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00:13The Line is a point that goes to travel.
00:19Paul Klee said it.
00:21His Credo is not a single day without Line.
00:28The idea of the drawing is,
00:31I have the physical world,
00:33houses, trees, trees,
00:35but also the emotional world.
00:37Both are complex.
00:39Everything I think, I feel, I feel, I feel.
00:43Through the drawing,
00:44I take this whole world
00:46and reduce it
00:48on very few steps,
00:50like a laser光光,
00:51bring it to a point,
00:53the absurd
00:55Now I give this Blatt
00:57to the Metrachter
00:58and in the head of the Metrachter
01:01the whole world
01:03into absurd complexity.
01:05It's like a magic trick
01:09or a magic effect,
01:11the whole world
01:13to pack the whole world
01:13and on the other side
01:15it goes off and it comes out.
01:18For me, it's so fascinating,
01:20that it's not yet
01:22that it's not a magic trick.
01:23I can't imagine
01:24that it's so amazing,
01:24that it's so much
01:24difficult.
01:49I don't know what I'm doing, I don't know what I'm doing.
02:08Augsburg im Sommer 2019, hinter dem Rathaus.
02:17Die ganze Stadt voller Leute, die zeichnen.
02:23Menschen, die sich ein Bild machen mit Stift und Papier. Ein ungewohnter Anblick.
02:32Es gibt einen guten Grund, warum ich beharrlich zeichne, statt einfach nur ein Foto zu machen.
02:37Sagen wir, du siehst eine tolle Darbietung hier auf der Straße. Das Erste, was passiert, ist, dass alle Leute ihr
02:42Handy rausholen und filmen.
02:44Sie sehen das gesamte Geschehen nur auf dem winzigen Bildschirm. Wir haben die Fähigkeit verloren, im Hier und Jetzt zu
02:52sein.
02:53Es zu genießen. Geräusche, Gerüche, Menschen. Und beim Zeichnen tue ich genau das.
03:05Ich denke immer, Zeichner sehen die Welt anders. Also sie sehen Farben anders, sie sehen sehr viel Licht und Schatten
03:15und nehmen das einfach anders wahr.
03:19Früher habe ich eine Unmenge von Fotos geschossen, die ich mir nachher eigentlich nur oberflächlich angeguckt habe.
03:26Heute ist das so, dass man vor einem hier vor dem Brunnen oder vor einem Gebäude sitzt und man nimmt
03:34das so viel intensiver wahr.
03:41Und man verbindet nachher mit der Zeichnung so viel. Also die Stimmung, das Wetter, die Menschen, die man getroffen hat,
03:51wie man sich selber gefühlt hat, all das, das ist wesentlich intensiver abgelegt.
03:56Und das kann man gut wieder abrufen.
04:00200 Zeichnerinnen und Zeichner sind für ein Wochenende nach Augsburg gekommen, zum Deutschlandtreffen der Urban Sketchers.
04:08Da drüben bitte noch ein Stückchen anrutschen. Gut, gut, gut, gut. Passt schon.
04:12Die Urban Sketchers sind eine weltweite Gemeinschaft von Menschen, die ausschließlich vor Ort zeichnen. Egal, wo sie gerade sind. Mitmachen
04:21kann jeder.
04:22Wir zeigen die Welt, Zeichnung für Zeichnung. So steht es im Manifest der 2007 gegründeten Bewegung.
04:30Wir zeichnen immer direkt vor Ort. Jeder zeichnet, wie er mag. Der eine mit Bleistift, der andere ist mit viel
04:37Farbe unterwegs.
04:38Der dritte mit dem Kugelschreiber auf der Serviette. Also da gibt es alle möglichen Dinge. Jeder hat seinen eigenen Stil.
04:43Und wichtig ist dann, dass diese Ergebnisse im Internet gezeigt werden.
04:47Und das ist auch das Neue, weil es gab ja immer schon Landschaftsmaler und es gab immer schon Leute, die
04:52hinreißende Skizzen und Zeichnungen gemacht haben.
04:56Aber das Neue ist diese Verbindung übers Internet, dass man sich da zum Zeichnen gemeinsam verabreden kann und dass man
05:03gegenseitig die Bilder zeigt und im Internet anschauen kann.
05:09Sich online vernetzen und sich dann treffen in echt.
05:17Eine gemeinsame Leidenschaft teilen. Egal wie gut man ist.
05:23Zeichnen ist auch Lebensschule. Probieren. Scheitern. Nochmal neu. Besser scheitern.
05:32Heute male ich das Mädels in die Lübe.
05:36Dieser Prozess ist frustrierend. Das ist inhärent in der Sache. Und die Frage ist, glaube ich, wie man mit dieser
05:43Frustration umgehen kann.
05:44Und vernünftige Menschen sagen dann vielleicht nach dem 20. Versuch, ich kann mit meinem Leben vielleicht auch andere Sachen anfangen.
05:51Und gehen über diese Schmerzgrenze nicht heraus. Und ich glaube, dieses Wollen, eine Hand, einen Baum, ein Gesicht zeichnen zu
05:59können, das kann ich nicht lernen.
06:01Ich lasse zu, dass man das Radierte sieht. Ich lasse zu, dass man das Übermalte sieht.
06:08Und deswegen ist für mich das ganz wichtig, dass ich analog zeichne.
06:13Denn diese Fehlerquellen, die passieren, wenn ich zu viel radiere, wenn ich trübe male, wenn mir der Kaffee umfällt oder
06:21so, die sind ja immer Chancen.
06:22Also Fehler sind immer die Möglichkeit zu denken, ah, jetzt muss ich von einem anderen Weg gehen.
06:29In Augsburg geht es weiter. Ein Workshop zum Thema Weniger ist mehr.
06:35Wir gehen jetzt zu den Autos. So. Wir machen einen Schnellkurs mit Autos in Richtung Gelb.
06:47Motiv für die nächste halbe Stunde, unser Kamerabus.
06:54Dozent Dave Robb ist Fahrzeugdesigner. Der moderne Mensch, sagt er, wird immer mehr entkörperlicht.
07:01Zeichnen dagegen braucht Kopf und Hand. Geist und Körper sind eins. Ungeteilt.
07:09Viele, die mitmachen, die kommen aus ganz anderen Gebieten. Das ist Zeilenwelten, IT-Welten, Gesetze, Rechtsanwälte.
07:18Die sind mit ganz was anderes beschäftigt. Die hocken sich mit hin und zeichnen was.
07:24Und du spürst dann das Papier mit dem Stift. Du merkst, die Farbe ist noch nicht dünn genug.
07:31Das sind ganz haptische Sachen, die man in dieser Virtual-Welt oder in der Gedankenwelt nicht so erleben.
07:38Das ist sicherlich ein Reiz.
07:41Annabelle stellt ihren Bus gleich ins Netz.
07:47Das digitale Leben nutzen, um das Analoge zu zelebrieren.
07:55Zum Abschluss des Treffens zeigen die Urban Sketchers ihre Bilder im Rathaus.
08:03Ein Bild von etwas zeichnen, das ist wie Slow Food fürs Auge.
08:12Viel Zeit und Aufmerksamkeit. Etwas erschaffen, das es so nur einmal gibt.
08:27Nichts in unserer hektischen Zeit, die so viel multipliziert und vervielfacht und teilt und tauscht und sonst was.
08:34Nix ist so wertvoll wie ein Original.
08:37Und wenn wir dann unsere Skizzenbücher anschauen, dann haben wir das Leben von einem in den Originalen in der Hand.
08:44Und dieses handgemachte Original hat eine ganz besondere Qualität.
08:50Nicht nur für den, der es gemacht hat, sondern auch für den, der es anschaut.
08:53Und das ist eine Zeitkapsel. Also ich glaube, besser lässt sich Zeit nicht konservieren und festhalten.
09:04Schon immer versucht der Mensch das Unmögliche. Die Gegenwart festhalten.
09:09Ein Bild machen, um Erinnerung zu schaffen.
09:16Heute geschieht das meist so.
09:20Mittlerweile werden, weltweit geschätzt, eineinhalb Billionen Fotos gemacht.
09:25Mitten in dieser digitalen Bilderflut erlebt das Handgemachte eine Renaissance.
09:31Zeichenkunst von Christoph Niemann, ausgestellt in München.
09:38Das eine ist, dass durch vor allem die Kameras in Mobiltelefonen es natürlich viel demokratischer wird.
09:44Das erlaubt mir oder jedem Menschen irgendwo drauf zu zahlen und ein Foto zu machen, das eigentlich druckfertig von der
09:50Qualität ist.
09:52Und dann kommt natürlich der nächste Moment, dass durch so Dinge wie Instagram-Filter sieht alles sofort ziemlich gut aus.
09:58Und ich glaube, da haben wir so als kollektives Publikum auch gemerkt, dass es dieses Handgemachte, wo ich eben sehe,
10:05das war ein Prozess, der nicht geplant war, der nicht durch einen Filter einfach alle Sachen geglättet hat, sondern wo
10:11die Unsauberkeit drinsteht.
10:13Dass das seltener ist und tatsächlich auch nicht so leicht nachbrachbar und dadurch eigentlich viel interessanter zum Anschauen.
10:20Und deswegen hat es sicherlich einerseits was mit Wertschätzung von Handwerk zu tun, aber andererseits vielleicht auch mit unserem Wunsch,
10:27ein echtes Bild zu sehen und nicht eins, dass der Algorithmus einfach so perfekt hinkaschiert hat.
10:36Berlin-Mitte, im Studio von Christoph Niemann.
10:41Wer dieses Cover gestalten darf, gehört zu den besten Illustratoren der Welt.
10:46Christoph Niemann ist der einzige Deutsche, der bisher 30 Mal das Titelblatt des legendären Magazins The New Yorker entworfen hat.
10:59Als 2013 Bundespräsident Gauck den US-Präsidenten Obama besucht, überreicht er als Gastgeschenk einen Niemann.
11:11Seine Serie Sunday-Sketches hat knapp eine Million Abonnenten auf Instagram.
11:19Jeden Sonntag wählt Christoph Niemann einen Gegenstand und verwandelt ihn.
11:25Durchs Zeichnen.
11:27Das ist natürlich einerseits der reine Zufall und andererseits ist es der reine Zufall, den man zum gewissen Grad erzwingen
11:33kann, wenn man einfach so lange drauf startet.
11:36In jeder Form ist irgendwas drin und die Frage ist, wie viele Millionen Bilder ich quasi dran vorbeirauschen lasse, bis
11:42es irgendwann mal Klick macht und ich merke, oh jetzt macht es plötzlich Sinn.
11:51Der Mensch neigt dazu, Dinge, die vertraut sind, nicht mehr wirklich wahrzunehmen.
12:00Genau hinschauen.
12:02Neu sehen.
12:05Der wahre Zauber, sagt Christoph Niemann, findet nicht auf dem Papier statt, sondern im Kopf des Betrachters.
12:13Wenn ich ein Bild anschaue von einem Sonnenuntergang oder von einem schönen Wald oder von einem Gesicht, handelt es sich
12:19dabei natürlich nur um Grafitkörner oder um Tusche-Pigmente auf einem Stück Zellulose oder wo auch immer, woraus Papier gemacht
12:27ist.
12:27Das wissen wir natürlich und die Magie ist natürlich, dass das Blatt Papier nur ein Transportmittel ist und diese Idee
12:37sieht ja aus wie oder erinnert mich an was Schönes, Trauriges.
12:41Das ist natürlich nur meine Vorstellungskraft als Betrachter und ich glaube auch zum Beispiel, dass man jemanden nicht zum Weinen
12:49bringen kann, indem ich ein ganz trauriges Bild zeige,
12:53sondern alles, was ich machen kann, ist, ich kann eigentlich nur die Traurigkeit, die im Betrachter irgendwie schon vorhanden ist,
13:00aufrufen.
13:05Als 2011 ein Tsunami die atomare Katastrophe von Fukushima auslöst, wird wieder ein Entwurf von Christoph Niemann für den New
13:13Yorker ausgewählt.
13:15Der Punkt, der dann bei mir zu der Idee führte, war, dass ich die Bilder gesehen hatte von der Katastrophe.
13:21Da kam diese Welle und spült so ein ganzes Dorf weg und das war sogar mit Ton, aber es war
13:28wahnsinnig leise.
13:29Man wollte eigentlich ein lautes Geräusch hören, das diese Brutalität von diesen Momenten auch darstellt und es war so furchtbar
13:37leise.
13:39Und dann hatte ich eben diese Idee, wie kann man so dieses böse leise zeichnen?
13:44Und dann ist natürlich in Japan diese Kirschblüten, ist natürlich auch was sehr Leises, was natürlich 100% positiv besetzt
13:50ist.
13:51Und dann eben zu sagen, dieses Leise von Kirschblüten, die so mit so einem nicht vernehmbaren Rauschen in die Welt
13:57gehen,
13:57das dann eben gleichzusetzen mit der nuklearen Verseuchung, die dann eben auch unsichtbar, unspürbar, unhörbar in die Welt rausgeht.
14:07Und diese Verbindung praktisch auch von dem besonders Schönen mit dem besonders Furchtbaren zu schaffen.
14:16Nie zuvor seien die Reaktionen seines Publikums so überwältigend gewesen.
14:25Irgendwo scheint da was passiert zu sein, nicht zwischen mir und den Lesern, sondern wirklich zwischen dem Bild und den
14:31Lesern,
14:32was ich nicht vorhersehen konnte.
14:35Und das sind natürlich auch tolle Momente, wenn man das Gefühl hat, die Zeichnung hat dann doch ein Eigenleben, das
14:39ich auch nicht kontrollieren kann.
14:41Und ich glaube ja an Übung und an Intellekt und Routine.
14:45Und das, was einen froh macht, ist, dass dann da vielleicht doch noch irgendwie eine unzähmbare Magie drin ist,
14:51die oft nicht funktioniert, aber manchmal eben auch Dinge zum Funktionieren bringt, die man auch nicht so richtig erklären kann.
15:05München, Stadtmitte.
15:07Zwei Zeichnungen bekommen eine große Bühne.
15:18Zeichnen ist ein Instrument, um Dinge sichtbar zu machen und greifbar, sagt die Münchner Comic-Zeichnerin Barbara Jelin.
15:27Zwei Monate werden ihre Bilder hier hängen. Ein Mahnmal, mitten im öffentlichen Raum.
15:35Normalerweise zeichne ich Bilder für Bücher.
15:39Und es ist definitiv das erste Mal, dass jetzt Bilder von mir auf 5x5 Meter Größe gezeigt werden.
15:46Und ja auch noch welche, die mir sehr am Herzen liegen.
15:49Eine Frau, am See, auf dem Arm ihr kleines Kind.
15:58Die Frau sei ihr alter Ego, sagt Barbara Jelin.
16:02An einem dieser schönen Sommertage, die es hier gibt, in dieser sicheren, wohlsituierten Stadt.
16:08Und zur gleichen Zeit passiert es, auf der anderen Seite.
16:14Ein Mann kämpft sich aus dem Mittelmeer.
16:16Er hat die Flucht überlebt.
16:18Sein Kind aber ist tot.
16:24Zeichnen ist Erkenntnis, sagt sie.
16:28Für Macher und Betrachter.
16:33Nur zwei Bilder.
16:35Und doch ist alles erzählt.
16:38Während wir unsere Kinder schlafen legen, ertrinkt jemand.
16:42Und es passiert wieder und wieder.
16:43Es sind Zehntausende.
16:45Wie kann ich das in einem Comic in den Blick holen, auf eine Art, die nicht doziert,
16:50sondern die mir und dem Betrachter und uns, allen, die sich darauf einlassen, begreiflich machen, dass wir helfen müssen.
17:13Am Anfang ist die Zeichnung.
17:17Sobald der Mensch einen Stift halten kann, beginnt er sich damit auszudrücken.
17:23Die Welt einfangen.
17:25In Dialog treten mit dem Gegenüber.
17:31Zeichnung ist menschlicher Urausdruck.
17:34Schon in den Höhlen war das so, vor mehr als 40.000 Jahren.
17:44Zeichnung ist einfach.
17:45Papier, Stift oder Feder und los.
17:50Die Freiheit des weißen Blattes riesig.
17:53Raum für Spielregeln, die man selbst erfindet.
18:01Am Zeichentisch mit Kat Menschig.
18:05Ich liebe das, die Feder in die Tusche zu tunken und das auch immer wieder zu machen,
18:11weil die ja ganz schnell ausgezeichnet ist und die Finger werden schwarz davon und man kleckst mal aufs Papier.
18:20Und das Papier knüttelt auch so ein bisschen, wenn das trocknet.
18:23Also wenn die Tusche da drauf trocknet, dann wird das ein bisschen krachig, das Papier.
18:28Und das finde ich schon sehr schön.
18:31Und ich liebe Dinge so sehr.
18:32Also es fängt mit den Dingen an, dass ich Papier, Feder, Tusche benutze.
18:39Und es hört mit den Dingen in der Regel ja auch auf, dass ich Bücher herstelle oder Zeichnungen mache, die
18:46in Zeitungen erscheinen.
18:48Gott sei Dank erscheinen die noch in Zeitungen.
18:50Also Dinge, die man in die Hand nehmen kann.
18:53Das mag ich am meisten.
18:59Gartenarbeit in Brandenburg.
19:01Über große Momente und kleine Niederlagen dabei hat sie ein Buch gemacht.
19:06Der Goldene Grubber.
19:092014 ausgezeichnet als eines der schönsten Bücher des Jahres.
19:15Es fängt an bei ihr mit den Dingen und endet immer in einem Bild, einem Buch.
19:27Kochen müssen für die Familie, obwohl man es eigentlich nicht so gerne macht.
19:33Bei Kat Menchik entsteht ein Buch daraus.
19:36Essen essen.
19:38Untertitel mehr ist mehr.
19:46Als kleines Mädchen ist sie völlig vernarrt in die Bilder in ihren Märchenbänden.
19:51Mit zwölf macht sie ihr erstes komplettes Buch, illustriert das Feuerzeug von Hans-Christian Andersen.
19:59Das habe ich komplett mit der Feder abgeschrieben, so in Schönschrift und kleine Aquarelle dazu gemalt und dann später die
20:08Seiten zusammengenäht und beschnitten, wie man das alles so macht und im Buch gebunden.
20:14Und das steht immer noch bei meiner Mama im Regal.
20:21Bücher, klassische Literatur, das ist ihre große Liebe.
20:27Die Bilder, die sie schafft, unheimlich schön.
20:31Menchiks Kafka.
20:35Shakespeare mit Libellenflügelkragen.
20:40Romeo und Julia.
20:49Edgar Allan Poe, giftig, in Neon.
20:58Vor zehn Jahren bekommt sie den Anruf ihres Lebens von ihrem Verleger.
21:04Er sagte, sagt dir der Name Haruki Murakami was?
21:10Und in dem Moment bin ich schon hier unter meinem Kirschbaum in die Knie gegangen und dachte, ja, bitte, bitte,
21:16bitte.
21:19Haruki Murakami, der magische Realist aus Japan, immer wieder gehandelt für den Literatur-Nobelpreis.
21:26Als Illustratorin für seine Geschichten wählt er Kat Menschik.
21:33Sie zeichnet nicht einfach, was er schreibt, sondern setzt etwas völlig Eigenes daneben, dagegen.
21:43Murakami ist, finde ich, der perfekteste Autor zum Illustrieren.
21:50Für mich jedenfalls, für meine Art, wie ich das mache.
21:53Weil Murakami einerseits ganz hyperrealistisch schreibt, aber immer auf Abwägen ist.
22:06Man kann auch sagen, wirklich traumgleich.
22:20So sehr sie das Analoge mag, ein bisschen Technik muss sein.
22:26Scannen, unterstützt von einem Stein aus Karelien.
22:34Als sie anfing zu illustrieren, wollte keiner Zeichnungen haben, erzählt sie.
22:39Illustrierte Bücher für Erwachsene gab es nicht.
22:43Illustrationen in Zeitungen oder Zeitschriften?
22:46Lieber Fotos.
22:47Das habe sich gewaltig geändert.
22:50Heute gibt sie ihre eigene Literaturreihe heraus.
22:54Aktuelles Projekt, Alexander Pushkin, Pik Dam.
22:59Eine Novelle über Glücksspiel, Gier und Geister.
23:08Der größte Glücksmoment, wenn das Buch draußen ist, aus dem Computer, und sie es in der Hand halten kann.
23:21Zeichnung als Plädoyer für das echte Buch.
23:25Für Imagination, Fantasie, die Bilder in uns.
23:33Zeichnung als größtmögliche Freiheit.
23:35Als Chance, eine zweite Welt zu erschaffen.
23:42Der Sinn unseres Lebens ist doch, es so schön zu machen, wie es eben geht, sagt Kat Menchik.
23:53Zeichnen ist, zu zeigen, was ich vor meinen Augen sehe.
23:56Also es geht mir oft so, wenn ich es was anschaue, dann sage ich, das würde ich gar nicht zeichnen.
24:01Wie zum Beispiel jetzt euch, also ich habe Fotos von euch gemacht, vom Kameramann, vom Tontechniker, von dir.
24:07Also ich würde jetzt wirklich gerne diese Szene hier zeichnen.
24:10Also das ist, und ich sehe das auch jetzt, ich sehe euch als eine Zeichnung von mir.
24:15Bei mir ist es wirklich eher andersrum, dass ich erst durchs ganz lange Dasitzen langsam die Welt, also praktisch nehmen
24:24kann
24:24und dann so lange auseinanderbaue, bis die zur Zeichnung wird.
24:28Das passiert eigentlich nie spontan.
24:29Was dann eher passiert, und das ist aber eher beängstigend, ist, wenn ich jetzt zum Beispiel den ganzen Tag zeichne,
24:35schwarz-weiß,
24:36und dann schaue ich so hoch, dann sieht wirklich die ganze Welt so aus.
24:41Die Welt ist unübersichtlich geworden, für viele von uns.
24:44Groß sind die Zweifel, ob das überhaupt möglich ist, ein objektives Bild unserer Wirklichkeit zu bekommen.
24:56Jedes Abbild, jedes Foto, jedes Video ist manipulierbar.
25:02Auch der Journalismus steht deshalb vor neuen Herausforderungen.
25:09In der Mappe dieses Mannes steckt die Arbeit von sechs Monaten.
25:14Olivier Kugler ist Reportagezeichner.
25:16Er arbeitet für die New York Times, den Guardian, die Süddeutsche Zeitung.
25:212013 begleitet er für ein Schweizer Magazin, das komplett auf Fotos verzichtet und nur mit Zeichnungen arbeitet,
25:28einen Journalisten nach Süditalien.
25:31Der Auftrag, ein Porträt des ehemaligen Mafia-Chefs Luigi Bonaventura.
25:37Italiens Kronzeuge Nummer 1 lebt versteckt an einem geheimen Ort mit seiner Familie, in ständiger Todesgefahr.
25:46Fünf Tage zeichnet Olivier Kugler in der Wohnung.
25:51Ich habe die Tür gezeichnet, die Wohnungstür.
25:54Ich habe gedacht, es ist wichtig, wenn jemand in die Wohnung reinkommen möchte,
25:59irgendwelche Auftragkiller, dann werden die durch die Tür kommen.
26:02Und ich bin dann vor der Tür gesessen, ich habe die Tür gezeichnet und auf einmal hat es an die
26:05Tür geklopft.
26:06Und da habe ich gedacht, hm.
26:08Und da ist der Luigi, ist dann zur Tür gegangen, ich bin weggegangen von der Tür.
26:13Und er hat dort den Türspion geschaut und gesagt, ich spreche kein Italienisch,
26:18habe ich dem Mann gesagt, da steht niemand draußen.
26:21Und er ist wieder zurückgegangen, hat es wieder hingesetzt und hat es wieder geklopft.
26:24Und ich habe gedacht, oh scheiße.
26:27Und er ist wieder an die Tür und er hat nicht mal durch den Spion geschaut,
26:33er hat einfach durch die Tür aufgemacht und da ist so ein kleines Mädchen gestanden.
26:36Und sie hat dann gefragt, ob sie mit der Tochter vom Luigi spielen kann.
26:41Also das war so der furchteinflößendste Moment, als wir dort waren.
26:50Zeichnung als Augenzeugenbericht.
26:56An der Wand ein Gedicht von Luigis Tochter.
27:00Ein Schmetterling, der fliegt wie die Träume in unserem Kopf für immer.
27:16Aktuell arbeitet Olivier Kugler in Südengland an einer Geschichte über das britische Nationalgericht Fish and Chips.
27:28Der Imbiss Crispies in Exmouth.
27:31Kelly und Tim Barnes betreiben ihn seit 18 Jahren.
27:36Gerade wurden sie mit den National Fish and Chips Awards ausgezeichnet.
27:40Bester Fish and Chips Shop in Großbritannien.
27:48Olivier Kugler recherchiert hier für eine 30-seitige Reportage, die im französischen Magazin 21 erscheinen wird.
28:01Die meisten Briten wissen nicht, wo ihr Fisch herkommt.
28:04Die gehen jeden Freitag zum Fischen-Chip-Shop.
28:07Aber die wissen nicht, wo der Fisch herkommt.
28:09Die wissen nicht, wie er herkommt.
28:12Und wenn ich dann dem Leser noch was mitgeben kann, wenn ich nicht nur eine schöne Zeichnung anbieten kann,
28:16sondern auch ein bisschen Hintergrund wissen, dann gibt mir das viel.
28:27Vom Meer bis auf den Teller hat er den Fisch zeichnend begleitet.
28:31Vor drei Monaten auf den Feröer-Inseln.
28:34Der Trawler kommt zurück vom Fischfang in der Barentsee.
28:40Heute begleitet er den Transport vom Kühllager in Plymouth zum Fisch-and-Chip-Shop.
28:46Um die Geschichte von Fahrer Andy Moss einzufangen, braucht Olivier Kugler nicht mehr als eine kleine Kamera und ein Diktiergerät.
28:57Gezeichnet wird später, wochenlang.
29:06Darin, isst du jeden Tag Fisch und Chips?
29:12Ja, jeden Tag. Das ist wichtig, um unser Produkt ständig zu testen.
29:18Küchenchef Darin Ashford-Kelly. 400 Filets wird er heute vorbereiten, vor allem Kabeljau.
29:29Recherche bei Graham Barsley, dem Herrn über die Pommes. Woher kommen die Kartoffeln?
29:36Ich sehe keine Kennzeichnung. Ich glaube, aus der Gegend von Cambridge.
29:40Cambridge, I have you.
29:42Ja.
29:56Wie lange reicht so ein Eimer?
29:58Da.
29:59Wenn viel los ist, 20 Minuten.
30:04Jeder Mensch ist wie eine Tür, sagt Olivier Kugler. Wenn man sie aufstößt, öffnet sich dahinter eine ganze Welt.
30:10Graham ist eingefleischter Elvis-Fan. Am Tag, als der King starb, ließ er sich dieses Tattoo stechen.
30:20Abends, nach der Recherche, zeichnet Olivier Kugler erste Skizzen, immer mit Bleistift auf Papier.
30:27Später, am Schreibtisch in London, koloriert er mit dem Computer und fügt Informationen aus den Interviews als Text ein.
30:36Seine Zeichnungen lenken den Blick auf Details. Tims Hand. Wegen seiner Arbeit trägt er statt einem Ehering die Initiale von
30:45Kelly tätowiert.
30:48Ich bin sicher, dass es Leute abholen kann, bei denen die Fotos schon vorbeigleiten, kenne ich, habe ich schon gesehen,
30:57gucke ich gar nicht mehr genau hin, ist mir bekannt, scrolle ich drüber und die Zeichnung macht da so krrrrk.
31:04Und dann hängt sich der Blick fest.
31:09Wo ein Foto oft objektiv scheint, ist Zeichnung immer subjektiv. Die einmalige Handschrift einer Person.
31:23Und Zeichnung ist Zeit. Zeit mit jedem dieser Menschen. Zeit beim Zeichnen, Kolorieren, beim Einfügen der Texte.
31:38Seit 2013 porträtiert Olivier Kugler immer wieder Menschen auf der Flucht, im Auftrag der Organisation Ärzte ohne Grenzen.
31:47Im irakischen Flüchtlingslager Domiis haust Ahmed mit seiner Familie in einer Wellblechhütte.
31:58Mohammed betreibt im Lager einen improvisierten Kiosk.
32:06Er war Tischler in Syrien.
32:10Bis zu dem Tag, als die Bombe auf sein Haus fiel.
32:14Als er gehört hat, dass der Hubschrauber immer näher gekommen ist, da hat er seiner ganzen Familie gesagt, wir müssen
32:18das Haus sofort verlassen.
32:20Und die sind rausgerannt und dann haben 50 Meter weg vom Haus, haben sie hochgeschaut und haben gesehen, wie der
32:26Hubschrauber die Bombe fallen lässt aufs Haus.
32:28Und von einem Moment aufs andere war das Haus kaputt und alles, was die Familie besessen hat.
32:33Also von einem Moment zum anderen waren die obdachlos und mehr oder weniger mittellos.
32:39Und wenn du sowas im Radio hörst, dann hörst du das auf einem Uhr, aber sagst du, du triffst mich
32:45nicht.
32:46Aber wenn du diese Person praktisch vor dir sitzen hast und dann vielleicht auch noch die Kinder siehst im Hintergrund
32:51und das verändert einen schon.
33:10Was mir wichtig war bei diesem Projekt, dass ich praktisch, was mir die Flüchtlinge auch viele gesagt haben,
33:17die haben mir gesagt, ich möchte, dass du meine Geschichte praktisch einem größeren Publikum vorstellst.
33:22Und ich habe da praktisch den Leuten eine Bühne gegeben, auf die man sich stellen kann und von der sie
33:28aus dann praktisch ihre Geschichten erzählen.
33:34Indem wir zeichnen, sagt Olivier Kugler, reflektieren wir die Wirklichkeit neu.
33:43Zeichnung erweitert den Blick.
34:00Barbara Jelin beim Denken.
34:03Das sei Zeichnen in erster Linie.
34:06Denkprozess.
34:10Sie arbeitet an ihrem ersten Kinderbuch.
34:13Eine Geschichte über Riesen.
34:22Das hier ist auch eine Form von Demut, sagt sie.
34:26Ich nehme einen Stift, mein Gehirn, mein Papier.
34:30Und dann geht die Tür auf zu den Möglichkeiten.
34:42Dass ja schon zwei Bilder eine Geschichte erzählen.
34:45Das ist ja so verrückt.
34:46Denn die Betrachter schauen sich das an und so ist auch die Forschung, die können gar nicht anders, als diese
34:53zwei Bilder zu verbinden mit den Inhalten, mit denen sie das persönlich verknüpfen.
34:59Das heißt nicht nur, dass diese zwei Bilder immer eine Geschichte erzählen, sondern dass sie je nach Betrachter auch immer
35:07eine verschiedene Geschichte erzählen.
35:11Vor zehn Jahren findet sie im Haus ihrer Eltern einen Karton.
35:15Er hat ihre verstorbenen Großmutter gehört.
35:19Fotoalben, Tagebücher, Briefe.
35:26Es ist der Anfang von Barbara Jelins bisher erfolgreichstem Comic-Roman Irmina.
35:33Drei Jahre lang arbeitet sie daran.
35:35280 Seiten.
35:37Die Geheimnisse der Großmutter werden zu einem Bilderepos über das Deutschland der Nazizeit.
35:44Am Anfang der 30er Jahre ist Irmina eine junge, unkonventionelle Frau.
35:50Sie verliebt sich in einen Mann aus der Karibik, geht nach London, macht eine Ausbildung.
35:58Um Geld zu verdienen, zieht sie zurück nach Berlin und heiratet schließlich einen Nazi-Architekten, SS-Offizier.
36:09Aus Irmina wird Stück für Stück eine Wegschauerin, eine Mitläuferin, eine von den vielen, die keine Fragen gestellt haben,
36:23die wegschauen vor der Judenverfolgung, vor den sichtbaren Zeichen, die sie dort in Berlin sehen konnte.
36:30Und das habe ich eben versucht auch zu recherchieren, was hat sie gesehen, was muss sie mitgekriegt haben, was hat
36:36auch ihr Mann mitgekriegt,
36:41worüber wurde alles nicht gesprochen und wie sie sich mehr und mehr verhärtet.
36:45Und auch wirklich letztlich eine von denen ist die Einfeld in die nationalsozialistische Hetze.
36:52Und das ist auch genau dieser Moment, einer der Momente, wo ich wirklich versucht habe, Bilder zu finden.
36:58Was ist das denn, das Wegschauen?
37:00Sie schließt am Schluss einer Szene, wo sie auf der Straße gesehen hat, dass jemand deportiert wurde und sie hat
37:09geschwiegen.
37:09Und jetzt schließt sie die Vorhänge und die werden auch nicht mehr aufgehen.
37:13Also Bilder zu finden für das, was es wegschauen.
37:351938. Die Novemberpogrome. Auch die Synagoge in der Berliner Fasanenstraße brennt.
37:44Das sind Bilder, die gibt es gar nicht. Es gibt kein Fotomaterial davon und hier wirklich relativ viel Recherche nötig,
37:52dass auch tatsächlich auch, wie sah die Synagoge aus, wie war die Situation.
37:59Und darauf habe ich dann wieder auf dokumentarisches Material aus Zeitzeugenberichten zum Beispiel zurückgegriffen und das versucht so Stück für
38:06Stück zusammenzusetzen, um eine wahrscheinliche Szenerie zu erschaffen.
38:14Zeichnung kann rekonstruieren. Bilder schaffen, die nie gemacht wurden. Bilder, um nicht zu vergessen.
38:22Jederzeit können sich ganz gewöhnliche Menschen auf ein mörderisches System einlassen.
38:28In ihrem nächsten Buch wird sie sich mit der letzten Überlebenden des Frauenkatzes Ravensbrück beschäftigen.
38:35Diese Arbeit ist Teil eines Forschungsprojekts in Israel, Kanada, Deutschland.
38:40Die Fragestellung, wie kann der gezeichnete Roman Erinnerung weitergeben?
38:57Das ist dann der große Traum des Zeichners, oder? Mein Bild wird lebendig.
39:20Für ein Cover des New Yorker hat Christoph Niemann mit Augmented Reality experimentiert. Erweiterte Realität.
39:29Die Stadt lebt. Man kann sich interaktiv in ihr bewegen.
39:35Da sitzt zum Beispiel jemand am Kopierer und drückt immer drauf und haut es immer mehr Seiten raus.
39:47Virtuelle Realität. Auch damit arbeitet Christoph Niemann.
39:53Man setzt sich eine VR-Brille auf und kann eine Zeichnung betreten, sich darin umsehen.
40:07Die digitalen Möglichkeiten sind keine Bedrohung für die Kunst des Zeichnens, sagt Christoph Niemann.
40:13Der Computer ist lediglich ein neues Werkzeug.
40:18Für dieses Projekt hätte er vor 30 Jahren mindestens 20 Leute gebraucht und 500.000 Euro.
40:24Heute probiert er so etwas einfach aus. Allein. An zwei Nachmittagen.
40:29Wir waren gerade im Urlaub in Spanien, waren in Cadiz, in der Kathedrale.
40:34Und das ist ja dann oft dieser Moment, wenn man zeichnet oder auch fotografiert, dass man merkt, ein Raum hat
40:39eine bestimmte Wirkung, eine tolle Wirkung, die einen irgendwie erfasst.
40:43Und ins Foto kriege ich es aber nicht rein, weil ich immer nur einen ganz kleinen Ausschnitt nehmen kann.
40:48Und dann schaut man sich nachher die Fotos an und sagt, nee, das war nicht so.
40:51Das fühlte sich monumentaler an. Und dann habe ich viel fotografiert und habe dann quasi diesen Raum in 360 Grad
41:00nachgebaut.
41:02Ich habe es dann gezeichnet digital. Und jetzt kann ich mir in meinem Browser oder natürlich theoretisch auch mit VR
41:08-Brille,
41:08kann ich mich umschauen, kann nach oben schauen, nach unten schauen. Das heißt, das Bild hat kein Anfang und kein
41:14Ende.
41:18Das Digitale hat die Welt durchdrungen, die Arbeitswelt verändert und das Privatleben.
41:28Der moderne Mensch hat große Sehnsucht danach, die Autorenschaft über sein Leben zu behalten.
41:34Wir wollen eigenmächtig sein, einzig.
41:42Vielleicht deshalb die neue Sehnsucht nach dem Einfachen, dem Selbstgemachten.
41:48Ein Mensch nimmt ein Blatt und zeichnet, was er sieht.
41:52Jetzt, hier, die Welt.
41:58Eine tolle Zeichnung von Degas oder Picasso in VR ist nicht besser.
42:03Die ist ja so brillant, weil es nur ein Stück Kohle auf A4 die ganze Welt erklärt.
42:09Und das finde ich auch ganz beruhigend.
42:11Und deswegen denke ich, dass die Idee von einer Tusche-Zeichnung in 100 Jahren auch noch relevant sein kann,
42:19weil wir immer noch nicht, glaube ich, alle Bilder gemacht haben.
42:23Und vielleicht auch jede Generation dann auch wieder neue Bilder verdient hat, diese gleiche Geschichte eben neu zu erzählen.
42:32Zeichnung kann etwas, das die Welt gerade dringend braucht.
42:37Informationen reduzieren.
42:44Absolute Konzentration.
42:48Und jetzt Schluss mit Goethe.
42:52Wir sollten weniger sprechen und mehr zeichnen.
42:57Vielen Dank.
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