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#GanzerFilm #Deutsch
Der alte Mann und das Meer (Originaltitel: The Old Man and the Sea) ist ein US-amerikanisches Filmdrama des Regisseurs John Sturges aus dem Jahr 1958, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Ernest Hemingway, erstmals veröffentlicht 1952 in New York.[1] Die Hauptrolle des Fischers Santiago ist mit Spencer Tracy besetzt.

Handlung
Der alte kubanische Fischer Santiago hat seit 84 Tagen nichts gefangen. Zu seinem Unglück kommt hinzu, dass sein Lehrjunge Manolin von seinen Eltern zu erfolgreicheren Fischern geschickt wird. Trotzdem besucht Manolin den alten Mann jeden Abend, hilft ihm bei schweren Arbeiten, kümmert sich darum, dass er etwas isst und diskutiert mit ihm über Baseball, da Santiago ein Fan des berühmten Spielers Joe DiMaggio ist.

In der Hoffnung auf ein Ende seiner Pechsträhne fährt der alte Fischer eines Morgens weit in den Golf hinaus. Er legt seine Leinen aus, und tatsächlich beißt am Nachmittag ein Fisch, ein Marlin, an. Als erfahrener Fischer erkennt Santiago sofort, dass es sich um ein sehr großes Exemplar handelt, das man nicht einfach so ins Boot ziehen kann. Er will diesen Fisch unbedingt haben. Sein Erfolg wäre aber dadurch gefährdet, dass der Köderhaken, den der Fisch verschluckt hat, herausreißt oder die Leine zerreißt, bevor der Fisch erschöpft ist. So dämpft Santiago jeden Ruck des starken Fisches mit seinen zerschundenen Händen und seinem gebeugten Rücken. So vergehen zwei Tage und zwei Nächte. Die Gemütsverfassung des Fischers bekommt etwas Rauschhaftes, hervorgerufen durch die Entbehrungen, die Schlaflosigkeit und auch durch die zunehmende Bewunderung für den mächtigen Fisch. Dieser ist nicht mehr bloße Beute, in stiller Zwiesprache wird er Santiago fast zum Freund.

Kategorie

🎥
Kurzfilme
Transkript
00:00:29Untertitelung des ZDF, 2020
00:00:58Untertitelung des ZDF, 2020
00:01:29Untertitelung des ZDF, 2020
00:01:58Untertitelung des ZDF, 2020
00:01:59Der alte Mann war dünn und hager mit tiefen Falten im Nacken
00:02:02und seine Hände zeigten die tief eingekehrten Spuren
00:02:06vom Handhaben schwerer Fische an den Angelleinen
00:02:09Aber keine dieser Narben war frisch
00:02:12Alles an ihm war alt bis auf die Augen
00:02:16Die hatten die Farbe des Meeres und blickten heiter und unbesiegt
00:02:36Das machte den Jungen traurig, wenn er den alten Mann jeden Tag mit seinem leeren Boot zurückkommen sah
00:02:41Und er ging immer hinunter, um ihm entweder die Leinen oder den Fischhaken und die Harpune
00:02:46oder das Segel, das um den Mast geschlagen war, hinauftragen zu helfen
00:02:49Das Segel war mit Mehlsäcken gepflegt und zusammengerollt sah es wie die Fahne der endgültigen Niederlage aus
00:03:06Das Segel war mit Mehlsäcken und blickten Heiter
00:03:31Niemand würde dem alten Mann etwas stehlen
00:03:33Aber es war besser, das Segel und die schweren Leinen mit nach Haus zu nehmen
00:03:37weil der Tau ihnen schädlich war
00:03:39Und außerdem fand der alte Mann, dass es eine unnötige Versuchung sei
00:03:43einen Fischhaken und eine Harpune im Boot zu lassen
00:03:47Die Fischer, die an diesem Tag Erfolg gehabt hatten, waren schon zurück
00:03:50und hatten ihre Schwertfische ausgeschlachtet
00:03:52und trugen sie in voller Länge über zwei Planken gelegt zur Fischhalle
00:03:56wo sie auf den Eiswagen warteten, der sie auf den Markt in Havanna bringen sollte
00:04:10Darf ich dich in der Taverne zu einem Glas Bier einladen, fragte der Junge
00:04:14Warum nicht, sagte der alte Mann, unter Fischern
00:04:20Zwei Bier, Martin, bitte
00:04:27Sie saßen in der Taverne und viele hänselten den alten Mann
00:04:30Aber er wurde nicht ärgerlich
00:04:32Er war zu einfältig, um sich zu fragen, wann er diesen Zustand der Demut erlangt hatte
00:04:37Aber er wusste, er hatte ihn erlangt
00:04:40Und er wusste, es war nicht entehrend
00:04:42und es brachte nicht den Verlust echten Stolzes mit sich
00:04:46Einige von den älteren Fischern blickten ihn an und waren betrübt
00:04:50Aber sie zeigten es nicht und sie sprachen höflich über die Strömung
00:04:54und die Tiefen, in denen sie ihre Angeleinen treiben ließen
00:04:57und über das stete gute Wetter
00:04:59Santiago?
00:05:01Ja?
00:05:02Dann kann ich rausfahren, um dir Sardinen für morgen zu holen
00:05:05Oh nein, geh und spiel Baseball
00:05:07Ich kann auch rudern und auch noch das Netz auswerfen
00:05:10Ich weiß auch, wo ich vier Köder bekommen kann
00:05:13So
00:05:15Ich hab meinen von heute noch übrig
00:05:17Lass mich für Frische besorgen
00:05:21Ein
00:05:22Zwei
00:05:25Zwei
00:05:28Du hast sie doch nicht gestohlen
00:05:30Würde ich tun, aber die hab ich gekauft
00:05:33Danke
00:05:36Wenn ich nicht mit dir fischen kann, möchte ich dir gern sonst wie helfen
00:05:39Du hast mir ein Bier bezahlt
00:05:40Du bist schon ein richtiger Mann
00:05:43Ich bin kein Zwei
00:06:12Sie gingen zusammen die Straße hinauf.
00:06:14Der alte Mann lehnte den Mast gegen die Wand seiner Hütte.
00:06:18In der Hütte des alten Mannes war ein Bett, ein Tisch, ein paar Stühle und eine Stelle auf dem Erdfußboden,
00:06:23wo man mit Holzkohle kochen konnte.
00:06:25An den braunen Wänden hing ein farbiges Bild des Heiligen Herzens Jesu und ein anderes von der Jungfrau von Cobre.
00:06:33Diese Reliquien hatten seiner Frau gehört.
00:06:36Früher hing auch eine kolorierte Fotografie von ihr an der Wand, aber er hatte sie abgenommen, weil er sich bei
00:06:42ihrem Anblick zu verlassen fühlte.
00:06:43Und nun lag sie auf einem Bord unter seinem sauberen Hemd.
00:06:54Morgen ist der 85. Tag. Und 85 ist eine Glückszahl.
00:07:01Wie würde es dir wohl gefallen, wenn ich einen reinbrechte, der über 1000 Pfund wiegt?
00:07:05Bist du noch für einen wirklich großen Fisch stark genug?
00:07:09Ich glaube schon. Und es gibt viele Tricks.
00:07:15Santiago, ich könnte wieder mit dir fahren. Wir haben groß verdient.
00:07:20Nein, nein. Du bist in einem Glücksboot und da musst du bleiben.
00:07:24Aber erinnere dich doch, wie du 87 Tage lang keinen Fisch gefangen hast.
00:07:28Dann haben wir drei Wochen lang jeden Tag groß gefangen.
00:07:33Ich erinnere mich. Ich weiß, du hast mich nicht verlassen, weil du kein Vertrauen hast zu mir.
00:07:38Mein Vater wollte es durchaus. Ich bin noch ein Junge und muss ihm gehorchen.
00:07:43Ich weiß, ich weiß. Das ist doch ganz natürlich.
00:07:46Er hat nicht viel Vertrauen.
00:07:47Nein. Aber wir haben es, nicht wahr?
00:07:50Ja.
00:07:52Wenn du mein Sohn wärst, würde ich dich mitnehmen.
00:07:55Aber du bist der Sohn deines Vaters und deiner Mutter und du bist in einem Glücksboot.
00:08:00Ja.
00:08:01Was hast du zu essen?
00:08:04Oh, ich habe einen Topf gelben Reis mit Fisch. Möchtest du was haben?
00:08:07Nein, danke. Ich esse zu Hause. Kann ich den Kescher nehmen?
00:08:11Natürlich.
00:08:13Ich habe hier die Zeitung von gestern. Ich lese vom Baseball.
00:08:17Es war keine Schadar und der Junge erinnerte sich, wie sie ihn verkauft hatten.
00:08:21Aber sie spielten diese Komödie jeden Tag.
00:08:24Und es gab auch keinen Topf mit gelbem Reis.
00:08:27Der Junge wusste nicht, ob die Zeitung von gestern nicht auch nur eine Erfindung wäre.
00:08:31Aber der alte Mann hatte sie unter seinem Bett hervorgeholt.
00:08:36Halt dich warm, Alter. Setz dich in die Sonne.
00:08:40Vergiss nicht, wir sind im September.
00:08:43Das ist der Monat der großen Fische.
00:08:47Im Monat Mai kann jeder fischen.
00:08:50Sobald ich die Sardinen habe, komme ich zurück.
00:08:52Dann kannst du mir vom Baseball erzählen.
00:08:58Na bitte, na bitte.
00:09:19Na bitte...
00:09:26Hey, Manolin, spiel mit.
00:09:28Komm hier rüber.
00:09:30Hey, spiel mit uns.
00:09:48Na, und Manolin?
00:09:49Zweimal Essen bitte, zum Mitnehmen.
00:09:53Ist du denn nicht bei dir zu Hause?
00:10:01Wie viel willst du denn ausgeben?
00:10:0360 Cent.
00:10:12Kein Glück gehabt, was?
00:10:15Wahrscheinlich hat es gar nichts mit Glück zu tun.
00:10:17Wahrscheinlich ist er zu alt.
00:10:18Er ist nicht zu alt. Sie werden es sehen.
00:10:20Ich habe gesagt, wahrscheinlich.
00:10:22Nicht mal wahrscheinlich.
00:10:24Na schön.
00:10:26Wenn ich mal alt bin, hätte ich gern so einen Jungen wie dich, der für mich fischen geht.
00:10:33Als der Junge zurückkam, schlief der alte Mann auf seinem Stuhl und die Sonne war im Untergehen.
00:10:38Seine Schultern waren immer noch kraftvoll, wenn auch sehr alt.
00:10:42Und der Hals war auch noch stark und die Falten waren nicht so sichtbar, wenn der alte Mann schlief.
00:10:48Sein Kopf war jedoch sehr alt und wenn er die Augen geschlossen hielt, war kein Leben in seinem Gesicht.
00:11:03Der alte Mann schlug die Augen auf und einen Augenblick hatte man die Empfindung, dass er aus weiter Ferne zurückkam.
00:11:13Dann lächelte er.
00:11:15Was hast du da?
00:11:16Wir wollen Abendbrot essen.
00:11:18Ich habe keinen Hunger.
00:11:20Los, komm und iss. Du kannst nicht fischen, ohne was zu essen.
00:11:24Ich habe schon gegessen.
00:11:26Solange ich lebe, wirst du nicht fischen gehen, ohne was zu essen.
00:11:30Na, dann leb recht schön lange und sieh zu, dass dir nichts passiert.
00:11:36Wo hast du denn das her?
00:11:38Von Martin, aus der Taverne.
00:11:42Na ja, dann muss ich mich bei ihm bedanken.
00:11:47Ich habe ihm schon gedankt. Du brauchst ihm nicht zu danken.
00:11:57Sie hatten beim Essen kein Licht auf dem Tisch gehabt und es war jetzt dunkel.
00:12:01Der alte Mann hatte dem Jungen vom Baseball erzählt, wie er es immer tat,
00:12:06dass der große DiMaggio wieder ganz der Alte war und von der übrigen Mannschaft.
00:12:12Willst du mir von dem großen John McGraw erzählen?
00:12:16Hm, der kam früher auch manchmal in die Taverne.
00:12:21Außer seinem Baseball hatte er sonst nur Pferde im Kopf.
00:12:26Wenn ich sonst trug, er immer Zeitungen mit Pferdenamen in der Tasche.
00:12:30Und häufig erwähnte er auch Pferdenamen am Telefon.
00:12:36Er war ein großer Manager. Mein Vater sagt, dass er der Größte war.
00:12:40Ja, weil er am häufigsten hier gewesen ist.
00:12:42Wenn du, Rocharbeiter, jedes Jahr hierher gekommen wäre,
00:12:45dann würde dein Vater den für den größten Manager halten.
00:12:49Wer ist denn tatsächlich der größte Manager?
00:12:52Oh, ich glaube, sie geben einander nichts nach.
00:12:58Ich würde den großen DiMaggio gern mal zum Fischen mitnehmen.
00:13:02Man sagt, sein Vater war ein Fischer.
00:13:05Vielleicht war er so arm wie wir und würde uns verstehen.
00:13:09Du musst jetzt schlafen gehen, damit du morgen früh frisch bist.
00:13:13Ich bringe das Geschirr in die Taverne zurück.
00:13:24Na dann, gute Nacht. Ich hol dich morgen früh.
00:13:27Du bist meine Weckeruhr.
00:13:29Und das Alter ist meine Weckeruhr.
00:13:32Schlaf wohl, Alter.
00:13:34Danke.
00:13:35Gute Nacht.
00:13:37Der Junge ging hinaus und der alte Mann dachte,
00:13:41warum wachen alte Leute so früh auf,
00:13:44um noch einen längeren Tag zu haben?
00:13:52Dann rollte der alte Mann seine Hosen zu einem Kissen zusammen
00:13:55und steckte die Zeitung hinein.
00:13:57Er rollte sich in die Decke und schlief auf den anderen alten Zeitungen,
00:14:01die die Sprungfedern des Bettes bedeckten.
00:14:09Kurze Zeit darauf war er eingeschlafen
00:14:11und er träumte von Afrika, als er ein Junge war.
00:14:29Von den weißen Ufern, die so weiß waren,
00:14:32dass einem die Augen wehtaten
00:14:33und von den großen, braunen Bergen.
00:14:37Jede Nacht lebte er jetzt an dieser Küste
00:14:39und er hörte das Brausen der Brandung
00:14:42und sah die Boote da Eingeworenen durch sie hindurchfahren.
00:14:55Er roch den Teer und das Werk vom Deck des Schiffes,
00:14:59als wenn er dort schlief.
00:15:00Und er roch den Geruch von Afrika,
00:15:03den der Landwind morgens brachte.
00:15:06Gewöhnlich wachte er auf, wenn er der Landwind roch
00:15:09und zog sich an, um hinaufzugehen, den Jungen zu wecken.
00:15:11Aber in dieser Nacht kam der Landwind sehr früh
00:15:14und er wusste, dass es zu früh in seinem Traum war.
00:15:18Er träumte weiter und sah,
00:15:21wie die Höhen der Inseln sich aus dem Meer erhoben.
00:15:27Er träumte nicht mehr von Stürmen oder von Frauen
00:15:30oder von großen Ereignissen oder von großen Fischen,
00:15:34noch von Kämpfen oder Kraftproben,
00:15:36auch nicht von seiner Frau.
00:15:38Er träumte jetzt nur noch von Orten und Gegenden
00:15:41und von den Löwen am Ufer.
00:15:44Sie spielten wie junge Katzen in der Dämmerung
00:15:47und er liebte sie, wie er den Jungen liebte.
00:15:51Von dem Jungen trankte er nie.
00:16:11Als es dämmerte, wachte er auf,
00:16:13sah durch das Fenster auf den fahler werdenden Mond,
00:16:16rollte seine Hosen auseinander und zog sie an.
00:16:27Dann ging er fort, um den Jungen zu wecken.
00:16:29Er zitterte in der Morgenkälte,
00:16:31aber er wusste, er würde sich warm zittern
00:16:33und bald würde er rudern.
00:16:45Die Tür des Hauses, in dem der Junge wohnte,
00:16:47war unverschlossen.
00:16:48Er öffnete sie und ging auf nackten Füßen leise hinein.
00:16:51Der Junge schlief auf einem Lager im ersten Zimmer
00:16:55und der alte Mann konnte ihn genau erkennen.
00:16:58Er nahm behutsam seinen einen Fuß und hielt ihn fest,
00:17:02bis der Junge aufwachte, sich umdrehte und ihn anblickte.
00:17:30Der Junge war noch ganz verschlafen und der alte Mann sagte,
00:17:34Tut mir leid, ein Mann muss das eben, antwortete der Junge.
00:17:39Sie gingen die Langstraße hinunter
00:17:41und die ganze Straße entlang im Dunkeln
00:17:43bewegten sich barfüßige Männer,
00:17:45die die Masten ihrer Boote trugen.
00:17:47Gehan so weit
00:17:52Dann voll, dann voll, dann voll.
00:18:29Untertitelung des ZDF, 2020
00:18:35Wie hast du geschlafen?
00:18:37Sehr gut, Manolin.
00:18:39Ich glaube, ich habe heute einen guten Tag.
00:18:41Ich auch.
00:18:42Fein.
00:18:43Ich will nur die Sardinen holen.
00:18:45Ich bin sofort wieder da.
00:18:46Trink noch eine Tasse.
00:18:48Wir haben hier Kredit.
00:19:00Der alte Mann trank langsam seinen Kaffee.
00:19:03Das war alles, was er den ganzen Tag zu sich nehmen würde.
00:19:07Und er war sich klar, dass er ihn trinken musste.
00:19:10Seit langem schon machte ihm das Essen keinen Spaß mehr.
00:19:13Und er nahm niemals etwas zum Mittag mit.
00:19:15Er hatte eine Flasche mit Wasser im Bug des kleinen Boots.
00:19:18Und das war alles, was er am Tag brauchte.
00:19:30Das war alles, was er ist.
00:20:03Halt zum Beinbruch.
00:20:09Danke, Junge.
00:20:26Andere Boote liefen von anderen Uferstellen aus in See.
00:20:30Und der alte Mann hörte das Eintauchen und Rücken ihrer Riemen.
00:20:37Das war alles, was er.
00:21:26Und der alte Mann konnte das Kommen des Morgens fühlen.
00:21:30Und während er ruderte, hörte er einen surrenden Laut, als fliegende Fische das Wasser verließen
00:21:35und das Ziffen ihrer starkgestellten Flügel, als sie in der Dunkelheit vorbeisegelten.
00:21:40Er hatte die fliegenden Fische besonders gern.
00:21:42Sie waren seine besten Freunde auf dem Ozean.
00:22:02Die Vögel taten ihm leid, besonders die kleinen, zarten, dunklen Meerschwalben, die immer flogen, suchten und fast nie etwas fanden.
00:22:22Und er dachte, die Vögel haben ein schwereres Leben als wir, bis auf die Raubvögel und die ganz Großen.
00:22:28Warum hat man die Vögel so zart und fein gemacht, wenn die See so grausam sein kann?
00:22:35Sie ist gütig und wunderbar schön, aber sie kann auch grausam sein.
00:22:54Die Sonne erhob sich blass aus dem Meer und der alte Mann konnte die anderen Boote tief auf dem Wasser
00:23:00verteilt und ziemlich in Ufernähe sehen.
00:23:04Er dachte an die See immer als an Lammar.
00:23:08So nennt man sie auf Spanisch, wenn man sie liebt.
00:23:11Manchmal sagt einer, wer die See liebt, böse Dinge über sie, aber immer als ob es sich um eine Frau
00:23:17handelt.
00:23:18Manche der jüngeren Fischer sprachen von ihr als Elmar, wie von einem Konkurrenten oder von einem Feind.
00:23:25Aber der alte Mann dachte immer an sie als an etwas Weibliches, an etwas, was einem große Gunst gewähren oder
00:23:33vorenthalten kann.
00:23:38Der Mond beeinflusst sie wie eine Frau, dachte er.
00:23:52Ehe es noch richtig hell war, hatte er seine Köder ausgebaut und trieb mit der Strömung.
00:23:57Ein Köder war in 50 Faden Tiefe, der zweite war in 75, in der dritte und vierte waren unten in
00:24:02der blauen See in 100 und 125 Faden Tiefe.
00:24:12Dann schien die Sonne heller und ein Gleisen lag auf dem Wasser, sodass seine Augen heftig schmerzten und er ruderte,
00:24:19ohne hinzusehen.
00:24:21Er blickte ins Wasser hinab und auf die Leinen, die gerade hinunter in das Dunkel des Wassers liefen.
00:24:27Alle Köder hingen mit dem Kopf nach unten.
00:24:30Der ganze hervorstehende Teil des Angelhagens, der Bogen und der Widerhaken, war mit frischen Sardinen bedeckt.
00:24:36Jede Sardine war durch beide Augen gehakt, sodass sie eine Halbgirlande an dem hervorstehenden Stahl bildeten.
00:24:44Es gab keinen Teil des Hakens, der für einen großen Pfiff nicht lieblich roch und gut schmeckte.
00:24:50Ich halte die Leinen mit peinlicher Genauigkeit, dachte der alte Mann.
00:24:54Ich habe nur kein Glück mehr, aber wer weiß, vielleicht heute.
00:24:58Jeder Tag ist ein neuer Tag.
00:25:00Es ist besser, wenn man Glück hat, aber lieber bin ich genau, denn dann das Glück kommt, ist man bereit.
00:25:13Die Sonne stand jetzt zwei Stunden höher und es tat seinen Augen nicht mehr weh, ostwärts zu blicken.
00:25:19In dem Augenblick sah er einen Fregattvogel vor sich am Himmel kreisen.
00:25:24Er ließ sich schnell fallen, ging schräg auf rückwärts gerissenen Flügeln hinab und kreiste dann wieder.
00:25:32Der sucht nicht nur, der hat etwas gefunden.
00:25:39Dann was sie aber auch jetzt nähe.
00:25:54Ah ja!
00:25:58Die ④
00:25:59Audwенного
00:26:00Aruba
00:26:02Aruba
00:26:02Hier
00:26:02Aruba
00:26:03Aruba
00:26:03As
00:26:04Aruba
00:26:05Aruba
00:26:05Aruba
00:26:05Aruba
00:26:09Bonita, der gibt einen wunderbaren Köder.
00:26:17Er erinnerte sich nicht, wann er zum ersten Mal, als er allein mit sich war, laut gesprochen hatte.
00:26:23Früher hatte er gesungen, wenn er allein auf Wache am Ruder stand.
00:26:27Wahrscheinlich hatte er begonnen, laut mit sich selbst zu reden, nachdem der Junge ihn verlassen hatte.
00:26:31Aber er erinnerte sich nicht daran.
00:26:34Es galt auf See als Tugend, nicht überflüssigerweise zu sprechen.
00:26:38Und der alte Mann hat es auch immer als solche angesehen und respektiert.
00:26:42Aber jetzt gab er häufig seinen Gedanken laut Ausdruck, da niemand da war, den er damit stören konnte.
00:26:48Wenn die anderen mich hören würden, dachte er, würden sie mich für verrückt halten.
00:26:52Aber da ich nicht verrückt bin, ist es mir gleich.
00:26:55Und die Reichen haben Radios in ihren Boten, die ihnen was erzählen und ihnen die letzten Baseballresultate bringen.
00:27:04Ja, ja.
00:27:15Dann fühlte er etwas Hartes und unglaublich Schweres.
00:27:19Es war das Gewicht des Fisches und er ließ die Leine, die sich von der ersten, da zwei Reserverollen abwickelte,
00:27:25auslaufen.
00:27:26Hinunter, hinunter.
00:27:27So weit da draußen, da muss er riesengroß sein.
00:27:34Fröss sie, Fisch.
00:27:36Fröss sie.
00:27:37Bitte fröss sie.
00:27:39Wie frisch sie sind.
00:27:41Und du da unten in dem kalten Wasser, dort in der Dunkelheit.
00:27:48Los, komm, mach noch eine Wendung.
00:27:52Riech doch nur mal dran.
00:27:55Gibt dir das nicht Appetit?
00:27:57Frisch dich nur ordentlich durch.
00:28:01Danach findest du noch Thunfüch.
00:28:04Beiß doch schon an.
00:28:08Er wird anbeißen.
00:28:10Gott, hilf ihm, dass er anbeißt.
00:28:16Er wird doch nicht weg sein.
00:28:19Und Testi will, der kann doch nicht weg sein.
00:28:21Der macht nur eine Wendung.
00:28:24Vielleicht saß er früher schon mal an einem Haken und erinnert sich dunkel daran.
00:28:31Das war nur eine Wendung.
00:28:33Der wird anbeißen.
00:28:34Was für ein Fisch.
00:28:36Jetzt hat er ihn seitlich im Maul
00:28:40und zieht damit weg.
00:28:44In dem Augenblick spürte er, wie der Fisch sich kaum noch bewegte.
00:28:48Aber das Gewicht war da.
00:28:50Er verstärkte langsam den Druck von Daumen und Zeigefinger.
00:28:56Er hat angebissen.
00:28:59Jetzt lasse ich ihn schlingen.
00:29:02Schlinge noch ein bisschen mehr.
00:29:04Schlinge es runter.
00:29:07Verschlinge es, bis der Haken in dein Herz geht und dich tötet.
00:29:11Dann komm leicht herauf und zeig dich.
00:29:15Und lass mich die Harpune in dich hineinstoßen.
00:29:22Gut.
00:29:23Bist du bereit?
00:29:26Warst du lange genug bei Tisch?
00:29:40Der alte Mann wusste, dass er den Fisch an der Leine hatte
00:29:43und dass der große Augenblick gekommen war.
00:29:46Aber nichts geschah.
00:29:48Der Fisch zog einfach fort
00:29:51und der alte Mann konnte ihn auch nicht einen Zentimeter heben.
00:29:54Seine Leine war stark und für schwere Pfiffe gemacht.
00:29:59Er stemmte sich gegen sie,
00:30:01bis sie so straff war, dass Wasserperlen von ihr stammen.
00:30:07Das Boot begann sich langsam nach Nordwesten zu bewegen.
00:30:10Der alte Mann lehnte sich zurück gegen den Zug.
00:30:14Der Fisch schwamm ruhig
00:30:16und sie bewegten sich langsam durch die stille See.
00:30:20Die anderen Köder waren noch im Wasser,
00:30:22aber daran ließ sich nichts ändern.
00:30:37Es wird ihn umbringen.
00:30:40Es hält auf die Dauer nicht aus.
00:30:54Aber vier Stunden später schwamm der Fisch
00:30:57immer noch mit dem Boot im Schlepp stetig hinaus ins Meer
00:31:00und der alte Mann hielt immer noch die Leine straff über den Rücken gespannt.
00:31:05Was für ein Fisch, der so zieht, dachte er.
00:31:09Ich wünschte, ich könnte ihn sehen,
00:31:11damit ich weiß, wen ich gegen mich habe.
00:31:14Es war jetzt kein Land mehr in Sicht.
00:31:17Macht nichts aus, dachte er.
00:31:19Ich kann immer mit Hilfe des Lichtscheins über Havana nach Hause kommen.
00:31:24Am Mittag habe ich ihn angehauen und habe ihn noch nicht gesehen.
00:31:36Ich wollte, der Junge wäre hier.
00:31:49Ich werde von einem Fisch ins Tau genommen und bin der Schleppkahn.
00:31:53Was ich tun werde, wenn es ihm einfällt, in die Tiefe zu gehen,
00:31:57weiß ich nicht.
00:31:58Was ich tun werde, wenn er taucht und stirbt, weiß ich nicht.
00:32:02Aber ich werde etwas tun.
00:32:04Es gibt eine Menge Dinge, die ich tun kann.
00:32:06Ich könnte die Leine festmachen, dachte er.
00:32:10Aber dann könnte er sie zerreißen.
00:32:12Nein, ich muss ihn halten, so gut ich kann,
00:32:15und ihm Leine geben, wenn er welche verlangt.
00:32:18Gottlob wandert er und zieht nicht hinunter.
00:32:23Es war kalt, nachdem die Sonne untergegangen war
00:32:26und der Schweiß des alten Mannes trocknete kalt auf seinem Rücken
00:32:30und seinen Armen und seinen alten Beinen.
00:32:33Bei Sonnenuntergang ist er nicht draufgekommen, dachte er.
00:32:36Vielleicht kommt er mit dem Mond herauf.
00:32:38Wenn er das nicht tut, kommt er vielleicht bei Sonnenaufgang herauf.
00:32:43Ich wünschte, ich könnte ihn sehen, um zu wissen, wen ich gegen mich habe.
00:32:47Zwei Delfine kamen an das Boot heran.
00:32:50Er konnte hören, wie sie sich wälzten und schnaubten.
00:32:54Sie sind gut, dachte er.
00:32:56Sie spielen und scherzen und lieben einander.
00:32:59Sie sind unsere Brüder, wie die fliegenden Pfiffe.
00:33:05Dann fing der große Pfiff an, ihm Leid zu tun, den er an seinem Haken hatte.
00:33:10Er ist wunderbar und merkwürdig, dachte er.
00:33:14Und wer weiß, wie alt er ist.
00:33:17Noch nie habe ich so einen starken Fisch angehakt.
00:33:20Auch keinen, der sich so aufführt.
00:33:24Vielleicht ist er zu klug, um zu springen.
00:33:28Durch einen Sprung könnte er mich vernichten.
00:33:31Oder durch eine wilde Drehung.
00:33:36Wahrscheinlich ist er nicht zum ersten Mal an einem Haken
00:33:39und weiß, wie er sich verteidigen muss.
00:33:46Er nahm den Köder wie ein Mann.
00:33:50Und er zieht auch wie einer.
00:33:53Und setzt sich ohne Panik zur Wehr.
00:34:00Ob er wohl irgendeinen Plan hat,
00:34:02oder ob er genauso verzweifelt ist wie ich.
00:34:08Ich wünschte, der Junge wäre hier.
00:34:17Der Fisch änderte während der ganzen Nacht
00:34:20nicht einmal Kurs oder Richtung,
00:34:22soweit es der Mann nach dem Stand der Sterne beurteilen konnte.
00:34:25Er fühlte die Stärke des großen Fisches durch die Leine
00:34:28und wie er stetig dahin steuerte,
00:34:31was er sich als Ziel gewählt hatte.
00:34:33Was bleibt ihm übrig, dachte er,
00:34:36da er durch meine Hinterlist gezwungen wurde,
00:34:39sein Leben zu verteidigen.
00:34:41Wäre es nach ihm gegangen,
00:34:43wäre er weit draußen geblieben,
00:34:45jenseits aller Schlingen, Fallen und Tücken
00:34:47in einem tiefen, dunklen Wasser.
00:34:50Jetzt aber sind wir aneinander gekettet
00:34:52und sind es seit Mittag.
00:34:53Und niemand ist da, um einem von uns zu helfen.
00:35:16Schlenker-Fest,
00:35:47Untertitelung des ZDF, 2020
00:35:53Ich werde 200 Faden von guter katalanischer Kordel und die Haken und die Ösen einbüßen.
00:35:59Na, das kann ersetzt werden.
00:36:01Aber wer ersetzt mir diesen Fisch, falls ein anderer Fisch ihn ja abschneidet?
00:36:05Ich weiß nicht, was das für ein Fisch war, der gerade den Köder genommen hat.
00:36:09Es kann ein Marlin oder ein breitmäuliger Schwertfisch oder ein Hai gewesen sein.
00:36:14Ich habe ihn nicht gefühlt. Ich musste ihn zu schnell loswerden.
00:36:36Warum er wohl so plötzlich einen Seitwärtsrück gemacht hat, dachte er.
00:36:40Der Draht muss auf seinem großen, hügeligen Rücken gerutscht sein.
00:36:46Bestimmt tut ihm sein Rücken nicht so weh wie mir meiner.
00:36:50Aber er kann das Boot nicht ewig ziehen und wenn er noch so groß ist.
00:37:05Herrgott, bitte lass ihn springen.
00:37:08Vielleicht, wenn ich die Spannung ein bisschen verstärke, wird er springen,
00:37:13dann füllt er die Schwimmblase an seinem Rücken mit Luft und kann nicht mehr tief hinunterziehen, um zu sterben.
00:37:23Fisch, ich liebe dich und habe alle Achtung vor dir.
00:37:27Aber ich töte dich noch, ehe dieser Tag zu Ende ist.
00:37:34Ein kleiner Vogel näherte sich dem Boot von Norden.
00:37:38Es war ein Baumschlüpfer, der niedrig über dem Wasser flog.
00:37:43Der alte Mann konnte sehen, dass er sehr müde war.
00:37:51Wie alt bist du?
00:37:54Ist das deine erste Reise?
00:37:57Warum bist du so müde?
00:38:00Was wird aus euch kleinen Vögeln?
00:38:03Die Falken, dachte er, die aufs Meer rausfliegen, um euch zu töten.
00:38:07Aber er sagte davon nichts zu dem Vogel, der ihn sowieso nicht verstehen konnte
00:38:11und der die Falken früh genug kennenlernen würde.
00:38:14Jawohl, mein kleiner Vogel, ruh dich einen Augenblick aus.
00:38:19Aber dann flieg los und versuch dein Glück,
00:38:22wie jeder Mann, wie jeder Vogel, jeder Fisch auf dieser Welt.
00:38:29Ich wünschte, ich könnte das Segel hissen
00:38:31und dich mit der schwachen Brise, die aufkommt, an Land bringen.
00:38:34Aber ich habe einen Freund bei mir.
00:38:52Irgendetwas tut ihm weh.
00:38:57Jetzt fühlst du das Fisch.
00:39:02Weiß Gott und ich auch.
00:39:19Wie konnte ich mich denn von dem einen heftigen Ruck,
00:39:22den der Fisch gemacht hat, verletzen lassen, dachte der alte Mann.
00:39:25Ich werde ja richtig dumm.
00:39:28Jetzt werde ich mich um meine Arbeit kümmern
00:39:30und dann muss ich den Thunfisch essen,
00:39:32damit mir die Kräfte nicht versagen.
00:39:35Hätte ich bloß ein bisschen Salz
00:39:38und ich wünschte, der Junge wäre hier, um ihn zu zerschneiden.
00:39:41Ich glaube nicht, dass ich im Ganzen essen kann.
00:40:08Was ist das für eine Hand?
00:40:10Was ist das für eine Hand?
00:40:35Ich muss den Thunfisch essen, um bei Kräften zu bleiben.
00:40:42Gib nicht der Hand die Schuld.
00:40:44Es ist nicht die Schuld der Hand.
00:40:46Du hast schon viele Stunden verloren mit dem Fisch.
00:41:22Wie geht es dir, Hand?
00:41:24Oder weißt du das selbst noch nicht?
00:41:30Vielleicht geht sie auf mit der Sonne.
00:41:35Wenn ich sie gebrauchen muss, werde ich sie aufmachen.
00:41:39Koste es, was es wolle.
00:41:41Herr Gott, hilf mir, dass der Krampf aufhört, dachte er,
00:41:45weil ich nicht weiß, was der Fisch tun wird.
00:41:47Aber er scheint ruhig zu sein und seinen Plan zu verfolgen.
00:41:51Aber was ist sein Plan?
00:41:53Und was ist meiner?
00:41:54Ich muss mich mit meinem Plan nach ihm richten,
00:41:57wegen seiner ungeheuren Größe.
00:41:59Falls er springt, kann ich ihn töten.
00:42:10Hand!
00:42:11Komm, mach mit!
00:42:12Er kommt rauf!
00:42:14Hand!
00:42:35Der Slinger ist das Boot.
00:42:43Ein herrlicher Fisch.
00:42:56Gottlob, Sie sind nicht so klug wie wir, die Sie umbringen,
00:42:59aber Sie sind viel schöner als wir und viel edler.
00:43:03Land!
00:43:31Untertitelung. BR 2018
00:43:33Warum er wohl gesprungen ist? Er sprang ja fast, als ob er mir zeigen wollte, was für ein Kerl er
00:43:41ist.
00:43:48Schlimme Nachrichten für dich, Fisch.
00:44:04Es wurde Nachmittag und das Boot bewegte sich immer noch langsam und stetig.
00:44:11Der alte Mann litt, obwohl er es nicht zugegeben hätte.
00:44:18Ich bin nicht fromm, aber ich will zehn Vaterunser und zehn Ave Maria beten, damit ich den Fisch fange.
00:44:26Und ich verspreche, dass ich eine Wallfahrt zu der Jungfrau von Cobo mache. Das verspreche ich.
00:44:34Vaterunser, der du bist im Himmel geheiligt, werde dein Name.
00:44:38Er fing an, mechanisch die Gebete herzusagen.
00:44:41Manchmal war er so müde, dass er sich nicht an das Gebet erinnern konnte.
00:44:45Dann sagte er es so schnell, dass es automatisch kam.
00:44:48Ave Maria sind leichter zu sagen als Vaterunser, dachte er.
00:44:53Der alte Mann fühlte sich sehr müde und er wusste, dass die Nacht bald kommen würde.
00:44:57Und er suchte an andere Dinge zu denken.
00:45:00Er dachte an die großen Baseballclubs und er wusste, dass die Yankees aus New York heute gegen die Tigers aus
00:45:07Detroit spielten.
00:45:09Das ist schon der zweite Tag, an dem ich nicht das Resultat der Spiele weiß.
00:45:14Und um sich mehr Selbstvertrauen zu geben, dachte er an die Zeit in der Taverne in Casablanca,
00:45:20als er mit dem mächtigen Neger aus Chantuegos, der der stärkste Mann auf den Docks war, seine Kraft erprogte.
00:45:28Damals war er nicht der alte Mann, sondern in der Blüte seiner Jahre.
00:45:35Es hatte einen Tag und eine Nacht gedauert, mit den Ellbogen auf einer Kreidelinie auf dem Tisch und mit fest
00:45:40ineinander verkrampften Händen.
00:46:03Es hatten sich zwei Lager gebildet und es wurden eine Menge Wetten abgeflossen.
00:46:08Die Schiedsrichter mussten alle vier Stunden gewechselt werden.
00:46:21Man flößte dem Neger Rum ein und unter dem Einfluss des Rums machte der Neger eine unerhörte Anstrengung.
00:46:52Aber der alte Mann hatte seine Hand wieder völlig in der Gewalt.
00:46:55Nun wusste er, dass er den Neger, der ein famoser Kerl und ein großartiger Athlet war, besiegt hatte.
00:47:20Als der Morgen graute, verlangten viele der Wettenden, dass der Kampf als Unentschieden erklärt werden sollte, weil sie zur Arbeit
00:47:27auf die Docks mussten.
00:47:28Da hatte er all seine Kräfte angespannt, denn er wusste, der Neger hatte das Vertrauen zu sich verloren.
00:47:35Und so beendete er den Kampf, ehe noch jemand zur Arbeit gehen musste.
00:47:49Noch eine lange Zeit danach hatte ihn jeder den Champion genannt.
00:48:07Wie geht es dir, Fisch?
00:48:10Mir geht es gut.
00:48:12Meine linke Hand ist besser.
00:48:14Zieh das Boot, Fisch.
00:48:23Gerade bevor es dunkel wurde, als sie an einer großen Insel von Sargasso-Tang vorbeikamen,
00:48:29die in der leicht bewegten See auf- und abwogte, als ob der Ozean unter dieser gelben Decke mit etwas
00:48:35sein Liebesspiel trieb,
00:48:37bis eine Makrele an der kleinen Schnur an.
00:48:47Was für ein ausgezeichneter Fisch eine gekochte Makrele ist.
00:48:54Und wie jämmerlich hoh.
00:49:13Ich sollte den Fisch wohl jetzt lieber ruhig halten und ihn bei Sonnenuntergang nicht stören.
00:49:19Sonnenuntergang ist für alle Fische eine schwierige Zeit.
00:49:27Es war jetzt dunkel, wie es im September, wenn die Sonne untergegangen ist, schnell dunkel wird.
00:49:33Die ersten Sterne waren da.
00:49:35Er kannte die einzelnen Sterne des Orion nicht beinahmen,
00:49:38aber er wusste, dass sie bald alle da sein würden.
00:49:41Alle seine fernen Freunde.
00:49:44Der Fisch ist auch mein Freund, dachte er.
00:49:48Ich habe noch nie solchen Fisch gesehen oder von ihm gehört.
00:49:54Aber ich muss ihn töten.
00:50:00Ein Glück, dass ich nicht die Sterne töten muss.
00:50:06Stell dir mal vor, wenn ein Mann versuchen müsste, den Mond zu töten.
00:50:14Der läuft einfach davon.
00:50:17Aber stell dir vor, wenn er versuchen sollte, die Sonne zu töten.
00:50:26Wir sind noch glücklich dran.
00:50:42Es war ein halber Tag und eine Nacht und jetzt wieder ein Tag und du hast nicht geschlafen.
00:50:50Wenn du nicht schläfst, kannst du wirr im Kopf werden.
00:50:59Ruhe dich aus, alter Mann.
00:51:04Lass den Fisch arbeiten.
00:51:09Sammle frische Kräfte für morgen.
00:51:14Er lehnte sich vornüber und drückte seinen ganzen Körper gegen die Leine
00:51:19und legte sein ganzes Gewicht auf seinen rechten Arm und schon schlief er.
00:51:25Er träumte noch nicht von den Löwen,
00:51:28sondern von einem riesigen Schwarm von Delfinen.
00:51:31Es war die Zeit ihrer Paarung
00:51:33und sie sprangen hoch in die Luft und tauchten dann wieder im Wasser rum.
00:51:38Dann träumte er, dass er im Dorf war auf seinem Bett
00:51:41und es wehte ein Nordwind und er fror sehr.
00:51:44Sein Arm war eingeschlafen, weil sein Kopf auf ihm statt auf einem Kissen gelegen hatte.
00:51:49Danach begann er von einem langen, gelben Strand zu träumen
00:51:52und er sah die Löwen in der frühen Dämmerung und er war glücklich.
00:51:57Dann träumte er von den Wahlen, die im Herbst an der Küste vorbeizogen,
00:52:03von ihrer Paarung, ihrer Anhänglichkeit aneinander und von ihrem Spiel.
00:52:27Der Mond war schon lange aufgegangen, aber der alte Mann schlief weiter
00:52:31und der Fisch zog stetig und das Boot bewegte sich in einen Wolkentunnel hinein.
00:52:37Er wachte auf, als die Leine glühend heiß durch seine Hände fußte.
00:53:01Darauf haben wir gewartet.
00:53:04Jetzt teilst es durchhalten.
00:53:07Für die Leine soll er zahlen.
00:53:09Dafür soll er zahlen.
00:53:33Für die Leine soll er zahlen.
00:53:49Das war es nicht so weit.
00:54:29Untertitelung des ZDF, 2020
00:54:48Untertitelung des ZDF, 2020
00:55:30Untertitelung des ZDF, 2020
00:55:59Untertitelung des ZDF, 2020
00:56:30Untertitelung des ZDF, 2020
00:56:40Die Sonne erwog sich zum dritten Mal, seit er auf See war.
00:56:45Der Fisch kreiste langsam weiter und der alte Mann war nass von Schweiß und bis in die Knochen müde.
00:57:00Ich darf mich nicht selbst im Stich lassen und mit solchem Fisch an der Leine sterben.
00:57:08Jetzt, wo es so wunderbar rankommt, hilf mir, lieber Gott, dass ich durchhalte.
00:57:13Ich will hundert Ave Maria und hundert Vaterunen zu beten.
00:57:19Aber jetzt kann ich nicht mehr.
00:57:24Betrachte sie als gesagt.
00:57:34Seit einer Stunde hatte der alte Mann schwarze Punkte vor den Augen gesehen.
00:57:39Zweimal hatte er sich schwach und schwindelig gefühlt und das hatte ihn beunruhigt.
00:57:44Dann plötzlich sah er einen Schatten, der so lange brauchte, um an dem Boot vorbeizukommen, dass er seinen Augen nicht
00:57:52traute.
00:57:53So groß kann er nicht sein.
00:58:02Aber er war so groß.
00:58:04Jetzt fühlte er sich wieder schwindelig.
00:58:06Ich habe ihn gedreht, dachte er.
00:58:09Vielleicht kann ich ihn diesmal herüberlotsen.
00:58:15Zieht Hände.
00:58:17Steht fest, meine.
00:58:34Diesmal muss ich ihn wegsatzbekommen, dachte er.
00:58:40Als nächstes Mal lotse ich ihn rüber.
00:58:48Er versuchte es noch einmal und es ging beinahe über seine Kräfte, wie er den Fisch wiederdrehte.
00:58:53Ich will es noch einmal versuchen, nahm er sich vor.
00:59:08Fisch, auf irgendeine Art musst du sterben und wenn du mich mitnimmst.
00:59:19Er fasste all seinen Schmerz zusammen und was von seiner Kraft übrig war und seinem lang dahingefundenen Stolz.
00:59:26Und er setzte es gegen den Todeskampf des Fisches.
00:59:33Aber ich muss ihn ganz, ganz dicht ranbekommen, dachte er.
00:59:37Ich darf nicht auf den Kopf zielen.
00:59:39Ich muss sein Herz treffen.
00:59:43Ich darf nicht auf den Kopf zielen.
01:00:16Jetzt habe ich den Fisch getötet, der mein Bruder war.
01:00:20Und jetzt kommt noch die ganze Plackerei.
01:00:24Geh an die Arbeit, alter Freund.
01:00:35Der alte Mann brauchte keinen Kompass, um zu wissen, wo Südwesten war.
01:00:39Er brauchte nur den Passatwind und das Ziehen seines Segels zu beachten.
01:00:43Er konnte den Pfiff sehen und er brauchte nur seine Hände zu betrachten
01:00:47und seinen Rücken gegen das Heck zu lehnen, um zu wissen, dass dies wirklich passiert war und er nicht träumte.
01:00:53Die Hände heilen schnell, dachte er.
01:00:55Ich habe sie ordentlich ausbluten lassen, das Salzwasser wird sie kurieren.
01:00:58Das dunkle Wasser dieses Golfs ist das beste Heilmittel, das es gibt.
01:01:03Dann wurde ihm ein bisschen weh im Kopf und er fragte sich, bringe ich ihn rein oder bringt er mich
01:01:09rein?
01:01:10Sie segelten zusammen, aneinander geschnallt und der alte Mann dachte,
01:01:15soll er mich ruhig reinschleppen, wenn er gern möchte.
01:01:19Ich bin ihm nur durch meine Fliche überlegen und er hatte nichts Böses gegen mich im Sinn.
01:01:25Sie machten gute Fahrt und der alte Mann suchte einen klaren Kopf zu behalten.
01:01:34Er sah den Fisch unentwegt an, ob es auch wahr sei.
01:01:40Es verging eine Stunde, ehe ihn der erste Hai anfiel.
01:01:45Es war ein sehr großer Mako-Hai, der so schnell schwimmen konnte wie der schnellste Fisch im Meer.
01:01:51Jetzt legte er Tempo zu, als er die frische Spur bekam und seine blaue Rückenflosse durchschnitt das Wasser.
01:02:02Als der alte Mann ihn kommen sah, wusste er, dass dies ein Hai war, der überhaupt keine Furcht kannte
01:02:07und genau das tun würde, was ihm passte.
01:02:21Es ist so schön, um wahr zu sein. Es hätte genauso gut ein Traum sein können.
01:02:32Marco!
01:02:46» ROIZON«
01:02:49» contre die Fisch.
01:02:51»
01:03:20Es blüht, Herr.
01:03:21Dann blutet mein Fisch wieder, die verdammten Haie.
01:03:27Und es war zu schön, um wahrzusehen.
01:03:35Der alte Mann mochte den Pfiff nicht mehr ansehen, seit er verstümmelt war.
01:03:39Als der Hai den Pfiff anfiel, war es, als ob er selbst angefallen würde.
01:03:44Aber ich habe den Hai, der meinen Pfiff angefallen hat, getötet, dachte er.
01:03:49Er war der größte Dentuso, den ich je gesehen habe.
01:03:54Es ging zu gut, um so zu bleiben.
01:03:57Er wusste, jeder der ruckartigen Stöße des Hais hatte abgerissenes Fleisch bedeutet.
01:04:02Und dass sein Pfiff jetzt für alle Haie eine Fährte so breit wie eine Landstraße durch die See zog.
01:04:11Aber jetzt ließ sich nichts dagegen tun.
01:04:14Doch lässt sich, dachte er.
01:04:16Ich kann mein Messer an dem Griff von einem Riemen festbinden.
01:04:20Ich hätte einen Stein zum Schärfen mitnehmen sollen, dachte er.
01:04:24Ja, du hättest eine Menge Dinge mitnehmen sollen, aber du hast sie nicht mit.
01:04:28Jetzt ist keine Zeit, darüber nachzudenken, was du nicht hast.
01:04:32Denke nach, was du mit dem, was da ist, tun kannst.
01:04:35Du gibst mir gute Ratschläge, dachte er.
01:04:38Ich habe es satt.
01:05:03Ich bin nur ein alter Mann, aber ich bin nicht unbewaffnet.
01:05:08Ich bin nur ein alter Mann.
01:05:30Ich bin ja, Lannus.
01:05:56Komm doch, Galanus!
01:06:00Komm, komm, Galanus!
01:06:10Komm, komm, komm, komm, komm!
01:06:37Komm, komm, komm, komm!
01:06:40Komm, komm, komm!
01:07:09Komm, komm, komm!
01:07:40Komm, komm, komm!
01:08:16Komm, komm!
01:08:19Komm, komm!
01:08:48Ich hätte nicht so weit rausfahren sollen, Fisch.
01:08:52Deinetwegen und meinetwegen.
01:08:55Es tut mir leid, Fisch.
01:09:25Ich habe die Hälfte von ihm.
01:09:28Vielleicht habe ich Glück und bringe die eine Hälfte nach Hause.
01:09:31Etwas Glück sollte ich haben.
01:09:35Nein, nein.
01:09:37Nur hast dein Glück verscherzt, als du zu weit hinausgefahren bist.
01:09:44Schein nicht albern.
01:09:48Befache und steuere.
01:09:51Du kannst noch viel Glück haben.
01:09:59Ich würde mir gern Glück kaufen, falls es irgendwo verkauft wird.
01:10:06Somit könnte ich es kaufen?
01:10:09Könnte ich es mit einer verlorenen Harpune und einem zerbrochenen Messer und zwei wunden Händen kaufen?
01:10:15Vielleicht, du hast es versucht, es mit 84 Tagen auf See zu kaufen.
01:10:23Man hat es dir auch beinahe verkauft.
01:10:28Ich darf keinen Unsinn mehr denken.
01:10:34Glück ist etwas, das in vielen Formen kommt.
01:10:39Und wer kann es erkennen?
01:10:46Ich wünsche, ich sehe die Hafenlichter.
01:10:51Ich wünsche mir zu viel Glück.
01:10:56Aber das ist es, was ich mir jetzt wünsche.
01:10:59Ja.
01:11:02Ja.
01:11:04Ja.
01:11:09Er sah den Widerschein von den Lichtern der Stadt, als es wohl so ungefähr 10 Uhr abends sein musste.
01:11:15Er war jetzt steif und rund und seine Verletzungen und all die geschundenen Stellen an seinem Körper schmerzten.
01:11:22Er konnte mit dem Fisch nicht mehr sprechen, denn er war zu sehr zerfetzt.
01:11:27Dann ging ihm plötzlich etwas durch den Kopf.
01:11:31Halber Fisch.
01:11:33Fisch, der du gewesen bist.
01:11:37Es tut mir leid, dass ich zu weit rausgefahren bin.
01:11:42Ich habe uns beide erledigt.
01:11:47Aber wir haben auch eine Menge Haie erledigt.
01:11:51Du und ich, wir beide.
01:11:56Wie viele Haie hast du im Ganzen getötet?
01:12:00Warst das Schwert da in deinem Kopf nicht umsonst?
01:12:08Was wirst du jetzt tun, wenn sie in der Nacht kommen, dachte er.
01:12:13Was werde ich tun, wenn sie in der Nacht kommen?
01:12:19Ich werde kämpfen.
01:12:22Ich werde sie bekämpfen, bis ich tot bin.
01:12:25Hoffentlich brauche ich nicht nochmal zu kämpfen, dachte er.
01:12:29Ich hoffe sehr, dass ich nicht nochmal zu kämpfen brauche.
01:12:45Aber er kämpfte wieder, und diesmal wusste er, dass der Kampf sinnlos war.
01:12:54Kommt her, ihr Bestial!
01:12:56Kommt!
01:13:01Kommt her!
01:13:03Now!
01:13:15Kommt!
01:13:25Sie kommt hier, Galanus.
01:13:27Komm!
01:13:55Er wusste, dass er jetzt endgültig und unwiderruflich besiegt war.
01:14:03Tut mir leid, Fisch.
01:14:19Fisch.
01:14:50Er konnte jetzt die Lichter der Strandkolonien längs der Ufer sehen.
01:14:54Er wusste jetzt, wo er war, und es war ein leichtes, nach Hause zu kommen.
01:14:58Der Wind ist wenigstens unser Freund, dachte er.
01:15:01Dann fügte er hinzu, manchmal, und die große See mit unseren Freunden und Feinden.
01:15:09Und mein Bett, mein Bett ist mein Freund. Das Bett wird wunderbar sein.
01:15:17Es ist leicht, wenn du besiegt bist.
01:15:22Was hat dich denn besiegt?
01:15:26Nichts. Ich bin nur zu weit rausgefahren.
01:15:35Aber der Mensch darf nicht aufgeben.
01:15:40Er kann besiegt werden, aber er gibt nicht auf.
01:15:55Im Hafen war es ruhig.
01:15:57Er segelte auf das kleine Stückchen steinigen Strands unter dem Felsen hinauf.
01:16:02Es war niemand da, um ihm zu helfen.
01:16:04Er nahm den Mast heraus und schlug das Segel drum,
01:16:07schulterte den Mast und begann hinauf zu klettern.
01:16:11Da erst wurde ihm die Tiefe seiner Müdigkeit bewusst.
01:16:16Er schlug das Segel Padd aus dem Felsen nachdenken.
01:16:27Er schlug das Segel auf der K atmung.
01:16:33Er ist schlug.
01:17:02Untertitelung. BR 2018
01:17:28UNTERTITELUNG
01:17:37Er musste sich fünfmal hinsetzen, ehe er seine Hütte erreichte.
01:17:50Am nächsten Morgen stürmte es so heftig, dass die Fischer nicht hinausfuhren.
01:17:54Und der Junge hatte lange geschlafen und dann war er zur Hütte des alten Mannes gekommen,
01:17:58wie jeden Morgen während seiner Abwesenheit.
01:18:04Der alte Mann schlief und der Junge sah, dass er atmete.
01:18:15Und dann sah er die Hände des alten Mannes und fing an zu beinen.
01:18:47Wir gingen leise hinaus zum Kaffee zu.
01:18:49Und auf dem Weg, die ganze Straße hinunter, weinte er.
01:19:04Viele Fischer standen um das Boot herum und besahen sich, was an seiner Seite verteut war.
01:19:10Und einer stand mit aufgerollten Hosen im Wasser und maß das Skelett mit einem Stück Leine.
01:19:15Der Junge ging nicht hinunter. Er war schon vorher da gewesen.
01:19:24Martin! Eine Kanne Kaffee mit viel Milch und Zucker drin!
01:19:28Was das für ein Fisch war!
01:19:30Sollte einen Fisch hat es überhaupt noch nie gegeben.
01:19:33Aber du hast gestern auch zwei gute Fische gefangen.
01:19:36Zum Teufel mit meinen Fischen!
01:19:39Möchte er einen Schnaps oder was?
01:19:41Nein, wenn er was will, komme ich wieder.
01:19:44Sag ihm, wie leid es mir tut.
01:19:46Danke.
01:19:49Ich hole den Kaffee.
01:19:50Ich hole den Kaffee.
01:20:01Ich hole den Kaffee.
01:20:06Ich hole den Kaffee.
01:20:13Oh, mein Gott.
01:20:53Oh, mein Gott.
01:21:10Ich bin geschlagen, Monolin. Ich bin wahrhaftig geschlagen.
01:21:14Er hat dich nicht geschlagen, der Fisch nicht.
01:21:18Hast du viel durchgemacht?
01:21:23Jetzt gehen wir wieder zusammenfischen.
01:21:26Nein, nein. Ich hab kein Glück mehr.
01:21:30Zum Teufel mit dem Glück. Ich bringe das Glück mit.
01:21:35Aber was wird dein Vater sagen?
01:21:38Das ist mir ganz gleich.
01:21:44Wir müssen uns einen guten Speer besorgen und ihn immer an Bord haben.
01:21:50Die Klinge muss scharf sein, aber sie darf nicht geglüht werden, damit sie nicht bricht wie mein Messer.
01:21:57Du kriegst ein neues Messer.
01:21:59Wie viele Tage wird die schwere Brise dauern?
01:22:03Oh, vielleicht drei, vielleicht mehr.
01:22:06Bis dahin werde ich alles fertig haben.
01:22:09Krieg du deine Hände wieder in Ordnung, alter Mann.
01:22:14Wir werden in ein paar Tagen wieder heil sein.
01:22:18Ich weiß, wie man dekoriert.
01:22:21In der Nacht habe ich irgendwas Merkwürdiges ausgespielen.
01:22:25In meiner Brust ist irgendwas zerbrochen.
01:22:28Bring das auch in Ordnung.
01:22:30Trink den Kaffee.
01:22:32Ich werde dir was zu essen holen.
01:22:34Und bring mir die Zeitung von den Tagen, an denen ich weg war.
01:22:39Werde ich.
01:23:02Kubaner, reina de mis amores.
01:23:07Me recuerdo del día en que te conocí.
01:23:19An jenem Nachmittag kehrte eine Touristengesellschaft in der Taverne ein.
01:23:23Eine Frau sah hinunter auf das Wasser.
01:23:25Da entdeckte sie zwischen leeren Konservendosen und toten Barracudas
01:23:29die lange Wirbelsäule eines Pfiffes, der nur noch Abfall war
01:23:33und darauf wartete, von der Flut hinausgetrieben zu werden.
01:23:37Was ist das? fragte Sittenkellner.
01:23:39Ein Tiburion, antwortete der Kellner.
01:23:41Ein Hai hat ihn. Er wollte ihr erklären, was geschehen war,
01:23:45aber sie ließ ihn nicht zu Worte kommen.
01:23:47Ich wusste gar nicht, dass Haie so schöne, wohlgeformte Schwänze haben.
01:23:51Ich auch nicht, sagte ihr Begleiter.
01:23:59Der alte Mann in seiner Hütte oben an der Straße schlief wieder.
01:24:03Er schlief mit dem Gesicht nach unten
01:24:05und der Junge saß bei ihm und gab auf ihn Acht.
01:24:09Der alte Mann träumte von den Löwen.
01:24:40Der alte Mann träumt von den Löwen.
01:25:12Untertitelung des ZDF, 2020
01:25:42Untertitelung des ZDF, 2020
01:26:11Untertitelung des ZDF, 2020
01:26:31Untertitelung des ZDF, 2020
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