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🎥
KurzfilmeTranskript
00:00:06Musik
00:00:41Musik
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00:01:42Musik
00:02:08Musik
00:02:40Musik
00:03:10Musik
00:03:35Guten Tag, Vater, der Bricassar. Ich wünsche Ihnen ein schönes Weihnachtsfest.
00:03:39Wünsche ich Ihnen auch, Mrs. Smith.
00:03:41Dezember 1920.
00:03:42Kommt es nur, dass die Rosen hier auf Drogida immer am allerschönsten blühen?
00:03:46Sind sie nicht herrlich? Das macht die Hitze, die lässt sie so schön blühen. Mich macht sie matt.
00:03:51Alles im Leben hat seine Licht- und seine Schattenseiten.
00:03:54Wie wahr, Vater, nur zu wahr. Ich werde gleich alles für die Messe vorbereiten.
00:04:00Musik
00:04:03Korpus Domini Nostri, Jesu Christi, custodiat anima meam in vitam aeternam. Amen.
00:04:12Exce agnostii, exce quittollis peccata mundi.
00:04:16Domine, non sum dignus ut intrisubtectum meum.
00:04:21Se tantum dic verbo et sanabitur anima mea.
00:04:28Korpus Domini Nostri, Jesu Christi, custodiat anima meam tuam in vitam aeternam.
00:04:44Korpus Domini Nostri, Jesu Christi, custodiat anima meam tuam in vitam aeternam.
00:04:51Korpus Domini Nostri, Jesu Christi, custodiat anima meam tuam in vitam aeternam.
00:05:02Korpus Domini Nostri, Jesu Christi, custodiat anima meam tuam in vitam aeternam.
00:05:13Korpus Domini Nostri, Jesu Christi, custodiat anima meam tuam in vitam aeternam.
00:05:21Frohe Weihnachten, Mrs. Carson.
00:05:23Ach, Pater, wie oft soll ich es Ihnen noch sagen? Ich heiße Mary.
00:05:27Sie nennen mich ja auch nicht Ralph.
00:05:28Also dann Ralph. Frohe Weihnachten, Ralph.
00:05:31Wie reizend von Ihnen das Fest mit einer alten, einsamen Frau zu verbringen.
00:05:34Aber ich bitte Sie. Im Gegenteil, wir reizend von Ihnen einen einsamen Priester einzuladen und irischen Landsmann.
00:05:40Ach ja, stimmt ja. Das ist Ihr erstes Weihnachten im Exil, nicht wahr?
00:05:45Exil? Es ist das erste hier in Australien, wenn Sie das meinen.
00:05:49Das ist es nicht, bestimmt nicht. Das wissen Sie auch.
00:05:52Sechs Monate sind Sie jetzt hier und ich habe immer noch nicht herausgefunden, warum die Kirche Sie hierher ans Ende
00:05:57der Welt verbannt hat.
00:05:58Welche Sünde haben Sie begangen? Welches priesterliche Gelübde haben Sie gebrochen?
00:06:02Das Gelübde der Armut, des Gehorsams?
00:06:06Oder etwa das der Keuschheit?
00:06:09Sie denken also, dass man mich verbannt hat?
00:06:12Aber ja, das liegt doch auf der Hand.
00:06:14Sie sind adlich, haben Geist, haben Ehrgeiz, auch wenn Sie sich den Anschein von Demut geben.
00:06:20Und einen scharfen Verstand haben Sie auch.
00:06:26Sie hätten das Zeug zum Kardinal, Ralf.
00:06:30Und rot würde Ihnen prächtig stehen. Was meinen Sie?
00:06:34Das haben Sie schon öfter gesagt. Das sagen Sie jedes Mal, wenn ich Sie besuche.
00:06:37Ja, und Sie sagen dann darauf, meine liebe Mrs. Carson, ich bin Priester.
00:06:41Ich kann Gott hier genauso gut dienen wie an den Schaltstellen der kirchlichen Macht.
00:06:47Manchmal, Mary, denke ich, Sie kennen mich besser, als ich mich selber kenne.
00:06:50Da bin ich sogar sicher.
00:06:58Auf die Plätze!
00:07:01Fertig!
00:07:09Los!
00:07:19Los!
00:07:30Los!
00:07:33Los!
00:07:35Los!
00:07:37Los!
00:07:41Los!
00:07:50Bravo, Pater.
00:07:53Gut gemacht, Pater de Bricassar.
00:07:55Wie gefällt es Ihnen?
00:07:57Ein prachtvolles Pferd.
00:07:58Es gehört Ihnen.
00:08:00Frohe Weihnachten.
00:08:01Danke.
00:08:03Wird mir ein großes Vergnügen sein, es jedes Mal zu reiten, wenn ich hier bin.
00:08:07Aber als Geschenk kann ich es nicht annehmen.
00:08:08Warum nicht?
00:08:09Das Auto haben Sie ja auch von mir angenommen.
00:08:11Nur, weil ich dadurch meine Pfarrkinder öfter besuchen kann.
00:08:14Ein feiner Unterschied.
00:08:16Sie nehmen mein Geschenk also nur an, wenn Sie einen heiligen Gebrauch davon machen können.
00:08:22Dann war es also nicht Armut.
00:08:24Bitte um Verzeihung.
00:08:25Das gebrochene Gelübde, Ihre Verbannung.
00:08:30Nun, dann muss es die Keuschheit gewesen sein.
00:08:34Ja.
00:08:36Also gut.
00:08:37Und mein Weihnachtsgeschenk für Sie?
00:08:40Ich habe meinem Bischof widersprochen.
00:08:42In einer Frage der Kirchenpolitik.
00:08:44So, Sie haben das Gelübde des Gehorsams gebrochen.
00:08:47Das war sehr eigenwillig von Ihnen.
00:08:49Einen Trost habe ich allerdings.
00:08:51Der Papst soll sich später in dem gleichen Sinn geäußert haben.
00:08:54Ach, siehe an.
00:08:55Und man hat Sie nicht zurückbeordert?
00:08:57Liebe Mrs. Carson, Priester sind austauschbar.
00:08:59Bischöfe weniger.
00:09:00Und so schlimm ist die Verbannung nicht.
00:09:03Ich habe ja Sie, die Sie mich Kultur und Zivilisation nicht ganz vergessen lassen.
00:09:06Und ich habe Drogida.
00:09:07Oh, ja.
00:09:09Es gefällt Ihnen nicht, wahr?
00:09:11Sie würden meinen Drogida gern haben, hm?
00:09:14So meinen Sie?
00:09:14Gar keine Frage.
00:09:16Wenn Sie mich dazu bringen könnten, Drogida der Kirche zu vermachen,
00:09:19müsste seine Heiligkeit Sie zurückholen, Sie belohnen.
00:09:22Womöglich, womöglich erhalten Sie dafür eines Tages die wunderschöne rote Kardinalsrobe.
00:09:26Ein meisterhafter Plan?
00:09:28Aber meine liebe Mrs. Carson, ich bin Priester.
00:09:32Ich kann Gott hier genauso gut dienen wie an den Schaltstellen der kirchlichen Macht.
00:09:36Ach, es wird Sie bald langweilen.
00:09:40Nun ja, eines Tages muss ich Drogida jemandem übergeben.
00:09:47Denken Sie mal darüber nach.
00:10:09Ach, Mrs. Smith, ich muss fahren.
00:10:12Richten Sie Mrs. Carson meinen Dank aus für diesen wundervollen Tag.
00:10:15Ich brauche Sie heute nicht mehr, danke.
00:10:17Sie werden doch nicht schon fahren wollen.
00:10:19Es ist schon spät und ich habe einen weiten Weg.
00:10:23Ich hoffe, ich habe heute Nachmittag nicht irgendwas gesagt, was Sie verletzt haben könnte.
00:10:29Sie wissen schon, mein Reden über die Erbschaft von Drogida.
00:10:33Sie haben mich durchaus nicht verletzt.
00:10:35Gut.
00:10:36Schon nachgedacht?
00:10:38Worüber, Mrs. Carson?
00:10:40Wie man mir den Verzicht auf Drogida schmackhaft machen kann.
00:10:44Ich lasse mich vielleicht überreden.
00:10:49Mrs. Carson, was wollen Sie von mir?
00:10:57Ich wünsche natürlich Ihren geistlichen Beistand, Pater.
00:11:00Ich habe nämlich eine wichtige Entscheidung zu treffen und Sie sind wirklich der Einzige, der mir dabei helfen kann.
00:11:06Ich werde tun, was ich kann.
00:11:08Es handelt sich um meinen Bruder.
00:11:10Ihren Bruder?
00:11:13Haben Sie mir nicht mal erzählt, Sie hätten keine Familie?
00:11:16Doch, doch, ich habe einen Bruder.
00:11:17Ich habe ihn seit Jahren nicht gesehen.
00:11:18Er lebt in Neuseeland.
00:11:19Wir haben Irland verlassen, um unser Glück zu suchen, aber Paddy hat es nicht allzu weit gebracht.
00:11:25Obwohl er ein erfahrener Farmer ist und das Haus voller Söhne hat.
00:11:31Ich überlege mir, ob ich ihn nicht zu mir hole.
00:11:35Als Verwalter.
00:11:37Warum haben Sie nicht schon früher daran gedacht?
00:11:39Oh, das habe ich.
00:11:40Doch, doch.
00:11:41Aber ich wollte abwarten, wie soll ich sagen, ob sich nicht was anderes ergibt.
00:11:51Es ist ein tröstlicher Gedanke für mich, meinem Bruder helfen zu können und zu wissen, dass ich nicht ganz allein
00:11:57bin.
00:11:58Nicht darauf angewiesen, all meine Besitztümer der Kirche zu hinterlassen.
00:12:03Ein sehr großzügiges Geschenk, Mary.
00:12:05Nein, nein, nein, kein Geschenk.
00:12:08Wer auch immer Drogida erhält, muss es sich verdienen.
00:12:17Danke, Pater.
00:12:25Gute Nacht, Mrs. Carson.
00:12:41Gute Nacht, Mrs. Carson.
00:12:42Pater.
00:12:44Pater, Sie müssen los.
00:12:47Ja, gut, Annie.
00:12:50Ich gehe gleich.
00:12:59Es wird schön sein für Mrs. Carson, wenn Ihr Bruder mit seiner Familie da ist.
00:13:12Pater, Pater, ich muss Sie darauf hinweisen, wir haben keine Kreide mehr.
00:13:16Keine Kreide?
00:13:17Ich brauche drei Schachteln.
00:13:19Drei.
00:13:20Ich werde mich darum kümmern.
00:13:23Zu Pater Wettis Zeiten, Pater, ist auf solche Dinge mehr Acht gegeben worden.
00:13:55Guten Tag, ich bin Pater de Pricassar.
00:13:57Ich habe mich etwas verspätet.
00:13:58Sie sind sicher Mary Carsons Bruder.
00:13:59Ganz recht, Pater.
00:14:00Patty Cleary.
00:14:01Das ist meine Frau Fiona.
00:14:03Mrs. Cleary.
00:14:05Ich werde Sie nach Drogida bringen.
00:14:08Ihre Reise war sicher sehr beschwerlich.
00:14:10Sehr freundlich.
00:14:11Und das sind meine Söhne.
00:14:13Das ist Bob.
00:14:14Tag, Bob.
00:14:15Jack.
00:14:15Jack.
00:14:16Und das hier ist Stewie.
00:14:18Stewie?
00:14:18Wir werden ihm die Mütze absuholen.
00:14:20Und das ist Frank.
00:14:21Frank?
00:14:30Und wer bist du?
00:14:32Ich bin Maggie.
00:14:35Maggie?
00:14:42Maggie.
00:14:47Oh, werden wir hier wohnen?
00:14:49Nicht direkt.
00:14:51Ich zeige euch gleich euer Haus, Maggie.
00:14:53Maggie?
00:14:56Ja, das ist Maggie.
00:15:01Wir können dir gar nicht sagen, wie dankbar wir dir sind, dass du uns hergeholt hast.
00:15:06Weißt du, wenn einer so reich ist, wie ich's bin und so alt, dann fangen die Geier an, über
00:15:10ihn zu kreisen.
00:15:12Du bist mein einziger Verwandter, Patty.
00:15:15Ich habe keine Kinder und mein Mann ist seit 30 Jahren tot.
00:15:18Gut.
00:15:19Da sind Sie schon sehr lange allein.
00:15:22Warum haben Sie nicht wieder geheiratet?
00:15:24Wieder geheiratet?
00:15:26Um mich einem Mann auszuliefern?
00:15:28Oh nein.
00:15:30Nein, da habe ich eine andere Vorstellung von Leben.
00:15:34Solange ich am Leben sein werde, gehört Rogida mir.
00:15:38Und nur mir.
00:15:42Das sollte niemand vergessen.
00:15:45Selbstverständlich, Mary.
00:15:46Gut, dann werde ich gleich die Messe lesen und danach wird sicher ein schönes, warmes
00:15:49Essen für uns alle auf dem Tisch stehen.
00:15:51Sehr freundlich von Ihnen, Pater.
00:16:05McGee.
00:16:06McGee.
00:16:48Etwa 150.000 Schafe, etwa 1.000 Rinder und mehr Land, als man in einem Monat abreiten
00:16:52kann und arbeiten nie aufhören.
00:16:55Rogida ist die größte Farm in ganz Neu-Süd-Wales.
00:16:57Und die beste.
00:16:59Das kann ich wohl sagen.
00:17:00Also mir kommt das alles vor, als wäre es das Paradies.
00:17:03Wenn du dir das Paradies als harte Arbeit vorstellen kannst, hast du recht.
00:17:06Wir Clearies haben immer hart gearbeitet, was, Schwester?
00:17:09Obwohl es uns nicht viel eingebracht hat in Irland.
00:17:11Hör zu, Patty.
00:17:12Ich will nicht, dass du den Männern nur befiehlst.
00:17:14Ich will, dass du selbst mit anpackst.
00:17:16Und dass du weiterarbeitest, wenn sie schon längst aufgehört haben.
00:17:19Geht was schief, stehst du dafür gerade.
00:17:20Läuft alles glatt.
00:17:21Erwarte dir nichts davon.
00:17:23Ich gebe dir völlig freie Hand, Patty.
00:17:27Solange Rogida das bleibt, was ich daraus gemacht habe.
00:18:07Ich bin mit der Überraschung.
00:18:09Ich bin mit der Überraschung.
00:18:10Ich bin mit der Überraschung.
00:18:41Untertitelung des ZDF, 2020
00:19:12Untertitelung des ZDF, 2020
00:19:12Und auch die Wertpapiere
00:19:14Aber Sie sind mein Anwalt
00:19:17Stahl ist gefallen seit dem Kriegsende
00:19:20Aber das ist kein Anlass zur Sorge
00:19:22Doch wie gesagt, Carson Limited klettert weiter durch Ihre Umsicht
00:19:26Ich bin also immer noch eine der reichsten Frauen Australiens
00:19:29Wenn nicht die reichste
00:19:32Mary, hat Ihr Bruder eine Ahnung davon?
00:19:34Nein, nein, das weiß keiner
00:19:36Und das soll auch niemand erfahren, bis zu meinem Tode
00:19:38Haben Sie verstanden?
00:19:40Natürlich
00:19:43Ich wird was drum geben zu wissen, was die Leute sagen werden
00:19:47Wenn Sie erfahren, dass Drogida nur ein Hobby für mich war
00:20:19Pärter
00:20:20Pärter
00:20:24Sie werden den Kampf verlieren
00:20:25Drei Dinge werden Sie hier niemals besiegen
00:20:28Den Staub, die Hitze und die Fliegen
00:20:33Sie sind ganz anders als die Priester in Neuseeland
00:20:36Die bleiben meist unter sich
00:20:39Sie sind nicht katholisch, nicht?
00:20:42Als ich den Glauben verlor an meine Kirche
00:20:45sah ich keinen Grund, ein Bekenntnis zu wählen, das mir ebenso wenig sagt
00:20:50Aber Paddy ist Katholik
00:20:52Und wir erziehen unsere Kinder katholisch, falls Sie sich da sorgen
00:20:55Nein, nein, ich werde Sie auch nicht zu bekehren versuchen
00:20:59Aber ich würde Ihnen gerne ein Freund sein
00:21:01Sie sind sehr gütig zu uns
00:21:03Ich bin dafür meine Gemeinde
00:21:05Und so fahre ich herum von Ort zu Ort
00:21:06Aber ich muss bekennen, ich habe eine besondere Schwäche für Drogida
00:21:10Vielleicht durch mein irisches Blut
00:21:11Sie sind Ihre?
00:21:13Ich dachte, Sie wären französische Abstammung
00:21:15Nein, die Bricka saß zwar ein alter normandischer Name, aber ich bin ein echter Ihre
00:21:18Und der letzte, der Bricka saß
00:21:20Ich stamme aus der Grafschaft Meath
00:21:22Nur einen Steinwurf entfernt von dem Städtchen Drogida
00:21:26Nennen Sie es Schicksal
00:21:39Hallo Maggie, wir müssen weiter
00:21:41Macht's gut, Stewie
00:21:53Arme kleine Maggie
00:21:55Muss hart für Sie sein als einziges Mädchen
00:22:00Aber mit Söhnen bin ich gesegnet
00:22:03Die hier und zwei sind schon begraben
00:22:05Die Söhne sind es, auf die eine Mutter stolz ist
00:22:11Maggie, trödle nicht herum, du musst noch die Hühner füttern
00:22:13Pater Ralph
00:22:14Entschuldigen Sie mich
00:22:17Pater Ralph
00:22:23Pater Ralph
00:22:25Hallo Megan Cleary
00:22:28Gehen wir die Hühner füttern?
00:22:30Ja, aber vorher muss ich Ihnen noch was zeigen
00:22:35Kommen Sie
00:22:37Was ist es denn, Maggie?
00:22:41Ist das nicht wundervoll?
00:22:43Ja, doch
00:22:45Schon?
00:22:47Pater, glauben Sie wirklich, dass Gott immer um uns ist?
00:22:51Die ganze Zeit?
00:22:53Warum fragst du mich das, meine kleine Maggie?
00:22:56Wenn es stimmt
00:22:58Dann muss er hier sein
00:23:00Nicht wahr?
00:23:05Ah, Gott ist in seinem Wollschuppen
00:23:08Und die Welt ist in Ordnung
00:23:11Und warum nicht?
00:23:12Der Herr hat sich auch in deinen Stall ausgesucht
00:23:13Ach, lassen wir das, Ralph
00:23:14Das führt zu weit
00:23:15Andererseits, warum nicht?
00:23:17Warum machen wir diesen Ort nicht zu einem neuen Zentrum
00:23:19Auf der päpstlichen Weltkarte
00:23:20Und Sie werden Kardinal zum guten Schluss
00:23:23Und was gewinnen wir dabei?
00:23:24Papst können Sie nicht werden
00:23:25Nein, das wäre mir auch zu langweilig
00:23:27Den Teufel finde ich viel interessanter
00:23:29Und der ist auch mächtiger
00:23:30Ja, der Himmel braucht seine Hölle
00:23:32Damit er im Geschäft bleibt
00:23:33Sie reden wie ein Jesuit
00:23:35Aber stimmt es denn nicht?
00:23:36Ohne Teufel keinen Kampf
00:23:37Es ist nur der Kampf, der uns am Leben hält
00:23:40Ohnein
00:23:40Nur der Sinn des Kampfes hält uns am Leben
00:23:43Die Hoffnung, Vollkommenheit
00:23:45Das Heil zu erlangen
00:23:46Falls Sie mit Vollkommenheit den Himmel meinen
00:23:49Müssen Sie, um dorthin zu gelangen, erst sterben
00:23:53Manchmal denke ich wirklich
00:23:55Sie sind hinter meiner Seele, Herr
00:23:56Das bin ich
00:24:01Es sei denn, sie ist schon vergeben
00:24:18Maggie, hol bitte die Milch
00:24:20Ja, Mom
00:24:25Fiona, du bist hoffnungslos altmodisch
00:24:27Wenn du dir nicht die Röcke kürzer machst
00:24:29Und aufhörst, dieses viele Unterzeug zu tragen
00:24:31Wirst du umkommen bei dieser Hitze
00:24:35Ja, Fiona
00:24:36Wo hast du denn diese Möbel her?
00:24:38Und das Klavier?
00:24:39Die Möbel stammen von meiner Großmutter
00:24:41Sie hat mir auch Unterricht gegeben
00:24:47Wie war dein Mädchenname?
00:24:49Mein Vater hieß Roderick Armstrong
00:24:53Ja, meine liebe Fiona
00:24:55Die Armstrongs sind, so kann man sagen
00:24:57Die erste Familie Neuseelands
00:24:58Da bist du ziemlich runtergekommen, was?
00:25:01Das finde ich nicht
00:25:02Nun ja, du kommst jedenfalls aus einer besseren Familie
00:25:05Als wir Clearies
00:25:06Alles, was ich damals hatte, als ich nach Australien ging
00:25:08War ein hübsches Gesicht, eine gute Figur
00:25:10Und etwas mehr verstand, als man Frauen im Allgemeinen zubilligt
00:25:13Aber es genügt, um Michael Carson zu heiraten
00:25:15Du hast es weit gebracht, Mary
00:25:17Ja, Michael war in mich vernarrt
00:25:19Bis zu seiner letzten Stunde
00:25:22Dann weißt du ja, was es bedeutet
00:25:23Von einem guten Mann geliebt zu werden
00:25:25Michael war zwar reich, aber ein Dummkopf
00:25:28Paddy ist kein Dummkopf
00:25:30Aber völlig mittellos
00:25:35Hast du ihn wirklich so geliebt
00:25:36Dass du auf deinem Platz in der Gesellschaft für ihn verzichtet hast?
00:25:39Was ich getan habe oder tue, geht nur mich etwas an
00:25:42Ich rede nicht darüber
00:26:06Soll ich dir helfen, Frank?
00:26:07Nein, nein
00:26:10Diese Bestien würden dich zusammen mit dem Kängurufleisch verschlingen
00:26:15Frank!
00:26:17Frank!
00:26:18Verdammten Kröter!
00:26:21Auseinander!
00:26:22Hör auf!
00:26:27Erschieß sie, Frank!
00:26:29Erschießen?
00:26:30Frank!
00:26:32Keine Angst, Maggie
00:26:38Was ist hier los?
00:26:39Daddy, Tante Mary sagt, die Hunde sollen erschossen werden
00:26:45Ist gut, Maggie
00:26:46Du hast doch sicher was zu tun
00:26:48Geh
00:26:49Ja, Daddy
00:26:53Hol das Gewehr
00:26:55Ich werde die Hunde nicht erschießen
00:26:56Nur weil sie sich ein bisschen gebalgt haben
00:26:59Nur gebalgt, hä?
00:27:01Heute kämpfen zwei ums Futter
00:27:03Morgen drehen alle durch
00:27:04Und wir haben eine Koppel voller Schafe mit durchbissenden Kehlen
00:27:08Wilde Hunde können wir nicht gebrauchen
00:27:10Sie müssen gehorchen und arbeiten
00:27:13Genau wie ich, stimmt's?
00:27:15Das verlangst du doch auch von mir
00:27:16Arbeiten und gehorchen
00:27:18So ist es
00:27:19Und solange ich dein Vater bin
00:27:21wird es auch so bleiben
00:27:23Jetzt hol das Gewehr
00:27:28Ja, Daddy
00:27:52Oh, ich schaue es, Big Willandra
00:27:55Und ich schaue es, Tilbaroo
00:28:13Hallo, Maggie
00:28:14Erzähl bloß nicht Ihrer Majestät, dass ich die Maschine angeworfen habe
00:28:18Sie wird nur benutzt zur Schurzeit
00:28:20Pete
00:28:21Was zum Teufel ist das?
00:28:23Ich dachte, ihr Jungs wollt Scheren lernen
00:28:38Ihr seid mir vielleicht zwei Hinterwäldler
00:28:42Habt ihr noch nie eine Schermaschine gesehen?
00:28:44Und das wollen mal die Herren hier werden
00:28:46Die Dampfmaschine treibt das alles an?
00:28:48Bewegt den Scherkopf, dreht den Schleifstein
00:28:50Betreibt den Wollstampfer und liefert euch heißes Wasser für den Tee
00:28:53Schau dir das an
00:28:54Damit könnte ich sogar Daddy besiegen
00:28:55Niemand kann Daddy besiegen
00:28:56Daddy war der schnellste Mann mit der Handschere in Mohin, Neuseeland
00:29:00Maggie, solltest du nicht Milch holen?
00:29:03Ich war niemals das, was man einen Spitzenscherer nennt
00:29:05Aber ich bin gut genug, um es euch beizubringen
00:29:08Ich habe ein paar Schafe reingebracht zum Üben
00:29:11Na los, komm her, du hirnloses, blödes Vieh
00:29:15Du wirst gebraucht, na komm schon
00:29:19Na holt euch auch jeder eins
00:29:26Der schnellste Scherer, dem ich jemals begegnet bin
00:29:29War der alte Hixing, ein Chinese
00:29:32Der wurde mit jeder Herde fertig, der alte Hixing
00:29:49So, rein mit dir
00:29:54Fertig
00:29:56Was sagst du jetzt, Pete?
00:29:59Was soll ich dazu sagen, Bob?
00:30:01Ich sage, ein Meisterscherer
00:30:03Oh, danke, Pete
00:30:04Du lernst es schon noch
00:30:10So ist es gut, Stewie
00:30:13Geh gerade auf ihn zu
00:30:17Langsam
00:30:19Und blick ihm immer in die Augen
00:30:24Nein, nein, dreh dich nie um
00:30:26Lass sie nicht aus den Augen
00:30:28Warum habe ich dich da wohl reingeschickt?
00:30:30Ja, ja, so
00:30:32Sag, muss das sein
00:30:33Er ist es elf
00:30:38Geh weiter, Stewie
00:30:46So was
00:30:47Halt du dich da raus
00:30:49Keiner meiner Söhne wird sich vor einem Tier fürchten
00:31:03Gut so, Stewie
00:31:05Noch näher
00:31:11Stewie
00:31:12Stewie
00:31:17Was gibt's da zu lachen?
00:31:19Lass ihn los
00:31:20Frank
00:31:22Geht wieder in eure Arbeit
00:31:26Wenn du das nochmal tust, beziehst du von mir eine Trachtprügel vor Gott und allen Leuten
00:31:30Wirklich, Daddy?
00:31:31Dann mal los
00:31:33Na komm schon, das ist die Gelegenheit
00:31:35Von klein auf hast du um dich geschlagen wie ein Wilder
00:31:38Von jetzt an stehe ich dafür nicht mehr gerade
00:31:40Hier nicht
00:31:41Mach dich wieder an die Arbeit
00:31:52Der Geigenheit
00:32:02Es wird sich nicht mehrvt
00:32:05Es
00:32:12wird sich nicht mehr Verhalten
00:32:26Da bist du ja, Maggie. Ich hab dich gesucht.
00:32:34Was hast du denn, Maggie?
00:32:36Nichts.
00:32:39Ich darf einfach gar nichts.
00:32:42Meine Brüder durften mit Pete sogar zu den äußeren Koppeln reiten.
00:32:46Mich lassen sie nicht mal auf ein Pferd.
00:32:49Vielleicht meint deine Mutter, es wäre zu gefährlich für dich.
00:32:53Sie weiß ja nicht einmal, dass ich überhaupt da bin.
00:32:55Für sie gibt es nur einen und das ist Frank.
00:32:59Aber ich werde ihnen was sagen.
00:33:00Wenn ich mal groß bin, werde ich zwischen meinen Kindern keinen Unterschied machen.
00:33:08Komm, lass mich mal.
00:33:09Was tust du da überhaupt?
00:33:12Ich mache die Wasserrinne sauber für die Schafe.
00:33:15Aha.
00:33:21Du solltest eine Schule besuchen, Maggie.
00:33:25Würdest du das gern?
00:33:29Ja, aber sie brauchen mich hier.
00:33:33Und warum soll ich überhaupt zur Schule gehen, wenn ich hier auf Drogida lebe?
00:33:36Gerade darum.
00:33:38Denn wenn deine Familie Drogida einmal erbt, wirst du eine richtige junge Lady sein.
00:33:42Und darauf muss man sich vorbereiten.
00:33:45Und wer weiß, vielleicht wirst du nicht immer hier leben.
00:33:48Denn so groß Drogida auch ist, ist es doch nur ein winziges Fleckchen.
00:33:52Die Welt ist viel größer.
00:33:56Wer weiß, welch ein Leben du wählen wirst.
00:33:59Es gibt so viele Möglichkeiten für dich.
00:34:05Vater.
00:34:09Wollten Sie niemals hinaus in die weite Welt?
00:34:15Ich bin Priester, kleine Maggie.
00:34:16Ich muss dahin gehen, wohin die Kirche mich schickt.
00:34:20Schauen wir mal, ob es geht.
00:34:29Wir haben es geschafft.
00:34:31Komm.
00:34:34Ich fahre dich nach Hause.
00:34:36Ich habe noch etwas mit deiner Tante Mary zu besprechen.
00:34:53Ich frage mich manchmal, warum wir uns eigentlich mit diesen Zäunen abplagen.
00:34:58Die Kaninchen graben sich drunter durch, die Kängurus springen drüber weg und die Wildschweine walzen sie einfach nieder.
00:35:06Siehst dir an, dieses verödelte Land, dass hier überhaupt was leben kann.
00:35:10Anders als bei uns.
00:35:13Bei uns war alles grün.
00:35:15Hier wird es auch ein bisschen grün, wenn der Regen kommt.
00:35:19Wenn er kommt.
00:35:21Die Schafe haben dieses Land zur Wüste gemacht.
00:35:25Und die Menschen.
00:35:34Wenn das die Kaninchen hören, bleiben sie schön im Bau.
00:35:59Das ist, das ist Leben.
00:36:01Verdammt nochmal, Junge.
00:36:02Ich werde dir sagen, was Leben ist.
00:36:04Leben ist das, was du gerade hier verschüttet hast.
00:36:08Tut mir leid, Pete.
00:36:09Schreib es dir hinter die Ohren.
00:36:10So sehr du die Wildnis auch liebst, sie wird dich auf tausend Arten umbringen, bevor die Sonne untergegangen ist.
00:36:16Verriss?
00:36:18Was bellst du?
00:36:20Was wittert er?
00:36:25Was ist denn das?
00:36:26Jack, halt den Hund.
00:36:28Ein Wildschwein.
00:36:29Ein Keiler.
00:36:31Den holen wir uns.
00:36:38Gut.
00:36:39Denk sofort ab.
00:36:41Ich werde ihn schießen.
00:36:43Nein.
00:36:44Er steht zu weit weg.
00:36:45Wenn du auf einen Keiler schießt, glaub mir, musst du ihn auch töten.
00:36:49Sonst tötet er dich.
00:36:57Verdammt.
00:37:01Kommt, Jungs.
00:37:02Kommt schon.
00:37:08Du, ich weiß.
00:37:09Du, ich weiß.
00:37:38Untertitelung im Auftrag des ZDF, 2020
00:37:46Danke, Zwerg.
00:37:49Was hast du denn heute den ganzen Tag so gemacht?
00:37:51Es war ein schöner Tag, Frank.
00:37:52Pater Ralph hat mich besucht.
00:37:54Also wirklich, Maggie.
00:37:55Er hat uns doch wohl alle besucht.
00:37:57Deck den Tisch.
00:37:58Ja.
00:38:03Warte, lass mich.
00:38:05Na gut.
00:38:06Aber Daddy sieht's nicht gern, wenn jungen Frauen Arbeit verrichten.
00:38:11Frank.
00:38:14Ich wünschte, du würdest dich mit deinem Vater besser vertragen.
00:38:24Hallo, Paddy.
00:38:26Waren die Jungs nicht bei dir?
00:38:28Sie sind draußen mit Pete.
00:38:30Aber sie müssen bald kommen.
00:38:39Mh, recht gut, Mutter.
00:38:44Frank, ich hab grad die Mutterscharfe aussortiert.
00:38:48Morgen reitest du zu den äußeren Koppeln und suchst die Widder aus für die Zucht.
00:38:53Na gut, wenn du meinst, dass ich das kann.
00:38:54Ich weiß nicht, ob du das kannst oder nicht.
00:38:57Aber der Mann, den du heute angegriffen hast, ist gegangen.
00:39:00Also wirst du seine Arbeit tun.
00:39:06Vieh, gib ihm genügend zu essen mit.
00:39:08Und ein paar Schlafdecken.
00:39:10Er wird für einige Zeit weg sein.
00:39:11Das ist schon gut, Mama.
00:39:13Ich mach das schon.
00:39:13Du hast genug zu tun.
00:39:14Was soll das schon wieder heißen?
00:39:15Sie ist so müde, dass sie kaum noch die Augen offen halten kann.
00:39:18Schau sie dir doch an.
00:39:21Von mir aus behandle uns wie Sklaven.
00:39:24Aber nicht sie.
00:39:25Sie ist kein Bauernpöppel.
00:39:27Frank.
00:39:28Wie ich, hä?
00:39:29Na los, sag's nur.
00:39:31Damit deine Mutter mal sieht, was für den Respekt du vor mir hast.
00:39:34Was?
00:39:35Was?
00:39:35Was?
00:39:39Was?
00:39:48Entschuldige bitte, Daddy.
00:39:57Daddy, du wirst dein Ohr nicht...
00:39:59Hast du ja an Keiler geschossen.
00:40:00Keiler?
00:40:01Ein riesiges Vieh.
00:40:02Hässlich wie der Teufel.
00:40:03Er hat den Hund getötet.
00:40:04Sturie geht ohne mit der Wimper zu zucken auf ihn zu und...
00:40:06Bob, lass du ihr erzählen.
00:40:08Ich glaub's nicht.
00:40:16Sturie.
00:40:44Wir sind drüben in Galway.
00:40:50Und eines Tages befall mir mein Vater einen Zuchtstier zu holen von einem anderen Hof.
00:40:56Wir waren zu arm, um selbst einen zu haben.
00:41:00Ich hab's versucht, aber dieser Bulle war ein zu wilder Bursche.
00:41:04Ich kam ohne ihn zurück.
00:41:08Und mein Dad nannte mich einen elenden Feigling.
00:41:12Und sagte, er würde mir zeigen, wie man einen Bullen bändigt.
00:41:17Ich fühlte mich hundeelend, setzte mich hin und heulte.
00:41:23Und wie ich nach einer Weile aufsehe, kommt mein Dad die Straße entlang.
00:41:28Mit dem Seil in der Hand.
00:41:30Aber der Bulle war nicht dran.
00:41:32Er ging wortlos an mir vorbei.
00:41:40Aber er hat mich nie wieder ein Feigling genannt.
00:41:56Herr, wir danken dir für die Gaben, die wir durch dich empfangen haben.
00:42:02Segne unsere Hände Arbeit und die Kinder, die du uns geschenkt hast.
00:42:09Herr, lass uns allzeit dankbar sein.
00:42:12Amen.
00:42:13Amen.
00:42:14Amen.
00:42:14Amen.
00:42:19Amen.
00:42:25Amen.
00:42:50Wie schön du bist, Fee!
00:42:52Oh, Patty, ich ...
00:42:55Marie sagte, es wäre besser, wenn ich leichtere Kleider...
00:42:59Vielleicht...
00:43:00Du hast dir von dem Baby erzählt?
00:43:02Nein, nein.
00:43:16Unsere Story ist schon einer, was?
00:43:18Und was du ihm auch gesagt hast, Max Paddy, es hat ihn sehr glücklich gemacht.
00:43:23Ja, das ist schon einer, kann man wohl sagen.
00:43:28Tut mir leid, dass es bei Frank wieder mit mir durchgegangen ist.
00:43:31Nein, er hatte ganz sogar Unrecht.
00:43:33Er hat was an sich, ich weiß nicht, was... was...
00:43:39...wildes.
00:43:43Aber was er über dich gesagt hat, dass du so hart arbeiten musst, das ist wahr.
00:43:49Ich weiß, es ist nicht das Leben, das du eigentlich haben solltest.
00:43:54Aber eines Tages...
00:43:55Sag sowas nicht, Paddy.
00:43:58Du hast mir alles gegeben, was eine Frau sich von einem Mann wünschen kann.
00:44:15Sag, welchen Namen wollen wir dem Baby geben?
00:44:25Es stinkt wieder nach paulen Eiern!
00:44:27Das ist der Schwefel!
00:44:29Pater Ralph sagte, riecht es in der Hölle!
00:44:37Na du Zwerg, liegst du noch nicht im Bett?
00:44:41Du musst auch morgen in aller Früh fort.
00:44:44Ist zu heiß zum Schlafen.
00:44:48Was ist denn, hm?
00:44:50Die ganze Woche lässt du schon den Kopf hängen.
00:44:54Frank, ich will nicht zur Schule.
00:44:56Ich will dich nicht verlassen.
00:44:58Dummes Gänzchen.
00:45:01Gillenbone ist doch nur 40 Meilen von hier.
00:45:04Und Pater Ralph ist da.
00:45:06Ja, das ist wahr.
00:45:08Aber du wirst mir fehlen.
00:45:11Und dann kann ich auch Mom nicht mehr helfen.
00:45:16Maggie, setz dich mal einen Moment hin.
00:45:19Und hör mir zu.
00:45:22Tagtäglich predigen sie uns, dass wir zusammenhalten müssen.
00:45:24Zum Wohl von uns allen.
00:45:26Dass keiner von uns an sich denken darf.
00:45:29Aber du musst an dich selbst denken, weil sie es nie tun werden.
00:45:33Doch, das tun sie doch.
00:45:34Du weißt, Daddy hat gesagt, ich soll zur Schule gehen.
00:45:37Weil Pater Ralph darauf bestanden hat.
00:45:38Und Tante Mary wird für dich bezahlt, diese knickrig alte Hexe.
00:45:43Ich will, dass du gehst.
00:45:45Hörst du?
00:45:47Hm?
00:45:49Ich will, dass du gehst.
00:46:02Schließt euch an! Schließt euch an!
00:46:05Arme Maggie, es ist schwer für sie sich einzugewöhnen.
00:46:10Was macht unser kleiner Plan, Annie?
00:46:12Schon alles vorbereitet.
00:46:14Entschuldigen Sie mich.
00:46:22Streck deine Hände aus!
00:46:27Deine Hände, Megan Cleary!
00:46:32Wir kauen also immer noch an den Fingernägeln.
00:46:36Ja, Schwester.
00:46:38Nun denn.
00:46:40Rehe sie um.
00:46:51Das reicht jetzt, Schwester.
00:46:53Danke.
00:46:56Komm, Maggie.
00:46:57Komm, Maggie.
00:47:15Es tut mir leid, Pater.
00:47:24Schicken Sie mich jetzt zurück nach Drogida?
00:47:26Das liegt bei dir, Maggie.
00:47:29Möchtest du denn wieder zurück?
00:47:30Oh nein!
00:47:31Ich bin gern in der Schule.
00:47:33Und bin gern hier bei Ihnen.
00:47:36Aber, Schwester Agatha...
00:47:38Weißt du, es wird sich...
00:47:39Es wird sich jetzt einiges ändern für dich.
00:47:45Denn...
00:47:46Das Kloster ist wohl nicht der richtige Ort für dich.
00:47:50Deswegen...
00:47:51Dachten Annie und ich vielleicht...
00:47:53Wäre es besser für dich, wenn du für dich bist.
00:47:57Hier.
00:47:58Bei uns.
00:48:00Würde dir das gefallen?
00:48:01Oh, geht das tatsächlich?
00:48:04Komm.
00:48:11Komm.
00:48:36Warum rührst du so in mein Herz?
00:48:40Warum nimmst du den Platz ein und nicht Gott?
00:49:19Frank!
00:49:28Ich dachte, vielleicht brauchst du mal menschliche Gesellschaft.
00:49:30Deine Mutter sagte mir, dass du schon seit Wochen hier draußen bist.
00:49:33Ich halt's aus.
00:49:35Hey!
00:49:36Hey!
00:49:38Wie geht's Maggie?
00:49:40Maggie macht sich gut in der Schule.
00:49:41Sie lässt dich grüßen.
00:49:45Ich muss sie in den Berg treiben.
00:50:27Warum sind Sie Priester geworden?
00:50:31Weil ich Gott liebe und anderen helfen will, seine Liebe zu spüren.
00:50:38Warum fragst du mich das?
00:50:40Sie haben in meinen Augen nicht grad viel von einem Priester.
00:50:42Hier draußen finde ich...
00:50:44...ein wenig Ruhe vor meinen Pflichten als Priester in der Gemeinde.
00:50:48Ich brauche das hin und wieder.
00:50:50Das verstehe ich nur zu gut.
00:50:53Hier in dieser Hölle...
00:50:55...seinem Mann zu stehen.
00:50:58Kein Spaß, was?
00:50:59Nein, wirklich nicht.
00:51:02Nein.
00:51:07Die Kirche hat große Macht, Frank.
00:51:09Oder besser, Gott hat sie.
00:51:10Durch die Kirche.
00:51:12Die Macht, Millionen und Abermillionen von Menschenleben zu formen.
00:51:16Den Lauf der Geschichte zu beeinflussen.
00:51:19Und daran möchte ich teilhaben.
00:51:22Ich klammere mich an den Gedanken, dass ich sogar hier ein Träger dieser Macht bin, aber...
00:51:28...manchmal da fällt es mir sehr schwer.
00:51:32Warum finden Sie sich damit ab?
00:51:35Warum befreien Sie sich nicht? Ein Mann wie Sie?
00:51:39Sie haben doch praktisch alle Möglichkeiten.
00:51:42Dann müsste ich mein ganzes Wollen...
00:51:45...in mir aufgeben, ein vollkommener Priester zu werden.
00:51:56Ein vollkommener Priester.
00:51:58Wie kann ich es dir klar machen?
00:52:02Ich bin ein Gefäß, Frank.
00:52:05Und manchmal angefüllt mit Gott.
00:52:09Wäre ich ein besserer Priester...
00:52:12...gäbe es nicht diese Zeiten der Lehre, nicht diese heimlichen Fluchten.
00:52:15Ich wäre immer angefüllt mit Gott.
00:52:19Das ist für mich Vollkommenheit.
00:52:21Niemand kann so vollkommen sein.
00:52:24Nicht einmal Sie.
00:52:25Wie?
00:52:25Ich vielleicht am allerwenigsten.
00:52:28Es ist mir nie leicht gefallen, meine Gelübde zu halten.
00:52:32Auf die Liebe einer Frau zu verzichten auf Besitz.
00:52:35Und gehorsam zu sein.
00:52:37Gehorsam war das schwerste für mich.
00:52:40Aber in diesem Land hier...
00:52:44...hab ich gelernt zu gehorchen.
00:52:50Vielleicht sollte ich Priester werden.
00:52:53Würde mich bestens dazu eignen.
00:52:55Keine Frau, kein Besitz.
00:52:58Und immer gehorche ich.
00:53:00Ja, Daddy.
00:53:01Nein, Daddy. Du hast ganz Recht, Daddy.
00:53:04Und warum findest du dich damit ab?
00:53:05Weil ich von ihm nicht wegkomme.
00:53:08Du bist schon 22.
00:53:09Er kann dich nicht mehr zurückhalten.
00:53:12Er hält mich, bis ich sterbe.
00:53:14Nein, Frank.
00:53:16Du bist ein Mann.
00:53:17Und aus dem Alter heraus, wo ein anderer Mann dich halten kann.
00:53:21Wenn dich hier etwas hält, dann ist es was anderes.
00:53:25Oder jemand anderer.
00:53:324
00:53:55Im marriagesert
00:54:25Untertitelung des ZDF, 2020
00:54:54Frank!
00:54:56Mann, das war wunderschön.
00:55:02Ich habe mir solche Sorgen um dich gemacht.
00:55:06Wochenlang da draußen und an dieser Sturm.
00:55:19Oh Gott, du kriegst schon wieder ein Kind.
00:55:21Frank!
00:55:22Er kann dich einfach nicht in Ruhe lassen.
00:55:24Du bist auf die gleiche Weise zur Welt gekommen.
00:55:28Und das hast du zu respektieren.
00:55:30Respektieren?
00:55:31Dass dieser alte Bock sich über dich hermacht?
00:55:33Er ist mein Mann.
00:55:35Und wenn du ihn beleidigst, beleidigst du mich.
00:55:38Ich bin nicht die unbefleckte Jungfrau.
00:55:40Ich bin nicht unberührt, rein und heilig.
00:56:20Eines Tages bringe ich ihn um.
00:56:22Dann bringst du mich auch um.
00:56:24Nein!
00:56:25Ich mach dich frei!
00:56:27Ich kann niemals frei sein.
00:56:30Ich will auch gar nicht frei sein.
00:56:32Oh Gott!
00:56:34Mutter!
00:56:38Schau dich doch an!
00:56:40Schau doch dein Leben an!
00:56:42Verschwendet!
00:56:44Du bist damit dein Eigentum!
00:56:47Junge, du bist jetzt dein Mann.
00:56:51Du musst aufhören, so viel an mich zu denken.
00:56:57Such dir eine Frau.
00:56:59Es ist Zeit.
00:57:25Du musst aufhören, so viel an mich zu machen.
00:57:44Ja, Vater, Sie sehen vielleicht aus.
00:57:46Ich hätte wohl besser den Hinteringang nehmen sollen.
00:57:48Ach, war schon gut.
00:57:48Lassen Sie Ihre Sachen hier draußen.
00:57:50Ich hol Sie später.
00:57:51Danke, Mrs. Smith.
00:58:23Wie schön Sie sind.
00:58:24Der schönste Mann, den ich je gesehen habe, Ralph de Bruyca-Sard.
00:58:33Aber das wissen Sie ja selbst.
00:58:39Und Sie sehen voller Verachtung auf uns Sterbliche herab, weil uns diese Schönheit beeindruckt.
00:58:45Und doch, Sie würden Sie ohne Skrupel einsetzen, um zu erreichen, was Sie wollen, nicht wahr?
00:58:56Ich dachte, Sie wären hinter meiner Seele hier, Mary.
00:58:58So ist es.
00:59:00Denn in meinem Alter, da bin ich schon jenseits von Gut und Böse, was die Begierden des Fleisches angeht.
00:59:10Und man darf keine Wunde erwarten.
00:59:14Nicht einmal von Ihnen.
00:59:18Von wie vielen Frauen sind Sie geliebt worden, außer von Ihrer Mutter?
00:59:23Hat sie mich geliebt?
00:59:26Ich weiß es nicht.
00:59:28Zuletzt hat sie mich gehasst.
00:59:30Weil Sie sie nicht mehr brauchten.
00:59:34Weil ich Gott nötiger brauchte.
00:59:39Interessant.
00:59:41Und jetzt?
00:59:45Können Sie keine Frau mehr brauchen?
00:59:49Oder doch, Kardinal de Bruyca-Sard?
01:00:16Oder doch, Kardinal?
01:00:16Jetzt gehe ich hin.
01:00:16AHA?
01:00:45Untertitelung des ZDF, 2020
01:01:15Untertitelung des ZDF, 2020
01:01:17Ich bin so froh, dass Sie wieder da sind, Pater
01:01:31Pater, was ist denn?
01:01:34Ich werde nie haben, was ich mir wünsche
01:01:38Niemals sein, was ich mir wünsche
01:01:46Und ich weiß nicht, wie soll ich aufhören
01:01:48Zu wünschen
01:01:49Schon gut, Maggie
01:02:12Schon gut
01:02:16Es ist nur so, dass Gottes Lektionen manchmal sehr hart sind für mich
01:02:33Wie Schwester Agathas Lineal
01:02:43Ja
01:02:48Komm
01:02:49Es ist kalt hier
01:03:15Komisch, Hefte
01:03:16Danke
01:03:19Guten Tag
01:03:19Guten Tag
01:03:23Lass es dir schmecken?
01:03:25Nein, danke
01:03:27Das ist nichts für mich
01:03:28Wollen wir mal sehen, ob wir deine Familie finden
01:03:40Und jetzt, meine Damen und Herren
01:03:41Darf ich Ihnen die Königin unseres Festes präsentieren
01:03:44Miss Gillenbone 1921
01:03:46Miss Judy Sutton
01:04:02Bei meinem Rosenkranz, das ist doch der Pater
01:04:05Gratuliere, Judy
01:04:06Oh, und wo bleibt der Kuss für Miss Gillen?
01:04:10Kommen Sie, damit ich am Sonntag was zu beichten habe
01:04:13Nun, wir wollen doch meine kleine Freundin nicht eifersüchtig machen
01:04:26Kommt schon, kommt schon
01:04:31Hier, hier amüsiert euch, Jungs
01:04:34Aber nicht vertrinken
01:04:35Danke, Daddy
01:04:36Wir müssen erst noch Pete helfen
01:04:37Die wieder ausladen
01:04:40Hier, mein Sohn
01:04:43Daddy, Frank
01:04:45Ja, Maggie
01:04:49Hüpf, siehst du aus in deiner Uniform
01:04:53Wo ist Stewie?
01:04:54Wo ist Mom?
01:04:55Weißt du, das Baby wird bald kommen
01:04:57Und da sollte Mom nicht die lange Fahrt machen
01:04:59Und Stewie ist bei ihr geblieben
01:05:02Komm
01:05:04Stewie ist vor Sehnsucht nach dir fast gestorben
01:05:05Na ja, macht nichts
01:05:06Wir werden ihm für das Geld hier was Hübsches kaufen
01:05:08Ja?
01:05:09Ja
01:05:09Gut
01:05:11Hallo Tante Mary
01:05:17Sie sehen fabelhaft aus
01:05:19Bleiben Sie über Nacht
01:05:21Ich hoffe sehr auf Ihre Einladung ins Pfarrhaus
01:05:24Du kannst in meinem Zimmer schlafen
01:05:26In deinem Zimmer
01:05:27In deinem Zimmer?
01:05:28Du wohnst doch im Kloster
01:05:29Oh nein
01:05:31Vater Ralf hat mir ein Zimmer bei sich gegeben
01:05:33Es ist gleich neben seinem
01:05:36Sie sind uns sehr willkommen, Mary
01:05:38Meine Haushälterin wird sicher gern ihr Zimmer mit Maggie teilen
01:05:42Nein, danke
01:05:43Ich möchte auf keinen Fall, euer Kleines
01:05:47Arrangement stören
01:05:51Lächeln
01:05:52Achtung, es blitzt
01:06:04Ein hervorragender Ritt, Alistair
01:06:06Danke
01:06:07Gratuliere, Angus
01:06:08Ein sehr gutes Pferd
01:06:10Danke, Mary
01:06:11Ach, Angus, das ist mein Bruder
01:06:13Patrick Cleary
01:06:14Paddy, Angus McQueen und sein Sohn Alistair
01:06:16Freut mich, freut mich wirklich
01:06:18Das ist meine Tante
01:06:19Sarah McQueen
01:06:20Mr. Clem
01:06:22Sarah, was tut sich so in Melbourne?
01:06:25Also wirklich, ich weiß es nicht
01:06:27Ich war in Palm Beach diese Saison
01:06:29Und in Hawaii
01:06:30Ich wäre hier gern wieder nach Europa gegangen
01:06:32Aber es ist so deprimierend dort seit dem Krieg
01:06:37Ach, Paddy, würde sie mir noch ein Glas Champagner holen, bitte?
01:06:40Entschuldigen Sie bitte
01:06:42Bitte, um Entschuldigung
01:06:55Sie sehen aus, als würden Sie einen Trink brauchen
01:06:57Oh, hallo, Mr. Guff
01:06:58Oh, nicht Mr. Guff
01:06:59Harry für Sie
01:07:01Also dann, Harry
01:07:02Ich komme mir hier ganz verloren vor, um die Wahrheit zu sagen
01:07:06Vieh wäre denen schon gewachsen, aber ich
01:07:09Unsere Schafzüchter sind sehr hochnäsig
01:07:11Ganz auf Fein
01:07:13Sie wollen vergessen, dass Ihre Großväter gebrannt magt als Sträflinge hierher kamen
01:07:17Gewöhnen Sie sich daran
01:07:18Eines Tages werden Sie hier der Erste sein
01:07:20Gott, steh mir bei
01:07:22Ach komm, Sie geben mir noch ein Heben, bevor die Pubs geschlossen werden
01:07:25Und Sie schließen früh
01:07:25Ja, gern, aber Mary wollte noch
01:07:28Champagner von Mrs. Carson
01:07:30Na, Gott sei Dank haben wir keine Prohibition wie die Yankees
01:07:37Hier ist sie, meine Damen und Herren
01:07:39Jimmy Shormans berühmte Boxertruppe
01:07:41Die besten Preisboxer der Welt
01:07:42Und es gibt einen Sack voll Geld zu gewinnen
01:07:44Für jeden Burschen, der gegen Sie antritt
01:07:46Es geht los, Jungs, wer wagt es
01:07:48Wer will einen Fünfer gewinnen
01:07:49Wer wagt es, hier anzutreten
01:07:51Die große Chance
01:07:52Es geht gleich los
01:07:54In fünf Minuten beginnt der Kampf
01:07:55Was ist, Jungs
01:07:56Wer will, wer will einen Fünfer gewinnen
01:07:58Kommt
01:07:59Ich will
01:08:00Du willst, dann komm rauf
01:08:01Nicht, Frank, nein
01:08:02Wir haben einen Herausforderer
01:08:04Einen, der es wagen will
01:08:05Komm rauf, hier hast du deine Buchsanschläge
01:08:08Was gibt's da zu lachen, Leute
01:08:10Nicht wie groß der kämpfende Hund es zählt
01:08:12Sondern ob einen großen Kampf liefert, stimmt's
01:08:15Also vorwärts, geh schon rein
01:08:17Gleich geht's los
01:08:17Komm, Maggie
01:08:18Nein, ich will es sehen
01:08:20Vielleicht vernünftig, Maggie
01:08:20Ich kann da nicht mit dir hinein
01:08:22Dein Vater würde mich vierteilen
01:08:23Und das mit Recht
01:08:23Oh nein, ich will zu Frank
01:08:25Hier hat jeder eine Chance
01:08:26Was ist mit euch
01:08:27Auf der Farm müsst ihr härter arbeiten
01:08:36Dieser mutige junge Bursche hier ist kein Cleary
01:08:55Ich kann da nicht mit euch
01:09:07Untertitelung des ZDF, 2020
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