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  • vor 20 Stunden
Nach ihrer ersten Nacht auf der Almhütte wacht Heidi am nächsten Morgen von einem schrillen Pfiff auf. Peter treibt die Geißen aus dem Dörfli auf die Weiden der höhergelegenen Almen und ruft nach Schwänli und Bärli. Heidi geht mit Peter auf die Alm. Die eindrucksvollen Berge, die schönen Blumen, die Rehe und die anderen wilden Tiere, das sind alles neue Eindrücke für Heidi und ihr Glück scheint unendlich. Peter redet nicht viel, aber er weiß viel über die Berge und die Schafe. Aber Heidi schimpft ihn, als er nach einer Geiß schlägt, und der sieht sich daraufhin das kleine Mädchen genauer an.
Unter den Geißen schließt Heidi Freundschaft mit Schnucki. Das Mittagessen in der frischen Luft der Berge mit einem großen Becher Ziegenmilch war sehr aufregend. Die Zeit vergeht wie im Flug und bald kommt der Sonnenuntergang. Der ganze Berg ist in rotes Licht getaucht, als ob er in Flammen stünde. Heidi ist begeistert. Sie hört den Schrei eines großen Habichts. Als Heidi zur Hütte zurückkommt, erzählt sie Großvater ihre Erlebnisse. In der Nacht träumt sie von dem leuchtenden Berg, den roten Rosen und von Schnucki. (Text: Kinderkanal ARD/ZDF)

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Transkript
00:08Musik
00:09Musik
00:10Musik
00:16Musik
00:29Was ist das für ein komisches Zimmer? Wo bin ich denn hier?
00:32Ja, natürlich. Ich bin doch auf der Alm, beim Großvater.
00:37Guten Morgen! Guten Morgen!
00:41Man kann bis ins Tal sehen.
00:44Peter!
00:48Großvater, guten Morgen!
00:51Ich bin schon wach und angezogen. Hast du gut geschlafen, Großvater?
00:55Das ist gut.
00:57Ich wache früh auf.
00:59Du bist aber auch früh da mit deiner Ziegenherde, Peter.
01:01Kommst du immer so früh?
01:03Wenn ich nicht verschlafe, verschläfst du oft?
01:06Oh, da zieht was an mir.
01:08Ach so, das ist nur die kleine Ziege.
01:10Du willst mir wohl guten Morgen sagen. Das ist aber lieb von dir.
01:14Du scheinst Ziegen zu mögen. Warum gehst du nicht mit dem Peter mit?
01:18Darf ich? Du hast nichts dagegen.
01:20Warum soll ich denn was dagegen haben? Vorausgesetzt natürlich. Du wäschst dir erstmal dein Gesicht.
01:25Wartest du? Aber ja.
01:27Danke.
01:28Steh nicht so rum. Komm mit.
01:29Jawohl.
01:30Was ist denn noch? Komm.
01:38Das ist für euch, damit ihr unterwegs nicht verhungert und gibt der Heidi auch was ab.
01:45Peter!
01:48Kann ich jetzt gehen? Ist mein Gesicht sauber genug, Großvater?
01:52Ja, so gefällt mir dein Gesicht.
01:54Meinst du?
01:56Kommt der Josef mit uns?
01:58Das glaube ich kaum.
02:00Josef, gehst du mit?
02:03Mach die Augen auf.
02:06Dann geht jetzt, ihr beiden. Aber seid vorsichtig.
02:09Ja.
02:10Das sind wir ganz bestimmt.
02:19Heidi stieg an diesem Tag also zum ersten Mal mit dem Peter und der Ziegenherde hinauf auf die Weide.
02:25Ihre Schuhe hatte sie zu Hause gelassen. Sie wollte so frei und unbeschwert sein wie die Ziegen.
02:33Sie gingen durch tiefe Schluchten, kletterten bergauf und dann wieder ein Stück hinab.
02:39Und Heidi wurde, zur großen Verwunderung von Peter, keinen Moment müde.
02:46Sie fragte und plapperte. Ihr Mund wollte einfach nicht stillstehen.
02:51Sie wollte über die Wolken Bescheid wissen und die Namen der Berge hören.
02:54Und bei jeder neuen Blume musste Heidi stehen bleiben, um sie zu bewundern.
03:04Lass uns laufen. Wie wunderschön.
03:08Alle, hier geblieben. Stehen bleiben.
03:11Hierher. Lauf zurück.
03:13Was sollen denn das alle meine Rundehümpfige jetzt auf einmal bedeuten?
03:2011, 18, 27, 105, 117, 5, 2, ganz viele.
03:371, 2, 3, 1, 2, 3, und wo ist die Heidi?
03:42Heidi, Heidi! Heidi! Heidi! Wo bist du?
03:50Heidi! Heidi!
03:54Verloren. Weg. Verschwunden.
04:04Gib Antwort! Sag doch was!
04:09Warum schreist du denn so?
04:11Gott sei Dank.
04:13Nur so ohne besonderen Grund. Ich schreie nur, weil es mir Spaß macht.
04:17Und ich hab gedacht, du rufst nach mir.
04:20Warum hast du denn da nicht geantwortet, wenn du mein Rufen gehört hast?
04:23Wenn dir was passiert, dann schreit mich der Almöl hier an, dass mir die Ohren platzen.
04:27Es passiert nichts.
04:28Das weiß man nie vorher. Was machst du da eigentlich?
04:32Wir müssen weiter.
04:33Kannst du mir mal erklären, wozu du die Blumen abreißt?
04:37Ich reiße die Blumen nicht ab. Ich pflücke sie ab.
04:40Und wenn du nicht weißt, wozu man das macht, tust du mir sehr, sehr leid.
04:43Wenn du eine Ziege wärst, würde ich sagen, du willst sie fressen.
04:45Aber das bist du ja nun mal nicht.
04:47Ziege.
04:48Ich hab wirklich keine Ahnung, was das soll. Erklär es mir doch mal.
04:53Vielleicht bist du ja doch eine Ziege, so eine schöne mit Hörnern.
04:58Heidi, das Zicklein!
04:59Damit du es weißt, ich werde die ganzen Blumen in mein Bett stecken
05:02und es so schön machen wie die Blumenwiese hier.
05:05Komischer Einfall. Gehen wir jetzt weiter?
05:07Von mir aus gern.
05:13Wie heißt der hübsche Vogel, der da auf dem Ast sitzt?
05:16Keine Ahnung. Einfach hübscher Vogel.
05:19Schau, Peter.
05:21Wie heißt das Tier, das da eben auf dem Baum saß?
05:24Das gibt's doch nicht, dass du das nicht kennst.
05:27Gesehen hab ich es schon mal irgendwo.
05:29Peter, da schnell, da ist dein Hase!
05:34Wie schade.
05:35Gehen wir endlich weiter.
05:36Warum bist du denn vor mir weggelaufen?
05:38Was weiß ich warum? Komm endlich!
05:41Haben wir es denn eilig?
05:42Irgendwann wollen wir doch oben ankommen.
05:48Schau mal, da oben liegt ein Adler!
05:52Du weißt ja anscheinend überhaupt nicht.
05:54Das war kein Adler, das war ein Rabe.
05:56So.
05:58Gleich sind wir da. Komm schnell!
06:00Komm schon!
06:01Ja, komm schnell!
06:03Komm, renn!
06:04Komm!
06:09Wer zuerst bei den Steinen ankommt, hat gewonnen!
06:19Wie schön!
06:43Ist das weiße Schnee?
06:45Was sonst?
06:53Da unten scheint wohl nie die Sonne rein.
06:56Ich weiß was besseres, als in die Schlucht zu starren.
06:59Ja?
07:00Ich muss nur erst meine Blumen in Sicherheit bringen.
07:02Dann mach ich mit.
07:05Ich leg sie zur Tasche.
07:08Ja, sag mal.
07:09Ich denke, dir ist etwas eingefallen, was wir spielen können.
07:12Von spielen habe ich ganz bestimmt nicht geredet.
07:16Du hast gesagt, du weißt was besseres, als in die Schlucht zu starren.
07:22Das weiß ich auch und genau das tue ich gerade.
07:25Schlafen?
07:26Was denn sonst?
07:28Fällt dir was besseres ein, als in der Sonne zu schlafen?
07:32Schlafen.
07:33Faulpilz!
07:33Weißt du, was du bist, Peter?
07:35Du bist schrecklich langweilig.
07:37Von mir aus.
07:39Du willst ja nicht wirklich schlafen.
07:41Jetzt weiß ich es.
07:42Du spielst mir nur etwas vor.
07:44Du willst mit mir einen Spaß machen.
07:46Peter!
07:47Du kannst doch jetzt nicht einfach schlafen.
07:48Du bist es.
08:25Da kommt der Rabe zurück.
08:35Der andere Rabe war aber kleiner.
08:40Hilfe!
08:43Heidi!
08:44Wo bist du, Heidi?
08:46Sag etwas!
08:48Lass da nicht los!
08:49Schnell, er kommt wieder!
08:52Festhalten! Ganz ruhig!
08:54Mich hat der große Rabe da oben vom Baum runtergeworfen.
08:57Warte mal!
08:58Du sollst ruhig bleiben! Ich helfe dir!
09:01Langsam zog.
09:03Oh, das war knapp.
09:05Du sollst doch in meiner Nähe bleiben!
09:07So weit war ich doch gar nicht weg.
09:10Ich möchte wissen, wo der Rabe hinfliegt.
09:15Das ist doch kein Rabe. Das ist ein Adler.
09:24Ach, ist mir doch egal, was es ist.
09:26Das ist nicht egal. Ein Rabe hätte dich wohl kaum vom Baum geworfen, oder?
09:30War so gut ein Adler. Deswegen weiß ich trotzdem noch nicht, wo er hinfliegt.
09:38Du weißt es ja so gar nicht.
09:45Sag mal, willst du, oder kannst du mir nicht sagen, wo der Rabe da jetzt hinfliegen will?
09:50Ich möchte eigentlich mal wissen, ob du da, wo du früher warst, mit den Kindern genauso umgegangen bist wie mit
09:55mir.
09:56Du redest mit einem, als wäre man der letzte Dreck.
09:59Außerdem ist es ein Adler!
10:01Hm, ist der aber empfindlich.
10:13Das ist dein Käse. Warum isst du nicht?
10:15Keine Angst, dir wird schon nicht schlecht. Versuch mal, Heidi.
10:19So ein großes Stück.
10:23Jetzt hat er sich verschluckt.
10:32Milch!
10:33Lass mich auch mal. Ich hab Durst.
10:36Das kannst du doch gar nicht.
10:38Auf, danke.
10:40Ich wollte auch mal.
10:43Hahaha.
10:43Hahahaha.
10:46Hahahaha.
10:52H Baba.
10:54H Baba.
10:57Jetzt war's.
10:57H B
10:59drums.
11:00H Baba.
11:19Ich hab verstanden
11:21Deine Augen sind so groß wie Wagenräder
11:24Nimm schon
11:25Ich geb's dir gern
11:27Ich kann nicht so viel essen wie du
11:28Na nimm schon
11:29Du gibst mir von deinem Käse was ab?
11:33Ich brauch es nicht, nimm's doch
11:36Dankeschön
11:37Willst du sie auch wirklich nicht mehr zurückhaben?
11:40Kannst du's ruhig essen
11:51Wie heißt denn die kleine bunte Ziege da drüben?
11:54Sie heißt so wie sie aussieht
11:55Dann ist die bunte ihr Name
11:58Und die alte Ziege da drüben?
12:01Die alte, ganz einfach
12:03Ach was
12:04Wie hieß sie denn als kleine Ziege?
12:06Die kann doch nicht von Anfang an alt gewesen sein
12:08Weiß ich nicht mehr
12:09Bei uns sagen alle alte
12:12Was will denn die bunte von der alten?
12:15Du stellst Fragen
12:16Natürlich spielen
12:24Die schönste ist Schnucki
12:26Das bildest du dir nur ein
12:27Wenn sie klein sind, sind sie alle niedlich
12:29Ich finde sie besonders hübsch
12:33Hast du verstanden, was ich gesagt habe, weil du gerade jetzt zu mir herkommst?
12:38Schau mal da drüben
12:43Da sind Murmeltiere
12:44Da sind Murmeltiere?
12:47Wo?
12:47Sie sind schon wieder weg
12:49Halt!
12:51Bleib ganz ruhig stehen!
12:53Hier her!
12:58Bleib doch ruhig, so dumm ist ihr!
13:00Warte, ich helfe dir!
13:01Halt das andere mein Fest!
13:02Ich kann nicht drankommen!
13:03Meine Arme sind viel zu kurz
13:07Warte!
13:09Au!
13:11Hier!
13:12Nimm gutes Gras!
13:14Komm, feines Gras!
13:15Das schmeckt!
13:16Nimm's endlich!
13:19Das schmeckt fein!
13:26Wie gut, dass es mich gibt!
13:28Ja, und wie gut, dass es auch noch schlauere Ziegen gibt!
13:33Das machst du nie wieder, hörst du?
13:35Nein!
13:36Du darfst sie nicht schlagen!
13:38Wie soll ich ihr ihnen sonst beibringen, was sie darf und was sie nicht darf?
13:41Nein, bitte nicht!
13:43Wenn du sie schlägst, werde ich nie mehr mit dir reden!
13:46Wir sind schuld, weil wir nicht aufgepasst haben!
13:49Hab keine Angst mehr, Bunte, er darf dir nichts tun!
13:56Komisch!
13:57Aber auf einmal will ich sie gar nicht mehr schlagen!
13:59Ich weiß nicht warum, aber sie tut mir irgendwie leid!
14:02Du warst vernünftig!
14:03Dann kannst du mir ja jetzt sagen, wo der Rabe hinfliegt!
14:07Was ist los?
14:10Ach so!
14:11Dir ist immer noch nicht eingefallen, wo sie hinfliegen, oder?
14:15Es war ein Adler!
14:17Das bringe ich immer durcheinander!
14:22Ab heute wird nie mehr eine Ziege geschlagen, versprochen!
14:52Wir müssen nach Hause!
14:54Das br благодарian nicht!
14:59Oder?
15:05Abs hier!
15:31Können wir denn nicht noch bleiben? Ich habe die Murmeltiere noch nicht gesehen.
15:35Nein, ich muss nur der Herr da unten im Dorf sein, bevor die Sonne untergeht.
15:39Warum? Du kannst die Ziegen da auch später abliefern, oder will sie dann niemand mehr haben?
15:44Doch, aber ich will nicht, dass sie sich die Beine brechen.
15:54Peter, Peter, Peter, komm ganz schnell her. Alles sieht auf einmal rot aus, wie Feuer.
15:59Und die Bergspitzen sind plötzlich aus echtem Gold, wie Königskronen.
16:03Wenn die Sonne untergeht, dann ist das immer so. Dann färbt sie alles glühendot. Das gefällt sogar mir.
16:15Schau mal, Heidi, da drüben, da ist er wieder.
16:17Wo denn?
16:18Na, im Himmel natürlich.
16:23Mein Rabe.
16:24Oh, ich gebe es auf.
16:34Für Heidi ging dieser erste Tag, den sie mit Peter und der Herde auf der Weide verbrachte, wie ein Märchen
16:39zu Ende.
16:40Sie sah Tiere, von denen sie vorher noch nie etwas gehört hatte.
16:43Und vor allem, sie erlebte zum ersten Mal das Glühen der Berge im Schein der untergehenden Sonne.
17:05Jetzt ist es wieder vorbei. Meinst du, man kann es jeden Abend hier in den Bergen sehen?
17:11Ich möchte es sogar noch mal sehen.
17:14Keine Angst, das wirst du. Sonnenuntergänge gibt es hier fast jeden Abend. Manchmal sind sie sogar noch schöner.
17:24Peter, du hast noch was vergessen. Du hast mir immer noch nicht gesagt, wo sie hinfliegen.
17:28In ihrer Nester.
17:29Hast du das die ganze Zeit gewusst?
17:31Ja, das habe ich.
17:33Und du hast nichts gesagt?
17:34Ja, das habe ich.
17:36Warum?
17:37Weil du die ganze Zeit unsere schönen Adleraben genannt hast.
17:49Josef, Großvater, wir sind zurück.
17:51Ach mein Kind, dir scheint es gefallen zu haben. Du strahlst ja über das ganze Gesicht.
17:56Oh ja, Großvater. Es war wunderschön.
17:59Auf Wiedersehen, Heidi.
18:02Auf Wiedersehen.
18:04Bis morgen.
18:06Holt mich ab.
18:07Natürlich.
18:08Bis bald.
18:12Sag mal, Großvater, hast du eigentlich gewusst, dass Adler Menschen von den Bergen werfen und Raben nicht?
18:19Und dass man überall Blumen finden kann?
18:23Oh!
18:26Was ist denn mit ihnen, Großvater? Sieh sie dir doch nur mal an. Wie sehen sie denn aus? Sie waren
18:32ganz anders.
18:33Du wirst sie den ganzen Tag in dein Tuch eingewickelt haben. Blumen brauchen Wasser. Sie brauchen Sonne, frische Luft und
18:40Wasser. Ohne das alles verdursten sie.
18:44Sie tun mir leid.
19:04Warum mache ich nur immer alles falsch?
19:09Heidi war sehr traurig über ihre Blumen. Aber schon nach wenigen Minuten war alle Traurigkeit verflogen.
19:16Am Abend, nachdem der Großvater den Tisch gedeckt hatte, redete und redete sie wieder wie ein Wasserfall.
19:22Sie musste alles beschreiben. Jedes Erlebnis, jede Einzelheit. Sie erzählte von dem Adler, den Murmeltieren, von Peter, dem sie verboten
19:33hat, die Ziegen zu schlagen und ganz besonders ausführlich beschrieb sie den leuchtend roten Sonnenuntergang.
19:40Du weißt gar nicht, wie schön.
19:42Doch, Heidi. Ich weiß, wie schön. Deswegen lebe ich hier oben.
19:47Und ich werde nie hinunter ins Dorf ziehen. Nicht für alles Geld der Welt. Hier in den Bergen bin ich
19:52frei. So frei wie dein Adler, von dem du mir vorhin erzählt hast.
19:57Der Großvater war plötzlich sehr ernst. Er dachte an den Adler, dachte an sein freies, wildes, ungebundenes Leben. Er dachte
20:04daran, wie die Menschen ihn bewunderten, aber auch verfolgten.
20:08Heidi war erschrocken. Sie begriff plötzlich, dass ihr Großvater, über den die Leute unten im Dorf spotteten, dem Adler sehr
20:15ähnlich war.
20:17Weißt du was?
20:21Ich bleibe ab heute immer bei dir. Ich gehe nie mehr fort. Ich möchte immer so leben wie du.
20:27Und eines Tages werde ich dann so wie du. Nur den langen Bart, den du hast, den möchte ich nicht
20:32haben.
20:33Heidi wollte mit ihrer Bemerkung die ernsten Gedanken des Großvaters vertreiben. Und das gelang ihr auch.
20:39Bist du böse?
20:41Nein, warum soll ich denn böse sein? Es tut mir leid, wenn ich dich erschreckt habe.
20:44Ja, ich musste nur an etwas denken, aber das hat nichts mit dir zu tun, mein Kind.
20:49So ging für Heidi ein wunderschöner Tag zu Ende.
20:53Natürlich versuchte sie den Zeitpunkt, an dem das Unvermeidliche ab ins Bett erfolgen würde, so lange herauszuzögern wie nur möglich.
21:02Darin unterschied sie sich in nichts von allen anderen Kindern.
21:05Aber schließlich war es dann doch so weit. Sie stieg hinauf in ihre Kammer und war schon eingeschlafen, als sie
21:11der Großvater noch liebevoll zudeckte.
21:13Und sie träumte in dieser Nacht von Ziegen, Steinböcken, Bergen und Murmeltieren.
21:19Ziegenböcken, Bergen und Murmeltieren.
21:25Ziegenböcken, Bergen und Murmeltieren.
21:26Ziegenböcken, Bergen und Murmeltieren.
21:26Ziegenböcken, Bergen und Murmeltieren.
21:26Ziegenböcken, Bergen und Murmeltieren.

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