00:00Johanna, was ist eigentlich tiergestützte Therapie?
00:04Ja, in der tiergestützten Therapie geht es darum, dass ein Tier, und in unserem Fall ist es ja, oder in
00:09meinem Fall ist es ja ein Hund,
00:10gezielt eingesetzt wird, um das Erleben und Verhalten von einem Menschen zu verbessern und zu fördern.
00:16Und was sind dann Fridas Aufgaben?
00:20Frida ist ja noch ganz neu im Berufsleben und im Moment besteht ihre Hauptaufgabe darin, häufig abzuwarten, während die Kinder
00:27was machen.
00:28Aber sie ist auch Motivatoren für Kinder, denen es teilweise schwerfällt oder die ein bisschen mutiger sein dürfen,
00:35sie zu motivieren, Dinge anzugehen, sich zu trauen.
00:39Sie schafft es aber auch, sehr hibbelige Kinder runterzufahren und dafür zu sorgen, dass sie sitzen bleiben und eine Aufgabe
00:44zu beenden.
00:46Also sie ist anwesend und sorgt dafür, dass die Kinder ein gutes Gefühl haben.
00:51Und was müssen die Kinder machen während der Therapie?
00:55Grundsätzlich wird geguckt, was sind die Förderschwerpunkte dieses Kindes, also was gibt es für Ziele.
01:02Und daraufhin gibt es eine Fördereinheit, die gezielt auf dieses Kind passt.
01:11Also das heißt, für jedes Kind kann es unterschiedliche Aufgaben geben.
01:15Okay, und die Aufgabe, die wir hier sehen, was muss das Kind hier machen?
01:22Ja, das sieht so einfach aus.
01:23Es sind verschiedene Löffel und die Kinder haben die Aufgabe, Kekse aus dieser Form heraus zu angeln, damit Frida diesen
01:31Keks bekommt.
01:32Und das klingt so einfach, aber es fördert einfach ganz viele Dinge gleichzeitig.
01:40Ganz einfach gesagt, zum Beispiel die Feinmotorik, den Löffel richtig anzufassen, gezielt zu angeln sozusagen, diesen Keks zu bekommen.
01:49Aber auch der Handlungsplan, wie gehe ich überhaupt vor?
01:52Manchmal müssen die Kinder auch je nach Kind sozusagen die Löffel vorher erstmal sortieren.
01:55Es gibt eine klare Ansage, welcher Löffel ist jetzt dran, also auch zuzuhören, eine Aufgabe umzusetzen, aber auch eine Aufgabe
02:03zu beenden.
02:06Und die Kekse bekommen Frida dann?
02:08Die Kekse bekommen Frida, genau.
02:12Was fördert die tiergestützte Therapie denn?
02:16Grundsätzlich kann die tiergestützte Therapie alle Förderbereiche fördern, je nachdem, was es eben für Ziele gibt.
02:21Das ist das Wichtige, es muss ein Ziel geben.
02:24Und dann werden daraufhin ja die Aufgaben sozusagen ausgesucht.
02:29Und bei Frida zum Beispiel, Frida hat eine ganz, ganz klare Kommunikation.
02:34Und am Anfang lernen die Kinder erstmal den, ja, Frida zu lesen sozusagen.
02:39Und dann kann man gut darüber ins Gespräch kommen.
02:42Also sie kommuniziert wirklich ganz, ganz fein.
02:44Und die Kinder erkennen dann, gerade Kinder, die zum Beispiel Probleme mit Nähe und Distanz haben, erkennen relativ schnell, ich
02:51bin zu nah.
02:53Oder Frida rückt ein Stück weg.
02:55Und genau, also da ein gutes Feingefühl zu bekommen zwischen Nähe und Distanz, weil sie einfach sehr gut kommunizieren kann.
03:05Was magst du an Frida am liebsten?
03:08Ja, ihre Motivation in allem.
03:10In allen Lebensbereichen ist die on fire, hat Lust, was mit mir zu machen.
03:14Die ist immer online.
03:15Ich könnte nachts um vier aufstehen und sagen, wir fahren jetzt übrigens mal zwei Stunden Fahrrad.
03:19Dann ist die dabei.
03:21Die ist bei allem immer dabei.
03:23Und das bringt wirklich Spaß, weil man, weil man, also ich kann halt alles mit ihr machen.
03:29Die macht auf jeden Fall mit.
03:32Genau.
03:33Ja.
03:36Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast und uns ein bisschen erzählt hast, was du eigentlich so mit
03:41Frida machst.
03:42Ja, sehr gern.
03:43Vielen Dank.