- 12 hours ago
Junge Musikerin · Berliner Singer- Songwriterinnen und ihre Karriere
Category
📺
TVTranscript
00:00.
00:00.
00:00.
00:00.
00:01.
00:01.
00:08.
00:09.
00:10.
00:10.
00:11.
00:11.
00:13.
00:13.
00:14.
00:14.
00:15.
00:15.
00:16.
00:17.
00:17.
00:18.
00:18.
00:18.
00:18.
00:19.
00:19.
00:19.
00:20.
00:20.
00:21.
00:21.
00:21.
00:22.
00:22.
00:22.
00:22.
00:23.
00:23.
00:24.
00:24.
00:24.
00:25.
00:26.
00:26.
00:28.
00:28.
00:28.
00:28.
00:29.
00:29.
00:29.
00:29.
00:29.
00:30.
00:30.
00:30.
00:31.
00:31.
00:31.
00:31.
00:32.
00:32.
00:33.
00:33.
00:34.
00:34.
00:34.
00:35.
00:35There's not so much space for people like me.
00:46In my first album I had a deal with Universal.
00:50And I didn't want to do anything bad, but there was a lot about it.
00:54Cool, that's going so far.
00:59Then there was a lot of money for a super beautiful video,
01:03where I look beautiful.
01:06And that all the relationships were always on a flirty level.
01:11And not, how cool is she?
01:13What has she actually for cool ideas?
01:25Give me everything and more
01:34I am Naima Hossein.
01:39I am from Beruf Musikerin.
01:42And I live here in Berlin, Neukölln, with my 9-year-old son.
01:45And by all the whole world, come myself not behind me.
01:50I work in many different areas.
01:53I play theater music.
01:54I play songs.
01:55I play many concerts.
01:57I work on a new album.
02:03I can't even hear it like that.
02:06I can't even hear it like that.
02:06But...
02:10Many find it incredibly good to say, I live as artistry or as a musician.
02:16I grew up in a music family.
02:19For me it was always the same.
02:21I always thought about this category.
02:24My father brought me, when I was 12,
02:26how to produce music and produce,
02:30how to arrange his own songs
02:33and create a world.
02:40I work with a great Regisseur at the music for Alice im Wunderland.
02:48She was also here.
02:49We have a bit brainstormed and tried it.
02:57It's just like hip.
02:59I'm in my Karlsruhe-Staatstheater.
03:01I have a very wide way.
03:03I love it.
03:06I love it.
03:07I love it.
03:08But with a child and so on,
03:10I don't always have to go through the whole land.
03:21One of them is self-awareness,
03:24very künstlerous things,
03:27very uncommercially.
03:45And then there's this super-good-funktionierende Kindermusik-Projekt
03:49with Pauken and Planeten.
03:52Ohne das Bling-Bling,
03:53Ohne das Ding-Ding
03:54Ist mir langweilig.
03:56Das gibt's ...
03:56Dann hab ich ein Workshop-Format,
03:58das ich an der Jugendkunstschule manchmal anbiete.
04:00Dann hatte ich teilweise noch SchülerInnen.
04:02Dann mach ich eben diese Theaterproduktion.
04:04Ich muss manchmal selber mich anstrengen,
04:06nicht zu vergessen, was ich eigentlich alles mache,
04:08weil es ist relativ viel.
04:29Ich bin Malonda, ich bin Sängerin, Songwriterin,
04:32ich bin außerdem Aktivistin, positioniere mich als Schwarz und als Queer,
04:35schreibe ab und zu Kolumnen-Essays und hab ein eigenes Musical.
04:43Hastige Schritte durch raschendes Dicke?
04:47Malonda ist mein Nachname und gleichzeitig mein Künstlerinname.
04:53Wie mach ich das dann?
04:58Das zu machen, was ich erstmal Londa tue, ist für mich überlebensnotwendig tatsächlich.
05:03Ich hab sehr, sehr lange gebraucht, um das rauszufinden
05:06und dann auch schwierige Entscheidungen treffen müssen.
05:08Mach ich das jetzt wirklich so zu meinem Hauptding?
05:13Ich musste mich da schon vollumfänglich drauf einlassen,
05:16mit allem, was dazugehört und auch mit der Ungewissheit einfach mal zu springen
05:21und dann so den Moment, wo man nicht weiß, geht's noch weiter nach vorne
05:24oder fällt man demnächst.
05:27Denn meiner Angst heut begegnet
05:31Sie kam auf mich zu im Park
05:35Als könnte sie es kaum erwarten
05:38Sie lacht mich an und sagt
05:40Da bist du ja
05:41In meinen Songs geht's ja um meine Hoffnungen, Träume, Wünsche, Ängste
05:48Und so im Privaten fällt es mir manchmal schwer, das alles auszudrücken
05:56Und deswegen habe ich diese Kunstfigur erschaffen
06:00So eine Malonda, die alles sagen kann, die grandios und zugleich sehr, sehr verletzlich sein kann
06:08Dass ich die mit großer Geste alle in den Arm nehmen kann und Geschichten erzählt
06:16Und du wachst über mich, hältst mich wach, du erweckst mich zum Leben
06:22Und ich guck mit meiner Scheiß an, an den Rand, von oben diese Stadt an
06:31Heutzutage ist das Leben als Künstler anders
06:33Wir müssen auf Social Media aktiv sein, auf unterschiedlichen Plattformen
06:39Das heißt, wir müssen unsere eigene PR tatsächlich machen
06:43Content, Content, Content
06:44Irgendwie unterschiedliche Formate
06:46Dann auch irgendwie Merge und so weiter und so fort
06:49Also wir sind schon echt irgendwie mit sehr, sehr viel anderem beschäftigt
06:53Was nicht mit dem Eigentlichen, nämlich dem Kreieren unserer Kunst zu tun hat
07:01Das hier ist es mein seit heute über
07:04Sowohl meine EP als auch das Album waren tatsächlich geförderte Projekte
07:09Aber ein Teil von den Videos auch so selbst finanziert
07:12Und deswegen ist es halt schon auch immer wieder so ein bisschen die Frage, wo kommt das Geld jetzt her?
07:23Ich bin im Wintergarten-Varieté zum Beispiel als Sängerin
07:28Ich habe einen Dayjob, eine technische Assistenz bei einem deutschen Fernsehsender
07:33Ich spiele meine Konzerte
07:38Ich gebe Workshops und Speeches, PanelistInnen
07:45Ich moderiere Sachen und ich schreibe
07:51Sagen wir so, ich arbeite so viel, damit ich meine Kunst machen kann
07:56Und je mehr ich davon leben kann, das so cooler ist das natürlich
07:59Aber es ist halt nicht garantiert
08:06Danke schön
08:09Irgendwas ist runtergefallen, egal
08:11Also mein Sohn ist neun Jahre alt und ich war ganz überrascht darüber, dass als er dann selbstständiger wurde
08:18Dass ich tatsächlich parallel dazu immer mehr Aufträge, Jobs oder Einladungen ins Ausland oder sonst was hatte
08:24Irgendwie gab es da eine ganz klare Parallele
08:27Guck mal, jetzt habe ich nämlich unsere schlaue Soundliste gefunden
08:31Bei den vielen Sachen, die ich mache, das ergibt sich ja immer aus Kontakten, aus frisch neu entwickelten Ideen
08:37Und ja, da muss man irgendwie auch unterwegs sein und im Gespräch sein
08:56Ich war auf Tour, als mein Sohn noch so Baby war, also ich weiß nicht, 1,5 oder so
09:02Und dann bin ich halt so mit einem Stillbaby auf Tour gegangen und musste immer nach dem Soundcheck ins Hotel
09:07rennen, mein Kind stillen und wieder zum Auftritt rennen
09:10Das war unglaublich aufwendig, das stand in keinem Verhältnis mehr
09:14Musste ich sogar Hartz 4 beantragen, also ich hatte sogar ein paar Jahre gar keinen Support, weil ich habe kein
09:20Geld in der Familie
09:22Wie sollte das gehen?
09:25Aber es gibt mittlerweile tolle Initiativen, also meine Freundin Aline Kohn zum Beispiel, die ist super clever und gut engagiert
09:33Sie sagt dann halt, wie kann es sein, dass es keine Förderung gibt für Frauen, die mit Kindern auf Tour
09:37gehen wollen
09:38So, jetzt gibt es mittlerweile einen Fördertopf für den Babysitter
09:41So, ich sehe ihn
09:46Wow, das ist ja wahnsinnig
09:50Ja, oder sind das halt Metaphern, sind die beiden halt Metaphern für ein bestimmtes Nachtverhältnis?
09:55Also ich frage mich natürlich schon, aus welcher Perspektive es geschrieben wird, ob ich die Schwarze Medusa bin oder ob
10:04ich sie quasi beschreibe wie eine Schwester
10:08So, das beschreiben wie eine Schwester würde ich vielleicht auch interessant finden
10:13Ne? Ja
10:14Ich meine, die Medusa hat ja schon so Schlangenhaare
10:18Die hat schon so Schlangenhaare
10:20Könnte man sich jetzt schon vorstellen
10:22Das ist schwarze Menschen, wenn sie auch natürlichen Haare tragen, dass sie dann irgendwie als unprofessionell oder vielleicht sogar auch
10:30gefährlich gelten irgendwie
10:31Zum Beispiel finde ich es total gut, wenn ich jemanden habe, mit dem ich über Dinge gemeinsam nachdenken kann
10:39So, also so ihr Blick, der ihn erstaunen lässt, in den Band zieht und verhext, die Angst sitzt tief, er
10:45ist entsetzt
10:46Wirft einmal noch einen Blick auf sie, wird er gleich zu Stein, Steine können helfen, sich von Blicken zu befreien
10:52Mhm
10:53Das hatte ich schon mal besser, wo ich es noch eher in Du mir vorgestellt habe oder so
11:06Ich bin groß geworden als schwarzes Mädchen in einem sehr weißen Umfeld und hab versucht, mich bestmöglich zu assimilieren
11:18Also, leiser zu sprechen, bisschen gebücktere Haltung, mich ein bisschen klein machen
11:25Ich glaube, was mir gefehlt hat, als Kind war, in den Leuten, die groß und schön und erfolgreich sind, zu
11:36sehen, das ist jemand
11:37Das kann ich auch sein
11:39Das ist jemand auch nicht
11:56Hallo!
11:57Schön dich zu sehen
11:58Na?
12:00War eine lange Fahrt
12:02Ja, wie immer
12:06Jetzt sind wir angekommen in dem wunderschönen Studio im Wald
12:10Das ist auch genau der Ort, an dem wir hier immer arbeiten
12:14Ja
12:16Ich habe mich gefreut, ich freue mich immer, wenn es Kaffee gibt
12:20Yay, Kaffee!
12:25Vanya Slavin, ähm, der Produzent meiner Träume
12:31Und, äh, Vanya ist mega gut ausgestattetes Studio mit, ähm, allem Equipment und Instrumenten, was man braucht, um fantastische Musik
12:40aufzunehmen
12:41Und, ähm, da kommen sie immer alle hierher, die Künstler, zu dir
12:45Wir treffen uns immer abends, alle paar Wochen hier und kochen irgendwie leckere Sachen
12:53Und dann arbeiten wir bis morgens eigentlich im Studio und schreiben eigentlich jedes Mal einen Song oder zwei
13:01Wir nehmen jetzt hier ein Musikalbum auf
13:03Also, wir haben jetzt eigentlich schon zehn Songs aufgenommen und dann kommt auch noch alles andere, was dazu gehört
13:15Ah, hab es?
13:19Ich steh am Leben
13:21Jetzt verändert sich ja sowieso alles, also, es ist überhaupt fragwürdig, ob man noch Platten pressen sollte
13:28Die meisten Leute kaufen einfach keine Platten mehr und man veröffentlicht auch ja eigentlich nur noch einzelne Songs deshalb
13:34Also, das verändert sich jetzt gerade ja alles
13:37Dass man dann sofort schon wieder eigentlich zurück
13:40Dass es nicht so lang ist
13:41Ja, das ist nur, dann kann man später darauf
13:43Und aber in dem Teil davor, bevor es in diesen, wo es so ein bisschen so instrumental wird, da finde
13:49ich könnte auch noch was passieren
13:51Vielleicht könntest du da irgendwie noch eine kleine Sintfläche oder irgendwas
14:00Es gibt eigentlich fast nichts, was einen mehr mit so spontaner Euphorie erfüllt, als wenn man einen Song fertig geschrieben
14:07hat
14:07Ich stell mir vor
14:10Wie sie im Warmwasser baden
14:14Man hat eine coole Idee, einen coolen Satz oder eine schöne Melodie
14:18Und irgendwie findet alles zusammen und in dem Moment, wo das irgendwie so einrastet, wie so ein Puzzle
14:25Erschafft man ja etwas Neues
14:29Der Pool ist leer
14:31Ich steh im Wald
14:34Meine Füße
14:37Sind weit weg
14:39Das ist geil, weird
14:41Ich stell mir vor
14:43Meinst du, wir schaffen das in einer Woche jetzt wirklich alle Songs, also richtig fertig zu schreiben, so und fertig
14:49zu arrangieren?
14:49Ja, auf jeden Fall
15:012023, ich hab mir das vorgenommen, dass das mein Jahr wird, so eine Art definitiver Wendepunkt
15:06Das Jahr, in dem ich mein Album rausbringe, es gab tolle Rezensionen
15:11Und dann kommt die Festivalsaison und nichts passiert, ich krieg nicht einen einzigen Gig
15:15Das sind offensichtlich auch strukturelle Barrieren, ich kenn das
15:21Hast du gut hergefunden?
15:23Berlin findet man nirgendwo gut hin
15:25Ja
15:28Letztes Mal, so ein bisschen, da war ja die Fragestellung
15:33Was, ja, mein queere schwarze Femm-Sein mit mir in diesem Musik-Business macht
15:40So, und das haben wir auch so ein bisschen anhand deiner, gegen deine Erfahrungen auch nochmal gestellt
15:47Ja, Erfolg, das ist erstmal was total positiv besetzt ist, das ist irgendwie eine gute Nachricht
15:51Erfolg ist eine gute Nachricht, Frage nach der Kehrseite dessen ist, wäre der nächste Schritt
15:56Und aber auch, was hat es gekostet, diesen Erfolg, der sich ja dann meistens über irgendeine Form von Quantifizierbarkeit irgendwie
16:01bemisst
16:02Also in Form von Klicks, Views, Shares, Likes, Slots, Sales
16:06Wir müssen quasi immer noch erst beweisen, dass wir für die Bedürfnisse eines rezipierenden Publikums auch genau die richtigen sind
16:13So, und das wird halt umso schwerer, je mehr wir nicht den gängigen Vorstellungen von dem entsprechen, was denn als
16:23genehm irgendwie gilt
16:25Ich kann das gar nicht richtig ausdrücken, aber
16:28Weil das Absurde ist ja, weißt du, das Absurde ist ja, dass wir eigentlich in Jobs sitzen, die sich ganz
16:33viele Leute total erträumen
16:34Schauspielerin, Sängerin, Model
16:35Das ist ja auch mein Traumjob, sonst würde ich ja was anderes machen
16:38So, weißt du, ich könnte andere Dinge machen, aber ich mache ja das
16:40Und gleichzeitig stellt man fest, wie viele Haken da einfach auch, einen wirklich zurückhalten oder mit oder gegen den Strom
16:45schwimmen vielleicht
16:46Ich möchte tatsächlich auch etwas in dieses Musikbusiness, in diese Musikindustrie hinein kommunizieren und sagen, hey, wir sind hier, wir
16:57wissen ganz genau, was wir wollen und ihr müsst uns tatsächlich auch zuhören
17:00Das ist das, was ich auch will und worauf ich hinarbeite, ist halt, ich möchte auf den Bühnen in Deutschland
17:07stattfinden, that's all I want
17:08So, go, okay?
17:10Ja
17:10Ja, also
17:11So,
17:18Aber dein Leuchten kann alles überstehen
17:22Sollen die schwarzen Löcher doch zum Teufel gehen
17:26Aber ich, ich bin nicht on the run
17:30Ah, ah, ah, ah...
17:32Weil man manchmal nicht mehr kann
17:37Da-da, da-da-da...
17:41Da-da-da-da...
17:43Da-da-da-da...
17:46Da-da, da-da-da...
17:50Da-da-da-da...
17:53Eigentlich fing sozusagen meine Prärung als Musikerin schon vor meiner Geburt an.
17:59My parents, my uncle and my dad had a band together.
18:03In this time came my parents together.
18:07It was a pretty wild time.
18:16I was the first time in my family,
18:19which studied and studied.
18:20It was all very wild, chaotic, chaotic.
18:37I was born in 1983 in Essen.
18:41My mother is Congolese, my father is Sudanese.
18:45They were not together.
18:47My mother didn't know her in Germany.
18:52When I was 11 years old,
18:53she found a woman over the Diakonie.
18:59She took not only me,
19:01but also my mother's mother.
19:04So I grew up with two mothers.
19:10Husseini, the name of my father,
19:14who was half Albanian, half Turkish.
19:16But my name, Naima, I have not because of it,
19:20because my parents called me a jazz song.
19:25I sang at the school theater.
19:28I sang at the Abiball.
19:31I sang at a punk band.
19:34Then I was away from Essen.
19:36I was away from Essen and laid first
19:37and I laid out the singing
19:38first of all.
19:39I had to study at SVWL,
19:41I had to study at the Media Wirtschaft.
19:44I had to study at the time.
19:47I began to think,
19:48what I needed to be really happy to be
19:52and that was the beginning of a long journey
19:58to the project Malonda.
20:04Schwerze Medusa am einsamen Ufer.
20:11Einst wird sie treffen, sein tödliches Schwert.
20:20Ah, und aus ihrem Blut wird steigen
20:23ein fliegendes Pferd.
20:24Das ist das mit dem Auftakt, ne?
20:26Scheiße!
20:28Und aus ihrem Blut wird steigen
20:30A flyer, a flyer, a flyer, a flyer.
20:32Ah, okay.
20:34I remember when the MeToo-Debatte was very much about Medusa spoke about,
20:40as a victim of sexual violence,
20:43which then would be punished for it, that it was happened,
20:47and then was also a guy who was punished.
20:51And then another man would kill his head.
20:56The power, which is very positive.
21:01But also Wissen.
21:03Yes, that's what I mean.
21:04We're seldom with intelligence in connection as black women
21:08or with magic powers.
21:10And that's where the brain is actually first.
21:13For Wissen, for Ratio, for Kognition.
21:17And that then as a weapon to have,
21:20it doesn't have to be negative.
21:23Yeah.
21:25Mir ist es wichtig, dass Natascha hier ist,
21:28weil alles, was ich über dekoloniale Theorie gelernt habe,
21:31habe ich von Natascha A. Kelly gelernt.
21:33Tatsächlich, it's true, though.
21:36So.
21:37Und ...
21:38Danke.
21:40Aber weißt du, was das Schöne ist auch?
21:42Dass es nicht nur die Textform gibt,
21:45wie man unsere Geschichten erzählt.
21:47Und das ist das Schöne an diesem Song.
21:49Dass es halt ein neues Medium ist.
21:52Same story.
21:53Same, same, but different.
21:59Sieh in die Augen.
22:03Siehst du die Pracht?
22:05Siehst du den Wahn?
22:08In ihren Augen siehst du die Wut?
22:14When I was young, my mama said,
22:17sie werden dich immer behandeln wie Dreck.
22:21Ich hab nur gelacht und gedacht,
22:23dass sie nicht mehr ganz dicht wär,
22:25doch heut bin ich nicht mehr so sicher.
22:31So auf Social Media gab's natürlich wahnsinnig viel Hate.
22:35Also Leute sind richtig, wenn's dir nicht gefällt,
22:38dann geh doch nach Hause.
22:39Und I'm like, that's kind of the point.
22:41Ich schreibe ja darüber, dass ich hier zu Hause bin
22:43und wie das für mich so ist.
22:44Sie haben sich geschämt, aber das ist vorbei.
22:48Jetzt sind sie stolz und sie tun sich leid.
22:51Sie haben sich geschämt, aber das ist vorbei.
22:55Jetzt haben sie die Deutschen frohheit.
23:08Meine rassistische Erfahrung sitzt sehr tief
23:10und dementsprechend ist es mir sehr schwer gefallen,
23:13weil ich das auch als sehr schambehaftet empfunden hab,
23:17das zu thematisieren.
23:20Mein politischer Aktivismus, der fängt schon doch
23:25innerhalb meiner eigenen Erfahrungen an.
23:27Also das hat so in so einem queer-feministischen Bahnen angefangen.
23:33Dann gab's irgendwann dann auch ein Sprechen über Rastismus.
23:42Heimathafen Neukölln.
23:44Das ist ja ein superschöner Veranstaltungsort.
23:49Hey.
23:50Hallo.
23:51Herzlich Willkommen.
23:51Tschüss.
23:54Voll schön.
23:55Tschüss damit.
23:57Das ist hier heute mit Aline Cohen zusammen.
24:00Eine Wegbegleiterin von mir, eine gute alte Freundin
24:03und fantastische Sängerin, die hier eben den Laden voll macht.
24:07Und mich eingeladen hat, heute für sie hier so ein bisschen aufzuwärmen,
24:12das Publikum.
24:13Gitarre, ja.
24:14Das schaffe ich.
24:15Gitarre, ja.
24:15Geil.
24:15Top.
24:18Und wenn du noch nicht rauskommst, dann siehst du auch wieder darüber.
24:20Hier das an deinen eigenen Backstage-Räustchen.
24:24Hübsches Spielchen.
24:26So, alles.
24:28Da haben wir hier unten.
24:29Also hier einmal.
24:31Ich weiß, ich kann mich schminken.
24:33Hier drunter.
24:34Und hol uns noch ein bisschen nach.
24:36Einfach weiterspielen.
24:39Oh, ich darf nicht mehr so viel sehen.
24:42Ich habe wirklich mit mir gerungen, ob ich heute absagen soll.
24:46Ja.
24:48Ich bin quasi angeschlagen seit einer Woche jetzt.
24:51Genau.
24:52Also ich habe eigentlich richtig flach gelegen.
24:55Es ist halt immer irgendwie auch ein Spiel mit dem Feuer.
24:58Weil du weißt ja nie, wenn ich jetzt plötzlich krank, dann hast du überhaupt keine Sicherheiten.
25:03Überall, wo ich, auch jetzt im Theater, wenn ich da einen Gastvertrag mache, bin ich ja nicht versichert.
25:07Das geht nicht.
25:08Vor allem meine Stimme.
25:08Das ist meine Finanzierung.
25:10Das war so der Kick-Off, finde ich, von der ganzen bunten Welt.
25:19Das sieht so aus wie dieses...
25:24Jetzt gerade sind wir in der Wohnung von meiner Bühnenmutter, Gabriela Gottschalk,
25:30die mir beigebracht hat, mich empowert hat, auf der Bühne als Solokünstlerin auch zu performen.
25:38Wir haben ihre Bühnenshows kreiert.
25:42Wir haben den Look erstellt und...
25:45Und...
25:46Es ist ja nicht nur Choreografie.
25:47Es ist ja auch...
25:48Es ist ein gesamter Style von Bewegung.
25:50Diese Bewegung sieht gut aus.
25:51Du bist zu groß.
25:52Du kannst auch so und so machen.
25:54Also es geht auch so um Selbstbewusstsein, was da so...
25:57Was zur Suche gekommen ist.
26:01Ich brenne dafür, wenn jemand was zu erzählen hat und die Seele runterschreibt.
26:05Und das zu inszenieren, das ist für mich absolut was ganz Wahrhaftiges und was ganz, ganz Wertvolles.
26:21Wir sind ja heute in Hamburg beim Fluctoplasma-Festival.
26:25Das findet einmal im Jahr statt und das zentriert so antirassistische, queerfeministische Diskurse.
26:34Mal gucken, wie es wird.
26:36Also ich kenne das Publikum noch nicht.
26:47Es brennt.
26:48Ich bin in meinem Element.
26:54Zünde Gedanken wie Fackeln im Dunkeln an und ich leuchte.
26:59Ich leuchte.
27:01Ihr hört meine Explosions.
27:05Und ihr wisst es ganz genau.
27:09Heiß, elektrisch, Funken sprüht.
27:13Hier kommt die Feuerfrau.
27:15Und es brennt.
27:17Ich bin kein Mädchen mit Streichhölzern.
27:19Weil ich brennt.
27:20Ich bin die Feuerfrau.
27:24Einen wunderschönen guten Abend Berlin.
27:29Ich habe die große Ehre, eine ganz, ganz tolle Sängerin, mit der ich befreundet bin, vorzustellen.
27:38Ihr dürft jetzt ihre tolle Stimme und ihre tollen Songs hören.
27:42Hier kommt Naima Hosseini.
27:47Ich treffe schwarz, komm auf den Punkt.
27:50Bin mittendrin, seh alles bunt.
27:53Den roten Faden in der Hand.
27:57Von Zeit zu Zeit gegen die Wand.
28:00Zieh meine Schlüsse, zieh einen Strich.
28:03Ich will nach vorn, will nicht zurück.
28:06Geh wieder raus, versuch mein Glück.
28:09Von Zeit zu Zeit spielt es verrückt.
28:13Einen Schritt vor, einen Schritt zurück.
28:17Ich werd nicht schlauer, nicht ein Stück.
28:20Es wäre schon schön, weiterhin eben vor viel Publikum auch live zu spielen.
28:25Und langfristig, also wenn ich dann irgendwann mal älter bin und keine Lust mehr habe, live zu spielen,
28:32habe ich so ein bisschen den weiterführenden Plan, auch selber mehr Musik zu produzieren.
28:36Weil das kann man dann eben auch noch ohne jetzt die ganze Zeit durch die Weltgeschichte zu gucken.
28:43Mein größter Wunsch für meine Zukunft ist, dass ich für den Rest meines Lebens Konzerte spielen darf und auf der
28:52Bühne sein kann.
28:53Und ich glaube, Publikumsgröße ist dabei gar nicht so entscheidend.
28:58Sondern halt eher, dass es immer Orte gibt, an denen ich Geschichten erzählen kann.
29:05Und immer die Leute da sind, die sich in diesen Geschichten auch selber wiederfinden.
29:19Applaus
29:21Applaus
29:24Applaus
29:26Applaus
29:27Applaus
29:30Applaus
29:31Applaus
Comments