#Hörbuch #deutsch
Da kommt ihm das von Prof. Nathan erfundene Kraftfeld, das die Zukunft im voraus erlebbar macht, gerade recht. Dr. Siegmund schlägt seine Frau Claire als Versuchsobjekt für ein Experiment vor, in …
Da kommt ihm das von Prof. Nathan erfundene Kraftfeld, das die Zukunft im voraus erlebbar macht, gerade recht. Dr. Siegmund schlägt seine Frau Claire als Versuchsobjekt für ein Experiment vor, in …
Kategorie
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MusikTranskript
00:06Science Fiction als Radiospiel
00:13In dieser Heidelberger Reihe werden in Spielform und mit einer gehörigen Portion Fantasie
00:18Zukunftsmöglichkeiten wissenschaftlicher oder technischer Entwicklungen vorgezeichnet.
00:23Nach dem Ferienquartal, in dem wir auf unser Repertoire an Science Fiction Spielen zurückgegriffen haben,
00:29präsentieren wir heute und an den nächsten Terminen wieder neue Produktionen.
00:34Das heutige wie die Science Fiction Spiele im November und Dezember sind Originalhörspiele, also keine Adaptionen.
00:41Und die drei Stücke haben noch eine Gemeinsamkeit, eine thematische.
00:45Man könnte sagen, die nächsten drei Science Fiction Spiele seien ein Zyklus.
00:50Gleichwohl ist jedes ein eigenständiges Stück.
00:52Das ist nur ein Scheinwiderspruch, denn jedes für sich ist eine Variation des Zeitreisemotivs.
00:58Insofern auf den ersten Blick nichts aufregend Neues im Bereich der Science Fiction.
01:03Aber es ist wohl auch reizvoll zu sehen, wie ein geläufiges Grundmotiv für verschiedene Autoren nur der Anlass ist,
01:09die eigene Fantasie darauf anzusetzen, es zu drehen und zu wenden, fortzuentwickeln,
01:14kurz das alte Motiv zu beleben.
01:18Hören Sie heute mit Elisabeth Schwarz, Kurt Liek und Siegfried Nürnberger in den Hauptrollen
01:24Rückfahrkarte in die Zukunft von Horst Zaten.
01:35Wie geht's Ihnen?
01:36Wann kommt endlich der Arzt?
01:38Professor Siegmund wird gleich da.
01:39Was, Siegmund?
01:40Der Raumfahrtmediziner?
01:41Es war kein anderer erreichbar.
01:43Gut, gut, wenn er nur schon da wäre.
01:45Er hat die Vorlesung sofort abgebrochen.
01:49Das Vorzimmer von...
01:50Professor Nathan, ja.
01:51Wo ist er?
01:52Bitte.
01:53Hier.
01:54Hier.
01:55Hier.
01:57Hier.
02:08Kann ich behüflich sein?
02:10Wir streifen Sie in den Ärmel hoch.
02:13Jetzt da ab, kräftig zusammenziehen.
02:17So.
02:19Locker lassen.
02:23Ist das ernst?
02:25Ein Kreislaufzusammenbruch.
02:27Hat er das öfter?
02:28Nein.
02:29So viel ich weiß.
02:33Was ist das für ein Apparat?
02:34Sieht aus wie ein Messgerät für schwache Ströme.
02:36Was für Körperströme?
02:37Wenn die Nerven und die Organe in Ordnung sind und richtig aufeinander abgestimmt, dann...
02:43Moment.
02:46Ja, das ist doch ernst.
02:49Also total unmöglich.
02:53Vielleicht ist das Gerät nicht in Ordnung, oder?
02:55Also, entweder liefert es gar keine Diagnose oder die richtige.
03:05Wer sind Sie überhaupt?
03:06Doggert.
03:08Dr. John Doggert.
03:09Ja.
03:09Ich bin sein Assistent.
03:11Erklären Sie mir genau, woran er zurzeit arbeitet.
03:15Also...
03:16Untersuchung unbekannter Energente.
03:19Ich habe gewisse physikalische Kenntnisse, aber wir müssen hier jedes Missverständnis ausschließen.
03:23Würden Sie mir bitte kurz und allgemein verständlich den Begriff Energent definieren?
03:28Also, wir wissen heute, dass die Energie keine bloße Eigenschaft oder Wirksamkeit des Stoffes ist.
03:33Im Gegenteil, wir halten Sie für die Grundlage.
03:35Ich möchte sagen, den...
03:37Ich habe um eine kurze Definition gebeten.
03:38Also, außerdem wissen wir, dass sie mindestens ebenso viel in Erscheinungsformen auftreten kann wie der Stoff.
03:46Energieelemente also?
03:47Sozusagen, ja.
03:48Ausgerechnet John.
03:54Was ist das dort für eine Kabine?
03:56Da muss das Licht brennen.
03:58Eine Kraftfeldkammer.
04:04Werden hier Versuchspersonen dem Einfluss noch unerforschter Kräftchausgesetz?
04:08Aber nein, nein, nein.
04:10Nur Messgeräte oder pflanzliche und tierische Organismen.
04:14Haben Sie ihn gefunden?
04:15Ja.
04:16Wo?
04:17Dort hat er gelegen.
04:20Direkt neben der Kammer?
04:21Er scheint ein Kraftfeld aufgebaut zu haben.
04:25Können Sie feststellen, was für ein?
04:27Natürlich.
04:28Das könnte ich.
04:29Das Aggregat ist noch angeschlossen.
04:31Wollen Sie mir bitte eine erschöpfende Auskunft geben?
04:32Andernfalls muss ich die Behandlung Ihres Chefs abbrechen, Herr Professor.
04:35Ich bin nicht berechtigt.
04:36Lassen Sie Ihre verdammte Geheimiskrämerei.
04:38Ich will euch kein Patent klauen.
04:40Ich bin Arzt und suche die Ursache seines Zusammenbruchs.
04:44Es ist ein N-Kraftfeld gewesen.
04:46Was heißt N?
04:47Der erste Buchstabe des Namens Nathan.
04:49Aha.
04:52Wann hat er diese Energie entdeckt?
04:53Und vor einer Woche.
04:56Kennen Sie dieses Energient auch?
04:58Wir wissen so gut wie nichts darüber.
05:00Oh.
05:00Ach.
05:02Oh.
05:02Ich glaube, er kommt zu sich.
05:05Lassen Sie mich mit ihm erleiden.
05:07Selbstverständlich.
05:09Was ist denn?
05:12Wieso?
05:13Bleiben Sie liegen.
05:14Sie sind krank.
05:16Ich kam aus der Kabine.
05:19Und dann...
05:20Was haben Sie abgebaut?
05:22Na, das ist mir noch nie passiert.
05:25Wie alt sind Sie?
05:2751.
05:30Ach, bitte.
05:32Kann ich auch eine Zigarette haben?
05:34Oh, in Ihrem Zuschauer.
05:36Ist der so katastrophal?
05:37Ich werde sie schon wieder hinkriegen.
05:39Wenn Sie mir die Wahrheit sagen.
05:43Worüber?
05:45Über Ihren Selbstversuch.
05:47Wie kommen Sie auf die Idee?
05:50Als Sie aufwachten, haben Sie gesagt,
05:52ich kam aus der Kabine.
05:54Na ja, schön.
05:56Sie haben sich einem Endfeld ausgesetzt.
05:59Woher wissen Sie etwas über einen?
06:01Oh, es hat mich viel Mühe gekostet,
06:03diesen Buchstaben aus Ihrem Assistenten herauszulocken.
06:05Und der hat?
06:05Aus Angst um Ihr Leben, ja.
06:08Aber mehr als den Buchstaben erinnert er nicht ausgebildet.
06:11Keine Angst.
06:13Sie haben niemals so eingeredet,
06:15das wäre in meinem Interesse...
06:16Wie soll ich eine Behandlung einleiten,
06:17ohne die Ursache zu kennen?
06:21Na, andererseits,
06:24wie wollen Sie die Auswirkungen
06:25einer unbekannten Kraft kurieren?
06:27Oh, mit diesem Gerät da
06:29habe ich Ihre Körperströme gemessen.
06:31Ergebnis?
06:33Wenn ich bei Ihrer Obduktion festgestellt hätte,
06:36dass Sie kein Herz haben,
06:37aber dafür eine zweite Leber haben,
06:40die Sensation wäre nicht größer gewesen.
06:43Was soll das heißen?
06:45Sie verstehen sehr gut.
06:48Sie wollen mir doch nichts einreden.
06:50Sie hätten in der Kabine nichts Besonderes erlebt.
06:53Bei manchen Messgeräten,
06:56zum Beispiel beim EKG,
06:57kann man aus der Art der Abweichungen von der Norm
07:00Schlüsse auf die vorliegende Erkrankung ziehen.
07:05Bei diesem Gerät auch?
07:07Genau das.
07:09Ja, und was haben Sie abgelesen?
07:11Lassen Sie es mich so ausdrücken,
07:14einen Zustand nach einem Ereignis,
07:18wie es bis heute noch keinem Menschen zugestoßen ist.
07:20Es ist für mich ungeheuer wichtig,
07:23Ihre Diagnose zu erfahren.
07:25Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort,
07:27dass ich Ihnen hinterher sagen werde,
07:29was ich habe.
07:29Sie haben also etwas erlebt?
07:30Ja.
07:33Aber dafür habe ich noch keinen Beweis
07:35als meinen subjektiven Eindruck.
07:39Bestimmen Sie doch.
07:41Wenn Sie durch eine exakte Untersuchung
07:44auch nur annähernd feststellen konnten,
07:47was geschehen ist,
07:49dann...
07:50Dann?
07:52Ja, das würde heißen,
07:53dass dieses Phänomen an mir
07:55messbare Spuren hinterlassen hat,
07:58dass ich also nicht geträumt haben kann.
08:00Also gut.
08:02In meinem Fachgebiet gibt es Theorien
08:05über den Zustand,
08:06in dem sich ein Mensch befinden müsste,
08:09der erfolgreich mit der Zeit experimentiert hat.
08:14Haben Sie an Ihrem Gerät ablesen können,
08:16dass ich einen Zeitsprung...
08:18Nein, Herr Nathan,
08:19schon die Möglichkeit eines Zeitsprungses
08:21ist reine Theorie.
08:22Unsere Prognosen über den Zustand eines Menschen,
08:24der einmal einen solchen Sprung
08:26vollführt haben wird,
08:27müssen also ziemlich vage sein.
08:29Ich kann nur sagen,
08:29dass Ihr Zustand sich eben etwa
08:31in dem Bereich bewegt hat,
08:34in dem wir die Auswirkungen
08:35einer Zeitverschiebung vermuten.
08:37Sie sind immerhin der erste Mensch,
08:39bei dem ein solches
08:40Audiogramm abgelesen wurde.
08:42Ach, helfen Sie mir bitte.
08:43Ja.
08:44Ich möchte mich aufsetzen.
08:46Dankeschön.
08:49Ja, ich weiß nicht,
08:51wie ich auf die Idee kam,
08:52in die Kabine zu gehen.
08:54Neugierde vielleicht.
08:55Ja, sicher.
08:57Das war auch Zufall,
08:59dass ich dabei die Uhr dort
09:00an der Wand im Auge behielt.
09:02Die Kabinentür hat ein Glasfenster.
09:04Als ich sie schloss,
09:07da sprang der Uhrzeiger
09:08um drei Sekunden vor.
09:10Was war alles?
09:12Nein, als ich rauskam,
09:13da rückte er wieder
09:14drei Sekunden zurück.
09:16Zeitsprung rückwärts.
09:18Unmöglich.
09:19Ich war insgesamt
09:20zehn Sekunden in der Kabine.
09:23Nehmen wir an,
09:24ich bin bei Sekunde null
09:26hineingegangen.
09:27Drin war es dann
09:28für mich Sekunde drei.
09:30Als ich rauskam,
09:31war es drinnen Sekunde dreizehn
09:33und draußen Sekunde zehn.
09:34Aber?
09:35Ich war also wieder
09:37in meinem ursprünglichen
09:38Bezugssystem.
09:40Ja, die Zeit war wieder
09:41für mich in Ordnung.
09:43Das wünschte mir nicht sein.
09:44Ja, dann war...
09:45Noch etwas?
09:46Ja,
09:48etwas sehr Merkwürdiges.
09:50Ich habe die Kabine
09:52nur einmal betreten,
09:55aber zweimal verlassen.
09:57Wie bitte?
10:15So, in Ordnung.
10:18Die ist verledigt,
10:19kann weg.
10:21Stenogramm bitte.
10:23Versuch 326.
10:25Sechsjährige Schimpansen,
10:26guter Gemeinzustand.
10:28Inneren, Organen oder Befund.
10:29Das Tier wurde uns
10:30aus der physikalischen
10:31Versuchsanstalt
10:32des Herrn Prof. Nathan,
10:33wo es einer erheblichen
10:34Dosis des Energenz M
10:36über längere Zeit
10:36ausgesetzt worden war,
10:38leben und eingeliefert.
10:39Sofort und 24 Stunden danach
10:41wurden EKG- und EEG-Messungen
10:44vorgenommen.
10:44Die Kurden sind
10:45diesem Bericht angeheftet.
10:47Sie zeigen,
10:48dass Herz- und Gehirntätigkeit
10:49vom Kraftfeld
10:50nicht negativ beeinflusst wurden.
10:52Das Odeogramm allerdings
10:53weist wiederum
10:54die für Zeitexperimente
10:56typische Veränderung
10:57der Körperströme auf.
10:58Auch hier
10:59sei auf die
11:00sternförmige Kreuzung
11:01der Stromlinien
11:02Alpha, Delta und Epsilon
11:03in der dritten
11:04und siebenten Phase
11:05hingewiesen,
11:06die bei allen Versuchstieren
11:07zu beobachten war,
11:08die das Experiment
11:09ohne größere Schäden
11:10erlebt haben.
11:11Morgen.
11:14Entschuldige, störe ich?
11:15Aber nein.
11:17Du wolltest heute
11:17mit mir essen gehen.
11:19Und vor dein Klinger,
11:20ich rufe Sie,
11:20wenn ich Sie wieder brauche.
11:22Ja, gut.
11:23Du machst so einen
11:25vergnügten Eindruck.
11:26Ja, ich habe auch Grund dazu.
11:27Es hängt mit
11:27Nathans Entdeckung zusammen.
11:29Die Sache kann für uns
11:31beide wichtig werden,
11:32du.
11:33Entscheidend sogar.
11:35Privat?
11:36Ja, ich erkläre dir das später.
11:39Bitte entschuldigen Sie
11:40den unangemeldeten
11:41Überfall.
11:42Macht nichts, Henry,
11:43macht nichts.
11:46Herr Claire,
11:47darf ich Ihnen
11:47Professor Nathan vorstellen?
11:50Oh ja,
11:51ich habe viel von Ihnen gehört.
11:53Guten Tag.
11:53Richard,
11:54ich meine Professor Siegmund
11:55hat mir schon...
11:55Ich kenne Claire seit
11:56fünf oder sechs Jahren.
11:57Damals war sie noch
11:58ein Teenager.
11:59Sie hatte sich zum
12:00Astronautentest gemeldet.
12:01Ich war Vorsitzender
12:02der Kommission.
12:03Sehr interessant.
12:05Sagen Sie, Richard,
12:06wie lange, glauben Sie,
12:07werden wir die Tierversuche
12:09fortsetzen müssen?
12:10Gar nicht.
12:11Wie?
12:12Ich glaube, es genügt.
12:13Wir haben alle nötigen
12:14Erkenntnisse beisammelt.
12:15Die Tiere,
12:16die in guter Verfassung
12:17überlebt haben,
12:18waren ausnahmslos weiblich.
12:19Sie hatten ein bestimmtes Alter
12:21nicht überschritten,
12:22das beim Menschen
12:22etwa dem 30. Jahr entspricht.
12:25Ihre Audiogramme
12:26stimmen in einer
12:26Merkwürdigkeit überein.
12:28Hier,
12:29diese Schnittpunkte.
12:30Ja.
12:30Das muss das
12:31gesuchte
12:32Verträglichkeitssignal sein.
12:34Es fragt sich nur,
12:36ob es auch Menschen gibt,
12:37die das...
12:38Oh ja.
12:39Ja, würden Sie in diesem
12:41Stadium schon einen
12:42praktischen Versuch
12:43riskieren?
12:43Unbedingt.
12:45Na schön.
12:47Sie sind der Arzt.
12:49Aber wie wollen Sie
12:51eine Person finden,
12:52die dieses Merkmal
12:53aufheißt,
12:53dieses Verträglichkeitssignal?
12:55Was glauben Sie,
12:56was diese charmante
12:57junge Dame
12:58in einem
12:58Institut sucht?
13:00Ach,
13:01ich?
13:01Ich habe
13:02Frau Herr Klär
13:02telefonisch gebeten,
13:03mich heute aufzusuchen.
13:05Gestern habe ich mir
13:05einmal Ihre Unterlagen
13:06von dem damaligen Test
13:07vorgenommen.
13:08Ihr Audiogramm zeigt,
13:09dass sie für uns
13:10geeignet ist.
13:11Richard,
13:12und wenn es
13:13nun doch schief geht...
13:14Glauben Sie,
13:15lieber Freund,
13:16der menschliche
13:16Organismus verträgt
13:17mehr als der Laie meint.
13:19Außerdem werden wir
13:20natürlich Ihren
13:20Kreislauf während des
13:21Experimentes überwachen.
13:22Ja, natürlich.
13:23Also,
13:24bereiten Sie alles vor.
13:26Ja, gut, Richard.
13:27Auf Wiedersehen.
13:28Auf Wiedersehen,
13:29Frau Herr Klär.
13:30Auf Wiedersehen.
13:37Du verschweigst ihm,
13:38dass ich deine Frau bin?
13:40Hat das auch
13:41wissenschaftliche Gründe?
13:42Später werde ich es
13:43ihm sagen.
13:45Jetzt
13:45würde er glauben,
13:47ich wollte ein
13:47persönliches Opfer bringen
13:48und das würde er
13:49vielleicht nicht annehmen.
13:50Aber du bist entschlossen,
13:52dieses Opfer zu bringen.
13:53Mein Gott,
13:54dramatisiere das doch nicht.
13:56Nathan hält das Experiment
13:57jedenfalls nicht für
13:58ungefährlich.
13:59Er ist Physiker.
14:00Entsprechend wenig
14:00versteht er vom
14:01menschlichen Organismus.
14:03Es besteht nicht
14:03die geringste Gefahr,
14:04glaub mir das bitte.
14:06Woher weißt du eigentlich,
14:07ob ich dieses
14:07Merkmal besitze?
14:09Bei dem Astronautentest
14:10ist von mir bestimmt
14:11kein Odiogramm
14:12gemacht worden.
14:12Hör zu.
14:13Aus bestimmten Gründen
14:15muss sich Nathan
14:15das vormachen.
14:16In Wirklichkeit hält
14:17jeder gesunde Mensch,
14:19besonders jede Frau
14:19unter 30,
14:20dieses Kraftfeld aus.
14:23Nathan ist um
14:24drei Sekunden
14:25in die Zukunft
14:25gesprungen,
14:26nicht wahr?
14:27Zumindest hat er
14:27diesen Eindruck.
14:29Und wie weit
14:29willst du mich fortschrecken?
14:30Hoffentlich viel weiter.
14:32Und wie soll ich
14:33zurückkommen?
14:35Keine Sorge,
14:36du bekommst
14:36deine Rückfahrkarte.
14:41Jetzt würde mich
14:41nur noch interessieren,
14:43warum du willst,
14:43dass ausgerechnet
14:44ich mich zur Verfügung
14:45stelle.
14:46Weil du,
14:47wenn alles vorbei ist,
14:48mir erzählen wirst,
14:50was du erlebt hast.
14:53Nur wir
14:54verstehst du.
15:15Herrschaften,
15:16mach nicht so feierliche Gesichter.
15:17Eine gewisse Bedeutung
15:18hat dieser Augenblick
15:19in meinem Hinblick.
15:20So,
15:21und das befestigen wir
15:22am linken Handgelenken.
15:23Mein Gott,
15:24ich habe schon überall
15:24Kontakte.
15:26Wenn ich laufe,
15:27ziehe ich einen
15:27Kompensenschweiz
15:28von Drähten hinter mir her.
15:30Während des Versuchs
15:31müssen alle Organe
15:32überwacht werden,
15:33wie auf einer
15:33Intensivstation.
15:34Darf ich noch ein paar
15:35Fragen stellen?
15:36Ja,
15:49selbstverständlich,
15:50Wir vermuten also,
15:51dass ein Mensch
15:51den sogenannten
15:52Zeitsprung auch im
15:53Kraftfeld des
15:53Energens N
15:54vollziehen kann.
15:55Ein Zeitsprung,
15:56nicht wahr?
15:56Wenn jemand plötzlich
15:58aus der Gegenwart
15:59in einer Zukunft
16:00versetzt wird,
16:01ohne dass ihn die
16:02Menschen,
16:02die gewöhnlich um ihn
16:03sind,
16:04begleiten.
16:05Ist denn das so schwer
16:06zu verstehen?
16:07Ich finde es kompliziert.
16:09Wir haben heute
16:10Montag um 11.
16:11Noctober.
16:12Die Uhr dort
16:13an der Wand,
16:14die zeigt,
16:149.07 Uhr.
16:16Wenn Claire in der
16:17Kabine ist,
16:18dann wird sie zunächst
16:19das gleiche Zeitgefühl
16:20haben wie wir.
16:21Und dann bauen wir
16:22das Kraftfeld auf.
16:23Ja.
16:24Und mein Selbstversuch
16:25hat gezeigt,
16:26dass ein Mensch
16:26unter dem Einfluss
16:27des Endkraftfeldes
16:28in ein anderes
16:29Bezugssystem gerät.
16:31Sein Zeitempfinden
16:32stimmt dann nicht mehr,
16:33mit dem der Leute
16:34außerhalb des Feldes
16:35überall.
16:36Ich werde also nur
16:37den Eindruck haben,
16:38die Illusionen...
16:40Das wissen wir noch nicht.
16:42Wenn Professor Siegmund
16:44nicht hinterher
16:44eine Veränderung
16:45meiner Körpersträume
16:46festgestellt hätte,
16:48dann wäre ich
16:48auch der Meinung gewesen,
16:49ich hätte mir
16:50alles nur eingebildet.
16:51Drei Sekunden
16:52waren eben zu kurz.
16:53Etwas anderes wäre es,
16:55wenn...
16:55Nun, nehmen wir an,
16:57von diesem Regal
16:58wäre ein Instrument
16:59heruntergefallen
17:00und zerbrochen.
17:01Nathan hätte die Kabine
17:02verlassen,
17:03das Instrument
17:04stand wieder
17:04an seinem Platz.
17:05Aber im nächsten Moment
17:06wäre es noch
17:07einmal heruntergefallen
17:08und ebenso
17:09in Trümmer gegangen,
17:10wie er es schon einmal
17:10gesehen hat.
17:12Vorausschau also,
17:12also könnte man das nennen.
17:14Sie glauben,
17:15ich werde unter dem
17:15Einfluss des Kraftfeldes
17:17zu einer Art Hellseher?
17:18Das liegt nach
17:19Aberglauben.
17:20Und viele Phänomene,
17:21die man noch im 20.
17:21Jahrhundert
17:22für Aberglauben
17:23gehalten hat,
17:23können wir heute erklären.
17:24Ich weiß nichts.
17:26Sie denken
17:26an einen realistischen,
17:28einen körperlichen
17:28Zeitsprung.
17:29So als wenn Astronauten
17:31mit einem fast
17:31lichtschnellen Schiff
17:32zehn Jahre
17:33unterwegs sind,
17:34kommen sie zur Erde
17:35zurück,
17:35sind die Jahrhundertjahre
17:36verstanden.
17:36Na ja,
17:37nicht in diesem Haus.
17:38Henry,
17:39die Astronauten
17:40würden nie über
17:40diese hundert Jahre
17:41in ihre Gegenwart
17:42zurückkehren können.
17:43Aber wann haben wir doch
17:44eine Rückfahrkarte
17:46versprochen,
17:47ja.
17:48Nathans Selbstversuch
17:49hat bewiesen,
17:50dass bei diesem
17:51Experiment die Rückkehr
17:52automatisch eintritt,
17:53sobald man das
17:54Kraftfeld verlässt.
17:55Eben deshalb glaube ich
17:56hier nicht an
17:56einen körperlichen
17:57Zeitsprung.
17:58Wir werden sehen.
17:58Jawohl,
17:59wir werden das schon
18:00während des Experimentes
18:01beobachten können.
18:02Wieso?
18:02Nun nehmen wir an,
18:03das Kraftfeld,
18:04das wir aufbauen,
18:05reicht für einen
18:05Zeitsprung über
18:06fünf Stunden.
18:07Und unterstellen wir,
18:09die notwendige
18:09Feldstärke wäre genau
18:11um 9.15 Uhr erreicht.
18:13Wo befindet sich Claire
18:15dann um 9.16 Uhr?
18:17Immer noch in der Kabine.
18:18Nein, Herr Professor.
18:20Sie ist doch dann
18:20um 9.15 Uhr
18:21mit einem Ruck
18:23nach 14.15 Uhr
18:24gesprungen.
18:24Es wäre vielleicht doch
18:25besser gewesen,
18:26wenn sie sich in meiner
18:27Abwesenheit...
18:28Warum denn?
18:28Auch ein körperlicher
18:29Zeitsprung über
18:30fünf Stunden wäre
18:30nicht unwiderruflich.
18:32Unterstellen wir einmal,
18:34wir bauen das Kraftfeld
18:35nach einer Stunde
18:35wieder ab.
18:37Dann wird uns Claire
18:37wieder erscheinen.
18:38Sie wird die Kabine
18:39verlassen.
18:39Aber sie hat doch
18:40den Zeitsprung
18:41über fünf Stunden.
18:42Richtig,
18:43sie müsste sich also
18:44ab 14.15 Uhr
18:46wieder in der Kabine
18:47befinden.
18:48Und zwar unabhängig
18:49davon, ob sie zugleich
18:50auch draußen steht.
18:51In der Praxis
18:52könnte sie sich dann
18:53selbst durch das Fenster
18:54der Kabine
18:54von draußen beobachten.
18:55Das ist wahr.
18:56Ja, natürlich.
18:57Aber so müsste es sein,
18:58wenn der Zeitsprung
18:59rückwärts möglich wäre.
19:01Nehmen wir an,
19:02ich beschließe heute,
19:03um eine Woche
19:04zurückzuspringen.
19:05Dann lande ich
19:05am Montag,
19:06dem 4. Oktober.
19:07Dann könnte ich
19:08in den Hörsaal gehen
19:08und meine eigene
19:09Vorlesung durch
19:10Zwischenruf bestellen.
19:11Bitte lassen Sie mich
19:12jetzt in die Kabine.
19:15Ja, fahren wir an.
19:17Ich hätte noch
19:18eine Frage.
19:19Ja, bitte.
19:19Sie haben ja
19:20selbst versucht mit einem
19:21sehr schwachen
19:21Kraftfeld unternommen.
19:22Heute werden wir
19:23ein unvergleichlich stärkeres
19:24aufbauen.
19:25Was für Auswirkungen
19:26vermuten Sie?
19:27Ich glaube,
19:28dass es einen erheblich
19:29längeren Sprung geben wird.
19:32Es könnte auch
19:33eine Art
19:34Zeitraffer-Effekt
19:36auftreten.
19:36Was heißt das?
19:37Sie könnte während
19:38eines einstündigen
19:39Aufenthalts
19:40in der Kabine
19:41einen Monat
19:42oder ein ganzes Jahr
19:43voraus erleben.
19:45Aber wir sollten
19:46auf weitere Prognosen
19:47verzichten.
19:48Wir werden es jetzt...
19:49Ich werde es erleben
19:50und ich gehe jetzt
19:51in die Kabine.
20:02Bitte vorsichtig,
20:03ich muss die Kabel
20:05anschließen.
20:08So, fertig.
20:11Vergiss nicht,
20:12zur Gurgel.
20:12Okay.
20:22Sind Sie bereit, Claire?
20:24Ja,
20:25es kann losgehen.
20:27Dann bauen wir jetzt
20:28das Kraftfeld auf.
20:50Ja.
20:53das ist ja
20:53wiedergültig.
20:55Sie können rauskommen.
20:57Ja.
21:10Oh, jetzt hat es die Panzersicherung durchgemacht.
21:13Ah, das schadet nicht. Sie hat Ihre Schuldigkeit getan.
21:16Oh, verzeihen Sie, Claire.
21:18Ich habe noch gar nicht gefragt, wie Sie sich fühlen.
21:21Sie hat das Großartige bestanden.
21:24Die Instrumente haben während der ganzen Zeit keine nennenswerte Abweichung in den Organfunkeln.
21:29Wie spät ist es?
21:31Eine Minute nach zwölf.
21:33Welches Datum?
21:35Immer noch der 11. Oktober.
21:39Waren Sie in einer anderen Zeit, während wir Sie beobachtet haben?
21:44In einer anderen?
21:46Ich weiß nicht.
21:49Alles ist schon einmal geschehen.
21:52Was wir sagen, was wir tun werden.
21:56Man kann nichts daran ändern.
21:59Nichts.
21:59Erzählen Sie, bitte.
22:00Soll ich mich stagografieren?
22:01Ja, ja, ja.
22:02Oh, ich glaube, Sie muss sich erst erholen.
22:04Oh, ja.
22:05Selbstverständlich.
22:05Und wenn Sie mich für einen Sadisten halten, bitte, Claire, beantworten Sie mir wenigstens eine Frage.
22:09Haben Sie einen Zeitsprung hinter sich?
22:12Ich glaube nicht, dass heute wirklich der 11. Oktober ist.
22:16Sie müssen sich irren.
22:30Ich halte dich doch angestrengt zu haben.
22:32Mach dir keine Gedanken.
22:34Da habe ich kein Recht dazu.
22:35Doch, aber keine Veranlassung.
22:38Wir sollten uns eher sorgen um dich machen.
22:42Aber das ist ja auch so.
22:44Ich bin ja so in Gefahr.
22:47Was ist das?
22:49Eine dumme Frage.
22:51Im Ernst?
22:52Ich weiß nicht, was du unter Gefahr verstehst.
22:55Etwas, das einem droht.
22:56Und das man abwenden kann?
22:59Sicher, wenn man das rechtzeitig weiß.
23:02Nein.
23:03Dann droht dir nichts.
23:08Oder sind wir?
23:10Zu Hause.
23:26Willst du jetzt was trinken?
23:28Und schönen Piss natürlich.
23:30Kann ich doch nicht wissen.
23:32Du kannst es nicht wissen.
23:35Ja.
23:47Gut, dass du den anderen nichts erzählt hast.
23:49Ich bin dir ja dankbar.
23:51Nichts zu danken.
23:53Du hast ja auch versprochen, nur mir zu berichten.
23:56Nein.
23:58Wie?
23:59Du hast es von mir verlangt.
24:00Versprochen habe ich nichts.
24:05Mal ein bisschen Musik.
24:07Bitte.
24:16Claire.
24:18Du hast einen Blick in die Zukunft tun können.
24:23Ich weiß nicht, welche Art.
24:25Und hast du nichts vergessen?
24:27Nein.
24:29Alles, was jetzt geschieht, im nächsten Augenblick geschehen wird oder morgen.
24:33Wir können nichts daran ändern.
24:35No, das darfst du nach meiner Sorge sein.
24:36Du kommst nicht zum Ziel, Richard.
24:38Glaub mir.
24:39Was redest du denn da her?
24:40Ja, du bist mir mal ein paar Stunden oder Tage voraus.
24:42Das ist es nicht.
24:44Ich will doch hier nicht die Wahrsagerin spielen.
24:48Ich weiß über uns beide so vieles nicht.
24:50Zum Beispiel, warum du mich in diese Lage gebracht hast.
24:56Es wäre mir lieb, wenn du auf die Antwort verzichten könntest.
24:58Ich habe es satt, auf Antworten verzichten zu müssen.
25:00Ich bin deine Frau, verstehst du?
25:02Nicht mehr das kleine Mädchen, das den Professor anhört.
25:04Ja, besser, wenn du nur noch das Vertrauen von damals hättest.
25:06Es kommt mir vor, als ob ich seitdem auch zu viele Fragen verzichtet hätte.
25:10Verstehe ich nicht.
25:12Kannst du auch nicht.
25:14Ich weiß, was du tun wirst.
25:16Ich weiß, dass du mir jetzt deine Vorwände nennen wirst und dass sie mich furchtbar treffen werden.
25:21Na schön.
25:25Ich bin mehr als doppelt so alt wie du.
25:27Das ist mir nicht neu.
25:28Und als ich mich entschloss, dich zu heiraten, da war das wirklich Liebe.
25:33Wirklich?
25:35Allerdings gebe ich zu, es schmeichelte auf dem Alter, den Mann einer so junge Frau zu gefährden.
25:39Ich danke dir für deine Offenheit.
25:42Und so wollte ich dich halten.
25:44Begreifst du das?
25:46Ich habe diese teure Wohnung, kaufte das Landhaus, die Autos.
25:49Ich habe dir oft genug versichert.
25:50Ja, du liebtest mich so, wie ich sei nun.
25:52Aber wie war ich denn?
25:53Ja.
25:54Wie?
25:55Mein Professor, ich hatte in der Fachwelt deinen Namen.
25:57Meinst du, das hat bei mir den Ausschlag gegeben?
25:59Zumindest hat in deinem Unterbewusstsein die Tatsache eine Rolle gespielt, dass du mich für reich hieltest.
26:03Hättest du mich auch ohne Vermögen genommen?
26:05Ja, Richard.
26:06Aber das redest du dir ein.
26:08Mein Ansehen und mein Vermögen, das machte mir den alten Mann erträglich.
26:15Sag mal, ist denn irgendetwas mit dem Vermögen nicht in Ordnung?
26:19Das ist ein harmloser Ausdruck für eine Katastrophe.
26:23Das tut mir leid.
26:26Bis dahin habe ich bescheiden gelebt.
26:28Seit unserer Heirat habe ich das Geld mit vollen Händen ausgegeben.
26:31Ja, ich hatte keine Ahnung.
26:33Ja, ich weiß.
26:34Ich habe dich dazu animiert, Partys zu gehen, Reisen zu machen, Pelze zu kaufen.
26:39Tolle Kleider.
26:40Und nun?
26:48Ja, kennst du das?
26:51Aktien.
26:51Ich habe spekuliert.
26:53Ziemlich ungeschickt.
26:55Diese Papiere sind auch noch hochbeliehen.
26:58Ich habe dieses Leben geführt, weil ich meinte, ich müsste in deinem Interesse repräsentieren.
27:02Bis hierhin hat mir alles gestanden.
27:04Ich hätte lieber bescheidener gelebt.
27:06Claire, ich habe dir gesagt, Nathans Erfindung kann für uns von ungeheurer Bedeutung sein.
27:14Ja.
27:15Verstehe doch.
27:17Mit meinem Einkommen werde ich nie aus den Schulden herauskommen.
27:20Für mich gibt es keine andere Möglichkeit, als weiter zu spekulieren.
27:23Mit Aktien oder überhaupt auf Ereignisse, die normalerweise nicht voraussehbar sind.
27:27Ach, so ist das.
27:28Ich verstehe.
27:29Und jetzt wirst du auch verstehen, welche Chance darin liegt, wenn wir als einzige Menschen
27:33die Möglichkeit haben, immer ein paar Tage vorher zu wissen, was geschehen wird.
27:36An der Börse, in der Wirtschaft, in der Politik.
27:39Das wird uns eine ungeheure Macht geben.
27:42Und Einfluss reicht.
27:45Nein, Richard.
27:46Nichts wird es uns geben.
27:49Das sind Aktien der Satellitenunion?
27:51Ja.
27:52Keine Spekulationsobjekte.
27:53Dazu stehen sie zu sicher.
27:55Sie waren mal der Grundstoff eines Vermögens.
27:57Und jetzt gehören sie praktisch der Bank.
27:59Und wenn sie plötzlich wertlos wurden?
28:01Und dann hätte die Bank nicht mehr genügend Sicherheiten und würde mir den Kredit kündigen.
28:06Verkauf diese Aktien.
28:08Wieso?
28:09Ich sage dir, verkaufe diese Aktien und du fragst, wieso?
28:13Wann bist du auf der Börse gewesen?
28:17Übermorgen.
28:19Gut.
28:36Claire, ich habe volles Verständnis für Ihren Zustand.
28:39Entschuldigen Sie, Herr Professor, ich nicht.
28:40Das Experiment ist abgeschlossen.
28:42Diese Dame weiß als einzige, was dabei herausgekommen ist.
28:44Aber Sie weigern sich zu reden, Frau Siegmund.
28:47Was soll das?
28:48Also, ich kenne doch Ihre Frau längst vom Sehen, Professor Siegmund.
28:52Das hätte ich Ihnen lieber selbst gesagt, Herr Neuen.
28:54Ja, ich dachte, Sie wollten mich noch nicht in Verlegenheit bringen.
28:58Das war mein einziges Motiv.
29:00Inzwischen haben wir uns nach anderen möglichen Gründen umgesehen.
29:03Was soll das heißen?
29:03Doch, Gott.
29:04Alles wäre in Ordnung, wenn sich Ihre Gattin entschließen würde, uns Ihre tatsächlichen
29:07oder scheinbaren Erlebnisse ins Protokoll zu dektieren.
29:09Wir müssen jetzt scheitlasten.
29:10Sie wird es nicht tun.
29:11Und ich habe den Verdacht, Sie, Professor Siegmund, sind gar nicht daran interessiert, dass
29:14sie es tut.
29:15Das ist doch wohl...
29:15Aber Sie behaupten, Sie wäre ihm gegenüber genauso, so, so, so, so zurückhaltend...
29:19Jawohl, ich stehe ebenso vor einem Rätsel.
29:21Herr Professor Nathan, ich bin nicht grausam genug, um Ihnen und Richard die Wahrheit zu sagen.
29:28Eine Wahrheit, die zwar noch nicht stattgefunden hat, und der sich aber nichts mehr ändern lässt.
29:32Nichts.
29:35Verzeih, ich glaube, ich habe mich daneben genommen.
29:38Also, dann betrachten wir das Experiment als Misslungen.
29:44Wahrscheinlich sollte man eben nicht immer mit Gewalt alles tun wollen, was man tun könnte.
29:50Könnten wir uns darauf einigen, dass Frau Siegmund uns wenigstens etwas über die Art
29:54ihrer Erlebnisse sagt?
29:55Sie wissen, dass wir so etwas wie einen Zeitsprung erwartet haben.
29:58Ist etwas derartiges geschehen?
30:01Ja.
30:02Sie können zu Protokoll nehmen, Dogger, dass ich eine Woche im Voraus erlebt habe.
30:06Eine ganze Woche?
30:08Ich fürchte, viel können wir mit dieser Behauptung nicht anfangen.
30:12Es wird die Kontrolle, ob sich die Ereignisse wirklich so abspielen, wie sie vorausgesehen wurden.
30:18Vor 48 Stunden habe ich die Kammer verlassen.
30:21Alles, was seither geschehen ist, habe ich vorher gewusst.
30:23Man sollte wirklich niemand mehr diesem Experiment aussetzen.
30:26Und ich weiß auch vorher, dass ich Ihnen keine Silbe verraten werde.
30:29Diesen Entschluss kann ich nicht mehr ändern.
30:33Versuchen Sie mich zu verstehen, bitte.
30:36Alles, was jetzt geschieht, hat sich für mich bereits abgespielt.
30:39Auch meine eigenen Entschlüsse.
30:41Und das Entsetzliche, was noch geschehen wird.
30:45Und weil ich damals geschwiegen habe, als ich noch frei in meinen Entscheidungen war,
30:49kann ich auch jetzt nicht sprechen.
30:52Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie das noch einmal überschlafen würden.
30:56Das ist alles für meine Arbeit unerhört wichtig.
31:00Sie haben es nicht begriffen.
31:04Meine Herren, nehmen Sie es mir nicht übel.
31:06Ich möchte gehen.
31:14Tja.
31:16Das Wichtigste wissen wir wenigstens.
31:18Nämlich?
31:18Dass eine Vorausschauung möglich ist, sogar über den Zeitraum einer ganzen Woche.
31:22Und dass dieses Phänomen unter dem Einfluss des Energienzenden auftritt.
31:26Also doch kein Aberglaube.
31:27Nein, eine Ausnahmesituation.
31:30Hellseher geraten offenbar während ihrer Trance in ein Kraftfeld, das wir nun künstlich herstellen können.
31:34Aber wie wollen Sie das erklären?
31:38Dann sind wir doch nichts als Marionetten in den Händen eines, sagen wir, eines Schicksals.
31:45Es widerstrebt mir, so etwas zu glauben.
31:47Ich bin gar nicht der Meinung, dass Frau Sigmunds Erlebnisse gegen eine gewisse Willensfreiheit sprechen.
31:52Wie kommen Sie zu diesem Optimismus?
31:54Ich will darauf hinaus, dass alles, was wir tun und sagen und erleben, einschließlich der Entschlüsse, die wir fassen, schon
31:59ziemlich lange vorbei ist, wenn es uns zu Bewusstsein kommt.
32:02Ein bisschen an den Haaren herbeigezogen, aber immerhin...
32:05Wenn es so ist, kommt es in der Praxis überhaupt nicht darauf an, wie lange die Dinge zurückliegen.
32:10Wichtig ist nur, dass unsere Leitungen gleich lang sind, dass wir verzögert, aber synchron empfinden.
32:15Das N-Kraftfeld bewirkt, dass ein Mensch, der sich in seinem Einfluss befindet, vorübergehend eine kürzere Leitung hat, also mit
32:22seinem Bewusstsein näher an die Ereignisse heranrückt.
32:25Das ist eine interessante Konstruktion.
32:28Ja, aber um das überprüfen zu können, müsste man von Frau Clare wenigstens ein paar Ereignisse gesagt bekommen, die für
32:35uns noch nicht stattgefunden haben.
32:37Dr. Doggert, würden Sie mich mit Professor Nathan allein lassen?
32:42Wenn Sie wünschen.
32:44Bitte.
32:53Ich bin kein Untersuchungsrichter und Sie kein Angeschuldigter, aber die Situation sieht verteufelt nach einem bevorstehenden Geständnis aus.
33:03Nun sagen wir Aussprache.
33:05Gut.
33:07Ich höre.
33:09Es ist jetzt ein Vierteljahr her, nicht wahr, als Dallert Sie bewusst los hatten?
33:13Ja, ungefähr.
33:14Es hatte sich herausgestellt, dass Ihr Alltag, Ihre Konstitution, solche Selbstversuche verboten. Sie brauchten geeignete Versuchspersonen.
33:22Ja, doch. Und ich habe Sie gebeten als Arzt.
33:25Wir haben seitdem zusammengearbeitet und ich glaube, Henry, wir sind fast Freunde geworden.
33:31Ja, das ist möglich.
33:32Unter Freunden sollte ein offenes Wort erlaubt sein.
33:35Ich bin immer ein Anhänger offener Worte.
33:39Wie geht es Ihnen wirtschaftlich?
33:42Erlauben Sie.
33:43Es hat oft Erfindungen gegeben, die einige Leute unermesslich reich und mächtig machen.
33:47Ja, unbestritten.
33:48Aber kaum jemals den Erfinder.
33:50Ja, ich habe meines Wissens keine Erfindung gemacht, durch die ich reich werden kann.
33:53Aber eine Entdeckung.
33:55Wie bitte?
33:56Das Energent-N.
33:58Ach, Sie meinen, ich sollte es zum Patent anmelden?
34:00Nein.
34:02Der augenblickliche Zustand, in dem nur wenige Menschen eine Ahnung davon haben, scheint mir viel günstiger.
34:08Wofür?
34:10Wenn sich ein paar Leute dieser Kraft bedienen und jeweils eine Woche im Voraus wissen, was in Wirtschaft und Politik
34:19geschehen wird.
34:21Überlegen Sie mal, welche Macht diese Wissenden ausüben könnten.
34:25Worauf wollen Sie hinaus?
34:27Darauf, dass wir beide uns dieser Sache bedienen und sonst über das Energent unverbrüchlich den Mund halten sollten.
34:36Sie meinen, wir sollten es ausnutzen?
34:39Und zwar nicht wissenschaftlich, sondern...
34:42Wenn Sie Skrupel haben, bitteschön, es bleibt Ihnen unbenommen, die Gewinne in Ihrer Forschung zu stellen.
34:45Also, ich bin in wirtschaftlichen Fragen nicht beschlagen, aber mir scheint, Sie sind...
34:49Das ist denn ja ein Fantast.
34:51Schlagen Sie sich das aus dem Kopf.
34:54Erkennen Sie sich mit Aktien auf?
34:56Ein bisschen.
34:57Zum Beispiel Satelliten?
34:59Ich wünschte, ich hätte ein Paket davon.
35:01Die halten Sie also für sicher.
35:02Unbedingt.
35:04Gut.
35:05Wir haben heute Mittwoch, den 13. Oktober.
35:09Kommen Sie.
35:09Wohin?
35:10Zur Behörde.
35:11Wie bitte?
35:12Jetzt kommt mein Geständnis.
35:15Meine Frau hat mir einen einzigen Punkt von dem, was sie vorausgesehen hat, verraten.
35:21Das Ereignis, das heute an der Börse stattfinden wird.
35:24Mehr wollen Sie mir darüber nicht sagen.
35:27Ich habe vorgestern die Bank beauftragt, alle meine Satellitenunion-Aktien zu verkaufen.
35:31Und das hielten Sie für vernünftig?
35:33Ich habe mich auf Ihr Energent verlassen.
35:37Wenn heute eintritt, was Klerow gesehen hat, dann ist für Sie und mich der Beweis erbrach.
35:44Gut.
35:46Fahren wir zur Börse.
35:59Wir kommen ohne Sonderausweis nicht hinein.
36:02Wir werden es auch hier in der Halle erfahren.
36:12Scheint schon passiert zu sein.
36:14Weinen Sie.
36:15Moment mal.
36:16Hallo.
36:16Augenblick, mein Herr.
36:17Ja, was ist?
36:18Sie sind drin gewesen?
36:19Natürlich.
36:20Und jetzt muss ich schnellstens in meinem Büro.
36:21Ich will Sie nicht aufhalten.
36:22Sagen Sie mir nur, was ist mit Satellitenunion?
36:24Die Aktien stürzen als Todengose.
36:27Irgendein Schwimbel der Geschäftsleitung ist geplatzt.
36:29Aber jetzt entschuldigen Sie mich.
36:32Guten Abend, bitte.
36:34Dann kommt Ihre Frau aus dem Saal.
36:36In Begleitung eines Herrn.
36:38Hallo, Claire.
36:39Sie hat uns schon gesehen.
36:42Guten Tag.
36:44Kommen Sie regelmäßig hierher?
36:46Nein, ich war noch nie hier.
36:48Aha.
36:49Jetzt möchte ich aber, dass mit offenen Karten gespielt wird.
36:53Erstens kommt man ohne Spezialausweis gar nicht in den Saal.
36:55Ein Jugendfreund hat mich mitgenommen.
36:57Ein Wirtschaftsführer nicht.
36:58Aber Ihr Mann hat mir eröffnet, Sie hätten ihm vorgestern erzählt, was ich heute hier
37:02abspielen würde.
37:04Es ist mir peinlich, dass er Ihnen das gesagt hat, aber ich leugne es nicht.
37:07Also sagen Sie mir, was er Ihnen ist.
37:09Überlegen Sie, Professor.
37:11Um Richard sagen zu können, was sich jetzt hier abspielt, war es nur notwendig, dass
37:14ich heute da bin.
37:15Nicht vorgestern, nicht vorige Woche, nicht vor einem Jahr.
37:19Nur heute.
37:19Das alles mag erklärbar sein, aber das ist alles das...
37:22Leiden Sie eigentlich hier, Henry.
37:23Ich bin gleich wieder da.
37:25Herr Komplert, ich muss dich sprechen.
37:26Ja, bitteschön.
37:30Du hast mich vor einem großen Verlust bewahrt.
37:33Ja, ja.
37:34Du weißt aber auch, dass sich dadurch noch nichts zum Positiven verändert hat.
37:37Was willst du denn noch?
37:38Informationen, die echte Gewinne bringen, hohe Gewinne.
37:42Mach dir keine Gedanken.
37:43In wenigen Tagen wird dir deine wirtschaftliche Situation sowieso nicht mehr wichtig sein.
37:47Nee, doch, ich brauche von dir Voraussagen, die es mir ermöglichen...
37:50Richard, in der Woche, die ich übersehen kann, wird sich nichts ereignen, was dir irgendwelche
37:55Vorteile bringt.
37:56Claire!
38:00Warum?
38:01Richard?
38:02Ja.
38:03Wir müssen andere Medien suchen.
38:06Leute, die wir noch einmal dem Endfeld aussetzen...
38:09Und die sich verpflichten, uns genau Bericht zu erstatten.
38:11Besonders von der Börse.
38:13Kommen Sie.
38:14Muss an die frische Luft.
38:16Jedenfalls haben wir jetzt den Beweis.
38:18Ja.
38:19Henry, es wäre Schwachsinn, Ihre Entdeckung nicht auszunutzen.
38:22Sie müssen mir schon erlauben, anderer Meinung zu sein.
38:24Henry, so hören Sie doch, Sie müssen mir...
38:26Ich will mit Ihnen nichts mehr zu tun haben.
38:50Damit ist unsere leichte Musik zum Tagesausklang beendet.
38:56Beim Gong-Start ist es 24 Uhr.
39:01Bitte macht das Radio aus.
39:06Ich nehme an, du wunderst dich, dass ich dich auf diese Fahrt mitnehme.
39:10Nein.
39:12Wir fahren zur Universität.
39:14Ich weiß.
39:16Wir werden in Nathans Institut gehen.
39:18Ja.
39:20Nathans nicht, aber...
39:24Unser Besuch kann man nicht unbedingt gesetzlich nennen.
39:30Diese Schlüssel habe ich besorgt.
39:32Du hast auch an den Portier gedacht.
39:33Ja, es gibt einen hinteren Eingang.
39:37Bitte, sieh dir die Tasche an, die ich auf den Rücksitz gelegt habe.
39:41Das ist ein raffiniertes Einbrecher-Bestick.
39:44Traust du mir dazu, damit einen Wandtresor zu knacken?
39:47Durchaus.
39:49Ja, Gott, du sag doch endlich etwas Vernünftiges.
39:51Was denn?
39:52Dass du die Sache bist billig, dass du aussteigen und davonlaufen möchtest.
39:55Was hätte das für einen Zweck?
39:56Es geschieht ja doch.
39:57Aber in Gleichgültigkeit kann ich mehr tragen.
40:00Du möchtest, dass ich es gern mitmache.
40:02Na ja, Sie machen.
40:04Es geschieht doch alles für uns.
40:06Wie oft hast du das schon gesagt?
40:07Wenn wir unser gemeinsames Leben fortführen wollen, dann...
40:10Ob wir wollen oder nicht, danach werden wir nicht gefragt.
40:16Darf ich das Radio wieder einschalten?
40:18Bitte.
40:19Tag, der 18. Oktober, 0 Uhr 7.
40:23Nach einer kurzen Pause bringen wir uns...
40:25Mach aus.
40:26... und am alte Folgen.
40:28Du hast ein Verbrechen vor.
40:31Brauchst du immer darauf an, wer so etwas tut.
40:32Und warum?
40:33In einer Gerichtsverhandlung würde man solche Unterschiede kaum berücksichtigen.
40:36Es kommt zu keiner Verhandlung.
40:39Jedenfalls beteilige ich mich ohne Widerrede an allem.
40:42Obwohl ich weiß, dass du eine Pistole eingesteckt hast.
40:46Bitte, Richard, belüge mich nicht.
40:48Na gut.
40:49Man kann nichts wissen schüssen.
40:50Du bist entschlossen, notfalls einen Menschen zu töten.
40:53Unselig würde damit höchstens jemand einschüchtern.
40:55Warum ist sie dann geladen?
40:56Ich habe sie so, wie sie war, aus dem Schreibtisch genommen.
40:58Dann wäre noch Zeit, die Patronen herauszunehmen.
41:00Das werde ich nicht tun.
41:02Das weiß ich.
41:06Wir sind gleich da.
41:09Ich fahre hinter das Gebäude.
41:13Übrigens, Herr Nachtwächter macht seine nächste Runde um eins, bis dahin müssen wir fertig sein.
41:34Der Lichtschalter ist drüben auf deiner Seite.
41:42Der Frisur ist dort hinter dem Bild.
41:44Warte mal, ich hänge es ab.
41:47Wir müssen jetzt mit dem Stethoskop versuchen, die Kombination rauszufinden.
41:55Das dauert zu lange.
41:57Gut, dann mit Gewalt.
42:03Kann ich dir helfen?
42:04Jetzt müsste die Sprengladung vorbereitet werden.
42:06Ja, ja.
42:07Aber vorsichtig.
42:14So, damit wäre meine Sache getan.
42:16Der Frisur ist offen.
42:28Was ist hier los?
42:34Siegmund.
42:35Guten Morgen, Herr Professor.
42:37Die Situation ist ja wohl eindeutig.
42:38Oder brauchen Sie eine Erklärung?
42:39Nein.
42:41Was machen Sie denn hier in der Nacht?
42:43Finden Sie nicht, dass ich viel mehr Grund zu der Frage hätte, was Sie um diese Zeit
42:48in meinem Arbeitszimmer tun?
42:50Ja, das will ich hierher sagen, Henry.
42:52Aber bitte setzen Sie sich.
42:54Ich werde mich mit Ihnen nicht unterhalten.
42:57Glauben Sie, es macht mir keinen Spaß, ein Mitglied des Lehrkörpers der Universität
43:00der Polizei zu übergeben.
43:02Aber Sie zwingen...
43:03Dazu werden Sie auch keine Gelegenheit haben.
43:06Setzen Sie sich.
43:07Was ist das?
43:08Sie hat eine Pistole.
43:09Sie ist geladen.
43:11Nein.
43:12Das kann nicht wahr sein, Siegmund.
43:14Sie sind doch geladen.
43:16Ich meine, Sie müssen plötzlich verrückt...
43:18Ich habe gesagt, Sie sollen sich setzen.
43:19Verbrechen Sie die Nähe des Telefons.
43:24Ich brauche Ihnen nicht zu sagen, was ich in Ihrem Träsur suche.
43:28Nein, wirklich nicht.
43:29Wenn er in mir sagt, kann man normal.
43:32Mir steht das Wasser bis zum Hals.
43:33Er hat sich ja nicht ruiniert.
43:36Wir sind beide wahnsinnig.
43:37Auf eine romantische Art wahnsinnig.
43:39Was ihr tut, das ist doch keine Lösung.
43:41Keine, ebenfalls keine gute.
43:43Doch, Claire.
43:44Mann, Sie sind Arzt.
43:47Sie wissen, dass es jenische Ausnahmesituationen gibt.
43:51Nichts, was man tut, ist unwiderruflich.
43:53Aber was man getan hat...
43:55Ich verspreche Ihnen, wenn Sie sich einer psychiatrische Behandlung unterziehen, dann werde ich von dem, was hier geschehen ist, zu
44:03niemandem ein Wort sagen.
44:04Das ist mir nicht gedient, Henry.
44:06Da in Ihrem Träsur liegt das Mittel, das mich heilen könnte.
44:09Ich habe gebettelt, Sie sollten es gemeinsam mit mir auswerten.
44:12Aber Sie sind von einer Sturheit.
44:14Ja, vielleicht sollte man noch einmal darüber reden.
44:17Nein, Henry.
44:18Ich bin kein Verrückter.
44:20Sie wissen, dass eine Vereinbarung zwischen uns schon wegen der Pistole in meiner Hand niemals gültig sein könnte.
44:25Sobald ich hier raus bin, hetzen Sie mir die Polizei auf den Hals.
44:29Was werden Sie tun?
44:33Das bleibt ja übrig.
44:36Überlegen Sie doch mal.
44:38Sie finden es in Ordnung, dass ich sterbe, um Ihre Karriere zu retten.
44:43Sie haben Ihre Chance gehabt.
44:45Mein Angebot war fair jetzt.
44:46Ich kann nicht mehr, hörst du?
44:50Es kommt jemand.
44:52Ihr Pech.
45:09Ich kann nicht mehr, hörst du?
45:13Ja.
45:24Ich kann nicht mehr, hörst du?
45:26Oh, jetzt hat es die Panzersicherung durchgehauen.
45:29Ah, das schadet mich.
45:30Sie hat Ihre Schuldigkeit getragen.
45:33Oh, verzeihen Sie, Claire.
45:34Ich habe noch gar nicht gefragt, wie Sie sich fühlen.
45:37Sie hat es großartig überstanden.
45:40Die Instrumente haben während der ganzen Zeit keine nennenswerte Abweichung in den Organfunktionen gezeigt.
45:45Wie spät ist es?
45:47Ein Meter nach 12.
45:49Welches Datum?
45:51Immer noch der 11. Oktober.
45:55Waren Sie in einer anderen Zeit, während wir Sie beobachtet haben?
46:00In einer anderen?
46:02Ich weiß nicht.
46:05Alles ist schon einmal geschehen.
46:08Was wir sagen, was wir tun werden.
46:12Man kann nichts daran ändern.
46:15Nichts.
46:15Erzählen Sie bitte.
46:16Soll ich mich stilografieren?
46:17Ja, ja, ja.
46:18Oh, ich glaube, Sie muss sich erst erholen.
46:20Oh, ja.
46:21Selbstverständlich.
46:21Und wenn Sie mich für einen Sadisten halten, bitte, Claire, beantworten Sie mir wenigstens eine Frage.
46:25Haben Sie einen Zeitsprung hinter sich?
46:29Ich glaube nicht, dass heute wirklich der 11. Oktober ist.
46:33Sie müssen sich irren.
46:55In der Heidelberger Sendereihe Science Fiction als Radiospiel hörten Sie Rückfahrkarte in die Zukunft von Horst Zahn.
47:04Die Rollen wurden gesprochen.
47:06Die Rollen wurden gesprochen Claire von Elisabeth Schwarz, Sigmund von Kurt Liek, Nathan von Siegfried Nürnberger,
47:15Doggart von Joachim Gliese, Frau Goldberg von Otti Gemma und der Makler von Bert Hauch.
47:24Ton und Technik Bernd Lossen und Astrid Winkler-Thiede.
47:29Regie führte Andreas Weber-Schäfer.
48:00Siegfried Nürnberger.fre
48:28die
48:34Vielen Dank.
49:04Vielen Dank.
49:34Vielen Dank.
50:04Vielen Dank.
50:34Vielen Dank.
51:04Vielen Dank.
51:34Vielen Dank.
52:04Vielen Dank.
52:34Vielen Dank.
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55:34Vielen Dank.
56:04Vielen Dank.
56:34Vielen Dank.
57:04Vielen Dank.
57:34Vielen Dank.
58:04Vielen Dank.
58:34Vielen Dank.
59:04Vielen Dank.
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