Skip to playerSkip to main content
  • 19 hours ago

Category

📺
TV
Transcript
00:00:05In ganz Europa wurden Boybands groß. Uns war der Begriff neu und wir riefen begeistert. Das
00:00:11sind wir, aber das war nichts Gutes. Wir zögerten anfangs sehr, uns Boyband zu nennen.
00:00:19Wir verstanden uns nicht als Boyband im herkömmlichen Sinne.
00:00:26Ich liebe Boybands. Ich bin stolz darauf, in einer zu sein. Ich kämpfe dafür. Ich bin gerne mit einer Boyband
00:00:32unterwegs.
00:00:37Es ist eine seltsame Bezeichnung. Viele Boybands sind eigentlich keine Bands. Sie spielen keine Instrumente. Sie tanzen.
00:00:45Das kommt mehr aus der Motown-Tradition der Temptations oder Vortop. Manche sind echte Bands wie die Jonas Brothers oder
00:00:53Hanson.
00:00:55Man hat uns nicht zusammengebracht. Wir wurden zusammen gemacht. Im selben Bauch. Eklig.
00:01:04Es gibt viele Geschichten darüber. Hier geht's um die Evolution.
00:01:11Es prägt dich in einem sehr wichtigen Alter.
00:01:17Die Rivalität hat den Hype geschaffen.
00:01:20Ein permanenter Kampf. Es wird immer noch größer.
00:01:26K-Pop ist jetzt vollkommen dominant.
00:01:33Und sie haben sich angesehen, wie es in Orlando lief und es auf die nächste Stufe gehoben.
00:01:43Offensichtlich wäre das alles nicht möglich ohne unsere Fans.
00:01:49Boybands existieren nur als Antwort auf die Träume von Teenage-Mädchen.
00:01:58Ihr Hauptthema sind die Girls.
00:02:02Ihnen sagen sie, ich will mit dir zusammen sein, deine Hand halten.
00:02:08Quit-Play. Spiel nicht mit meinem Herzen.
00:02:11Sie sprechen sie direkt an.
00:02:13Wir würden ohne die Fans gäbe sonst nicht die Fans.
00:02:16Die Macht hatten immer die Mädchen.
00:02:21Ihr Verhalten hat alle Boybands erschaffen, die es gibt.
00:02:25Boyband in Existence.
00:02:38Ich vergesse nie dieses Gefühl, die Aufregung, wie magisch es war, wenn Ed Sullivan sie ankündigte.
00:02:47Die Beatles als erste Boyband entstanden Mitte der 50er.
00:03:14Er bot ihnen an, sie zu managen, ohne Erfahrung.
00:03:19Er war überzeugt, mit dem richtigen Marketing würden sie größer als Elvis.
00:03:29Elvis zeigte der Welt, wie Begeisterung von Fans aussehen kann.
00:03:35Er war einer, den man liebte.
00:03:37Bei den Beatles hatte man vier zur Auswahl.
00:03:40Vier verschiedene Persönlichkeiten.
00:03:42Und man drückte die eigene Identität durch die Wahl aus, die man traf.
00:03:49Epstein förderte die unterschiedlichen Charaktere.
00:03:53Er erkannte, wie verschieden sie waren und dass sie zusammen etwas viel Größeres schufen, als sie es einzeln konnten.
00:04:05Beatlemania beschreibt es genau.
00:04:07Es waren die Beatles plus Raserei.
00:04:10Habt ihr ever so crazy über any other entertainer?
00:04:12No, and that's what's so amazing.
00:04:14We don't know why we're like this.
00:04:15I think they're shocked.
00:04:16Ringo has a sexy nose.
00:04:18Girls, die Mädels, die Fans haben die Beatles entdeckt.
00:04:22It's flattering.
00:04:24It's nice to think that people enjoy either what you're doing or the things you say.
00:04:30It's a good feeling.
00:04:33Und dann das Merchandising.
00:04:36Beatles-Piriken, Puppen oder Armbanduhren.
00:04:42Sie gingen nicht mehr auf Tour.
00:04:44Der ganze Fan-Wahnsinn hatte sie ausgepowert.
00:04:50Die Beatles haben dieses Phänomen geschaffen, aus dem dann so viele Boy-Groups hervorgingen.
00:04:58Die modernen Definition der Boy-Band, wo ihr euch wirklich angefangen habt, würde ich sagen.
00:05:03Nicht wirklich.
00:05:04Wir kamen nach einer neuen Edition.
00:05:07Also für uns sind sie wirklich die reale Blueprint der modernen Boy-Band.
00:05:12Die New Kids sagten das?
00:05:14Da haben sie recht.
00:05:16Ich heiße Michael L. Bivins.
00:05:18Ich buchstabiere es mal.
00:05:24New Edition waren inspiriert von LTD oder Heatwave.
00:05:35Besonders Jackson 5.
00:05:41Ich habe die Jackson 5 durch meine Arbeit bei Motown kennengelernt.
00:05:47Bobby Taylor, den wir unter Vertrag hatten, hat sie mir empfohlen.
00:05:52In seiner Wohnung traf ich dann diese Kids.
00:05:55Sie haben vier Songs a cappella gesungen.
00:05:57Und ich war total begeistert.
00:06:03Sie waren hinreißend und talentiert.
00:06:07Barry Gordy beschrieb sie als den Sound des jungen Amerika.
00:06:10Nicht des weißen oder schwarzen, sondern des jungen Amerika.
00:06:15Er hat die ganze Motown-Maschinerie für sie angeworfen.
00:06:21Barry Gordy hat seine Bands produziert wie am Fließband.
00:06:27Sie hatten gleich vier Nummer 1 Hits.
00:06:29Love You're Safe, I Want You Back, ABC und I'll Be There.
00:06:35Wegen ihres unterschiedlichen Alters hatten die Girls die Auswahl, wen sie lieber mofften.
00:06:39Jermaine, Michael, Tito.
00:06:42Michael war das Herz und die Seele der Band.
00:06:48Zum ersten Mal hatten die jungen schwarzen Kids auch ihre Art von Beatlemania.
00:06:53Einmal stiegen wir aus dem Flugzeug und 300 Kids stürmten auf uns zu.
00:07:00Wir mussten uns in die Limo flüchten.
00:07:02Es gab Limos als Ablenkung, aber sie haben uns dann im Lieferwagen trotzdem entdeckt.
00:07:10In meiner Jugend kamen einige Bands groß raus, die Jackson Five und die Osmonds.
00:07:19Sie hatten ein Nummer 1 Hits.
00:07:22Ein paar Monate später brachten wir One Bad Apple heraus.
00:07:29Das Autoradio lief.
00:07:30Zuerst dachten alle, es wären sie selbst.
00:07:33Aber es war One Bad Apple von den Osmonds.
00:07:38Plötzlich war Totenstille im Auto.
00:07:42Unser erster Top-Hit war für die Jackson Five geschrieben worden.
00:07:46Anscheinend haben sie ihn abgelehnt.
00:07:50Wir bekamen ihn und schafften damit die Nummer 1.
00:07:54Wahrscheinlich hat sie das ziemlich geärgert.
00:08:00Ich begann schon mit 4 zu singen und bin bereits mit 5 aufgetreten.
00:08:03Als die Osmond Mania 1970 begann, war ich schon lange im Geschäft.
00:08:11Beim ersten Auftritt zogen wir uns wie Elvis an.
00:08:14Wir wussten nicht, was auf uns zukam.
00:08:17Dann ging das Licht aus.
00:08:22Wir liefen auf die Bühne.
00:08:24Ein lautes Kreischen setzte ein.
00:08:28Ich dachte, jemandem ist was passiert, deshalb schreien sie.
00:08:33Dann merkte ich, sie kreischen wegen uns.
00:08:38Das mache ich bis ans Ende meines Lebens.
00:08:42So begann die Popularität der Osmonds als Boy-Group.
00:08:48Ich ging an den Rand der Bühne und streckte meine Hand aus.
00:08:52Einige Mädels packten sie.
00:08:53Da kam mein Bruder Alan und zog mich von ihnen weg.
00:08:58Zwei Dinge schossen mir durch den Kopf.
00:08:59Alan, rette mich.
00:09:02Und Alan, lass los.
00:09:05Ich hätte mich am liebsten ins Publikum ziehen und zerreißen lassen.
00:09:13Die Osmonds, die Jacksons, das waren unsere Vorbilder.
00:09:17So hat sich New Edition entwickelt.
00:09:20Natürlich kann man sagen, dass Boy-Bands mit den Beatles entstanden.
00:09:24Dann den Jacksons und den Osmonds.
00:09:27Für mich kamen sie erst durch New Edition.
00:09:38Ich war damals DJ in Cape Cod.
00:09:4015 Minuten auf der rechten Seite, 11 Uhr.
00:09:43Zeit, checken Sie, wenn Sie wollen.
00:09:44Ich bin Johnny Wright, Ihr Konduktor dieses musiklischen Rhymes.
00:09:50Eines Abends klingelte das Telefon im Studio.
00:09:53Maurice da war dran.
00:09:56Er sagte, ich will von zehn Investoren je 1.500 Dollar einsammeln.
00:10:01Für eine Talentshow in Boston.
00:10:04Und die Sieger könnten mit dem Geld eine Platte aufnehmen.
00:10:08Klang interessant.
00:10:12Die Hollywood Talent Night von Boston 1978 vergesse ich nie.
00:10:17Wir wollten die Mädels kreischen hören, Geld verdienen
00:10:20und in den Sozialsiedlungen populär werden.
00:10:2782 Bands traten an.
00:10:30Wir kamen um 2 Uhr nachmittags als 15. dran.
00:10:33Die Show ging bis halb 12.
00:10:36Wir haben verloren.
00:10:37Wir wurden nur Zweiter.
00:10:41Aber Maurice gab uns trotzdem einen Vertrag für eine Demoplattenaufnahme.
00:10:46Durch ihn wurden wir Zweiter und trotzdem Sieger.
00:10:57Unsere erste Single, Candy Girl, kam heraus und schlug total ein.
00:11:01Wenn man das ganz am Anfang schafft, ist das gigantisch.
00:11:05Das letzte Single auf dem Streetwise-Label enttäuscht,
00:11:07Candy Girl, neue Edition.
00:11:11Ralph Treswand, ich, Bobby Brown, Ronnie DeVoe und Ricky Bell.
00:11:18Inspiriert haben uns die Jackson 5.
00:11:23Aber Maurice Starr fügte dem einen neuen Dreh hinzu.
00:11:27Den Rap.
00:11:33Dann kam Mr. Telephone Man.
00:11:41Bobby Brown war diesmal Liedsänger.
00:11:43Jeder Song sollte eine neue Stimme bekommen
00:11:46und alle Bandmitglieder eine eigene Rolle spielen.
00:11:48Wir wollten, dass jeder Mitglied hat eine Rolle.
00:11:50Bobby lächelte und schwang die Hüften.
00:11:54Ralph ging Richtung Breakdance.
00:11:56Ricky schob frech die Mütze vor.
00:11:58Jeder hatte was Eigenes.
00:12:03Ihre Videos richteten sich gezielt an Teenage-Mädchen und junge Frauen.
00:12:08Maurice Starr war ein Genie.
00:12:14Leider kommt es sehr auf die Verträge an.
00:12:17Beim ersten zieht man immer den Kürzeren.
00:12:20Die Trennung von Maurice war nicht einfach.
00:12:24Es war schmerzhaft.
00:12:26Zwei Wochen war ich wie gelähmt.
00:12:27Danach sagte ich mir, ich lasse mich nicht unterkriegen.
00:12:31Dann ziehe ich jetzt eben was mit fünf weißen Kids auf.
00:12:34Wir haben fünf junge, junge, junge Kinder zusammengelegt.
00:12:48Das war etwas Neues.
00:12:49Das haben nicht viele kommen sehen.
00:12:52Fünf Weiße, die etwas R'n'B und Hip-Hop dazumischten.
00:12:58Als die New Kids gegründet wurden, suchte Maurice Starr verzweifelt nach Leuten, die singen, tanzen und rappen konnten.
00:13:05Weil er öfter vor weißen Schulen herumlungerte, hätte man ihn fast verhaftet.
00:13:10Ich liebte Breakdance und Rap wie Run-DMC.
00:13:19New Edition und Run-DMC waren mein Ding.
00:13:22Für Maurice war ich genau der Richtige, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort.
00:13:26Maurice verdanke ich wohl mein Leben.
00:13:30Mit dem Schulbus kam ich direkt da vorbei, wo die von New Edition aufgewachsen waren.
00:13:37Aus der Schule konnte ich die Häuser sehen, wo sie wohnten.
00:13:40Diese berühmten Typen aus Boston, direkt vor meiner Nase.
00:13:44Sie bewiesen mir, dass alles möglich war.
00:13:47Und ein Jahr später lernte ich ihren früheren Produzenten Maurice Starr kennen.
00:13:51Und wir schufen zusammen die New Kids on the Block.
00:13:56Mein Bruder Mark war anfangs der Einzige außer mir in meiner Band.
00:14:00Als er wegging, holte ich meine Freunde dazu.
00:14:02Jordan Knight, Jonathan Knight, Danny Wood.
00:14:05Alles Schulfreunde.
00:14:15In Boybands gibt es richtige Archetypen.
00:14:18Die New Kids haben damit angefangen.
00:14:21Donnie als der Bad Boy.
00:14:23Jordan war der Mädchenschwarm.
00:14:26Danny der Muskeltyp.
00:14:28John der Sensible.
00:14:30Genauso war es bei den Backstreet Boys und NSYNC.
00:14:33Justin der Herzensbrecher.
00:14:36Chris der Verrückte.
00:14:37Ich der Schüchterne.
00:14:39Wenn man das oft genug liest, gewöhnt man sich an diese Schubladen, selbst wenn es nicht stimmt.
00:14:45Man merkt, dass die Leute das wollen.
00:14:50Weil wir Mädels genau auf solche Typen stehen.
00:14:52Die einen wollen den Gutaussehenden, die anderen den, mit dem man reden kann oder den, der uns zum Lachen bringt.
00:14:59Ich war der Bad Boy.
00:15:01Dabei bin ich eher ein lieber Schwächling.
00:15:04An mir ist nichts Schlechtes.
00:15:07Ich bin kein Bad Boy.
00:15:08Ich bin nett.
00:15:11Ich musste mich erst selbst finden und mit dem Ruhm und dem ganzen Wahnsinn umgehen lernen.
00:15:16Außerdem musste ich für mich einstehen und auch für die anderen.
00:15:21Dann gab es den Typ Donny Osmond oder Michael Jackson.
00:15:34Joey McIntyre hatte den richtigen Sound.
00:15:37Wir wollten noch einen Jüngeren.
00:15:40Auch Maurice war dafür.
00:15:42Und Joey war ein Geschenk Gottes.
00:15:47Ich habe die New Kids allen großen Labels angeboten.
00:15:50Sie haben es nicht kapiert.
00:15:51Es hieß, das sind nur ein paar Kids ohne Talent.
00:15:55Lass uns damit zufrieden.
00:15:58Wir traten in Gefängnissen auf, in Highschools, auf Geburtstagspartys und in Parks, in Clubs, für die wir zu jung waren.
00:16:05Überall.
00:16:07Dann setzte ich stattdessen auf die schwarze Karte und brachte die New Kids in der afroamerikanischen Abteilung bei CBS unter.
00:16:24Das erste Album floppte.
00:16:30Die Strategie war, wenn man uns hörte, sollten die Leute an New Edition oder die Jacksons denken, aber dann merken,
00:16:37dass es diese irisch-stämmigen Jungs waren.
00:16:40So war der Plan der Plattenfirma.
00:16:42Der ging aber nicht auf.
00:16:45Das zweite Album jedoch hat eingeschlagen.
00:16:49Und die richtige Sachen wurde ein echter Dance-It.
00:17:10Wir hatten Glück.
00:17:12Ein DJ hat uns mal gespielt, dann entdeckte uns das Publikum.
00:17:15Und so ging es los.
00:17:18Ich war sowas wie der Tourmanager.
00:17:23Maurice erzählte mir dann, dass die Jungs mit diesem Popgirl Tiffany auftreten könnten.
00:17:30Als Vorband.
00:17:32Ich bin Tiffany und hatte den Song I Think We're Alone Now.
00:17:44Die Popprinzessin der Shoppingmalls.
00:17:47Nach dem Glück mit diesem DJ war das eine weitere Chance, weil sie sich persönlich für uns eingesetzt hat.
00:17:56Dann kamen wir auf die Bühne.
00:17:57Und niemand ahnte, was dann passieren würde.
00:18:00Niemand.
00:18:17Niemand.
00:18:17Jonathan und ich wurden ein Paar.
00:18:23Aber das sorgte für Ärger, weil viele meiner weiblichen Fans auch scharf auf ihn waren.
00:18:36Sie wurden vom DJ als Vorband für sie angekündigt.
00:18:40Und alle flippten aus.
00:18:44Und als er fragte, seid ihr bereit für Tiffany, hörte man Buchruf in der Menge.
00:18:50Was ging denn da ab?
00:18:54Die Fans boten mich aus und beschimpften mich, zogen mich an den Haaren.
00:19:01Ich war schockiert.
00:19:03Das war hart.
00:19:03Die Mädchen waren sehr hart.
00:19:07Plötzlich war Tiffany ihr eigener Opening Act.
00:19:11Und die New Kids waren die Stars.
00:19:18Ich kam 1986 zu MTV.
00:19:21Damals spielten wir die Musikvideos eher zufällig rauf und runter.
00:19:25Die Beliebten liefen 50 Mal pro Woche.
00:19:28Am verrücktesten waren die Fans nach den New Kids on the Block.
00:19:31New Kids on the Block sind großartig.
00:19:33Ich liebe sie.
00:19:34Sie waren großartig.
00:19:35Ich dachte, das war das beste, was ich je gesehen habe.
00:19:36Ever.
00:19:38Die Fanbase einer Boygroup ist ziemlich verrückt.
00:19:42Ich bin nicht Partyweber.
00:19:45Was sind Fangirls?
00:19:49Nun, laut Lexikon ist ein Fangirl ein Mädchen oder eine Frau,
00:19:53die eine extreme oder übertriebene Anhängerin von jemandem oder etwas ist.
00:19:59Sie haben so viel Stil.
00:20:00Sie haben so viel Charisma.
00:20:02Great bodies, great faces, just everything.
00:20:06Es ist bedingungslose Liebe.
00:20:09Für die jungen Teenager-Mädchen ist das eine besondere Zeit.
00:20:13Die meisten haben noch keinen Freund.
00:20:16Also ist ihr Freund oft der, der ihre Lieblingssongs singt.
00:20:19Und sie singt ihre Lieblingssong.
00:20:21Du bist ein sehr großartiger Mann, Donnie.
00:20:22Du weißt für deine Fans.
00:20:23Und du weißt wirklich, dass ich dich einen Tag noch mal wieder treffen kann.
00:20:28Es gibt viele falsche Vorstellungen, was es heißt, Fan zu sein.
00:20:35Sie bekommen eine erste Ahnung von Liebe, Verliebtsein, Anziehung.
00:20:43In Boybands können sie zum ersten Mal verknallt sein.
00:20:51In der ganzen Geschichte von den Beatles bis zu K-Pop sind sie das Entscheidende.
00:20:58Ohne die jungen Mädchen.
00:21:00Kein Gekreische, kein Publikum, keine Poster.
00:21:05Und niemand, an den die Songs gerichtet sind.
00:21:15Ein echtes Phänomen.
00:21:18Wir fragten uns, ob wir wirklich so einen enormen Erfolg verdient hatten.
00:21:23Und vergleicht uns mit den Beatles?
00:21:24Wir sind nur eine Boyband.
00:21:43Eine Gelddruckmaschine.
00:21:47Step by Step hat sich weltweit über 6 Millionen Mal verkauft.
00:21:50Allein diese Single.
00:21:52Step by Step.
00:21:58Wir waren die Sensation.
00:22:00Da wollte ich auch die neuen Merchandising-Artikel von New Kids on the Block loswerden.
00:22:05Und es gab eine Telefon-Hotline.
00:22:07Für 2 Dollar pro Minute.
00:22:12Hi, wir sind die New Kids on the Block.
00:22:14Jetzt kannst du mit uns 24 Stunden auf unserer brandneue Hotline.
00:22:17Puck mal auf dein Telefon und kenne dich.
00:22:20Im ersten Jahr waren es 2 Millionen Anrufe.
00:22:23Eine Menge Geld.
00:22:27Man konnte nie zu viel haben.
00:22:29Ich dankte Gott dafür, wie die Millionen hereingespült wurden.
00:22:35Sie waren dann irgendwann ausgebrannt.
00:22:38Es ging weniger um Musik als um Marketing.
00:22:41Das gefiel ihnen nicht.
00:22:45Der Erfolg war so groß und wir waren dankbar dafür.
00:22:48Wir mussten aber erst lernen, damit umzugehen.
00:22:51Diesem permanenten Kreischen.
00:22:54Jemand trug immer meinen Koffer und schaltete sogar das Licht für mich an.
00:23:00Als das aufhörte, schaute ich in den Spiegel und sah Donnie Wahlberg mit 18.
00:23:06Irgendwie war ich nicht erwachsen geworden.
00:23:09Wir mussten dann erst einmal als Menschen reifen.
00:23:19Ein gewisser Lou Perlman, der Cousin von Art Garfunkel, hatte eine Fluglinie namens Transcontinental.
00:23:30Einmal pro Woche charteten wir ein Flugzeug, weil wir Heimweh nach Boston hatten.
00:23:34Anscheinend gehörte es diesem Lou Perlman.
00:23:38Er wunderte sich wohl, welche Teenager es sich da leisten konnten, sein Flugzeug zu buchen.
00:23:43Und beschloss, ins Geschäft einzusteigen.
00:23:47Mir wurde gesagt, dass dieser Lou Perlman mit mir Kontakt aufnehmen wollte.
00:23:51Ich fragte, weshalb?
00:23:54Er hat eine Boyband für dich.
00:24:05Orlando in Florida, auch O-Town genannt.
00:24:08Bis heute ist es die Welthauptstadt der Boybands.
00:24:14Viele talentierte Kids gingen nach Orlando, um sich in verschiedenen Studios vorzustellen.
00:24:21Deshalb waren einfach viele Künstler in der Stadt.
00:24:28Die Backstreet Boys waren im Wesentlichen ein Produkt von diesem Geschäftsmann Lou Perlman.
00:24:34Guten Morgen!
00:24:35Wie geht's, Louis?
00:24:36Er hat Talente beobachtet.
00:24:39Und AJ war der Erste, den er für die Backstreet Boys auswählte.
00:24:45In Orlando gab es das Blue Sheet, ein Anzeigenblatt für das Entertainment-Business.
00:24:51Ich sah eine Annonce und holte mir von meiner Mom die Erlaubnis, mich vorzustellen.
00:24:55Und Lou hat mich sofort unter Vertrag genommen.
00:25:03Dann suchten wir weiter.
00:25:05Als nächstes verpflichtete er Howard DeRoe.
00:25:09Zuvor hatte er den Künstlernamen Tony D'Inetti.
00:25:12Dabei sieht er so wenig italienisch aus wie nur irgendwas.
00:25:19Dann kam Nick.
00:25:20Er war zwölf.
00:25:21Er hatte bereits ein Angebot vom Mickey Mouse Club.
00:25:24Seine Mom fragte ihn, willst du 75.000 Dollar garantiert?
00:25:28Oder dein Glück mit dieser Band versuchen, aus der vielleicht nichts wird.
00:25:32Er hat sich richtig entschieden.
00:25:35Dann kam Kevin.
00:25:37Er arbeitete bei Disney.
00:25:40Kevin Richardson war der Älteste der Gruppe.
00:25:43Der Mann fürs Geschäft.
00:25:45Wir suchten noch einen Fünften.
00:25:47Und Kevin redete immer von seinem Cousin Brian.
00:25:50Der war noch auf der High School.
00:25:52Er stellte sich vor und ich dachte, großer Gott, echt.
00:26:01Zwei Wochen später, die Schulabschlussparty in SeaWorld.
00:26:11Er war in erster Linie Geschäftsmann.
00:26:18Kein Musikmanager.
00:26:20Deshalb hat er Johnny dazu geholt.
00:26:26Ich war der Tourmanager für die New Kids on the Block.
00:26:30Lou Perlman rief mich an und wir trafen uns in einem italienischen Restaurant.
00:26:38Da war für 14 Personen gedeckt.
00:26:40Er saß am Tischende wie der Pat.
00:26:45Plötzlich kamen die fünf Jungs rein.
00:26:48Und sangen.
00:26:51Die Backstreet Boys.
00:26:53Der Rest ist Geschichte.
00:26:55Wir haben fünf sehr populärer neue Leute hier.
00:26:58Das ist die Backstreet Boys.
00:27:00Brand neue Gruppe.
00:27:02Wir kontaktierten Clive Calder, den Besitzer von Jive Records.
00:27:07Clive Calder sagte, es gibt viel Platz für Boybands in Amerika.
00:27:11Wirklich?
00:27:14Er meinte, die Jungs können echt singen.
00:27:18Damals waren in Amerika Nirvana und Rap in.
00:27:32Wir hatten Perljam, Nirvana, Snoop, Dr. Dre.
00:27:37Da passten wir überhaupt nicht dazu.
00:27:43Es gab in den frühen 90ern viel Musik für Jungs, aber wenig für das junge weibliche Publikum.
00:27:51Wir beschlossen es zu probieren und nahmen die Backstreet Boys unter Vertrag.
00:28:00Nach der Unterschrift bei Jive lernten wir Max Martin kennen, der den Backstreet Boys-Sound geprägt hat.
00:28:08Er passte eigentlich eher zu den langhaarigen Bands der 80er mit Haaren bis zum Hintern.
00:28:14Und der sollte Popmusik machen?
00:28:16Aber Max schuf mit uns einen komplett neuen Sound.
00:28:20Das ist komplett anders.
00:28:21Das...
00:28:32Doch sie landeten keinen Hit in den USA.
00:28:37Das Label wollte sie loswerden.
00:28:39Ich meinte, Boygroups sind in Deutschland gerade voll angesagt.
00:28:43Schick sie da hin.
00:28:45In Europa gab es Boyzone, Westlife, East-17 und viele andere Boybands.
00:28:53Die bekannteste war Take That.
00:29:03Die Plattenfirma schickte uns nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz.
00:29:08Wir gingen zu Radioshows und traten auf vielen Festivals auf.
00:29:12Wir waren die erste derartige amerikanische Gruppe für sie.
00:29:15Und man verpasste uns das Etikett, neue Boyband.
00:29:22Uns fiel auf, dass die Gruppen in Europa alle nur Playback sangen, nie live.
00:29:27Und sie konnten nicht A Cappella singen.
00:29:29Wir schon.
00:29:32Ich sagte den Backstreet Boys, dann geht raus und singt anfangs A Cappella.
00:29:46Den Leuten fiel die Kinnlade runter.
00:29:49Was?
00:29:50Die können echt singen?
00:29:53Das war ein Wendepunkt für die Branche.
00:29:56Die können singen.
00:29:57Die können singen.
00:29:58We got it going on eroberte die europäischen Charts.
00:30:10Einmal waren wir auf dem Weg zum Tourbus.
00:30:12Da waren locker 600 oder 700 Kids, die um den Bus herumsprangen.
00:30:18Da wussten wir, das wird was Großes.
00:30:24Und dann tauchten Hansen auf.
00:30:28Mit M'Bap.
00:30:35Aus dem Nirgendwo, so hieß witzigerweise auch das Album.
00:30:39Direkt auf Platz 1.
00:30:41Wir hatten lange blonde Haare und Klamotten wie Nirvana, spielten aber wie die Jackson 5.
00:30:51Ich sah sie mir an und wollte sofort eine Platte mit ihnen machen.
00:30:56Für mich war das genau das Richtige.
00:31:01Grunge richtete sich an Männer.
00:31:02Für weibliche Fans gab es damals in der Popmusik nichts, wofür sie sich begeistern konnten.
00:31:08Wir brachten sie mit den Dust Brothers zusammen, angesagten Produzenten.
00:31:12Die hatten gerade Becks Audelay-Album gemacht.
00:31:16Die Dust Brothers waren DJs, Ripmixer, die die Platten der 70er Jahre liebten und Motown toll fanden.
00:31:23Genau wie wir.
00:31:27Als Hansen aufkamen, war das der Türöffner.
00:31:37Die Spice Girls brachten Wannabe heraus.
00:31:40Ich sagte, Jungs, Zeit zurückzukommen.
00:31:48Wir kehrten in die USA zurück und veröffentlichten die Single Quit Playing Games.
00:31:58Das war der große Hit des Albums.
00:32:01Der erste für sie in den USA.
00:32:09Ihr erster großer MTV-Hit.
00:32:12Baby, the love that we had was so strong.
00:32:17Sie bewegen sich sexy.
00:32:18Riving and sexual.
00:32:21Und sind triefnass.
00:32:23This is not right.
00:32:25Let's stop this tonight.
00:32:27We love our boys.
00:32:28Wir lieben solche nassen Jungs.
00:32:33Das war interessant.
00:32:35Aui präsentierte seine Nippel.
00:32:37Nipp-Nipp.
00:32:38We playin' games with my heart.
00:32:43Es gab heftige Debatten bei MTV, was wir spielen sollten.
00:32:51Das war nicht meine Musik.
00:32:53Aber ein Genre, das wir nicht ignorieren konnten.
00:33:01Wenn man in unserer Generation sein erstes Album rausbringt und das läuft, ist alles cool.
00:33:06Doch auf das zweite kommt es an.
00:33:08Bei uns war das Millennium.
00:33:10We can't wait to run in the store and go get Millennium.
00:33:13It's gonna be the best CD ever.
00:33:17We love the MTV.
00:33:24Aber erst als aus diesem Album die Single I Want It That Way ausgekoppelt wurde,
00:33:30änderte sich alles.
00:33:36Der größte Boy-Band-Song aller Zeiten.
00:33:39Das absolute Meisterwerk.
00:33:54Ein legendäres Video.
00:33:56Wehende weiße Shirts, der Flughafen, kreischende Fangirls.
00:34:02Wie damals, als die Beatles von den Fans empfangen wurden.
00:34:10Aber die Leute verstanden den Liedtext nicht.
00:34:16Ich möchte dich niemals sagen hören, ich will es so.
00:34:20Wie bitte?
00:34:23Sie fanden, das ergibt keinen Sinn.
00:34:27Wir schrieben es um.
00:34:32Ich liebe es, wenn du sagst, ich will es so.
00:34:35Hat den Jungs nicht gefallen.
00:34:39Aber das passte nicht.
00:34:41Zum Glück vertrauten sie uns dann.
00:34:50Wir lagen total falsch.
00:34:52Sie absolut richtig.
00:34:54Sie wussten besser, was zu ihnen passt.
00:34:59Ja, plötzlich gab es Gerüchte aus Orlando über eine neue Boy-Band.
00:35:03Add another Boy-Band.
00:35:13Schon lange vor NSYNC lebte ich in Orlando.
00:35:17Und hatte Musikunterricht zusammen mit Howie DeRoe.
00:35:22Er erzählte mir vom Vorsingen für die Backstreet Boys.
00:35:28Chris Kirkpatrick hat sich auch dafür beworben.
00:35:31Schafft es aber nicht.
00:35:35Er arbeitete damals bei Universal.
00:35:38Als Sänger und Tänzer.
00:35:40Er traute sich genauso viel zu wie Howie und wollte seine eigene Gruppe gründen.
00:35:46Dann rief er Lou Perlman an, ob er an einer neuen Gruppe interessiert wäre.
00:35:50Und der war einverstanden.
00:35:53Es heißt oft, sie hätten mich bei den Backstreet Boys nicht genommen.
00:35:58Das stimmt nicht.
00:36:02Ich lernte Lou kennen, der sagte,
00:36:04es gibt McDonalds und Burger King.
00:36:06Sie machen das gleiche.
00:36:08Und doch unterschiedlich.
00:36:09Es gibt immer Platz für zwei.
00:36:11Und er wollte eine weitere Band gründen.
00:36:13Ich war dabei.
00:36:15Guten Abend, meine Damen und Herren.
00:36:17Ich bin Justin Randall Timberlake und ich bin aus Millington, Tennessee.
00:36:22Chris rief Justin Timberlake an.
00:36:25Der sagte, sehr gerne, aber ich arbeite mit JC zusammen.
00:36:29Wir waren bei Mickey Mouse Club.
00:36:31Kann der auch mitmachen?
00:36:33Na klar.
00:36:35Eines Abends trafen wir Joey.
00:36:38JC kannte ihn von der Schule.
00:36:40Und Chris arbeitete bei Universal mit ihm.
00:36:44So kam Joey zur Band.
00:36:48Ich war 16, als der Anruf kam.
00:36:52Sie suchten einen Sänger mit Bassstimme.
00:36:54Justin fragte seinen Gesangslehrer und der kannte diesen Lance Bass,
00:36:58aber seine Mom würde das nie erlauben.
00:37:02Das hatte ich auch erwartet.
00:37:06Justin und seine Mutter riefen an.
00:37:08Ich hatte über den Mickey Mouse Club von ihm gehört.
00:37:11Justin, JC, Brittany, Ryan, Christina.
00:37:17Und ich probierte es.
00:37:23Ich flog nach Orlando.
00:37:26Sie holten mich im World's Royce ab.
00:37:28Total cool.
00:37:30Ich lernte alle kennen und es passte sofort.
00:37:38Die ersten Monate lebten wir zusammen.
00:37:42Ich war arm.
00:37:43Für mich war das super.
00:37:44Ein paar Monate kostenlos wohnen?
00:37:46Ich bin dabei.
00:37:47Wir haben uns ständig bei allem gefilmt.
00:37:51Ich musste rasch lernen, den Rhythmus besser zu halten, mich anders zu bewegen.
00:37:56Feinlich.
00:37:57Ich dachte, sie werfen mich raus, ich kann nicht tanzen.
00:38:00Niemand hatte gesagt, dass wir tanzen müssen.
00:38:02Hier sind wir.
00:38:03Hallo.
00:38:04Hey, Mann.
00:38:04Wie geht's?
00:38:05Willkommen in.
00:38:06Wie geht's?
00:38:07Ich bin Jim.
00:38:07Franko.
00:38:08Johnny Wright.
00:38:10Aber erst mit Johnny nahm die Sache richtig Fahrt auf.
00:38:16Lou sagte, ich hole jemanden dazu, der euch auf das nächste Level bringt.
00:38:21Das hat er mit den New Kids geschafft und mit den Backstreet Boys.
00:38:25Er kennt sich in dem Business aus.
00:38:26Er kennt den Deal.
00:38:30Damals sagte Jan Boltz, der Chef von BMG in Deutschland, der die Backstreet Boys vertrat,
00:38:35wenn du in den USA ähnlich gute Jungs auf Lager hast, nehme ich sie unter Vertrag.
00:38:42Ich habe mir in Orlando diese neue Boyband angesehen.
00:38:45In Sync.
00:38:46Ohne große Erwartungen.
00:38:50Ich erlebte ihren Auftritt und war geflasht.
00:39:00Jan Boltz griff zu, aber er war skeptisch bei Lance.
00:39:04Ist er nicht etwas feminin?
00:39:08Ich sagte, er ist nicht feminin, er ist sensibel.
00:39:11Die Gruppe bleibt so.
00:39:13Wir ändern nichts.
00:39:14Boltz hat dann unterschrieben.
00:39:18Wir bekamen einen Plattenvertrag in München.
00:39:25Als amerikanische Gruppe bei dem Backstreet Boys Label bekamen wir Aufmerksamkeit.
00:39:37Sensationell.
00:39:38Wie ein Traum.
00:39:40Irgendwann traten sie in deutschen Stadien auf.
00:39:54Ein Jahr später kam das Album in Sync raus.
00:39:58Warum auch immer, aber das Album lief nicht.
00:40:01Kein Einsatz im Radio.
00:40:07Das änderte sich mit dem Disney-Special.
00:40:19Der Disney-Channel startete die In-Concert-Reihe.
00:40:22Ich habe sie mitgestaltet.
00:40:25Die Backstreet Boys sollten auftreten.
00:40:28Sie waren damals schon groß rausgekommen.
00:40:32Sie waren nach dem Titelblatt des Rolling Stone gewesen und fragten sich,
00:40:36Wieso Disney?
00:40:37Das ist nicht mehr unsere Zielgruppe.
00:40:41Disney wollte uns dabei haben, doch wir lehnten ab, weil wir überlastet waren.
00:40:48Ich musste binnen drei Wochen Ersatz finden.
00:40:54RCA hat mir dann In Sync angeboten.
00:40:56Und wir waren einverstanden.
00:41:03Das Special kam raus und die ganze Welt flippte aus.
00:41:22Man spürte es sofort.
00:41:34Die Backstreet Boys waren alarmiert, denn In Sync hatten sie überholt.
00:41:39Und sie fragten Johnny, wie konnte das denn passieren?
00:41:42Er antwortete, ihr habt abgelehnt.
00:41:48Das Special verhalf In Sync zu platten.
00:42:05In Sync waren noch schneller als die Backstreet Boys auf diesem Niveau der Massenhysterie.
00:42:19Ihre Persönlichkeiten waren sehr unterschiedlich.
00:42:24Die Backstreet Boys waren sanfter und etwas mehr zurückgenommen als In Sync.
00:42:33Sie wollten einfach Spaß haben.
00:42:43Es herrschte permanente Party-Laune.
00:42:49Sie waren im Studio kaum im Griff zu halten.
00:42:53Die Backstreet Boys waren zurückhaltender und rätselhafter.
00:42:57Wenn 500 Kids in der Hotellobby warteten, gingen sie durch die Hintertür oder die Garage ran.
00:43:03In Sync gingen durch die Lobby.
00:43:06Sie machten unzählige Fotos.
00:43:09Die drei größten Bands waren damals Backstreet Boys, In Sync und dann noch 98 Degrees.
00:43:18Wir sahen uns nicht als Boyband im herkömmlichen Sinne.
00:43:25Deswegen mochten wir diese Bezeichnung nicht.
00:43:29Dann begriffen wir, es war eine richtige Bewegung.
00:43:33Und wir durften uns glücklich schätzen, dazu zu gehören.
00:43:41Zuerst wollte man uns als echte R'n'B-Gruppe präsentieren.
00:43:47Wir waren stark beeinflusst von Boyz II Men.
00:43:58Aber als die Plattenfirma den Hype um die Boybands sah,
00:44:04haben sie uns als sowas verkauft.
00:44:07Vielleicht keine schlechte Idee.
00:44:12Bei solchen Boygroups dreht es sich alles ums Tanzen.
00:44:15Bei uns nicht.
00:44:17Wir sagten zum Spaß, wir seien die nicht tanzende Boyband.
00:44:21Wir haben nicht vorgesungen, keine Tanzstunden genommen.
00:44:24Wir haben die Band gegründet, sind nach Kalifornien gezogen,
00:44:27wurden entdeckt und gerieten in diesen Sog.
00:44:32Damals veränderte sich die Popmusik für die kommenden Jahrzehnte.
00:44:36Vor allem durch MTV.
00:44:41Ich arbeite nicht mehr da, deshalb kann ich das sagen.
00:44:45MTV wollte eigentlich keine Boybands.
00:44:48Und MTV hat sich auch nicht besonders bemüht, darüber zu berichten.
00:44:54Boyband hatte damals einen ganz negativen Klang.
00:44:57Man hat sich darüber lustig gemacht.
00:45:00Man meinte damit talentlos, ohne es direkt auszusprechen.
00:45:11Der Vorwurf war künstlich hergestellt.
00:45:15Aber welche Band, die einen Plattenvertrag unterschreibt,
00:45:18wird dann nicht gezielt geformt?
00:45:21Auch die Monkeys waren fürs Fernsehen zusammengestellt worden.
00:45:27Es ist über eine pre-packaged Gruppe.
00:45:28Es ist ziemlich die gleiche Art, um ein Gruppe zu formen,
00:45:32wie jemand anderes, ein Rock-and-Roll-Gruppe.
00:45:34Es ist John Lennon, der durch die Straße zu fragen,
00:45:36Paul und Ringo und George zu sein,
00:45:38oder es ist jemand, der ein Ad in den Papern schreibt.
00:45:40Du musst irgendwo anfangen.
00:45:43Viel Kritik an den Boybands betraf das Gekreische der Fangirls.
00:45:47Besonders bei uns.
00:45:50Darüber regte man sich wahnsinnig auf.
00:45:52Aber haben die selbst keine Augen und Ohren?
00:45:55Haben die nicht ihren eigenen Geschmack?
00:46:00Wenn die Girls so auf uns abfahren,
00:46:02muss man sich ansehen, wie echt und authentisch das ist.
00:46:07Es geht bei diesen jungen Mädchen nicht nur um ihre Meinung,
00:46:10sondern auch um ihr Geld.
00:46:15Und die Stimmung schlug um.
00:46:17MTV hatte Boybands gehasst, also uns.
00:46:20Jetzt waren sie davon abhängig,
00:46:22um finanziell über die Runden zu kommen.
00:46:26Die Marktforschung zeigte,
00:46:28das Publikum liebte bunte, schöne und lustige Videos.
00:46:32Es gab Nachfrage nach Shows für Kids
00:46:35nachmittags nach der Schule.
00:46:36So erfanden wir Total Request Live.
00:46:44TRL beruhte auf den Fans.
00:46:46Sie stimmten ab.
00:46:51Es war interaktiv.
00:46:52Die Fans konnten mitreden.
00:46:54Ich habe meinen Kindern versucht zu erklären,
00:46:56was das damals bedeutete für diese Generation.
00:46:59Für eine bestimmte Altersgruppe war das Pflichtprogramm.
00:47:07Die Fans waren begeistert.
00:47:09Die Kids haben Wetten abgeschlossen,
00:47:11wer beim Countdown vorne lag.
00:47:15Die Fans konnten direkt zeigen,
00:47:17wer für sie gerade die Größten waren.
00:47:23Jeden Tag, wenn die Kids aus der Schule kamen,
00:47:25lief unser Video im ganzen Land.
00:47:27Und das von den Backstreet Boys und von 98 Degrees.
00:47:30Wer war heute die Nummer 1?
00:47:40Ein Riesenwettbewerb von TRL hat ihn angefacht.
00:47:50Jedes unserer Videos wurde immer wieder Nummer 1 oder 2.
00:47:54Dann kamen NSYNC und 98 Degrees dazu.
00:47:57Ein permanenter Wettkampf.
00:48:04Wer behauptet, nicht auf Platz 1 gehofft zu haben, lügt.
00:48:07Wir haben jeden Tag genau verfolgt, wo wir standen.
00:48:15Durch TRL änderte sich über Nacht alles.
00:48:20Wir hatten ein altes Wohnmobil als Tourbus.
00:48:24Jetzt kamen wir manchmal gar nicht mehr raus.
00:48:27Wo wir anhielten, waren Fans.
00:48:30Die lagen in der nächsten Stadt schon auf der Lauer.
00:48:34Am Shirt, da sind sicher nicht so wild wie bei den Beatles,
00:48:37aber etwas Besonderes.
00:48:40Es schmuggelten sich welche mit dem Zimmerservice herein.
00:48:43Da ist viel Verrücktes passiert.
00:48:47Wir machten TRL auch deshalb,
00:48:49weil die Fans sich selbst im Fernsehen sehen wollten.
00:48:54Wir haben sie ins Studio geholt.
00:49:01Das festigte die Verbindung zwischen den Boybands und den Fangirls.
00:49:07TRL sorgte dafür, dass die Fangruppen aufeinander losgingen.
00:49:11Wir haben sie an uns.
00:49:13Wir haben sie an uns.
00:49:14Das ist mein Lieblingsverlust.
00:49:15Das ist mein Lieblingsverlust.
00:49:15Das ist mein Lieblingsverlust.
00:49:16Ich habe immer immer über sie gebrannt und wie groß sie sind.
00:49:19Weil sie sagen, ich denke, ich denke, es ist die 90er Jahre.
00:49:20Nein, Backstreet-Böcke, das ist es.
00:49:23Entweder oder.
00:49:24Fan von beiden zu sein, ging es.
00:49:26Es ist ein B-Bow.
00:49:27Das ist ein B-Bow.
00:49:28Das ist ein B-Bow.
00:49:29Das ist ein B-Bow.
00:49:30Das ist ein B-Bow.
00:49:32Das ist ein B-Bow.
00:49:33Das ist ein B-Bow.
00:49:39Das ist ein B-Bow.
00:49:41Denen wir uns, die wir uns gegenseitig überbieten.
00:49:43Gegen uns haben sie Menudo rausgebracht, eine spanische Boyband.
00:49:57Menudo war die erste lateinamerikanische Boyband.
00:50:01Die waren so süß.
00:50:04Zum Beispiel Ricky.
00:50:08Und bei Menudo haben sie Mitglieder ausgetaucht.
00:50:11when they achieved a certain age.
00:50:14The competition between the Osmonds and the Jackson 5 was serious.
00:50:21We all had to have Zeichentrickfilme.
00:50:25Who had the most famous films?
00:50:29The Beatles.
00:50:31The Rolling Stones.
00:50:34The more the rivalry, the more the bands.
00:50:37The NSYNC-Fans haben gleich mehrere CDs des neuen Albums gekauft,
00:50:43um den Rekord für die erste Verkaufswoche aufzustellen.
00:50:47Sie wollten ihre Band pushen.
00:50:57Wie im Sport.
00:51:00Und freundschaftlicher Wettkampf ist gut, wenn es dabei geblieben wäre.
00:51:05Bei Motown damals spielten die Bands zusammen und gingen gemeinsam auf Tournee.
00:51:09Wie eine Familie.
00:51:14Bei Transcon war das nicht so.
00:51:18Anfangs habe ich viele Leute von Transcon kennengelernt,
00:51:21bevor wir immer auf Tournee waren.
00:51:23Wir bekamen mit, dass die Sache mit den Backstreet Boys heikel war,
00:51:27weil wir auch mit Johnny arbeiteten.
00:51:29Beim Label haben sie extra dicht gehalten, damit die Boys nichts von uns mitbekamen.
00:51:35Irgendwas Fieses lief da ab.
00:51:38Die Backstreet Boys waren bestimmt angefressen.
00:51:45Ich hätte mich auch total aufgeregt, wenn hinter meinem Rücken eine zweite Band aufgebaut worden wäre.
00:51:51Klar, dass ihnen das nicht gefiel.
00:52:01Die Backstreet Boys waren in Utah. Ich bin zu ihnen geflogen.
00:52:05Howie fragte, wo ich gewesen war.
00:52:06Ich sagte, in Orlando, die Sache mit den Sinklären.
00:52:10Und er, wie meinst du das?
00:52:12Ich meinte, Blue hat euch doch Bescheid gegeben, dass wir sie unter Vertrag genommen haben.
00:52:18Howie antwortete, das hat er nicht.
00:52:23Später kamen Brian und Kevin und klopften an meine Tür.
00:52:25Sie sagten, warum hast du uns angelogen?
00:52:30Wieso?
00:52:32Weil Lou uns gesagt hat, du hast sie engagiert.
00:52:35Und er hat uns den Vertrag mit deiner Unterschrift gezeigt.
00:52:43Ich meinte dann, seht mal, der Vertrag ist geschlossen, beide Bands können überleben.
00:52:49Und ich verspreche euch, ich spiele euch nie gegeneinander aus.
00:52:53Lou und Johnny behaupteten, sie wollten die ebenfalls managen, um sie uns vom Hals zu halten.
00:53:04Aber sie landeten beim selben Label, wurden genauso wie wir nach Stockholm geschickt und sie arbeiteten wie wir mit Max
00:53:11und Dennis.
00:53:13Alles war genau gleich.
00:53:18Sie waren wütend.
00:53:21Und das verstehe ich.
00:53:22Sie sagten, wir waren die Ersten und dann kamen die anderen.
00:53:27Ihr habt uns hintergangen, ihr geht quasi fremd.
00:53:32Bei den MTV Shows war es besonders heikel.
00:53:39Wenn beide Bands da waren, mussten wir dafür sorgen, dass sie nicht nebeneinander saßen.
00:53:45Auf dem Höhepunkt dieses Duells der Bands mussten wir sie systematisch voneinander trennen.
00:53:54Auch deswegen, damit wir nicht miteinander reden konnten und nicht merkten, wie schlecht unsere Verträge waren.
00:54:02Hätten wir die anderen gekannt und uns angefreundet, hätten wir uns auch übers Geschäft unterhalten
00:54:07und herausgefunden, wie wir alle über den Tisch gezogen wurden.
00:54:14Bei allen dasselbe.
00:54:15Der erste Vertrag ist immer Ausbeutung, trotzdem unterschreibst du.
00:54:23Um den Fuß in die Tür zu kriegen.
00:54:30Man sagt sich, wenn der Erfolg da ist, ändern wir das.
00:54:34Wir machen das nur am Anfang so, nicht ewig.
00:54:38Aber wenn Teenager solche Verträge unterschreiben, liefern sie sich gnadenlos aus.
00:54:43Da kommt man später nicht mehr raus.
00:54:49Der erste Vertrag fiel meist ziemlich ungünstig aus.
00:54:53Lou schnappte sich den Löwenanteil.
00:54:55Von jedem Dollar erhielt die Band 15 und Lou 85 Prozent.
00:55:01Außerdem erklärte Lou sich zum sechsten Mitglied der Band und kostierte nochmal mit.
00:55:05Er bekam ein Sechstel von ihren 15 Prozent.
00:55:12Er war das sechste Bandmitglied und hat von unserem Verdienst nochmal was abgezweigt, ohne einen Finger zu rühren.
00:55:19Wir haben ihm wahnsinnig viel Geld verschafft.
00:55:24Als wir Jahre später die erste Abrechnung erhielten, kam das böse Erwachen.
00:55:31Sie haben riesige Schecks gedruckt.
00:55:34Da stand 10.000 Dollar drauf.
00:55:36Die haben sie uns übergeben.
00:55:37Ich schaute zu Justin und er zu mir.
00:55:39Ich flüsterte, wir sind reich.
00:55:48Aber dann nahm ich JC beiseite und fragte, du meinst du bist reich?
00:55:53Du hast doch früher gekellnert.
00:55:55Wie viel hast du da in einem Jahr verdient?
00:55:59Da hab ich's kapiert.
00:56:03Wir arbeiteten umsonst.
00:56:05Die Plattenfirmen und Manager haben sie brutal ausgebeutet.
00:56:14Sie hatten ein wahnsinniges Programm zu absolvieren.
00:56:18Jahrelang auf Tournee, währenddessen noch Alben produziert, auf der ganzen Welt unterwegs.
00:56:23Und zwar ohne jede Pause.
00:56:27Und pro Tournee hunderte Auftritte in großen Arenen. Immer nur Arbeit.
00:56:36Die NSYNC, Backstreet Boys, 98 Degrees, die haben unglaublich hart geschuftet.
00:56:43Das waren die größten Tourneen dieser Zeit.
00:56:46Sie verkauften Millionen Alben pro Woche und kamen mit leeren Händen zurück.
00:56:51Es war eine Wahnsinnszeit für uns alle.
00:56:54Bei den Aufnahmen für das nächste Album suchten wir noch nach einem Titel.
00:56:59Wir wählten Black & Blue, weil wir uns so fühlten.
00:57:03Vom Label und allen anderen aufgemischt.
00:57:07Irgendwann beschlossen wir uns rauszukaufen.
00:57:10Die Rechte am Namen zu erwerben, unser Zeug zu packen und zu gehen.
00:57:14Und das war's.
00:57:18In Sync beobachteten die Backstreet Boys und wollten es genauso machen.
00:57:24Wir hatten drei Jahre geschuftet und für Abermillionen von Einnahmen gesorgt.
00:57:29Da sollten wir doch einen besseren Deal bekommen.
00:57:32Aber nein, sie waren nicht mehr bereit zu reden.
00:57:36Ich sagte zu Lou, wenn du dich nicht mit in Sync einigst, gehe ich.
00:57:40Und du musst das selbst auswechten.
00:57:51Jetzt war klar, das wird ein Kampf.
00:57:55JC hat seinen Onkel angerufen, der war Anwalt und er schickte ihm den Vertrag.
00:57:59Er sah ihn sich an und hielt ihn für grauenhaft.
00:58:01Er fand für uns eine Ausstiegsmöglichkeit, die die Backstreet Boys nicht hatten.
00:58:08Das passierte dann bei den 9999 Video Music Awards.
00:58:16Wir traten auf.
00:58:20Und Jive Records bot uns einen Vertrag an.
00:58:26Ich war damals für die USA und Kanada verantwortlich.
00:58:31Wir kamen in Sync zu Ihnen.
00:58:34Wir haben sie geklaut.
00:58:38Wir baten Johnny und die Jungs um ein Treffen.
00:58:42Ich musste aufpassen, wir stritten ja noch mit Lou.
00:58:46Wir waren ja die Konkurrenz, die mit den Backstreet Boys.
00:58:49Aber Johnny stimmte zu und wir trafen sie abends nach der Show im Hotel.
00:58:54Sie waren super. Wir wollten sie unbedingt haben.
00:58:58Wir haben direkt unterschrieben.
00:59:01Die von RCA kamen angerannt und versuchten es noch zu verhindern.
00:59:05Endlich merkten sie, dass wir es ernst meinten.
00:59:10Aber zu spät.
00:59:13Ein gutes Gefühl. Wir waren nicht mehr entmündigt.
00:59:18Es war gut. Jive gefiel mir.
00:59:21Aber ich hatte auch ein schlechtes Gewissen.
00:59:23RCA hatte hart für uns gearbeitet und jetzt sagten wir einfach...
00:59:27Bye, bye, bye.
00:59:30Im Taxi schmiedeten wir schon Pläne für ein neues Album und genossen die neue Freiheit.
00:59:36Endlich sind wir Lou los.
00:59:38Wir machen es diesmal selbst.
00:59:40Und Chris sagte...
00:59:41Wie bei Pinocchio.
00:59:44Wir zerschneiden die Marionettenfäden und nennen es...
00:59:47I got no strings.
00:59:49No strings attached.
00:59:50Die Idee war geboren.
00:59:57Alle wissen, man wird am zweiten Album gemessen.
01:00:02Wir hatten unsere Plattenfirma verlassen und wollten alles anders machen.
01:00:06Keiner von uns dachte, dass das so einschlagen würde.
01:00:11Es ging nicht mehr um Lou Pearlman, sondern um NSYNC.
01:00:14Wir verkauften über eine Million Alben am ersten Tag.
01:00:24Jede Boyband hat in ihrer Karriere mit jemandem ein Problem.
01:00:28Dem Manager, dem Produzenten, der Plattenfirma.
01:00:31Das gehört dazu.
01:00:34Bei den Jacksons und den Osmonds jedoch lebten die Künstler zusammen in einem Haus.
01:00:39Und der Manager ebenfalls.
01:00:45Diese harte Arbeit, zu der uns mein Vater zwang, gab es nirgendwo sonst.
01:00:49Ich erinnere mich, als ich noch ein kleines Kind war und meine Brüder am Klavier saßen und so lange übten
01:00:55und zusammenspielten, bis alles perfekt war.
01:01:00Mein Vater war Sergeant bei der Armee.
01:01:03Das hat seinen Erziehungsstil geprägt.
01:01:07Ich wollte ihn nie enttäuschen.
01:01:10Als wir schon große Stars waren, schickte er uns gleich wieder in den Probenraum für die nächste Nummer.
01:01:16Die Maschine sollte weiterlaufen.
01:01:21Die starke Vaterfigur war wichtig für unseren Erfolg, aber man konnte es übertreiben.
01:01:28Ich war oft mit Michael Jackson zusammen.
01:01:31Vergleicht man die Osmonds und die Jackson Five, fallen einem die Ähnlichkeiten ins Auge.
01:01:36Jeweils neun Kinder, Michael und ich jeweils die siebt Ältesten.
01:01:40Unsere Mütter hatten am selben Tag Geburtstag.
01:01:43Michael und ich waren gleich alt.
01:01:58Wir amüsierten uns über diese Ähnlichkeiten.
01:02:02Michael sagte einmal zu mir,
01:02:05Donny, du bist der einzige Mensch auf der Erde, der weiß, wie meine Kindheit war.
01:02:14Und Michael, er erzählte viel über Joe.
01:02:17Ich habe entschieden, dass ich mit den Jungs so viel wie möglich kann,
01:02:21als ich sie rechnen und sie bereit bin, um in der Show-Business zu sein.
01:02:25Haben sie ihn rechnen?
01:02:26Ja.
01:02:30Joe Jackson, ihr Vater, war die treibende Kraft.
01:02:33Wie wäre es gelaufen, wenn er liebevoller gewesen wäre?
01:02:37Hätte Michael dieselben Probleme im Leben gehabt?
01:02:39Dieser Junge ist wirklich seiner Kindheit beraubt worden.
01:02:46Das Show-Business bringt Gefahren mit sich, auch für Soloartisten oder eine Boyband.
01:02:52Ich weiß nicht, ob ich das ohne meine Familie durchgestanden hätte.
01:03:02Wir sind stark von unseren Eltern beeinflusst, aber nicht so wie in Hollywood-Filmen.
01:03:07Sie wussten, wie viel uns dreien die Musik bedeutete.
01:03:13Einmal waren die Eltern ausgegangen, kamen zurück und beschwerten sich, weil das Haus nicht aufgeräumt war.
01:03:18Taylor sagte, aber wir haben einen Song geschrieben.
01:03:21Und mein Vater...
01:03:22Der muss gut sein.
01:03:23Ist er gut?
01:03:24Wir sangen ihm vor, er gefiel ihm und er verzieh uns.
01:03:28Und jetzt räumt er auf.
01:03:31Wenn die eigenen Kinder kreativ und produktiv sind, will man sie unterstützen.
01:03:36Wir sind stolz, in der Tradition großer Bands zu stehen, in denen Brüder auftreten.
01:03:40Die Bee Gees, wie die sangen.
01:03:44Die Isley Brothers und ihr Groove.
01:03:49Oder sie singen und spielen, wie In My Room von den Beach Boys.
01:03:53Da waren drei Brüder dabei.
01:03:55Solche Brüderbands sind oft etwas Organisches, das man nicht herstellen kann.
01:04:00Das, was deiner eigenen Stimme am nächsten kommt, sind die deiner Geschwister.
01:04:05Lass uns wissen, wann.
01:04:07Wenn du bereit bist, ist das nur Praktik.
01:04:08Cool.
01:04:09Hey, wir sind die Jonas-Brüder.
01:04:11Und du sollst sprechen.
01:04:15Ich sollst sprechen.
01:04:21Ich wollte dann in die Welt der christlichen Musik einsteigen.
01:04:24Mein Assistent machte mich auf einen Jungen aufmerksam, der bei Columbia unter Vertrag war.
01:04:29Nick Jonas.
01:04:30Sein Vater war Pastor.
01:04:32Sie waren interessiert.
01:04:36Ich habe sie dann getroffen.
01:04:38Seine Brüder waren die Begleitband.
01:04:40Ich habe mir einen Auftritt angesehen.
01:04:43Sie waren toll.
01:04:45Und so wurde ich ihr Manager.
01:04:51Und Steve Greenberg, der Mann hinter Hansen, er wurde Boss von Columbia Records.
01:04:58Als ich 2004 dort antrat, schoben sie mir einen Stapel unveröffentlichter Alben von Musikern hin, deren Verträge sie nicht verlängern
01:05:06wollten.
01:05:07Ich entdeckte dieses christliche Popalbum eines gewissen Nicholas Jonas.
01:05:11Faszinierend.
01:05:12Er klang wie Taylor Hansen.
01:05:14Den wollte ich unbedingt kennenlernen.
01:05:19Er rief mich an und sagte, du vertrittst ja diesen Nick Jonas.
01:05:23Eigentlich brauche ich ihn nicht im Portfolio, aber erzähl mir was über ihn.
01:05:27Ich meinte, auch wenn dieser christliche Pop nicht ein Ding ist, ich habe ihn mit seinen Brüdern gesehen.
01:05:33Vielleicht kann ich die Familie überreden und wir machen sowas wie die zweiten Hansens daraus.
01:05:42Sie spielten mir vor und ich sagte, großartig, ihr seid eine echte Band. Die drei Brüder gemeinsam.
01:05:49Ein Album kam heraus und sie wurden die Jonas Brothers.
01:05:54Mit dem Song Year 3000.
01:06:05Wir haben uns alle in sie verliebt.
01:06:07TRL, show some love for the Jonas Brothers.
01:06:10Jonas! Jonas! Jonas! Jonas!
01:06:15Die Jonas Brothers waren eine Rockband mit Punk-Einschlag und dem Image netter christlicher Jungs.
01:06:22Was sehen Sie in einer Frau?
01:06:24Somebody that our mom loves.
01:06:25Yeah, they have a beautiful mom.
01:06:27And our dad, of course.
01:06:29Wir beide fanden sie toll.
01:06:31Wir sind mit dem Disney Channel aufgewachsen.
01:06:34Die Jonas Brothers waren blitzsauber, wie Hannah Montana.
01:06:38Boybands sind Familienprogramm.
01:06:44Deshalb gab es verrückte Regeln für Boybands.
01:06:48Gegen viele lehnte ich mich von Anfang an auf.
01:06:53Die Manager zogen immer Vergleiche.
01:06:57Johnny von den New Kids macht immer das und das.
01:06:59Das hieß, macht ihr das bloß nicht.
01:07:03Keine Tattoos.
01:07:04Ich hab mir gleich welche strechen lassen.
01:07:07Rasiert euch.
01:07:08Ihr sollt jung aussehen.
01:07:10Nicht ordinär sein.
01:07:13Keine Drinks oder Zigaretten in der Hand.
01:07:16Keine Motorräder.
01:07:17Hab mir gleich eins gekauft für die Tournee.
01:07:20Keine Freundin.
01:07:21Damit die Fangirls weiter träumen können.
01:07:28Ich hatte dann eine Freundin.
01:07:33Die Jonas Brothers durften nicht über Sex sprechen.
01:07:39Jeder von ihnen trug einen Keuschheitsring.
01:07:43Was uns an dem christlichen Publikum besonders gefallen hat,
01:07:46wenn die Tochter ins Konzert will, darf sie nicht allein gehen,
01:07:49sondern nur mit einer Freundin.
01:07:51Und die Mutter kommt als Aufpasserin mit.
01:07:53Oder der Vater.
01:07:54Wir haben immer gleich drei Tickets verkauft.
01:08:00Von 2007 bis 2009 waren sie auf ihrem Höhepunkt.
01:08:04Und über das Internet konntest du jetzt viel über deinen Lieblingsstar erfahren.
01:08:08Er sprach dich direkt im Livestream an.
01:08:11Hey, was's up everybody, we're the Giannis Brothers.
01:08:12I'm Nick.
01:08:13I'm Kevin.
01:08:14I'm Joe.
01:08:14And you are on our MySpace page.
01:08:17Pictures, Blogs, everything.
01:08:18Check it out.
01:08:19Viele Künstler lernten erst, mit Social Media umzugehen.
01:08:26Einer, der schon früh über Social Media seine Musik
01:08:28und besonders sein Image transportiert hat,
01:08:32war natürlich Justin Bieber.
01:08:37Bieber trat nicht mehr an einer Straßenecke auf,
01:08:40sondern tanzte, sang und schrieb seine Songs nun auf und dank YouTube.
01:08:49Ich dachte, du wärst immer mein.
01:08:53YouTube gab es erst ein paar Jahre.
01:08:56Auch Facebook und Twitter waren relativ neu.
01:09:00Twitter war sehr neu.
01:09:03Einer der ersten Boyband-Twitter-Accounts war von One Direction.
01:09:10Mit denen hatte niemand gerechnet.
01:09:13Hallo.
01:09:13Schön, dass du dich kennst.
01:09:14Was ist dein Name?
01:09:14Ich bin Harry Styles.
01:09:16Sie haben alle 2010 bei X-Factor mitgemacht.
01:09:22One Direction habe ich in meinem Wohnheimzimmer auf YouTube entdeckt
01:09:26und mein Leben änderte sich radikal.
01:09:31Wer sind die denn?
01:09:33Und danach bin ich da tief eingetaucht.
01:09:43Über Twitter konnte man sie bei X-Factor gemeinsam unterstützen.
01:09:54Es waren 15- oder 16-jährige Jungs voller Hoffnung auf die Erfüllung ihres Traumes.
01:10:01Und an der Erfüllung konnte man teilhaben.
01:10:03Ich fühlte mich als ein Stakeholder in ihrem Traum.
01:10:06Und dann mit dem One Direction-Fandom.
01:10:07Die One Direction-Fans vernetzten sich weltweit.
01:10:10Weltweit.
01:10:15Wir haben einen kleinen Film gedreht.
01:10:18Wir haben 10 Stunden bis zum Konzert.
01:10:20Ich werde diese Jungs heute treffen.
01:10:26Ihre Fangirls waren über Twitter voll organisiert.
01:10:29Twitter hat sie schlagartig groß gemacht.
01:10:32Ich hatte auch einen Fan-Account.
01:10:34Und da blühte man auf und bekam alle Informationen.
01:10:39Alle halfen mit.
01:10:40Man wusste jederzeit genau, wo sie waren.
01:10:44In welchem Hotel wohnten sie?
01:10:46Wann landete ihr Flieger?
01:10:47Sowas wie, ich habe Harry gerade da und da auf der Straße gesehen.
01:10:50Er war gerade in diesem Gitarrenladen.
01:10:52Und alle rannten hin.
01:11:00Die Fans waren wie die CIA.
01:11:02Wir haben sie verfolgt.
01:11:12Sie haben 5 Alben in 5 Jahren herausgebracht.
01:11:15Und sie waren jedes Jahr auf Tournee.
01:11:20Die Alben wurden während der Tournee aufgenommen.
01:11:23Es ging immer so weiter.
01:11:24Album, Promo, Tournee.
01:11:26Ohne Pause.
01:11:29Das führte zum Burnout.
01:11:36Zane stieg leider mitten in der Tournee aus.
01:11:47Ich habe geweint.
01:11:48Den ganzen Tag, weil One Direction doch immer die 5 waren.
01:11:55Hätte man ihnen Zeit zum Ausruhen und Luftholen gegeben, wären sie vielleicht länger zusammengeblieben.
01:12:04Zane Malick hat die Band verlassen.
01:12:06Das kam weltweit in den Nachrichten.
01:12:09Zane Malick.
01:12:15Es war Burnout, aber er wollte auch als Erster abspringen und eine Solokarriere starten.
01:12:25Wenn ein Musiker so sehr mit der Band verbunden ist und dann alleine weitermachen will, kommt es total auf seine
01:12:32erste Single an.
01:12:36Damit zeigt er, wer er als Soloartist ist.
01:12:40Der Anfang muss überzeugen.
01:12:46Michael Jackson war jahrzehntelang das Gesicht der Jackson 5 vor seiner Solokarriere.
01:12:55Bei Motown 25 wollte er erstmals Billie Jean präsentieren.
01:13:01Abgefahren.
01:13:04Sein Moonwalk ging in die Musikgeschichte ein.
01:13:11Solch einen sensationellen Erfolg hatte zuvor wohl noch nie jemand.
01:13:15Der Beginn einer raketenhaften Karriere.
01:13:24Bobby ist als Erster weitergezogen.
01:13:27Dann Ralph Treswand.
01:13:28Johnny Gill ging deck.
01:13:30Und zuletzt kam Belle Biv DeVoe.
01:13:33Das musste so kommen.
01:13:34Man wollte wachsen und setzte seine Ellbogen ein.
01:13:37Schicksal.
01:13:40Aus der Gruppe wurden vier Teile, die jeweils Platin einheimsten.
01:13:44Das war der Erfolg mit den Solo-Karrieren.
01:13:49Belle Biv DeVoe haben für Boybands ein neues Genre entwickelt.
01:13:53Vom Bubblegum-Stil zu Hip-Hop und R'n'B.
01:14:01Mit diesem ansteckenden Rhythmus von Poison und den Hardcore-Drums.
01:14:11Eine neue Generation entstand mit einer Kombi von R'n'B und Street-Appeal.
01:14:17Let me give you Justin Timberlake.
01:14:20In Sync machten Justin Timberlake groß.
01:14:25In Sync waren der Knaller.
01:14:27Aber sie waren viereinhalb Jahre nonstop unterwegs.
01:14:31Sie wollten sechs Monate Pause machen und dann wieder zusammenkommen.
01:14:36Doch Justin sagte, ich habe so viel Musik im Kopf, da arbeite ich inzwischen an einem Solo-Album.
01:14:45Binnen fünf Wochen hatte er das Justified-Album fertig.
01:14:50Und wegen des großen Erfolgs hat MTV ihn bei den MTV Video Music Awards auftreten lassen.
01:14:55Der Auftritt aus der Boombox.
01:14:58Danach war kein Halten mehr.
01:15:10Es gibt immer Bandmitglieder, die sich eine Solo-Karriere zutrauen.
01:15:15Ob das klappt, ist eine andere Frage.
01:15:18Einer, eventuell zwei von ihnen schaffen es für gewöhnlich.
01:15:22Für die anderen ist es das Ende ihrer Karriere.
01:15:29Das Musikgeschäft bringt dir bei, an dich selbst zu glauben.
01:15:32Aber es bereitet dich nicht auf deinen Abstieg vor.
01:15:38Die Backstreet Boys haben sich nie zerstritten.
01:15:43Aber 2001 war ziemlich düster.
01:15:49Wir waren neun Jahre lang unterwegs gewesen.
01:15:52Permanent ein neues Album, eine weitere Tournee und immer so weiter.
01:15:59Und statt mich auf mich selbst zu besinnen, habe ich mich an diesen Lifestyle gewöhnt.
01:16:02Die Partys, das Trinken, die Drogen.
01:16:08Dann tat ich, was ich niemals tun wollte, nämlich auf der Bühne zu trinken.
01:16:14Da merkte ich, so geht's nicht weiter.
01:16:19An dem Tag, an dem ich direkt von der Tournee in den Entzug gegangen bin, war es vorbei.
01:16:28Dann ging Kevin für sechs Jahre.
01:16:31Er hat eine Familie gegründet.
01:16:34Wir haben einander alles Gute gewünscht und dann zur Viert weitergemacht.
01:16:422002 war unsere letzte Tournee.
01:16:44Justin arbeitete an seinem Soloalbum.
01:16:47Das haben wir alle unterstützt.
01:16:48Es war eine super Idee.
01:16:50Das Label wollte uns in sechs Monaten wieder zusammenbringen, aber dazu kam es nie.
01:16:56Es ging ohne großen Abschied für die Fans zu Ende.
01:17:00Wir sind einfach nie wieder zusammen aufgetreten.
01:17:06Das war hart.
01:17:08Anfangs gab es viel Anfeindung, Wut und Bitterkeit.
01:17:12Ich fragte mich, ob wir je wieder zusammen kämen.
01:17:17Das hat uns richtig verstört.
01:17:19Wir verstanden nicht, was passierte.
01:17:23Justin hatte eine Nummer-Eins-Hüt und Angebote für eine Welttournee.
01:17:27Da gab es keinen Weg zurück.
01:17:30Nicht, dass er sich zurückzog.
01:17:32Doch er musste so weitermachen.
01:17:37Vom Business-Standpunkt aus verstehe ich das.
01:17:40Justin ist supertalentiert, das mussten wir ihm zugestehen.
01:17:43Aber was war mit uns?
01:17:51Bei One Direction hat jeder eine Solo-Karriere gemacht und ist in die Top Ten gekommen.
01:17:56Unglaublich.
01:18:00Harry hat es richtig abgehoben.
01:18:04Mit seiner Solo-Karriere hat er One Direction noch übertroffen.
01:18:07Er hat einen Grammy für das Album des Jahres gewonnen.
01:18:11Harry Styles!
01:18:15Von den Boybands haben das sonst nur Michael Jackson, Justin Timberlake und George Michael geschafft.
01:18:23Scheiße!
01:18:25Das ist so, so schön.
01:18:26Danke sehr, sehr, sehr.
01:18:29Wenn ein wichtiges Mitglied geht, machen die meisten Boybands nicht weiter.
01:18:34Die Ära ist wohl vorbei.
01:18:39Doch aus One Direction Fans wurden K-Pop Fans.
01:18:44Die westliche Welt kann das nicht mehr ignorieren.
01:18:49Diese Gruppen haben zwischen vier und 13 Mitglieder.
01:18:54Und schaffen zusammen etwas, was man bisher noch nie gesehen hatte.
01:19:13K-Pop ist die logische Fortsetzung der Boybands.
01:19:17Die Jungs sehen toll aus, sie können hervorragend singen und tanzen.
01:19:24K-Pop ist die Verbindung des Alten mit dem Neuen.
01:19:29Man sieht deutlich den Einfluss von Michael Jackson.
01:19:37Sie leben und atmen Musik. Tag und Nacht.
01:19:42Und das ist nichts anderes als Barry Gordys Schule bei Motown.
01:19:50Sie haben sich angesehen, wie es in Orlando lief.
01:19:53Etwa mit dem Tanzunterricht für die Boybands und es auf die nächste Stufe gehoben.
01:20:01Spannend, die Choreografie von NSYNC und der Backstreet Boys bei BTS und Seventeen wiederzusehen.
01:20:07Und Seventeen.
01:20:10Oh, hi. Nice to meet you.
01:20:14Seventeen bedeutet für mich ewige Jugend.
01:20:19Seventeen sind wirklich interessant.
01:20:2113 Jungs, das klingt nach Chaos.
01:20:25Aber es funktioniert.
01:20:28Es gibt drei Abteilungen.
01:20:31Das Hip-Hop-Team, die Tänzer und die Sänger.
01:20:35Man merkt, sie passen zusammen.
01:20:40Wir wollen alle gemeinsam Spaß haben.
01:20:44Das ist der Clou bei so vielen Mitgliedern.
01:20:49Bei Seventeen gibt es so viele unterschiedliche Charaktere.
01:20:53Die Fangirls haben eine riesige Auswahl, auf wen sie gestehen.
01:21:03Bevor ich überhaupt davon träumen konnte, Sänger in einer K-Pop-Gruppe zu werden, hat mich ein Talentscout auf der
01:21:09Straße angesprochen.
01:21:11Sie fragte, ob ich an einer Ausbildung dafür teilnehmen wollte.
01:21:15Es klang nach einer netten Gelegenheit.
01:21:20Viele von Seventeen wurden auf der Straße entdeckt.
01:21:24Sie machten eine lange Ausbildung als Trainees, lernten zu tanzen und zu singen und als Gruppe aufzutreten.
01:21:31Sie lebten und wohnten lange zusammen.
01:21:36Jede Gruppe sollte anfangs zusammen wohnen.
01:21:39Dann weiß man gleich, ob man sich leiden kann.
01:21:44Zu Anfang wurden alle 13 von uns zusammen mit dem Team in zwei Busse gestopft.
01:21:49Das hat uns motiviert, härter zu arbeiten und uns noch mehr anzustrengen.
01:21:53Ich bin wirklich auf der Straße.
01:21:54Ich bin in der Schule, weil ich das loswerden muss.
01:21:55Ich bin in der Schule, weil ich in der Schule und in der Schule verfassungsgearbeitet habe.
01:21:59Hoshi's Spider-Video ist das perfekte Beispiel, wie gut die Tänzer sind.
01:22:11Sie haben sie mit den neuen Kindern auf dem Block zusammengearbeitet.
01:22:17Ich denke, das ist für sie ein Hommage.
01:22:20The song is called Dirty Dancing, Dirty Dancing, Dirty Dancing, on me, on me.
01:22:31That song really resonated with people.
01:22:34The song came super, not only because he's a great boy,
01:22:36but also because he's a mutual respect between each other.
01:22:40When I think, as a child, I would never dream of being a champion for anyone.
01:22:44They are now that, what the New Kids were 30 years ago.
01:22:51We had never thought that we were so close to that.
01:22:57When we come across the whole world and thousands of people just for us,
01:23:04then it feels surreal.
01:23:07We didn't know what would lead to success.
01:23:11But having...
01:23:12...but having...
01:23:13...been to come across the group,
01:23:14it makes the journey feel comfortable.
01:23:25These great experiences we as 98 Degrees have made together very much, even if it's life in a boy band
01:23:33sometimes hard.
01:23:37But that makes you just stronger.
01:23:40And I wouldn't change anything.
01:23:41Egal ob es die persönlichen oder die beruflichen Dinge waren, wir haben es gemeinsam durchgestanden.
01:23:49Man hat durchaus mit den anderen zu kämpfen.
01:23:53Manchmal geht es um so bescheuerte Dinge wie wer das blaue und wer das orange Shirt anziehen darf.
01:23:58Aber wir haben gemeinsam etwas erlebt, was kaum jemand sonst nachvollziehen kann.
01:24:02Es waren unsere einzigartigen Erfahrungen.
01:24:05Ziemlich cool.
01:24:10Wir reden, wir streiten, wir lachen und weinen, so wie eine Familie.
01:24:20Wahrscheinlich habe ich mich von allen in der Gruppe am meisten verändert.
01:24:24Ich musste mich ziemlich verstellen, ein ganz anderer Mensch sein als der, der ich wirklich war.
01:24:29Ich wurde zu dem Schüchternen, weil ich nicht wollte, dass mein Geheimnis herauskam.
01:24:34Die Leute sollten nicht merken, dass ich schwul bin.
01:24:51Wenn ich Interviews von vor 20 Jahren sehe, frage ich mich, wer ist das?
01:24:56Das bin nicht ich.
01:24:57Ich wusste nicht, wer ich war.
01:25:01Als ich mich später nicht mehr verstellen musste, bekam ich mehr Selbstvertrauen.
01:25:07Und alle in der Band haben mich immer unterstützt.
01:25:11Das ist großartig aus heutiger Sicht.
01:25:17Boybands haben eine wunderbare, sichere Zone besonders für junge Frauen geschaffen, in der sie gut aufgehoben waren und sich gemeinsam
01:25:24für etwas begeistern konnten.
01:25:27Am College hatte ich eine ganz schwere Zeit.
01:25:29Ich habe viel durchgemacht.
01:25:31Aber in meinem Laptop gab es fünf Jungs, die mich zum Lachen brachten.
01:25:36One Direction waren meine Rettung.
01:25:38Durch sie habe ich das ausgehalten.
01:25:43Mit 17 hatte ich als Fangirl eine Phase, in der ich mich dafür geschämt habe.
01:25:49Die Welt sagt dir, was Teenager-Mädchen gut finden, ist blöd.
01:25:55Junge Mädchen, die auf einem Justin Bieber-Konzert ekstatisch kreischen, so laut sie können, die gelten als verrückt, durchgeknallt, ausgeflippt.
01:26:07Aber wenn ein Junge dasselbe beim Sport macht, nimmt man das leidenschaftlich, loyal.
01:26:12Er ist ein treuer Fan.
01:26:14Er liebt doch nur das Spiel.
01:26:20Wir sollten die Mädchen nicht auslachen.
01:26:23Wir sollten sie nicht klein machen und verspotten, wenn sie sich für etwas begeistern und ihre Liebe für das zeigen,
01:26:29was ihnen wichtig ist.
01:26:33Letztlich sind die Fangirls diejenigen, die zuletzt lachen.
01:26:36Sie werden Mütter, Lehrerinnen, Ärztinnen, Rechtsanwältinnen und Politikerinnen und übernehmen die Macht im Land.
01:26:42Unsere Fans sind zu den heutigen Entscheidungsträgerinnen geworden.
01:26:48Die jungen Fans, die mit deiner Musik aufwachsen, werden auch mit dir älter.
01:26:53Wir sind Freunde, seit wir in der 3.
01:26:55Jahrhundert waren.
01:26:55Wir haben T-Shirts und zusammengebracht.
01:27:02Und jetzt, 15 Jahre später, sind wir T-Shirts und zusammengebracht.
01:27:06Das ist ein sehr sentimentale Moment für uns.
01:27:09Diese große Treue zu Boybands kann die Zeit über dauern.
01:27:14Wenn Boybands zusammenhalten, gibt es sie auch mehr als 2 oder 3 Jahre.
01:27:19Wir sind der lebende Beweis, wie unsere Idole von New Edition.
01:27:24Die Mädels, die mit 12 deine Fans waren, kaufen jetzt die Tickets für die Kreuzfahrten und die Mixtape-Tour.
01:27:37Unsere Wiederauferstehung ist so etwas ähnliches wie bei Sportlern die Altherrenmannschaft.
01:27:44Ich werde die Rückkehr von Kevin nie vergessen.
01:27:47Bei I Want It That Way kam er auf die Bühne.
01:27:54Die begeisterten Schreie waren so laut, ich musste die Ohrhörer rausnehmen.
01:28:00Er stand nur da und ich habe es ihm gegönnt.
01:28:06Dann gingen wir wieder ins Studio.
01:28:08Es ist eine generationenübergreifende Sache.
01:28:12Bei unserer letzten Tour waren 5-Jährige genauso dabei wie 85-Jährige.
01:28:16Die Fans sind mit dir über die Musik persönlich verbunden.
01:28:20Man sieht sich in die Augen und alles ist wieder da.
01:28:22Das ist ein Moment.
01:28:26Mach ein Geräusch für NSYNC.
01:28:30Ihr seid pop-personiert.
01:28:33Ich hatte eure Dolls.
01:28:35Wenn wir 5 zusammen sind, scheint die restliche Welt zu verschwinden und wir reisen zurück in die Vergangenheit.
01:28:43Sie nach 11 Jahren wieder gemeinsam auftreten zu sehen, war großartig.
01:28:56Das ist das Schöne an Musik.
01:28:58Sie versetzt dich in die damalige Zeit zurück.
01:29:00Man kann diese Augenblicke wieder genießen, in denen man glücklich und sorglos war.
01:29:07Es ist eine Kindheitserinnerung und man kann stolz darauf sein.
01:29:11Die Musik von Boybands ist so stark, weil sie sich immer weiterentwickelt.
01:29:15Sie sind immer weiterentwickelt.
01:29:19Ich liebe dich! Ich liebe dich! Ich liebe dich! Ich liebe dich!
01:29:22Ich liebe dich immer und immer!
Comments

Recommended