#Hörbuch #deutsch
The Horus Heresy Hörbuch-Reihe kostenlos streamen und downloaden
Hier siehst du die beliebtesten und besten Folgen der erfolgreichen The Horus Heresy Hörbuch-Reihe von Dan Abnett in der richtigen Reihenfolge. Diese 13 Teile der The Horus Heresy Hörbücher kannst …
The Horus Heresy Hörbuch-Reihe kostenlos streamen und downloaden
Hier siehst du die beliebtesten und besten Folgen der erfolgreichen The Horus Heresy Hörbuch-Reihe von Dan Abnett in der richtigen Reihenfolge. Diese 13 Teile der The Horus Heresy Hörbücher kannst …
Kategorie
🎵
MusikTranskript
00:16Prandium brannte, kleinere Symbole der Ultramarines erloschen, nachdem sie zerstört worden waren,
00:24während sich die wütenden roten Symbole wie Wellen aus Blut ausbreiteten.
00:30Kein Ort auf Prandium blieb unversehrt.
00:33Die wundervollen, wilden Wälder der südlichen Provinzen lagen in Asche, waren zu atomverseuchten Wüsten verkommen,
00:42die kristallenen Berge des Ostens durch toxischen Niederschlag verstrahlt.
00:47Es würde Jahrtausende brauchen, bis sie sich erholten.
00:51Prächtige Städte voll glänzenden Goldes und silbern schimmernden Marmors lagen in Trümmern,
00:58durch orbitales Trommelfeuer zu Schutt zerbombt und vom Gesicht der Welt gefegt, als hätten sie nie existiert.
01:07Was als weltweiter Konflikt begonnen hatte, war in tausend und mehr Buschfeuer ausgeartet,
01:14die zwischen isolierten Schlachtgruppen ausgetragen wurden.
01:17Ultramarines kämpften nur wenige Meilen voneinander entfernt,
01:21hätten sich aber, was die Unterstützung füreinander betraf, auch auf vollkommen anderen Welten aufhalten können.
01:29Remus fühlte sich, als ob sich der Boden unter ihm auftäte.
01:32Er bereute seine Entscheidung bereits, Honoria von seinem Kommando entbunden zu haben.
01:38Hatte er nicht mit Barka über die Bedeutung eines kritischen Beraters gesprochen?
01:43Benötigte nicht jeder Anführer die Stimme des Widerspruchs, die ihn zwang, seine Entscheidungen zu überdenken?
01:50Er suchte auf dem taktischen Plan eine Zeichnung der Hoffnung und fragte sich, wo sie gescheitert waren.
01:57Was hätte er anders machen können?
01:59Welchem Aspekt der Lehre des Primarchen hatte er keine Beachtung geschenkt?
02:03Er hatte auf jede Entwicklung eisern die Doktrin angewendet,
02:07und doch war Brandium so gut wie für immer verloren.
02:12»Lass die Dreizehnte vorrücken«, sagte er, als er automatisch die Erinnerung an weitere Lektionen des Primarchen abrief.
02:21»Verstärkt die Siebzehnte und befehlt der Elften, sich neu zu formieren, um die World Eaters, die Tat ohne es erreichen,
02:29zu umgehen.
02:30Vorstoß, bis Kontakt hergestellt wurde, und sie dann dort halten.
02:36Befehl ausgeführt«, antwortete Urrat.
02:40»Befehlt dem achten Kampfverband, auf die Grenzen der Ixian-Provinz vorzustoßen,
02:44Einheiten des Mechanikums und Pioniere zur Verstärkung, um vorläufige Befestigungen zu errichten«,
02:50sagte Remus, nachdem immer mehr taktische Variablen in sein absolutes Gedächtnis einströmten.
02:56Ein Muster erschien, und Remus begann zu erkennen, wie heikel und angreifbar die Stellungen der World Eaters mit einem Mal
03:03waren.
03:04Es hatte Blut und Leben gekostet, um an diesen Punkt zu gelangen,
03:08aber plötzlich verstand Remus die fein, ausbalancierte, große Strategie, die dahinter stand.
03:14»Um den größten Sieg zu erlangen, muss man die größten Risiken eingehen.
03:20«, hatte ihm der Primarch in der Atomwüste von Carth gesagt.
03:24»Ihr geht niemals Risiken ein«, hatte Remus entgegnet.
03:28»Du kennst sie nur nicht.«
03:31Als die Myriaden situationsbezogener Variablen, die auf dem Plotter angezeigt wurden,
03:38in die verarbeiteten Bereiche seines Verstandes fluteten,
03:41wurde Remus schlagartig klar, welche Antworten und Manöver notwendig waren.
03:46Er erinnerte sich an einen Spruch, der besagte, dass die brillantesten Generäle die wenigsten Fehler begingen.
03:54Das war im höchsten Grade unsinnig.
03:56Die brillantesten Generäle waren in seinen Augen diejenigen,
04:00die in ihren Plänen jedwede Eventualität vorsahen und exakt wussten,
04:04wie ihre Feinde sich auf dem Schlachtfeld verhielten.
04:07Angesichts der atemberaubenden Schönheit und Komplexität der Kriegslist,
04:12die sich nun in seinem Geist entfaltete, wurde ihm zweifelsfrei bewusst,
04:17dass Rob Gilliman solch ein General war.
04:20Es war als spräche der Primarch höchstpersönlich,
04:23als nutze er Remus lediglich als Kanal.
04:27»Befehlt dem Kampfverband Ultima, die Front entlang des Flusses Axiana neu zu formieren«, sagte er.
04:34»Neunte und fünfundzwanzigste sollen die Richtung ihres Vormarsches abändern.
04:40Nordost zu Referenzpunkt 69 Alpha 83 Delta.«
04:46Fraglos befolgten die Käpt'ns seine Befehle, aber Remus war noch nicht am Ende.
04:51Die Befehle flossen nur so aus ihm heraus,
04:53jeder von ihnen ein vergifteter Pfeil, der sich ins Herz der feindlichen Befehlshaber bohrte.
04:58Die Manöverbefehle kamen in einer fieberhaften Geschwindigkeit
05:02und so schnell, dass seine Untergebenen kaum Schritt halten konnten.
05:07In ihren Gesichtern zeigte sich Verwirrung.
05:10Als jedoch die weltweiten Stellungen der Ultramarines
05:13sich Remus' Befehlen entsprechend formierten,
05:16wandelte sich ihr Gesichtsausdruck zu einem einhelligen Erstaunen.
05:22Im Zentrum der Praxos-Territorien fand sich ein Netz aus roten Symbolen,
05:27das einen der Hauptkampfverbände der World Eaters darstellte.
05:30Plötzlich von allen Seiten durch Einheiten der Ultramarines umzingelt,
05:35die vorher vollkommen isoliert gewesen waren.
05:38Mit einzigartiger Unnachgiebigkeit drängten sie den Feind in die tödliche Falle.
05:43Innerhalb von nur Minuten erloschen die roten Symbole,
05:46als die Feuerkraft dreier Kompanien der Ultramarines
05:49das Gebiet mit Artillerie, unzähligen Boltern
05:52und den Feuerstürmen zuvor in Stellung gegangener Devastator-Trupps überschüttete.
05:58Überall auf Brandium sahen sich die Kohorten der World Eaters belagert,
06:04voneinander abgeschnitten und in ihrer blindwütigen Aggression
06:08unwiederbringlich den Waffen der Ultramarines ausgeliefert.
06:11Das Resultat war mit einer Million Dominosteine vergleichbar,
06:15die in scheinbar ungeordneten Mustern gegeneinander fielen
06:19und ein Meisterwerk kinetischer Energie bildeten.
06:22Ganze Kompanien der Ultramarines, die sich schon auf dem Rückzug befunden hatten,
06:28schwenkten nun um und verbanden sich mit ihren Brüdern.
06:31Gemeinsam trieben sie die World Eaters in tödliche Fallen,
06:35aus denen es kein Entkommen gab.
06:38Wie ein anmutiges Ballett bewegten sich die Ultramarines
06:42nach den Befehlen aus Remus Mund,
06:44arbeiteten in makelloser Harmonie zusammen,
06:47eine elegante und perfekt entworfene Kampfmaschine.
06:51Ein rotes Symbol nach dem anderen erlosch,
06:54während das Blau der Ultramarines beständig aufleuchtete.
06:58Die Zahlen auf den laufenden Verlustanzeigen sanken,
07:02bis sie schließlich Null erreichten,
07:04die World Eaters aber starben.
07:06Innerhalb einer Stunde war die Schlacht vorbei
07:09und Brandium erfolgreich verteidigt.
07:13Das glaub ich nicht, flüsterte Urrat
07:16und schaute auf die Berichte über die gesicherten Schlachtfelder,
07:20die von allen Orten des verwüsteten Planeten eintrafen.
07:23Es ist unmöglich, hauchte Ewexian.
07:26So schnell, so gnadenlos.
07:31In Wahrheit konnte auch Remus kaum glauben,
07:33dass alles so schnell zu Ende gegangen war.
07:35Es war eine Sache, den Visionen des Primarchen zu vertrauen,
07:39eine andere aber, sie tatsächlich ausgeführt, zu sehen.
07:44Wie lautet unsere operative Effektivitätsstufe?
07:47fragte Remus.
07:49Eilig ordneten die Kommandanten die Informationen,
07:52sortierten die Feldberichte,
07:54berechneten Verluste, Munitionsverbrauch
07:56und den Kampfkraftverlust der Einheiten.
07:59Anzeigen erschienen auf dem Plotter.
08:02Wenige waren rot eingefärbt,
08:04einige weitere orange,
08:06die Mehrzahl jedoch leuchtete in einem gesunden Grün.
08:10Urrat fasste den eintreffenden Informationsfluss zusammen,
08:14aber Remus benötigte keine Interpretationen der Daten.
08:18Die sichtbaren Ergebnisse waren eindeutig genug.
08:2277 Prozent der Einheiten im Feld sind sofort und vollständig einsetzbar,
08:29sagte Urrat.
08:31Acht Prozent befinden sich am Minimum
08:34oder auf einer ungeklärten Bereitschaftsstufe.
08:38Weitere 13 Prozent auf gefährlichem Niveau.
08:43Nur zwei Prozent sind kampfunfähig.
08:46Wenn ich es nicht mit meinen eigenen Augen gesehen hätte,
08:50sagte Ewexian und sprach damit aus, was alle dachten.
08:54Das alles entsprang dem Werk des Primarchen?
08:59fragte Urrat.
09:00Habt ihr je daran gezweifelt?
09:03fragte Remus zurück.
09:05Verdammt soll ich sein.
09:07Aber für einen Moment war ich nicht sicher, Remus,
09:11antwortete Urrat und wischte sich den Schweiß von der Stirn.
09:15Tadelt mich, wenn ihr wollt.
09:17Aber ich hatte befürchtet, wir verlieren Brandium
09:21und den Hauptteil der Legion.
09:26Brandium ist trotzdem verloren, sagte Ewexian bitter.
09:32Schaut euch doch an, was diese mörderischen Bastarde
09:36der schönen Jungfrau von Ultramar angetan haben.
09:40Wie soll sich ein Planet von dieser Tortur jemals erholen?
09:44Die Welten Ultramar sind widerstandsfähiger als andere Ewexian,
09:49sagte Remus.
09:50Er atmete tief aus und lächelte,
09:53ob des Sieges, den sie gerade errungen hatten.
09:56Brandium kann genesen und in neuer Blüte erstrahlen.
10:00Vertraut mir, es braucht mehr als Angrons schlechter,
10:04um ihr Licht zum Erlöschen zu bringen.
10:09Gefecht 228
10:15Mir gefällt das nicht, sagte Sergeant Barker,
10:20als ob wir in einer Rotationsbüchse flügen.
10:25Ich könnte durch diesen kümmerlichen Rumpf hindurch spucken.
10:30Ihr spuckt schließlich auch Säure, erinnerte ihn Remus.
10:35Es gibt nicht viele Oberflächen oder Rümpfe,
10:38in die euer Speichel kein Loch brennen könnte.
10:41Ihr wisst, was ich meine.
10:44Ich weiß, aber keine Sorge.
10:46Der Thunderhawk ist nur ein vorläufiges Modell.
10:48Er wird nicht lange in Gebrauch sein.
10:50Gut, sagte Barker und blickte auf die grobe,
10:54fabrikgefertigte Innenausstattung des wankenden Luftschiffes.
10:58Man konnte die metallenen Verstärkungsspanten erkennen
11:02und dicke Kabelbündel, die das Schiff am Laufen hielten,
11:06schlängelten sich von einem Ende des kastenförmigen Rumpfes zum anderen.
11:10Ultramar war weit von den Zentren der Schmiedewelten des Mechanikums entfernt
11:15und die 13. Legion hatte erst kürzlich eine Flotte neuer Landungsschiffe geliefert bekommen.
11:21Remus ärgerte sich angesichts der hastigen und minderwertigen Konstruktion der Schiffe.
11:27Sie waren unprofessionell entworfen und verarbeitet.
11:30Nicht einmal eine Gravur war auf ihnen zu finden.
11:33Kein Meister war bereit gewesen, seinen Namen für diesen Schiffstypen herzugeben.
11:38Remus wunderte das nicht.
11:40Alles an diesem Fluggerät deutete auf die Arbeit eines Laien hin
11:44und dass er ihm sein Leben anvertrauen musste, stimmte Remus nicht zuversichtlicher.
11:50Das Siegel des Mechanikums war an der Stirnwand neben ihm eingebrannt
11:54und Remus tippte es an.
11:56Vielleicht brachte es ihm Glück.
11:59Das habe ich gesehen, sagte Barker.
12:04Ihr seid nicht etwa abergläubisch?
12:08Es war eine beiläufige Frage, aber Remus hörte die Warnungen darin.
12:13Er musste seine Antwort vorsichtig wählen.
12:15Barker hatte durchaus das Recht, seinen vorgesetzten Offizier
12:19wegen eines Ultramarines unangemessenen Verhaltens seiner Führung zu entheben.
12:24Sogar jetzt, mitten in einer Gefechtssituation.
12:28Insbesondere jetzt.
12:30Nein, aber mich beruhigt die Tatsache,
12:33dass ihr Vertrauen in die Maschine groß genug ist,
12:36dass sie sie mit ihrem Siegel versehen.
12:40Wahrscheinlich ist es das Einzige, was dieses Ding zusammenhält,
12:46bemerkte Barker, als der Flieger um eines der glühenden heißen Agri-Silos auf Quintan herumflog.
12:53Vereinzelt blitzte Licht durch die Sichtfenster des Schiffes,
12:57als Remus plötzlich ein Reißen unterhalb des Schiffs spürte.
13:01Eine Kollision oder ein Systemausfall.
13:04Der Flieger stürzte und Remus' Herz machte einen Sprung.
13:09Nur einen halben Meter verfehlte der Flügel des Schiffes das silberne Silo.
13:13Ziel voraus, sprach eine Stimme aus dem internen Vox angestrengt,
13:18durch die Schwierigkeiten, das ruckende Fahrzeug gerade zu halten.
13:22Der Ton des Piloten sagte Remus deutlich, was die Crew von dem Landungsschiff hielt.
13:27Ein Stormbird war im Vergleich zu diesem Gefährt etwas vollkommen anderes.
13:32Er hatte Kraft und war eine Freude für jeden Piloten.
13:35Ein solides Transportmittel, das die Legion des Astartes verlässlich überall dorthin brachte,
13:40wo sie benötigt wurden.
13:42Remus verband die Eingabeeinheit seines Helms mit dem Sichtschirm,
13:45der im Bug des Schiffes angebracht war,
13:47und betrachtete die unberührte Symmetrie Idrisias.
13:50Sie war eine der zentralsten, der mächtigen landwirtschaftlichen Hydropolis-Städte auf Quintan.
13:57Obwohl durch Industrie und die intensive Landwirtschaft verschlissen und etwas heruntergekommen,
14:02war sie auf ihre eigene Weise noch immer wunderschön.
14:05Majestätische Türme ragten in den Himmel.
14:08Es gab große, säulenumfasste Wandelhallen und mit Marmor verkleidete Prachtsäle.
14:14Ihr Straßenplan erschien auf Remus' Bildschirm und überlagerte seine Sicht.
14:18Die funktionale und ästhetische Anordnung der Straßen und Gassen zeugte von meisterhaftem Geschick.
14:25Wie bei den meisten Dingen in Ultramar hatte der Primarch seine Genialität
14:30auch in der Architektur und Anordnung der Städte zum Ausdruck gebracht.
14:35Leider aber nicht bei dem Entwurf dieses Landungsschiffes.
14:39Große Ansammlungen des Feindes waren rot markiert und Remus sah,
14:44wie tief er seine glühenden Krallen bereits in die Stadt gegraben hatte.
14:48Häuserkampf war eine der Stärken dieses speziellen Feindes,
14:52der einen Hang zu heimtückischen Kurz- und Mittelstreckenwaffen hatte,
14:56die sich durch jede Deckung brennen konnten.
14:58Als wäre sie aus Papier.
15:01Diese Schlacht war die Bewährungsprobe.
15:04Alle früheren waren fast verloren gewesen,
15:07bevor das großartige Werk des Primarchen zur Geltung kommen
15:10und das Schicksal hatte wenden können.
15:14Seinen Wert hatte er bewiesen, ein ums andere Mal, Kampf um Kampf.
15:19Mittlerweile war die Vierte nicht mehr die einzige Kompanie,
15:22die mit den unglaublichen Doktrinen des Primarchen gerüstet war.
15:25Zur gleichen Zeit, in der sich die Krieger der Vierten ihrem Ziel näherten,
15:29kämpften andere Kompanien auf vielerlei Kriegsschauplätzen Quintans gegen den Feind.
15:35Remus aber fühlte, dass er und seine Brüder noch am deutlichsten zeigen würden,
15:41ob die Lehren des Primarchen tatsächlich fest in ihrem Geist eingebettet waren.
15:46In manchen Kreisen waren sie als die unerbittliche Vierte bekannt,
15:51eine Kompanie, berüchtigt für ihre waghalsigen Unternehmungen.
15:55Ihren heroischen und tollkühnen Eifer und die persönliche Tapferkeit jedes einzelnen Kriegers.
16:01Wenn das Werk des Primarchen sich in der Vierten Kompanie durchsetzte,
16:05dann würde es das überall tun.
16:07Denn wo die Vierte Kompanie führte, folgten ihr alle anderen Kompanien.
16:13Das Landungsschiff vibrierte heftig, als Remus seinen taktischen Schirm ausschaltete
16:19und der Pilot schwindelerregende Ausweichmanöver flog.
16:22Das Signallicht über der vorderen Sturmrampe leuchtete grün auf
16:26und Remus schlug seine Handfläche gegen den Gravitationsharnisch.
16:30Die Gurte schnellten nach oben und ergriff nach seinem Bolter in der Wandnische neben sich.
16:35Der Thunderhawk war vielleicht ein klappriges Stück Schrott,
16:38hatte aber einen geschickt entworfenen Stauraum, der das Schiff wenigstens funktional machte.
16:43Fährte, brüllte Remus, aufsetzen in 15 Sekunden.
16:5030 Krieger befanden sich im Thunderhawk, eine Streitmacht, die sich in der Gewissheit vereint sah,
16:55fast jeden Feind zerstören zu können.
16:58Trotzdem fühlte sich Remus sonderbar, in eine Schlacht zu ziehen
17:02und nicht wenigstens 50 Krieger in seinem Rücken zu wissen.
17:05Die Kunst des Krieges bestand nicht aus Anstand oder der Ehrbezeugung gegenüber einem Gegner.
17:11Sie bedeutete ihn mit überwältigender Stärke zu Staub zu zermalmen.
17:16Nur wenige Feinde würden eine Offensive von 50 Space Marines der Ultramarines überleben.
17:22Ja, gewiss, auch ein Angriff von 30 würde kaum Überlebende hinterlassen.
17:26Aber trotzdem.
17:28Remus stellte sich gerade an den Rand der Sturmrampe,
17:31als sich das dumpfe Stampfen der Motoren zu einem Kreischen verwandelte
17:35und der Pilot das Schiff schweben ließ.
17:39Die Rampe wurde herabgelassen und die trockene Hitze von verbranntem Gestein und heißem Metall schlug in den Innenraum.
17:46Aber so mächtig der Geruch auch war,
17:49er konnte nicht gegen den Geruch des künstlichen Düngers und der chemischen Pestizide ankommen.
17:54Dem satten Aroma umgegrabener Erde und tausenden Morgen von Getreidefeldern.
18:02Remus sprang ab, seine Krieger folgten und sammelten sich in perfekt geordneten Trupps zu beiden Seiten.
18:09Geduckt, um dem sengenden Triebwerksstrahlen zu entgehen, verteilten sie sich.
18:14Sie befanden sich auf einem Dach, es war schwarz, sengend heiß und die Luft war vom gestankbrennenden Treibgases erfüllt.
18:21Grün gepanzerte Körper hingen bewegungslos über der Brüstung und Remus sah zahlreiche Raketenhülsen unter den Gefallenen.
18:30Gute Landungsabwehr, sagte Barker, der seinem Blick gefolgt war.
18:36Stimmt, antwortete Remus.
18:38Er hatte nicht mitbekommen, wie der Thunderhawk seine Vordergeschütze abgefeuert hatte,
18:42nahm aber an, dass dies nur natürlich war.
18:45Einen Luftangriff in einer Landungszone auszuführen, war ein riskantes und schwieriges Unterfangen.
18:51Aber die Waffen des Thunderhawk hatten ihren Absprungspunkt schlagkräftig von jeglichen Gegnern gesäubert.
18:58Er stutzte bei diesem letzten Gedanken.
19:01Es war einfach gewesen, in die Unmittelbarkeit seiner letzten Kämpfe einzutauchen,
19:05aber diese Operation war anders.
19:08Was ist los, Käpt'n?
19:12fragte Barker.
19:13Wir müssen weiter.
19:16Hier haben wir sie überrascht, aber das wird nicht ewig so weitergehen.
19:24Alles in Ordnung, versicherte Remus.
19:27Er warf einen letzten Blick auf die Leichen und schüttelte den Kopf.
19:31Das Undenkbare war zu einer äußerst realen Bedrohung geworden
19:37und allzeit musste er sich vergegenwärtigen, was auf dem Spiel stand.
19:42Die Natur des Gegners spielte keine Rolle.
19:46Alles, was zählte, war das Ergebnis.
19:49Die Ultramarines mussten kämpfen und sie mussten gewinnen.
19:54Nie hatte mehr auf dem Spiel gestanden.
19:56Ein Sieg sicherte das Überleben der kostbarsten Sache in der Galaxis.
20:02Eine Niederlage bedeutete ihre Auslöschung für alle Ewigkeit.
Kommentare