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Eolomea ist ein Science-Fiction-Spielfilm der DEFA und wurde 1972 von Regisseur Herrmann Zschoche, basierend auf einem Drehbuch von Angel Wagenstein, verfilmt. Der Film wurde mit Unterstützung der Filmgesellschaften der Sowjetunion und von Bulgarien hergestellt.
Handlung
Acht Raumschiffe verschwinden in der Nähe der Raumstation Margot (gesprochen: Margo). Die Professorin Maria Scholl erteilt zusammen mit dem Obersten Rat für Raumfahrt für alle weiteren Raumschiffe ein Startverbot. Dennoch gelingt es einem Raumschiff, die Erde zu verlassen, und zugleich bricht auch der Funkkontakt zur Raumstation ab. Maria Scholl vermutet einen Zusammenhang mit dem Projekt Eolomea. Regelmäßig alle 24 Jahre empfangen Wissenschaftler auf der Erde ein komplexes Signal, das schließlich einem Planeten im Sternbild Cygnus zugeordnet wird. Ein Planet, auf dem nach bisherigen Erkenntnissen erdähnliche Bedingungen herrschen, jedoch keine Jahreszeiten vorkommen. Ein Planet des ewigen Frühlings. Die Wissenschaftler nennen ihn Eolomea. Vor 24 Jahren plante der Professor Ole Tal eine Mission nach Eolomea, jedoch wurde das Projekt vom Obersten Rat abgelehnt. Maria Scholl macht sich auf die riskante Reise zur Raumstation, um das Geheimnis zu lüften. Dort trifft sie nicht nur auf Ole Tal, sondern auch auf den unmotivierten Raumkapitän Daniel Lagny, in den sie sich bereits bei seinem letzten Erdurlaub verliebt hatte. Am Ende stellt sich heraus, dass die verschwundenen Raumschiffe nach Eolomea aufbrechen wollen, dieses Mal ohne Genehmigung des Obersten Rates. Als der Navigator Pierre Brodski stirbt, bevor er an Bord kommen kann, sagt Lagny zu, seine Stelle einzunehmen. Er weiß, dass es eine Reise ohne Rückkehr ist, denn es wird 139 Jahre dauern, bis die Raumschiffe auf Eolomea ankommen.
Eolomea ist ein Science-Fiction-Spielfilm der DEFA und wurde 1972 von Regisseur Herrmann Zschoche, basierend auf einem Drehbuch von Angel Wagenstein, verfilmt. Der Film wurde mit Unterstützung der Filmgesellschaften der Sowjetunion und von Bulgarien hergestellt.
Handlung
Acht Raumschiffe verschwinden in der Nähe der Raumstation Margot (gesprochen: Margo). Die Professorin Maria Scholl erteilt zusammen mit dem Obersten Rat für Raumfahrt für alle weiteren Raumschiffe ein Startverbot. Dennoch gelingt es einem Raumschiff, die Erde zu verlassen, und zugleich bricht auch der Funkkontakt zur Raumstation ab. Maria Scholl vermutet einen Zusammenhang mit dem Projekt Eolomea. Regelmäßig alle 24 Jahre empfangen Wissenschaftler auf der Erde ein komplexes Signal, das schließlich einem Planeten im Sternbild Cygnus zugeordnet wird. Ein Planet, auf dem nach bisherigen Erkenntnissen erdähnliche Bedingungen herrschen, jedoch keine Jahreszeiten vorkommen. Ein Planet des ewigen Frühlings. Die Wissenschaftler nennen ihn Eolomea. Vor 24 Jahren plante der Professor Ole Tal eine Mission nach Eolomea, jedoch wurde das Projekt vom Obersten Rat abgelehnt. Maria Scholl macht sich auf die riskante Reise zur Raumstation, um das Geheimnis zu lüften. Dort trifft sie nicht nur auf Ole Tal, sondern auch auf den unmotivierten Raumkapitän Daniel Lagny, in den sie sich bereits bei seinem letzten Erdurlaub verliebt hatte. Am Ende stellt sich heraus, dass die verschwundenen Raumschiffe nach Eolomea aufbrechen wollen, dieses Mal ohne Genehmigung des Obersten Rates. Als der Navigator Pierre Brodski stirbt, bevor er an Bord kommen kann, sagt Lagny zu, seine Stelle einzunehmen. Er weiß, dass es eine Reise ohne Rückkehr ist, denn es wird 139 Jahre dauern, bis die Raumschiffe auf Eolomea ankommen.
Kategorie
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KurzfilmeTranskript
00:00:05Musik
00:00:34Musik
00:01:03Na? Luna 3? Wo seid ihr, Jungs? Seht ihr mich? Hier! Hier bin ich! Und nie wieder Kosmos! Nie wieder!
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00:03:32Erdezentrum ruft Margot! Erdezentrum ruft Margot!
00:03:37Musik
00:03:39Achtung alle Übertragungsstationen! Erdezentrum ruft Margot!
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00:04:07Erdezentrum. Margot ruft Erdezentrum.
00:04:11Erdezentrum hört.
00:04:15Meldung mit dringendem Vorrang.
00:04:17Raumschiff TS 68 mit ständiger Besatzung von drei Mannes nicht zur Basis Margot zurückgekehrt.
00:04:23Erwarten Anweisungen. Die Weitergabe besorgt für Grieber. Ich schalte aus.
00:04:39Ruhe, bitte Ruhe.
00:04:41Verzeihung, wenn Sie Ihre Zigarette nicht ausmachen.
00:04:43Selbstverständlich kann ich das.
00:04:47Also, ich habe die Einberufung des Rates vorgeschlagen,
00:04:51weil der Vorfall bereits weit über die Grenzen eines gewöhnlichen Zwischenfalls hinausgeht.
00:04:55Vor drei Tagen kam zum ersten Mal eine Meldung über das Verschwinden einer TS 22.
00:05:00Und zwar auf dem Rückflug zur Basis Margot.
00:05:03Eben traf die sechste Mitteilung dieser Art ein.
00:05:05Sechs Raumschiffe in drei Tagen. Das ist mehr als ein zufälliges Unglück.
00:05:09Jemand muss zur Verantwortung gezogen werden.
00:05:11Ganz richtig, junger Mann. So macht man das.
00:05:13Ich kann aber am besten will nichts Komisches finden, Kollege Thal.
00:05:16Gehen Sie bitte nicht auf Zwischenrufe ein.
00:05:22Merkwürdig ist, dass es sich dabei nur um Schiffe handelt, die zur einen und derselben Basis gehören.
00:05:26Merkwürdig auch, dass die Kollegin uns aus allen für Himmelsrichtungen zusammengetrommelt hat,
00:05:29um uns eine Information aufzutischen, die wir eben so gut in den Zeitungen hätten lesen können.
00:05:34Kollege Thal, bitte.
00:05:35Ich habe von Kollegin Scholl eine ausführlichere Information erwartet.
00:05:38Eine zumindest annähernd vergrafbare Arbeitshypothese.
00:05:41Ich habe keine.
00:05:41Aber ich.
00:05:44Ich vermute, unsere Raumschiffe sind mit Antikörpern zusammengestoßen,
00:05:47die zufällig in unser Sonnensystem eingedrungen sind.
00:05:50Eine ganz gewöhnliche Annihilation.
00:05:52Ich bitte, zu Protokoll zu nehmen, dass der Wissenschaftliche Rat für diese Zwischenfälle keinerlei Verantwortung kriegt.
00:05:57Das beschäftigt Sie, Professor Thal?
00:05:59Ob wir dafür verantwortlich sind oder nicht?
00:06:02Bedenken Sie doch, es sind wahrscheinlich Menschen ums Leben gekommen.
00:06:05Na eben, das meine ich ja.
00:06:06Und Jackie Bernstein hat ganz recht.
00:06:08Der Schuldige soll dafür Rede und Antwort stehen.
00:06:12Margot ruft Erde Zentrum.
00:06:14Meldung mit dringendem Vorrang.
00:06:16Raumschiff TS 340 mit 16 Mann wissenschaftlicher Besatzung ist nicht zur Basis Margot zurückgekehrt.
00:06:22Die Fernseh- und Radioverbindung bracht plötzlich um 12.00 Greenitzer Zeit ab.
00:06:27Die Weitergabe besorgte Grieber.
00:06:29Ich schalte aus.
00:06:29Sieben Unglücksfälle hintereinander.
00:06:31Das ist doch kaum zu fassen.
00:06:32Kaum zu fassen ist, dass Sie hier Sitzungen machen, während irgendwo Menschen sterben.
00:06:35Sie sind kein Mitglied des Rates, aber wir werden gern Ihre Meinung hören.
00:06:39Zunächst Anweisung an Margot.
00:06:41Sofort Rettungskommandos aussenden.
00:06:43Genau das Gegenteil haben wir angeordnet.
00:06:45Wir haben Ihnen verboten, Ihre Leute unnötig zu gefährden, bis die Ursachen der Vorgänge geklärt sind.
00:06:50Das sind die Stellen, wo jede Radioverbindung mit den verschwundenen Raumschiffen abgebrochen ist.
00:06:56Es sind also jetzt sieben Raumschiffe mit insgesamt 60 Mann Besatzung nicht an...
00:07:02Margot ruft Erde Zentrum.
00:07:04Transportschiff mit sechs Mann Besatzung hat aufgehört, Erkenntnis zu senden.
00:07:09Verbindung um 12.10 Uhr im Quadrat 62, 15 nach K abgebrochen.
00:07:15Die Sendung bestellte Grieber.
00:07:16Ich schalte aus.
00:07:19Sie sagten gerade sieben Raumschiffe mit insgesamt etwa 60 Mann Besatzung.
00:07:25Ja.
00:07:26Und jetzt sind es acht.
00:07:28Darf ich etwas anmerken?
00:07:31Alles hat am Ende eine einfache Erklärung, die mit Unergründlichkeit oder gar Mystik nichts zu tun hat.
00:07:36Ich habe Sie auf die Anihilation hingewiesen.
00:07:38Wenn Sie das ernst meinen, Professor Thal, würden Sie mich zutiefst enttäuschen.
00:07:42Gerade solche Spekulationen gehören in den Bereich des Mystischen.
00:07:45Sie haben wahrscheinlich eine glaubwürdige Hypothese.
00:07:47Ich höre.
00:07:48Ich sagte Ihnen wohl schon, ich habe keine.
00:07:50Aber das macht die Ihre durchaus nicht überzeugt.
00:07:54Erzählen wir nicht länger herum.
00:07:55Wir müssen sofort Weitrauchungslücksfälle verhindern.
00:07:57Deshalb haben wir Sie hergebeten.
00:07:59Nur der gesamte Rat kann ein allgemeines Verbot für Raumflüge auf unbestimmte Zeit erlassen.
00:08:04Ich unterstütze diesen Vorschlag.
00:08:06Ich nicht.
00:08:07Was da vorgeschlagen wird, ist völliger Unsinn.
00:08:09Ein Verbot der Flüge würde die außerirdische Stationen lahmlegen, die abgelegenden Basen isolieren.
00:08:13Das hieße, sämtliche Programme paralysieren.
00:08:15Das wäre ein eklatanter Verstoß gegen das Statut.
00:08:17Es geht um Menschenleben, Professor Thal, nicht um Statute.
00:08:20Wer ist also mit dem Vorschlag von Professor Maria Scholl einverstanden,
00:08:24sämtliche Raumflüge bis auf Weiteres zu verbieten?
00:08:33Ich bin dagegen.
00:08:36Und bitte, dass meine Meinung im Protokoll vermerkt wird.
00:08:59Basen, Luna 1 und 3, Venus, Bradburyville, Mars, Gagarinow.
00:09:06An alle.
00:09:07An alle.
00:09:09An alle.
00:09:27Störe ich Ihre Gedanken sanften Lauf?
00:09:32Ich habe mir erlaubt, mit Ihnen gemeinsam den Anblick zu genießen.
00:09:35Das Bild des Sternenhimmels erregt mich noch heute.
00:09:39Merkwürdig, dass es immer noch Dinge gibt, die Sie erregen.
00:09:42Sie haben recht.
00:09:43Mit den Jahren wird das schwieriger und kommt seltener vor.
00:09:46Aber wissen Sie, wenn man einmal interplanetarer Navigator hat...
00:09:49...denen wir, die heute durch diesen Himmel fliegen, ist Ihnen gleichgültig.
00:09:52Gleichgültig?
00:09:54Habe ich etwas derart scheußliches gesagt?
00:09:57Sie haben noch etwas ganz anderes gesagt.
00:09:59Die Gleichgültigkeit verstand sich dabei von selbst.
00:10:02Nun ja, die Jahre nehmen zu mit Ihnen die Sklerose.
00:10:05Und ohne es zu merken, verwandelt man sich aus einem Gelehrten in einen Bürokraten.
00:10:09Das habe ich nicht gesagt.
00:10:10Wie Sie die Güter hatten zu denken, verehrte Kollegin.
00:10:13Aber Sie sind nicht ganz im Recht.
00:10:15Mein Kopf ist noch in Ordnung.
00:10:17Wollen wir um die Wette ein paar Integrale ausrechnen?
00:10:18Danke, nein.
00:10:20Weil Sie Angst haben.
00:10:21Weil Sie wissen, dass ich Ihnen übersagen werde.
00:10:24Professor Thal, ich glaube kein Wort von dem, was Sie heute gesagt haben.
00:10:29Und mir scheint, Sie glauben auch nicht daran.
00:10:31Die Hypothese mit der Antimaterie.
00:10:34Das war doch mal ein amüsanter Einfall, was?
00:10:36Wumm!
00:10:37Acht, Explosion.
00:10:38Geben Sie es doch zu, so etwas regt die Fantasie an.
00:10:41Professor Thal, ich verstehe Sie nicht.
00:10:42Macht nichts, macht nichts.
00:10:43Das kommt vor.
00:10:44Ich will Sie nicht länger bei der Arbeit stören.
00:10:47Und verzeihen Sie.
00:10:48Wenn ich Sie im Rat irgendwie gekeimt haben sollte.
00:10:52Herr Professor.
00:10:53Ja?
00:10:55Ich weiß nicht, ob ich es Ihnen sagen darf, aber unter den Leuten, die nicht zur Margot zurückgekehrt sind, ist
00:10:59auch Ihre Tochter.
00:11:01Ich weiß.
00:11:04Wir werden alles Menschenmögliche tun, um Sie zu retten.
00:11:08Sie sind ein guter Mensch.
00:11:11Danke.
00:11:14Was ist denn, Kollegin?
00:11:15Warum sehen Sie mich so an?
00:11:17Woher wussten Sie überhaupt, dass Ihre Tochter...
00:11:20Ich habe doch die Namen der Vermissten eben erst erhalten.
00:11:22Ich habe es nicht gewusst.
00:11:24Ich ahnte es.
00:11:26Ja.
00:11:27Auf Wiedersehen, Kollegin.
00:11:28Besuchen Sie mich mal zum Kaffee.
00:11:29Ich bin sehr allein.
00:11:50Ich weiß nicht.
00:12:22Untertitelung des ZDF, 2020
00:12:30Lhotse, meine Strümpfe sind kaputt, die letzten.
00:12:33Hier oben sieht es zwar niemand, aber mich friert so am Zeh.
00:12:36Aber hier in den Alltagsratschlägen für diesen reizenden Asteroiden steht ja was von Spezialflicken und von einem Kleber namens Util.
00:12:44Was will ich eigentlich? Es ist alles auf das Beste organisiert.
00:12:49Die Sache hat nur einen ganz kleinen Haken.
00:12:53Der eine Idiot schreibt die Ratschläge und ein anderer Trottel füllt die Schachteln.
00:12:59Hier haben wir, Moment, ein Tübchen Tischlerleim.
00:13:03Hier Büroleim. Wahrscheinlich sollen wir damit unsere Brötchen zusammenkleben.
00:13:08Ey, Lhotse, hörst du mir mal zu?
00:13:09Hast du was gesagt?
00:13:10Ich? Kein Wort.
00:13:17Weißt du, ich bin fertig mit den Berechnungen.
00:13:20Wenn die Parameter stimmen, dann müsste der Kleine nach zwölf relativen Monaten hier bei uns sein.
00:13:26Ja, nach zwölf Monaten wird ein Junge hier sein und ich da unten, zu Hause.
00:13:33Und dann steige ich aus, aus diesem verfluchten Beruf.
00:13:36Das schwöre ich dir, erwidert mich ein.
00:13:39Ja, ja, das Märchen kenne ich.
00:13:41Die Galapagos-Inseln und das Mädchen Maria.
00:13:43Aber erzähl's ruhig nochmal.
00:13:45Das Märchen ist alt, wohl 500 Jahre, von Johnny Cousin und seiner Gitarre.
00:13:58Sieh mal, ich bin nicht mehr 18.
00:13:59In meinem Alter haben sich die meisten von uns schon sauber eingerichtet auf der guten alten Mutter Erde.
00:14:04Haben eine Frau, einen Haufen Kinder und vielleicht einen eigenen Hubschrauber.
00:14:09Und ich?
00:14:11Gütertaxi im dritten Ring.
00:14:13Kosmischer Lastträger.
00:14:16Aber damit bin ich fertig.
00:14:17Für immer.
00:14:19Ja, ich hab die Kündigung schon in der Tasche.
00:14:20Und dann?
00:14:21Andiamo a casa.
00:14:23Und niemals, niemals kehre ich wieder zu dir zurück, Magdalena.
00:14:36Was ist los?
00:14:37Na.
00:14:47Hör mal, Alter.
00:14:48Ich muss dir was Bedauerliches mitteilen.
00:14:50Ich lese hier, dass der, zu dem du immer der Kleine sagst, genauso wenig von seiner blöden Margot wegkommt, wie
00:14:55ich von dieser blöden Glocke wegkommen werde.
00:14:58Weißt du, weißt du, was die angesagt haben?
00:15:00Allgemeines Flugverbot.
00:15:02Bis, Moment mal, hier steht's.
00:15:03Haha, bis auf weiteres.
00:15:10Verdammt nochmal.
00:15:12Hier hat's irgendwo Havarie gegeben.
00:15:14Aber lange kann das ja nicht dauern.
00:15:16Und ich hau doch ab.
00:15:18Die kennen mich noch nicht.
00:15:32Die letzten, Frau Professor.
00:15:35Der Küber hat 8000 Varianten möglicher Trajektorien vorgeschlagen.
00:15:39Ein bisschen viel, was?
00:15:41Haben Sie die Personalakte gefunden?
00:15:42Sie wollten sie mir nicht geben, nur mit schriftlicher Anweisung vom Chef.
00:15:45Ich musste sie mir nehmen.
00:15:47Das bleibt unter uns.
00:15:51So.
00:15:52Und jetzt dürfen Sie augenblicklich verschwinden und drei Tage lang schlafen, wenn es Ihnen Spaß macht.
00:15:56Das wird mir Spaß machen.
00:16:00Wiedersehen.
00:16:10Erdezentrum, Personalbüro, Personalakte 25 A400, Tal.
00:16:15Uli Sigmundewitsch, Direktor des Experimentalzentrums für Theorie transgalaktischer Verbindungen.
00:16:21Professor, Mitglied des Wissenschaftlichen Rates, geboren in Novosibirsk.
00:16:27Hier ist es wunderbar.
00:16:30Am liebsten möchte ich ein kleines Mädchen sein und den Berg hinuntergobbeld schießen.
00:16:35Tun Sie es doch.
00:16:38Ich bin leider schon ein ziemlich erwachsenes Mädchen.
00:16:41Und dazu noch ein bisschen müde.
00:16:44Das habe ich schon gesehen.
00:16:50Wohin sind Sie übrigens bei der Suche nach dem vermissten Raketen gelangt?
00:16:54Zu Ihnen.
00:16:57Seltsam.
00:16:58Warum kann es mir?
00:17:00Als Kinder hatten wir ein Lieblingsspiel.
00:17:02Heiß und kalt.
00:17:03Wollen wir das mal spielen?
00:17:04Es wird Ihnen bestimmt gefallen.
00:17:07Wir können es ja mal versuchen.
00:17:11Aber ehrlich.
00:17:15Also, die Suche nach den vermissten Raketen hat mich zu Ihnen geführt.
00:17:20Na?
00:17:21Achso, ja.
00:17:22Nun sagen wir warm.
00:17:25Ein paar Kleinigkeiten haben mich auf den Gedanken gebracht, dass Sie viel mehr über den Vorfall wissen, als Sie vor
00:17:30dem Rat erzählt haben.
00:17:31Noch warmer.
00:17:34Noch warmer.
00:18:01Im dritten haben Sie mich in theoretische Navigation durchfallen lassen.
00:18:03Daran kann ich mich nicht erinnern.
00:18:05Aber sicher hatte ich recht.
00:18:07Aber sicher hatte ich recht.
00:18:09Ich wusste, dass Sie mir auf die Schliche kommen werden.
00:18:13Aber ich habe nicht erwartet, dass das so schnell gehen würde.
00:18:15Das schlechte Gewissen gibt sich auch ohne Verfolgung preis.
00:18:18Sie haben sich verraten, dass Sie sagten, dass Sie von Ihrer Tochter wüssten, als ich die Namen gerade erst erhalten
00:18:22hatte.
00:18:23Uff, ist das heiß.
00:18:25Erzählen Sie doch bitte von Eolomea.
00:18:27Kindliche Fantasien, eine romantische Legende, weiter nichts.
00:18:29Sie haben versprochen, ehrlich zu sein.
00:18:31Achso, ja, das hätte ich fast vergessen.
00:18:37Eolomea.
00:18:39Wie fing das eigentlich alles an?
00:18:45Gegen Ende des 19. Jahrhunderts hatten englische Astronomen merkwürdige Lichtphänomene im Umkreis der 21. Sonne des Sternenbildes Schwan entdeckt.
00:18:54Wie sich in den Jahren 1905, 1929 und 1953 wiederholten.
00:19:00Alle 24 Jahre also.
00:19:03Kurze Zeit nach dem Raumflug Gagariens veröffentlichte eine Gruppe sowjetischer Astronomen die Hypothese,
00:19:10dass es sich dabei nicht um eine natürliche Strahlenquelle handeln könne.
00:19:14Sie äußerten die Vermutung, dass es ein Laserstrahl von gewaltiger Intensität sei, der Kontaktsuche,
00:19:20indem wir unser Sonnensystem abtasten.
00:19:24Und überhaupt war das alles nur eine Hypothese und weiter nichts.
00:19:28Übrigens soll hierherum Orpheus geboren sein.
00:19:32Sehr schön.
00:19:33In Ihrer Personalakte wird Pierre Brodsky erwähnt.
00:19:37Sie haben also auch meine Personalakte gemaust.
00:19:41Sie spielen nicht ehrlich, Kollegin.
00:19:44Als ich Sie mauste, ging es nicht um ein Spiel, sondern um die Rettung von Menschenleben.
00:19:48Und jetzt?
00:19:49Jetzt erzählen Sie mir von Pierre Brodsky.
00:19:53Gut.
00:19:55Brodsky.
00:19:58Vom Observatorium Ararat berechnete die vermutliche Umlaufbahn des Planeten.
00:20:02Des vermutlichen Planeten?
00:20:04Richtig.
00:20:04Unter Berücksichtigung seiner theoretischen Masse, unter wahrscheinlichen Umlaufdauer, um seine Sonne
00:20:09und eine Reihe weiterer, zweitrangiger Faktoren sprach er die Vermutung aus,
00:20:13dass es sich bei diesem Planeten um ein symmetrisches Pendant unserer Erde handle.
00:20:17Ohne Kältepool und ohne Truppen.
00:20:19Der junge Brodsky war Romantiker.
00:20:23Er taufte in den Planeten des ewigen Frühlings.
00:20:26Oder auch Eolomea.
00:20:29Diese Buchstabenkombination erhielt er, indem er seine Lichtsignale nach dem irdischen Morse-System las.
00:20:35Eolomea.
00:21:02Eolomea.
00:21:04Und natürlich melden wir beide uns dafür freiwillig.
00:21:08Wir waren bereit zu diesem Unternehmen.
00:21:12Der wissenschaftliche Rat hielt diese Idee natürlich für überspannt und schlug uns alles ab.
00:21:17Mit der Begründung, angesichts unserer kleinen und langsamen Raketen sei das Ganze nichts anderes als eine Kinderei.
00:21:25Später kamen Luna 2, 3 und die Basen des ersten und zweiten Ringes.
00:21:32Es war einfach noch nicht die Zeit gekommen zum Deschiffrieren der Legenden.
00:21:36Und Sie glauben, dass diese Zeit jetzt gekommen ist?
00:21:39Na, na, na, Kollegin.
00:21:41Locken Sie mich mit Ihren Fragen nicht aufs Glatteis.
00:21:45Wir spielen heiß und kalt.
00:21:47Sie müssen nun den versteckten Gegenstand zeigen.
00:21:50Nein, Herr Professor.
00:21:52Acht versteckte Gegenstände.
00:21:54Acht winzige Schiffe vom Typ TS.
00:21:58Aber ich verstehe nur eins nicht.
00:22:00Damit kommen wir doch so wenig zu Ihrem Eolomea wie mit dem Fahrrad zum Mond.
00:22:05Kalt, Kollegin.
00:22:06Sehr kalt.
00:22:19Bist du aufgewacht?
00:22:22Eins verspreche ich dir, wenn du mal wieder so richtig schnarchst, werde ich mit deinem scheppernden Blechhaufen abrechnen.
00:22:27Und im selben Augenblick schlage ich dir die Zähne ein.
00:22:29Alle 32.
00:22:31Das Einzige, was mir von der Erde geblieben ist, ein guter alter Wecker oder ein gutes Andenken, das ist etwas
00:22:37sehr Wichtiges, mein Junge.
00:22:39Ach, jetzt ist es dort sieben Uhr früh.
00:22:43Ach, seht doch keinen Unsinn, Alter.
00:22:45Dort kann es genauso gut sieben oder elf oder viertel nach drei sein.
00:22:48Als die dämliche Blechkiste hergestellt wurde, ist keinem eingefallen, dass sie drei Kilometer pro Minute fliegen würde.
00:22:54Geschweige 3000 pro Sekunde.
00:22:56Jetzt ist das ein vollkommen verrückter Wecker, der sich bestenfalls einbildet, dass es sieben Uhr ist.
00:23:01Jetzt ist es dort sieben Uhr morgens und die Leute gehen zur Arbeit.
00:23:04Ja, und die Amseln zwitschern in den Bäumen und schäumen über von Lebenslust.
00:23:09Und die Gedanken des alten Seebären wandern voller Sehnsucht hinüber nach dem Festland.
00:23:14Ach, geht's um Tottel.
00:23:16Aber da bin ich doch längst, alter Wilsebub.
00:23:20Ich kann auch nicht schlafen. Ich gehe ein bisschen spazieren.
00:23:23Ein herrlicher Ort für Spaziergänge.
00:23:26Übrigens, ich habe eine Idee. Wir machen einen Weihnachtsbesuch beim guten Pierre Ocké.
00:23:30Und das allgemeine Flugverbot?
00:23:32Ach, das merkt doch keiner in dieser tiefen Provinz, wo sich die Füchse Gute Nacht sagen.
00:23:36Falls sie uns doch erwischen sollten, sagen wir einfach, wir hätten ihm Sauerstoff bringen müssen.
00:23:40Bin ich nicht manchmal ausgesprochen genial?
00:23:42Nicht ganz. Du weißt doch, dass Pierre für mindestens drei Monate Vorräte hat.
00:23:48Klar weiß ich es, aber die doch nicht.
00:24:01Na, wie geht's, alter Löwe?
00:24:03Denn, was glaubst du, ob das Flugverbot lange dauern wird?
00:24:07Ach, weißt du, kein Verbot hat länger als tausend Jahre gedauert.
00:24:10Was könnte da passiert sein?
00:24:12Denn?
00:24:13Hm?
00:24:14Was machst du eigentlich?
00:24:16Nichts, ich spiele mit der Schildkröte.
00:24:19Du lügst.
00:24:20Ich lüge.
00:24:21Soll ich dir sagen, was du machst?
00:24:23Nicht nötig, ich weiß es.
00:24:25Willst du mir nicht endlich mal erklären, wie es deine Freunde immer wieder fertig bringen,
00:24:29in die Container auch noch eine Flasche zu verstauen?
00:24:31Das ist nun mal eins der letzten großen Geheimnisse unserer Zeit und das soll's auch bleiben.
00:24:36Pass auf, die kriegen dich noch.
00:24:39Drei Disziplinarstrafen wegen Verletzung des Statuts sollten dir eigentlich genügen.
00:24:43Was willst du? Etwas Abwechslung braucht der Mensch.
00:24:46Die Verletzung des Statuts und die Idioten, die für kaputte Socken Tischlerleim schicken,
00:24:50verleihen dem Leben hier einen eigentümlichen, fast intimen Reiz.
00:24:53Dadurch wird es beinahe so gemütlich wie zu Hause.
00:24:56Ich mach mich auf die Socken, die Sendeanlagen überprüfen.
00:25:01Wann glaubst du, dass er kommen könnte?
00:25:04Wer?
00:25:06Der Kleine.
00:25:09Das weiß ich auch nicht.
00:25:13Dann werde ich zusammen mit ihm auf die Erde zurückkehren.
00:25:17Es ist sowieso höchste Zeit, dass ich diesen Stein verlasse.
00:25:20Du musst dir das einmal vorstellen, er ist noch nie auf der Erde gewesen.
00:25:24Und ich möchte natürlich der Erste sein, der sie ihm zeigt.
00:25:26Er hat noch nie die Flüsse gesehen und die Wälder.
00:25:29Er hat noch nie die Flüsse gesehen und die Flüsse gesehen und die Flüsse gesehen und die Flüsse gesehen hat.
00:26:07Das ist ja, die Flüsse gesehen hat.
00:26:08Er hat noch nie die Flüsse gesehen, der sie sich steht, dass er nicht hier ist.
00:26:10Das ist ja, die Flüsse gesehen hat.
00:26:20Er hat noch nie die Flüsse gesehen, die Flüsse gesehen hat.
00:26:57Untertitelung des ZDF, 2020
00:27:04Daniel, was machst du da?
00:27:07Dan, hörst du mich?
00:27:09Ja, ich höre.
00:27:11Ich hab dich gefragt, was du machst.
00:27:15Nichts, ich überprüfe den Sender.
00:27:17Du lügst schon wieder.
00:27:19Du schaust die Sonne an.
00:27:22Ist das auch schon verboten?
00:27:24Und warum spielst du sonst den Zyniker?
00:27:27Wenn man sich das vorstellt, Lotse.
00:27:30Um diesen Stern dreht sich ein winziges Kügelchen.
00:27:34Mit Inseln drauf.
00:27:36Kalapagos und so.
00:27:37Zum Tod lachen.
00:27:41Sag mal, glaubst du etwa noch an das Kindermärchen,
00:27:44dass es auf diesem Kügelchen sechs Kontinente und zwölf Milliarden Menschen gibt?
00:27:50Genau dieselben wie du und ich.
00:27:54Und dass dort eine Frau lebt?
00:27:55Eine blonde Professorin?
00:27:58Glaubst du noch daran, Lotse?
00:28:00Ja, ich glaube daran.
00:28:08Was ist denn los?
00:28:10Dan, hörst du mich?
00:28:12Dan.
00:28:13Dan!
00:28:19Pierre!
00:28:22Pierre!
00:28:23Pierre!
00:28:23Vom Orangefarbenen.
00:28:25Hörst du mich?
00:28:26Ja, ich höre.
00:28:28Wie geht es dir?
00:28:30Dan, singst du immer noch?
00:28:32Ach, ich habe keine Lust zum Singen, Pierre.
00:28:35Ich habe gewartet, dass du aufgehst.
00:28:37Wie sieht es aus bei dir?
00:28:39Wie immer.
00:28:40Okay.
00:28:41Okay.
00:28:43Hast du die Sendung über die Unglücke bei der Margot gehört?
00:28:46Ja.
00:28:49Als die Namen der Vermissten durchgegeben wurden, hatte ich Dienst.
00:28:53Weißt du, wer dabei war?
00:28:54Der Kleine.
00:28:56Vom Lotsen.
00:28:59Ich wollte euch gerade anrufen.
00:29:02Nein, nein, das lass mal lieber sein, Pierre.
00:29:04Der Alte schlief gerade, er weiß es noch nicht.
00:29:06Es ist auch besser so.
00:29:08Eigentlich hast du recht.
00:29:10Morgen kommen wir dich besuchen.
00:29:11Wir starten, bevor du aufgehst.
00:29:15Und halt den Mund über die Geschichte mit Margot.
00:29:17Ist in Ordnung.
00:29:20Grüße in Alten.
00:29:22Mach's gut.
00:29:23Ende.
00:29:24Bis morgen.
00:29:24Ende.
00:29:28Hör mal, Dan, ich erzähle nicht gern von mir.
00:29:33Aber es muss nun mal sein.
00:29:36Ich weiß nicht, ob du das verstehen kannst, aber ich hab so ein Gefühl, als wäre es aus mit mir.
00:29:41Das sind hier meine letzten orbitalen Drehungen.
00:29:44Eigentlich war es schon damals aus mit mir nach der Venuskatastrophe, als meine Frau umgekommen war.
00:29:50Du bist doch nicht daran schuld gewesen, Lutzer.
00:29:53Kein Mensch auf der Welt hat diesen Kataklysmus voraussehen können.
00:29:57Was heißt hier Schuld und Unschuld?
00:30:00Wichtig ist, dass ich der Leiter der Expedition am Leben geblieben bin.
00:30:03Nur ich und der Kindertransport.
00:30:07Da war auch mein Sohn dabei gewesen, der Sima.
00:30:10Er ist auf der Margot geboren.
00:30:12Und ich hab ihn schon eine Ewigkeit nicht mehr gesehen.
00:30:14Ich kann mir deshalb auch gar nicht vorstellen, wie er jetzt wohl aussieht.
00:30:21Sag mal, Dan, hörst du mir überhaupt zu?
00:30:23Ja, ich höre dir zu.
00:30:26Und seitdem bin ich also hier und warte.
00:30:29Warte, dass Sima seine Ausbildung beendet.
00:30:32Und dann, so hatte ich es mir gedacht, wollte ich mit ihm zur Erde zurück.
00:30:38Aber wie das so ist.
00:30:41Vielleicht war das alles nichts anderes als ein verrückter Traum.
00:30:45Aber schließlich war es mein einziger.
00:30:50Und deshalb hättest du mich nicht belügen sollen.
00:30:54Verzeih mir, Lutzer.
00:30:56Ich habe es getan, weil ich glaube, das wäre besser für dich.
00:30:59Die Lüge ist niemals besser als die Wahrheit.
00:31:08Ja, jetzt zeigt er wieder an.
00:31:12Bist du eigentlich noch böse?
00:31:13Nein, warum denn?
00:31:15Sieh mal, gestern hast du Pierre gewarnt.
00:31:17Und jetzt möchte ich dich warnen.
00:31:19Er ist sehr schwer krank.
00:31:22Ja, ich weiß.
00:31:25Ich habe auch schon was davon gehört.
00:31:26Auf der Margot sprechen Sie von irgendeinem Virus.
00:31:28Auf der Margot reden Sie allen möglichen Quatsch.
00:31:31Kein Mensch weiß, was das ist.
00:31:32Ob ein Virus oder des Teufels Großmutter.
00:31:35Also hoffnungslos?
00:31:37Ich fürchte ja.
00:31:38Ich habe sieben oder acht Blutproben von ihm zur Basis gebracht.
00:31:41Ohne Ergebnis.
00:31:42Im Institut für kosmische Erkrankungen hatten sie eine hermetische Box für ihn vorbereitet.
00:31:47Aber er hat sich geweigert hinzugehen.
00:31:49Ich habe alles versucht, ihn zu überreden, nichts zu machen.
00:31:52Er hat Angst, eine unbekannte Krankheit zu übertragen.
00:31:56Ich glaube, sowas könnte ich nicht aushalten.
00:32:00Wenn ich dir einen Rat geben darf, überschütte ihn nicht mit einem Schwall von Mitleid.
00:32:04So etwas würde ihn nur kränken.
00:32:05Ja, ich verstehe.
00:32:07Weißt du, dieses ganze kosmische Abenteuer der Menschheit ist ein Schwachsinn.
00:32:11Was haben wir eigentlich davon?
00:32:13Ein paar tote Asteroide, die einen aus dem Schlaf hochschrecken lassen vor Langeweile?
00:32:17Ein paar außerirdische Kolonien von Einsiedlern, die vor Freude umfallen,
00:32:20wenn sie auf eine Entfernung von 100 Millionen Lichtjahren
00:32:22noch so eine blöde Galaxis entdecken.
00:32:25Wozu das?
00:32:26Und zu welchem Preis das alles?
00:32:28Nach dem Preis der Erkenntnis hat bisher noch niemand gefragt.
00:32:32Und die geopferten Menschen?
00:32:34Niemand hat sie geopfert.
00:32:35Sie sind freiwillig losgezogen.
00:32:36Zum Glück ohne dich zu fragen.
00:32:38Du meinst, es kann jeder mit sich selbst tun und lassen, was er will.
00:32:42Siehst du, deshalb habe ich mit meiner kosmischen Laufbahn abgeschlossen.
00:32:45Aus.
00:32:46Lebt wohl, ihr Sterne.
00:32:48Hör auf damit, mein Junge.
00:32:50Das höre ich jetzt von dir seit über einem Jahr.
00:32:52Wirklich?
00:32:54Na, so was.
00:32:55Wirklich?
00:33:01Wirklich?
00:33:03Wirklich?
00:33:04Wirklich?
00:33:07Wirklich?
00:33:09Wirklich?
00:33:19Wirklich?
00:33:23Wirklich?
00:33:24Wirklich?
00:33:37Wirklich?
00:33:58Wirklich?
00:34:01Wirklich?
00:34:09Verzeihung. Können Sie mir freundlicherweise meine Zimmernummer mitteilen?
00:34:13Ich muss um Verzeihung bitten. Ihren Namen bitte.
00:34:15Daniel Lani.
00:34:17Nummer 7. Ein Telegramm für Sie.
00:34:22Darf ich Sie etwas fragen?
00:34:24Na bitte.
00:34:26Diese rätselhaften Signale aus dem All. Ist da was dran?
00:34:32Mars bereitet sich darauf vor, die Erde anzugreifen, aber...
00:34:44Pardon.
00:34:48Ich bitte vielmals um Entschuldigung. Ich bin ein absoluter Idiot.
00:34:51Stimmt, aber nehmen Sie sich nicht weiter tragisch.
00:34:57Lassen Sie nur.
00:34:59Warum lachen Sie?
00:35:01Weil Sie so aussehen, noch seien Sie vom Mund gefallen.
00:35:03Ich bin tatsächlich vom Mund gefallen. Von Luna 3, vor zwei Tagen.
00:35:08Ich hatte gekündigt, wissen Sie.
00:35:10Tja, aber der Mensch denkt und das Zentrum lenkt.
00:35:14Die Kündigung ist abgelehnt. Hier.
00:35:18Und ich hab gedacht, machst endlich mal richtig Ferien.
00:35:20Auf Galapagos können Sie dich lange suchen.
00:35:22Aber glauben Sie mir, heutzutage können Sie sich hinterm Südpol verstecken.
00:35:25Man wird Sie finden, noch ehe Sie angekommen sind.
00:35:29Und zu allem Unglück bin ich auch noch müde wie ein kleiner Hund.
00:35:32Ja.
00:35:33Vielleicht ist es am besten, Sie gehen erst einmal schlafen.
00:35:36Oh, das ist nett von Ihnen, wirklich.
00:35:38Ich bin sogar sehr nett.
00:35:40Sie brauchen mich nicht erst davon zu überzeugen.
00:35:44Gute Nacht.
00:35:45Gute Nacht.
00:35:46Und entschuldigen Sie die Sache mit dem Glas.
00:35:48Ich muss nicht erst umziehen. Im ersten Stock ist die Garderobe.
00:35:58Das muss ein Irrtum sein. Ich habe nichts bestellt.
00:36:00Telefon euch vom Appartement 7, Frau Professor.
00:36:12Ich dachte, Sie schlafen schon.
00:36:13Ach, keine Lust.
00:36:15Wäre doch ein ausgemachter Blödsinn, die paar Stunden auf der Erde zu verschlafen.
00:36:17Besonders in Ihrer Gegenwart, wenn ich das sagen darf.
00:36:21Die Jungs von Luna 3 würden mich mit Recht verachten.
00:36:25Wissen Sie eigentlich, was Luna 3 ist?
00:36:28Vielleicht so ein Mittel zur Eroberung romantischer Frauenherzen?
00:36:31Ach, das Mittel wirkt auch auf ausgesprochen kaltherzige Damen.
00:36:35Und diese Frauen vergessen Ihre Pflicht und fallen Ihnen so umgehend in die Arme?
00:36:39Nein, nicht umgehend. Ein bisschen Zeit braucht es schon. So etwa ein halbes Stündchen.
00:36:44Hm, jetzt ist es drei. Das heißt so gegen halb vier.
00:36:48Prost.
00:36:51Wenn ich mal fragen darf, was machen Sie sonst?
00:36:53Ich könnte mir vorstellen, Sekretärin oder so.
00:36:56Hm, sowas ähnliches. Und Sie?
00:36:59Ich war Kapitän im Transplanetenverkehr.
00:37:02Ich war es. Imperfekt.
00:37:05Erste Vergangenheit. Sie verstehen.
00:37:08Kosmonaut. Wanderer zwischen den Sternen.
00:37:12Romantisch, männlich.
00:37:14Warum haben Sie gekündigt?
00:37:17Weil ich die Nase voll habe.
00:37:19Weil ich hier auf der Terrasse sitzen und mir die Sonne auf den Bauch scheinen lassen will.
00:37:24Mindestens bis halb vier.
00:37:27Ist das so schwer zu verstehen.
00:37:32Es ist schwer zu machen.
00:37:44Daniel Lanyi, der singende Dän.
00:37:55Der schlafende Dän.
00:38:11Hier spricht der Lotse von KR 217.
00:38:15Empfang.
00:38:16Okay.
00:38:17Ich habe euch gehört.
00:38:19Ein Teufel der Situation.
00:38:21Komme.
00:38:22Hallo.
00:38:23Gib Signale.
00:38:24Ich sehe mich.
00:38:26Gib Signale, kramp noch mal.
00:38:28Ich glaube, er sagte, gib mir das Amt noch mal.
00:38:30Oder verdammt noch mal.
00:38:31Gebe grüne Signale.
00:38:34Beweg dich in Richtung der Leuchtsignale.
00:38:37Pierre, hörst du mich?
00:39:00Pierre, komm vor das Objektiv.
00:39:02Ach, mein Gesicht ist heute nichts für Besucher.
00:39:04Mach keine Geschichten.
00:39:05Wir sind doch keine Kinder.
00:39:06Na, komm, nun komm schon.
00:39:19Sieht es nicht so ähnlich aus wie Masern?
00:39:22Ja, kann schon sein.
00:39:24Was gibt's Neues von der Erde?
00:39:26Ach, lass das Theater.
00:39:27Ich habe von den vermissten Schiffen gehört.
00:39:29Umso besser.
00:39:30Ich kann nämlich halbe Wahrheiten nicht ausstehen.
00:39:33Aber du kannst ganz beruhigt sein.
00:39:35Du wirst deinen Jungen noch wiedersehen.
00:39:37Woher weißt du das so genau?
00:39:39Wenn der Kosmos erst jemanden geschluckt hat, gibt er ihn nicht wieder raus.
00:39:43Weißt du, das kommt ganz darauf an.
00:39:47Hast du eine Blutprobe mit?
00:39:50Das hat keinen Sinn mehr.
00:39:52Ich meine weiter auf die Art, Arzt und Kranken zu spielen.
00:39:55Die von der Basis beschwindeln mich, sagen, dass sie auf dem Wege sind, etwas zu entdecken.
00:40:01Und ich beschwindle sie, weil ich tue, als ob ich's glaube.
00:40:04Aber jetzt ist Schluss.
00:40:05Ich habe einen erwischt.
00:40:07Was hast du erwischt, Pierre?
00:40:08Na, einen Schatten.
00:40:10Sag mal, hast du noch alle beisammen?
00:40:13Ich beobachte sie schon eine ganze Weile.
00:40:16Wie soll ich sie beschreiben?
00:40:18Sie sehen aus, sie sehen aus wie nasse Flecken auf den Felsen.
00:40:22Aber wenn man näher herankommt, dann kriechen sie in die Spalten.
00:40:27Das sind lebendige Schatten.
00:40:28Das klingt ja völlig verrückt.
00:40:30Nein, nein, es sind tatsächlich lebendige nasse Flecke.
00:40:33Lebendig wie ich und ihr.
00:40:34Es ist erst ein paar Tage her.
00:40:36Da habe ich einen von ihnen aufgelauert und aus unmittelbarer Nähe betrachtet.
00:40:41Und wisst ihr, wisst ihr, was das Komische daran ist?
00:40:44Sie sind überall, von oben bis unten, mit schwarzen Flecken bedeckt.
00:40:48Genau wie die, die ich hier habe.
00:40:51Aber das macht nichts, wir kommen schon klar, haben uns geeinigt.
00:40:54Sie werden mich in meiner Arbeit nicht stören, ich sie nicht in der ihren.
00:40:59Alles ist okay.
00:41:00Ich beobachte und notiere alles.
00:41:03Hör mal, Lotse.
00:41:05Nimm bitte diesen Container mit.
00:41:08Wahrscheinlich wird schon in den nächsten Tagen jemand bei dir vorbeikommen,
00:41:11um ihn abzuholen.
00:41:12Grüß ihn bitte von mir.
00:41:13Was ist drin?
00:41:16Keine Angst, nur Papier.
00:41:18Und wem soll ich ihn geben?
00:41:20Du fragst zu viel.
00:41:22Einen, der zu dir kommen wird, um ihn abzuholen.
00:41:25Ja?
00:41:26Okay.
00:41:27Ja?
00:41:29Ja?
00:41:29Ja?
00:41:29Ja?
00:41:29Ich bin aber auch, of die Schmerzen.
00:41:30Ja?
00:41:32Ja?
00:41:36Ja?
00:41:37Ja?
00:41:38Ja?
00:41:38Ja?
00:41:39Ja?
00:41:39Ja?
00:41:41Ja?
00:41:42Ja?
00:41:42Ja?
00:41:42Ja?
00:41:43Ja?
00:41:44Ja?
00:41:49Ja?
00:41:53Ja?
00:41:55Soll das für mich sein?
00:41:57Hm, Cognac für Silvester.
00:41:59Okay, manchmal kann ich sowas hier gebrauchen.
00:42:03Und jetzt macht er, dass er wegkommt. Dieser Nebel ist ziemlich ungemütlich.
00:42:07Ahoi!
00:42:48Bist du mein Freund?
00:42:50Ihren Freund.
00:42:50Du bist mein Freund.
00:42:52Ihren Freund.
00:42:54Weißt du denn überhaupt, wer ich bin?
00:42:58Nichts, weißt du.
00:43:00Als ich noch Lotse war und die ersten Schiffskarawanen führte,
00:43:05hast du kleiner Scheißer noch in die Windeln gemacht.
00:43:10Damals war ich nicht der alte Kuhn.
00:43:12Ich war der große Kuhn.
00:43:15Jawohl.
00:43:16Der kosmische Lotse, haben sie gesagt.
00:43:20Genau so, das war ich.
00:43:25Lauf, trink mal einen.
00:43:30Damals, Jungchen, waren wir zwei.
00:43:33Uli Thal und ich.
00:43:35Uli Thal und ich.
00:43:36Die ersten Forschungsgruppen, musst du wissen, die haben wir rübergebracht.
00:43:40Er und ich.
00:43:43Nach Luna 1, nach Luna 2, zu den beiden Marspolen.
00:43:50Ach, mein Gott, was sind das nur für Zeiten gewesen.
00:43:54Und Männer gab's da, das waren noch Kerle.
00:43:56Und jetzt?
00:43:59Alles Waschlappen.
00:44:01Du auch?
00:44:02Jawohl, du auch?
00:44:04Ach, alles Waschlappen.
00:44:06Ich auch.
00:44:09Ja, einen Schluck.
00:44:12Ach, du begreifst gar nichts.
00:44:14Bist ein Schafskopf.
00:44:16Aber du gefällst mir trotzdem.
00:44:21Magst du mich auch?
00:44:23Na, wen denn sonst, Liebling?
00:44:34Ist doch klar, dass sie mich bloß noch aus Mitleid hier behalten.
00:44:40Mann, hör auf mit dem Mund.
00:44:41Du bist ja betrunken, dann fängst du immer so an.
00:44:44Ja, ja, ja, ich bin besoffen.
00:44:47Aber was ich sage, das meine ich auch.
00:44:49Ja, ja, ich bin besoffen.
00:45:19Ja.
00:45:25Ben.
00:45:27Es ist so weit.
00:45:30Ben.
00:45:32An die Signalraketen.
00:45:35Bist du verrückt?
00:45:53Wo sind Maria?
00:46:06Wo sind denn?
00:46:14Sind Sie sicher, dass die Angaben stimmen?
00:46:15Glauben Sie, das ist ein Silvester-Scherz?
00:46:17Darf ich Sie an das Windei der Jungs vom Ararat erinnern?
00:46:20Vor zwei Jahren, ein nicht identifizierter Körper nähert sich der Erde.
00:46:25Diesmal nicht. Die Masse des Körpers entspricht der eines Raumschiffes der Klasse A4.
00:46:29Ich finde die ganze Geschichte sehr eigenartig nach dem Flugverbot.
00:46:33Sie sind dafür verantwortlich, dass es eingehalten wird.
00:46:35Das Verbot wird befolgt.
00:46:38Wenigstens in den Gebieten, die wir von der Erde aus kontrollieren können.
00:46:40Ja, dann wird es wohl ein Gespenst sein.
00:46:44Achtung, Koordination, bitte über zweites Relais Pullcover-Orbital.
00:46:47Pullcover ist angeschlossen.
00:46:51Da, bitte. Seit 0.03 Uhr entfernt es sich von der Erde.
00:46:54Und es antwortet auf keiner Frequenz.
00:46:56Nicht mal der Havarie-Automat gibt die Pflichtsignale.
00:47:02Sie vermuten, dass es eines der vermissten Raumschiffe von der Margot ist.
00:47:05Na, was denn sonst?
00:47:07Man wäre aus allem zu schießen, dass die Besatzung tot ist.
00:47:11Wo ist Uli Thal?
00:47:13Ich weiß nicht, er war heute Abend nicht da.
00:47:15Finden Sie mir sofort Professor Thal, dringend.
00:47:17Was schlagen Sie sich vor, jetzt zu unternehmen?
00:47:20Dieses Gespenst zu erreichen?
00:47:21Dann werden wir gleich erfahren, was aus den anderen Raumschiffen geworden ist.
00:47:24Nein, das muss gründlich überlegt werden.
00:47:26Hier ist der Telegram von Professor Thal.
00:47:27Wenn man ihn brauche, die Adresse sei Eolomea.
00:47:30Was bedeutet das?
00:47:30Das ist ein Hotel auf Mallorca.
00:47:32Gut, verbinden Sie mich bitte.
00:47:33Das habe ich schon versucht. Die Leitung ist überlastet.
00:47:35Versuchen Sie es meinetwegen über Neuseeland oder Patagonien.
00:47:38Ich brauche Professor Thal und zwar sofort.
00:47:44Erreichen, sagen Sie.
00:47:47Welches Havarie-Kommando hat Einsatz?
00:47:49Die fünf. Und ich fliege mit.
00:47:53Ein zu großes Risiko.
00:47:54Die Gruppe wird auch ohne ihre Hilfe fertig.
00:47:57Die Jungs sind allerhand gewöhnt.
00:47:59Die werden sich wohl auch noch mit mir abfinden.
00:48:04Seien Sie mir bitte nicht böse,
00:48:05aber vielleicht sollte man nicht nur gegenüber den Damen von Fernamt entschlossen sein.
00:48:10Schließlich bietet sich jetzt eine Möglichkeit, den Fall aufzuklären.
00:48:13Vom Hotel Eolomea wurde mir mitgeteilt, Professor Thal sei überhaupt nicht dort gewesen.
00:48:18Was?
00:48:20Erst verschwindet er, ohne sich bei mir abzumüben.
00:48:22Und dann gibt er noch eine falsche Adresse an.
00:48:24Oder eine gefälschte Adresse.
00:48:26Oder eine schiffrierte Adresse.
00:48:28Zur Kriminalistik habe ich kein Talent.
00:48:54Mir ist jedes Mal, als ob ich platze.
00:48:55Wer beim ersten Mal nicht platzt, platzt überhaupt nicht.
00:48:59Das war's.
00:49:01Das war's.
00:49:26Danke.
00:49:26Danke.
00:49:26Danke.
00:49:27Danke.
00:49:28Danke.
00:49:42Da ist es.
00:50:05Versuchen Sie es doch noch mal.
00:50:12A-41, A-41, Javari-Kommando 5, hört ihr mich?
00:50:17Javari-Kommando 5, hört ihr?
00:50:25In Ordnung, Jungs, tut mir leid, ihr müsst raus.
00:50:27Angenehme Schwerelosigkeit.
00:50:39A-41, A-41, Javari-Kommando 5, über alle Kanäle ruft A-41.
00:50:51A-41, A-41, Javari-Kommando 5, über alle Kanäle ruft A-41.
00:50:57A-41, A-41, A-41, bitte melden.
00:51:07Chef, die antworten nicht.
00:51:10Na dann los, schneiden.
00:51:39Die sind gar nicht tot.
00:51:41Ach was?
00:51:42Die Abgeordneten sind, habt ihr das gesehen?
00:51:43Die Toten sind lebendig und die Verrückten ganz normal.
00:51:48Berechnen Sie mal den Kurs.
00:52:01Das kann ja wohl nicht wahr sein.
00:52:03Die haben direkt einen Kurs auf die Margot genommen.
00:52:05Rufen Sie sofort Margot.
00:52:08A-41, A-41, Javari-Kommando 5 ruft Margot.
00:52:10Hallo Margot, bitte melden.
00:52:12Die wollen auch nicht.
00:52:14Hallo Margot, schlaft ihr?
00:52:15Ja.
00:52:16Die sollen endlich mit ihren euren euren Scherzen aufhören.
00:52:19Ich hab'n besseren.
00:52:24Wir können sie zwar nicht mehr erreichen, bevor sie mit der Margot zusammentreffen, aber
00:52:28ganz in der Nähe verläuft die Bahn des Lotsen.
00:52:30Dort ist jetzt Dan.
00:52:31Seine Wespe ist schnell genug, um ihnen den Weg abzuschneiden.
00:52:34Schafft er das?
00:52:36Kennen Sie ihn nicht?
00:52:38Wir hatten mal eine anregende Unterhaltung.
00:52:40Da mach' ich nicht mit.
00:52:41Ich hab' gekündigt und fertig.
00:52:42Wie kommt ihr überhaupt auf die Idee, mich von 103 wegzuholen?
00:52:45Was soll ich auf dem Außenring?
00:52:46Was soll ich zwischen diesen verdammten Asteroiden anfangen?
00:52:50Was jeder andere an ihrer Stelle auch tun würde.
00:52:52Die Stationen mit Materialversorgten.
00:52:54Aha.
00:52:55Gütertaxi.
00:52:57Ein Rennpferd vor einem Mistkarren spannen.
00:52:59Möchten Sie irgendeinen Juice?
00:53:01Willen Sie sich bloß nicht ein, dass Sie mich mit einem Schluck Pampelmusensaft kaufen können.
00:53:04Zitrone.
00:53:07Bitte?
00:53:11Danke.
00:53:13Hören Sie zu, Dan.
00:53:15Irgendjemand muss doch diese Stelle übernehmen.
00:53:19Und dieser irgendjemand bin ausgerechnet ich.
00:53:22Ist das ein schaulhaftes Zeug.
00:53:23Ihre Versetzung dorthin wäre nur vorübergehend.
00:53:26Wir eröffnen demnächst einen vierten Ring.
00:53:28Aha.
00:53:29Und das Riesenrost, das auf den vierten gehen darf, bin wahrscheinlich wieder ich.
00:53:32Nein.
00:53:33Ich verspreche Ihnen, wir lösen Sie so bald wie möglich ab.
00:53:35Und dann bekommen Sie vier Monate Urlaub.
00:53:38Das Weitere werden wir sehen.
00:53:40Glockenhelles Lachen.
00:53:41Nein, nein.
00:53:41Den Urlaub kenne ich.
00:53:42Darauf falle ich nicht mehr rein.
00:53:47Was ist denn das?
00:53:48Honig.
00:53:49Echter.
00:53:51Vom Mond?
00:53:52Nee, Bienen sind nicht so doof, dass sie auf den Mond fliegen.
00:53:54Den hat meine Mutter mir mal geschickt.
00:53:55Der ist vom Lande.
00:53:56Lindenblüten und so.
00:53:58Danke, Dan.
00:53:59Aber bilden Sie sich bloß nicht ein, dass Sie mich mit einem, was?
00:54:02Mit einem Topf Bienenhonig bestechen können.
00:54:06Maria, und wenn wir mal wie Menschen reden?
00:54:09Na, endlich.
00:54:11Morgen neun Uhr Null startet Orion.
00:54:14Gute Reise, aber ohne den lieben Dan.
00:54:21Hier.
00:54:22Damit Sie nicht so allein sind, habe ich gestern gefunden.
00:54:26Was ist denn das?
00:54:28Ein Löwe.
00:54:30Mhm.
00:54:33So, Frau Professor Scheuer, jetzt passen Sie mal auf.
00:54:36Ich gebe hiermit eine ganz offizielle Erklärung ab.
00:54:39Ich habe keine Lust, Ihrem Befehl Folge zu leisten.
00:54:42Kapitän Lanyi, ich möchte Sie ebenfalls ganz offiziell daran erinnern,
00:54:46dass Sie bereits drei Disziplinarstrafen auf Ihrem Konto haben.
00:54:49Eine vierte gibt's nicht.
00:54:50Die vierte würde bedeuten, dass Sie zu den Bienen Ihrer Mutter zurückkehren.
00:54:54Wunderbar.
00:54:54Das ist das, wonach ich mich sehne.
00:54:59Halt, mein Löwe.
00:55:13Dann?
00:55:16Ach, Frau Professor Scheuer.
00:55:19Sie wissen, es ist nicht meine Art, die Statuten zu verletzen.
00:55:21Und wenn ich ein Tier mit an Bord von Orion nehmen will,
00:55:24dann brauche ich eine besondere Genehmigung von Ihnen.
00:55:43Das war ziemlich oft über 10 Konto auf.
00:55:46Ich hab das da.
00:55:47Ich bin sehr glücklich.
00:55:47Und mehr als ein Tierwerk.
00:55:54Was ging nach dem Ihr Kreuzhof Boromien?
00:55:57Wunderbar.
00:55:57Das würde ich kurz nie halbieren.
00:56:00Die Anbundin Hasick ist nur noch lange,
00:56:01die will ich nicht wissen,
00:56:04weil wir nicht noch negotiation.
00:56:04Menschen rappres tracks und gewalt ist im Rallykneider Apart.
00:56:20Hallo?
00:56:23Hallo?
00:56:36Es sieht aus, als ob die Basis aufgegeben ist.
00:56:39Daniel Agni!
00:56:54Du, ich muss mal.
00:56:55Nimm dich zusammen.
00:56:59Was wollen Sie eigentlich, Madame?
00:57:01Ich will keinen Prozess, ich will...
00:57:03...dass er tot bleibt, unterbricht die Werbung lebhaft.
00:57:06Nun, wenn die Sache 24.000 Fr. Rente kosten soll, werden wir eben prozessieren.
00:57:10Jawohl, wir werden prozessieren. Zu teuer.
00:57:13Ich habe ihm fast eine Million eingebracht und Sie treiben Schacher mit meinem Unglück.
00:57:17Gut, jetzt will ich Sie mit Haut und Haar. Sie mitsamt Ihrem Vermögen.
00:57:36Die Relais sind zerstört mit dem Hammer oder sowas.
00:57:38Sei doch mal still. Sei doch mal ruhig.
00:57:42Ne, es sind nur die Pumpen der Klimaanlage.
00:57:59Armer Kater zwischendurch.
00:58:13Armer Kater, zwischen so vielen Meisen zu verhungern.
00:58:15Wenn wir nicht bald einen Weg zu den anderen Sektoren finden, dann mauzen wir in ein paar Tagen genau wie
00:58:19der.
00:58:20Das kann ja lustig werden. Los, wir hören ab, ich so spät ist.
00:58:46Maria, sag doch, dass du kein Gespenst bist.
00:58:48Bist ja verbundet, sag mal hier.
00:58:50Tja, er wollte auf keinen Fall die Glasfahnd zerschlagen. Er behauptet, es sei ihm verboten, hier irgendetwas zu zerstören.
00:58:56Wer?
00:58:56Ach, ich hab da so ein kaputtes Spielzeug gefunden, 0560 heißt er.
00:59:05Denn Liebling, wie fühlst du dich?
00:59:07Wunderbar, kann gar nicht besser sein.
00:59:10Seit vier Tagen irre ich in diesem Sektor rum wie eine Fliege im Wegglas.
00:59:14Sag mal, was ist hier eigentlich los?
00:59:17Das müsst ihr doch wissen.
00:59:19Wenn ich nicht irre, habt ihr mich auf die Jagd nach diesem verrückten Schiff geschickt.
00:59:22Na und wo ist es jetzt?
00:59:26Da irgendwo.
00:59:28Kannst du dich nicht ein bisschen deutlicher ausdrücken?
00:59:30Wer sind sie?
00:59:32Wie viele sind sie?
00:59:35Na, wenn ich das wüsste, wär mir wohler.
00:59:37Sie haben versucht, mir durch ein Scheinmanöver zu entwischen.
00:59:40Ich hab ihnen die Bahn abgeschnitten, aber sie sind im Sektor C gelandet und knallten mir die Schleusen vor der
00:59:44Nase zu.
00:59:46Tja, nun blieb mir nichts anderes übrig, als im Sektor B runterzugehen, wo ihr auch gelandet seid.
00:59:51Alle Schleusen sind dicht, die Relais sind zerstört.
00:59:54Mit Mama oder sowas?
00:59:55Und die Leute der Basis?
00:59:58Es ist nichts rauszukriegen.
01:00:00Der Einzige, der was weiß, ist der Halbidiot dort hinten, aber ich kann mit ihm nicht fertig werden.
01:00:05Ihr könnt's ja mal versuchen.
01:00:06Hey, Oldtimer, komm her.
01:00:08Keine Angst.
01:00:11Na, bist ein bisschen langsam. Leg mal einen zweiten Gang ein.
01:00:17Pass auf.
01:00:18Zeig uns mal, was du kannst.
01:00:19Was sagt ein wohlerzogener Roboter zu einer Dame?
01:00:22Roboter für alles R.A. Herstellungsnummer 0560. Guten Tag, ich küsse Ihre Hand, Madame.
01:00:30Den Quatsch hast du ihm beigebracht.
01:00:33R.A. ist ein anständiger Kerl. Er ist nur total verblödet und lügt für drei.
01:00:40Nummer 0560. Du bedienst doch die Basis, nicht wahr? Jetzt pass auf und hör mir genau zu. Wo sind die
01:00:46Leute der Margot?
01:00:47Ich weiß es nicht.
01:00:49Warum sind die Schleusen zu den anderen Sektoren geschlossen?
01:00:52Ich weiß es nicht.
01:00:54Wer hat die Relais zerstört?
01:00:55Ich weiß es nicht.
01:00:57Man hat dich gefragt, wer die Relais kaputt gemacht hat. Sei doch ehrlich und gib's zu.
01:01:01Ich habe sie kaputt gemacht.
01:01:04Und warum?
01:01:05Auf Befehl.
01:01:07Aber auf wessen Befehl? Siehst du? Weiter bin ich auch nicht gekommen.
01:01:12Habe ich dir eigentlich schon erzählt, was ich aus verlogenen Robotern mache?
01:01:16Du hast es gesagt, Büchsenöffner.
01:01:19Ja, und wem werde ich deine elektronische Seele vor die Füße werfen?
01:01:22Den Hunden.
01:01:24Na siehst du, dein Gedächtnis geht doch noch.
01:01:27Und warum belügst du uns dann und erzählst uns, du könntest dich nicht erinnern, wer dir befohlen hat, die Relais
01:01:31kaputt zu machen?
01:01:32Hm? Na komm schon, Junge. Komm, du kriegst einen neuen Akku.
01:01:36Drei Uhr Lokalzeitüberprüfung der Klimaaggregate.
01:01:41Luz, streng dich an.
01:01:44Halt! Wohin?
01:01:45Drei Uhr Lokalzeitüberprüfung der Klimaaggregate.
01:01:49Hör mal zu, Nummer 0, 560.
01:01:52Ich will dir was sagen und du musst versuchen, es zu verstehen.
01:01:56Du besitzt nur Logik. Nichts als Logik.
01:01:59Und die wollen dir mit emotionellen Kategorien ans Blech.
01:02:03Du bist programmiert worden zu schweigen, nicht wahr?
01:02:06Du bist programmiert worden unter keinen Umständen die Wahrheit zu sagen.
01:02:09Habe ich recht?
01:02:10Ich habe ein Programm. Ich erfülle das Programm. Ich küsse ihre Hand, Madame.
01:02:17Das ist nett von dir. Du bist ein anständiger Roboter, der seine Aufgabe erfüllt.
01:02:21Aber ich muss dich an ein Grundgesetz erinnern.
01:02:25Der Roboter kann keinen Befehl ausführen, der Menschen Schaden zufügt.
01:02:30Das kann er nicht.
01:02:32Indem du lügst, erfüllst du den Befehl.
01:02:35Aber Menschen sind in Gefahr. Jetzt.
01:02:38Weil du nicht die Wahrheit sagst, fügst du ihnen Schaden zu.
01:02:42Hast du das verstanden?
01:02:44Also, wo sind die Leute von der Basis und wer hat dir befohlen, die Automaten der Schleusen zu zerstören?
01:02:56Rede!
01:02:57Algoritmen, Sturm, Louisville, die gemeinsame Nachbarsysteme besitzen keine gemeinsamen Quadraturzelminutunendlichkeit.
01:03:05Größer als Alpha, Algoritmen, Sturm, nicht müssen die Büchle öffnen.
01:03:09Schluss jetzt. Der Befehl ist aufgehoben. Das ist unmenschlich.
01:03:11Sonst macht er mir den Jungen noch vollends verrückt.
01:03:14Wo er sowieso schon nicht alle in der Reihe hat. Das Grundgesetz, das ist sein Gewissen.
01:03:18Und ihr stellt ihm eine Aufgabe, die bisher noch nicht mal die Menschheit gelöst hat.
01:03:22Muss man einen Befehl erfüllen, der einem gegen das Gewissen geht?
01:03:27Der mechanische Hamlet.
01:03:48Ich wette, dass das Geräusch nicht von den Aggregaten kommt.
01:03:52Da drüben tut sich was. Da sind doch Leute.
01:04:00Da kannst du nicht mal dran kratzen.
01:04:03Das ist eine Spezialregierung. Komm.
01:04:15Seid ihr startbereit?
01:04:16TS-340, startbereit.
01:04:18Startbereit.
01:04:20Bereit.
01:04:20Startbereit.
01:04:21TS-27, startbereit.
01:04:23TS-112, startbereit.
01:04:27Hauptleiter?
01:04:28Ihr Hauptleiter, ich höre.
01:04:29Hier Simakun.
01:04:31Kommandeur der Operation Eolomea, ich melde.
01:04:34Neun Raumschiffe mit insgesamt 146 Mann Besatzung, startbereit.
01:04:38Erwart ein Kommando.
01:04:40Tja.
01:04:42Was soll ich sagen, Jungs?
01:04:45Ich denke, wir kommen auch ohne Reden aus.
01:04:49Viel Glück auf euren Sternen wegen.
01:04:52Ahoi.
01:04:53Und lebt wohl.
01:05:18Ich denke, wir hören hier.
01:05:19Höhe, Gewehr, Heiß.
01:05:23Heiß.
01:05:23Heiß.
01:05:24Heiß.
01:05:33Musik
01:06:05Mein Gott, war ich dumm. So was...
01:06:09Wieso? Was ist denn los?
01:06:12Es sind überhaupt keine Schiffe verschwunden. Die waren alle hier in den Hangars.
01:06:17Es tut mir leid, ich bin vielleicht ein bisschen langsamer, aber ich verstehe immer noch nichts, leider.
01:06:28Du kannst beruhigt sein. Deine Jungs sind gesund und munter.
01:06:35Ach ja, und was ist mit der A41?
01:06:38Sie brauchten ein Führungsschiff und sie brauchten einen gewissen Herrn Kollegen, um ihren Start vorzubereiten.
01:06:46Ja, aber wohin? Wohin?
01:06:47Nach Eolomea.
01:06:49Ah, was?
01:06:53Die sind verrückt.
01:06:54Oh nein. Und wenn mich nicht alles täuscht, ist dieser gewisse Herr Kollege hier irgendwo...
01:07:06Hast du gesehen, was er trug?
01:07:08Eine Kaffeekanne und drei Tassen. Wenn der Oldtimer nicht völlig verblödet ist, müssen hier irgendwo drei Leute sein.
01:07:16D, D,�...
01:07:20D, C, VI...
01:07:26D, D, C, VI...
01:07:28D, D, D, C, VI...
01:07:31Das war's.
01:08:08Bitte. Treten Sie näher, Kollegin Scholl.
01:08:11Ach, danke, du kannst gehen.
01:08:23Sie scheinen nicht besonders überrascht zu sein, mich hier zu sehen.
01:08:26Nein, nicht besonders.
01:08:27Was? Verzeihen Sie, aber mit wem habe ich die Ehre?
01:08:31Käpt'n Daniel Lagnier vom Dritten Ring.
01:08:34Angenehm. Sehr angenehm.
01:08:42Bedienen Sie sich. Bitte.
01:08:55Es ist still geworden. Sie sind abgeflogen.
01:09:01Das habe ich gesehen.
01:09:04Für immer.
01:09:07Nicht wie die Zugvögel, die wiederkommen.
01:09:10Für immer.
01:09:14Sie wissen, was Sie sich vorgenommen haben.
01:09:16Ich glaube, ja.
01:09:18Eolumea.
01:09:21Ich habe Angst.
01:09:23Angst?
01:09:25Dass etwas nicht bis zu Ende durchdacht sein könnte.
01:09:29Dass irgendein zufälliger Faktor nicht berücksichtigt worden ist.
01:09:32Soweit ich Sie kenne, ist alles berücksichtigt.
01:09:35Alles.
01:09:37Innerhalb der Grenzen menschlichen Wissens.
01:09:42Aber was liegt dahinter?
01:09:45Andere Grenzen.
01:09:47Sie sind ausgezogen, um Sie zu suchen.
01:09:51Haben Sie ein schweres Urteil über mich gefällt?
01:09:53Das ist im Augenblick belanglos.
01:09:55Sie haben keinen genügend erfahrenen Navigator dabei.
01:09:58Doch, einen Pierre Porzky genannt.
01:09:59Okay.
01:10:01Sie werden ihn im Vorübergehen von seinem kleinen, giftigen Planeten abholen.
01:10:05Ich war bei ihm.
01:10:07Pierre Orquet ist krank.
01:10:09Schwerkrank.
01:10:10Er wird Sie führen, solange er kann.
01:10:12Alles andere ist auf dem Papier eingetragen.
01:10:17Falls dieser verdammte Krümel von Eolomea überhaupt existieren sollte,
01:10:21dann bestimmt nicht da, wo Sie ihn suchen.
01:10:24Wie bitte?
01:10:25Ich habe mal in den Jahrbüchern des Ararat-Observatoriums geblättert.
01:10:28Mein Freund Kuhn hortet das Zeug.
01:10:30Pierre Orquet hat ein 40-inch Stiliskop benutzt,
01:10:32dabei aber leider den Parallaxen-Koeffizienten falsch berechnet.
01:10:36Ich weiß nicht, ich könnte mir vorstellen,
01:10:38er hat die, wie heißt sie, die Infrarotverschiebung nicht berücksichtigt,
01:10:41die von S. Andromeda und Supernova NGC-205 hervorgerufen wird.
01:10:46Ziemlich unwahrscheinlich, junger Mann.
01:10:48Tut mir leid.
01:10:51Ich habe das wochenlang nachgerechnet,
01:10:52aber die ganze Geschichte sowieso nie ernst genommen.
01:10:55Sie sind Mathematiker?
01:10:58Taxifahrer.
01:11:00Supernova 205.
01:11:03Ganz interessanter Gedanke.
01:11:06Nun,
01:11:08Pierre wird seinen Fehler bemerken.
01:11:13Wieso haben Sie sich eigentlich mit Eolomäa beschäftigt?
01:11:15Was kann ich Ihnen sagen?
01:11:17Weil ich sonst an kosmischer Langeweile gestorben wäre.
01:11:23Wenn ich erst mal unten auf der Erde bin,
01:11:24da weiß ich was Besseres.
01:11:48Fahren Sie fort, Professor Thal.
01:11:55Ich habe vor mir selbst für meine Handlungsweise Rechenschaft abgelegt.
01:11:59Ich weiß,
01:12:01dass ich als Rektor des Zentrums für transgalaktische Flüge
01:12:04und als Mitglied des wissenschaftlichen Rates einen Schritt unternommen habe,
01:12:08der mir möglicherweise die Türen zu diesen Instituten verschließen wird.
01:12:11Mich tröstet jedoch der Gedanke,
01:12:13dass jeder von Ihnen an meiner Stelle genauso gehandelt hätte.
01:12:16Bisher hat noch niemand unbestreitbare Beweise vorlegen können,
01:12:19dass Eolomäa in der Tat existiert.
01:12:21Das Gegenteil hat aber auch keiner bewiesen.
01:12:23Die Jungs von der Margot werden auf diese Frage eine Antwort geben.
01:12:26Ja, aber nach einem Jahrhundert.
01:12:27Nach 136 Jahren und zwei Monaten.
01:12:31136 Jahre.
01:12:32Umso weniger begreife ich,
01:12:34dass Sie ein solches Unternehmen vorbereiten konnten.
01:12:36Der Grund ist uralt und einfach.
01:12:39Die Väter haben seit jeher gehofft,
01:12:41dass ihre Kinder das vollbringen würden,
01:12:43was sie selber nicht vollbringen konnten.
01:12:47Jahrhundertelang hat sich die Menschheit danach gesehnt,
01:12:50mit einer anderen außerirdischen Zivilisation in Verbindung zu treten.
01:12:54146 junge Wissenschaftler haben sich bereit erklärt,
01:12:57den ersten Schritt zu diesem fernen, schönen Ziel zu tun.
01:13:02Konnte ich Ihnen meine Erfahrung und mein Wissen verweigern?
01:13:06Ich frage euch.
01:13:08Konnte ich Sie daran hindern?
01:13:10Ich habe all mein Wissen und mein ganzes Herz daran gesetzt,
01:13:13um Ihnen zu helfen.
01:13:15Ich bedauere nur eins.
01:13:16Dass ich nicht mehr jung genug bin,
01:13:18um meine sieben Sachen zu packen und Ihnen nachzufliegen.
01:13:21Und dass ich nicht tapfer genug bin,
01:13:22es trotzdem zu tun wie Pierre Brodsky.
01:13:26Nein, ich werde das nicht zulassen.
01:13:28Du kannst ihn nicht aufhalten, Alter.
01:13:30Da kennst du mich schlecht.
01:13:31Von mir bekommen Sie nicht den Container.
01:13:33Doch, du wirst ihn rausrücken, bestimmt.
01:13:36Dieses Unternehmen ist ein Wahnsinn.
01:13:38Aber als du jung warst und hinfliegen wolltest,
01:13:40da war es wohl kein Wahnsinn.
01:13:42Der einzige Unterschied ist,
01:13:44dass eure Kisten damals viel zu langsam waren,
01:13:46um ein solches Ziel zu erreichen.
01:13:49Aber diesmal können Sie es schaffen.
01:13:51Du hast gut reden.
01:13:52Er ist mein Sohn.
01:13:55Jeder ist jemandes Sohn.
01:13:59Da sind Sie.
01:14:09Kapitän Sima Kuhn.
01:14:11Ich bin dein Vater Sima.
01:14:16Ich bin froh, dich zu sehen, Vater.
01:14:19Ich auch, Sima.
01:14:23Na ja, du bist inzwischen ein Mann geworden.
01:14:26Und ich habe mir dich immer anders vorgestellt.
01:14:29So wie ein Kind, verstehst du?
01:14:31Ich bin kein Kind, Vater.
01:14:34Du weißt, warum ich gekommen bin.
01:14:38Ja, ich weiß.
01:14:39Um mit mir auf die Erde zurückzukehren.
01:14:41Unser Weg geht in die andere Richtung.
01:14:44Gib uns den Container.
01:14:48Nie werde ich das tun.
01:14:50Eher werde ich ihn vernichten.
01:14:52Kapitän Kuhn,
01:14:53Eolomea bedeutet für uns alles.
01:14:56Wir kommen in euren Schatten.
01:14:57Ich unterbreche.
01:14:59Ich unterbreche.
01:15:03Leider stehen die Chancen,
01:15:04dass die Jungs oder genauer
01:15:05ihre Urenkel eine solche Zivilisation antreffen,
01:15:08eins zu einer Million.
01:15:09Immer haben sich Menschen gefunden,
01:15:11die auf ein fernes Ziel losgegangen sind,
01:15:12ohne sich vorher auszurechnen,
01:15:13wie hoch ihre Chancen stehen, es zu erreichen.
01:15:16Womit sich auch das Eigenmächtige
01:15:17ihrer Handlungsweise zu entschuldigen konnten.
01:15:19Nicht wahr, Professor Kahl?
01:15:23Selbstverständlich.
01:15:25Welches Institut würde die Verantwortung
01:15:27für das Leben von so vielen jungen Wissenschaftlern
01:15:29übernehmen wollen?
01:15:31Hätten Sie einen solchen Flug gestartet?
01:15:32Nein.
01:15:33Darum haben Sie auf diese Weise gehandelt.
01:15:38Um Euch allen die Verantwortung abzunehmen,
01:15:40haben Sie sie auf sich genommen.
01:15:43Können wir jene Ärzte verurteilen,
01:15:44die die kleinen Gesetze übertreten haben
01:15:46im Namen der großen Gesetze,
01:15:47der Menschheit und des Fortschritts,
01:15:50die als erste neue Sehren an sich selbst erprobten?
01:15:54Sie haben es getan, ohne nach Genehmigungen zu fragen.
01:15:58Weil Sie keine bekommen hätten.
01:16:03Das ist alles.
01:16:05Kollegen, schon habe ich schon wieder was falsch gemacht.
01:16:14Lotse, alte Haudegen, versucht doch wenigstens Sie zu verstehen.
01:16:16Lass dein Gewissen entscheiden.
01:16:17Ich weiß,
01:16:19es ist schwer,
01:16:20so weit von der Erde entfernt eine Entscheidung zu treffen,
01:16:22im Namen der ganzen Menschheit.
01:16:24Allein.
01:16:25Was jetzt geschieht,
01:16:26hängt ganz allein von dir ab.
01:16:28Deshalb überleg gut, was du tust.
01:16:30Ich weiß nicht, ob du ein Recht hast,
01:16:31sie aufzuhalten.
01:16:34Eine Meldung von Luna 3
01:16:37an alle irdischen und außerirdischen Stationen der drei Ringe,
01:16:40an alle.
01:16:41Die Station auf dem orangefarbenen Planeten
01:16:44hat heute früh um fünf Uhr aufgehört zu senden.
01:16:46Pierre Brodsky.
01:16:48Unser Pierre Ocké ist tot.
01:17:08Vater, das ist die dritte Umkreisung.
01:17:10Schick uns bitte den Container.
01:17:14Hört zu, Sima.
01:17:16Wisst ihr, dass Brodsky tot ist?
01:17:18Ja, das wissen wir.
01:17:21Und wie wollt ihr zurechtkommen ohne guten Navigator?
01:17:24Wir kennen einen.
01:17:25Außer euch gibt es keine Verrückten.
01:17:27Lass mich mit dem sprechen.
01:17:31Hallo, Sima.
01:17:32Hallo, Dan.
01:17:33Wir haben ihn allen drei Ringen nach dir gesucht.
01:17:36Na ja, man ist mal hier, mal dort, ne?
01:17:39Wir fordern dich auf,
01:17:41Pierre Ockés Platz einzunehmen.
01:17:52Dan, wenn du das tust,
01:17:54bringe ich dich um.
01:17:56Du vergisst wohl,
01:17:56dass jemand auf dich wartet unten auf der Erde.
01:18:01Schade.
01:18:02Maria.
01:18:04Jetzt können wir uns nicht mal verabschieden.
01:18:06Es geht alles so schnell.
01:18:09Ich muss auf einige Zeit verreisen.
01:18:11Für immer, Dan.
01:18:14Begreifst du nicht, dass es für immer ist?
01:18:16Wir wollen sagen, für einige Zeit.
01:18:19Dann tut's nicht so weh.
01:18:21Leb wohl,
01:18:22Maria.
01:18:42Ja, dann geht's mir.
01:19:14Untertitelung des ZDF für funk, 2017
01:19:33Untertitelung des ZDF für funk, 2017
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