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00:00:21Wow!
00:00:22Das ist Mainz!
00:00:23Hören Sie das, was hier los ist!
00:00:26Mainz!
00:00:26.
00:00:30Wahnsinn!
00:00:32Es ist so toll!
00:00:34Nein, ich darf Sie ganz herzlich begrüßen, Sie hier im Saal.
00:00:38Und natürlich Sie zu Hause an Bildschirmen, Tablets, Smartphones
00:00:41oder heimlich im Büro, im zweiten Browser-Tab.
00:00:43Hier im Saal, das haben Sie eben schon gemerkt, tobt der Bär.
00:00:45Und ich hoffe, wir können dieses frühlingsfeste Emotionen
00:00:48zumindest ein bisschen zu Ihnen rüber streamen.
00:00:50Sie merken schon, ich bin heute Abend sozusagen der Giovanni Zarella
00:00:54der Kleinkunst.
00:00:55Ich freue mich.
00:00:57Und ich darf Sie durch den Abend führen und die Glocken, das ist eine
00:01:00große Ehre für mich, die Glocken an die Preisträgerinnen und
00:01:01Preisträger überreichen.
00:01:03Und ich lege mich jetzt schon mal fest, das wird eine Wahnsinns-Show.
00:01:06Hier heute Abend im Frankfurter Hof in Mainz.
00:01:09Und ich weiß, Mainz, Frankfurt, das ist jetzt für Freunde deutscher
00:01:13Geografie zunächst verwirrend.
00:01:15Aber keine Angst, Rheinland-Pfalz oder Hessen, Hauptsache Kleinkunst.
00:01:19Aber wie gut, dass wir Kabarett-Satire und Kleinkunst haben in diesen irren Zeiten.
00:01:23Es ist wirklich irre.
00:01:25Völkerrecht wird immer mehr zum fakultativen Angebot.
00:01:27Und bei den Führern der Welt durchleben wir eine Ära auto-aggressiver Silberrücken
00:01:31nebst einem Orange-Utan.
00:01:36Wenn Sie wissen, wen ich meine.
00:01:45Allesamt ausgestattet mit zu viel Macht und miesem polizeilichen Führungszeugnis.
00:01:49Und das sorgt international allzu oft für das Gesetz des Dschungels.
00:01:53Aber frei nach Hans-Dieter Hüsch könnte man auch sagen, auch das Primate ist politisch.
00:02:00Ja Freunde, da muss man ein bisschen mitarbeiten jetzt hier an der Stelle.
00:02:02Das ist immerhin der Deutsche Kleinkunstpreis, Freunde.
00:02:06Und ja, da sollten Sie, da sollten Sie auch applaudieren.
00:02:15Insofern ist der Deutsche Kleinkunstpreis vielleicht wichtiger denn je, zeichnet er doch
00:02:19die Kolleginnen und Kollegen aus, die eine eigentlich zu Ende zugespitzte Realität nochmal
00:02:24mit dem Feinwerkzeug ihrer Kunst bearbeiten.
00:02:27Und verliehen wird er vom Kleinkunst-Tempel in Mainz vom Mainzer Unterhaus.
00:02:31Und falls Sie zu Hause jetzt sagen Unterhaus Mainz schon mal gehört, aber ich war nie da.
00:02:36Wie beschreibt man das Unterhaus in Mainz?
00:02:38Also das Unterhaus in Mainz ist eigentlich ja so ein altehrwürdiges schlauchförmiges Keller-Gemäuer,
00:02:45das auch immer mal wieder mit feuchten Wänden und Decken zu kämpfen hat.
00:02:49Und böse Zungen behaupten ja, das hätte was mit der baulichen Substanz zu tun.
00:02:53Das ist nämlich völliger Quatsch.
00:02:54In Wahrheit kommt das von literweise verdunsteten Lachtränen, die sich als Salzränder der Komik
00:03:01im Mauerweg manifestiert haben.
00:03:07Ja, Freunde.
00:03:14An der Ansage habe ich ein Jahr lang geschrieben.
00:03:17Mit Richard David Precht.
00:03:19So, und wenn irgendwann der dritte Weltgegenmer die Menschheit eines Tages ausgerottet hat,
00:03:24werden vielleicht Außerirdische hierher kommen und in irgendeinem Keller in Mainz diese Höhlenmalerei
00:03:29finden.
00:03:30Und die wohl wichtigste Frage der Branche stellen, ist das jetzt noch Kabarett oder Comedy?
00:03:36Eine Frage, die sich die Jury des Kleinkunstpreises natürlich nicht stellen muss.
00:03:39Denn diese Korrifäen des Kulturbetriebs haben mehr Bühnenprogramme gesehen als Teenager-TikTok-Videos.
00:03:44Und Ihnen geht es einzig und allein um künstlerische Perfektion.
00:03:48Was mich direkt zum ersten Preisträger bringt.
00:03:51Es geht schon los.
00:03:52Ich bin so aufgeregt.
00:03:54Weil unser erster Preisträger ist Klaus von Wagner.
00:03:58Und da werden Sie...
00:03:58Ja?
00:04:00Zurecht.
00:04:01Sie klatschen völlig zurecht.
00:04:04Ja.
00:04:10Und...
00:04:12Ich schaue in einige fragende Gesichter an.
00:04:14Ich sage, was?
00:04:15Der Klaus von Wagner, der hat den Kleinkunstpreis noch nicht?
00:04:18Doch.
00:04:19Aber nicht allein.
00:04:20Mit seinen Kollegen Matthias Dretter und Philipp Weber hat er ihn 2010 als erstes deutsches
00:04:24Zwangsensemble erhalten.
00:04:26Und wenn Sie jetzt ausrufen, ja und?
00:04:28Das reicht doch dann.
00:04:29Nein.
00:04:30Denn Klaus ist nicht nur an der Seite von Max Utthoff und Maike Kühl, das Herz der Anstalt
00:04:34im ZDF, sondern auch ein begnadeter Solist.
00:04:37Die Jury schreibt, die Wucht seiner Bühnenpräsenz und sein Sinn für Situationskomik verwandeln
00:04:43auch schwere Stoffe in fesselnde Theaterkunst.
00:04:46Äh, fesselnde Theaterkunst, wir können doch sagen, kabarettistisches Bondage.
00:04:53Der Deutsche Kleinkunstpreis 2026 in der Sparte Kabarett geht an Klaus von Wagner!
00:05:05Applaus!
00:05:10Applaus!
00:05:11Applaus!
00:05:12Vielen Dank!
00:05:18Vielen Dank!
00:05:19Vielen Dank, das ist wirklich...
00:05:21Applaus
00:05:23Vielen, vielen.
00:05:24Das ist zu nett.
00:05:26Do you not think that the price is a bit late?
00:05:30No, no, no, not for me.
00:05:32For the Kabarett.
00:05:33The Kabarett finds out.
00:05:35I made a list of them, where we all say, what?
00:05:39We have a whole planet in the Klima-Krise.
00:05:42Arten sterben, all the ecological systems are together.
00:05:45Donald Trump is the second and probably not the last time President of the United States.
00:05:50We have Kriege now in the entire Osten.
00:05:52Der Kriegsverlauf in the Ukraine hängt davon ab, ob Trump oder Putin jeweils Blutdrucksenker
00:05:56oder Viagra genommen haben.
00:05:58Das Schicksal der schwarz-roten Koalition hängt davon ab, ob Markus Söder Blutdrucksenker
00:06:03oder...
00:06:05Der Kulturstaatsminister Weimar nutzt Erkenntnisse vom Verfassungsschutz,
00:06:09um Buchhandlungen von Preisverleihungen auszuschließen,
00:06:12obwohl wir nicht mal wissen, ob die beim Verfassungsschutz überhaupt Bücher lesen können.
00:06:18Der Kandidat...
00:06:27Der Kandidat für das Ministerpräsidentenamt von Baden-Württemberg, der CDU, Manuel Hagel,
00:06:31erklärt den Klimawandel mit den Worten, wenn die Atmosphäre dünner wird, wird dadurch die Sonne heißer
00:06:36und das ist der Treibhauseffekt und verleiht dadurch dem Wort Hagelschaden eine ganz neue Bedeutung.
00:06:52Die Union hält sich mit Menschen wie ihm und Jens Spahn tatsächlich für regierungsfähig.
00:06:57Und Friedrich Merz ist immer noch Kanzler.
00:07:00Wer braucht denn da ernsthaft eine Kunstform, die sagt, ich arbeite mit Übertreibung?
00:07:17Was denkt man, was ist der Effekt, wenn so ein Berufssatiriker wie ich,
00:07:21jetzt so einen Berufspolitiker, den so durchsatirisiert?
00:07:25Ja, was ist man, was ist die Hoffnung, dass sich dieser Berufspolitiker dann überlegt,
00:07:29bei der nächsten politischen Entscheidung, oh, da soll... Philipp Amthor.
00:07:33Philipp Amthor, falls Sie nicht kennen, CDU, Bundestagsabgeordneter und das, was rauskommt,
00:07:37wenn man Trachtenjanker mit einer Bügelfalte kreuzt.
00:07:40Also, was haben wir dem nicht... Den haben wir erwischt.
00:07:44Hat er sich bezahlen lassen für Lobbyarbeit. Haben wir ihn erwischt.
00:07:47Satirisiert bis dort hinaus. Ich habe ihm einen geschenkt, eine nach der anderen.
00:07:50Was war das Ergebnis meiner satirischen Attacken? Ich habe es nur notiert.
00:07:53Er wurde als Nummer eins der CDU-Landesliste von Mecklenburg-Vorpommern wieder in den Bundestag gewählt.
00:08:00Und gilt jetzt als jemand, der es in der CDU bis ganz nach oben schaffen kann.
00:08:04Unter einem Friedrich Merz. Er ist ja jetzt schon Staatssekretär für Digitales.
00:08:10Philipp Amthor.
00:08:13Staatssekretär für... Der einzige Mensch unter 35, der sich bei TikTok per Brief anmeldet, ist Staatssekretär für Digitales.
00:08:32Entschuldigen Sie bitte, dass ich hier auf einzelnen demokratischen Volksvertretern so rumhaue.
00:08:35Das ist sonst nicht meine Art.
00:08:40Hören Sie, aber ich bin gerade in so einem demokratischen Loch.
00:08:42Doch, das ist ganz... Vielleicht auch kein Wunder.
00:08:44Weil wo spürt man dann als Bürgerin oder Bürger Demokratie?
00:08:48Vor Ort, bei der Infrastruktur, in der Kommune.
00:08:50Und wo fehlt das Geld an allen Ecken und Enden?
00:08:53Die Kommunen. Wir haben Schlaglöcher in den Straßen.
00:08:57Stadtreinigung, da wird gespart. Bei der Straßenbeleuchtung wird gespart.
00:09:00Das ist übrigens das, was mich am Stadtbild stört.
00:09:05Aber...
00:09:12Was mich noch mehr stört, es untergräbt das Vertrauen der Menschen in die Demokratie.
00:09:17Und ich habe mich gefragt, warum, wenn Infrastruktur so wichtig ist für Demokratie?
00:09:21Warum haben wir das dann jahrzehntelang vernachlässigt?
00:09:24Und ich habe als Wortkünstler, faul wie ich bin, beim Wort Infrastruktur begonnen.
00:09:30Versuchen Sie, das Wort mal begeistert auszusprechen.
00:09:33Das ist wie Straßenbelag zwischen den Zähnen.
00:09:36Infrastruktur, das begeistert niemanden.
00:09:37Ja, in ETFs investieren.
00:09:41Private-Public-Partnerships.
00:09:43Das klingt wie Yippie-Jay-Schweinebacken, es geht los.
00:09:47Aber der Satz, wir müssen mehr Geld in Infrastruktur stecken,
00:09:51das klingt wie der Typ auf Partys, der auf die Frage,
00:09:53und was begeistert dich?
00:09:54So sagt ein Abfassersysteme.
00:09:59Infrastruktur, das ist ein Wort, das hat eine Erotik eines Dates mit Hubert Aiwanger.
00:10:04Infrastruktur ist ein Wort, das verhindert Orgasmen.
00:10:07Wie Hubert Aiwanger.
00:10:10Dabei verstehe ich das gar nicht, weil Infrastruktur,
00:10:12wenn man sich das mal genau überlegt,
00:10:14Infrastruktur, das sind die Adern,
00:10:16durch die das Leben unserer Gesellschaft pulsiert.
00:10:19Ich meine, das sind Abfassersysteme,
00:10:21Bahnhöfe, Feuerwachen, Glasfasernetze, Gleisanlagen, Kitas,
00:10:24Krankenhäuser, Radwege, Schulen, Sozialwohnungen,
00:10:27Straßennetze, Stromnetze, Universitäten, Wasserstraßen.
00:10:29Wir könnten den öffentlichen Nahverkehr ausbauen, kostenlos machen,
00:10:32Wohngebäude sanieren, erneuerbare Energien fördern,
00:10:34eine Kreislaufwirtschaft aufbauen,
00:10:36Städte nachhaltiger Plan, Infrastruktur ist sexy.
00:10:56Das war jetzt meine Darstellung von sexy.
00:11:00Es tut mir leid, dass Sie da durch mussten.
00:11:02Aber ich meine, selbst Menschen wie Markus Söder
00:11:05haben mit der Zeit dann so Sätze fallen lassen,
00:11:08wie die Deutschen hätten beim Thema Infrastruktur
00:11:12ein tiefes Störgefühl.
00:11:14Und das ist für mich ein Alarmsignal,
00:11:15wenn Menschen wie Markus Söder teilweise etwas Richtiges sagen.
00:11:19Teilweise deshalb, weil seine Analyse,
00:11:22warum wir quasi in Deutschland jahrzehntelang
00:11:25die Infrastruktur vernachlässigt haben, war,
00:11:26ich habe es mir aufgeschrieben, die Grünen.
00:11:31Ich habe mich mal gefragt, wie viel Geld brauchen wir denn eigentlich?
00:11:34Nur mal, damit wir es mal ...
00:11:35Und wir haben die Infrastruktur übrigens nicht ausbauen,
00:11:38sondern die Infrastruktur einigermaßen so darstellen,
00:11:40dass sie funktionieren.
00:11:41Dann habe ich mal Wirtschaftsprüfungsunternehmen
00:11:42sagt 960 Milliarden Euro.
00:11:45Nur für Infrastruktur.
00:11:47Das sind 1000 Milliarden Euro für Infrastruktur.
00:11:51Nur, dass Sie sich vorstellen können, das ist sackteuer.
00:11:55Also nur zum Vergleich, der letzte Bundeshaushalt 500 Milliarden.
00:11:58Und jetzt wird es doch spannend,
00:12:00wenn ein Staat aus dem laufenden Betrieb
00:12:01etwas nicht mehr wuppen kann, was muss er dann machen?
00:12:06Oh, ich habe schon gehört, jemand hat Schulden gesagt.
00:12:08Das ist selten geworden in letzter Zeit.
00:12:10Meistens kommt an der Stelle Sondervermögen.
00:12:13Das mag der Deutsche lieber, weil das Wort Schulden machen ...
00:12:16Der Deutsche hat zum Thema Schulden ein merkwürdiges Missverhältnis.
00:12:19Es gibt ja Leute, die sagen,
00:12:21Schulden machen ist das Versagen unfähiger Politiker.
00:12:23Nein, Schulden machen ist erst mal ein ganz geregelter Vorgang.
00:12:26Also wenn ein Staat Geld braucht, was macht er dann?
00:12:28Er gibt eine Staatsanleihe.
00:12:31Das ist ein Papier.
00:12:32Ein Schuldschein, auf den wir draufschreiben,
00:12:35hey du, ich zahle dir in 30 Jahren das geliehene Geld zurück.
00:12:39Manchmal mit, manchmal ohne Zinsen.
00:12:40Liebe Grüße, dein Deutschland.
00:12:43PS ist mehr Obst.
00:12:47Und diese Staatsanleihe ...
00:12:57Das ist spannend, die wird dann versteigert an so eine Bietergruppe,
00:13:00Geschäftsbank und dann passiert etwas Magisches.
00:13:03Wenn jetzt der Finanzminister auf den Knopf drückt, dann passiert etwas Magisches,
00:13:06dann fließt dieses Geld zum Beispiel auf die Konten der Firmen,
00:13:09die gerade unsere Infrastruktur, die Schulen, die Kindergärten, die Wasserstraßen für uns gebaut haben.
00:13:15Und dann passiert etwas Magisches, quasi das Geld fließt ins Land.
00:13:18Durch Schulden entsteht mehr Geld in unserem Land.
00:13:22Die Privatwirtschaft hat mehr Geld als vorher, kann das dann auszahlen zum Beispiel als Löhne.
00:13:26Die Menschen haben Geld, das sie wiederum ausgeben können für Kabarettabende, von denen sie hoffen, dass es nicht die ganze
00:13:31Zeit um Staatsfinanzierung gehen wird.
00:13:35Aber der Deutsche, Wahnsinn, der Deutsche sagt an der Stelle schon, das mag ich gar nicht hören, der kommt immer
00:13:43mit dem Satz,
00:13:44ja, aber wir dürfen doch den nachfolgenden Generationen keine Schulden hinterlassen.
00:13:51Und dann fragst du ihn, willst du denn den nachfolgenden Generationen keine Schulen hinterlassen?
00:13:54Und dann reagiert der Deutsche meist recht sachlich und sagt, Arschloch!
00:14:00Und dann versuchst du ihm zu erklären, du, die Infrastruktur, die könnt ihr dann noch in Zukunft,
00:14:03ne, können die doch dann mitbenutzen, die anderen, kann man das nicht so sehen?
00:14:07Und dann sagt der Deutsche, ach so, so habe ich es noch nie gesehen, du hast recht.
00:14:12Nein, nie, nein. So endet das Gespräch nie.
00:14:15Ich habe das so geschrieben, weil ich einmal wollte, dass das Gespräch so ausgeht.
00:14:20Ein einziges Mal.
00:14:31Sie werden jetzt sagen, Moment, Moment, ja, geregeltes Fahren hin oder her,
00:14:34jetzt haben wir ja Geld bekommen, um Infrastruktur zu machen, aber jetzt haben wir ja Schuldscheine.
00:14:38Die müssen wir ja irgendwann zurückzahlen, noch dazu mit Zinsen.
00:14:41Ja, aber seien Sie ein bisschen selbstbewusster.
00:14:43Wir sind keine schwäbische Hausfrau, wir sind ein Staat.
00:14:45Wir haben Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, die können ordentlich was wuppen.
00:14:48Und zweitens, noch viel wichtiger, diese Staatsanleihen werden ja nicht alle gleichzeitig fällig,
00:14:53sondern nacheinander.
00:14:55Und Deutschland kann jetzt Folgendes machen, das ist großartig.
00:14:57Also, wenn zum Beispiel so eine alte Staatsanleihe, wenn die fällig wird,
00:15:00dann kann Deutschland eine neue Staatsanleihe herausgeben, um damit die alte Staatsanleihe zu bezahlen.
00:15:07Das ist seriöser, als es klingt.
00:15:09Ich habe nachgeschaut.
00:15:12Jetzt, wenn es ja im Moment ist, es ist ja wie so ein Pyramidenschirm,
00:15:14was ist, wenn niemand mehr deutsche Staatsanleihen will?
00:15:16Das habe ich einem Banker gefragt, tatsächlich.
00:15:18Was ist, wenn niemand mehr deutsche Staatsanleihen will?
00:15:20Hat er angefangen zu lachen.
00:15:22Er hat gesagt, für uns Banker sind deutsche Staatsanleihen sowas wie Crack.
00:15:27Und das ist eine schöne Verhandlungsposition, als Dealer gegen Übersüchtigen.
00:15:34So kam die Situation zustande, 2016 bis 2021.
00:15:38Da gab es Negativzinsen.
00:15:40Das muss ich mir vorstellen, die Banken wollten ihr Geld in Sicherheit bringen.
00:15:43Was haben sie gemacht?
00:15:44Die haben Deutschland Geld gezahlt, um uns Geld leihen zu dürfen.
00:15:49Ich wiederhole.
00:15:52Wir hätten uns verschulden können, damit Kindergärten bauen und hätten dafür noch Geld bekommen,
00:16:02hat Ihnen ein Finanzminister das jemals so erklärt.
00:16:05Das ist wie ein Barkeeper, der dir sein Trinkgeld gibt, damit du dir noch ein Bier leisten kannst.
00:16:22Was ich sagen will, es gibt ein geregeltes Verfahren, um Schulden zu machen.
00:16:26Wir können uns leisten, Schulden zu machen.
00:16:28Und von progressiv bis konservativ Ökonomen stehen dahinter und sagen,
00:16:31ja, es macht durchaus Sinn, sich für Infrastruktur Investitionen zu verschulden.
00:16:35Also, warum war dann so lange dafür kein Geld da?
00:16:40Und das erkläre ich Ihnen in meinem Live-Programm.
00:16:43Vielleicht haben Sie ja Lust, vorbeizukommen.
00:16:45Vielen Dank.
00:16:46Einen schönen Abend.
00:16:47Dankeschön.
00:16:48Vielen, vielen herzlichen Dank.
00:16:50Herzlichen Dank.
00:16:54Dankeschön.
00:16:55Es ist mir eine große Freude und Ehre.
00:16:57Applaus von Wagner!
00:17:03Deutscher Kleingungsweis in der Schwarte Kabarett.
00:17:06Sensationell, ja.
00:17:11Lassen wir uns kurz weiter noch über Politik sprechen.
00:17:13Das wird Sie überraschen, aber...
00:17:18Es ist schon krass, wie die Landtagswahl in Baden-Württemberg
00:17:20die gesamte deutsche Politik ordentlich durchgeschüttet hat, oder?
00:17:23Vor allem die Union hat ja auf so eine Art Spätzleinfusion gehofft
00:17:27und war am Ende dann doch arg enttäuscht.
00:17:29Stimmung verhagelt.
00:17:32Tränen, nasse Rehaugen.
00:17:34Ja.
00:17:43Tränen, nasse Rehaugen, wo man hingeschaut hat.
00:17:46Gut, eigentlich hätte man ja wissen können,
00:17:47weil im Ländle steht das C in CDU für Cem.
00:17:49Ja?
00:17:52Ja?
00:17:52Hätte sich...
00:17:54Oder?
00:17:56Hätte sich Manuel Hagel so krass von sich selbst distanziert,
00:17:58wie Cem Özdemir von den Bundesgrünen hätte die CDU vielleicht gewonnen.
00:18:02Dabei waren die ja noch beim CDU-Parteitag in Stuttgart,
00:18:04war die CDU ja noch emotional voll.
00:18:06Da war ja...
00:18:07Wir haben oben gute Laune und...
00:18:10Da war wirklich Stimmung.
00:18:12Trotz aller parteiinterner Differenzen war da großes
00:18:14Tschakka-Tschakka angesagt.
00:18:15Nur gute Vibes.
00:18:16Friedrich Merz.
00:18:17Ja, auch wieder als CDU-Chef gewählt.
00:18:19Das sogar im ersten Wahlgang.
00:18:21Das kennt ihr gar nicht mehr.
00:18:22Und man hat aber hier und da schon gemerkt,
00:18:24dass nicht alles eine Wolke ist.
00:18:26Zum Beispiel an Carsten Lindemann, meinem Lieblingspolit-Frettchen.
00:18:30Der hat für meine Begriffe so das emotionale Gaspedal
00:18:33so ein bisschen, also Knappe fehlt.
00:18:35Hören Sie mal.
00:18:36Ich mach diese Arbeit unglaublich gerne.
00:18:38Ich sehe mich als Ihr Dienstleister.
00:18:41Der versucht alles umzusetzen, was die Partei will.
00:18:45Denn nur das bringt uns nach vorne.
00:18:47Ich liebe dieses Land.
00:18:49Die CDU mag ich.
00:18:54Es ist wirklich...
00:18:56Ja, aber...
00:18:58Verrückt.
00:18:59Aber machen Sie mal den Versuch.
00:19:01Saßen wir zu Hause zu Ihrem Partner, Ihrer Partnerin.
00:19:02Hier.
00:19:03Ich liebe unsere Wohnung.
00:19:05Ich liebe unsere Stadt.
00:19:06Dich?
00:19:06Mag ich?
00:19:08Direkt Stimmung in der Burde.
00:19:10Also...
00:19:10Man hat so...
00:19:13Man hat also gemerkt, bei der CDU, also zwischen dem behaupteten
00:19:16und dem tatsächlichen Elan lag so eine gewisse Diskrepanz.
00:19:20Und das hat man dann auch kurioserweise an Friedrich Merz gemerkt.
00:19:23Der war so gebremst.
00:19:25Der hat teilweise zwischen einzelnen Wörtern so lange Pausen gemacht.
00:19:28Da hättest Du diverse Grüße aus der Küche servieren können.
00:19:32Und nicht, dass Sie mich jetzt für verrückt halten.
00:19:33Ich habe ein paar Ausschnitte mitgebracht.
00:19:35So war der Merz energetisch drauf.
00:19:37Fast genau auf den Tag vor einem Jahr wurde in Deutschland ein neuer deutscher Bundestag gewählt.
00:19:47So entsteht eine neue große Strategie.
00:19:52Und zwar für Deutschland in einem geeinten Europa.
00:19:57Deswegen werden wir weiter Reformen machen will.
00:20:03Müssen.
00:20:06Was ist da passiert?
00:20:15Da hat er so lange gesprochen, dass er am Ende gar nicht mehr wusste, wie der Satz angefangen hat.
00:20:19Und das kennt man von ihm gar nicht.
00:20:21Weil sonst holt der Merz ja los ohne nachzudenken und haut einfach raus.
00:20:24Wenn man sich seine Sprache mal anhört, die Sprache von Friedrich Merz,
00:20:27ist er ja nun kein Mann des positiven Empowerments.
00:20:31Das ist eher das Gegenteil.
00:20:32Er braucht immer so Feindbilder, an denen er sich hochziehen kann.
00:20:35Dann identifiziert er so Schlüsselprobleme, die er dann emotionalisiert und dann wird drauf gehauen.
00:20:40Auf Bürgergeldempfängerinnen und Empfänger, auf Migrantinnen und Migranten.
00:20:44Und eigentlich hat man ja von Merz was ganz anderes erwartet.
00:20:46Nämlich große Reden über die Wirtschaft.
00:20:48Ja, weil so ist er ja ins Amt gestartet.
00:20:50Der Merz mit so einer kleinen Aufschrift auf der Packung, wo drauf stand,
00:20:53kann Spuren von Wirtschaftskompetenz enthalten.
00:20:56Das sind sehr homöopathische Spuren, wenn Sie mich fragen.
00:21:05Und er hat zum Beispiel Friedrich Merz ganz spannend, hat sinngemäß gesagt,
00:21:08Wirtschaft sei zur Hälfte Psychologie.
00:21:13Okay, aber wie er dann diese Weisheit umsetzt, das ist dann doch schon spannend mal.
00:21:17Ab und zu, ja.
00:21:18Nachdem er dann die Bürgergeldempfängerinnen und Empfänger durch hatte,
00:21:20hat er sich dann den Arbeitnehmern und Arbeitnehmern zugewandt.
00:21:24Und hat dann so seinen inneren Stromberg beschworen.
00:21:27Und ich sage, es wird nicht genug gearbeitet hier.
00:21:30Vier-Tage-Woche, Work-Life-Balance.
00:21:32Ja, und das kennen Sie ja aus dem Büro.
00:21:34Nichts motiviert ja mehr, als wenn morgens der Chef reinkommt, du faules Schweine.
00:21:38Jetzt kommen wir mit dem Arsch hoch hier.
00:21:40Ja, das ist einfach wahrscheinlich das Merzsche Konzept.
00:21:44Motivation durch Beleidigung.
00:21:45Ich finde ja, das funktioniert nur im SM-Studio.
00:21:48Aber dafür hat mir der Merz deutlich zu wenig Leder an.
00:21:51Aber es ist, nein, es ist...
00:21:56Also...
00:22:03Was ich auch schwierig finde bei Merz, schwingt immer so ein bisschen so ein Generalverdacht mit.
00:22:07Ja, wo er dann auch über den Krankenstand dann in Deutschland sprach.
00:22:10Wo er da so mitschwang, so ihr Blaumacher hier!
00:22:12Wie hat Merz da so gesagt zum Thema Kranksein?
00:22:15Hat er wörtlich gesagt, ist das wirklich richtig?
00:22:18Ist das wirklich notwendig?
00:22:21Ich meine, was für ein Konzept von Kranksein hat der Mann?
00:22:24Geht er zu jemandem, der hustet und sagt, du hustest?
00:22:26Dann atmest du einfach nicht motiviert genug.
00:22:28Was soll das?
00:22:29Ja, denn der Merz hat es ja mit seinen verbalen Ausfällen im Beliebtheitsranking schön...
00:22:34Hat es bis nach unten durchgespült.
00:22:36Ja, da stimmt ja mittlerweile dieser alte Fußballspruch.
00:22:38Willst du den Friedrich oben sehen, musst du die Tabelle drehen.
00:22:44Ja, da gab es ja schon Umfragen.
00:22:46Ja, da war ja in Sachen Beliebtheit hinter Merz eigentlich nur noch Jens Spahn und Keuchhusten.
00:22:50Und wenn Sie jetzt aber vermuten, dass ich das hier so mit einer kabarettistischen Freude alles erzähle,
00:22:55da sage ich ja und nein.
00:22:57Weil natürlich schlagen in meiner Brust zwei Herzen.
00:22:59Der Kabarettist, der sagt, ja, schon geiles Material jetzt, was ich verwenden kann beim Kleinkunstpreis.
00:23:03Aber in mir drin ist natürlich auch der Demokrat, der sagt, das ist eigentlich ganz furchtbar, wie es gerade läuft.
00:23:09Denn es geht ja gerade um unsere Demokratie.
00:23:11Und gerade im Moment müssten alle demokratischen Parteien sich kritisch reflektieren und wirklich meinen Hintern hochbekommen.
00:23:16Die Menschen müssen wieder Bock bekommen auf demokratische Politik.
00:23:25Ja, aber es geht ja darum, bevor sich dann noch mehr irgendwelchen rechtsextremen Parteien zuwenden.
00:23:38Wie komme ich jetzt auf die fucking AfD?
00:23:40Haben Sie das mitbekommen?
00:23:42Die AfD, die haben keine Location für ihre Wahlparty in Baden-Württemberg gefunden.
00:23:46Dabei hätten sie es ja als Familienfeier anmelden können.
00:23:48Aber mal ernsthaft.
00:23:52Es geht gerade wirklich um die Rettung unserer Demokratie.
00:23:55Und wir haben es gerade zu tun mit so einer zombifizierten SPD.
00:23:58Mit dem Lars Klingbeil, der mittlerweile die Körperspannung von einem erschlafften Wahlkampfluftballon hat.
00:24:03Die Grünen leiden am offenen Mercosur und können durch akute Entropätisierung
00:24:07die Leute für eigentlich furchtbar wichtiges Kernthema nicht mehr begeistern.
00:24:10Die Linken vertiktokten ihre Inhalte.
00:24:12Und die FDP ist eigentlich nur noch für Archäologen interessant.
00:24:16Also Kabarett, das will ich damit sagen, tut manchmal auch den Kabarettisten weh.
00:24:20Umso schöner ist es, wenn es auch Kolleginnen und Kollegen gibt, die wirklich von so einer unfassbaren Fröhlichkeit sind,
00:24:25wie unser nächster Preisträger.
00:24:38Ein alter Gag leicht abgewandelt geht ungefähr so.
00:24:41Was ist der Unterschied zwischen einem Jazzmusiker und einem Popmusiker?
00:24:43Ein Jazzmusiker spielt 10.000 Akkorde vor drei Zuschauern und der Popmusiker spielt drei Akkorde vor 10.000 Zuschauern.
00:24:58Und unser nächster Preisträger kann sogar wissenschaftlich erklären, warum das so ist.
00:25:01Weil das Doktor im Künstlernamen Dr. Pop ist kein Kunstgriff.
00:25:04Nein, Markus Hendricks ist tatsächlich promovierter Musikwissenschaftler.
00:25:08Der könnte also heute Abend auch einen staubtrockenen Vortrag irgendwo in einem Konservatorium halten.
00:25:12Aber zu unserem Glück ist er dafür einfach zu sehr Entertainer.
00:25:15Die Jurybegründung lautet...
00:25:19Die sind immer bis sehr trocken, die Formulierungen.
00:25:21Ich weiß nicht, ob Sie schon mal so Jurybegründungen gehört haben.
00:25:24Hier die Jury zeigt einen Künstler aus, der die Kleinkunst zum Klingen bringt.
00:25:28Er besitzt die Fähigkeit, komplexe Inhalte leicht zu klingen.
00:25:30Also es ist gut gemacht, keine Frage, aber es ist so ein bisschen trocken.
00:25:33Und deswegen, um das Ganze aufzupeppen, habe ich den Originaltext der Jury in die KI gejagt.
00:25:38Und darum gebeten, einen Popsong daraus zu machen.
00:25:41Also rede ich hier nicht groß weiter.
00:25:42Sie hören die erste KI generierte musikalische Jurybegründung der Welt.
00:25:53Die Jury zeichnet einen Künstler aus, der die Kleinkunst zum Klingen bringt.
00:26:00Dr. Pop besitzt die Fähigkeit, komplexe Inhalte leicht zugänglich zu machen.
00:26:08Und beweist, dass Kleinkunst klug, unterhaltsam und relevant zugleich sein kann.
00:26:18Der Deutsche Kleinkunstpreis 2026 in der Kategorie Kleinkunst geht an Dr. Pop.
00:26:51Das war eine Überraschung.
00:27:02Hat er mich nett überrascht.
00:27:03Aber ich glaube, es war ein bisschen schlageresk.
00:27:05Ich würde ein bisschen mit Simon und Garfunkel dagegen steuern.
00:27:09Also gehen wir mal in die 60er Jahre.
00:27:10Vielleicht wollt ihr da auch ein bisschen mitsingen.
00:27:25So ein schönes Lied.
00:27:27Und ich habe mich mal gefragt, wie haben die eigentlich diesen Sound hinbekommen?
00:27:30Das war 1968.
00:27:34Da haben die diesen Sound produziert.
00:27:36Und die haben damals das Schlagzeug, kein Scherz, vor einen Fahrstuhl gestellt.
00:27:39Die Fahrstuhltüren aufgemacht.
00:27:42Den Fahrstuhl nach oben geschickt.
00:27:43Und dann die Reflektion von dem Schacht genutzt.
00:27:51Und ich glaube, oben waren Leute, die wollten in die Mittagspause gehen.
00:27:56Die haben dann die Treppen genommen, haben Simon und Garfunkel gesehen mit dem Schlagzeug
00:27:59und dann gemacht.
00:28:01So ist das geschehen.
00:28:03So war das.
00:28:03Genau so.
00:28:12Und der Sound ist wirklich wichtig auch im Deutschrap.
00:28:15Und ich habe mal was mitgebracht, was international bekannt ist.
00:28:18Das ist aber ein deutscher Deutschrap-Song.
00:28:26Das ist aber Türkisch.
00:28:27Das ist der Refrain.
00:28:28Und der heißt Tamam Tamam.
00:28:30Das heißt alles in Ordnung.
00:28:31Ja, die Strophen sind aber auf Deutsch.
00:28:32Die gehen so.
00:28:33Egal wo ich hingehe, ich werde bekannt.
00:28:35Frag mal warum, weil ich bin bekannt.
00:28:38So.
00:28:42Wo er recht hat, hat er recht.
00:28:44Und das ist Summer Jam.
00:28:46Ich mag den sehr.
00:28:46Der hat wirklich tolle Textzeile.
00:28:47Meine Lieblingstextzeile von ihm lautet, Drogen sind wie Türen.
00:28:50Man kann sie drücken oder ziehen.
00:28:55Hat er auch recht, ne?
00:28:57Und es gibt wirklich bekloppte Textzeilen.
00:28:59Zum Beispiel gibt es einer, der hat mal gerappt.
00:29:01Ich bin Dichter wie Van Gogh.
00:29:12Und vielleicht hat er Informationen, die wir nicht haben.
00:29:15Oder er hat dem Geschichtsunterricht nur mit einem Ohr zugehört.
00:29:18Das kann auch sein, ne?
00:29:19Und ich sammle so ein bisschen bekloppte Deutschrap-Textzeilen.
00:29:22Ich habe auch inkognito so eine YouTube-Seite gegründet.
00:29:24Und das ist meine lieblings bekloppte Deutschrap-Textzeile.
00:29:27Ich weiß, heute unsere Tage sind zu kostbar.
00:29:30Die Zeit läuft wie die Nase meiner Tochter.
00:29:42Das ist ein Rapper im Homeoffice.
00:29:48Der musste noch einen Text fertig machen.
00:29:49Tochter hatte Schnupfen.
00:29:50Das nehme ich.
00:29:51Das ist super, ne?
00:29:52Ihr kennt ja aus den 90ern noch Kenny G.
00:29:54Der hat Millionen Platten verkauft.
00:29:56Mit so einer Musik, Instrumentalmusik.
00:30:01Bisschen Fahrstuhlmusik, eigentlich, ne?
00:30:04Und jetzt kommt's.
00:30:05Es gibt ein Lied von ihm, das heißt Going Home.
00:30:08Wir gehen nach Hause.
00:30:09Und seit den 90ern ist das ein Rausschmeißer-Lied in China.
00:30:12Das kennen dort über eine Milliarde Menschen.
00:30:14Wenn eine Shopping-Mall schließt, kommt dieses Lied, ja?
00:30:18Jetzt ist es so.
00:30:18In den Nullerjahren war Kenny G auf Welttournee.
00:30:20Da kam nach China.
00:30:21Der wusste davon nichts.
00:30:25Der wollte ein Konzert spielen, was für zwei Stunden geplant war.
00:30:31Er hat das nach 20 Minuten gespielt.
00:30:32Alle sind aufgestanden nach Hause gegangen, ja?
00:30:35Es ist so passiert.
00:30:36Es ist so passiert.
00:30:45Und es gibt so ein paar Lieder, die empfinde ich als Rausschmeißer-Lied.
00:30:48Wie das zum Beispiel?
00:30:51Das reicht.
00:30:52Das ist von Sigrid und Marina.
00:30:55Und ich schwöre euch, nichts mit KI gemacht.
00:30:56Das ist ein echtes Lied.
00:30:58Da hab ich Nein gesagt.
00:31:01Da haben sie Nein gesagt.
00:31:02Dann hat er's noch mal versucht.
00:31:05Und wieder blieb ich hart.
00:31:08Wieder blieben sie hart, okay.
00:31:10Doch mein Lächeln machte ihm das eine ganz schnell klar.
00:31:14Ja, was denn?
00:31:17Zwei Mal Nein heißt einmal Ja.
00:31:21Du bist jetzt bei uns Frau.
00:31:24Und das ist für die Männer oft nicht einfach zugeschau'n.
00:31:32Und so haut man 50 Jahre Emanzipation in die Tonne, ja?
00:31:47Aber glaub mir, in der volkstümlichen Musik gibt es noch härtere Sachen.
00:31:50Hier was von den Kasselruter Spatzen, auch das ist echt.
00:31:52Auf einmal war die Amsel still, an diesem Morgen im April.
00:32:01Es war fast ein Tag wie jeder Tag.
00:32:05Doch es gab Tschernobyl.
00:32:13Und ich hab das Wort Tschernobyl noch nie so fröhlich gehört, ja?
00:32:19Aber ich glaub, wir widmen uns jetzt mal wieder in einer anderen tollen Epoche.
00:32:22Wir gehen mal in die 50er Jahre.
00:32:23Ist Elvis Presley was für euch?
00:32:24Mögt ihr Elvis Presley?
00:32:25Mögt ihr den, ja?
00:32:26Weil ich hab mir neulich mal so ein paar schöne Dokumentationen von ihm angesehen
00:32:29und der war immer so höflich.
00:32:30Also wenn er gesungen hat, haben die Leute manchmal so, wuh, reingerufen.
00:32:34Und dann hat er sein Lied so ein bisschen unterbrochen und sich bedankt.
00:32:37Hat er so, thank you, gesagt.
00:32:38Und ich würde das gerne einmal ausprobieren, ja?
00:32:41Also ich versuche, wie Elvis zu singen.
00:32:43Ich weiß nicht einfach, wenn's euch gefällt, dann macht ihr wuh.
00:32:45Und ich brauche am Ende jemand, es ist ein kurzes Lied,
00:32:49der einmal, der hat auch Babys gesegnet, Elvis.
00:32:51Könnte jemand am Ende wie so ein Baby einmal schreien?
00:32:53So, waaah?
00:32:54Könnten Sie das vielleicht?
00:32:57Einmal.
00:33:02So, waaah.
00:33:03Richtig laut dann, ne?
00:33:04Ich zähle auf Sie.
00:33:05So.
00:33:06Ich, ich, ich sag ihm Bescheid, keine Sorge.
00:33:11Oh, mein Mann.
00:33:14Woooo!
00:33:16My darling.
00:33:19I've heard.
00:33:22For the only time.
00:33:25A long,
00:33:29Okay.
00:33:31And time.
00:33:35Goes by.
00:33:37So slowly.
00:33:40I've heard.
00:33:49I've heard.
00:33:52I've heard.
00:33:54To love.
00:33:55To love.
00:33:56To love.
00:33:57Yes, yes.
00:33:58Wow.
00:34:14What Elvis did not have in the 50s was Autotune.
00:34:18Have you heard something about Autotune?
00:34:19It's a experience from the 90s.
00:34:20It was famous by the song Believe from Cher.
00:34:23And the woman can sing well.
00:34:24But then some of them used it.
00:34:26Also Autotune heißt auf deutsch übersetzt automatische Tonhöhenkorrektur.
00:34:30Und das ist ganz hilfreich für Sängerinnen und Sänger, deren Stärke nicht so im Gesang liegt.
00:34:35Und ich übe grad so ein Lied aus den 90ern, das ist wirklich schwer.
00:34:39Saying that I love you.
00:34:41Ich versuch's mal mit Autotune, ich hoffe es fällt nicht auf.
00:34:46Saying that I love you
00:34:50It's not the word I want to hear from you
00:34:56It's not that I don't want to
00:34:59Just close your eyes and say
00:35:05My and white
00:35:14Meine Stimme klingt natürlich
00:35:17Da ist kein Effekt drauf
00:35:20Nein, nicht schwer
00:35:28Scheiß Autotune
00:35:30Nein, nicht schwer
00:35:33Ich versuch's mal mit Autotune
00:35:33Ich versuch's mal mit Autotune
00:36:00This is the first instrument that could not be played in touch with the first instrument.
00:36:04Here are two lasers.
00:36:07I hope that it works.
00:36:11Let's play a few sounds.
00:36:13This must be a laser sound.
00:36:17And here is Star Wars music.
00:36:46And now I'm trying to make music with this thing.
00:36:49I've never done that in the TV.
00:36:51I've done that once on tour.
00:36:53I hope it works.
00:36:54So here are now...
00:36:58...töne rauskommen und vielleicht erkennt ihr das Lied.
00:37:00One, four, three, two, one.
00:37:03Two, three, two, one.
00:37:14Go!
00:37:18Good night.
00:37:28Woo!
00:37:30Go!
00:37:32Woo!
00:37:37Thank you very much, that was it for me. Thank you.
00:37:48Dr. Pop!
00:37:55The German Kleinkunstweist in the Sparte Kleinkunst for Dr. Pop!
00:38:03Thank you very much.
00:38:07We have a tradition in the Kleinkunst-Preis,
00:38:09that one is always sick.
00:38:13This year, this year, is a fantastic Stand-up.
00:38:16This year, she is an Anna Lucia,
00:38:18a fantastic Stand-up,
00:38:19which is the same between Gen Z and Millennial.
00:38:24I think that she is as a conflict.
00:38:28It's just a question of perspective.
00:38:30Because everything is better,
00:38:32as Generation X with old Knie-problems to be.
00:38:36That's the real thing.
00:38:38I notice many of the people here in the room.
00:38:40In contrast to me,
00:38:43she has still her entire life before her.
00:38:47Sparen Sie Ihr falsches Mitleid,
00:38:48so I could stay at home.
00:38:52Today is she sick,
00:38:54but I am sick.
00:38:55I am here and say so,
00:38:56good luck to Anna Lucia.
00:38:57We have prepared for her a small clip
00:38:59from her program.
00:39:00She didn't let us give a small shout-out.
00:39:03She is a great gift to send her.
00:39:04The Föderpreis der Stadt Mainz
00:39:05to the German Kleinkunstpreis 2026
00:39:07is Anna Lucia.
00:40:21Hallo, vielen Dank. Danke sehr. Ich freue mich.
00:40:33Hi, vielen Dank. Ja, hi. Ich bin Anna Lucia. Ich habe Migrationshintergrund.
00:40:37Und das macht mich interessant. Und ich bin aber leider keine gute Türkin.
00:40:43Aber ich bin keine. Meine Eltern kommen beide aus Lateinamerika.
00:40:47Das heißt, ich bin Latina. Also geht.
00:40:54Hier ist das Ding. Ich habe bei meinem ersten Auftritt hier bei der Happy Hour, habe ich mein Set angefangen
00:40:58mit Ich bin Latina.
00:40:59Und da habe ich das als Real Online hochgeladen. Und Latinos weltweit sind in den Kommentarspalten ausgerastet.
00:41:05Die haben richtig angefangen zu diskutieren. Die waren so, nein, das ist keine von uns.
00:41:10Guck, wie sie steht. Die hat keinen Stock im Arsch. Sie ist der Stock.
00:41:15Besser Kommentar war von so einem Typen, der meinte, wenn Latina, wo Arsch?
00:41:20Und ich werde mich jetzt nicht umdrehen, okay? Er ist da. Er ist klein, aber fein. Er ist okay.
00:41:26Er ist aber, ich habe ihn, okay? Er glaubt mir immer noch nicht.
00:41:36Aber ich habe trotzdem guten Selbstwert, Gott sei Dank.
00:41:38Ich habe manchmal Angst, ich habe zu viel Selbstwert.
00:41:41Ich diskutiere da manchmal mit meiner Therapeutin drüber.
00:41:44Ich bin in letzter Zeit zum Beispiel überzeugt, dass ich eine Narzisstin bin.
00:41:48Die Leute aber so gut manipuliert, dass sie es nicht merken.
00:41:51Also eine Narzisstin.
00:41:52Und meine Therapeutin sagt so oft, wie ich Angst habe, eine Narzisstin zu sein, bin ich keine.
00:41:57Und ich glaube ihr nicht.
00:42:00Ich glaube, ich habe sie schon zu gut dahin manipuliert, dass sie das jetzt denkt.
00:42:04Gespräch lief so ab, ich meinte, ich glaube, ich bin böse, ich kann Leute zu gut manipulieren.
00:42:09Und sie war so, nein, das ist nicht der Fall, sie sind ein guter Mensch.
00:42:12Und ich war so, oh mein Gott, ich habe es schon wieder getan.
00:42:17Ich bin zu charmant.
00:42:19Es ist nicht leicht.
00:42:27Aber ich bin Fan von Therapie.
00:42:29Ich bin wirklich Fan.
00:42:30Ich habe auch schon früh angefangen, schon in der Schulzeit.
00:42:31Ich hatte auch eine wilde Schullaufbahn.
00:42:33Ich war in meinem Leben auf drei dieser fünf Schulen, wo ich gemobbt.
00:42:37Was kurz nebenbei bemerkt, eine beeindruckende Quote ist.
00:42:40Ja, aber ich hatte dann auch nicht mal diese Zahnspange hier.
00:42:42Es war wirklich nur Persönlichkeit.
00:42:44Nein. Also, ich war eine richtige Bitch mit zwölf.
00:42:47Und Mobbing ist eine ganz wilde Sache, weil deine Eltern hoffen immer, du merkst nicht, dass du gemobbt wirst.
00:42:52Was süß ist, weil natürlich merkst du es.
00:42:55Christinas beste Freundin ist Lena und deine beste Freundin ist die Vertrauenslehrerin.
00:42:59Es fällt auf.
00:43:01Aber meine Mutter hatte die perfekte Erklärung dafür, warum die anderen Kids nicht mit mir spielen.
00:43:05Die meinte mal, Ana Lucia, die sind nur neidisch.
00:43:08Die sind nur neidisch, weil du bist schön und lustig und toll.
00:43:11Und die sind nur neidisch, deswegen wollen sie nicht mit dir spielen.
00:43:14Was Sinn macht?
00:43:17Wir alle kennen charismatische, schöne Menschen.
00:43:19Die haben alle keine Freunde.
00:43:20Die sind alle allein und einsam.
00:43:23Frag jeden Promi.
00:43:25Und das Ding ist, ich war schlau genug zu merken, dass ich gemobbt werde.
00:43:28Ich war leider nicht schlau genug zu merken, dass meine Mutter lügt.
00:43:31Und das heißt, meine ganze Schulzeit über war ich nicht nur extrem unbeliebt, ich war gleichzeitig extrem eingebildet.
00:43:37Ich saß während der Pause alleine rum und war so, boah krass, die sind alle neidisch auf mich.
00:43:42Leute, kommt mal klar, ich kann nichts dafür, es sind die Gene, es ist doch okay, wir sind alle schön
00:43:47auf unsere Weise, it's fine.
00:43:50Ich habe mich selber auch gemobbt, ehrlich gesagt.
00:43:52Christina war die krasseste von allen Mäubern.
00:43:54Christina war Klassensprecherin und sie hat diese Position perfekt ausgenutzt.
00:43:58Christina hat mir einmal eine Strafarbeit aufgegeben.
00:44:00Und ich habe sie gemacht, weil ich bin ein Gewinner.
00:44:03Und am nächsten Tag war ich mir nicht sicher, wo ich diese Strafarbeit jetzt abgebe.
00:44:07Und dann habe ich sie bei unserer Klassenlehrerin, Frau Bauer, abgegeben.
00:44:10Weil in meinem Kopf war Frau Bauer Christina Sekretärin.
00:44:13Und dann habe ich ihr die Arbeit gegeben und meinte, hey, Sie wissen ja Bescheid, Christina Strafarbeit.
00:44:18Und Frau Bauer meinte, hey, Anna Lucia, Christina darf dir tatsächlich keine Strafarbeit aufgeben, weil sie ist auch eine Schülerin.
00:44:27Und ich war so, hey, Frau Bauer, ich weiß nicht, wie lange Sie hier arbeiten, aber natürlich darf Christina das.
00:44:33Und sprechen Sie leiser, sie hat uns gerade wahrscheinlich zu.
00:44:36Bin ich direkt zu Christina und meinte, hey, Christina, nur dass du Bescheid weißt.
00:44:40Frau Bauer erzählte da deinem Rücken Dinge bei dich, die sind nicht okay.
00:44:44Ja, und dann wurde Frau Bauer nach der Schule in den Spind gesperrt.
00:44:47Geschieht ihr recht, ehrlich gesagt.
00:44:49Hinterfrag Christina nicht.
00:44:50Naja, ich gehe schon mal Playstation aufbauen für Sing-Stars später.
00:44:52Das war's von mir. Vielen, vielen Dank.
00:44:56Anna Lucia, noch mal gute Besserung von hier.
00:44:59Gute Besserung.
00:45:08Lass uns ganz kurz noch mal über die künstliche Intelligenz sprechen, weil künstliche Intelligenz kann ja in Forschung und Wissenschaft
00:45:16ganz neue Erkenntnisse liefern.
00:45:18Und bei manchen Erkenntnissen fragt man sich, wollen wir die überhaupt?
00:45:22Beispielsweise steht gerade in der Wissenschaft eine Frage im Raum, sollte man mit Schweinen sprechen?
00:45:27Und ich meine jetzt keinen Gesprächskreis mit Faschisten.
00:45:35Sondern, nein, ich meine jetzt in dem Fall wirklich richtige Schweine, also die Tiere.
00:45:39Schweine, ja, Schweine kennen Sie, Schweine halt, ja.
00:45:43Sie gucken ein bisschen verwirrt, Schweine vorne, hinten, ja, Schweine eben, ja.
00:45:48Und Schweine, ich habe eine Dokumentation gesehen, bei 3SAT war es eine Dokumentation über Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler,
00:45:55die versucht haben, mit Hilfe der KI die Kommunikation von Schweinen zu entschlüsseln.
00:46:00Sie gucken mich ein bisschen fragend an, warum, damit wir Zubereitungshinweise aus der Hand bekommen.
00:46:04Also, ja, das hat er mich gerade angefühlt.
00:46:07Aber das ist krass, wie schnell man vom Thema Schwein beim Thema Nahrung ist, ne.
00:46:11Wir essen Schweine, obwohl die total nett sind.
00:46:15Ja, immer wenn ich die Schweine treffe, immer so, äh, Gude, also wirklich, Schweine sind total nett.
00:46:19Da würde mir in meinem Bekanntenkreis die eine oder andere Sau einfallen, die eher auf den Grill gehört, Freunde, ja.
00:46:25Aber natürlich nur, nur hypothisch, ja.
00:46:28Aber, nochmal, also diese Dokumentation, die ich da sah, kleine Disclaimer vorab, ich esse auch ab und an Fleisch.
00:46:34Aber du bist als Fleischesser wirklich auf eine harte Probe gestellt worden.
00:46:37Weil, die haben Folgendes gezeigt, also diese Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben Tonaufnahmen angefertigt in verschiedenen Schweineställen
00:46:43und haben diese Tonaufnahmen dann in die KI reingefüttert.
00:46:46Und die haben festgestellt, dass Schweine sehr exakt imstande sind, drei Gefühlszustände auszudrücken.
00:46:53Zufriedenheit, Unzufriedenheit und Stress.
00:46:55Wo ich spontan dachte, das bin ja ich.
00:46:59Und auf einmal habe ich mich dem Schnitzel sehr viel näher gefühlt, als mir lieb war, Freunde.
00:47:03Und dann haben die auch noch was gezeigt, in dieser Dokumentation,
00:47:05dass Schweine, die in Stellen leben, in denen die Menschen nett zu ihnen sind, dass die häufiger zufrieden grunzen.
00:47:11Und da saß ich da, hab das gesehen, und mein innerer Kugelgrill-Fan meldet sich,
00:47:15macht die Scheiße aus, das willst du ja gar nicht wissen, weil das ist ja lecker, macht es aus.
00:47:20Weil so ist ja der Mensch, der Mensch, na klar will der wissenschaftliche Erkenntnisse,
00:47:23aber die sollen ja keine Veränderung bringen, um Gottes Willen.
00:47:27Wenn wir was hassen, dann Veränderung.
00:47:29Weil es ist ja immer so, also du hast ja, ganz viele Leute schauen sich die Wälder und sagen,
00:47:33ja, Zustand des Planeten, da muss was passieren, da muss ich was verändern.
00:47:36Dann geht aber so eine Klammer im Kopf auf, aber doch nicht bei mir.
00:47:39Ja, und jetzt überlegen sie aber mal, wenn dank der KI ganze Dialoge irgendwann möglich sind mit dem potenziellen Schnitzel.
00:47:45Und im Dialog merkst du plötzlich, das Kassler hat eine bessere Persönlichkeit als ich.
00:47:50Und auf einmal sagst du ja, dann reibe ich mich mal selber mit Honig ein und lege mich auf den
00:47:53Kohlegrill.
00:47:54Kann ja sein.
00:47:55Oder du kommst eben auf die alte Weisheit, wer kommuniziert, filetiert nicht.
00:48:00Das wäre so eine Erkenntnis, die bei uns Menschen einsickern müsste.
00:48:04Ja, aber nee, also wenn es da mal so eine Diskussion geführt wird, wenn es dann heißt, mal irgendwo,
00:48:08wir müssten vielleicht mal umdenken beim Fleischkonsum.
00:48:11Nicht nur, wenn es ums Tierwohl geht, sondern auch so Klima und so, müssen ein bisschen weniger Fleisch essen.
00:48:16Auf solche Diskussionen reagiert man ja hier bei uns im Lande immer sehr, sehr ruhig und gelassen.
00:48:21Das wird dann so gesagt und dann heißt es, nein, halt's Maul, es war gut, es ist gut, es bleibt
00:48:26gut.
00:48:28Ganz entspannt.
00:48:29Gibt ja so ein Wort, so ein Trigger-Wort, da kann man ja Menschen direkt auf die Palme bringen.
00:48:33Die sind direkt auf dem Baum, wenn du das Wort sagst.
00:48:35Vegan!
00:48:37Wir haben einen Bekannten, nur wenn ihr das Wort vegan hört, müssen wir einen Exorzisten rufen.
00:48:43Der muss gar nichts Veganes essen.
00:48:44Der hockt dann da, fängt an zu zittern, sein Kopf dreht sich und dann spuckt Erbsensupp.
00:48:47Sag mal wirklich.
00:48:50Natürlich nur mit Wursteinlage, ohne Fleisch geht bei dem gar nichts.
00:48:54Die Leute müssen nichts Veganes essen und sind trotzdem alleine durch die Existenz von Veganismus unfassbar getriggert.
00:49:00Und dann heißt es dann, ja, das machen die nur mit dem veganen Zeusch, um unseres Fleischessen mies zu machen.
00:49:06Wissen wir dem Fleischverbot.
00:49:07Wie Fleischverbot, hast du nicht gehört?
00:49:09Die wollen unseres Fleischessen verbieten.
00:49:11Wer dann?
00:49:12Die?
00:49:12Ich die?
00:49:13Ja, die.
00:49:13Ja, wer sagt das?
00:49:14Alte Söder?
00:49:15Ja, der muss ja wissen.
00:49:17Und da geht so diese Saat auf, das so immer erzählt wird, auch gerade von Söder und so.
00:49:22Diese linkswoke, diese vermeintlich linkswoke Verbotspolitik.
00:49:25Wo es dann heißt, ja, da kommt was, Fleisch soll uns verboten werden.
00:49:30Wo ich dann immer sage, wo denn?
00:49:32Dann sag ich, da merkst du das nicht.
00:49:33Die wollen uns vermiesen.
00:49:34Ich sag, wo?
00:49:35Die haben so ein gefühltes Fleischverbot, die Leute.
00:49:37Wo ist das?
00:49:38Wo soll das sein?
00:49:39Gehen Sie mal auf den Stink normales Volksfest.
00:49:42Da wirst du mit Fleischprodukten zugeschissen.
00:49:45Da gibt es teilweise Fleischprodukte, da frage ich mich, wer zur Hölle ist das?
00:49:50Nierenspieß.
00:49:52Sie kennen es, aber in Hamburg kennt das kein Sau.
00:49:55Die haben mich mit so Augen angeguckt.
00:49:57Da hab ich gesagt, nein, das ist kein Euphemismus.
00:49:59Das sind Nierchen auf dem Spieß.
00:50:01Kannst auch weg zum Karussell auch, jetzt sind ein paar Nierchen.
00:50:05Ich find's widerlich.
00:50:06Wir haben in Frankfurt gespielt vor einer Woche.
00:50:08Da rief einer an der Stelle, das ist aber wirklich lecker.
00:50:13Da hab ich gesagt, ja, da friss es doch.
00:50:15Drei, vier Stück, spieß noch ein paar Kuhauge, obbe drauf, siehst du da, esse besser.
00:50:18Ich sag, ich bitte Sie.
00:50:21Ich wäre.
00:50:29Ich wäre bei der Erfindung des Nierenspießes, wäre ich gern dabei gewesen.
00:50:33Wirklich, wo damals beim Schlachter irgendeiner gesagt hat, ach guck mal da, ein Organ, das zuständig ist für Abfallprodukte des
00:50:39Stoffwechsels.
00:50:40Yum, yum, yum, yum, yum, yum.
00:50:42Maria hol mal die Spieß hier, ach ist bestimmt lecker.
00:50:44Ich mein, ja.
00:50:46Aber solange sowas erlaubt ist, sind wir doch fern ein Fleischverbot.
00:50:49Solange beim Bad Bratsch, der der Grünkohlfestival, der Nierenspieß nicht unherde Teg verkauft werden muss, haben wir doch kein Fleischverbot.
00:50:56Hier, pssst, petites Nierenspieß.
00:50:57Pssst, nach Nierenspieß, komm her, komm, ich hab alles da.
00:51:00Heroin, Nierenspiss, it's all here.
00:51:03A little crystal meth.
00:51:07Where should this feeling of meat?
00:51:09Where?
00:51:11Where?
00:51:11Go to the tank station!
00:51:13When at the time of 3,
00:51:14on the cast,
00:51:14in this warm-on-on-one,
00:51:18the last big-on-on-one
00:51:20from the Dach,
00:51:21which has now all the watered out
00:51:23and now looks like a dehydrated
00:51:26Nacktmull.
00:51:28Nur um von irgendeinem völlig übernächtlichen Fernfahrer nach
00:51:30zum 3-Weggesnackt zu werden.
00:51:32Ah ja, mit Senf geht's.
00:51:33Ah!
00:51:36Da reg ich mich auf.
00:51:49Ich reg mich da auf.
00:51:51Aber ich versuch das halt wirklich zu verstehen.
00:51:52Warum sind die Leute so auf dem Baum,
00:51:54nur weil's Veganismus gibt?
00:51:56Und da hat der Dieter,
00:51:58der hat zu mir gesagt,
00:51:59Tobi,
00:52:00ich fühl mich da überfordert.
00:52:03Weil stell dir mal vor,
00:52:04ich guck nicht richtig hin
00:52:06und ess versehentlich ne vegane Wurst.
00:52:10So hab ich da noch nie drüber nachgedacht.
00:52:12Stell dir das mal vor,
00:52:13du isst versehentlich eine fleischfreie Wurst
00:52:15und dann beginnt sie ja.
00:52:16Die umgekehrte Wehrwolfs-Verwandlung.
00:52:20Ein Mann wie ein Baum,
00:52:212,10 m behaart von oben bis unten,
00:52:22wird zum non-binären Grünen-Wähler mit Taz-Abo.
00:52:24Oh Gott!
00:52:29Für die meisten evolutionärer Schritt nach vorne.
00:52:41Wir kommen zum Kleinkunstpreis in der Sparte Musik.
00:52:44Und da ist es nur recht und billig,
00:52:46dass ich auch um zu zeigen,
00:52:48wie viel mehr Niveau und Kunstfertigkeit
00:52:50der Mensch im Gegensatz zur KI hat,
00:52:52die Ansage in guter alter Liedermacher-Manier
00:52:54auf dem Saiteninstrument zum Besten gebe.
00:52:58Unser Preisträger heißt William Wahl
00:52:59und der Song, den ich geschrieben habe,
00:53:01heißt Wahlfreiheit.
00:53:07Der Blauwal, den bewundern wir,
00:53:10denn er ist das größte Tier.
00:53:12Den Grauwal sehen wir stets meandern,
00:53:14er wandert weiter als die anderen.
00:53:16Der Schwertwal ist ziemlich borniert,
00:53:18nur ein Delfin als Wal maskiert.
00:53:20Dagegen ist der Buckelwal als Wal ein echtes Original.
00:53:25Der Grönland-Wahl ist auch sehr fein,
00:53:28den kriegt selbst Donald Trump nicht klein.
00:53:30Und heimisch einst im Ruhrgebiet
00:53:33den Pottwal es nach Bochum zieht.
00:53:37Wichtig aber oft ne Qual
00:53:39sind Bundes- oder Landtagswahl.
00:53:41Die sieht man oftmals ganz sozial
00:53:43am Stammtisch in nem Wahllokal.
00:53:46Doch der beste Wahlphänomenal
00:53:49ist unser Preisträger der William Wahl.
00:53:51Wenn er singt, verwundert's nicht,
00:53:53dass man von Wahlgesängen spricht.
00:53:55Er hat echt was aufm Kasten,
00:53:57große Kunst auf kleinen Tasten.
00:53:59Und weil das auch die Jury weiß,
00:54:01kriegt er jetzt nen Kleinkunstpreis.
00:54:08Der Kleinkunstpreis
00:54:102026 in der Sparte Musik
00:54:13geht an William Wahl!
00:54:19William!
00:54:22Herzlichen Glückwunsch!
00:54:24Vielen Dank!
00:54:25Danke schön!
00:54:26Was für eine Freude!
00:54:28Vielen Dank!
00:54:29Danke sehr!
00:54:31Danke euch!
00:54:33Danke schön!
00:54:34Ich freue mich sehr.
00:54:36Nicht nur über das tolle Lied von Tobi,
00:54:38sondern natürlich auch über den Preis.
00:54:40Nicht zuletzt, weil ich noch gar nicht so viele habe.
00:54:46Letztlich habe ich erst zwei.
00:54:49Und das ist ein bisschen wenig für mein Alter.
00:54:51Ich habe gewonnen den Sonderpreis für Klavierbegleitung beim Regionalwettbewerb Jugend musiziert im Rhein-Sieg-Kreis.
00:55:05Ja.
00:55:141986 und dann 1998 nochmal gewonnen in St. Veith im Pongau beim Gäste-Ski-Rennen.
00:55:23Zweiter Platz.
00:55:26Immerhin.
00:55:27Und jetzt das hier.
00:55:28Und das ist schön.
00:55:30Das ist schön.
00:55:35In der Kategorie Musik, wie es ja geheißen hat, gerade ein bisschen ironisch, weil das erste Lied, was ich singe,
00:55:41ist überhaupt nicht von mir, ist von ABBA im Original.
00:55:45Also der Text ist von mir Musik aber nicht.
00:55:48Und im Original heißt es Fernando, handelt von Fernando.
00:55:55Und bei mir behandelt es das Thema der Nachhaltigkeit und der Frage, die sich heute jeder von uns mehr denn
00:56:02je stellen muss.
00:56:03Nachhaltigkeit.
00:56:04Was kann ich persönlich dagegen tun?
00:56:09Wieder mal allein zu Hause.
00:56:13In mir eine Art von Leere, die ich kaum ertragen kann.
00:56:20Gedanken kreisen ohne Pause.
00:56:24Nur ein Klick entfernt erwartet auf mich schon ein Neuanfang.
00:56:28Sicher geht es mir viel besser, habe ich erst einmal etwas anderes an.
00:56:35Das Paket ist da, ich schrei vor Glück und schick's zurück, Zalando.
00:56:41Weil ich das Porto ja nicht selber zahl, sondern wieder mal, Zalando.
00:56:47Richtig nachhaltig ist das zwar nicht, das weiß auch ich.
00:56:52Aber das ist ja nicht mein Problem, sondern das von den Zalando.
00:57:00Jedes Jahr, da wird es schlimmer, weil das Gewuseln und Gelb wimmeln in der überfüllten Stadt.
00:57:09Da bleib ich lieber auf meinem Zimmer.
00:57:13Denn auf all den Egoismus draußen hab ich echt keinen Bock.
00:57:17Der Bote klingelt an der Haustür und ich sage ihm ganz oben, fünfter Stock.
00:57:21Das Paket ist da, ich schrei vor Glück und schick's zurück, Zalando.
00:57:26Weil ich das Porto ja nicht selber zahl, sondern wieder mal, Zalando.
00:57:32Richtig nachhaltig ist das zwar nicht, das weiß auch ich.
00:57:38Aber das ist ja nicht mein Problem, sondern das von den Zalando.
00:57:43Hat deine neue keine Traumfigur, schick sie retour, Zalando.
00:57:50Wenn deine Eltern etwas sonderbar, sag au revoir, Zalando.
00:57:56Ist was nach deinem Geschmack nicht ganz perfekt, schick's wieder weg.
00:58:01Schließlich ist das auch nicht dein Problem, sondern das vom System, Zalando.
00:58:16Zalando.
00:58:22Zalando.
00:58:31Vielen Dank.
00:58:38Ja, vielen Dank.
00:58:40Ich hoffe, das war eigentlich nicht zu garstig.
00:58:43Falls doch, möchte ich Sie ganz gerne
00:58:45hier ein bisschen gnädig stimmen
00:58:48mit den zarten Klängen der Zitter.
00:58:50Denn ich spiele als nächstes ein Heimatlied.
00:58:54Also es ist natürlich kein Zitter,
00:58:55aber so wie ich spiele, könnte es eine sein.
00:58:59Wir zittern ein Instrument,
00:59:00was ja, wenn überhaupt,
00:59:01nur noch im Alpenraum aktiv gespielt wird.
00:59:04Aber es war mal anders,
00:59:05denn die Zitter war,
00:59:06und das wissen super wenige Leute nur noch,
00:59:09die Zitter war bis weit ins 19. Jahrhundert rein,
00:59:12in ganz Deutschland, weit verbreitet,
00:59:14bis hoch hier Richtung Dings.
00:59:17Denn die Zitter war,
00:59:18die war das angestammte
00:59:20und traditionelle Instrument in Deutschland
00:59:23der Perlenfischer und Schwammtaucher,
00:59:27die auch hier in und um Mainz
00:59:30in den klaren Gewässern von Rhein und Main
00:59:33eng verbunden mit der Natur
00:59:34ihrem Tagwerk nachgingen
00:59:36und nach Schwemmen tauchten.
00:59:38Und jetzt denken Sie vielleicht,
00:59:40was redet der Mann denn da?
00:59:43Schwammtaucher im Main?
00:59:45Im Main gibt es doch keine Schwämme,
00:59:47ja, wegen der Schwammtaucher.
00:59:50Und da saßen sie alle so abends da
00:59:53nach getaner Arbeit am lodenden Lagerfeuer
00:59:55und sangen ihre wehmütigen Lieder
00:59:58vom Leben und der Liebe
01:00:00und der Heimat.
01:00:01Und auch wenn es lange hier ist,
01:00:04Heimat ist ja nicht das,
01:00:05was um uns rum ist,
01:00:08jetzt konkret in diesem Moment.
01:00:09Heimat ist das,
01:00:10was in uns ist,
01:00:11in uns drin.
01:00:12Und das ist überall,
01:00:13auf der Welt ist das unterschiedlich.
01:00:15Heimat ist für einen Italiener,
01:00:17egal wo der sich nun gerade befindet,
01:00:20vielleicht einfach ein Duft.
01:00:22Ich war der,
01:00:22der Duft frisch aufgetragener Pomade.
01:00:26Für einen Engländer ist Heimat vielleicht
01:00:29der Anblick sich in Pfützenspiegel da.
01:00:33Dicker, weißer, nackter Frauenbeine,
01:00:35winterlichen Nieselregen.
01:00:38Und für uns so in Deutschland
01:00:39ist es aber ganz anders.
01:00:41Denn ich als Deutscher,
01:00:42ich weiß ja,
01:00:44egal was das Leben für mich
01:00:45in Zukunft auch bereithalten mag,
01:00:48eines würde meinen Platz haben,
01:00:50ganz tief in meinem Herzen.
01:00:52Mein Auto.
01:00:56Mein Auto hat sehr viel PS
01:01:01und mehr Zylinder
01:01:03als ein Zirkusdirektorenfachgeschäft.
01:01:07Ich liebe es mehr,
01:01:08als ich die Mutter lieb,
01:01:10wie schön das es dich gibt.
01:01:15Juru, juru, juru, juru.
01:01:19Juru, juru, juru, juru, juru.
01:01:23Mein Auto ist mein Glück allein.
01:01:26Die Innenraumverkleidung
01:01:28ist aus Ebenholz und Elfenbein.
01:01:32Ich liebe es mehr,
01:01:34als ich die Gattin lieb,
01:01:36wie schön das es dich gibt.
01:01:39Ja, wenn ich damit rase,
01:01:42wird alles gut.
01:01:43Und als dann löst mein Frust
01:01:46sich hinter mir in Gase
01:01:48und ich fühl mich als Mann.
01:01:52Denn mein Penis ist...
01:01:54Mein Auto ist...
01:01:57Zwei Tonnen schwer.
01:01:59Mit ihm bin ich kein Zweifel
01:02:01los, der Allertollste
01:02:02beim Ver...
01:02:03im Verkehr.
01:02:04Das Glück,
01:02:06das gleichsam auf der Straße liegt.
01:02:09Wie schön das es dich gibt.
01:02:12Ja, wenn ich damit dränge,
01:02:15wird alles gut.
01:02:17Und als dann fahrgess ich
01:02:19der Kinderscharge quenge
01:02:21und ich fühl mich als Mann.
01:02:24Jo-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o
01:02:31-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o
01:02:36-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o
01:02:38-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o
01:02:42-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o
01:02:42-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o
01:02:54When everything else in one's life goes into breaks
01:03:01The dog dies, it was a old animal
01:03:06The woman runs away, now on a beer
01:03:12The children take her with her
01:03:16The children take her with her
01:03:21Yes, a child takes her
01:03:28The children take her with her
01:03:35The children take her with her
01:03:55The children take her with her
01:03:55The children take her with her
01:03:55The children take her with her
01:03:56The children take her with her
01:03:56The children take her with her
01:03:56The children take her with her
01:03:57The children take her with her
01:04:00The children take her with her
01:04:01The children take her with her
01:04:06The children take her with her
01:04:12William Waal, spectacular.
01:04:16And now we're going to this year in the category Stand-up.
01:04:19Abdel Karim is basically a Weltenburger.
01:04:22He is a Bielefelder, Waal-Duisburger
01:04:25and he is a marokkaner Friedenstauber.
01:04:29And more importantly, he is really a super type.
01:04:32He is really a super type.
01:04:34That can't be heard from all colleagues.
01:04:37There are some who are just in front, but in front.
01:04:40There are some examples.
01:04:43For example, that interests you not.
01:04:45No, no, that they want you not to know.
01:04:48It's about our Preisträger.
01:04:51The sets of Abdel Karim are not only funny,
01:04:54but also very clever.
01:04:56And so it's not a wonder,
01:04:57that it's been shown many times.
01:05:00Jury-Preis der Wühlmäuse,
01:05:01Bayerischer Kabarett-Preis,
01:05:02Deutsche Fernsehpreis and many more.
01:05:03And now comes the hammer.
01:05:05That magazine GQ-Man
01:05:08has given him a few days
01:05:09as Lederjacken-Mann 2026.
01:05:12Yeah.
01:05:15Yeah.
01:05:20Yeah.
01:05:21It's not true.
01:05:22It's not true.
01:05:24It's not true.
01:05:26It's true.
01:05:27It's true.
01:05:27It's true.
01:05:28It's true.
01:05:29It's true.
01:05:30It's true.
01:05:30It's more important,
01:05:31that we're Stand-Upper like you are,
01:05:33who bring us to the katastrophal world to laugh.
01:05:37So I call you now,
01:05:40you marokkanese,
01:05:41you European-Friedenstauber.
01:05:42You fly!
01:05:42The Deutsche Kleinkunstpreis 2026
01:05:45in the Spartan Stand-Up
01:05:47geht an Abdel Karim!
01:05:54Thank you very much!
01:05:57Thank you very much!
01:05:57Geil!
01:05:57Herzlichen Glückwunsch!
01:06:00Dankeschön, guten Abend!
01:06:02Jaaaaa!
01:06:05Es ist wunderschön.
01:06:07Danke!
01:06:12Ich muss zugeben,
01:06:13vielen Dank für den Preis.
01:06:14Danke, Tobias Mann,
01:06:15für die schöne Anmode.
01:06:16Einer der wenigen Comedians,
01:06:17die ich kenne,
01:06:17die auf der Bühne nett sind,
01:06:18aber im Backstage
01:06:19ist aber ein anderes Thema.
01:06:23Nein.
01:06:23Wirklich, vielen Dank.
01:06:24Ich freue mich sehr über den Preis.
01:06:25Danke ans Unterhaus natürlich,
01:06:27an die Jury für die Entscheidung,
01:06:28wo ich mich,
01:06:29ich kann da nicht widersprechen,
01:06:31an den Frankfurter Hof,
01:06:32dass wir hier auf der Bühne sind.
01:06:34Sieht ein bisschen cool aus,
01:06:35aber ich freue mich auf die Zugfahrt morgen.
01:06:37Das ist schon ein Anblick,
01:06:38wo man sagen muss,
01:06:39wir sammeln für den Moscheebau.
01:06:42Für den Moscheebau.
01:06:45Ja.
01:06:48Ja, danke.
01:06:58Und ich hätte es nicht gedacht,
01:06:59aber der Preis hat wirklich mein Leben
01:07:00ein bisschen verändert,
01:07:01da bin ich ganz ehrlich,
01:07:02da wurde es ja veröffentlicht im Internet
01:07:04und seitdem werde ich öfter erkannt.
01:07:06Das ist wirklich krass.
01:07:07Ich war vor kurzem im Zug,
01:07:08da kam ein Mann auf mich zu,
01:07:09Comedy-Fan hat mich erkannt,
01:07:10riesen Fan euphorisch.
01:07:12Boah, das gibt es ja nicht.
01:07:13Sie im Zug.
01:07:14Kaya Jana.
01:07:16Ich hätte es auflösen können.
01:07:18Ich hätte sagen können,
01:07:19stopp, der bin ich nicht,
01:07:20aber der war so glücklich,
01:07:21ich wollte ihm die Freude nicht nehmen.
01:07:23Ich habe mitgespielt.
01:07:24Ich habe ihn angeschaut,
01:07:24was guckst du?
01:07:25Das ist ja wirklich.
01:07:27Haben wir ein Selfie gemacht,
01:07:28der wollte ein Selfie,
01:07:29hat mich dann gefragt,
01:07:29ob er dieses Foto auf Instagram hochladen darf.
01:07:32Ich habe gesagt,
01:07:33natürlich,
01:07:33aber bitte mich auch erwähnen,
01:07:34verlinken,
01:07:35damit der echte Kaya auch was davon hat.
01:07:39Und mein Lieblings-Wiedererkennungsgespräch,
01:07:41das war Ende letzten Jahres,
01:07:42das hätte ich nie vergessen,
01:07:43vier Jungs,
01:07:44maximal 23 Jahre alt,
01:07:46Migrantenkinder,
01:07:47die kann man dir am ehesten beschreiben,
01:07:49durchtrainiert,
01:07:49gut aussehen,
01:07:50trotzdem sympathisch,
01:07:51eine coole Mischung.
01:07:52Und die gingen sogar zu viert in einer Reihe,
01:07:54dass man direkt merkt,
01:07:55ist eine Gang,
01:07:55gehören zusammen.
01:07:56Einer dieser vier hat mich erkannt,
01:07:58die anderen drei nicht,
01:07:58die waren genauso überfordert wie ich.
01:08:00Der kam leicht draufgängermäßig auf mich zu.
01:08:02Ey, warte mal,
01:08:03du bist doch dieser eine,
01:08:04wer bist du noch mal?
01:08:04Sag endlich,
01:08:05wir haben keine Zeit.
01:08:09Ich dachte ganz kurz,
01:08:10der sucht jemanden.
01:08:10Ich hatte echt Angst.
01:08:11Egal, wen du meinst,
01:08:12ich bin's nicht.
01:08:13Ich kann mitsuchen.
01:08:14Zu fünft finden wir ihn.
01:08:16Es gibt vier Himmelsrichtungen.
01:08:18Ihr sucht,
01:08:19ich halte hier die Stellung.
01:08:21Nein, man verarsch uns nicht.
01:08:22Du bist doch dieser Rapper.
01:08:23Wie geht noch mal dein Lied?
01:08:26Und dann habe ich mich wirklich gefragt,
01:08:28wie kannst du diese vier sympathischen,
01:08:30aber einen Tick zu coolen Jungs
01:08:31irgendwie aus der Reserve locken?
01:08:33Und dann kam es einfach aus mir raus.
01:08:35Ich habe dann gesagt,
01:08:35ich drehe schwulen Pornos.
01:08:39Es kam einfach.
01:08:40Ich dachte, ich überlege noch.
01:08:41Und ich so, das ist meine Stimme.
01:08:42Scheiße.
01:08:44Dann wurde die Stimmung ein bisschen anders,
01:08:46muss ich sagen.
01:08:48Die drei haben völlig verwirrt ihren Freund angeschaut.
01:08:51Nach dem Motto,
01:08:52warum kennt er schwulen Porno-Darsteller?
01:08:54Er schaut mich panisch an.
01:08:56Bruder, nein!
01:08:57Ich habe gesagt,
01:08:58nenn mich nicht Bruder,
01:08:58ich mag keine Rollenspiele.
01:09:01Und dann durfte ich weitergehen.
01:09:03Die haben mich gehen lassen,
01:09:04fand ich gut.
01:09:04Beim Weitergehen habe ich mich gefragt,
01:09:06wieso haben ausgerechnet Jungs und Männer,
01:09:08egal ob jetzt Weiß, Urdeutsch, Migrantenkinder,
01:09:10was auch immer,
01:09:10warum haben ausgerechnet die Männer
01:09:12so eine große Angst vor schwulen Männern,
01:09:14die sich selber für die wahren Männer halten?
01:09:16Weil ich finde diese Angst vor schwulen Männern
01:09:17völlig unbegründet.
01:09:18Es ist ja ganz einfach.
01:09:19Wenn man auf schwule Männer nicht steht,
01:09:21muss man nicht mit ihnen ausgehen.
01:09:24Das ist freiwillig.
01:09:25Viele glauben, es ist Pflicht.
01:09:25Man muss einmal im Leben
01:09:27mit einem schwulen Mann ins Kino gehen,
01:09:29romantisch.
01:09:30Man kann, man muss nicht.
01:09:31Ich habe auch noch nie von einer Zwangsehe gehört,
01:09:33wo ein Hetero-Mann gegen seinen Willen
01:09:35einen Schwulen heiraten musste.
01:09:38Mein bester Freund Ali sieht das sehr pragmatisch.
01:09:41Was soll ich gegen schwule Männer haben?
01:09:42Jeder schwule Mann ist auf Tinder
01:09:44ein Konkurrent weniger.
01:09:45Das stimmt.
01:09:46Das ist ein pragmatischer Ansatz.
01:09:48Mein Hauptargument für etwas mehr Entspannung
01:09:49an der Panikfront von schwulen Männern
01:09:52geht keine Gefahr aus.
01:09:53Ich gucke wirklich fast jede Folge
01:09:56Aktenzeichen XY.
01:09:58Ich habe noch nie gehört,
01:09:59wie der Moderator traurig in die Kamera sagt,
01:10:00die schwulen Gang hat wieder zugeschlagen.
01:10:03Noch nie.
01:10:04Schwerpunkt Schutzgelderpressung bei PressNab.
01:10:16Nein, es ist ein anderes Thema.
01:10:18Ich habe mit Freunden darüber gequatscht.
01:10:19Wie würde so eine Gang eigentlich heißen?
01:10:20Die sagt, wir sind kriminell,
01:10:21aber wir nehmen dich nur in die Gang auf,
01:10:22wenn du schwul bist.
01:10:23Wir hatten keine Idee.
01:10:25Da haben wir das gemacht,
01:10:26was man heute macht, wenn man überfordert ist.
01:10:27Wir haben die KI gefragt.
01:10:31Googles Endgegner.
01:10:32Und wir haben nicht gesagt,
01:10:33gib mal lustige Antworten.
01:10:34Wir haben die Frage wirklich ganz sachlich gestellt.
01:10:35Ich habe einen Screenshot vorbereitet.
01:10:37Das ist Englisch, Bildschirmschuss.
01:10:40Wie würde eine gefährliche und berüchtigte Gang heißen,
01:10:43die als Mitglieder nur schwule Männer erlaubt?
01:10:46Es kam sofort eine Antwort.
01:10:47Hier sind einige Vorschläge für eine gefährliche
01:10:49und berüchtigte Schwulvereinigung.
01:10:50Ich fand den ersten Vorschlag direkt am besten.
01:10:53Die glitzernden Schatten.
01:10:56Kann man nicht toppen.
01:10:57Es wurde sogar erklärt,
01:10:58die Bezeichnung, die glitzernden Schatten,
01:11:00klingt geheimnisvoll und gefährlich zugleich,
01:11:02während sie aber auch die bunte und lebendige Identität
01:11:04der Gangmitglieder reflektiert.
01:11:07Wäre im Aufsatz eine glatte Eins.
01:11:08Besser kann man es nicht erklären.
01:11:09Andere Vorschläge waren zum Beispiel
01:11:10die Racheengel der Vielfalt,
01:11:12das Kollektiv der Leidenschaft
01:11:14und ein bisschen unrealistisch für eine kriminelle Gang,
01:11:17die Regenbogenräuber.
01:11:19Das ist unrealistisch.
01:11:21Das ist gut.
01:11:22Ängste sind ja oft sinnlos, unrealistisch, komisch.
01:11:25Oft haben Menschen auch Angst,
01:11:27weil die falschen Personen was ganz harmloses machen.
01:11:30Ich war mit meinem Nachbarn in die Fußgängerzone.
01:11:32Der wohnt direkt da um die Ecke.
01:11:33Wir haben Cola getrunken.
01:11:35Das fand ich wirklich sehr schön,
01:11:35was da passiert ist.
01:11:36Da ist ein älterer Araber,
01:11:37ungefähr 60 Jahre alt,
01:11:38mit seinem Auto in die Fußgängerzone reingefahren.
01:11:41Und da kippte die Stimmung so ein bisschen.
01:11:43Die Menschen waren unsicher.
01:11:44Wer ist das?
01:11:45Was will er hier?
01:11:45Ich habe meinem Nachbarn gesagt,
01:11:46keine Panik, wenn man hier wohnt,
01:11:47darf man hier durchfahren.
01:11:48Der kann als Araber nicht von der Autobahn
01:11:50in die Wohnung reinspringen.
01:11:51Das gibt ja gar keinen Sinn.
01:11:52Er ist reingefahren.
01:11:53Von der anderen Seite,
01:11:54hat er nicht gesehen,
01:11:55kam ein Polizeiwagen.
01:11:57Mein Nachbar und ich wussten,
01:11:58die beiden Autos werden sich irgendwann
01:12:00hier irgendwo treffen,
01:12:01weil die Fußgängerzone
01:12:02ist nicht achtspurig.
01:12:04So war es dann auch.
01:12:04Die haben sich getroffen.
01:12:06Da wussten wir sofort im Blick des Mannes,
01:12:08er wohnt da nicht.
01:12:09Er wusste, er ist am Arsch.
01:12:10Wenn er irgendwann im Leben
01:12:11falsch abgewogen ist,
01:12:12dann heute.
01:12:13Zwei Polizistinnen steigen aus,
01:12:15zwei Frauen.
01:12:15Eine geht zu ihm rüber.
01:12:16Er macht die Scheibe runter
01:12:17und fragt, Zitat,
01:12:19ist der Kommissar krank oder was?
01:12:24Mein Nachbar und ich wussten sofort,
01:12:25die Cola kann warten,
01:12:26hier passiert gleich was.
01:12:29Und wir wissen alle,
01:12:30in den USA wäre die Geschichte
01:12:31jetzt fast zu Ende.
01:12:34Aber die Polizistin blieb cool,
01:12:36hat die Frage überhört,
01:12:37hat ihren Job gemacht.
01:12:38Guten Tag,
01:12:39einmal Ihren Führerschein bitte
01:12:40und Ihren Anwohnerausweis,
01:12:41denn nur damit dürfen Sie hier durchfahren.
01:12:43Der Mann war auf die Frage vorbereitet.
01:12:45Warum Anwohnerausweis?
01:12:46Das ist Auto, keine Wohnung.
01:12:49Ich muss ehrlich sagen,
01:12:50mit dem Satz hätte er mich gehabt.
01:12:51Ich hätte gesagt,
01:12:52mein Fehler, fahren Sie weiter.
01:12:53Ist okay, fahren Sie weiter.
01:12:55Die Polizistin blieb hartnäckig.
01:12:56Ja, das sehen wir,
01:12:57das ist ein Auto,
01:12:58aber nur mit Anwohnerausweis
01:12:59dürfen Sie hier durchfahren.
01:13:00Aber andere fahren hier auch.
01:13:02Ja, das sehen wir.
01:13:03Jetzt haben wir aber Sie hier angetroffen
01:13:04und er hat dann in seinem Frust
01:13:05über sich selber
01:13:06den Versprecher des Jahres rausgehauen.
01:13:08Das gibt eine Anzeige wegen Unnötigung.
01:13:13Fand ich super.
01:13:14Ich habe mir das sofort gemerkt,
01:13:15wenn jemand nervt, Anzeige wegen Unnötigung ist raus.
01:13:18Und ich war mir sicher,
01:13:19das kann er nicht mehr toppen.
01:13:20Das Ding ist durch.
01:13:21Nein, er hat noch nachgelegt.
01:13:22Er hat wirklich gefragt,
01:13:23und Sie, wohnen Sie hier?
01:13:24Nein, aber Sie fahren hier auch.
01:13:28Da wusste ich.
01:13:30Ja, das ist richtig.
01:13:32Tade.
01:13:37Spätestens da war klar,
01:13:38er wusste,
01:13:39er hat das Spiel verloren.
01:13:39Er wollte aber noch einmal aufs Tor schießen.
01:13:41Warum nicht?
01:13:41Führerschein abgegeben,
01:13:42hat ihn zurückbekommen.
01:13:43Die Polizistin fragt,
01:13:44können wir noch irgendwas für Sie tun?
01:13:45Ich will die Nummer von Ihrem Chef.
01:13:47Sofort.
01:13:47Und die Polizistin sagt,
01:13:491 1 0.
01:13:51Warum nicht?
01:13:52Ganz einfach.
01:13:52Fand ich schön.
01:13:53Schöne Geschichte.
01:13:58Dankeschön.
01:14:03Ja, okay.
01:14:03Das war ein Herz.
01:14:05Das war schön.
01:14:06Wenn Leute miteinander reden,
01:14:07passieren solche Sachen.
01:14:08Ab und zu muss man nicht reden.
01:14:09Ab und zu reicht es,
01:14:10wenn man zuhört.
01:14:11Ich habe vor ein paar Tagen wirklich gemerkt,
01:14:12dass auch ich als erwachsener Mensch
01:14:14von Kindern lernen kann.
01:14:15Ich war im Bus ganz hinten,
01:14:17da sitzt euch immer,
01:14:17da sitzen die Coolen und ich.
01:14:18Und da waren drei Jungs.
01:14:20Maximal 14,
01:14:21zwei arabischstämmig,
01:14:22ein Urdeutscher,
01:14:23Klassenkameraden.
01:14:23Und einer der arabischen Jungs
01:14:25war einen Tag vorher bei Thomas,
01:14:27den Klassenkameraden.
01:14:28Und die anderen beiden wollten wissen,
01:14:30ist Thomas wirklich so reich,
01:14:32wie die ganze Schule vermutet?
01:14:34Die haben den ausgefragt.
01:14:35Erzähl mal,
01:14:35wie ist das Haus von denen?
01:14:36Richtig krass, Mann.
01:14:37Was für ein Haus?
01:14:38Wie ein Schloss.
01:14:39Die haben Kinoleinwand.
01:14:40Die haben so teuren Hunde.
01:14:42Wie heißen die nochmal?
01:14:42Diese teuren, seltenen Hunde.
01:14:44Einer ruft rein,
01:14:44Schäferhund.
01:14:45Nein, Mann, was für Schäferhund.
01:14:46Ich weiß auch, wie Schäferhund aussieht.
01:14:48Diese weißen Hunde mit den schwarzen Punkten,
01:14:50ganz viele schwarze Punkte.
01:14:51Ich wusste, was er meinte.
01:14:52Ich kam nicht drauf.
01:14:53Einer ruft rein,
01:14:54Dalmatiner.
01:14:55Ja, Mann, Dalmatiner.
01:14:56Sind die teuer oder was?
01:14:57Die sind voll selten.
01:14:58Davon gibt's weltweit nur 101.
01:15:03Da hab ich gemerkt, auch ich kann von Kindern lernen.
01:15:05Und seitdem weiß ich, es gibt weltweit 101 Dalmatiner abgezählt.
01:15:09Wenn ein neuer auf die Welt kommt, wird ein anderer vom Balkon geschmissen.
01:15:12Ganz einfach.
01:15:14Vielen Dank.
01:15:14Das war's von mir.
01:15:15Dankeschön.
01:15:15Haut rein.
01:15:15Vielen Dank.
01:15:16Danke sehr.
01:15:18Vielen Dank.
01:15:19Dankeschön.
01:15:20Danke, danke.
01:15:21Ciao, ciao.
01:15:22Sophia.
01:15:22Auf den Karim.
01:15:24Danke, danke.
01:15:25Der Deutsche Blankungsweiß 2026 in der Sparte Stand-Up.
01:15:32Super, oder?
01:15:33Es ist wirklich ein toller Abend.
01:15:38Eigentlich ein toller Abend, aber wir haben ein bisschen so reflektiert hinten, was könnte besser sein.
01:15:43Und es kam auch ein bisschen Kritik bei uns an.
01:15:46Also, ich sag's wie es ist, die Union ist bisher ein bisschen schlecht weggekommen.
01:15:50Das haben wir gehört.
01:15:51Und es werden einige traurig drüber.
01:15:54Und deswegen möchte ich jetzt was tun, was man von mir vielleicht nicht erwartet.
01:15:57Ich möchte eine Lanze brechen.
01:15:58Und zwar für Markus Söder.
01:16:02Doch ganz im Ernst.
01:16:03Wirklich.
01:16:03Ja, ohne Flachs.
01:16:04Denn wenn man Söder ja eins zugute halten kann, dass er Schwingungen in der Bevölkerung mit
01:16:08seinem sehr, sehr feinen Instrumentarium aufnimmt.
01:16:12Und hat Söder jetzt in seiner Pressekonferenz sinngemäß gesagt, jetzt wär mal dringend Zeit
01:16:17für gute Politik.
01:16:21Ja, leck mich fett.
01:16:26Käpt'n Obwiers aus Bayern.
01:16:28Und was das genau für ihn heißt, hat er dann auch noch wunderbar ausformuliert.
01:16:31Ich paraphrasiere.
01:16:32Er heißt, es brauche jetzt mehr Harmonie beim Regieren, weniger Konflikte, mehr Frieden.
01:16:37Der Hooligan fordert mehr Liebe im Block.
01:16:40Es ist wirklich sensationell.
01:16:42Und seine politischen Vorstöße in letzter Zeit, die sind ja auch massiv von Harmonie beseelt.
01:16:47Zum Beispiel, Sie haben es wahrscheinlich alle gehört.
01:16:48Er sagte ja auch, es bräuchte jetzt bei Abschlussfeiern in Schulen in Bayern eine Hymnenpflicht.
01:16:53Drei Hymnen sollen gesungen werden.
01:16:55Wenn es nach ihm geht, die Bayern-Hymne, die Deutschland-Hymne und die Europa-Hymne.
01:16:58Und Sie schauen mich jetzt an, wie findet das?
01:17:01Ich finde es eine Hymne zu wenig.
01:17:02Ich würde vier singen.
01:17:04Ich würde noch eine Markus Söder-Hymne singen.
01:17:06Und wenn Sie jetzt sagen, die gibt es ja gar nicht.
01:17:08Doch!
01:17:09Weil ich habe sie geschrieben.
01:17:10Ich habe mich zu Hause in 700 Weißwürste eingewickelt und habe eine Hymne für Markus Söder
01:17:16geschrieben.
01:17:16Und ich werde nun diese offizielle Markus Söder-Hymne begleitet vom ersten niederbayerischen
01:17:21Digitalkorps vortragen.
01:17:26Stets dem Gestern zugewandt, die Semmel fest in deiner Hand.
01:17:34Das Kruz sieht fix an jeder Wand.
01:17:38So herrschst du übers Bayernland.
01:17:44Unbändig ist dein Hunger und stillbar ist dein Durst.
01:17:52Gepriesen sei dein Selfie, gelobt sei deine Wurst.
01:17:58Bleib stets das, was du bleiben musst, der Schutzpatron der Fleischeslust.
01:18:05Und bewahr das Bayernreich vom Länderfinanzausgleich.
01:18:13Söder, Söder, über alles, über alles weißt du Bescheid.
01:18:19Was für dich noch gestern galt ist morgen sicher falsch und alt.
01:18:26Gott schütze dich in allen Stuben vor den grünen Pelzebuben.
01:18:33Es segne dich, du Frankenmann, der heilige Sankt Instagram.
01:18:42Juhuhuhu.
01:18:50Da geht einem das Herz auf, oder?
01:18:56Wir kommen jetzt zum Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz.
01:18:59Und damit bewegen wir uns in die Welt der Clowns.
01:19:01You might say, there's a lot of clowns out there.
01:19:06But I'm not talking about those who behave themselves,
01:19:10but about the Profis.
01:19:11Those who have learned this kind of character.
01:19:14The classic clown is a expert for the Scheitern with Würde.
01:19:19He makes small, to show big truths,
01:19:21and is just thinking out of the way.
01:19:23With Gadi Huta, the jury is a creative artist for her life,
01:19:27which has the art of clowning new definition.
01:19:29Gadi Huta has inspired generations of artists,
01:19:33to take the stage, to find their own forms
01:19:35and to take the room.
01:19:37I'd like to say,
01:19:39the Ehrenpreis of the Deutsche Kleinkunstpreis 2026
01:19:42goes to Gadi Huta!
01:20:03Gadi?
01:20:04Maybe I'll say it again.
01:20:07Gadi Huta!
01:20:22Gadi?
01:20:28Maybe I'll say it again.
01:20:40Gadi Huta!
01:20:45Gadi Huta!
01:20:48We're here.
01:20:55Gadi?
01:20:56I'll say it again.
01:20:57Gadi?
01:20:59Well done.
01:21:00Ooh.
01:21:09Yeah.
01:21:10Ow, ow, ow, ow.
01:21:12Ow, ow.
01:21:33What do you think?
01:21:38Let me help.
01:21:42.
01:21:45.
01:21:46.
01:21:47So here, yeah, stop, stop, stop, stop.
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