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00:11von rubens bis richter von buddhismus bis bauhaus von käfer bis künstlerbar alles
00:26unter einem dach vieles noch nie gezeigt eine sammlung wacht auf faszinierend gruselig
00:37tod und teufel in kunst design musik und film von dürer bis death metal herzlich willkommen in
00:48düsseldorf liebe zuschauerinnen und zuschauer altbier altstadt und die kö die schicke
00:53einkaufs meile dafür steht die hauptstadt von nordrhein-westfalen bei den meisten aber auch
00:58kunst und mode spielen hier eine große rolle und nur ein paar schritte von der berühmten
01:03kunst akademie entfernt können sie hier direkt am rhein ein tolles museum entdecken den kunstpalast
01:24noch wird hier mächtig geackert aber bis zum 21 november 2023 soll alles fertig sein dann wird
01:32die riesige sammlung aus kunst und kunsthandwerk vom mittelalter bis heute in 44 komplett neu
01:38gemachten räumen präsentiert und wir sind die ersten die das alles jetzt schon sehen dürfen
01:46der kunstpalast hat eine lange geschichte in diesem monumentalen bau von 1926 können sie
01:53kunst auf 9000 quadratmetern entdecken wenn das hier alles mal fertig ist werden sich in
02:00diesem herrlichen areal zwischen hofgarten und rhein garantiert nicht nur kunstbegeisterte tummeln
02:05unser gast heute freut sich allerdings schon mächtig auf die kunst er ist einer der erfolgreichsten
02:11deutschen schriftsteller maria im schmeckt nicht das pubertier die kühlen krimis und der markisen
02:21mann jan weiler ist der geborene geschichten erzähler einfühlsam und humorvoll beschreibt
02:28er seine heldinnen und helden des alltags ist er in düsseldorf geboren und aufgewachsen ist
02:37das eine schöne zeit gewesen ja aber düsseldorf war damals völlig anders ja ja ja also düsseldorf
02:43war damals eigentlich eine graue stadt so eine regierungsstadt das war doch immer eine kunststadt
02:49hast du das gespürt damals ja ja ja das habe ich sehr gespürt also ich bin auf der anderen rhein
02:54seite in oberkassel haben wir zuerst gewohnt und um die ecke wohnte professor beuys wenn wir auf
03:00dem kinderspielplatz waren oder so da kam der manchmal vorbei hatte glaube ich ein bändley oder rolls
03:05das weiß ich nicht mehr und da saß der halt drin mit seinem hut und dann hat meine mutung da
03:10ist
03:10der professor beuys und so das hat man schon sehr mitbekommen dass das eine kunststadt war
03:18hast du erinnerungen an den kunstpalast warst du schon mal hier ja ja ich war schon mal hier aber
03:23das ist echt lange her dann gehen wir mal rein ja gemälde möbel fotografien kunsthandwerk 130.000
03:37objekte und kunstwerke umfasst die sammlung ein schatz den man nicht wirklich kennt das soll sich jetzt
03:48ändern es ist kein publikum da in 14 tagen wird erst eröffnet wir haben das privileg dass wir
03:53praktisch als erste durchgehen können und auch ja die ersten kritiker sind eine verantwortung oder
03:58wie findest du das ich finde es ganz lustig vor allen dingen weil die beschreibungen noch nicht
04:02neben den bildern hängen man weiß also eigentlich außer man kennt sich wirklich richtig gut aus nicht
04:08genau was man sieht und das finde ich ganz gut weil es ein bisschen die bedeutung von großer kunst
04:13auch abschleift ist in dem barock genau das ist ritterrüstung von damals mit herzchen ja ja
04:20sehr speziell hier unten auch und das passt natürlich wunderbar zu diesem bild da hinten mit ritterrüstung
04:27und so also es gibt immer so bezüge die man entdeckt und dir würde wahrscheinlich zu jedem bild hier
04:32eine geschichte einfallen ich habe mal gelesen dass du dass du so ein bilder abspeicherer bist und die
04:37bilder für deine geschichten dann hervor holst also das betrifft auch zum beispiel gesichtsausdrücke
04:42oder stimmung oder so und wenn man in diese dinge reinschaut da ist ja wahnsinnig viel los bis in die
04:48kleinste figur kann man sich darauf konzentrieren was ist denn mit dem samson und die layla ist es
04:54haben sie kurz bevor er mit diesem werkzeug da geblendet wird
05:05bei diesem rubens hier venus und adonis würde dir wahrscheinlich auch sofort jede menge einfallen
05:09oder ja natürlich am spannendsten ist ja er hier der sieht aus wie der sohn von boris becker und und
05:17der guckt da so drauf auf diese merkwürdig proportionierten körper alles ja viel zu groß
05:22und viel zu mächtig viel zu viele muskeln und er schaut drauf und macht sich sorgen glaube ich er
05:27macht sich sorgen um venus
05:47die silberschmiede arbeiten waren im barock hoch geschätzt und wenn man genau hinguckt das ist
05:51wirklich wahnsinn was das für eine handwerkskunst ist ich finde bei solchen objekten immer wahnsinnig
05:57interessant wir hatten das alles besessen also wer hat diesen diesen gockel jemals alles in der hand
06:03gab die leute hier alle im raum hätte und die könnten erzählen wie sie zu dem ding gekommen
06:08sind fände ich hochinteressant dieser gockel korrespondiert ja wunderbar mit diesem fast
06:14reiter standbild von jan wilhelm von der pfalz der jan welhelm der mit seiner frau einer medici das
06:21und auch als kunststadt praktisch begründet hat man stellt sich dann vor wie der modell gesessen hat
06:26der hat ja nicht auf dem pferd gesessen sondern holzbock wahrscheinlich hat der maler gesagt wir
06:31machen das pferd so dass es kaum zu bändigen ist und der kleine mann sitzt da drauf mit seinen hohen
06:37absätzen und zu dem jan wellem hast du eine ganz besondere beziehung ich habe eine sehr besondere
06:42beziehung zu jan wellem weil als irgendwann man angefangen hat bei google mal seinen eigenen namen
06:48einzugeben dann schreibt man jan und dann w und dann e und dann wird es ja ergänzt und dann kam
06:53aber
06:54immer er und an einem bestimmten tag den ich leider nicht mehr weiß stand meiner über ihm das war ein
07:00großer tag in meinem leben jan wellem überholt der hättest du ja nicht gerechnet dass wir die so
07:10exklusiv für uns auch nicht dass du da ist ja klein paris sagt man immer ja ja ja klein paris
07:17und da
07:18ist es ja kein wunder wenn die dann hier hin das ist von der düsseldorfer kunst akademie ende
07:2419 jahrhundert hat sich eine an der mona lisa versucht die düsseldorfer malerschule setzte maßstäbe in
07:35der kunst des 19 jahrhunderts dollar raum ja sowieso über dass hier jeder raum eine andere farbe
07:48hat und jetzt nacht hier ist düster
07:56er hat es sehr stimmungsvoll das stimmt sehr außergewöhnlich finde ich besonders diese skulptur
08:02die mich wahnsinnig anrührt
08:08ich bin verliebt ich finde dieses dieses mädchen diese junge frau so fantastisch bisher für mich das
08:17schönste was ich hier im haus gesehen habe die frau die offenbar steine klopfen muss am wasser
08:22sitzt am ufer und auf ihr kind schaut ich finde die sehr sehr anrührend denn es ist gleichzeitig ist es
08:30sehr traurig irgendwie und sie muss diese schwere arbeit machen aber andererseits ist halt dieser
08:35dieser tolle kontakt zwischen diesen beiden wesen und diese ganze figur ist so toll ausgeführt bis in
08:42die allerkleinsten details und die ganze anatomie ist so ist so wunderschön ich finde das ein eine
08:48tolle skulptur und das interessante ist wie sie komponiert ist zum bild dahinter mit dem verschneiten
08:54ufer man könnte sich fast vorstellen die würde da sitzen
09:0544 räume komplett neu gestalten das klingt nach einer herkulesaufgabe aber auch nach dem traum eines jeden
09:13museums direktor ist oder ja es ist ein traum ist wirklich ein lottogewinn als wir losgelegt haben gab es
09:19diese 44 räume nicht also es war unsere entscheidung wie viele räume es am schluss werden und das ist
09:28dann in einem langen prozess realität geworden sie sind ja bekannt als jemand der gerne in die depots
09:35runter steigt und guckt was da ist bei 130.000 objekten war das aber auch eine herausforderung
09:40wie sind sie da vorgegangen ja es ist eine herausforderung aber es ist wirklich ganz ganz
09:45großartig also das depot ist eigentlich der schönste ort im museum weil all die objekte sind
09:51ja nicht zufällig da und da entscheiden zu können was man da ans licht holt das ist großes glück haben
09:57sie
09:57viele entdeckungen gemacht ja wir haben viele entdeckungen gemacht und ich glaube das sieht man der
10:02sammlung auch an die sieht schon anders aus als vorher und das tolle an der sammlung ist dass sie
10:08viele überraschungen bereit hält sie mixen ja auch ziemlich gewagt also sie entfernen sich auch
10:17vom gängigen kunstkanon der sagt was gute kunst ist und was nicht haben sie den komplett über bord
10:24geworfen ich glaube der kanon ist vor allem für kunsthistoriker interessant aber kanon neigt auch zu
10:31das ist einfach auch langweilig also immer das gleiche und wenn man so ein depot hat diese
10:37neugier und das publikum ist auch neugierig der kanon muss sich ändern die gesellschaft ändert sich das
10:42museum ändert sich insofern gibt es gar keine alternative dazu
10:58dieses große bild von max liebermann ist auch ein highlight in ihrer sammlung zeigt menschen bei
11:04der kartoffelernte und dazu hängen sie einen alten japanischen kimono warum das dieser boro kimono der
11:12wurde von der japanischen landbevölkerung getragen genau zu der zeit als der liebermann gemalt wurde und
11:19wenn man sich den liebermann dann auch wieder anschaut dann stellt man fest dass die bauern dort die
11:24tragen auch lumpen und uns geht es darum die gemeinsamkeiten zu betonen nicht so sehr die
11:30differenz und ich glaube über so eine kombination entsteht auch so etwas wie eine verbindung die man
11:38vielleicht vorher gar nicht im kopf hatte aber die schlüssig ist
11:59hier in diesem raum aber überall in der sammlungspräsentation prallt ja alles aufeinander
12:05möbel fotografie malerei skulptur textilien der gedanke dabei ist und das sieht man beim
12:13bauhaus besonders schön dass die dinge gemeinsam gedacht gemeinsam konzipiert wurden und insofern
12:20ist es eigentlich auch naheliegend die dinge gemeinsam zu zeigen bevor die sammlung endlich
12:28strahlen kann ist das museum eine großbaustelle räume wurden entkernt wände versetzt
12:35fenster und treppen eingebaut und modernste technik installiert
12:44mit dieser treppe kommt so ein hauch von guggenheim hierher in den kunstpalast aber
12:49sowieso ein irrer raum mit diesem riesigen rubens und dann diesem bild von el anna zui das ist ein
12:56afrikanischer künstler denn die meisten wahrscheinlich gar nicht kennen ja das das stimmt der ist auch in
13:00deutschland ganz selten zu sehen ist aber in den großen internationalen museen ist er mittlerweile
13:06sehr prominent vertreten das ist ein riesenglück dass wir die arbeit hier in der sammlung haben und
13:13die gegenüberstellung von rubens und el anna zui das schon was besonderes ich war vorher schon etwas
13:21nervös ob das funktioniert weil das kann man ja vor nicht ausprobieren nachdem das gehängt haben sehen
13:27wir ganz ganz viele parallelen und die beiden arbeiten vertragen sich wie ich finde ganz hervorragend
13:58und schon sind wir im 20 jahrhundert gelandet
14:01das ist ja baby boomer kindheit oder ja ja na logisch klar und wort man hatte ich auch und
14:11den hatten wir nicht aber das hätte ich total gerne gehabt damals das fand ich super cool naja ja ich
14:17weiß aber ich glaube die sind dann in wirklichkeit nicht so richtig gut gewesen und diese beiden
14:22bilder da die finde ich auch spannend kann man schönes rates spiel machen welches bild stammt aus der
14:28ddr und welches stammt aus dem westen tippe hier auf ddr ja hätte ich auch getippt stimmt nicht stimmt
14:35nicht das ist west und das abstrakte ist ddr es ist natürlich für sozialistischen realismus auch
14:45nicht motivierend packend und optimistisch genug die haben ja große angst vor dem was sie da sehen wie
14:50der sich dann dem bein festklammert das ist natürlich im sozialismus wird nicht ängstlich geklammert
15:07immer wenn ich was von günther uecker sehr kriege schuldgefühle warum weil ich mal einen kaputt gemacht
15:13habe das war eine holzkugel gespickt mit großen langen schwarzen nägeln jedenfalls habe ich so in
15:23erinnerung ich war kleiner junge 7 8 jahre alt und das ding stand bei nachbarn von uns im haus und
15:31der
15:31nachbarsjunge und ich wir standen davor und dachten vielleicht kann man da mal so nagel raus und haben
15:39das versucht mit kinderhänden diese nägel daraus zu bekommen und hat nicht geklappt werkzeugkiste man
15:46muss sagen der künstler hat absolut korrekt gearbeitet man hat überhaupt nichts bewegt und das hat uns
15:52genervt also hammer geholt und dann haben wir mit hammer auf diesen nägeln oben gekloppt dann kam
15:59der vater nach hause und ist ist fast in ohmacht gefallen und hat das dann wohl zurück zurück gebracht
16:06der es repariert hat missgelaunt und hier sind wir im 21 jahrhundert gelandet und es geht um sehr
16:21ernste themen ja das hier ist von einem afrikanischen künstler da geht es um migrationen offensichtlich
16:27das sind offenbar so einreise stempel manche sind erstaunlicherweise sind natürlich in spiegelschrift
16:33andere aber nicht und die kann man gut lesen sieht aber gleichzeitig so aus als wären es menschliche
16:38körper die die da so liegen glaubst du dass kunst was bewirken kann wenn sie solche themen bringt das
16:45weiß ich nicht also ob kunst was bewirken kann oder ändern kann oder so ist ja eine frage der man
16:51seit hunderten jahren nachgeht ich bin nicht so sicher aber sie bildeten ästhetisches empfinden und
16:58schafft assoziationsketten und manche dinge die man dann hier sieht bringt man dann halt vielleicht
17:05in anderen zusammenhängen miteinander in verbindung und das hilft dann schon
17:21die sonderausstellungen im kunstpalast werden meist viel beachtet weit über düsseldorf hinaus auch
17:26hier legt man wert auf überraschungen und einen gewissen glamour faktor so haben auch schon model
17:31claudia schiffer und starfotograf peter lindberg ausstellungen kuratiert saure gurken meerschweinchen
17:41und kitschverdächtige blumen der düsseldorfer künstler cornelius völker liebt optische knalleffekte
17:51hinter belanglos wirkenden motiven verbirgt sich viel tiefgründiges über täuschung und
17:58wirklichkeit das wesen der malerei sie haben ja gesagt ein museum darf nicht langweilen und das
18:07zeigen sie natürlich auch ganz besonders mit ihren sonderausstellungen die ja sehr erfolgreich
18:11sind und gerne sehr ungewöhnlich ist das das wie man sich heute behaupten muss in der digitalen
18:17welt als museum ja wir gehen ja sogar noch weiter wir veranstalten heavy metal konzerte stellen eine
18:22geisterbahn auf also es ist mir ein großes anliegen nicht nur die üblichen verdächtigen die sowieso
18:29ins museum gehen anzusprechen sondern mit unserem programm menschen zu erreichen die mit ihren steuern
18:37uns genauso finanzieren aber die vielleicht noch nie im museum waren und das ist die große große mehrheit
18:44der bevölkerung es gibt wirklich viele menschen die angst haben oder befürchtung haben wie muss ich
18:50mich da verhalten die sind unsicher und das museum ein freundlicher ort ist ein ort der auch spaß machen
18:58kann und eben vielleicht auch nicht langweilig ist das ist wirklich so wofür ich mich einsetzen und dabei
19:05schreckt er auch vor tod und teufel nicht zurück
19:13zum ersten mal überhaupt beschäftigt sich eine kunstausstellung mit der faszination des horrors von mode bis monsterfilm
19:28gruselst du dich gerne ja echt ja klar denn man ist ja in der regel nicht nicht betroffen man schaut
19:37ja etwas an und hat dann das wohlige gefühl ich schaue da nur bei etwas abseitigem zu was aber am
19:44ende für
19:45mich nicht schlimm wird warum hat das die menschen immer so fasziniert also wir haben ja hier auch ganz
19:53viele arbeiten aus der vergangenheit wo die menschen sich damit auseinandersetzen ist es das wissen um
19:58die eigene sterblichkeit ist es das wissen um die eigene sterblichkeit und es ist natürlich diese
20:02immense todeserfahrung die die leute früher hatten weil der tod ja dauernd da war die leute waren immer
20:12nahe daran am tod und ich glaube dass deswegen die verbildlichung von tod für die leute immer etwas
20:21selbstverständlicheres war als heute
20:28denkst du über den tod oft nach über sterben vielleicht wie ich wäre sehr begeistert wenn
20:36ich nicht bei meinem eigenen sterben dabei wäre für mich ist der tod eigentlich so und deswegen
20:41ist die ausstellung natürlich schön ein tolles visuelles oder künstlerisches thema aber dass ich
20:48mich damit sehr viel beschäftigen würde würde ich nicht unbedingt sagen
21:01der sieht wirklich gruselig aus das ist zombie man der war model und ist ein tolles beispiel für
21:08die ästhetisierung dieses horror themas in mode der ist ja für große marken gelaufen und war sehr
21:14bekannt ist unter etwas ungeklärten umständen gestorben
21:23ich habe selten so lustige und lebensbejahende und fröhliche menschen getroffen wie in dieser
21:29gothic szene man denkt halt immer das ist alles so morbide aber am ende sind die vermutlich sehr süß
21:35und haben zu hause so katzen mit so kratzbäumen und so über diesen sneaker habe ich gehört der ist mit
21:44menschenblut gefüllt da unten das rot das ist menschenblut naja sagen die jedenfalls ich würde stark in
21:52frage stellen mein favorit sind diese kinderschuhe mit zahnsohle die finde ich toll bemerkenswert sehr mein
22:01lieblingsstück hier auf der wand ist allerdings diese herzhandtasche man kann das dann immer
22:09geschmacklos und irgendwie morbide und abseitig finden aber man darf immer nicht vergessen dass das
22:17eine sehr sehr lebensbejahende form der kunst ist weil sie so kreativ ist
22:24das finde ich total beklemmt ja das sind henkers mahlzeiten letzte mahlzeiten von zum tode
22:32verurteilten und das so im stil alter niederländischer meister und still leben ja das ist dann tatsächlich
22:42horror und irrsinnig bedrückend wenn man sich vorstellt jemand bekommt diese etwas merkwürdig
22:49aussehen den sauren gurken bevor er ja letztlich dann umgebracht wird und hat sich das auch noch
22:55gewünscht es gibt eine ganz strenge auswahl und nicht umsonst sieht man da ein glas milch alkohol
23:04darfst du nicht bestellen denn du sollst deine strafe bei vollem bewusstsein erledigt gewusst man muss
23:10dann nehmen was man da kriegt ganz viele von den kunstwerken auch alle hier in diesem raum sind von
23:27frauen haben frauen vielleicht einen anderen zugang ich glaube man kann das schon sagen eine assoziation
23:36mit horror ist dass es sehr männlich dominiert ist in dieser ausstellung haben wir fast überwiegende
23:41weibliche positionen und hier sehen wir in diesem raum nur frauen tatsächlich wie erklären sie sich
23:49ich bin der meinung dass in unserer zeit horror ein wandel durchläuft in dem diesen klassische dynamik des
23:59horrors umgekehrt wird und das ist eben der unterschied zu würde ich behaupten zu vielen
24:07historischen beispielen das anders sein begrüßt gefördert gefeiert werden und das bedeutet dass wir
24:16dann auch monster barbie puppen im kinderzimmer haben das lady gara ihre fans little monster nennt
24:30im letzten teil der ausstellung ist vieles sehr berührend manches verstörend aber das ist finde ich
24:37die verstörendste arbeit von allen worum geht es da king cobra ist eine us-amerikanische künstlerin
24:43die sich oft mit der medizin geschichte auseinandersetzt und in dieser arbeit geht es um einen arzt aus dem
24:5119 jahrhundert james marion sims und er hat vor allem gynäkologische experimente an schwarzen
24:58frauen gemacht ohne einwilligung und ohne betäubung weil er der meinung war dass schwarze menschen schwarze
25:06frauen keinen schmerz empfinden könnten und die künstlerin schafft bewusstsein für dieses unrecht in der
25:16geschichte und wir sehen hier darstellungen von diesen opfern von den schwarzen frauen diese experimente
25:24und was ich ganz interessant dabei finde wir erkennen natürlich so brüste hände füße die haut wir sehen
25:34aber auch perlen und steine die uns auch anziehen also es gibt durchaus eine schönheit dabei es ging ihr
25:42darum ein bewusstsein dafür zu schaffen aber auch glaube ich mit diesen perlen eine ruckwirkende geste der
25:50aufwertung aber auch des schutzes durch den nadern wir leben in einer zeit wo ganz viele schreckliche
25:56dinge in der welt passieren ist da horror vielleicht noch wichtiger als kunstform oder ist es manchmal
26:03auch merkwürdig dass wir sowas noch ja ich glaube ich glaube dass künstlerinnen können strategien des horrors
26:11verwenden um mehr aufmerksamkeit oder eine andere aufmerksamkeit und bewusstsein zu schaffen also wir
26:18lesen in zeitungen über den grauen und horror heutzutage aber dass es für uns wirklich trifft auf eine
26:27andere ebene das kann die kunst viel besser zum schluss noch ein highlight der düsseldorfer kunstszene die
26:37cream cheese bar 1967 geschaffen von günter uecker gerhard richter und anderen für das museum
26:45rekonstruiert und demnächst wieder mit altbier das ist ein cooler ort oder ken sind hier aufgetreten frank
26:54zappa hat hier gespielt und hat hier an der base ein bier getrunken hier und vielen anderen künstler
27:01du bist nicht so ein bargänger oder würde ich jetzt vermuten doch ich bin kein ständig weggeher das
27:08nicht aber ich mag bars das schon und wie findest du den ort finde ich ganz cool also man könnte
27:13sich
27:14vorstellen dass das als bar ziemlich gut funktioniert ja und der ganze kunstpalast wie er jetzt neu gemacht
27:20ist auch wenn wir ihn noch im werden erlebt haben ich finde toll ich finde es sehr unelitär weil es
27:28ebenso
27:29relativ fröhlich assoziativ alles mögliche miteinander zusammenstellt wir haben vorhin
27:34den den hahn und den jan wellem und so dieses spielerische gefällt mir gut ist netter wenig
27:42sakraler umgang mit dem material gefällt mir der kunstpalast düsseldorf ist eine wundertüte voller
27:51kunst und schräger ideen großartig wie hier die kunstgeschichte neu erzählt wird mit
27:57meisterwerken aber auch mit dingen die auf den ersten blick ziemlich unspektakulär scheinen die idee
28:03auch objekte und kunst aus dem depot zu holen die jahrzehntelang niemand gesehen hat ist absolut
28:09überzeugend alles ist abwechslungsreich kombinierte und liebevoll gestaltet so wird es auch bei 44 räumen
28:16keine sekunden langweilig toll finde ich auch dass der kunstpalast eine eigene kinderwebseite hatte
28:23und eine völlig neue augmented reality app wo sie einfach ihr smartphone oder tablet vor ein bild
28:30halten und es passieren die tollsten sachen das motto alles auf augenhöhe die menschen mitnehmen
28:48begeistern irritieren auch mit sonderausstellungen die sich was trauen hauptsache nicht langweilen
28:57so ein museum ist wohl nur im rheinland möglich wo man sich selbst nicht so ernst nimmt also auf
29:02nach düsseldorf ab dem 21 11 23 ist dann auch die sammlung für alle geöffnet bis zum nächsten mal
29:25bis zum nächsten mal
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