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00:03I am not the only person, and I know that I am, but in the moment I feel like I
00:10am the only person on this goddamn planet,
00:14who feels lonely, who just looked out of the window and saw super many young people, who are going to
00:24celebrate today,
00:24who meet their friends. I see a lot on social media. I mean, it's the end of the week,
00:30and of course he does something with his friends. And I sit at home and have to fight with my
00:36body.
00:38It feels a bit like being stuck in the sand and giving gas and not coming forward.
00:45It's also very similar to the feeling of depression.
00:48And I feel like I'm not in the middle, but not in the middle.
00:53And that makes me very sad.
00:56I thought, I'm the strange one, because I always had a lecture on alone,
01:02and I didn't talk to anyone, but I didn't look weird.
01:09I think that I'm a very uncomfortable feeling.
01:12Also, I try to see the super power behind it.
01:15Because I think, in Trauer, Enttäuschung, Wut, there is still a motor behind it.
01:20And in Einsamkeit, I found the motor not yet.
01:25Das Ding. Exit Einsamkeit.
01:27Wir sprechen ab jetzt hier bei Das Ding über ein Thema, was noch irgendwie viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt.
01:34Und zwar einsam sein, Einsamkeit. Aber vor allem sprechen wir auch mit euch.
01:39Was mich am meisten einsam fühlen lässt, ist einfach diese emotionale Distanz,
01:45die ich oft so verspüre in der Gesellschaft.
01:48Das ist so eine ganz starke Schwere, die auf einem lastet.
01:52Einsam möchte keiner sein, hat so was von einem Makel. Aber wir sind viele.
02:26Before I have a bit of a fear, I think there are things that could make you angry.
02:31Because it's generally a very sensitive topic.
02:34And of course, it can happen that something else can trigger something else.
02:43Stay in your 3D with the other losers.
02:47If you want to be a loser, then just say that.
02:51Be a fucking loser.
02:55You don't have the fucking golden ticket to life.
03:00Like this is better than winning the lottery or anything that you can imagine in this world.
03:07Oh, I manifested for this song to play in the cafe.
03:11Oh, I manifested a free coffee.
03:14Go fuck yourself.
03:15You can manifest so much more.
03:18No one gives a shit.
03:21Do you want us to feel sorry for you?
03:22I'm not going to feel sorry for you.
03:39You're still acting like a little entitled person.
03:43You're still acting like a little entitled person.
03:57Hi, I'm Beneline.
03:59I'm 34 years old.
04:00Sternzeichen Zwilling.
04:02And I'm an ausgewählte Schauspielerin, Moderatorin, Synchronsprecherin, Mental Coach, Fotografin, Dozentin und Model.
04:10Guten Morgen von Alexandria und mir.
04:12Wir beginnen den Tag zusammen mit etwas Stretching und Dehnen und einem Drink aus Gerstenquass, Sellerie, Gurke und Kollagen, um
04:18meine Haut gleich von innen zu straffen.
04:19Dann singe ich sehr gerne.
04:23Speziell in der Metal-Richtung.
04:25Nicht Heavy Metal.
04:26Metal Chor.
04:27I'm living less.
04:28I want to know.
04:30Where will I hide?
04:32Oh, oh, oh.
04:34Also ich sehe mich absolut nicht als Opfer, sondern wirklich eher so ein Main-Character.
04:39Ich bin halt so, ja, nicht über den anderen, auf gar keinen Fall, aber ich habe so meine eigene Basis
04:44oder meine eigene Bubble, mit der ich nach vorne gehe.
04:48Ihr Gesprächspartner ist zurzeit nicht erreichbar. Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht nach dem Ton.
04:54Hallo, ruf mich gerne mal zurück. Danke.
05:02Wie, dir geht's heute nicht gut? Ist doch alles toll, du hast doch einen tollen Job und du siehst so
05:06und so aus.
05:07Es wird immer aufgezählt, was ich alles habe und ich denke, ja, danke.
05:11Aber dann so einem das Recht abgesprochen wird, sich auch mal schlecht zu fühlen oder einsam zu fühlen.
05:16Guck, wenn ich erweiche.
05:26Ich erweiche alles, was ich will.
05:29Ich erweiche alles, was ich will.
05:33Und ich lasse alles los, was mich dabei blockiert.
05:37Und ich darf ich selbst sein.
05:39Ich darf ich selbst sein.
05:41Ich bin beliebt, geliebt und beschützt.
05:44Ich liebe dich.
05:45Bitte vergib mir.
05:47Ich verzeihe dir.
05:49Danke.
05:49Frieden.
05:56Ich weiche alles, was ich will.
06:00Sehr gut.
06:01Mein Einsamkeitsgefühl von der 0 bis 10 bin ich bei einer 11.
06:08Ja.
06:18Kannst du noch mal ein Bild von mir machen, von dem Turm?
06:20Ja.
06:21Ja.
06:22Ich bin gerade hier.
06:25Ja.
06:26Ich geh zurück.
06:27Danke. Bye.
06:30Also, ich finde, Instagram-Bam ist für mich so eine Hassliebe.
06:34Also, einerseits liebe ich, dass ich mich da komplett ausleben kann.
06:37Aber halt auch anstrengend, wenn man dann auch mal so Angst hat, was zu verpassen.
06:41Ja, oder nicht genug zu posten.
06:44Hi.
06:45Schön, dich kennenzulernen.
06:47Genau.
06:48Wir haben ja heute die Behandlung.
06:48Ich freue mich schon mega.
06:54Boah, ich fühle mich eigentlich dauerhaft einsam.
06:57Das beeinflusst vor allem eher so mein Privatleben.
07:00Weil so beruflich habe ich gar keine Zeit, so drüber nachzudenken.
07:03Also, das Gefühl ist da.
07:04Ich gebe ja immer so die 110 Prozent.
07:06Das ist, glaube ich, deswegen, wenn man dann privat ist, das so doppelt hoch schwappt.
07:10Wie so ein Wasserball, was man die ganze Zeit runterdrückt und irgendwann platzt der so aus einem raus.
07:13Und deswegen fühlt sich das Privat dann immer so sehr schlimm an, wo ich dann zeitweise auch so, auch gar
07:20kein Privatleben wollte.
07:23So eine Sekunde, mir fehlt nur ein kleines.
07:26So.
07:27Und dann ...
07:29So, ist okay?
07:31Ja, klar.
07:32So, geht's los.
07:33Also, wenn man das Gefühl nicht kennt, ist es schwer zu beschreiben.
07:36Und dieses nur, dass ich sage, es fühlt sich leer an, oder es fühlt sich traurig an, oder es fühlt
07:40sich erdrückend an, je nachdem.
07:43Also, es passt auch alles, was ich gerade sage, aber es trifft nicht so die Wurzel.
07:51Kannst du das noch mal abfotografieren, oder noch mal zeigen, oder mach ich kurz ein Bild?
07:55Genau.
07:57Perfekt.
07:58Man denkt, das so einfach ist mit diesen Social Media, aber ich schwörs.
08:01Ja, ist es nicht.
08:02Es ist wirklich ...
08:02Alles andere als einfach.
08:04Ja.
08:04Vor allem Fehler hat.
08:05Also, du musst genau wissen, was du sagst, wie du es sagst, wie du es machst.
08:09Strategie.
08:09Also, deswegen mache ich das auch Vollzeit.
08:11Das braucht man wirklich ...
08:12So, das ist ...
08:17Also, für mich ist jetzt wichtig, bei dem ersten Schritt, diese Schichten einzuweichen.
08:23Mhm.
08:32Ich denke, wir sind soweit fertig.
08:35Sehr schön.
08:36Wow.
08:36Das fühlt sich so toll an.
08:38Super.
08:38Vielen Dank.
08:39Wirklich.
08:40Sehr gerne.
08:41So, ich bring dich dann runter.
08:43Mhm.
08:46Superschön.
08:47Vielen Dank.
08:57Tendenziell bin ich ja so ein kleiner Workaholic.
08:59Und wenn dann so der Vorhang fällt, so, dann ist da nichts.
09:03Also, weiß ich nicht.
09:05Also, gibt's nicht so ...
09:11Also, ich glaube, man hat es so akzeptiert, einfach so als düsterer Begleiter.
09:14So, the dark passenger, der mit dir im Auto halt immer mitfährt.
09:16Und den irgendwie nicht ausschließen kannst und nicht rausschmeißen, weil der sitzt da
09:19einfach und ist angeschnallt.
09:21Ja.
09:22Würde den gerne rauskicken und es dann nicht mal wiederkommt.
09:25Ja.
09:27So, ich bin jetzt gerade auf dem Weg nach Mainz.
09:32Und werde dort mit drei anderen über das Thema Einsamkeit sprechen.
09:38Was irgendwie ziemlich ungewohnt ist.
09:42Also, generell über das Thema zu sprechen, aber auch dann mit drei Leuten, die ich noch überhaupt
09:46nicht kenn.
09:49Ja.
10:08Ja.
10:09Die Sonntage sind so die, mit die schlimmsten Tage, weil sowieso dann nochmal alles langsamer
10:14irgendwie ist.
10:16Ähm.
10:17Und natürlich auch so irgendwie dieses, dieses, ja, Bild dann auch im Kopf, naja, das sind
10:22andere Pärchen, Familien, keine Ahnung, die an einem Sonntag eben freie Zeit haben, miteinander
10:27verbringen können.
10:28Und ich merke, ich bin, ja, ich bin meist alleine, einsam hier.
10:43Ich bin manchmal so einsam, dass es weh tut.
10:46Wo findet man denn die anderen Einsamen?
10:50Was mir persönlich fehlt, sind ernsthafte und tiefergehende Freundschaften.
10:58Also angekommen bin ich noch gar nicht, obwohl ich jetzt fast vier Jahre da bin.
11:03Mentalität, würde ich sagen, ist ein Faktor.
11:05Definitiv.
11:05Also, es gibt halt auch einen Begriff für Leute, die nicht von hier sind.
11:08Nike schmeckt.
11:09Ich finde, das sagt schon irgendwie vieles aus.
11:12Ich bin, äh, für meinen damaligen Job, äh, 2021 nach Stuttgart gezogen.
11:17Und, ähm, auch weil mein ehemals bester Freund, äh, schon seit mehreren Jahren hier in
11:23Stuttgart lebt, ich quasi auch schon da Berührungspunkte mit Stuttgart hatte.
11:27Und, ähm, ich gemerkt hab, dass, ähm, mir die Beziehung leider, ähm, mehr Energie nimmt,
11:35als dass sie mehr gibt.
11:38Ich denke, dass unsere Welt leider so sozialisiert ist, dass Männer viel weniger
11:42Schwäche zeigen können und nicht zugeben wollen, dass sie einsam sind.
11:55Ich glaube, dass Frauen, äh, über schwierige Emotionen, unter anderem über Einsamkeit, ähm,
12:01und so sprechen können und auch diese Emotionen zusammen tragen und aushalten können,
12:07was Männer, glaub ich, nicht können.
12:09Also, selbst jetzt, wenn die, die Freundschaft zu meinem besten Freund, ähm, ähm, da wäre, ähm,
12:16da wäre nicht dieses, wir können uns in den Arm nehmen, ähm, und zusammen weinen oder sowas,
12:22ja, weil schnell dann irgendwie dieses, so eine sexuelle Konnotation dazukommt und so,
12:27wir sind aber no homo. Was so ein blätter Schwachsinn ist, weil das nichts damit zu tun hat.
12:36Bitte?
12:38Ich bin halbnackig.
12:40Ja.
12:41Oh.
12:42Aber es ist, oh Gott, oh.
12:44Ja.
12:45Eigentlich wollte ich nicht, aber irgendwie hab ich auch Bock, was zu bestellen.
12:49Ähm, deswegen, glaub ich, die schärfe ich mir zwar, das ging richtig gut schon.
12:54Und dann mach ich auch nichts mehr groß.
12:55Naja, plus vor allem Freitag auf Samstag, ähm, mit Alkohol, Kater und so.
13:01Oh Gott, das ist, Mama hat gestern gereicht und heute, wie gesagt, ist ein typischer Sonntag dann,
13:06seitdem ich zu Hause bin.
13:08Mein Bruder ist so, ja, die Familie, die ich quasi hab, ja, äh, zu den anderen Eltern, Großeltern, äh,
13:15fühl ich wenig bis keine Verbundenheit.
13:18Wegen Krieger nach Thalien und zurück, von der Uhrzeit her.
13:21Gucken wir doch einfach, was besser passt, Dienstag oder Donnerstag, dass wir uns da dann wieder hören.
13:25Mach's gut, bis dann.
13:26Ciao, ciao.
13:34Allein zu wissen, so dieses, ich kann da jemandem das mitteilen.
13:38Weil ich glaub, umso gefährlicher wird Einsamkeit, wenn sie in den eigenen vier Wänden stattfindet,
13:44ohne dass ich sie mitteilen kann.
13:55Einsamkeit fühlt sich verdammt an wie ein Makel.
13:58Also, ich bin jetzt 33, ähm, ich hab weder Kinder noch eine Beziehung.
14:06Natürlich ist dann so dieses, oh, das hab ich nicht und was mach ich denn falsch, wo bin ich wieder
14:11falsch, ja.
14:29Das ist so ein Gefühl wie Einschulung und der Erste in der Schule zu sein.
14:35Und so dieses, ah, welche neuen Mitschülerinnen bekomm ich denn oder hab ich denn, ne.
14:47Ich war voll aufgeregt irgendwie, weil ich hab gesehen, dass Gordon draußen sitzt und ich wusste nicht ganz genau,
14:52soll ich jetzt zu ihm hingehen oder nicht.
14:53Dann hab ich auch erst noch fünf Minuten gebraucht, um anzukommen.
15:11Der wüteste Moment war, wo Gordon in den Garten gegangen ist und ich saß dann irgendwie alleine am Tisch
15:16und ich wusste nicht so richtig, was soll ich jetzt machen.
15:37Also, ich glaub das erste Mal wirklich richtig einsam hab ich mich gefühlt, als es angefangen hat mit meiner Essstörung.
15:54Ich bin glücklich mit meinem Körper und ich weiß auch, dass ich gesund aussehe.
16:00Ich bin nicht zu dick, nicht zu dünn, ich mag meine langen Beine, ich find meine Haare toll, ich mag
16:06meine Augen total.
16:07Und dann guck ich manchmal in den Spiegel und seh, ja okay, aber meine Oberarme sind zu dick.
16:12Oder meine Oberschenkel reiben im Sommer aneinander und das tut mir weh.
16:15Das ist für mich immer noch oft schwer zu akzeptieren, weil ich gern anders aussehen würde, wie ich gerade aussehe.
16:26Sorry.
16:36Ich trage gerne eher legere Kleidung und ich kleide mich auch gerne eher maskulin, was man so als maskulin betiteln
16:45kann.
16:45Und da bekomme ich ganz oft ganz schiefe Blicke im Cottbus.
16:52Oh, ich fühle das so sehr.
16:54Für mich ist Einsamkeit das Fehlen an Verbindung.
16:57Aber genau diese ist so schwer zu finden, wenn man sich andersartig fühlt.
17:01Geht vertrauensvoll auf unbekannte Menschen zu.
17:05Statt Stärke und Unabhängigkeit zu zeigen, mit Lässigkeit und Nächstenliebe auftreten.
17:10Das hat meine Einsamkeit deutlich gesenkt.
17:18Recht raus, ja.
17:20Aber schlecht.
17:21War das ein One-Take?
17:22Was ist denn das für ein geiler Ohrring?
17:26Danke!
17:26Oh mein Gott!
17:28Ich warte immer darauf, bis ich da so ein bisschen...
17:31Oh mein Gott!
17:32Ich habe zwei.
17:33Wollen wir ein Reichen essen?
17:37Einsamkeit ist stückweit schon ein Makel, weil ich mich vielleicht auch stückweit dafür schäme, dass ich einsam bin.
17:45Und das Gefühl habe, dass ich vielleicht nicht so die Freundschaften wert schätze, die ich eigentlich habe.
17:51Ich weiß nicht, warum das so war, aber ich habe früher oft die Reaktion bekommen,
17:57dass ich einfach nicht so richtig bin, wie ich bin.
18:01Dann habe ich angefangen, mich zu verstellen, wenn ich mir nicht ganz genau sicher war, wie ich auf Leute wirke.
18:07Oder das eben erstmal zu versuchen, irgendwie abzuchecken, ob ich halt so sein kann, wie ich bin oder eben nicht.
18:14Achso, ähm, wie lange bleibt ihr noch hier? Weil ich würde eigentlich auch dann demnächst fast schon los machen.
18:21Na ja, hier gar keinen Brandanschlag, aber tatsächlich jetzt zweimal, dass Faschogruppen hier aufgetaucht sind und Welle gemacht haben mit
18:26Hitlergruß.
18:28Ähm, ehemals ist es halt eine Gruppe gewesen, das waren zehn oder elf Kids, die waren nicht älter als, dass
18:35die zwölf gewesen sind, dass die elf gewesen seien.
18:37Alle vermummt, sind die hier vorne langgelaufen, Zecken klatschen, Zecken klatschen und so.
18:41Aber ich denke, was ist, also, was ist hier los?
18:46Was ich schon gehört habe, ist zum Beispiel, du linke Fotze. Ich hoffe, deine Familie stirbt. Ich hoffe, du wirst
18:54vergewaltigt, weil du eine Frau bist.
18:56Ähm, das Schlimmste finde ich aber die Blicke, die man, ähm, kassiert, wenn man als Frau in Cottbus rumläuft und
19:07eben nicht so aussieht, wie das wahrscheinlich ein Großteil der Menschen hier gerne hätte.
19:17Das macht mir auf jeden Fall Sorgen oft, Kontakte zu knüpfen, weil man natürlich nicht gleich auf Anhieb weiß, wie
19:26eine Person drauf ist, ob sie so gleich denkt wie ich.
19:30Deswegen habe ich oft Angst, neue Leute kennenzulernen, weil ich Angst vor Konfrontation habe.
19:42Bei mir ist es halt, dass ich mich, keine Ahnung, sechs Monate lang mit niemandem treffe und dann halt sechs
19:47Monate lang jeden Tag zwei Verabredungen habe, gefühlt so.
19:51Und das beschreibt es, glaube ich, halt einfach ganz gut, dass bei mir so diese Schwingungen halt sehr stark sind.
19:57Hallo, ein wenig Prunkgasse 52, bitte.
20:01Vielleicht kann ich ein bisschen inspirierend sein, vor allem, wenn man auch hört, dass ich schon öfters in meinem Leben
20:05dieses Stadien hatte.
20:07Und es ist halt immer wieder einsam, nicht einsam, einsam, nicht einsam, sodass man es immer wieder eigentlich rausschafft.
20:12So, vielleicht ist das Ganze inspirierend für andere, weiß nicht.
20:15Hi, ich bin Ellen, hi.
20:20Alright.
20:41Ich bin im Oktober zum Semesterbeginn hierhergezogen und als ich hier ankam, habe ich mich so wie so ein Geist
20:47irgendwie gefühlt.
20:48Und man ist einfach so ein bisschen unsichtbar für alle, weil alle ja leben und die meisten sich hier auskennen
20:52und Leute haben.
20:53Und man halt einfach da ist, aber nicht beachtet wird so.
21:02Eine gute Freundin von mir hat gleichzeitig mit mir angefangen, hier zu studieren.
21:06Die kommt eigentlich aus München und ist dann hierhergezogen.
21:08Und mein Exfreund ist auch mitgezogen und hat auch gleichzeitig angefangen, hier zu studieren.
21:12Das heißt, die beiden kannte ich.
21:16Es war ziemlich tough so, weil ich, ähm, genau, ich habe nicht so wirklich guten Anschluss gefunden.
21:25Und dann sah der Alltag halt wirklich so aus, ein bisschen Uni und dann, weiß nicht, 15 Stunden schlafen,
21:29weil man halt nicht aufstehen möchte und weil das Leben halt gerade nicht lebenswert ist irgendwie.
21:40Ich habe mir so ein bisschen so in den Arsch gekickt und gesagt, ja, mach jetzt einfach mal und rede
21:45mit dieser Freundin und trink diesen Kaffee und leb dein Leben.
21:47So, du bist jetzt nicht hier nach Freiburg gezogen und bist erwachsen und hast Abitur gemacht, damit du nichts machst.
21:53So, und habe dann halt aktiv, wie gesagt, versucht, Leute kennenzulernen.
22:14So, ich komme gerade an und so der, wie, die Schatten so links, so bei diesen Bäumen vorne bei der
22:22zweiten Wiese.
22:23Du siehst mich? Wink mal, wo bist du?
22:31Ich dachte, ich bin irgendwie so die komische Einsamme so, weil ich auch immer so eine Vorlesung allein saß und
22:37so niemand, mit niemandem geredet habe.
22:39Ich dachte, keine Ahnung, dass ich halt voll weird aussehe.
22:43Hat sie noch Platz mit?
22:44Ja, natürlich, bis auf die Decke.
22:45Du kannst dich auch auf mein T-Shirt setzen, wenn du möchtest.
22:48Das ist ein bisschen klein.
22:50Ja.
22:51Das war auch einer der Gründe, warum ich vor zwei Tagen nicht pennen konnte.
22:53Ich habe die Story gesehen.
22:54Ich habe mich so, ich habe mich, da habe ich mich gefühlt wie wieder in der achten Klasse,
22:58wenn man so Storys von besten Freundinnen gesehen hat, dass sie so chillen, man so nicht dabei ist.
23:02Ich habe das Gefühl, in den Tagen, wo ich krank war, diese Woche, wir waren zwei Tage krank oder drei
23:07Tage krank.
23:08So viel passiert.
23:09Ich habe auch die ganze Zeit, ich habe so FOMO gehabt die ganze Zeit.
23:13Aber das ist auch voll das krasse Thema irgendwie bei uns.
23:15So dadurch, dass halt unsere Freundesgruppe so jeden Tag miteinander chillt, habe ich so immer das Gefühl, dass man halt
23:21immer schreiben muss, immer so dabei sein möchte.
23:23Jetzt nicht wegen so FOMO-Gründen, sondern einfach, weil man so Teil der Gruppe bleiben möchte.
23:26Und dass es dann ja schon voll anstrengend ist, dass man die ganze Zeit erreichbar sein muss, die ganze Zeit
23:30online.
23:31Man ist so dreistündig online und in unserer Gruppe sind 50 Nachrichten.
23:34Und dann frag ich so, Digga, was passiert?
23:36Und so, du hast einmal nicht geantwortet, auf einmal wird Candlelight-Dinner gemacht und du bist halt nicht dabei, weißt
23:42du?
23:42Du entscheidest dich einen Tag mal dafür, so nicht am Handy zu sein und auf einmal ist das und das
23:47passiert.
23:48Also es ist ja sozial ja auch unglaublich anstrengend.
23:51Ich habe ja immer die Option, dadurch, dass ich Felix habe, so, na okay, macht ja nichts, er will zu
23:56zweit was machen.
23:57Beziehung in der Hinsicht.
23:58Maschallah.
24:05Ich fühle mich auch ein Jahr nach Umzug im neuen Ort sehr alleine und einsam.
24:10Ich gehe von Hörsaal zu Hörsaal und habe das Gefühl, dass ich als Mensch hier keine große Bedeutung habe.
24:18Bei so neuen Freundschaften weißt du ja erstmal noch gar nicht, wer diese Leute überhaupt sind und was ihre Qualitäten
24:23sind und ihre Charaktereigenschaften
24:25und wie sie mit gewissen Situationen und mit dir umgehen oder wie sie sich in Extremsituationen verhalten,
24:30wie sie reagieren, wenn du mal irgendwas Blödes gemacht hast oder so.
24:33Und dann ist natürlich immer die Gefahr, dass jederzeit diese neuen Freundschaften auch enden könnten,
24:38weil einfach so diese Vertrauensbasis noch nicht geschaffen ist.
24:42Hast du Hannah-Tattoos?
24:43Ja, ja, genau.
24:44Auch die Sommersprache ist auch alles fake.
24:46Kannst du das mit dem Feuerzeug?
24:48Ich habe vielleicht einen Öffner tatsächlich.
24:50Ich glaube, ich würde über mich selbst sagen, dass ich schon ein sehr offener und extrovertierter Mensch bin,
24:55aber dafür müssen auch die Umstände stimmen und da muss ich mich auch wohl genug dafür fühlen, um so zu
25:00sein.
25:00In Cottbus gibt es ein paar Jugendclubs und ich bin in einem Verein mit drin.
25:05Nicht erschrecken.
25:06Hallo.
25:06Ich bin Ellen, hallo.
25:07Gordon, hi.
25:08Hi.
25:09Lilly.
25:10Da hat noch jemand, der raucht.
25:11Ja.
25:11Ich glaube, wir rauchen alle.
25:14Das hat Überwindung gekostet.
25:16Gerade am Anfang, klar, Altersunterschied, beziehungsweise klar, auch Geschlechterunterschied.
25:22Aber das ist dann sehr schnell verflogen.
25:24Ellen, ne?
25:24Genau, ja.
25:25Dein Name, ich kenne dir diesen Moment, wo man sich vorstellt.
25:28Ja, ja.
25:28Ich merke meinen Namen ganz schlecht.
25:30Sei in diesem Moment, stell dich vor und dann denkst du, Scheiße, ich muss ja zuhören.
25:33Genau.
25:34Lilly, du bist woher jetzt?
25:35Aus Cottbus.
25:36Ah, du bist aus Cottbus.
25:37Genau.
25:38Und sind die Leute bei dir viel rechts, wenn du auch so sagst?
25:40Ja, total.
25:40Also hast du mal so geschaut, wie viel so bei dir in der Stadt?
25:43Ich glaube, das war dieses Jahr irgendwie bei 46 Prozent.
25:47Ach du Kacke.
25:47Aber auch im ganzen Landkreis.
25:49Also es waren alle.
25:52Und was machst du?
25:54Jetzt momentan bin ich leider arbeitslos und arbeitssuchend.
25:56Aber davor war ich Manager bei der NGO im Bildungsbereich.
26:02Krass.
26:03Ja, eigentlich Lehrer, aber das System und ich.
26:07Wie kommt ihr so damit klar, dass es hier kein WLAN gibt?
26:10Unendliche mobile Daten.
26:12Oh, wow.
26:12Ich bin fein damit.
26:14Kannst du mir dann vielleicht Hotspot geben, wenn das unendlich ist?
26:17Ja, kann ich dir geben.
26:17Toll.
26:17Das ist tatsächlich auch erst ein Privileg seit einem Monat.
26:20Cheers by the way.
26:21Aber ich genieße das.
26:24Also ich merke halt schon dieses krasse Doomscrolling, aber halt gerade vor allem allein zu Hause.
26:29Weil ich meine, das Handy ist ja wirklich das Verbindungsmedium, um so eine Scheinverbundenheit zu haben.
26:40Und gleichzeitig macht es noch einsamer, finde ich.
26:42Ja.
26:42Voll.
26:43Nee, ich fühle es voll.
26:45In den Zeiten, wo es mir immer schlecht ging, habe ich auch so fünften Stunden geschlafen
26:50und gefühlt die anderen neun Stunden vorm Bildschirm verbracht.
26:53Weil das halt irgendwie so artig von deiner eigenen Realität und deinen eigenen Gedanken
26:57und von dir selbst so wegbringt.
26:58Findest du es gut, wenn du dir das anguckst?
27:00Ja, natürlich nicht.
27:01Also wie gesagt, mir ging es ja schlecht, aber das war halt so meine Art zu kaufen irgendwie.
27:05Und so, also es ist so ein bisschen dumm, aber irgendwie ist es ja doch schon so, wenn du...
27:10Es gibt natürlich dieses FOMO-Gedenke irgendwie.
27:12Ja, okay, der ist auf Reisen, jetzt fühle ich mich schlecht über mein Leben.
27:15Aber wenn man sein Leben einfach komplett ausschaltet und nur so dieses Internet anmacht,
27:18dann fühlt es sich halt auch einfach so an, als wärst du gerade auf Reisen gewesen,
27:21weil du hast dir ja gerade diesen Blog angeschaut.
27:23Also ich finde tatsächlich, also es ist halt wirklich dieser Dopamin-Kick, ne?
27:28Also, ähm, und gleichzeitig, ähm, das meine ich mir, das macht mich noch einsamer,
27:33eben so dieses, weil Social Media ist ja komplett selektiert, ne?
27:36Es ist ja wirklich nur alle posten, was halt richtig geil ist und hier und da.
27:41Niemand geht mehr raus. Alle bestellen online, schauen Netflix, gehen nicht ins Kino,
27:47hocken vorm Handy, PC, gedatet wird über Apps, immer mehr Homeoffice.
27:52Leute, geht mehr raus unter Leute.
27:55Social Media ändert die Art und Weise, wie wir Freundschaften führen und pflegen.
28:00Viel Oberfläche, wenig Tiefgang. Und das wird sich langfristig auf die Psyche aus.
28:04Hier reicht nun mein Hauptbahnhof, der Ausstieg ist mal rechts, links.
28:08Das ist Mainz Mainz Station, extra zu Levent.
28:10Äh, ja, nach viel Verspätung bin ich jetzt endlich in Mainz angekommen.
28:14Ich bin ehrlich gesagt sehr kaputt schon.
28:17Die Situation und das Thema und generell ist da gerade sehr viel Nervosität und Aufregung vorhanden.
28:25Ich glaube, da kommt die vierte.
28:29Hi.
28:29Hallo.
28:30Hi.
28:31Da waren erstmal so die ersten paar Sekunden, wo ich dachte, oh je.
28:34Oh, ich hatte Angst, dass man auch da wieder so, äh, nicht so in die Gruppe passt.
28:38Wo fang ich an hier?
28:39Vendelin, hi.
28:41Du heißt?
28:42Vendelin.
28:43Vendelin.
28:43Wie fühlst du dich, wenn du jetzt weißt, dass du quasi der einzige männliche Part hier dann bist in der
28:48Runde?
28:49Einsam.
28:49Ja.
28:51Also mit meiner Mutter habe ich da auf jeden Fall noch nie drüber geredet.
28:54Ich glaube auch nicht, dass sie denkt, dass ich mich einsam fühle.
28:59Hallo.
29:01Hallo.
29:01Hallo.
29:03downs-
29:07Ich gehe zu
29:11Le Guine.
29:12Le S Tapi.
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