdirektor oder ein Kassier
00:57:00oder ein anderer Spitzbauer,
00:57:03wenn der durchbrennt,
00:57:05mit was brennt er durch?
00:57:06Mein Auto.
00:57:08Mit dem Fiaker is noch keiner durchbrennt.
00:57:11Drum sag ich,
00:57:12wenn einer im Fiaker drin sitzt,
00:57:14dann weiß man's ganz gewiss,
00:57:16dass das ein anständiger Mensch is.
00:57:19Des kann man bei Nauterl nix a jetz mal sagen.
00:57:22I kann mir ned helfen.
00:57:23I will halt einer so dahin rasen,
00:57:26sich wie ein Narrisch.
00:57:28Na denken wir a jetz mal,
00:57:30was wird denn der wieder gestohlen haben,
00:57:32weil sie ihn a gar so pressiert.
00:57:34Des is unser Untergang,
00:57:36weil die Leid nix mehr da warten können.
00:57:39Da hock ich vorm Hofbräuhaus,
00:57:41ne,
00:57:42kommt da einer raus,
00:57:44a preis,
00:57:44und schreit,
00:57:46he, Troschke.
00:57:47I hab's zuerst gar nicht glauben können,
00:57:49dass des mich angeht.
00:57:51Aber da hat er nochmal geschrien,
00:57:52he, Troschke.
00:57:53Na, na,
00:57:54hat's mich gefreut.
00:57:55Denk' a ma,
00:57:56siehst du's,
00:57:57es gibt anständige Preise na.
00:58:00Bis ich aber na hab mein Bier rausdrungen hab,
00:58:03bis ich der Liesl Dicken aufverzogen hab,
00:58:06und bis ich's schön zusammengelegt hab,
00:58:08ne,
00:58:09da war is der Preis in ein Auto eingestiegen
00:58:11und hab gesagt,
00:58:12ne, ne,
00:58:13Mönnigen,
00:58:13so lang hab ich nicht Urlaub,
00:58:15bis sie ihre olle Hosenante
00:58:17aufgedackelt haben.
00:58:19So,
00:58:19na hab ich's gehabt.
00:58:20Was hab ich machen wollen?
00:58:22Na hab ich halt mein Liesl wieder zugedickt
00:58:25und hab mir was gedacht dabei.
00:58:27Vielleicht können sie einer denken,
00:58:30was ich mir da gedacht hab.
00:58:32Ja,
00:58:33des hab ich mir gedacht,
00:58:34da ham sie's da raten.
00:58:36Is a wora,
00:58:37hockt man einen halberten Tag da
00:58:39und wart und wart,
00:58:41und wenn man wirklich einmal einen zum Fahren hat,
00:58:44dann kann er's nicht da warten,
00:58:45der Aff,
00:58:46der geschusselt.
00:58:47I hab ja auch zweieinhalb Stunden warten müssen,
00:58:49bis er gekommen ist.
00:58:51Ah ja,
00:58:52die Mähren haben mir eine Nummer ja schon verkauft,
00:58:54jetzt ein Auto droschen.
00:58:56Des tue ich nicht,
00:58:58nein.
00:58:59Solange ich auf dem Bug aufigraxeln kann,
00:59:02bleib ich bei meiner Liesl.
00:59:07Ich bin ein Läder Münchner Bjarke,
00:59:17ich hab mein Stand beim Hubbreihaus,
00:59:22mein Liesl ist ein dürer Rangke,
00:59:28mir zwei, mir lassen du nicht aus.
00:59:32Der Münchner Stadt,
00:59:35die mir so lieben,
00:59:38ham mir gediehmt,
00:59:40euer Edlichkeit.
00:59:44Mir zwei,
00:59:45mir sein,
00:59:47moe übrig blinden,
00:59:51ja aus der Gürden,
00:59:54hollten Zeit.
01:00:22Wenn ich diesen Trauermarsch höre,
01:00:25da könnte ich ja jedes Mal weinen.
01:00:27Das ist der Brautchor aus Lohengrin.
01:00:30Ja,
01:00:31der Richard Wagner,
01:00:32der hat das Leben gekannt.
01:00:34Der war selber zweimal verheiratet.
01:00:37Es ist doch etwas Merkwürdiges
01:00:40mit dem Heiraten.
01:00:41Da zieht man sein besseres Gewand an,
01:00:44wenn man eins hat.
01:00:45Nimmt ein paar Zeugen mit,
01:00:47die stellen sich rechts und links auf,
01:00:48dass man ja nimmer raus kann.
01:00:50Dann kommt der Standesbeamte
01:00:52und fragt die beiden Leidtragenden.
01:00:54Ist es ihr freier
01:00:56und ungezwungener Wille,
01:00:58mit dem Herrn so und so
01:01:00und dem Fräulein so und so,
01:01:03die Ehe einzugehen?
01:01:06Na,
01:01:06sagen die beiden,
01:01:07ja,
01:01:08ja,
01:01:09und schon sind's eingegangen.
01:01:11Mit diesem einzigen Wörtchen,
01:01:14ja,
01:01:15ist eine ganze Welt von Poesie
01:01:17wie weggeblasen.
01:01:20Wenn das Brautpaar
01:01:21aufs Standesamt geht
01:01:22und sie würden die Minen
01:01:24der Leute beobachten,
01:01:25die ihnen begegnen,
01:01:27aber nur wenn einer heirat,
01:01:28dann hört er und sieht er ja nimmer,
01:01:30dann ist er nimmer normal.
01:01:31Vorm Standesamt stehen
01:01:33sogar noch hauptsächlich die Frauen.
01:01:35Das ist ja wissenschaftlich nachgewiesen,
01:01:38dass das zartere Geschlecht
01:01:39auch das grausamere ist.
01:01:41Und da warten sie.
01:01:42Zuerst kommt also der Wagen
01:01:44mit der Braut.
01:01:45Wenn die Braut eine Junge ist,
01:01:46dann heißt,
01:01:48der Fratz auch schon heiraten,
01:01:50weiß noch nicht,
01:01:50aber wie man einen Kochlöffel
01:01:51in die Hand nimmt.
01:01:52Weh,
01:01:53wenn aber die Braut
01:01:54nicht mehr ganz jung ist,
01:01:55dann heißt,
01:01:56na,
01:01:56na,
01:01:57na,
01:01:57die hat aber eine höchste Zeit gehabt,
01:01:59dass sie unter Tauben gekommen ist.
01:02:01Dann kommt der Wagen
01:02:02mit dem Bräutigam.
01:02:03Jetzt,
01:02:03das ist ja schwarz für die Damen.
01:02:05Jetzt,
01:02:05jetzt,
01:02:06jetzt,
01:02:06da bringen sie ihn.
01:02:07Der schaut aber krassig aus.
01:02:10Das kennt man,
01:02:11dass der Angst hat.
01:02:12Und wenn sie herauskommen,
01:02:14diese schadenfrohen Gesichter,
01:02:17dann sitzt das jungvermehlte Paar
01:02:20im Wagen.
01:02:21Sie wissen nicht,
01:02:21was sie reden sollen.
01:02:22Er denkt sie,
01:02:23jetzt hat sie mich auch erwischt.
01:02:25Und sie,
01:02:26jetzt kommt sie mir nimmer aus.
01:02:27Die erste Zeit tun sie dann,
01:02:30als wie wenn sie recht glücklich wären
01:02:32mitsammen.
01:02:33Aber das ist alles Komöde.
01:02:34Von dem Moment an,
01:02:36wo das Schöntun und Zärtlich
01:02:37und Verliebtsein
01:02:40staatlich konzessioniert
01:02:41und sozusagen Pflicht ist,
01:02:44gibt es dann schon immer so viel ab.
01:02:46Das ist ganz gespaßig.
01:02:47Wir Menschen tun am liebsten das,
01:02:49was verboten ist.
01:02:51Das haben wir geerbt
01:02:52von unseren Stammeltern.
01:02:53Glauben Sie,
01:02:54wenn im Paradies
01:02:55nichts gesagt worden wäre,
01:02:56wegen dem Apfelbaum
01:02:58in der Mitte.
01:02:58Die hätten nicht angeschaut,
01:03:00wo so viele andere
01:03:01auch noch drin gestanden sind,
01:03:02Marschansker
01:03:03und Salzburger Bieren.
01:03:04Aber bloß,
01:03:05weil es verboten war,
01:03:06hat sie einen runtergerissen.
01:03:08Sonst sitzt man alle miteinander
01:03:09noch schön grübig im Paradies.
01:03:11Das wäre eine Wohltat,
01:03:13jetzt bei der Wohnungsnot
01:03:15und für Kleider
01:03:15gar nichts ausgeben müssen.
01:03:17Mit dem Feigenblattl
01:03:18könnte man mit der Mode
01:03:19nicht viel machen.
01:03:20Höchstens,
01:03:21dass man es einmal
01:03:21auf die Seiten herhängt.
01:03:23Aber nun,
01:03:24jetzt ist schon verpatzte Geschichte.
01:03:26Ich will Ihnen nun
01:03:28an einigen kleinen Beispielen zeigen,
01:03:31wie sich tatsächlich
01:03:32die Menschen ändern,
01:03:33wenn sie verheiratet sind.
01:03:35Vor der Hochzeit
01:03:36wird der Bräutigam
01:03:37doch mindestens einmal
01:03:39von der Familie
01:03:40der Braut
01:03:41zum Essen eingeladen.
01:03:42Die Braut hat dann
01:03:44angeblich gekocht.
01:03:46Da kommt er aber gar nicht
01:03:47zum Essen
01:03:47für lauter Lobhudeln.
01:03:49Bei der Suppe
01:03:50geht es schon an.
01:03:51Ach, wunderbar.
01:03:53Mh, herrlich.
01:03:54Herrlich.
01:03:54Das ist eine Suppe.
01:03:57Mein Leben
01:03:58habe ich noch nie
01:03:58so eine Suppe gegessen.
01:04:00Dann sagt er,
01:04:00ach, du Schmeichler,
01:04:01du, ich habe doch
01:04:02gar nichts hineingedan.
01:04:03Es ist wie drei Pfund
01:04:04Ochsenfleisch
01:04:04und ein Pfund Markenocken
01:04:06und ein Pfund Leber
01:04:07und ein Milz
01:04:08und ein bisschen Grünzeug.
01:04:09Sonst habe ich
01:04:10gar nichts hineingedan.
01:04:11Dann sagt er,
01:04:12möchte man nicht glauben,
01:04:14von dem Bissl
01:04:15sei ich so eine gute Suppe.
01:04:17Man sagt,
01:04:18ausgezeichnet.
01:04:19Nach den Flitterwochen
01:04:20ist die Sache
01:04:21ein bisschen anders.
01:04:22Also da kommt er heim,
01:04:24er ist schon ein bisschen
01:04:24grantig,
01:04:25die Suppe wird
01:04:26am Tisch hingestellt,
01:04:27dann geht es an.
01:04:28Äh,
01:04:29was soll denn das sein?
01:04:31Mh?
01:04:32Suppe.
01:04:33So, so.
01:04:34Ich habe geglaubt,
01:04:34du hast Abspielwasser
01:04:35erwischt.
01:04:36Aha, Suppe ist das.
01:04:37Die war es auch.
01:04:39Vor der Hochzeit,
01:04:40wenn die Braut
01:04:40in einem Laden
01:04:42was eingekauft hat,
01:04:43ein Parfümflascherl,
01:04:44ein Zahnbürsterl
01:04:45oder irgend so was,
01:04:46und er ist dabei
01:04:47und dann sagt er,
01:04:48komm Schatze,
01:04:48lass es mir tragen.
01:04:49Nein, nein, nein, nein,
01:04:50das ist nichts
01:04:51für deine zarten Fingerlchen,
01:04:52ich trag schon.
01:04:54Nach der Hochzeit,
01:04:55wenn die Frau mal sagt,
01:04:56du, ich bin heut
01:04:57nicht gut beieinander,
01:04:58möchtest nicht so gut sein
01:04:59und möchtest mir
01:05:00ein paar Eimer
01:05:01Kohlenrauftragen.
01:05:02Was?
01:05:03Ich?
01:05:04Mit Kohleneimer
01:05:05über die Treppen laufen,
01:05:07dass mich die Leute
01:05:08auslachen?
01:05:09Zumutung,
01:05:10ich als
01:05:10untrovisierte Reserve.
01:05:13Meine Damen,
01:05:14ist es nicht so?
01:05:15Ja.
01:05:16Ja, das sagen sie ja,
01:05:18aber nicht nur
01:05:19die Männer
01:05:19ändern sich,
01:05:20auch die Damen
01:05:21werden ein bisschen anders
01:05:22nach der Hochzeit.
01:05:24Vorher sagte Braut,
01:05:25wenn an seinem Mantel
01:05:26ein Knopf
01:05:27ein bisschen wackelig
01:05:28dort ist,
01:05:28also ich kann
01:05:29deine Hausfrau
01:05:30nicht begreifen,
01:05:31dass ich dir so
01:05:32auf die Straße gehen
01:05:33lässt,
01:05:33da ist doch gar
01:05:34nichts dabei.
01:05:35Ein paar Stich
01:05:36und der Knopf,
01:05:37der sitzt wieder.
01:05:38Da, wenn wir verheiratet sind,
01:05:39Schatze,
01:05:40da muss der Herr kommen
01:05:40wie aus dem Ei raus.
01:05:42Und da, wenn ich die ganze Nacht
01:05:44bügeln und stopfen muss,
01:05:45das ist mir ganz geil.
01:05:46Aber da muss der Herr kommen
01:05:47wie aus dem Schachtel raus.
01:05:50Nach der Hochzeit,
01:05:51wenn der Gatte sagt,
01:05:52du teure Gattin,
01:05:54jetzt fallen mir an meiner Hosen
01:05:55auch gerade vier Knöpfe,
01:05:57jetzt werde ich es dann
01:05:58in der Hand tragen müssen.
01:05:59Was sagt sie?
01:06:00Bitte?
01:06:01Da drin ist Nadeln fahren,
01:06:03brauchst du es bloß
01:06:04nein an.
01:06:05Vor der Hochzeit
01:06:06sagt die Braut,
01:06:07Schatze,
01:06:08das wird fein,
01:06:09wenn du abends
01:06:09heimkommst,
01:06:10gell,
01:06:11na, wie schon warm,
01:06:12eingeheizt,
01:06:13auf dem Tisch steht
01:06:13dein Essen und Zeitung
01:06:15und Zigarren etwa
01:06:16und die Hausche
01:06:17richte ich da hin
01:06:18und da schaue ich dir dann an
01:06:19wie ein Heiligenbüttel.
01:06:22Nach der Hochzeit,
01:06:23wenn der Mann
01:06:24todmüt heimkommt,
01:06:26ist die Gattin
01:06:26gar nicht daheim.
01:06:28Auf dem Tisch
01:06:28liegt der Zettel
01:06:29und da steht dort
01:06:30der Käse liegt
01:06:31vor dem Fenster draußen,
01:06:33das Brot ist in der Schublade,
01:06:35wenn du ein Bier willst,
01:06:36na, holst du rein.
01:06:37Heiz ein
01:06:38und stell ein Teewasser hin,
01:06:40ich komme um zehn Uhr
01:06:40nach Haus.
01:06:41Meine Herren,
01:06:43ist nicht so?
01:06:44So.
01:07:00Amen.
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