00:05Eine Woche nach der Sendung sprechen wir mit Fabian Puchelt vom LKA Bayern über die wichtigsten Updates in drei Fällen.
00:27Ein siebenfacher Mordversuch auf der Insel Borkum.
00:33Wer steckte das Mehrparteienhaus in Brand?
00:37Am siebenfacher Mordversuch auf Borkum hat sich in der Schlussabfrage erzählt, dass sich ein Ehepaar gemeldet hat, das unmittelbar gegenüber
00:43des Tatorts in einer Ferienwohnung gewohnt hat.
00:46Und natürlich zum Tatzeitpunkt aus dem Fenster geschaut hat bzw. wach wurde, weil draußen Jugendliche gegrölt haben und sie aufgrund
00:53dessen aus dem Schlaf gerissen wurden.
00:55Genau diese Aussage ist im Laufe des Abends von weiteren Zeugen bestätigt worden.
00:59Ganz besonders interessant dabei ist eine Aussage von Leuten, die in dem sogenannten DLRG-Haus übernachtet haben.
01:05Das ist ein Haus auch in Tatortnähe. Die Gäste, die dort untergebracht waren, haben genau das bestätigt.
01:09Sie haben auch Jugendliche gehört, die rumgegrölt haben, haben rausgeschaut, haben festgestellt, dass unmittelbar danach Flammen aus dem Gebäude gekommen
01:16sind.
01:17Und genau diese Aussagen müssen jetzt natürlich nochmal weiter überprüft werden und werden es natürlich auch auf jeden Fall.
01:22Für die Kolleginnen und Kollegen der Kripo Lehr ist natürlich jetzt ganz, ganz wichtig, genau diese Jugendlichen ausfindig zu machen.
01:27Man muss aber ganz klar sagen, wir gehen aktuell nicht davon aus, dass die Jugendlichen wirklich unmittelbar mit der Tat
01:32im Zusammenhang stehen.
01:33Aber ihre Aussage, ihre Beobachtungen oder vielleicht auch irgendwelche Feststellungen, die sie gemacht haben, wären jetzt für den weiteren Verlauf
01:39wirklich essentiell wichtig.
01:41Deswegen auch unsere Bitte, wenn die Jugendlichen sich hier wiedererkennen, wenn sie sagen, ja, sie waren an dem Tag vor
01:46Ort, sie waren in der Tatnacht auch draußen, haben dort rumgegrölt.
01:48Und bitte meldet euch umgehend bei der Kripo und ihr braucht zunächst auch keine Angst haben, ihr werdet hier als
01:54Zeugen gesucht.
01:59Köln, 1992. Die 48-jährige Bianca Bersch arbeitet als Prostituierte.
02:06Komm vorbei so in einer Stunde.
02:11Komm rein.
02:14Ein Unbekannter tötet sie durch zahlreiche Messerstiche.
02:21Im Mordfall Bianca Bersch aus dem Jahr 1992 hatten wir im Studio euch einen Schlüsselbund gezeigt.
02:27Dieser Schlüsselbund wurde direkt am Tatort gefunden und hatte einen ganz markanten Schlüsselanhänger.
02:32Dieser Schlüsselanhänger ist von mehreren Zuschauerinnen und Zuschauern erkannt worden.
02:35Die haben sich bei uns gemeldet und haben gesagt, dass dieses Modell, was wir da gezeigt haben, eindeutig von der
02:40Firma Carglass ausgegeben wurde.
02:42Diese Erkenntnis war für uns neu.
02:44Jetzt interessiert uns natürlich ganz, ganz besonders, in welchem Zeitraum hat die Firma das ausgegeben und vor allem, wer war
02:49die Zielgruppe?
02:50Waren es eventuell Werbegeschenke, die großmäßig verteilt wurden oder war das nur ein Mitarbeiter ausgegeben?
02:55Genauso interessiert uns natürlich weiterhin diese Kombination des Schlüsselanhängers von der Firma Carglass plus der gezeigte Schlüssel mit dem Aufdruck
03:02Többen.
03:03Und Többen war zur damaligen Zeit ein Schlüsseldienst.
03:06Und vielleicht hat irgendeiner der Zuschauer jetzt eine Idee, wie diese Firma Többen möglicherweise mit der Firma Carglass in Verbindung
03:12steht und kann dazu weitere Angaben machen, um hier wiederum neue Ermittlungsansätze zu generieren.
03:17Sollte das der Fall sein, bitte unbedingt bei der Kripo in Köln melden. Genauso aber auch, wenn jemand diesen Schlüsselanhänger
03:23bzw. diesen Schlüsselbund erkennt und sagt, der gehört mir selber.
03:26Ich habe damals vielleicht sogar Kontakt mit der Getöteten gehabt und hat den aus irgendeinem anderen Grund vor Ort gelassen.
03:32Bitte bei uns Bescheid sagen, bei uns melden. Es wäre absolut wichtig, um auch ausschließen zu können, dass dieser Schlüsselanhänger
03:37mit der Tat im Zusammenhang steht.
03:42Lahr in Baden-Württemberg im Jahr 2000. Ein junger Assistenzarzt und Familienvater wird auf dem Weg nach Hause ermordet.
03:55Im Mordfall Dr. Bernhard Benz war ungefähr die Hälfte aller eingehenden Hinweise aus seinem direkten Arbeitsumfeld.
04:01Das heißt, Arbeitskolleginnen und Kollegen, die zur damaligen Zeit mit ihm gearbeitet haben, haben sich gemeldet und konnten auch die
04:06Tage vor der Tat,
04:08beziehungsweise, das ist natürlich auch jetzt ganz, ganz wichtig, auch die Stunden unmittelbar vor der Tat sehr detailliert beschreiben und
04:13dazu Angaben machen.
04:14Was natürlich auch für alle weiteren Ermittlungsschritte sehr, sehr wichtig ist.
04:18Im nächsten Fall hat sich noch eine Zeugin gemeldet und diese Zeugin hat angegeben, dass sie die Tat tatsächlich beobachtet
04:23hat.
04:24Man hat mit der Zeugin bereits Kontakt aufgenommen. Die ist auch mittlerweile bereits von den Kolleginnen und Kollegen der Kripo
04:29vernommen worden
04:29und gab in der Vernehmung auch an, dass sie sich damals ein paar Notizen gemacht hat.
04:34Und unter diesen Notizen muss wohl auch ein Kennzeichen gewesen sein.
04:38Und dieses Kennzeichen an einem Fahrzeug könnte hierbei unmittelbar mit der Tat im Zusammenhang stehen.
04:42Genau diese Aufzeichnungen werden aktuell gesucht. Man versucht hier wirklich herausfinden, wo sie diese Aufzeichnung noch aufbewahrt hat
04:49und steht natürlich weiterhin im engen Kontakt mit ihr und erhofft sich von diesen Angaben beziehungsweise auch von ihren Schilderungen
04:54von damals
04:55nochmal wirklich tiefere Einblicke zu bekommen und vielleicht auch wirklich dann das Tatgeschehen richtig rekonstruieren zu können.
05:02Das war's.
05:04Das war's.
05:06Das war's.
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05:10Das war's.
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