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König Drosselbart (CH 1971)
An jedem Freier hat die hübsche aber schnippische Königstochter etwas auszusetzen. Da verspricht sie der verzweifelte Vater dem Nächstbesten. Und das ist, zum Schreck des verwöhnten Mädchens, ein Bettler.
Alles Bitten und Flehen hilft nichts, der König bleibt hart und aus der Königstochter wird eine in Lumpen gewandete Bettlersfrau. Sie lernt die harte Arbeit und die Not der einfachen Menschen in ihrem Lande kennen, aber auch den Hochmut der Reichen.
Doch dann kommt alles ganz anders...
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Ein Grimm'sches Märchen, das zu den schönsten der ganzen Sammlung gehört. Rudolf Jugert inszenierte den Film mit viel Liebe zum Detail. Ein märchenhafter Film.
König Drosselbart (CH 1971)
An jedem Freier hat die hübsche aber schnippische Königstochter etwas auszusetzen. Da verspricht sie der verzweifelte Vater dem Nächstbesten. Und das ist, zum Schreck des verwöhnten Mädchens, ein Bettler.
Alles Bitten und Flehen hilft nichts, der König bleibt hart und aus der Königstochter wird eine in Lumpen gewandete Bettlersfrau. Sie lernt die harte Arbeit und die Not der einfachen Menschen in ihrem Lande kennen, aber auch den Hochmut der Reichen.
Doch dann kommt alles ganz anders...
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Ein Grimm'sches Märchen, das zu den schönsten der ganzen Sammlung gehört. Rudolf Jugert inszenierte den Film mit viel Liebe zum Detail. Ein märchenhafter Film.
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KurzfilmeTranskript
00:07Der König, sieben Männer sind einer Einladung gefolgt und wollen sich um die Hand deiner Tochter bewerben.
00:14Gut, gut.
00:15Sie warten draußen, dass ich Sie hereinrufe.
00:17Wäre meine Tochter schon hier, wie sie es mir versprochen hat, dann könnten wir beginnen.
00:25Rufe meine Tochter her. Sie soll sofort hier vor mir erscheinen.
00:30Jawohl, Herr König.
00:32Diesmal muss sie sich entscheiden. Das verlange ich von ihr.
00:35Ich will sie endlich verheiraten.
00:37Ich fürchte, deine schöne Tochter ist zu stolz und zu wählerisch.
00:41Wenn sie auch heute keinen der Freier mag, dann soll sie mich kennenlernen.
00:50Sag mir, Herr Bischof, wer sind die Männer, die um meine Tochter freien?
00:56Ja, das will ich auch wissen. Was für Männer sind es?
00:58Es sind lauter Edelleute. Ein Fürst, ein Graf, ein Freier, ein Herzog. Ja, sogar ein König ist darunter.
01:05Den zeigst du mir, Bischof?
01:09Nein.
01:10Denke ruhig, dass jeder von ihnen ein König ist.
01:13Du sollst nach deinem Herzen wählen, Prinzessin. Und nicht nach Rang und Namen.
01:24Nun gut, so wähle ich. Nach meinem Herzen.
01:29Aber ich sehe hier niemand.
01:32Wie soll ich da wählen? Und wen?
01:35Ich warne dich, meine Tochter. Dies ist kein Spiel.
01:39Ich rate dir wohl zu überlegen, was du tust.
01:55Ich grüße euch, ihr Herren, und danke euch, dass ihr von weit her gekommen seid, um meine Tochter zu freien.
02:05Derjenige von euch, den sie sich zum Mann erwählt, soll mir wie ein Sohn willkommen sein.
02:12Die anderen aber bitte ich als Gäste, auf meinem Schloss zu bleiben und mit uns das große Hochzeitsfest zu feiern.
02:20Was redest du von Hochzeit, Vater? Noch habe ich meinen Mann ja nicht gefunden.
02:26Dann
02:28wähl dir einen aus, meine Tochter.
02:32Oh, sie! Ein Weinfass!
02:36Nie, nie!
02:39Lang und schwank hat kein Gang. Ich danke.
02:45Kurz und dick hat kein Geschick. Nein, nein, nein, mir viel zu klein.
02:52Zu blass, zu blass der Mann, wie der bleiche Tod.
02:59Und der da, wie ein Zinnzahn, der ist mir zu rot.
03:05Und der ist mir nicht gerade genug, grünes Holz hinterm Ofen getrocknet.
03:15Nein, ist das lustig.
03:18Der Gute hat ja ein Kinn wie die Drossel, ein Schnabel.
03:22Du könntest ein König sein.
03:25Doch selbst wenn du einer wärst, ich nehme dich trotzdem nicht.
03:29König Drosselbart.
03:34Ich schäme mich für dich, meine Tochter.
03:37Du hast diese edlen Männer beleidigt und verschmäht.
03:41Hast keinen auch nur eines guten Wortes für würdig befunden.
03:45Und deshalb schwöre ich hier vor dem Bischof,
03:49dass ich dir zur Strafe für deinen Hochmut
03:51den ersten besten Bettler zum Mann geben werde,
03:55der vor unsere Tür tritt.
04:08Oh, schau, oh, schau dich an
04:11und seh, dass ich nichts habe.
04:14Ich armer, armer Mann.
04:20Ich bitt um eine Gabe.
04:25Ich bitt um eine Gabe.
04:46Was geb ich alles her?
04:49Brauch nicht hier ich zu stehen.
04:52Wenn reich, wenn reich ich wär',
04:58dann würd' ich nicht zerfliehen.
05:04Dann würd' ich nicht hier stehen.
05:24Das Spiel macht mir keinen Spaß, Bischof.
05:30Komm herein, Bettler, ich will mit dir reden.
05:40Komm her, Spielmann.
05:42Dein Gesang hat mir so wohlgefallen,
05:45dass ich dir meine Tochter da zur Frau geben will.
05:48Vater!
05:49Nein, wie kannst du so etwas tun?
05:52Sieh ihn dir an, wie schmutzig und zerlummt er ist.
05:55All dein Reden nützt dir nichts, meine Tochter.
05:58Ich hatte den Eid getan,
06:00dich dem ersten besten Bettelmann zu geben
06:02und diesen Eid werde ich auch halten.
06:04Willst du deine eigene Tochter unglücklich machen?
06:06Ich hatte dich gebarnt,
06:07aber du hast nicht auf mich gehört.
06:09Nun muss es sein.
06:10Nein, Vater, bitte nein.
06:11Das kannst du mir nicht antun.
06:13Dein Jammern kommt zu spät, meine Tochter.
06:17Spielmann, willigst du ein,
06:19sie zu deiner Frau zu nehmen?
06:20Ja, Herr König.
06:21Das ist eine große Ehre für mich.
06:23Dann beschaff du deine Pflicht und trauer sie.
06:27Spielmann, jetzt zugleich hier auf der Stelle.
06:30Nein, Vater, bitte.
06:32Hab doch mit Leid mit mir.
06:34Steh auf, Tochter, und hör auf zu jammern.
06:48Ich frage dich, Spielmann,
06:50willst du die Tochter unseres Königs,
06:53die Gott dir anvertraut,
06:54als deine Ehefrau lieben und beschützen?
06:58Willst du treu zu ihr halten,
07:00in guten wie in bösen Tagen?
07:02Wißt du, dass der Tod euch scheidet?
07:05Beantworte, ja.
07:07Ja?
07:09Ich frage dich, Königstochter,
07:11willst du diesen Spielmann,
07:12den Gott dir anvertraut,
07:14als deinen Ehemann achten und ehren?
07:18Willst du ihm gehorchen und für ihn sorgen,
07:21in guten wie in bösen Tagen,
07:23bis dass der Tod euch scheidet?
07:26So antworte, ja.
07:29Antworte, Tochter!
07:32Ja.
07:34Reichet einander die rechte Hand.
07:38Und damit bestätige ich
07:40den Bund, den ihr geschlossen.
07:42Hast du noch ein Wort
07:43für deine Tochter, mein König?
07:46Ich wünsche mir nichts mehr,
07:49als dass sie in sich gehen
07:50und Hoffart, Stolz
07:53und Hochmut ablegen möge.
07:56Denke darüber nach,
07:57was dein Vater dir gesagt hat,
07:59Königstochter.
08:01Und vergiss nicht,
08:02dass er nur aus Liebe
08:04so zu dir handelt.
08:05Nun geht's.
08:11Denn es ziemt sich nicht,
08:13dass die Frau eines Bettlers
08:14länger an meinem Hof erweilt.
08:17Geht's.
08:21Geht's.
08:28Wenn ich nur wüsst,
08:30wie weit's noch ist,
08:33wir sind bald da,
08:35schon ziemlich bald.
08:40sag, wem gehört der Schüle
08:45weit?
08:48Dem König Drosselbart,
08:50ihm ganz allein,
08:52hätt's du genommen hin,
08:54so wär er dein.
08:55Oh Gott,
08:56wie ist mein Leben
08:57so bitter und so hart,
08:59hätt' ich doch genommen
09:01den König Drosselbart.
09:06jetzt laufen wir schon ewig lang,
09:11jetzt laufen wir schon ewig lang.
09:25dem König Drosselbart,
09:28dem König Drosselbart,
09:28dem König Drosselbart,
09:28ihm ganz allein,
09:30hätt's du genommen hin,
09:32so wär sie dein.
09:33Oh Gott,
09:34wie ist mein Leben
09:35so bitter und so hart,
09:37hätt' ich doch genommen
09:39den König Drosselbart.
09:41Bevor du weiterfragst,
09:43du dumme Liese,
09:45nicht nur der Wald,
09:46nicht nur die Wiese,
09:49gehör dem König Drosselbart,
09:52gehör dem König Drosselbart.
09:56Wenn über Berg und Tal wir gehen,
09:59wenn wir die tausend Rinde sehen,
10:04dies und noch mehr scheint dies auch hart,
10:08gehört allein dem Drosselbart.
10:14Es gefällt mir gar nicht,
10:15dass du dir immer einen anderen zum Mann wünschst.
10:17Bin ich dir nicht gut genug?
10:19Ich bin dir nicht.
10:29Ach Gott,
10:30wie ist das Haus so klein?
10:32Wie mag das Winske Häuschen sein?
10:35Das ist mein und dein Haus,
10:36wo wir zusammen wohnen.
10:40Wo sind die Diener?
10:42Diener? Wozu?
10:43Für die Arbeit im Haus.
10:44Du wirst selber tun,
10:45was du getan haben willst.
10:46Ich soll arbeiten?
10:48Ich eine Königstochter?
10:50Das war's einmal. Jetzt bist du meine Frau, eine Bettlersfrau.
10:53Und du wirst schwer und hart arbeiten müssen.
10:55Oh mein Gott, das hab ich nie gelernt.
10:57Dann lerne es jetzt und fang sofort damit an. Also komm.
11:13Mach Feuer an und stell Wasser auf, damit du mir ein Essen kochst.
11:16Ich bin hungrig und müde.
11:19Das, das kann ich nicht.
11:21Was, was kannst du nicht?
11:23Kochen. Ich kann nicht kochen.
11:25Dann wirst du hungern müssen, solange du es nicht kannst.
11:27Mach Feuer an.
11:28Das, wie mach ich das? Woher sollte ich's können?
11:36Nichts kannst du. Und versuchst nicht einmal, dich nützlich zu machen.
11:40Hab Geduld mit mir, ich bitte dich.
11:43Das hör ich gern, wenn du mich um etwas bittest.
11:45oder du doch das Bitten gar nicht gewöhnt bist.
11:50Hol mir die Pantoffel und zieh mir die Stiefel aus.
11:55Na, wo bleiben die Pantoffeln?
11:58Hol sie dir selber.
12:00Und deine schmutzken Stiefel zieh dir selber aus.
12:02Frau,
12:04Du vergisst mit wem du sprichst.
12:06Nein, das vergesse ich nicht.
12:07Ich spreche mit meinem Mann, dem Bettelmann,
12:10der mit viel Glück eine Königstochter zur Frau bekam.
12:13Wo ist denn da das Glück?
12:15Sag mir das.
12:16Und was bringst du mir denn mit in die Ehe?
12:18Etwa eine große Aussteuer?
12:19Na, Gold und Edelsteine?
12:21Und was kannst du im Haushalt?
12:22Nichts kannst du.
12:24Und müsste mir nicht jedes einfache Mädel das Putzen, Nähen und Kochen
12:26kann lieber sein.
12:27Oh gut, ich hab dir nichts in die Ehe mitgebracht.
12:30Ich kann nicht nähen, putzen, kochen.
12:34Und dass ich die Tochter eines Königs bin, gilt auch nichts.
12:38Dann sage mir nur, warum du mich zur Frau genommen hast.
12:50Vielleicht hatte ich Mitleid mit dir.
12:52Ja.
13:25Ich kann nicht nur, warum du mich zur Frau genommen hast.
13:50Guten Morgen, Frau.
13:54Steh auf, es ist Zeit, das Haus zu besorgen.
14:01Derweil ich mich draußen wasche, schür du das Feuer an.
14:14Nicht einmal Feuer anschüren kannst du.
14:18Geh zur Seite, ich zeig's dir.
14:21Und merke dir, wie man's macht.
14:38Siehst du, so leicht geht das. Und so geht's mit allem.
14:42Man muss sich's nur zutrauen und ein bisschen nachdenken, Frau.
14:46Ich will auch nicht mehr hören, dass du dieses oder jenes nicht kannst.
14:50Wenn du mit der Hausarbeit fertig bist, dann sollst du hier raus Körbe flechten.
14:54Es geht nicht, dass wir nur zehren und nichts verdienen.
14:57Körbe soll ich flechten? Aber...
14:59Ja, Körbefrau. Oder willst du die Rute auf deinem Rücken spüren?
15:03Nein Mann, ich... ich tu schon, was du sagst.
15:14Körbefrau.
15:16Körbefrau.
15:17Körbefrau.
15:18Körbefrau.
15:35Sieh doch, ich kann es nicht.
15:38Sieh, meine Hände sind ganz bunt.
15:40Ja, ja, ich sehe schon, dass es nicht geht.
15:46Spinn, lieber.
15:48Ab morgen wirst du spinnen.
15:50Vielleicht kannst du das besser.
15:52Spinnen?
15:53Ja, aus Flachs wirst du gar nicht spinnen.
15:56Und daraus wird schöne weiße Leinwand gewebt.
16:01Das bringt uns etwas Geld ins Haus.
16:04Ich will's versuchen.
16:08So ist's recht.
16:10Das höre ich gern.
16:14Nun habe ich Hunger.
16:16Hast du uns etwas zu essen gemacht?
16:18Nein.
16:19Oh nein, ich habe es vergessen.
16:22Wie kannst du es vergessen?
16:25Du hast deinen Verstand, also gebrauch ihn auch.
16:28Wenn ein Mann abends nach Hause kommt, dann will er essen.
16:31Also merkt dir das, Frau.
16:49Ich kann es nicht.
16:54Sieh, wie meine Finger blutig sind.
16:57Ich kann es nicht.
17:03Siehst du, ich bin schlimm dran mit dir.
17:06Du brauchst so keine Arbeit.
17:13Es war ein harter Tag, heute.
17:18Was bin ich müde?
17:19Oh, ich habe dir eine Suppe gekocht, lieber Mann.
17:24Das höre ich gern.
17:25Darüber freue ich mich.
17:47Schmeckt sie dir?
17:48Du hast dir sehr viel Mühe gegeben und ist gut gemeint.
17:51Auch mit dem Salz.
17:52So, soll ich noch etwas in das?
17:54Nein, nein, es ist schon reichlich drin.
17:56Ich hatte mir schon gedacht, dass du auch zum Spinnen nicht zu gebrauchen sein lässt.
18:00Deshalb bin ich heute Morgen auf unseres Königsschloss gewesen
18:02und habe gefragt, ob sie nicht eine Küchenmarkt brauchen könnten.
18:05Ich?
18:06Eine Küchenmarkt?
18:08Ja, und sie haben mir versprochen, dass sie dich nehmen.
18:11Du bekommst dafür freies Essen.
18:13Hör auf zu weinen.
18:15Gleich morgen früh gehst du auf das Schloss und sprichst mit dem Koch.
18:32Hallo, Koch.
18:34Sei still, mein Kind, und stör mich nicht, solang ich koch das Fleischgericht.
18:41Ja, merk es dir, es ist doch klar, stör nie den Koch, eh das Fleisch ist gar.
18:49Der Wichtigste im Schloss ist doch, der für das Essen sorgt, der Koch.
18:56Denn ist doch roh, so schmeckt es nicht.
19:00Ist es zerkocht, dann mag man's nicht.
19:03Ist es zu zäh, dann willst du's nicht.
19:07Ist es verbrannt, dann bekommt ihr's nicht.
19:14Oh, Bart, mein Kind, ja doch, man kann's.
19:19Solang bis fertig ist, solang bis fertig ist, die Gans, drum sprich auch nicht.
19:24Solang ich brat, nicht bei der Soße und nicht beim Salat.
19:30Der Wichtigste im Schloss ist doch, der für euch alle sorgt, denn ist doch roh, so schmeckt es nicht.
19:41Ist es zerkocht, dann mag man's nicht.
19:44Ist es zu zäh, dann willst du's nicht.
19:47Ist es verbrannt, dann bekommt ihr's nicht.
20:01Nun sind beide gar.
20:07Und wie das duftet.
20:08Ich glaube, du hast doch nie so eine gute Soße gegessen.
20:11Probier.
20:15Sie ist die Beste, die ich je gekostet habe.
20:18Du bist wohl die neue Küchenmarkt, nicht?
20:20Also gut, dann geh an die Arbeit, schäl die Kartoffeln, putz Gemüse und Salate
20:25und halt die Töpfe, Pfannen und auch die Küche sauber.
20:29So, jetzt geht's.
20:31Ja, weiter, weiter, weiter.
20:54Es war ein langer Tag und ich hab schwer arbeiten müssen.
21:01Aber es geht mir schon alles viel leichter von der Hand.
21:04Das höre ich gern.
21:06Ich hab dir etwas Essen mitgebracht, lieber Mann.
21:08Der Koch gab mir es vom übrig gebliebenen.
21:11Und damit es sonst niemand sieht, zerberge ich's in diesen Taschen.
21:15Warum verbirgst du's?
21:17Damit nicht jeder sehen soll, wie arm wir sind.
21:30Hm, das schmeckt mir gut.
21:33Aber morgen werd ich dir noch etwas viel Besseres mitbringen.
21:37Wieso?
21:38Weil es im Schloss ein Fest geben wird.
21:40Der König will Hochzeit feiern.
21:43So?
21:44Ach, wenn ich doch nicht so stolz gewesen wäre.
21:47Jetzt weiß ich, was ich alles falsch gemacht habe.
21:49Warum sagst du das gerade jetzt?
21:51Weil als Küchenmarkt darf ich's nicht.
21:54Der Koch wird's nie erlauben.
21:56Warum fragst du ihn nicht?
21:57Soll ich's versuchen?
21:58Mhm.
21:59Ja.
22:00Wenn ich meine ganze Arbeit gut getan hab,
22:04dann werd ich ihn fragen.
22:07Au, lauf, lauf, lauf.
22:08Pack doch schneller zu.
22:10Ja, und du auch, komm.
22:11Ach, tja.
22:13So.
22:15Ach.
22:18Jetzt liegt das Größte hinter uns.
22:20Die Hauptarbeit ist getan.
22:22So.
22:23Und jetzt gib ihm deine Töpfchen,
22:26damit wir dir ein paar Leckerbissen hineingeben können.
22:28Hm.
22:29Ja.
22:33So.
22:34Danke.
22:38Na?
22:39Bitte,
22:41bitte, Koch,
22:42ob ich wohl mal heimlich einen Blick in den Königssaal werfen darf?
22:46Oh je, oh je, oh je.
22:48Na, du magst mir sorgen.
22:50Aber meinetwegen.
22:51Aber lass dich nur vom König nicht erwischen.
22:54Ich pass schon auf.
22:55Ach.
22:56Oh.
23:00Danke.
23:01Danke.
23:30Musik
23:39Oh mein Gott, der König.
23:46Unsere schöne Küchenmarkt will auch mitfeiern.
23:48Komm zur Tanzwitzen.
23:50Nein!
23:51Nein!
24:01Nein!
24:03Nein!
24:09Nein!
24:11Ja, ja, ja, ja.
24:41Hab keine Angst. Jetzt wird alles gut.
24:44Wer bist du?
24:45Ich und der Spielmann, der mit dir zusammen in dem elenden Häuschen gelebt hat.
24:50Wir sind eins. Deinetwegen hab ich mich so verstellt.
24:54Aber wer bist du wirklich?
24:59Siehst du's nicht? Ich bin dein König Drosselbart.
25:03Der König Drosselbart? Aber wo ist dein Kind, dein...
25:12...dein Bart?
25:13Das war nur eine Maske, die ich mir angetan hatte, als ich damals um dich freite.
25:18Aber warum nur?
25:20Weil ich sehen wollte, ob ich auch mit Fehlern geliebt werde.
25:24Aber danach?
25:25Warum hast du diese Rolle als Bettler und Spielmann gespielt?
25:30Das alles ist geschehen, um deinen stolzen Sinn zu beugen
25:32und dich für deinen Hochmut zu bestrafen, womit du mich verspottet hast.
25:36Ach, König Drosselbart, ich habe großes Unrecht getan
25:41und bin nicht wert, deine Frau zu sein.
25:46Tröste dich.
25:48Nun bist du's wert.
25:49Die bösen Tage sind nun vorüber.
25:52Und nun werden wir unsere wirkliche Hochzeit feiern.
25:57Nun kann auch ich wieder glücklich sein.
26:14Und nun werden wir unsere Hochzeit feiern.
26:40Musik
27:12Musik