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00:03Ein paar letzte süße Happen für den jungen Kohlmeisenmann.
00:09Dann wird es Zeit.
00:13Irgendetwas treibt ihn an.
00:17Denn er ist ein Kuckuckskind.
00:21Die Folge eines Seitensprungs.
00:26Sein Vater war ein Wandervogel.
00:28Und nun zieht es auch ihn in die Ferne.
00:31Wohin geht seine Reise?
00:34Noch ein kurzes Zögern.
00:37Und dann?
00:40Aber von vorne.
01:13Die Geschichte beginnt auf einer Streuobstwiese, irgendwo in Deutschland, einige Monate vor dem Schlupf unseres jungen Männchens.
01:24Der Winter hat die Natur fest im Griff.
01:27Für Vögel bringt die geschlossene Schneedecke harte Zeiten.
01:33Nahrung ist kaum noch erreichbar.
01:35Und die Suche gestaltet sich mühsam und zeitaufwendig.
01:39Wer jetzt überleben will, muss pfiffig sein.
01:47Das Rotkehlchen ist bereits fündig geworden.
01:51Doch wird es die Walnuss teilen?
02:02Nüsse haben einen hohen Fettgehalt und versprechen dadurch viel Energie.
02:13Typisch Kohlmeise.
02:15Ein forsches, dominantes Auftreten und das Rotkehlchen weicht zurück.
02:20Die Mahlzeit ist gesichert.
02:31Im Winter leben Meisen gesellig, schließen sich mit Artgenossen zu schwärmen zusammen und ziehen umher.
02:43Die Tiere verbringen viel Zeit in der Gruppe und lernen voneinander.
02:48Es entstehen soziale Netzwerke und sogar Freundschaften fürs Leben.
02:57Für so manche Meise wird sich das im Frühjahr als Vorteil erweisen.
03:13Kohlmeisen haben strategisches Talent.
03:16In kleinen Winterklicken verbünden sie sich auch mit anderen Vogelarten.
03:20Auf diese Weise profitiert jeder einzelne von den Kenntnissen des Schwarms.
03:26Findet eine Nahrung, können alle satt werden.
03:29Dadurch steigt die Überlebenschance jeder einzelnen Meise.
03:39Im Winter ernähren sich Kohlmeisen überwiegend vegetarisch.
03:44Aber wenn sich Fleischkost anbietet, werden sie auch mal mutig.
03:50Doch ist die Mahlzeit sicher?
03:56Der Fund spricht sich rasch herum.
04:11Am Ende siegt die Vorsicht.
04:13Trotz Hunger gilt Safety first.
04:17Auch wenn es nur eine Maus im Fuchspelz ist.
04:33Während der kurzen Tage müssen die Vögel möglichst viel energiereiche Nahrung finden.
04:40Einige Meisen ziehen daher während der kalten Jahreszeit in wärmere Gebiete.
04:45Doch wer die Gefahren des Überwinterns auf sich nimmt, verschafft sich einen Vorteil.
04:52Im Frühjahr können sie als erste die besten Brutplätze besetzen.
05:12Die Sonne befreit die Streuobstwiese aus den Fängen des Winters und legt versteckte Nahrung wieder frei.
05:29Noch gibt es für den Buntspecht kaum Würmer und Insekten.
05:33Daher begnügt er sich mit Walnüssen aus dem Vorjahr.
05:52Mit steigenden Temperaturen lösen sich die Wintertrupps der Meisen auf.
05:57Jetzt müssen sich Paare finden.
06:03Dieses Kohlmeisenpärchen ist bereits einen Schritt weiter.
06:07Es hatte den Winter gemeinsam im Schwarm verbracht und kann sich die Balz jetzt sparen.
06:14Naja, fast.
06:16Denn kleine Brautgeschenke des Männchens festigen die Bindung.
06:21Und so bleibt mehr Zeit, das Revier zu markieren.
06:29Weithin hörbar verkündet er, Gebiet besetzt.
06:35Doch ein Männchen aus der Nachbarschaft lässt sich davon wenig beeindrucken.
06:45Seine Stimme verrät, er ist eine Reisemeise.
06:50Hierher gezogen aus einem anderen Gebiet.
06:53Denn er singt mit Dialekt.
07:04Der Revierinhaber erkennt das und fühlt sich provoziert.
07:09Wird eine Kohlmeise herausgefordert, fliegen die Fetzen.
07:28Mit gezielten Angriffsflügen und lautem Gezeter wird der Ruhestörer aus dem Revier verjagt.
07:34Fürs Erste.
07:39Der Sieg wird lautstark verkündet.
07:47Und Sangeslust herrscht jetzt überall.
07:54Mitte April sind alle Bewohner der Streuobstwiese in Paarungsstimmung.
07:59Und der Nestbautrieb macht sich bemerkbar.
08:03Überall spielen die Hormone verrückt.
08:09Doch so blind kann die Liebe eigentlich nicht machen.
08:24Ein Blaumeisenpärchen hat ein Zuhause gefunden.
08:30Bei den Kohlmeisen nebenan ist Nestbau reine Frauensache.
08:36Bis zu zwei Wochen nimmt sie sich dafür Zeit und verwendet am liebsten flauschige Tierhaare.
08:50Vorsicht ist geboten. Der Fuchsbau könnte bewohnt sein.
08:54Die Aussicht auf ein weiches Federbett ist aber einfach zu verlockend.
09:12Und für einen Fuchspelz wagt sich Frau Meise mutig in den Bau.
09:16Es ist ein profitables Felllager. Und sie kann den Schnabel nicht voll genug kriegen.
09:45Im Blindflug geht es zurück zur Nestbaustelle.
09:50Zahllose solcher Sammelflüge hat sie bereits hinter sich.
09:57Doch das Bett ist noch nicht weich genug.
10:02Und das bleibt nicht unbemerkt.
10:06Während das Kohlmeisenweibchen in seiner Arbeit vertieft ist,
10:14bedient sich das Blaumeisenpaar von gegenüber an deren Mistmaterial.
10:20Furchtlos arbeitet das Einbrecherduo zusammen.
10:23Das Männchen hält Wache, das Weibchen kümmert sich um das Diebesgut.
10:41Die Kohlmeisendame bekommt von alledem nichts mit.
10:52Zweiter Beutezug der Blaumeisen. Diesmal ohne Wachposten.
11:19Das Kohlmeisenweibchen kann Schlimmeres verhindern.
11:23Die Schäden sind schnell behoben und es kann das Nest schließlich fertigstellen.
11:29Nun ist alles bereit für die Eiablage.
11:44Das Männchen versorgt sie mit Nahrung und beweist dadurch,
11:48dass es sich gut um den erwarteten Nachwuchswirt kümmern könne.
12:02Die Nächte verbringen Kohlmeisenpärchen in getrennten Schlafhöhlen.
12:07Das Weibchen bleibt allein zurück.
12:26Im Morgengrauen macht ein weit entferntes Männchen lautstark auf sich aufmerksam.
12:36Es ist wieder der fremde Sänger mit Dialekt, die Meise mit Migrationshintergrund.
12:45Am Gesang erkennt das Weibchen ihn als unverpaartes Männchen.
12:51Doch erst sein Dialekt macht ihn so richtig verführerisch.
12:56Der fremde Klang gibt den Sänger als Träger fremder Gene zu erkennen.
13:02Und die sind für das Weibchen reizvoll.
13:09Heimlich verlässt sie das Nest, fliegt hinüber zum Meistersänger.
13:27Und macht sich an ihn ran.
13:46Wenige Augenblicke später ist die intime Begegnung auch schon wieder Geschichte.
13:52Ein cleverer Seitensprung, wie sich noch zeigen wird.
14:09Anfang Mai gleicht das Meisenrevier auf der Streuobstwiese einem bunten Blütenmeer.
14:29Einige Tage sind seit der nächtlichen Affäre vergangen und das Weibchen bleibt seitdem morgens länger im Nest.
14:44Täglich legt sie ein Ei, jedes so leicht wie eine Hühnerfeder.
14:50Erst wenn das Gelege komplett ist, fängt sie mit dem Brüten an.
14:54So werden ihre Jungen alle gleichzeitig schlüpfen.
15:02Doch ein Kälteeinbruch in der Legephase führt oft zu einer Zwangspause.
15:12Das Weibchen kann die Eiablage für mehrere Tage unterbrechen, ohne dass die Embryos eingehen.
15:20Sie weiß instinktiv, wann sie zurück aufs Nest muss.
15:30Eine Stunde Warmhalten pro Tag genügt, damit die kleinen Eier keinen Schaden nehmen.
15:40Sobald das Wetter wieder milder wird, kann das Brutgeschäft starten.
15:46Zwei Wochen lang sitzt sie fast ununterbrochen auf ihrem ungeborenen Schatz.
15:56Bis es endlich soweit ist.
16:05Zehn Mini-Meisen erblicken blind das Licht der Welt.
16:13Und von Mama gibt es ein wenig Starthilfe.
16:29Noch gleichen sich alle wie ein Ei dem anderen.
16:34Doch ein Küken ist besonders.
16:37Denn es hat einen anderen Vater.
16:46Das Männchen ahnt nichts vom Kuckuckskind unter seinen Füßen und trägt fleißig Futter für alle ein.
17:07In etwa der Hälfte aller Meisennester liegen Eier, die von einem Seitensprung stammen.
17:13Das Fremdgehen der Mutter schafft genetische Vielfalt.
17:24Jetzt haben die Eltern eine gemeinsame Aufgabe.
17:28Raupen jagen.
17:30Sind sie erfolgreich, sieht der Nachwuchs leckeren Zeiten entgegen.
17:45Doch die winzigen Schnäbel zu stopfen, ist gar nicht so einfach.
17:51Das ist gar nicht so einfach.
17:57Ja?
17:58Sie sollten nicht wahr das denn?
18:10Junge mir die Eltern einsch sind.
18:12Das war die Heidelbein.
18:13Ja, sie sollten natürlich nicht so einfach sein.
18:15Du bist doch egal.
18:18Jörg, vauiert was er Fernsehbuch.
18:19Sie können die Welt, die Welt, jüngsten Fehler, was er sie.
18:20Wenn sie nicht mehr zählen, mitten Sachen zusammenkannen.
18:21Sie können die Kinder, die Kinder?
18:39Die Eltern sind jetzt im Dauereinsatz und müssen dabei ihre Jungen immer wieder allein lassen.
18:54Die Gelegenheit für den Buntspecht. Entdeckt er eine unbewachte Bruthöhle, kann er zum gefürchteten Nesträuber werden.
19:19Den Eltern bleibt nichts anderes übrig, als den Feind unter lautem Protest ziehen zu lassen.
19:25Eine tiefe Baumhöhle ist zwar ein vergleichsweise sicherer Bootplatz, doch das hindert einen Specht nicht am Eindringen.
19:46Ein hungriger Schnabel weniger im Nest.
19:54Doch da klopft es erneut.
19:59Der Specht will sein Glück noch einmal versuchen.
20:04Aber jetzt macht es ihm die Meise nicht mehr so einfach. Mit lautem Zischen und Fauchen empfängt sie den Nesträuber.
20:17Der scheint unbeeindruckt. Da hilft nur beherztes Zubacken.
20:44Mit jedem Flug zum Nest riskieren die Altvögel den Standort zu verraten.
20:49Doch die Brut dauerhaft zu bewachen ist unmöglich.
20:59Die Brut
21:01Die Brut
22:03Auf der Streuobstwiese gibt es Anfang Juni Nahrung für alle im Überfluss.
22:09Die Meiseneltern leben wie im Schlaraffenland. Es krabbelt und kreucht an jedem Stängel.
22:17Für Insekten ist jetzt die denkbar schlechteste Zeit des Jahres.
22:23Über 500 Mal täglich fliegt das Meisenpärchen das Nest an. Drei Wochen lang. Futtersuche im Minutentakt.
23:01Untertitelung des ZDF für funk, 2017
23:28Untertitelung des ZDF für funk, 2017
23:48Der enorme Aufwand zahlt sich aus.
23:51Nach etwa 20 Tagen Mast haben die Meisenjungen tausende Insekten vertilgt und ordentlich zugenommen.
23:59Der Platz wird immer enger und ihre Zeit in der Höhle neigt sich dem Ende zu.
24:09Die Eltern verlagern die Fütterungen an den Ausgang und ermuntern so den Nachwuchs, einen Blick nach draußen zu wagen.
24:32Und das klappt. Das mutigste Junge bestaunt die fremde Welt.
24:42Und hopst in seine Zukunft.
24:46Ein Küken nach dem anderen wagt den großen Sprung.
25:12Bis alle Nestlinge zu Estlingen geworden sind.
25:28Nur eine kleine Meise lässt sich Zeit.
25:33Es ist unser Meisenmann, der bald den großen Absprung wagen wird.
25:46Doch noch ist keine Spur von Wagemut.
25:50Und Würmer gibt es nur noch draußen auf dem Ast.
25:59Oder auch nicht.
26:11Schließlich siegen der Hunger und die Neugier auf die Welt da draußen.
26:34Und dann.
26:46Ganz so war das nicht geplant.
26:53Mit seinen Bettelrufen stellt der Nachwuchs sicher, dass die Eltern immer genau wissen, wo er sich aufhält.
26:59Selbst nach einem Absturz.
27:07Bruchlandungen kommen häufig vor.
27:10Das Fliegen müssen die Jungmeisen erst noch perfektionieren.
27:14Doch jeder Flügelschlag bringt mehr Sicherheit.
27:30Eine Stärkung ist immer willkommen.
27:33Denn auch unsere besondere Meise will schnell ganz groß werden.
27:40Ein neuer Lebensabschnitt steht bevor.
27:44Die Meisenschule.
27:59Lautes Wasserplätschern weckt den Entdeckergeist unseres jungen Meisenmannes.
28:05Es ist der Nachwuchs der Blaumeisen beim ausgiebigen Mittagsbad.
28:17Bekanntschaft mit Wasser hat er bisher noch nicht gemacht.
28:21Umso mehr kann er jetzt von den Blaumeisen lernen.
28:26Nur das Gedränge hindert ihn noch.
28:32Doch sobald der letzte Badegast abgeflogen ist, kommt sein großer Moment.
28:43Die Fähigkeit zu trinken ist angeboren und klappt auf Anhieb.
28:49Doch jede weitere Annäherung braucht etwas Mut.
29:03Die Blaumeisen haben diesen Schritt schon hinter sich und lassen sich jetzt die Sonne auf die Federn brennen.
29:17Keine Meise gleicht der anderen.
29:20Auch unter Kohlmeisen gibt es Angsthasen und Wagemutige.
29:25Ein ganz bestimmtes Neugiergen beeinflusst den Charakter und damit auch ihr Erkundungsverhalten.
29:34Nach anfänglichem Zögern siegt der Instinkt.
29:38Denn ein Bart ist die Voraussetzung für ein intaktes Federkleid.
29:46Nach jedem Bad wird das Gefieder in Ordnung gebracht und mit Fett aus der Bürzeldrüse imprägniert.
29:54Eingefettete Federn saugen sich nicht mehr mit Wasser voll und wärmen unsere kleine Meise auch bei nassem Wetter.
30:16Gut imprägniert geht die Entdeckungstour weiter.
30:21Was sich bewegt, wird untersucht.
30:32Und was sich nicht bewegt, erst recht.
30:45Im Aas finden sich Fliegenmaden leckere Proteinpakete.
30:52Der Beobachter kann seinen Futterneid kaum verheimlichen und nimmt die Verfolgung auf.
31:09Die freche Blaumeise gewinnt.
31:18Doch so schnell gibt sich unser junger Entdecker nicht geschlagen.
31:48In manchen Lebenslagen kann Wagemut das Leben erleichtern.
31:52In anderen ist es eher die Zurückhaltung.
32:05Die Blaumeise hat noch ein Hühnchen mit ihm zu rupfen.
32:09Doch diesmal lässt er sich nicht beirren.
32:23Der Burgfrieden ist schnell wiederhergestellt.
32:26Und die Meisenzöglinge widmen sich wieder ihrer Hauptbeschäftigung.
32:30Alles untersuchen, was bei drei nicht auf den Bäumen ist.
32:56Untertitelung des ZDF für funk, 2017
33:23Panik macht sich breit.
33:29Der Sperber ist ein hochspezialisierter Kleinvogeljäger.
33:33Der Erzfeind jeder Meise.
33:36Der Greif setzt zu einem neuen Angriff an und das Katz-und-Maus-Spiel beginnt.
34:03Der Breif ist ein hochspezialisierter Kleinvogeljäger.
34:19Stillhalten ist jetzt die einzige Überlebenschance. Doch auch der Angreifer beherrscht das Versteckspiel.
34:33Und so gilt, wer zuerst zuckt, hat verloren.
34:40Der Sperber hat Geduld. Er muss nur lange genug reglos bleiben.
34:49Bis die Vorsicht bei den Meisen nachlässt.
34:57Das geht besonders schnell, wenn Leckeres in greifbarer Nähe ist.
35:04Spätestens jetzt setzt auch der Futterneid wieder ein.
35:11Ein schneller Happen.
35:16Doch das Zögern der Blaumeise ist eine fatale Fehleinschätzung.
35:33Wie für Blaumeisen gilt auch für Kohlmeisen. Neun von zehn Jungvögeln erleben nicht das nächste Frühjahr.
35:42Ein rechtzeitiger Warnruf der Meisen hätte hier vielleicht das Drama verhindern können.
35:52Doch auch bei Meisen ist noch kein Meistersänger vom Himmel gefallen.
35:57Gesang und Rufe müssen von den Jungen erst erlernt werden.
36:07Durch Zuhören und Nachahmen des väterlichen Gesangs lernt unser kleiner Meisenmann nach und nach seine Vatersprache.
36:37Anfangs ist es mehr ein Brabbeln als eine Melodie.
36:42Doch das vor sich hin Zwitschern trainiert seine Stimme, bis er bald zum Meistersänger wird.
37:12Auf der Streuobstwiese herrscht Hochsommer und die Zeit der Meisenschule ist vorüber.
37:18Die Jungmeisen haben alles gelernt, was sie zum Überleben brauchen.
37:24Unser kleiner Meisenmann ist groß geworden.
37:28Von nun an ist er auf sich allein gestellt, denn auch seine Geschwister sind verschwunden.
37:34Sie haben das Brutrevier der Eltern verlassen, um in der Nähe ein neues Zuhause zu finden.
37:43Auch er muss sich nun ein eigenes Revier suchen.
38:05Noch ein paar letzte süße Happen, dann ist auch seine Zeit gekommen.
38:15Anders als seine Geschwister wird er nicht hierbleiben.
38:24Sein Vater war ein Wandervogel, der von weit her kam. Wohin wird es ihn jetzt ziehen?
38:37Ein kleiner Sprung für ihn, aber ein großer für seine Art.
38:50Tag für Tag zieht er weiter, immer den Schnabel nach. Mal fliegt er 200 Kilometer am Stück, mal nur 20.
39:21Er fliegt bis er sein neues Zuhause gefunden hat.
39:24Eine Streuobstwiese am Rande eines Lavendelfeldes.
39:37Unser Meisenmann hat einen wahrlich weiten Weg auf sich genommen.
39:41Doch warum hat es ihn hierher verschlagen?
39:46Die Flugrichtung wurde ihm vererbt, vom fremden Sänger, den seine Mutter heimlich vögelte.
39:53Denn der Seitensprung führte zu genetisch fitteren Nachkommen und auch zu der unterschiedlich ausgeprägten Reiselust unter den Nestgeschwistern.
40:04Den Nachwuchs mit bestmöglichem Erbgut auszustatten, erhöht auch die Chance der Mutter mit ihren Genen die kommenden Generationen zu prägen,
40:14egal wo ihre Jungen stranden.
40:18Sollten ihre daheim gebliebenen Kinder umkommen, könnte ihr Erbe hier, 1000 Kilometer entfernt, in unserem Meisenmann weiterleben.
40:31Eine Überlebensstrategie, die auch zur erfolgreichen Verbreitung der Kohlmeisen beiträgt.
40:38Der Kohlmeisen
40:40Der Kohlmeisen
40:43Der Kohlmeisen
40:44Der Kohlmeisen
40:45Der Kohlmeisen
40:50Der Kohlmeisen
40:54Der Kohlmeisen
40:56Der Kohlmeisen
41:02Der Kohlmeisen
41:04Der Kohlmeisen
41:05Der Kohlmeisen
41:06Der Kohlmeisen
41:08Der Kohlmeisen
41:12Der Kohlmeisen
41:16It's a huge canyon, at least from the Meisens' perspective.
41:25In the early summer, the künstlerous fence is magical.
41:30It's a great place for a new Meisengeneration.
41:38Here, in the South, is now our Meisengeneration as a fremder Sänger.
41:44Just like his father, it's also him easy, with his dialect, a woman, to convince him.
41:53The foundation of a French-France family is nothing more in the way.
42:16And who knows, maybe in this nest is a small Meisengeneration,
42:23and she will be with her special character,
42:27the great success of this small Vögel.
42:44you
42:49Is
42:54What
43:04And I'll see you next time.
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